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Diskutiere im Thema Vorteile von unbehandeltem ADHS und Argumente für Freundin im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 157

    Vorteile von unbehandeltem ADHS und Argumente für Freundin

    Man sagt ja vielen berühmten Wissenschaftler ADHS nach, darunter zum Beispiel Einstein und Newton (die ganze Liste siehe hier: http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...-ads-adhs.html).

    Diese Personen wurden ja in keiner Weise behandelt... ich frage mich, ob diese Personen eventuel sogar noch mehr erreichen können hätten, wenn sie eventl. auch mit Medikamenten behandelt wären?

    Ich frage diese Frage hauptsächlich aus einem einem gewissen Kontext heraus. Ich vermute ja bei meiner Freundin ganz stark ADHS. Leider sieht sie die Sache ganz anders... Ich habe das Gefühl, dass sie ihre Probleme ziemlich verdrängt und diese für total normal hält. Auch ist sie sehr stark auf ihre Promotion konzentriert, so dass sie soziale Kontakte etwas vernachlässigt.

    Und nun kommt es eben.... mit dem Verweis auf die ganzen berühmten Forscher, welche ja vor allem WEGEN(?) ADHS ihre Leistungen erreichten, gibt sie vor, dass selbst wenn sie ADHS hätte, ihr das egal wäre! So könnte sie ja mehr erreichen!

    Was soll ich ihr den da nun entgegen setzten.... es ist ja schon was dran, dass wenn das ADHS unbehandelt bleibt und sie weiterhin ihren ganzen Fokus auf ihre Forschung richtet, dass sie im Endeffekt eventuell mehr erreicht... aber ist es das Wert??

    Kann ich ihr den guten Gewissens sagen, dass duch die Bahandlung von ADHS sie eventuell noch mehr in ihrer Forschung erreichen könnte? Ihr sonstiges Leben ist ihr ja nicht ganz so wichtig im Moment, daher kann ich schlecht damit argumentieren, dass ihr Leben eventuell "besser" wird...

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 56
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Vorteile von unbehandeltem ADHS und Argumente für Freundin

    Hallo
    meiner Meinung nach geht bei ADHS mit Medis ALLES besser.
    und ich denke daß die unbehandelten ADS-Prommis mit Medis nochn Tick besser
    gewesen wären.
    Aber Welten lägen wohl auch nicht dazwischen,denn die Wirkung der Medis findet
    meiner Erfahrung nach
    eher unterschwellig statt.
    LG
    Maxx
    Geändert von Maxx (26.01.2013 um 21:14 Uhr)

  3. #3
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Vorteile von unbehandeltem ADHS und Argumente für Freundin

    Hey Sternhagel,

    willst du meine Meinung hören?

    Deine Freundin ist erwachsen und muss für sich selber entscheiden. Du hast sie darauf hingewiesen und sie weiss es nun, dass du den Verdacht ADHS bei ihr hast.

    Alles andere entscheidet sie, egal wie oder wann. Sie scheint keinen Leidensdruck zu haben....und das ist doch gut.

    Du sprichst von dem Verdacht ADHS bei ihr, als wenn es ein böser Tumor ist, der unbedingt jetzt heraus operiert werden muss. Ansonsten wird es ihr ganz ganz schlecht gehen.
    Aber es ist kein Tumor. Wenn es ADHS ist, kann sie auch noch in 10 Jahren zum Arzt gehen, wenn es ihr nicht gut gehen sollte.

    Lass ihr doch ihre Einstellung dazu. Selbst wenn sie auch den Verdacht hätte und nicht zum Doc geht, ist das auch okay. Es wird nichts bringen, wenn man sich so weit zurecht findet in der Welt. Und wenn sie dann bei der Testung ist und sie gefragt wird, was sie denn für Probleme hat, dann wird sie antworten, dass sie keine hat. Weil sie das auch so sieht.

