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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    Zwanghaft sortiert?

    Hmm kennt das wer ...

    meine ADHS Diagnose vor nun mehr 4 Jahren war nicht eindeutig, dennoch hat mir die Behandlung mit Mph geholfen.

    Was bleibt als Bilanz.

    Ich habe wohl eine ziemliche Filterschwäche.Habe auch Stimmungsschwankungen.

    Im Moment nehme ich aber kein Mph und ich bin gar nicht zerstreut.

    Ich vergesse keine Termine, schreibe Listen, halte mich an Abläufe. Die Überlastung durch die Filterschwäche bleibt.

    Eines ist mir aber tatsächlich aufgefallen, seit dem ich die Diagnose in Frage stelle.

    Ich orientiere mich sehr stark an Details in meiner Umgebung.

    Im Moment merke ich, dass ich zähle, in unübersichtlichen Sitautionen orientiere ich mich an Strukturen wie Fugen, Rasenkanten, Fliesen ... oder zähle. Ich habe auch gemerkt, dass mich leichtes Schaukeln oder vor mich hin brummen und die Vibrationspüren sehr beruhigt.

    Dieses Verhalten ist mir nicht neu, nur es rückt wieder stärker in meine Bewusstsein.

    Genauso das Listen schreiben, das Vorbereiten auf neue Situationen- Listen das das das muss ich machen, ich arbeite das dann sehr akribisch ab, wenn ich einkaufen gehe z.B. eine festgelegte Reihenfolge, eins nach dem anderen.

    Es ist nicht unbedingt starr, wenn ich so agiere, aber gewisse Routinen, gleicher Einkaufsladen, den ich kenne, wo ich nicht lange suchen muss, oder auch in der Wohnung die gleichen Handgriffe nacheinander. Ich will das nicht überbewerten, aber diese Routinen geben mir eine gewisse Sicherheit.

    Bin da, obwohl ich manchmal Abwechslung schätze, eher konservativ, mag keine plötzlichen Veränderungen oder Überraschungen.

    Auch das ist nicht neu, ich habe auch meine eigene Ordnung, die niemand von außen versteht, die aber nicht unstrukturiert ist.

    Dieses strukturierte Bild, das ich hier zeichne, bestand auch schon als Kind, eher untypisch für ADHS, ich habe Münzen nach Jahreszahlen sortiert, Bierdeckel in Aktenordner sortiert oder auch einen Hang zu standartisierten Texten, also Vertragstexte, Regeln.

    Sicherlich ist das auch eine Reaktion auf mein Kindheitschaos, so bin ich als Kind immer zu einer ganz bestimmten Zeit ins Bett gegangen, nach dem letzten Gutenacht musste ich nochmals auf Toilette gehen, danach durfte ich nicht mehr reden.

    Diese strukturierte, fast akribische Art, wird mir auch von einer Neurologin gespiegelt, die die ADHS Diagnose eher in Abrede stellt.

    Kennt das wer, ist das die ADHS Gegenreaktion? Oder tut sich da ein neues Problem, Zwang auf?

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Zwanghaft sortiert?

    xyberlin schreibt:
    Es ist nicht unbedingt starr, wenn ich so agiere, aber gewisse Routinen, gleicher Einkaufsladen, den ich kenne, wo ich nicht lange suchen muss, oder auch in der Wohnung die gleichen Handgriffe nacheinander. Ich will das nicht überbewerten, aber diese Routinen geben mir eine gewisse Sicherheit.

    Bin da, obwohl ich manchmal Abwechslung schätze, eher konservativ, mag keine plötzlichen Veränderungen oder Überraschungen.

    Auch das ist nicht neu, ich habe auch meine eigene Ordnung, die niemand von außen versteht, die aber nicht unstrukturiert ist.

    Dieses strukturierte Bild, das ich hier zeichne, bestand auch schon als Kind, eher untypisch für ADHS, ich habe Münzen nach Jahreszahlen sortiert, Bierdeckel in Aktenordner sortiert oder auch einen Hang zu standartisierten Texten, also Vertragstexte, Regeln.
    Das klingt nach Asperger.

