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Diskutiere im Thema Normal oder nicht normal im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 192

    AW: Normal oder nicht normal

    sorry...habe versehentlich schon auf Antworten gedrückt..also weiter, mit denen ich mich ständig immer wieder aufs neue auseinandersetzen muss. Es ist ein ständiges Auf und Ab..und auch ich frage mich, genau wie Du, trete ich schon wieder ins Fettnäpfchen..also, nimm es gelassen...ich denke, jeder hier kennt dieses Gefühl und kann es gut nachvollziehen...

  2. #22
    Ehem. Mitglied 14

    Gast

    AW: Normal oder nicht normal

    moorle schreibt:

    EGAL was andere denken oder nachher reden.

    ... ist sau schwer!!! Selbst hier, wo ich unter anderen Chaoten bin, mache ich mir immer noch Gedanken was andere von mir halten oder über meine Beiträge denken könnten. Und das bei der Anonymität des Internets und mit einem "Künstlernamen".
    Und obwohl ich weiß, dass ich mich damit selbst blockiere und im Weg stehe, kann ich nicht einfach aus meiner Haut raus.
    ..ja, des kenne ich nur allzugut!

    Angst, anzuecken oder etwas falsch zu machen, jemandem auf die Füße zu treten oder zu verletzen.

    Die Sorge: Bin ich gut genug?

    Oder die Gedanken: Was mag der oder die jetzt von mir halten?

    Oder die Tendenz dazu, das eigene Gefühl, die Zweifel auch anderen zu "unterstellen" - und dann doch wieder gegen mein Bauchgefühl zu handeln und zu versuchen, alles "richtig" zu machen.

    Alte Kindheitsmuster halt.

    Das so zu akzeptieren und annehmen zu können ist sauschwer, ja.

    Eben der von vorneherein zum Scheitern verurteilte Versuch NORMAL zu sein.

  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 192

    AW: Normal oder nicht normal

    lieber icke WES...ich kenne es auch nicht anders...darum fühle ich mich ja auch normal, selbst wenn andere sagen, ich wäre es nicht. Und da stellt sich mir dann schon wieder die Frage, was ist normal...kann es normal sein, dass so viele Menschen...und nicht nur die bei denen ADHS diagnostiziert wird..heute so unglücklich sind...sich mit Depressionen und Ängsten rumschlagen müssen...irgendwas scheint in dieser Gesellschaft doch schiefzulaufen....

  4. #24
    Sunshine

    Gast

    AW: Normal oder nicht normal

    (Anmerkung Sunshine: Beitrag über die Suche nach einem ADHS Coach von moorle abgetrennt und als neuen Thread in den Coaching Bereich verschoben.)


    Mal zurück zum Thema Die ganze Disskussion ob nun normal oder unnormal finde ich albern, weil es nichts und niemanden gibt, was normal ist.

    Stimmt schon, die Gesellschaft gaukelt uns ein sogenanntes Leitbild vor, wie wir alle sein sollten oder müssen, aber ist euch mal aufgefallen, dass genau die, die anders sind eher durchaus positiv wahrgenommen werden?

    Nehmen wir mal das Beispiel eines Curt Cobains, der war abgewrackt bis zum geht nicht mehr, er entsprach keiner gesellschaftlichen Norm, aber er machte gute Musik und hat heute noch viele treue Fans und falls jetzt der Satz kommt, aber der hat sich selbst gekillt, ja stimmt, auch da kommt es darauf an wie man mit Erfolg umgeht. Er konnte es nicht.

    Jetzt gehen wir mal einen Schritt weiter und denken uns, dass ADHSler keine Probleme mehr haben und jeder akzeptiert sie, so wie sie sind und sie gelten als völlig normal. Wie würdet ihr euch fühlen? Ich meine alle ADHSler gelten als normal, ADHS wird als Krankheit gezählt und man darf laut sagen das man ADHS hat.