    Ich weiss, du willst nur das Beste für sie, weil du sie liebst. Aber sie ist wie sie ist und man kann und sollte einen Menschen nie ändern.

    lg Heike

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Vorteile von unbehandeltem ADHS und Argumente für Freundin

    Es ist schön, dass du dich um deine Freundin sorgst. Meine Meinung: Adhs muss nur behandelt werden, wenn durch die Symptome das Leben beeinträchtigt ist. Ich glaube ja, dass adhs eine Art von Persònlichkeit ist, dass man also eine adhs-konstitution hat, dass sich diese aber nicht bei allen negativ auswirkt. Medizinisch gesehen hat eine Person dann auch kein Adhs, wenn es keine Probleme im Leben hat, auch wenn die Persönlichkeit viele Adhs-typische Eigenheiten aufweist.
    Übrigens, ob die Symptome für eine Person Probleme machen, hat nichts mit der "objektiven" Stärke der Symptome zu tun, sondern mit der subjektiv wahrgenommenen Beeinträchtigung. Beispiel: Person A zappelt dauernd rum, aber weder sie noch das Umfeld hat ein Problem damit. Person B ist von aussen gesehn weniger hyperaktiv, leidet aber daran. Eine Behandlung wäre dann bei Person B angebracht.

    Leidet denn deine Freundin nach deiner Meinung unter ihrer Art?

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Vorteile von unbehandeltem ADHS und Argumente für Freundin

    Hmmmmm... danke für die Antworten!

    Irgendwie denke ich halt, dass sie ja nicht weiß wie es anders sein könnte und ich sie daher darauf aufmerksam machen muss

    Ob sie unter den Symptomen leidet ist subjektiv... ich würde ja sagen, sie sagt nein

    Zum Beispiel ist sie auch sehr schnell immer Abgelenkt und verliert den Faden mitten im Gespräch. Das hat natürlich zur Folge, dass sie wenig mit Menschengruppen unterwegs sein möchte... sie sagt, sie mag das halt nicht weil die immer über so langweilige Sachen reden; ich sage, dass die Sachen halt langweilig für sie sind weil sie nicht konzentriert folgen kann

    In der Freizeit habe ich das Gefühl sie wirklich zu ALLEM "drängen" zu müssen, da sonst halt von ihr wenig bis gar nichts gemacht wird... sie empfindet das dann als stressig und reagiert recht kindisch darauf und "zickt herum"... und darunter leiden wir beide dann!

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich mit ihrem Charakter noch lange auskommen kann... sie wird sich ja wohl nicht ändern können, ob ich es kann weiß ich halt auch nicht... mal schauen wie es in zwei Wochen nach meiner möglichen Diagnose sein wird... sollte ich Medikamete bekommen, dann kann es ja sein, dass ich entspanter reagiere und alles nur noch halb so wild ist...

    Also Probleme mit Beziehungen hatte sie von ihren Erzählungen her zu urteilen schon immer... und angenehm ist das auch für sie nicht... aber so richtig klar ist ihr das scheinbar nicht

  6. #6
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Vorteile von unbehandeltem ADHS und Argumente für Freundin

    Es gibt einen Leitsatz in der Psychologie der da lautet,
    dass man einen Anderen nicht ändern kann, sondern nur sich selbst.
    ADHS-Diagnosen berühmten Menschen vorzuwerfen ist auch so ein Ding.
    Die meisten die da aufgelistet sind haben nie eine Diagnose erhalten.
    Warum dann also ausgerechnet posthum?
    Und nur positive Beispiele bergen auch einen schalen Geschmack.
    Donald Duck behaupte ich jetzt mal ganz frech, wenn man den genauer unter die Lupe nimmt dann...aber lassen wir das.
    Massenmörder haben auch oft das soziale und psychoindikative Profil von ADHS.
    In Amerika wird behauptet, dass etwa 70% der Gefängnisinsassen ADHS hätten.
    Grenzdebile Stuntman werden sich in dieser Riege wiederfinden.
    Und so weiter und so fort.
    Es ist also hier durchaus erkennbar, dass man (selbst als Mutter Theresa verkleidet) sich
    und dem Anderen nichts Gutes antut, wenn man beim Partner Diagnosespezifisch interveniert.

