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Diskutiere im Thema Was können AD(H)S-ler besser, als andere Menschen? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 17

    Idee Was können AD(H)S-ler besser, als andere Menschen?

    Die allermeisten Anliegen meiner Klienten drehen sich um Probleme und Schwierigkeiten.
    Aber da wo "Schatten" ist, ist auch immer irgendwo "Licht".
    Ich träume davon, das hier in diesem Forum eine schier endlos lange Liste entsteht, von den Dingen die AD(H)S-ler besser können, als der Durchschnitt.
    Was haltet Ihr von dieser Idee?!

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    Was können AD(H)S-ler besser, als andere Menschen?

    Was willst du hören - Kreativ, Emphatisch ... und so weiter?

    Klar, die Liste ist lang und nett um Patienten aufzubauen.

    Ich halte aber die Frage für falsch.

    Für mich sind alle meine guten und schlechten (Charakter) Eigenschaften "ich" aber ADHS verdeckt bestimmte Eigenschaften. Deswegen hat es Krankheitswert.

    Ich glaube nicht dass Menschen mit ADHS pauschal bestimmte gute und schlechte Eigenschaften haben, die sind so verschieden wie Menschen eben sind.

    Wenn ich mir die messbaren Auswirkungen durch ADHS ansehe - Vigilanz, Inhibition etc - dann sehe ich da keine Eigenschaften sondern eben messbare Defizite die möglicherweise in der Alltagssprache für Eigenschaften gehalten werden (Vigilanz - Unzuverlässigkeit, Verpeilthei, Inhibition - Ungeduld etc) die aber eben keine Eigenschaften sind sondern einfach störend weil sie nicht zu mir gehören.

    Weil das mit Eigenschaften verwechselt wird sucht man auch "positive" - nach dem Motto wo Schatten ist ist Licht. Aber das ist nicht so weil es sich garnicht um Eigenschaften handelt.




    ---
    Zwischen Angel und Tür: Per Telefon und Tapatalk.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 191

    AW: Was können AD(H)S-ler besser, als andere Menschen?

    Da muss ich Wildfang klar recht geben.

    Selbst das empathische ist meine Meinung nach keine eigentliche positive Eigenschaft, sondern eine Folge der Reizoffenheit. Es wäre es mir einfach lieber, ich wäre emotional selbständiger, anstatt mich von anderleuts Laune mit runter ziehen zu lassen, oder Anwensende bis in das letzte Detail zu Scannen, und mir versuche was daraus abzuleiten.

    Ist das Empathie? Reizüberflutung ? Oder doch nur eine entwickelte Zwangsstörung?
    Mir fällt zum Thema ADHS nichts positives ein.

    Selbst die Eigenschaft, schnell ins Gespräch zu kommen (ist bei mir zumindest so), wird meist nach wenigen Minuten davon überschattet, dass man zu viel redet, und Mitmenschen dann wiederum genervt sind.
    Manchmal habe ich das Gefühl, ADHSler neigen dazu auch jede positive Charaktereigenschaft an sich vom ADHS abzuleiten.

    Ich denke, das ist der falsche Weg.

    Man ist nicht nur ADHS!
    !!

    Jeder hier ist weiterhin ein Individuum mit vielen Stärken und Schwächen, die mal gar nichts mit ADHS zu tun haben.

    Wenn es so einen Thread geben sollte, dann müsste er heißen:

    Obwohl ich ein ADHS habe, bin ich / kann ich ...
    - mitfühlen
    - kontaktfreudig sein
    - neugierig
    - interessiert
    - Tierlieb
    - offen
    - ehrlich
    - verständnisvoll
    - usw.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 328

    AW: Was können AD(H)S-ler besser, als andere Menschen?

    Tut mir leid, aber da kann ich euch so nicht zustimmen.

    Mag sein, dass AD(H)S bei mir in schwächerer Ausprägung vorhanden ist,
    mag sein, dass der Leidensdruck durch AD(H)S bei mir nicht sooo hoch ist
    (eigentlich war es bei mir schon immer so, dass ich verpeilt oder zwangsoptimistisch genug war, die Konsequenzen meines irrationalen Handelns nicht zu erkennen - AD(H)S sei Dank! );
    aber bei mir war es eigentlich mein ganzes Leben hindurch so, dass ich meine AD(H)S-Eigenschaften zu Tugenden stilisiert habe.
    Mich über sie definiert habe.
    Und es mir jetzt ziemlich den Boden unter den Füßen weghauen würde, mich "umzudefinieren", sprich, nach meinen "wahren" Eigenschaften unterhalb des AD(H)S zu wühlen.

