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Diskutiere im Thema Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    sascha36 schreibt:
    Kein Selbstmitleid, kein Opfer sein, keine schuldzuweisungen, keine Entschuldigungen , kein Mittelpunkt mehr sein, kein " ach was bin ich doch individuell, kein " die Außenwelt versteht mich nicht " , kein " hoffen, wünschen , träumen".
    Dafür Realität, ich bin mein eigener Architekt, suche zuerst die Schuld bei mir, medikinet , Konzentration, wenig vergessen, wenig Scheitern, nicht mehr Sklave meines Wirren Kopfes. Das mal im kurzen, such dir was aus .
    Es geht mir nicht darum zu jammern, sondern darum, dass ich erst an etwas arbeiten kann, wenn ich mir darüber bewußt bin. I)ch habe den Eindruck, dass Du die Grundsymptome an sich nicht anerkennst.
    Jeder Mensch ist sein eigener Architekt, aber wenn ich die Schuld bei mir suche (was ich auch nicht anders sehe) muss ich genau zwischen Krankheitssymptom und meiner Persönlichkeit unterscheiden

    Früher habe ich auch nur die Schuld bei mir (in meiner Persönlichkeit) gesehen, und... was hatte ich davon? Jahrelange Depressionen und kein Selbstwertgefühl. Nur weil ich AD(H)S habe, heißt das doch nicht, dass ich mich in den Vordergrund schieben will, das interpretieren die anderen aufgrund mangelndem Wissen über die Krankheit.

    Habe ich ja weiter unten ausgeführt...

    @mariano:
    1.Depression
    2.ADHS
    3.Alkoholabhängigkeit
    4.Anpassungsstörung
    5.Spondylolyse
    6.HWS-Distorision, Kreuzschmerz

    sind das deine Diagnosen?

    Mein Informationsstand ist, das die AD(H)S beim GdB nicht berücksichtigt wird, habe ich hier auch in entsprechenden Threads gelesen.
    Sonst würde ich wohl einen beantragen (so bekäme ich eh nicht viele %%)


    Also das die breite Masse der "normalen" eher eine Depression als AD(H)S deuten bzw. legitimiert, ist mir ehrlich gesagt fremd. Beides ist für unbelastete Personen eher "böhmische Dörfer" und wer das nicht selbst schon erlebt hat, besitzt in der Masse auch kein Vorstellungsvermögen was sich hinter diesen Problematiken verbirgt.

    Ich denke schon, dass der Begriff der Depression anders behaftet ist, als der der AD(H)S, weil über letzteres eben auch viel Unzutreffendes berichtet wird und viele Vorurteile bestehen. Ich will ja nicht behaupten, dass die gesamte "breite Masse" sämtliche psychischen ERkrankungen kennt, aber ich erlebe es so, dass über AD(H)S eben auch viele Vorurteile verbreitet werden, viele reden drüber und wissen gar nicht, was eigentlich dahintersteckt.

    Die meisten aus der "breiten Masse" diskutieren über die Auswirkungen, aber nicht über die Grundsymptomatik.

    Und bezüglich GdB hat mir eine Mitarbeiterin vom Integrationsfachdienst erklärt, dass nur das, was für sich alleine mehr als 10 % ergibt, in den GdB eingerechnet wird.

    Lg Tanja

  2. #12
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    Mariano schreibt:
    angenommen ich werde auf ADS diagnostiziert und werde auf Medis eingestellt, die das Arbeiten an Maschinen bzw. das Führen von Kfz untersagen, wie geht das dann weiter?
    Dafür gibt es Maßnahmen zur Reintegration in den Beruf und Umschulungen.

    LG Tanja

  3. #13
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    Mariano ist aus Österreich, da mag das anders sein als in Deutschland.

    In Deutschland:

    "Versorgungsmedizinverordn ung Teil B...

    ...3.5.2 Hyperkinetische Störungen und Aufmerksamkleitsstörungen ohne Hyperaktivität

    Ohne soziale Anpassungsschwierigkeiten liegt keine Teilhabebeeinträchtigung vor.