    Was wäre dann? Was würde sich für euch ändern. Dann spuckt mir schon die ganze Zeit im Kopf rum, dieser "was wäre wenn" Gedanke

    Würde mich freuen mal eure Meinungen zu lesen




    Liebe Grüße
    Sunshine

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 192

    AW: Normal oder nicht normal

    Du hast recht...eigentlich ist es Blödsinn, darüber zu diskuttieren...aber sich darüber Gedanken zu machen, erscheint mir durchaus sinnvoll..damit wir zu diesem Ergebnis kommt, das es nichts gibt was normal ist und auch niemanden gibt, der normal sein kann...nur die Frage, warum wir das nicht akzeptieren und uns krank fühlen, weil wir aus der Norm fallen, ist damit nicht beantwortet...

  6. #26
    Ehem. Mitglied 14

    Gast

    AW: Normal oder nicht normal

    Nun, vielleicht fühlen wir uns deshalb krank und unnormal, weil wir schon als Kinder so Liebhab-Sätze gehört haben, wie:

    "Benimm´ Dich doch mal normal!"
    "Deine Heftführung is´ aber nich´ normal..."
    "Du bist so hektisch - das ist nicht normal."
    "Kannst Du Dich nicht mal normal konzentrieren?!"
    "Also normal bist Du aber nicht...:"

    ...beliebig fortzusetzen....

    Wie soll man sich da auch NORMAL und eben NICHT-KRANK fühlen?

    Tja, und dann kommen dazu noch die ganz "normalen" und stetigen Abweisungen, Misserfolgserlebnisse, Verletzungen, Abbrüche, etc., pp. hinzu....

    Also ICH hab´ mich damit so rückblickend absolut nicht als normal oder gesund erachtet - obwohl ich halt früher nicht wusste, woran das liegt. Das war eigentlich noch das Schlimmste. Heute habe ich dafür eine Erklärung mit 4 Buchstaben: A D H S.

    Das macht es nur leider nicht unbedingt gefühlt besser - abgespeichert mit allem drum und dran ist das ja trotzdem in meiner Gefühswelt.

    Mir gehen immer wieder die Haare hoch wenn ich mitbekomme, wie manche Eltern mit ihren Kindern reden - und was da so für Sätze fallen....Die wissen gar nicht, was sie damit ihren Kindern mitgeben.

  7. #27
    Sunshine

    Gast

    AW: Normal oder nicht normal

    amanda schreibt:
    Du hast recht...eigentlich ist es Blödsinn, darüber zu diskuttieren...aber sich darüber Gedanken zu machen, erscheint mir durchaus sinnvoll..damit wir zu diesem Ergebnis kommt, das es nichts gibt was normal ist und auch niemanden gibt, der normal sein kann...nur die Frage, warum wir das nicht akzeptieren und uns krank fühlen, weil wir aus der Norm fallen, ist damit nicht beantwortet...
    Das stimmt Amanda, es ist sinnvoll, sich darüber Gedanken zu machen warum man sich so fühlt. Und die Gründe dafür hast Du ja schon genannt.

    Für mich ist die Diskussion nur sinnlos, das man sich über normal oder unnormal unterhält, denn man kann die Gesellschaft an sich nicht ändern, aber für sich selbst kann man etwas tun.

    Klar, es klingt so einfach, was es keinesfalls ist, gerade durch die ganzen schlechten Erfahrungen aus der Kindheit und die daraus resultierenden Probleme, wie mangeldes Selbstwertgefühl etc. ist es eigentlich fast unmöglich, sich auch nur annähernd normal zu fühlen.

    Und schau dir mal die Medien an, wenn es normal ist, das Menschen nur auf Geld und Macht aus sind, wenn nur noch wichtig ist, was man anzieht und welche Haarfarbe man benuzt, dann bin ich lieber unnormal, denn das ist ein Teil des Bildes, was die Gesellschaft ausmacht. Und auch diese Teile ändern sich ständig.