    ---------------------------------------------------------

    Jetzt habe ich mir einige deiner Beiträge durchgelesen und dort diesen hier gefunden: http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...fremdheit.html
    Und da hatte ich schonmal den Asperger-Verdacht geäußert. Das wusste ich gar nicht mehr. Also, sorry, wenn ich mich wiederhole.

    -------------------------------------------------------------

    Asperger und ADHS können sich in einigen Symptomen unterscheiden, sie können aber auch beide gemeinsam auftreten. Eine sorgfältige Diagnose ist da notwendig.

    Ich selber habe teilweise den Hand zur Überkompensation und bin dann auch eher "zwanghaft" ordentlich. Allerdings beschränkt sich das immer nur auf kleine Bereiche, wie z.B. mein Schreibtisch, der ist penibel aufgeräumt und alles hat seinen Platz, aber im Schrank daneben ist Chaos, die Türen darf man nicht aufmachen, da fällt alles raus.
    Listen schreibe ich auch. Aber die kann ich oft nicht umsetzen bzw abarbeiten oder ich verliere die Listen oder ich vergesse, dass ich eine Liste geschrieben habe.
    Feste Routinen habe ich für bestimmte Vorgänge im Haushalt, damit ich da nicht jedesmal das Rad neu erfinden muss. Die Spülmaschine wird z.B. immer auf die gleiche Weise aufgeräumt.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Zwanghaft sortiert?

    Eben das meinte ich.

    Wo liegt der Unterschied zwischen Handgriffen im Haushalt, die man einführt, um sich die Arbeit zu erleichtern und Routinen?

    Bei mir ist nichts penibel, aber eben alles irgendwie durchstrukturiert.

    Also ich habe meine Papierhaufen, aber ich weiß, was wo auf welchem Papierhaufen liegt. Es wird kaum passieren dass sich Arbeitsamtsunterlagen zwischen Krankenkassenunterlagen befinden. Und dann gibt es noch einen aktuelleren Haufen.

    Wie gesagt, es ist gar nichts penibel, wohl aber strukturiert, strukturiertes Chaos.

    Und mit den Listen fand ich interessant, dass du sie schreibst, aber nicht abarbeitest.

    Das wurde mir schon mal als Stärke gespiegelt, dass ich wohl in der Lage bin, Dinge durchzuziehen, wenn es sein muss, ich kann eine Liste abarbeiten (und das ohne Rücksicht auf Verluste).

    Listen schriben, ich streiche die vollendeten Punkte durch und wenn die Liste dann zu unübersichtlich wird, schreibe ich eine neue Liste mit den verbleibenden Punkten.

    Genauso habe ich z.B. auch mein Studium durchgezogen, ich wusste genau wann ich anfangen musste zu lernen, wieviel, welche Seiten bis wann und dann habe ich noch ein Zeitfenster für die Wiederholung eingeplant.

    Oder ist das nur der Fall, wenn Zeitdruck mich ausreichend triggert? Weil eigentlich habe ich das Gefühl rumzudröseln, im Endeffekt bin ich dann oft von mir selber überrascht, dass ich die Sachen geschafft habe.

    Gestern, Arzt aufsuchen, 3 Bewerbungen schreiben, Krankenkasse anschreiben, Arzt anrufen, Bank, Katzenfutter, Einkaufen, Schwimmern und genauso ziehe ich das dann durch und war mittags fertig, vorallem plane ich auch die einzelnen Schritte durch, also Arzt aufsuchen heißt dann, Diagnose bekannt geben, Überweisung anfordern oder Krankenkasse anschreiben heißt Foto erstellen, Foto bearbeiten, Foto an Krankenkasse schicken, ich sortiere die groben Schritte und anschließend die einzelnen To Dos, so komme ich nicht durcheinander und alles hat seinen Platz.

    Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich da mein Chaos nicht überkompensiere. Die einzelnen Schritte drehen sich dann auch im Kopf bis zur Umsetzung.