    (Ehrlich gesagt, hatte ich schon lange geplant, mal einen Thread dazu zu starten: "Wie steht ihr zu euren AD(H)S-Eigenschaften?" oder so ähnlich. Würd mich mal interessieren, ob es noch andere gibt, die sich unterbewusst so krass darüber selbstdefiniert haben wie ich. Ohne zu wissen, dass es AD(H)S überhaupt gibt.)

    Also ich halte es definitiv für eine positive Eigenschaft, "Formalien übergehen zu können" und so offen zu sein für unkonventionelle Formen, die den Umgang zwischen uns Menschen menschlicher machen.
    Hinter die "Fassade" schauen zu können. Durchzublicken, was wirkliche universelle Eigenschaften des Menschen sind und was einfach (zufällige oder aus einem bestimmten Hintergrund heraus geborene) Konventionen dieser unserer bestimmten Gesellschaft sind, die woanders ganz anders lauten können. Einfach dadurch, dass wir alles hinterfragen und uns nicht stur an die Regeln halten.

    Das lässt soviel Platz für Kreativität und Neuordnung...

    Ich könnte hier noch eine Weile so weiter machen, aber ich entzieh mich jetzt mal meinem Hyperfokus, weil ich weiß, dass ich heut ganz dringende Sachen anstehen hab
    LG, isteddu

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Was können AD(H)S-ler besser, als andere Menschen?

    Bei mir wurde ADHS als Kind diagnostiziert, es hiess aber anders und konnt damals nicht behandelt werden, man dachte auch, das "wächst sich aus". Vor noch garnicht langer Zeit kam eine schlaue Ärztin dann auf den Trichter dass sich da nichts auswächst ... ich konnte mich also nie über ADHS definieren. Aber ich hatte schon immer ein paar Unarten die mich selber und auch andere genervt haben.

    Ein Beispiel, es gibt viele:
    Meine Fähigkeit mich für ein Thema zu begeistern, mich drauf zu werfen und mich in Rekordzeit einzuarbeiten - das bin ich. Und das ist ein Eigenschaft die viele Menschen unabhängig von ADHS haben - das nennt man Begeisterungsfähigkeit.
    Aber meine Unfähigkeit die Klappe zu halten wenn ich über genau diese Thema reden will und genau merke dass ich eine ganze Gesellschaft damit nerve und doch nicht anders kann als es immer und immer wieder darauf zurückzukommen und zwar gegen meine bewusste Einsicht - das ist ADHS. Die Schwierigkeit einem Gegenüber nicht zu unterstellen die gleichen Interessen und den gleichen Wissensstand - sowohl im Wissen als auch im Nichtwissen - wie ich zu haben - das ist ADHS. Die Schwierigkeit auch dann an diesem Thema dranzubleiben wenn das erste dicke Brett gebohrt werden muss obwohl ich es wirklich will, soll und vielleicht muss, diese nicht altersgemässe Sprunghaftigkeit die man Jugendlichen nachsieht - das ist ADHS.

  6. #6
    salamander

    Gast

    AW: Was können AD(H)S-ler besser, als andere Menschen?

    Ich finde nicht das ADS eindimensional als Störung/Krankheit gesehen werden kann.

    Es hat auch positive Aspekte. Die Schattenseiten, stelle ich damit in keiner Weise in
    Abrede, aber eine Fokusierung auf die Schattenseiten, bringt keinem ADSler irgend-
    etwas gutes.

    Bei mir wurde ADS erst mit 47 diagnostiziert, ich habe 47 Jahre damit gelebt, meine
    Probleme damit gehabt, die mich verzweifeln haben lassen, ohne zu wissen woraus
    sich die Probleme begründen, warum ich sie habe, und andere sie nicht haben.

    Ja, das war richtig sch..., weil sich keine logische Erklärung und auch keine
    Lösung fand, statt dessen, Endlosloops in der Wiederholung bestimmter Proble-
    matiken.

    Trotzdem hatte ADS auch viele Aspekte, die mir das Leben leichter gemacht haben,
    als Menschen ohne ADS.

    Es ist also ein zweischneidiges Schwert, genauso wie es ein halbvolles und halb-
    leeres Wasserglas ist, die Perspektive darauf macht den Unterschied.

    Ich habe in der Vergangenheit für Vorgesetzte gearbeitet, die sich um mich gerissen
    haben. Wegen meiner Fähigkeit das unmögliche möglich zu machen. Ein Normalo
    kriegt das nicht hin. Eine meiner Vorgesetzten sagte zu mir, "Wenn ich morgen einen
    Früh einen rosa Elefanten brauche, dann weiß, sie werden es schaffen, Himmel und
    Hölle in Bewegung setzte, aber Punkt 8 Uhr am gewünschten Ort bereit stehen.

