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Diskutiere im Thema Normal oder nicht normal im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Normal oder nicht normal

    Man darf dabei auch nie vergessen ob man, muss, will, darf, kann und brauch.

    Muss ich: ja/nein!
    darf ich: nein/ja!
    will ich: nein/ja!
    kann ich: nein/ja!
    brauch ich das jetzt: nein/ ja!

    was überwiegt entscheidet!

  2. #12
    Ehem. Mitglied 14

    Gast

    AW: Normal oder nicht normal

    Und genau dazu gehören Mut, Bewusstsein, Akzeptanz, Toleranz - aber manchmal halt auch das Unterordnen. Aus welchen Gründen auch immer.

    Ob wir das aber wollen oder nicht, ob wir das so hinnehmen wollen oder nicht, ob das für uns in Ordnung ist oder nicht - das können nur wir selbst wissen.

    Aber wir müssen halt nunmal auch die Konsequenzen für unsere Entscheidung tragen.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 192

    AW: Normal oder nicht normal

    und das Mitgefühl....

  4. #14
    Ehem. Mitglied 14

    Gast

    AW: Normal oder nicht normal

    Da hast du absolut Recht, amanda - das ist bei mir aber ohnehin die Basis

    Gleich nachdem jeder Mensch nämlich auf SEIN EIGENES Gefühl zu hören gelernt hat, geht damit auch das EHRLICHE, und vor allem BEDINGUNGSLOSE Mitgefühl für andere einher.

    Bevor eine Seele das nicht für sich selbst gelernt hat zu empfinden, ist das Mitgefühl für andere Menschen und Seelen damit auch nicht wirklich ehrlich - nicht vom Herzen her, sondern eher kopfbedingt oder eigene Gefühle mit einbeziehend. Das war zumindest meine eigene Erfahrung.

    Dazu fällt mir folgendes ein:

    „Wenn sie mich an sich lockte,
    war Rede nicht im Brauch,
    und wie die Zunge stockte,
    so stockt die Feder auch.“

    (Johann Wolfgang von Goethe)

    Für mich bedeutet das:
    Wenn ich selbst nicht in der Lage bin, Liebe für mich zu empfinden und damit zu definieren (Herz sowie Kopf), dann kann ich das auch nicht wiedergeben und nicht ausdrücken - mit Worten nicht und mit meinem Verhalten auch nicht.

    „Das beste Mittel, jeden Tag gut zu beginnen, ist: beim Erwachen daran zu denken, ob man nicht wenigstens einem Menschen an diesem Tage eine Freude machen könne.“
    [Friedrich Nietzsche (Werk: Menschliches, Allzumenschliches I, Aph. 589)]

    "Du und ich: Wir sind eins. Ich kann dir nicht wehtun, ohne mich zu verletzen."
    (Mahatma Gandhi)

    Für mich stellt sich hiermit die Frage: Wie kann ich jemand anderen jemals lieben, ohne mich selbst zu lieben? Wie kann ich dann jemand anderen annhemen und als "normal" akzeptieren, wenn ich das bei mir nicht kann?

    Oder aber auch die Bibel, egal welche Fassung, ebeso der Koran, die buddhistischen Lehre, aber auch der Hinduismus lehrt genau dies (sowieso anhand schon allein des Karma).

    Das Annehmen als "normal" für die entsprechend individuelle Überzeugung eines jeden Menschen macht ihn wert, ihn als genau das zu sehen und anzunehmen: als NORMAL und als liebenswert. Ohne WENN und ABER.

  5. #15
    Ehem. Mitglied 8

    Gast

    Beitrag AW: Normal oder nicht normal

    Hi, hier beziehe ich mich auf einen Beitrag weiter oben - von derricK:

    Manchmal hat jeder einzelne auch keine wahl wie, virtuna es schön beschreibt, sich gegen normen zu wehren, aber ich finde, jeder sollte es nach seinem eigenen sinn tun, auch wenn es als manchmal als verrückt erscheint, einfach zu machen/sagen.

    Keine Wahl? Das muss ich jetzt los werden. In der NS-Zeit hatte jeder die freie Wahl, der nicht aufgrund seiner Hautfarbe, Rasse, Weltanschauung oder Herkunft verfolgt wurde - nur die Wenigsten wollten auch ihr Leben riskieren und damit die Konsequenzen tragen, die ihr leben gegen die "Norm" mit sich gebracht hätte. Ein sehr eindrucksvolles Beispiel dazu ist in dem Film "Der Bockerer" zu sehen.
    (Ich bin mir nicht wirklich sicher wie ich zu dieser Zeit gehandelt hätte. An Widerstand zu denken und dass dann auch wirklich durchzuziehen, dass sind mit Sicherheit zwei ganz unterschiedliche Paar Stiefel.)

    EGAL was andere denken oder nachher reden.