    Wo gestern noch Höflichkeit normal war, ist Pöbelei und Gewalt heute normal. Das ist es was ich eigentlich sagen wollte, nämlich, das man heutzutage lieber anders sein sollte und nicht den teil dieser Norm entsprechen



    Liebe Grüße
    Sunshine

  8. #28
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 192

    AW: Normal oder nicht normal

    genau..und genau aus diesem Grund wäre es aus meiner Sicht unsere Aufgabe sichtbar zu werden...und aufmerksam zu machen. Wir haben heute diese Probleme, weil unsere Eltern vergessen haben, wie sie sich fühlten als sie Kinder waren und ihre Eltern sie in eine Uniform steckten...das gleiche haben sie dann logischerweise mit ihren Kindern gemacht...das Ergebniss heißt ADHS. Und was unterscheidet uns von den anderen sogenannten Normalen..doch nur, das wir anders wahrnehmen..ohne das wir es merken, fühlen wir die Empfindungen unseres Gegenübers...reagieren chaotisch, weil wir es nicht einordnen können...werden zu Fassadenkletterer, ohne es bewusst zu beeinflussen...das macht natürlich aggressiv und wir zweifeln....und bekommen Angst, werden depressiv...haben Gleichgewichtsstörungen, weil die anderen uns noch mehr schubsen...ziehen uns in unsere eigene Welt zurück und fühlen uns alleingelassen und in dieser Einsamkeit horchen wir, aber hören niemand, bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir noch mehr an uns zweifeln und uns unnormal fühlen...wobei wir aber vergessen haben, das nichts und niemand normal ist....

  9. #29
    Ehem. Mitglied 8

    Gast

    Daumen hoch AW: Normal oder nicht normal

    Sunshine schreibt:
    (Anmerkung Sunshine: Beitrag über die Suche nach einem ADHS Coach von moorle abgetrennt und als neuen Thread in den Coaching Bereich verschoben.)


    Mal zurück zum Thema Die ganze Disskussion ob nun normal oder unnormal finde ich albern, weil es nichts und niemanden gibt, was normal ist.

    Stimmt schon, die Gesellschaft gaukelt uns ein sogenanntes Leitbild vor, wie wir alle sein sollten oder müssen, aber ist euch mal aufgefallen, dass genau die, die anders sind eher durchaus positiv wahrgenommen werden?

    Nehmen wir mal das Beispiel eines Curt Cobains, der war abgewrackt bis zum geht nicht mehr, er entsprach keiner gesellschaftlichen Norm, aber er machte gute Musik und hat heute noch viele treue Fans und falls jetzt der Satz kommt, aber der hat sich selbst gekillt, ja stimmt, auch da kommt es darauf an wie man mit Erfolg umgeht. Er konnte es nicht.

    Jetzt gehen wir mal einen Schritt weiter und denken uns, dass ADHSler keine Probleme mehr haben und jeder akzeptiert sie, so wie sie sind und sie gelten als völlig normal. Wie würdet ihr euch fühlen? Ich meine alle ADHSler gelten als normal, ADHS wird als Krankheit gezählt und man darf laut sagen das man ADHS hat.

    Was wäre dann? Was würde sich für euch ändern. Dann spuckt mir schon die ganze Zeit im Kopf rum, dieser "was wäre wenn" Gedanke

    Würde mich freuen mal eure Meinungen zu lesen




    Liebe Grüße
    Sunshine
    Hi Sunshine,

    vielen Dank dass du hier ein bisschen "aufgeräumt" hast und meine Therapeuten-Coach-Suche als neuen Thread, unter der richtigen Kategorie einsortiert hast. Danke vielmals!

    Nun zu deiner interessanten Überlegung "was wäre wenn". Wenn ich das richtig verstanden habe, dann deutest du an, dass die richtig "bunten Chaoten" durchaus ihre Anziehungskraft haben und mitunter ziemlich beliebt sind.

    Diese Chaoten haben es akzeptiert wie sie sind und leben damit - und dass sogar mitunter richtig erfolgreich.

    Ok, also einmal angenommen mein Verdacht auf AD(H)S bestätigt sich, aber weder ich noch meine Mitmenschen haben damit ein Problem und nehmen mich mit meiner Krankheit an - so wie ich bin. So wie ich bin - und ich gelte als völlig normal, ja vielleicht sogar als "besonders" (nicht "besser") - einzigartig.