    Qualitätsmanagement für ADSler finde ich angesagt. Der Fokus auf Negativaspekte
    des ADS ist nicht zielführend aus meiner Sicht.

    Die Ausrichtung des Blicks sollte beide Aspekte berücksichtigen, um herauszufinden
    wie eine "artgerechte Haltung" individuell aussehen könnte.

    ADSler haben Qualitäten, die bringt nunmal kein Stino mit, und umgekehrt ist eben-
    so.

    Salamander

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 191

    AW: Was können AD(H)S-ler besser, als andere Menschen?

    Hej Salamander,

    vielen Dank für deinen Beitrag. Ich stimme dir bei fast allem zu. Nur sehe ich die Positiven Eigenschaften die du hast, nicht als Folge des ADHS an.
    Ich denke eher, dass es ein Charakterzug ist, der sich gegen die ADHS Probleme durchgesetzt hat!

    Das würde sonst im Umkehrschluss für alle therapierten ADSler bedeuten, dass sie diese positiven Eigenschaften verlieren würden.
    Tun sie aber nicht, auch nicht mit Medikamenten.

    Das bedeutet für mich, dass diese positiven Eigenschaften, die Du mit dir bringst, einfach Teil deines Charakters sind, ob mit ADHS oder ohne.
    Damit verneine ich jetzt nicht, dass ADSler in bestimmten Bereichen auffallend häufig bessere Karten haben als Stinos.

    Aber meine Meinung bleibt halt, dass es nicht eine positive Eigenschaft des ADHS ist.
    Meine Erklärungsansätze sind da eher, da sich diese Charakterzüge auf Grund von früh entwickelten Kompensationsstrategien entwickeln.
    Das ist nicht schlimm und liegt in der Natur des Menschen. Er beruht sich auf Dinge die er besonders gut kann.

    Vergleich: Würdest Du als Blinder dich darauf freuen oder berufen, weil Du doch besser hören kannst als Normalos?
    "Man muss einfach mal die andere Seite der Medaille sehen. Hat doch auch Vorteile Blind zu sein"
    Ich glaube nicht. Es ist zwar wahr, dass gerade durch die Blindheit, das Hörvermögen besser ist/wird, aber es ist trotzdem nicht der Blindheit zu verdanken, dass DU besser hören kannst.
    Denn einzig und allein die Kompensationsfunktionen Deines Gehirns sind dafür verantwortlich.

    Daher denke ich, dass wir im Grunde genommen das selbe meinen. Nur einen anderen Grund dafür in Betracht ziehen.

    Nachdenkliche Grüße,

    schwedenfan

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 795

    AW: Was können AD(H)S-ler besser, als andere Menschen?

    Hallo Salamander, hallo Schwedenfan,

    Ihr habt irgendwo beide Recht. Sicher gibt es Eigenschaften die vermeindlich positiv sind. Da es ja auch einige prominente Menschen gibt, die ihren Erfolg ADS verdanken kann es nicht nur negative Aspekte geben. Ich kann mich zwar sehr eloquent ausdrücken, habe eine sehr gute Allgemeinbildung, bin recht schlagfertig und meistens auch umgänglich.

    Die negativen Seiten des ADS zerstören aber den anfänglich positiven Eindruck. Ich kann schlecht verlieren (keiner will mit mir spielen), ich bin leicht beleidigt, bin oft recht fahrig, habe eine niedrige Streßtoleranz und neige zu unkontrollierten Wutanfällen. Jetzt darf jeder mal raten. was bei den Leuten meiner Umgebung hängen bleibt. Und andauernd verwechsle ich hier die Buchstaben. zu blöd.

  9. #9
    salamander

    Gast

    AW: Was können AD(H)S-ler besser, als andere Menschen?

    Hallo Schwedenfan,

    klar wenn wir es auf das Beispiel des Blinden runter brechen, der kann sich nicht über die
    bessere Ausprägung aller anderen Sinne freuen, denn sie ersetzen sie ihm nicht das Sehen,
    die Farben, die Impressionen, das Erleben in Bildern.

    Ich find's auch nicht witzig, dass es immer die selben Dinge sind, mit denen ich Error-Meldungen
    erzeuge, und die sich nachteilig auf mich und mein Leben auswirken. Ich fände es deutlich
    besser und entspannter, wenn dem nicht so wäre, aber ich krieg diese Sachen nicht in den
    Griff.

    Finde aber mein Los ist besser als das des Blinden. Ich hab mehr Möglichkeiten zu kompensieren,
    aber mit gewissen Gegebenheiten muß ich mich abfinden, arrangieren, was nicht unbedingt
    angenehm ist.