    Bei sozialen Anpassungsschwierigkeiten

    - ohne Auswirkungen auf die Integrationsfähigkeit beträgt der GdS 10-20.

    - mit Auswirkungen auf die Integrationsfähigkeit in mehreren Lebensbereichen (wie zum Beispiel Regel-Kindergarten, Regel-Schule, allgemeiner Arbeitsmarkt, öffentliches Leben, häusliches Leben) oder wenn die Betroffenen einer über das jeweilige Alter entsprechende Maß hinausgehende Beaufsichtigung bedürfen, beträgt der GdS jewweils 30-40.

    - mit Auswirkungen, die die Integration in Lebensbereiche nicht ohne umfassende Unterstützung oder umfassende Beaufsichtigung ermöglichen, beträgt der GdS 50-70.

    - mit Auswirkungen, die die Integration in Lebensbereiche auch mit umfassender Unterstützung nicht ermöglichen, beträgt der GdS 80-100.

    Ab dem Alter von 25 Jahren beträgt der GdS regelhaft nicht mehr als 50."

    Bei Erwachsenen muss mann dann eher schauen, welche Ziffern zu der Symptomatik/Komorbiditäten passen, zb "B 3.7 Neurosen, etc leichtere psychovegatative oder psychische Störungen" zu denen auch "Störungen der Impulskontrolle gehören."


    In Anführungszeichen sind jeweils die Formulierungen des Gesetzestextes gesetzt. Kurz gesagt folgt aus dem Gesetzestext: kommen keine Komorbiditäten hinzu, die den Erwachsenen einschränken bzw. ist der Betroffene im ersten Arbeitsmarkt integriert, ist kaum eine Möglichkeit gegeben, allein aufgrund des ADHS einen GdB zu bekommen.
    Geändert von Trine (11.02.2013 um 19:20 Uhr) Grund: Rechtschreibung!

  4. #14
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    @Trine: Na dann bestünden ja doch noch Chancen auf einen "lohnenden" GdB, weißt Du, welche Durchführungsverordnungen es zum dem Gesetzesausschnitt gibt?


    LG Tanja

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 60

    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    Chaostanja schreibt:
    Dafür gibt es Maßnahmen zur Reintegration in den Beruf und Umschulungen.

    LG Tanja
    Hmm, ich rechne eigentlich jeden Tag mit der Kündigung. In der Firma ist Krankheit und vor allem psychische Probleme ein KO Faktor... Die haben sogar schonmal einem mit einer Krebsdiagnose gekündigt, der zog dann zwar vors Arbeitsgericht, bekam eine Abfindung und seither arbeitslos...

    Welche Firma stellt schon einen Erkrankten ein? Noch dazu müsste man ja den Schwerbehinderten-Ausweis bei der Bewerbung doch erwähnen!?

    Was mich aber echt brennend interessieren würde, was für ein Vorteil hat die Krankenkasse wenn ihr Versicherter den Schwerbehinderten-Ausweis beantragt? Können die dadurch die Kosten auf jemand anderen abwälzen? Die Sozialberaterin hat diesen Ausweis so richtig schmackhaft gemacht: Könnte dadurch früher in Rente, die Kfz Steuer würde entfallen, öffentliche Verkehrsmittel könnte ich kostenlos benützen usw. Das hörte sich weiter vorraus gedacht, wie ein Taktikspiel an!?

    PS: Trine@ Ich bin aus Deutschland, das mit Österreich dient nur zur Tarnung, aber pssst bitte nicht an die grosse Glocke hängen
    Ganz im Ernst, wer weiß schon wer hier alles mitliest, real habe ich auch kein italienischen Vornamen^^

  6. #16
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    Mariano schreibt:
    Hmm, ich rechne eigentlich jeden Tag mit der Kündigung. In der Firma ist Krankheit und vor allem psychische Probleme ein KO Faktor... Die haben sogar schonmal einem mit einer Krebsdiagnose gekündigt, der zog dann zwar vors Arbeitsgericht, bekam eine Abfindung und seither arbeitslos...
    Dir darf nur gekündigt werden, wenn die Erkrankung deine Arbeitsfähigkeit in erheblichem Maß beeinflußt.