    Und einkaufen tut doch jeder im gleichen Laden, den man gut kennt, wo man nicht immer suchen muss.

    Und die selben Lebensmittel kauft jeder schließlich auch irgendwie, weil er weiß, was ihm schmeckt.

    SCHEISS TECHNIK ALLES GELÖSCHT

    nochmal

    Ich tu mich schwer mit Veränderungen

    z.B. neue Geräte, ich habe oft keine Lust mich mit einem neuen technischen Gerät auseinanderzusetzen, es bleibt dann manchmal wochenlang unausgepackt in der Wohnung, bis ich es brauche

    gleichzeitig habe ich keine Probleme damit, mir z.B. eine neue Waschmaschine zu kaufen, so ich Geld habe und die alte tatsächlich kaputt ist, aber selbst dann kann es sein, dass ich erstmal wochenlang in den Waschsalon renne

    Klamotten auch so eine Sache, mir ist oft wurscht, was ich an habe, Hauptsache praktisch, egal, was die anderen sagen und was gerade en vogue ist, ich kann das auch oft nicht beurteilen, dann lieber gleich 2 Pullover kaufen und das erspart mir die Suche innerhalb der nächsten Wochen.

    Ist das nur weil ich mir selbst nicht wert bin oder weil ich in Routinen verharre?

    Manchmal führe ich bewusst Veränderungen ein, ein neuer Weg z.B., allerdings verlaufe ich mich dann schnell, sodass ich mir derartige Experimente unter Zeitdruck mittlerweile erspare

    Braucht ein ADHSler Abwechslung? Ich brauche viel Input, Abwechslung nicht unbedingt.

    Oder eine Reise ist immer wieder schwer, bevor ich in den Zug steige, um Berlin zu verlassen. Ich gewöhne mich dann aber recht schnell an die neue Situation und möchte dann auch nicht zurück in die alten Strukturen.

    Auch habe ich z.B. bei meinem Umzug nach Berlin gemerkt, dass ich gewisse Veränderungen, Umstellungen nur schaffe, wenn ich bewusst neue Wege einschlage, ich habe auch die positiven Erfahrungen gemacht, dennoch verharre ich hier irgendwie.

    Eine Psychologin meinte, dass das eher nach Zwang aussehe, wo ich doch jeden auch scheinbar nutzlosen Papierfetzen aufhebe.
    Geändert von xyberlin ( 9.02.2013 um 13:51 Uhr)

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2

    AW: Zwanghaft sortiert?

    Ob das eine ADHS-Gegenreaktion ist oder sich ein neues Problem auftut erfordert, wie Fliegenpilz schon geschrieben hat, einer sorgfältigen Diagnose.

    In deinem Fall wird deine Neurologin dir diesbezüglich weiterhelfen.

    Das was du schreibst spiegelt (für mich) wider, dass du nach einer "Antwort" suchst. Dabei kann man sich auf bestimmte Punkte fokussieren und ausblenden, dass diese nur Anteile eines Ganzen sind. Dazu kann ich dir nur sagen "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile" (Aristoteles). Eine Diagnose erfordert ein Gesamtbild und sogar dann lässt sich nicht ausschließen, dass du noch andere Anteile hast. Die Wechselwirkung kann ganz neue Eigenschaften hervorbringen.

    Vieles von dem was du schreibst, kann ich gut nachvollziehen und muss weder krank- noch zwanghaft sein.

    Routine entspannt. Plötzliche Veränderungen gehen einher mit Unsicherheit, also folgt Anstrengung bei der Herstellung von Sicherheit. "Im Moment merke ich, dass ich zähle", seitdem du die Diagnose anzweifelst oder schon früher? Zählst du während die Aufgaben rotieren?

    Habe auch mein eigenes "System" bzw. Chaos, dieses funktioniert für mich ohne restrukturierung.

    Eigentlich hätte ich garnichts schreiben dürfen nach meiner Logik. Falls die beschriebenen Anteile dich beeinträchtigen sprech das doch einfach mit deiner Neurologin durch.