    Da finde ich, das ADS-bedingte Querdenken, vom dem C. Neuhaus schreibt, schon eine
    Hilfe. Es wirkt ja in viele Lebensbereiche hinein.

    Ob das stimmt weiß ich natürlich nicht, aber ich denke, ADS bedingt, entwickeln sich Fähig-
    keiten, für die es sonst keine Notwendigkeit bestünde. Sie werden verfügbar. Durch Therapie
    und Medikation bilden sie sich nicht zurück. Dazu fährt, wieder meiner Meinung nach, ein
    Gehirn zu viele Routinen, die sich eingeschliffen haben, und als positive Handlungsmuster
    hinterlegt sind, die eine Therapie nicht rückbildet.

    In der Therapie geht es aus meiner Sicht darum die Resourcen bewußt zu machen, zu
    integrieren und im eigenen Sinne bestmöglich einzusetzen. Ebenso wie darum, verstehen
    nd akzeptieren zu lernen, wo die eigenen Grenzen sind. Im Idealfall kommt es dadurch zu
    "artgerechter Haltung", die man für sich herausfindet, plus einem Bauplan, wie die
    hinzubekommen ist.

    Aber das gibt es nicht geschenkt, und mit manchem bleibt nichts anderes übrig, als sich
    damit abzufinden/arrangieren.

    Dass ADS nicht durchgängig positiv ist, damit bin ich voll bei Dir. Hat zuviele Hasenfüße
    dafür. Leider. Aber bringt auch Aspekte ins Leben, um die Stinos kämpfen, Geld ausgeben
    in Workshops, die wir defakto nicht nötig haben.

    Wir brauchen selbes in anderen Lebensbereichen.

    Ich finde ADS ist Licht und Schatten in einem. Kommt immer drauf an.

    Werd da mal weiter drüber nachdenken...

    VG
    Salamander

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Was können AD(H)S-ler besser, als andere Menschen?

    Das würde sonst im Umkehrschluss für alle therapierten ADSler bedeuten, dass sie diese positiven Eigenschaften verlieren würden.
    Tun sie aber nicht, auch nicht mit Medikamenten.
    Jepp. Man therapiert die messbaren Defizite aber keine schlechten Eigenschaften. Eigenschaften werden überhaupt nicht von ADHS beeinflusst - und auch nicht von der Therapie. Das ist ein fundamentaler Irrtum.

    Wir wehren uns doch alle immer gegen blöde Sprüche wie "du kannst doch wenn du willst", "reiss dich zusammen" und und und. Wo kommt denn das her? Eben daher dass ein Symptom als Eigenschaft gesehen wird. Die meisten Menschen könne sich überhaupt nicht vorstellen wie sich ADHS "anfühlt" also schreiben sie alles Charaktereigenschaften zu - legitim, Menschen können ohne viel Übung immer nur von sich auf andere schlissen.

    Wer nun nach den guten ADHS-Eigenschaften sucht macht haargenau den gleichen Fehler nur mit anderen Vorzeichen. Der setzt dem unsinnigen Vorurteil "alle ADHSler verlegen immer ihre Autoschlüssel" das genauso falsche Vorurteil entgegen "alle ADHSler sind kreativ". Richtig ist: Kreativität und ADHS sind zwei paar Schuhe und zwar unabhängige. Aber ein typisches ADHS-Symmptom ist ein schlechtes Kurzzeitgedächtnis und das man braucht um sich zu erinnern wo der Schlüssel liegt - aber viele verlegen den Schlüssel eben nie weil sie extrem peinlich darauf achten dass er immer an der gleichen Stelle liegt (ich etwa: Sideboard, obere Schublade, linke Seite; linke Hosentasche. Immer.). Nun ist das aber keine Eigenschaft (ich bin dadurch nicht besonders Ordentlich), auch kein Symptom für eine Zwangserkrankung sondern eine Kompensation und damit eine Folge des Symptoms.

    Diese Erkenntnis würde übrigens auch der elende Dauerdiskussion ob es ADHS überhaupt gibt den Wind aus den Segeln nehmen: ADHS ist eben KEIN Bündel von Charaktereigenschaften die einen Jäger oder sonst was auszeichnen. Aber nur wer postuliert es sei ein Bündel von Eigenschaften kann dann einem zweiten Schritt behaupten es gebe ja gar kein ADHS, es sei nur die moderne Gesellschaft die Menschen mit bestimmten Eigenschaften krank macht. Stimmt nicht. Es sind keine Eigenschaften sondern Symptome und der Krankheitswert ist per se und in jeder Gesellschaft.

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