    LG --hirnbeiß--

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 60

    AW: Vorteile von unbehandeltem ADHS und Argumente für Freundin

    Hmmm ist gut,

    spontan stimme ich dibidu zu: eine intervention ist nur dann nötig wenn person oder umfeld sehr unter etwas behandelbarem leidet.

    zu dem kommunikationsproblem zb. wenn sie generell eine person ist die mit wenigem sozialen kontakt auskommt - leidet sie nicht darunter wenn sie wenig unternimmt (zudem kann ich das mit den langweiligen themen gut nachvollziehen - und ich kann "normal" kommunizieren).

    wenn du sagst, dass sie promoviert, dann hat sie ja zumindest (fach)Abi und studium hinter sich gebracht, je nach dem ob das ganz gut lief oder ob es der reinste zerfleischende Stress war kann man auch hier wieder feststellen ob da intervention notwendig ist. (ich habe unter anderem wegen studiumsschwierigkeiten die diagnose)

    zu den wissenschaftlern: ich glaube, DASS SIE "BEHANDELT" WAREN - die medis sind nämlich nur ein Weg der Behandlung -, ein anderer ist die schaffung von strukturen im geist und im Umfeld mit denen die symptome abgefangen werden können. Ich bin zum Beispiel von meiner ergotherapie (ohne medikamente) restlos begeistert, das ist im grunde nur eine analyse der handlungs- und alltagssysteme - mit hinweisen zu deren verbesserung. Eine leistung die ein Einstein sicherlich auch von sich aus schaffen konnte. (und die sicher auch der eine oder andere "gesunde" gut brauchen könnte...)

    Was auch hilft ist eine gute kenntnis der symptome und ihrer ursachen - sollte deine freundin ad(h)slerin sein, ist sie zumbeispiel nicht einfach nur egoistisch und dumm, wenn sie aggressiv auf deine freizeitanimationsversuche reagiert, sondern leidet schlicht und einfach an einem absturz ihres neuronalen belohnungssystems.

    whoo isn ziemlicher wust geworden sorry - alles in allem bleibts dabei: sie ist eine freie person - und leider auch gerade in einer sehr anspruchsvollen lebensphase

    .... hrmpf jetzt fällt mir auch nix mehr ein - wahrscheinlich hast du recht mit dem abwarten, wenn es bis dahin nochmal zum streit kommt kannst du ihr ja einfach mal den thread hier vorlesen (natürlich anonym!)

  8. #8
    salamander

    Gast

    AW: Vorteile von unbehandeltem ADHS und Argumente für Freundin

    mmhh, wär mir jemand daher gekommen, egal wer es nun ist, und hätt mir weiß machen
    wollen, dass mein Umgang mit gewissen Thematiken, krankhaft, oder "nicht normal" ist, wäre
    der Ofen bei mir schon mal aus gewesen, bzw. das war er auch.


    Es ist immer die eigene Wahrnehmung, die als Referenz zur Einstufung: was ist normal?, was
    ist es nicht?, herangezogen wird. Also schon mal schwierig.


    Braucht also - wenn ich von mir ausgehe - schon mal einen gewissen Leidensdruck. Muß
    also eine eigene Liste an Dingen geben, die mir gewaltig im Weg stehen, mich nerven,
    und die ICH darum verändern will. Schaff ich das nicht aus eigenem Antrieb, kann da was
    sein, was nicht in Ordnung ist, dem ich nachgehen und es heraus fnden möchte.


    Es gab in meinem Leben genug Situationen in denen ich auf ADS-Symtomatiken aufmerksam
    gemacht wurde, als Defizite, die ich in meinem Leben hätte... Erstes Problem, ein Gutteil von
    dem habe ich nicht als Defizite empfunden, sondern als zu mir gehörend. Ich habe sie sogar
    genossen, wogegen andere mir im Weg standen, wie ganze Gebirgszüge.


    Zitat Sternhagel: Zum Beispiel ist sie auch sehr schnell immer Abgelenkt und verliert den Faden mitten im Gespräch.
    Das hat natürlich zur Folge, dass sie wenig mit Menschengruppen unterwegs sein möchte... sie sagt, sie mag das
    halt nicht weil die immer über so langweilige Sachen reden; ich sage, dass die Sachen halt langweilig für sie sind
    weil sie nicht konzentriert folgen kan



    Das hätte Dir mit mir auch passieren können. Allerdings, fand ich selbst den Faden mitten im
    Gespräch zu verlieren sehr nervig. Das hat mir defakto etwas genommen, bei brandheißen
    Themen. Kam dann ein paar Stunden später um die Ecke bei mir, dann hat es mir gefuchst,
    dass mir das entgangen ist und ich nicht die passende Antwort gegeben habe.