    ADHS ist bekanntlich nicht heilbar, ob eine weitere Diagnose dir weiterhilft?

    Gruß Sinus

  5. #5
    N o r d f r a u

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    Forum-Beiträge: 8.213

    AW: Zwanghaft sortiert?

    Hallo xyberlin,

    vieles was du beschreibst, mache ich auch so. Sortieren nach Farbe oder
    sonst was ist meine Leidenschaft. Meinem Gehirn gefällt das halt
    und ich dann gebe ich es ihm. MPH hilft mir bei "heavy overload" und
    gegen die "intension deficit desorder". Der "Kammweg" sieht beim
    ADHS-Betroffenen eben anders aus.

    Bei Veränderungen und Überraschungen sagt mein Gehirn mir oft "Äh,
    keine Lust", z. B. wenn ich plötzlich beim Singen improvisieren soll, aber
    dann gibt's wieder so eine Stimme im Gehirn, die sagt, "Ey komm, mach
    mal was Neues" und dann gefällt's mir doch.

    Meine Methoden halten die Beziehung zu meinem Mann lebendig, er kann
    vieles nicht verstehen, aber Listen machen wir beide.

    Das genaue Beobachten deiner Umgebung hast du ja mit Sherlock Holms
    gemeinsam, und da gibt's so eine interessante Stelle in dem Buch von
    Thom Hartmann "A hunter in a farmer's world - Eine andere Art die Welt
    zu sehen" .......

    LG Gretchen

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

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    Forum-Beiträge: 683

    AW: Zwanghaft sortiert?

    Ja Chaos und Ordnung........

    Da kann ich mich ganz extrem an 2 Situationen erinnern.

    Einmal war meine Freundin da, das war im Sommer, habe es mal wieder hier nicht geregelt bekommen und ihr die ohren vollgejammert. Totales Chaos, obwohl ich die ganze Zeit am aufräumen war. Als sie ging musste sie lachen, da meine Sonnenbrillen ganz akkurat an dem dafür vorgesehenen Platz aufgehangen waren.

    Ein Freund war da, da ich mit meiner Post nicht mehr klar kam, Mahnung über Mahnung, alles durcheinander, ganz viel zu. Ich hab ihn angemeckert, weil er nicht gerade locht, das wäre unordentlich. Um uns herum totales Chaos......

    Auf der Arbeit habe ich da keine Probleme mit, kein Chaos und alles gut strukturiert.



    Es gibt auch leichte Formen von Autismus, die sehr ähnlich mit dem ADHS sind. Der Sohn von Bekannten hat das.

    Ich denke das muss deine Neurologin mit dir durcharbeiten, aber nim dir zeit und Ruhe dabei, besser langwierig, wie eine falsche Diagnose!!!

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 227

    AW: Zwanghaft sortiert?

    Für ist das, was ich da beschreibe kein akademisches Problem.

    Ich bin hier in einer ADHS-Gruppe, wo wir uns gegenseitig coachen, zumindest ist das das Thema der Gruppe, also vorallem strukturieren.

    Ich falle dadurch auf, dass ich auch da keinen wirklichen Kontakt herstellen kann zu den Menschen, ich bin gerne dort, fühle mich wohl, genauso egal sind mir die Leute dann nach der Gruppe, sie verschwinden im Nebel und der Kontakt bricht ab.

    Das ist meine Sicht, ich wirke wohl oder kann vielmehr durchaus sozial wirken, gehe ja auch bei Ungerechtigkeiten, die andere betreffen auf die Barrikaden. Wie gesagt, ich wirke sozial, fühle mich aber anders.

    Leider ist es auch genau dieses Sozialverhalten, was mir berufsbiographisch komplett auf die Füße fällt und ja, ich verstehe Ironie, Doppeldeutigkeit, wende sie wie hier ja auch an.

    Im Moment bin ich wieder arbeitslos, wieder seit 1 Jahr, insgesamt hatte ich bislang würde mal schätzen 30 Bewerbungsgespräche, also insgesamt nach Studium und im letzten Jahr, zwei Jobs sind daraus entstanden.