    ... ist sau schwer!!! Selbst hier, wo ich unter anderen Chaoten bin, mache ich mir immer noch Gedanken was andere von mir halten oder über meine Beiträge denken könnten. Und das bei der Anonymität des Internets und mit einem "Künstlernamen".
    Und obwohl ich weiß, dass ich mich damit selbst blockiere und im Weg stehe, kann ich nicht einfach aus meiner Haut raus.

    Ich weiß, dass bei mir ziemlich schnell der "Klugscheißermodus" anspringt und habe Angst, dass ich es mir dadurch mit anderen verscherze, mit denen ich mich eigentlich blendend verstehen könnte.
    Darum versuche ich schon zu filtern, ob ein Beitrag jetzt unbedingt sein muss oder nicht. Das dumme ist nur, wenn ich kein Feedback bekommen, weiß ich nicht ob ich wieder in ein Fettnäpfchen getreten bin oder nicht.

    Insofern fällt es mir schwer einfach zu tun was ich denke und zu schreiben wie ich denke, egal was andere denken oder nacher reden.

    Wahrscheinlich geht es da vielen genau so. Oder?

    Schließlich sind das Wichtigste was zählt echte Freundschaften und Beziehungen, die auch mal einem (oder mehreren) Orkan(en) stand halten.

    Ich denke, mit einer LMA-Mentalität komme ich da nicht weit.
    Andererseits bin ich auch nicht bereit mit emotional von anderen Menschen abhängig zu machen. Da eine gesunde Grenze zwischen Selbstschutz und absoluter Offenheit zu finden ... ich hab´schon wieder meinen Faden verloren. Was wollte ich eigentlich noch mal schreiben? Es war so schön kurz und knapp ... .
    ...wie war noch mal das Thema?

    Normal oder nicht normal

    Überall wo ich ein Danke geklickt habe, konnte ich etwas aus dem Beitrag für mich rausziehen. Und stimme, zumindest teilweise, mit dem Geschriebenen überein. Dafür ist diese Funktion doch gedacht, oder?

    Na, jedenfalls will ich gar nicht normal sein. Ich bin schon im Kindergarten, im Vergleich zu den anderen Jungs und Mädchen, anders gewesen. Zwar nicht ständig, schließlich ist es auch unangenehm wenn einem sein anders sein immerzu vorgehalten wird und auf einem herumgetrampelt wird.
    Aber wenn sich mir die Gelegenheit bot anders zu sein, dann war ich es auch - und nicht unbedingt zu meinem Nachteil. Wenn ich mich beispielsweise nicht an die Anweisungen der Zeichnen-Lehrerin gehalten habe, wurde mein Bild später als einziges im Forje (wird bestimmt anders geschrieben) ausgehängt.

    An anderer Stelle bekam ich ganz bewußt den Freiraum, was mich besonders reizte. Etwas - ohne Vorgaben - zu erschaffen!
    Bsp.: Heute machen wir etwas aus Ton, heute malen wir ein Bild, heute basteln wir ein Weihnachtsgesteck, heute schreiben wir einen Aufsatz ...,
    wo meine Mitmenschen erstmal ratlos herumsaßen und versuchten bei den anderen abzugucken, hatte ich längst einen Geisteblitz, eine ungefähre Vorstellung vom Ergebnis und war schon völlig in meiner Aufgabe aufgegangen und in meine Arbeit vertieft.

    (schade dass es dafür keinen Smiley gibt - würde irgend was mit seinen Händen machen, darauf konzentriert schauen und sich dabei mit der Zunge über die Lippen fahren ...)

    Um jetzt noch den Bogen zurück zum Thema hin zu kriegen ...
    Wenn ich so ganz in meiner Aufgabe aufgehe, dann bin ich in meinen Augen völlig normal und muss mich nicht der großen Masse anpassen, die ja für gewöhnlich aus lauter angepassten Menschen besteht. Oder?

    Dass andere Menschen dann das was ich tue und sage für außergewöhnlich halten ist für mich nicht normal und daran werde ich mich vermutlich auch nie gewöhnen.

    Ist es nicht eigentlich das Ziel und wäre es nicht am allerbesten für alle Beteiligten, wenn jeder mit dem was er gern tut und was er sehr gut macht*, seinen Lebensunterhalt verdient - und nicht nur seine Freizeit damit verbringt?

    (*Ich meine nicht, was jemand mal lernen musste und darum gut kann - sondern was ihn wirklich interessiert, Freude bereitet, worin er richtig aufgeht und darum gut kann - vorausgesetzt dass dadurch keine Gesetze gebrochen werden.)

    Sollte das nicht das normalste der Welt sein / werden?


    [Vielleicht macht dass jetzt keinen Sinn und ich bin am Thema vorbei - egal, ich hab´s versucht und mein bestes gegeben. ]

  6. #16
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 3.146

    AW: Normal oder nicht normal

    amanda schreibt:
    der Ängstliche, der sich nicht traut, Regeln zu brechen aufgrund seiner anders strukturierten Persönlichkeit
    ich gestehe es mir zwar nicht gern ein, aber genau zu denen gehöre ich.