    Langweilige Themen, bleiben auch bei Behandlung langweilige Themen, weil sie es subjektiv
    gesehen sind. Daran ändert keine Therapie und Medikation etwas. Bei mir verhält es sich
    zumindest so, dass ich jetzt noch "schwieriger" bin. Weil ich mich auf langweile Themen erst
    recht nicht mehr einlasse. Langweilt mich nicht mit sowas, ist jetzt noch viel stärker als davor!


    Mit Menschengruppen unterwegs sein, braucht ein gemeinesames Interesse, dann ist es auch
    spannend und Grund, sich darauf einzulassen. Auch das ändern Therapie und MPH nicht.


    Zitat Sternhagel: Ich bin mir nicht sicher, ob ich mit ihrem Charakter noch lange auskommen kann...
    sie wird sich ja wohl nicht ändern können, ob ich es kann weiß ich halt auch nicht...



    Der Charakter ist etwas unveränderbares. Daran ändert auch AD(H)S nichts. AD(H)S macht
    es - wie ich finde - nur schwieriger sein Potential zu leben. Und wenn Du ihren Charakter
    ändern willst, dann paßt da was nicht. Und zwar bei Dir. Sorry, wenn ich das so sage. Wenn
    Du mit ihren Eigenheiten keinen Umgang findest, liegt es nicht an ihr, sich verändern zu
    müssen.


    Ist dann eher die Frage wo hab ihr "Schnittmengen", wo ihr gut zusammen paßt, wie sind die
    zu gewichten, ausbaubar, etc. pp, und wie wollt ihr beide damit umgehen? Charakteränderungen
    sind ein Ding der Unmöglichkeit. Du kannst den Deinen auch nicht änderen, auch wenn Du
    Dich auf den Kopf stellst und mit den Füßen wackelst.



    Zitat Sternhagel: zu dem kommunikationsproblem zb. wenn sie generell eine person ist die mit
    wenigem sozialen kontakt auskommt - leidet sie nicht darunter wenn sie wenig unternimmt
    (zudem kann ich das mit den langweiligen themen gut nachvollziehen - und ich kann "normal"
    kommunizieren)
    .


    Hast Du sie eigentlich schon mal gefragt, was für sie "normal" kommunizieren ist? Was sie sich
    das vorstellt? Was aus ihrer Sicht "optimal" wäre? Womit sie sich arrangieren kann? Womit nicht?
    usw. usf... Und wie all das zu dem paßt, was Du möchtest, und wie Du bist?


    Zitat Sternhagel: Auch ist sie sehr stark auf ihre Promotion konzentriert, so dass sie soziale
    Kontakte etwas vernachlässig



    Das würde ich selbst für einen Stino nichts außergewöhnliches finden. Da geht's um was. Außer-
    dem ist dem ein zeitlicher Rahmen vorgegeben. Hälst Du das nicht durch? Wie würde es bei
    Dir im umgekehrten Fall aussehen? Was würdest Du voraussetzen? Was wäre für Dich da
    "normal"? Gestehst Du ihr zu, was Du in einer ähnlicher Situation für Dich in Anspruch nehmen
    würdest?


    Zitat Sternhagel: Und nun kommt es eben.... mit dem Verweis auf die ganzen berühmten Forscher,
    welche ja vor allem WEGEN(?) ADHS ihre Leistungen erreichten, gibt sie vor, dass selbst wenn sie
    ADHS hätte, ihr das egal wäre! So könnte sie ja mehr erreichen
    !


    Provokante Aussage ihrerseits. Aber nicht unrichtig. Einziger echter Schwachpunkt in dieser
    Argumentation, ist bei ADSlern die richtige Einschätzung ihrer eigenen Kräfte. Und wenn ich als
    Beispiel Einstein heranziehe, ja greifen wir mal nach den Sternen, dann hat er sich ein Umfeld
    geschaffen, indem für alles gesorgt war. Um alltägliches kümmerte er sich nicht. Seine Frau
    hat eine Regelwerk an das sie sich zu halten, und nichts zu mucken hatte. So läßt sich alles
    mögliche bis zum Exzeß durchexerzieren, über eigenen Grenzen gehen und wieder erholen.
    Ich glaub aber nicht, dass die Beziehung zwischen Dir und Deiner Freundin so funktioniert.