    Die Interaktion funktioniert also tatsächlich nicht so richtig.

    Immerhin habe ich im letzten halben Jahr herausgefunden, dass es nicht meine Qualifikation ist, sondern die Interaktion, die mich fast alles erst im mindesten 2. Anlauf schaffen lässt.

    Und nicht nur berufsbiographisch, ich habe mich halt wirklich gefragt, warum ich solange ich denken kann keine richtigen Kontakte aufbauen kann, komischerweise fehlen sie mir, d.h. ich bin auch nicht wirlich glücklich mit der Einsamkeit, obgleich ich den Rückzug auch brauche, weil Menschen anstrengend sind.

    Komischerweise meint, Autisten empfinden oft diese Einsamkeit nicht, ich aber wohl, oder ist das Teil des Spektrums? Oder habe ich nur Angst?

    Jedenfalls funktioniert meine lange Beziehung auch deshalb, weil wir uns sehr ähnlich sind, in zwei Wohnungen leben, aber Probleme mit Nähe, habe ich auch da ... habe ich ja schon mal geschrieben.

    Insofern versuche ich jetzt wirklich herauszufinden, was da Sache ist, warum ich immer wieder in depressive Zustände gerate, immer wieder Kontakte abbrechen, Kontakte erst gar nicht entstehen, ich missverstanden werde oder ich im Bewerbungsgespräch, in der Konzentration der sozialen Interaktion, scheitere.

    In anonymen Gruppen, thematischen Gruppen fühle ich mich wohl, nur nicht wenn es um gemeinsames Organisieren, Lernen geht, das mache ich dann doch lieber allein, weil es effektiver ist, als sich immer abzusprechen.

    Komisch ist auch, dass mir Menschen eigentlich wichtig sind als Spiegel, in der Schule war ich gut in den Fächern, wo ich den Eindruck hatte, der Lehrer mag mich. Das ist z.B. auch untypisch für Autismus. Autisten geht diese Spiegelung oft ganz ab.

    Und dennoch war es bislang immer so, solange ich denken kann, ich war irgendwo Gruppen zugeordnet, aber nicht integriert, ich habe versucht, mitzumachen, mitzureden, habe Kontakte erschlossen und doch nicht wirklich, diese Kontakte hatten nie Bestand.

    Gibt es überhaupt typisch oder ist das Teil meines Denkens in Rastern?
    Geändert von xyberlin ( 9.02.2013 um 18:16 Uhr)

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

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    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 683

    AW: Zwanghaft sortiert?

    xyberlin schreibt:



    Komischerweise meint, Autisten empfinden oft diese Einsamkeit nicht, ich aber wohl, oder ist das Teil des Spektrums? Oder habe ich nur Angst?

    Jedenfalls funktioniert meine lange Beziehung auch deshalb, weil wir uns sehr ähnlich sind, in zwei Wohnungen leben, aber Probleme mit Nähe, habe ich auch da ... habe ich ja schon mal geschrieben.


    Komisch ist auch, dass mir Menschen eigentlich wichtig sind als Spiegel, in der Schule war ich gut in den Fächern, wo ich den Eindruck hatte, der Lehrer mag mich. Das ist z.B. auch untypisch für Autismus. Autisten geht diese Spiegelung oft ganz ab.
    es gibt doch bei jeder "krankheit", "störung" etc viel varianten. Es spiel ja auch immer eine rolle, wie stark es bei einem ausgeprägt ist.

    Beispiel: Mein Sohn kann nicht schreiben, nicht mal abschreiben nur Fehler. Ich hatte immer den verdacht, er könnte leghasteniker sein. Mir wurde aber immer wieder gesagt, das geht nicht, der kann ja super gut lesen.

    Käse, auch das ist eine Form der legasthenie!

    Vlt, hast du ja auch eine mischung.....

    an deiner stelle würde ich das ganz in ruhe beim arzt versuchen abzuklären, wenn die gut ist kann die dir helfen, auch wenn es u.U. langwierig ist. Ich drück dir die Daumen

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