    Ok! Ich bin einzigartig. Meine Umgebung nimmt mich an und unterstützt mich - dann wird es Zeit, dass ich mich auch annehme. Ich fühle mich gut dabei. Ich bin glücklich!
    Und da jetzt allen klar ist was mit mir los ist und wie ich ticke, dürfte es kein Hinderniss gezielte Förderung und Coaching für AD(H)S´ler bewilligt zu bekommen.
    Damit bin ich wieder bei meinem (Frauen-)Netzwerkgedanken, denn wer sich gegenseitig hilft und unterstütz kommt immer viel weiter als im Alleingang.

    Ich spreche hier nicht nur von Selbsthilfegruppen und Interessensgemeinschaften. Nein, ich denke da an eine Zusammenarbeit im Berufsleben.
    Ich will Familie und Beruf optimal mit einander verbinden und dabei anderen Frauen die gleiche Möglichkeit bieten. So können wir uns gegenseitig unterstützen und sowohl die psychische und physische als auch finanzielle Belastung auf mehreren Schultern verteilen.

    Ich träume davon meine Stärken und Schwächen mit den von anderen Menschen zu kombinieren und so, für alle Beteiligten, ein ausgewogenes Verhältnis zu schaffen. (dass müssen nicht nur AD(H)S´ler sein)

    Anzunehme ist jedoch: Wenn AD(H)S´ler von jedem akzeptiert werden (vorausgesetzt es liegt eine richtige Diagnose vor) und als völlig normal gelten und sie dürfen laut sagen das sie AD(H)S haben ... ja, dann gäb´s ein Problem weniger!

    Natürlich werden damit nicht plötzlich alle Probleme weg sein. Es gilt nach wie vor Herausforderungen zu meistern. Nur kann sich dann jeder mit viel mehr Kraft und Aufmerksamkeit auf andere Probleme konzentrieren und verliert keine Resoucen mehr an die Erklärung und Verteidigung seiner Person, bzw. seiner Verhaltens- und Denkweisen.

    Der Umgang untereinander, zwischen Menschen mit und ohne Krankheit, würde sich deutlich verändern!!!!!!!!!!
    Einfach mehr Respekt, Geduld, Verständnis, Kenntnis und Unterstützung durch mehr Handlungs- und Reaktionsoptionen. Fehler und Missverständnisse würde es aber auch dann noch geben - schließlich sind wir alle Menschen.

    Dass ist mir dazu gerade eingefallen. Jetzt geht es mir schon viel besser, im Vergleich dazu, als ich den Beitrag zu schreiben angefangen habe. Dankeschön!

    Euch allen noch einen schönen Abend und fühlt euch ganz lieb gedrückt !
    Und Danke Sunshine!!!
    Geändert von Ehem. Mitglied 8 (28.09.2009 um 22:58 Uhr)

  10. #30
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 3.146

    AW: Normal oder nicht normal

    ich fühle mich nicht "krank" weil ich mich unnormal fühle, ich habe aber oft das Gefühl, dass ich mit vielen Dingen nicht so gut zurecht komme, wie andere. Ich scheitere an kleinen Alltagsproblemen, die andere scheinbar nicht haben und das fördert nicht gerade mein Selbswertgefühl. Ob ich normal bin oder nicht kann ich nicht beurteilen, denn das liegt immer im Auge des Betrachters.

    Wie oft rutscht einem raus "das ist doch nicht normal" und das hat nicht unbedingt etwas mit ADHS zu tun. Es sollte viel mehr um gegenseitige Akzeptanz und Tolleranz gehen. Viel zu schnell werden heute Urteile über jemanden gefällt, nur weil er anders zu sein scheint und gerade nicht in irgend einen Rahmen passt und das sollte in der gesellschaft abgestellt werden. Mir ist es doch egal, ob jemand ADHS hat oder etwas anderes nicht so ist wie bei mir, solange diese Person menschlich ok ist und ich mich mit ihr verstehe.

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