    Das wäre der Hasenfuß, den sie nicht wahrnimmt.


    Zitat Sternhagel: Was soll ich ihr den da nun entgegen setzten.... es ist ja schon was dran,
    dass wenn das ADHS unbehandelt bleibt und sie weiterhin ihren ganzen Fokus auf ihre
    Forschung richtet, dass sie im Endeffekt eventuell mehr erreicht... aber ist es das Wert??



    Ob es das Wert ist, ist ihre Entscheidung, was sie vom Leben will. Hast Du sie schon mal
    gefragt was sie vom Leben will, wie sie sich ihr Leben vorstellt? Wo der Nutzen ihres ADS
    außer mittel- und langfristig im Burnout liegt, wenn sie so weitermacht, weil die Work-Life-
    Balance nicht mehr gegeben ist.


    Ist kein einfaches Thema, das Du Dir da ausgesucht hast. Geht um mehr als AD(H)S. Geht
    um Leben und wie es werden soll, mit oder ohne AD(H)S - behandelt oder nicht.

    LG
    Salamander

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Vorteile von unbehandeltem ADHS und Argumente für Freundin

    Danke für den Vielen input!

    Ich habe heute eine sehr lange Email von ihr bekommen in der sie erstmals richtig angefangen hat über Probleme zu reden! Sie tut sich sehr schwer damit mir gegenüber solche Sachen auszusprechen. Mir geht es genau so, und daher geht viel von unserer Kommunikation über Emails. In einem direkten Gespräch sind wir beide viel zu verpeilt und gehemmt als dass wir über Probleme spechen können ohne den anderen wieder vor den Kopf zu stoßen

    Jedenfalls hat sich schon einige Probleme angesprochen, wie zum Beispiel dass sie sich gerne zurück in ihr Cocoon zurück zieht wenn es stressig wird, oder sie mit bestimmten Sachen nicht umzugehen weiß. Oder zum Beispiel macht sie es fast schon depresiv, dass sie einfach nicht weiß worauf hin ihr Leben zusteuert, als ob sie keine Kontrolle darüber hätte.

    Ich habe dann gleich eine noch längere Email zurück geschrieben. Ich weiß nicht, ob das klug war, aber ich habe versucht sehr neutral zu bleiben und habe einfach meine Probleme mit ihr "aufgelistet". Oder wenn sie ein Probleme von sich angesprochen hat, dann hab ich objektiv geschrieben was ich davon halte. Ich habe nicht versucht ihr einzureden sie hätte ADHS. Die Mail war eher gedacht um eine Art "Bestandsaufnahme" zu machen, als schon Lösungsanschläge anzubieten.

    Aber wie mache ich den nun weiter? Probleme scheint sie ja doch durchaus zu haben... aber wenn ich eure Antworten so durchlese, dann darf ich auf keinen Fall zu offensiv werden und sie zu etwas drängen. Aber was mach ich dann nun?

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Vorteile von unbehandeltem ADHS und Argumente für Freundin

    Ich persönlich bin zwar froh über meine Diagnose, und habe auch die Medikation dankend angenommen, dachte von Anfang an, und noch immer dass das für mich nicht ewig in Frage kommt. Die Medikamente erleichtern wahnsinnig viel, man kann Sachen sehr viel besser umsetzen. Gleichzeitig fand ich die Welt aber sehr viel weniger aufregend, weniger abstrakt (auf der positivseite: abschreckend), weniger facettenreich, da es meine gesamte Denkstruktur und Wahrnehmung verändert. Es fällt mit Medikamenten sehr viel leichter mal zufrieden zu sein, gleichzeitig war es ohne Medikamente auch ADHS, Ideenreichtum was mich immer wieder antrieb. ...

    Kurzum, für mich ist die Medikation ein Weg mich mit mir (dank MPh) auseinanderzusetzen, mir selbst gegenüber dabei auch sehr viel wohlwollender, als ohne Medikamente. Warum ich das nötig habe? Weil ich mich anders definierte/ mich von der Gesellschaft ausgegrenzt habe - und dieser war das nunmal total egal (und schwupps: Komorbiditäten heißt dass Wort, mit dem ich noch ganze DIN-A4-Seiten füllen würde, wenn nicht nach der nächsten Klammer-zu der Text zu Ende wär)

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