    Mariano schreibt:
    Noch dazu müsste man ja den Schwerbehinderten-Ausweis bei der Bewerbung doch erwähnen!?
    Man kann das angeben, muss aber nicht.....

    Mariano schreibt:
    Was mich aber echt brennend interessieren würde, was für ein Vorteil hat die Krankenkasse wenn ihr Versicherter den Schwerbehinderten-Ausweis beantragt? Können die dadurch die Kosten auf jemand anderen abwälzen? Die Sozialberaterin hat diesen Ausweis so richtig schmackhaft gemacht: Könnte dadurch früher in Rente, die Kfz Steuer würde entfallen, öffentliche Verkehrsmittel könnte ich kostenlos benützen usw. Das hörte sich weiter vorraus gedacht, wie ein Taktikspiel an!?
    Klar, wenn der GdB hoch genug ist, ist das Versorgungsamt der Kostenträger.

    Wie siehts denn mit dem Thema aus, das nirgends reinpasste, weswegen eigentlich der Thread eröffnet wurde?

    Ich diskutiere gerne konträr, also her mit den Argumenten

    LG Tanja

  7. #17
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    Eigentlich wieder "off topic", oder

    *wollte ich diesmal auch mal bemerken *

    Zum GdB gibt es hier auch schon gaaaanz viele Threads....

    VG Amn

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 60

    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    Tanja@ Besten Dank, genau so habe ich mir das vorgestellt... Von wegen Krankenkasse, die kommen mir eher wie ein gewinnoptimierendes Wirtschaftsunternehmen vor
    Wenn man jeden Monat 280€ an die abführt und nie Probleme hat, ist man Willkommen und wehe man benötigt ihre Hilfe... Legen die einem nur Stolperfallen in den Weg.

    Sorry Amneris, mit diesen bürokratischen Begriffen hatte ich bisher noch nie was zutun...

  9. #19
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    Amneris schreibt:
    Eigentlich wieder "off topic", oder

    *wollte ich diesmal auch mal bemerken *

    Zum GdB gibt es hier auch schon gaaaanz viele Threads....

    VG Amn
    Da hast Du wohl recht , ich würde auch gerne wieder da weiter diskutieren...

    aber wenn ich das richtig verstanden habe, geht es dabei auch um Rücksicht gegenüber des Themenstarters, und ich bin selbst schon sooo oft abgeschweift.

    Um zurückzukommen... Klar sollte die "breite Masse" auch lesen und rechnen und schreiben etc lernen, aber wir können doch nicht alle globalen Probleme in dieser Diskussion berücksichtigen.

    Wegen der viele Vorurteile, gegen die sicher nicht nur ich zu kämpfen habe, wünsche ich mir eben, dass die Leute darüber besser Bescheid wissen.

    Es ist immer noch besser, wenn die Leute gar nix wissen, als wenn sie "Unwahrheiten" verbreiten, weil die nicht verstehen worum es geht....

    LG Tanja

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 207

    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    Du willst Geld für Nichtstun, meine Krankenkasse war höchst kulant und voll auf meiner Seite , abgesehen davon wird in keinem Staat der Welt psychische Krankheit so behandelt wie in Deutschland . Ich bin für jede Unterstützung dankbar , sei es Arbeitsamt oder Krankenkasse, aber ich habe es nie als gegeben angesehen. Mir geht dieses selbstverständlich denken echt gegen den Strich, man will Unterstützung, bekommt sie und jammert weil es zu wenig ist. Da ist egal ob ich seit Jahrzehnten eingezahlt habe, gerade für so einen Moment hab ich ja eingezahlt. Ich habe soviel Patienten erlebt die nur am meckern waren, hier zu wenig , da zu wenig, Scheiß Arbeitsamt, Scheiß Krankenkasse ; mir persönlich tut das eher weh. Aber ich denke das das auch nicht viel mit ADHS zu tun hat .

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