    Ich habe oft für mich im stillen Kämmerlein festgestellt, dass ich anders bin, anders fühle und doch habe ich mich angepasst und versucht, "normal" zu sein, damit mich niemand als "unnormal" wahrnimmt.

    So fällt man erst mal nicht auf, aber je länger man sich so verhält, umso mehr leidet man darunter und der leidensdruck wird irgendwann so groß, dass man regelrecht krank wird von der ganzen Normalität.

    Klar müssen gewisse Strukturen sein, weil ein Zusammenleben in der Gesellschft nicht anders möglich ist und gerade Menschen, die sich schwer tun, eigene Strukturen zu schaffen, können davon profitieren, wenn ihnen Strukturen vorgegeben werden, aber ob sie sich damit wohler fühlen??? Es ist eine Gradwanderung.

  7. #17
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: Normal oder nicht normal

    moorle schreibt:
    Ist es nicht eigentlich das Ziel und wäre es nicht am allerbesten für alle Beteiligten, wenn jeder mit dem was er gern tut und was er sehr gut macht*, seinen Lebensunterhalt verdient - und nicht nur seine Freizeit damit verbringt?
    Ja, das wäre es mit Sicherheit.http://smiles.kolobok.us/madhouse/mail1.gif

    Nur leider können wir das oft selbst nicht genau beschreiben, was das ist. Oftmals wurden die Fähigkeiten schon von klein auf unterdrückt, da als unpassend empfunden. Es bedarf u.U. einer Therapie oder eines Coaching um diese wieder ans Tageslicht zu bringen und bewusst zu machen.

    Und genau das macht die Situation oft "nicht normal", denn viele Menschen können auf Anhieb sagen, was sie gut können bzw. gerne machen, wo ihre Stärken liegen. Für den ADHSler mit seiner anderen Selbstwahrnehmung ist das alleine oft schwierig. Er benötigt fast immer andere Menschen dazu.

    Menschen, denen er vertrauen kann, die ihm ein "Spiegel" sind. Wie du schon schreibst, ohne Feedback wird es schwierig... Aber das Feedback müssen wir auch annehmen können. Und das ist wieder eine Sache des Vertrauens, damit wir uns nicht angegriffen fühlen....

    Eine andere, feinfühligere Wahrnehmung ist für ADHSler oft normal, aber haben die nicht betroffene auch?

  8. #18
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.120

    AW: Normal oder nicht normal

    Normal oder nicht normal ?

    diese ständigen Normen hängen mir echt zum Hals raus , dieses ständige bewertet werden von Geburt an . diese Leistungsgesellschaft find ich echt zum
    Nur weil etwas nicht der entsprechenden Norm entspricht , heißt es für mich noch lange nicht das es unnormal ist .

    Viele kennen es ja aus leidvoller eigener Erfahrung ,wo versucht wurde sich in die Normen einzufügen und immer noch paßt man nicht dazu egal , wie man sich anstrengt.

    Anders sein ist doch auch was schönes ,warum wird es so oft als störend empfunden nur weil man nicht funktioniert wie eine

    LG Dori

  9. #19
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 661

    AW: Normal oder nicht normal

    Normal oder nicht normal. Das ist hier die Frage. Für mich ist mein Zustand normal, denn ich kenne keinen Anderen.

    Will sagen: Ich weiß überhaupt nicht, wie sich ein "Normaler" fühlt, wie er denkt usw.

    Um ein Zusammenleben organisieren zu können, muss es natürlich gewisse Normen geben, das ist schon klar. Wie sollte das denn funktionieren, wenn jeder mit seinem Auto auf der Straßenseite fahren würde, wo er wollte, beispielsweise. Gleiches gilt für alle anderen Bereiche des gemeinsamen Zusammenlebens.

    Diese Normen müssen aber so ausgelegt werden, dass jeder irgendwo seine Nische findet, in der er in der Lage sein wird, ein halbwegs glückliches Leben zu führen.

    Gruß
    icke!

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 192

    AW: Normal oder nicht normal

    Hallo..klinke mich mal wieder ein....muss genau wie Du es schreibst, liebe Moorle immer wieder aufpassen, dass ich nicht in eine Klugscheißermodus komme...dabei ist es nicht relevant, das ich heute mit meinen 51 Jahren sagen kann...ich bin nicht okay, aber das ist gut so. Dieser Weg war ein langer Lernprozess...eine Berg- und Talfahrt mit vielen Scherben und ins Fettnäpfchentreten. Auch wenn ich hier über meine eigenen Erfahrungen schreibe, sind es nur meine Erfahrungen. Die Geschichten, diese Ängste und diese Zweifel über die ich hier in den Beiträgen gelesen habe, sind meine eigenen inneren Ängste, m

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