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Diskutiere im Thema Einnahme von Medikamenten vermindert die Kreativität / s. Buch v. Thom Hartmann im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 77

    Einnahme von Medikamenten vermindert die Kreativität / s. Buch v. Thom Hartmann

    Hallo zusammen,

    habe gerade das Buch von Thom Hartmann " Eine andere Art, die Welt zu sehen" gelesen.

    Er wirft darin u.a. die Hypothese auf, das die Einnahme von Medikamenten (insbesondere MPH) die Kreativität des Hunters (=ADSlers) negativ beeinflusst.

    Persönlich habe ich festgestellt, dass ich mich damit offenbar besser auf eine Sache konzentrieren kann, ich habe aber nicht das Gefühl, dass ich damit weniger kreative Einfälle habe.

    Wie geht es euch damit? Setzt Ihr vielleicht die Medis bewusst ab, um über mehr "Reizoffenheit" mehr Ideen zu haben?

    Wer meint, mit den Medis nicht mehr er/sie selbst zu sein? Ich denke, dass ich damit nicht grundsätzlich anders bin - nur vielleicht etwas weniger chaotisch.

    Hoffe, dass dieses Thema nicht bereits in einem anderen Thread ausdiskutiert wurde, falls doch bitte ich um Verweis. Danke.
    Geändert von Klara-Heide (24.01.2013 um 19:50 Uhr)

  2. #2
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 171

    AW: Einnahme von Medikamenten vermindert die Kreativität / s. Buch v. Thom Hartm

    Tja, das ist so ein Thema......mir persönlich haben die Medikamente sehr viel Kreativität genommen. Besonders nach den ersten Einstellungsversuchen habe ich das bemerkt. Nach dem Amphetamin Saft war es am schlimmsten. Noch immer habe ich wenig Antrieb meinen ehemaligen Hobbies nachzugehen, ich habe einfach keine Emotionen mehr für schöne Dinge. Der so sehr gewünschte (und immer noch geschätzte) Fokus hat seinen Preis.

    Auch meine Gefühle gingen allgemein zurück. Sowohl im privaten zwischenmenschlichen als auch im täglichen, öffentlichen Miteinander. Gefühle und Kreativivität liegen meiner Meinung nach sehr eng beieinander, das beides bei mir nicht gut unter Medis funktioniert wundert mich also nicht. Aber das ist der Preis den ich derzeit bereit bin zu zahlen. Die Enttäuschung über die eigene Unfähigkeit mein Leben zu organisieren, wiegt bei mir stärker als die Enttäuschung über den Verlust meiner Kreativität. Von der werde ich nämlich nicht satt.

  3. #3
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: Einnahme von Medikamenten vermindert die Kreativität / s. Buch v. Thom Hartm

    Ich nehme medis seit 4 jahren und habe nicht dass gefühl unkreativ zu sein. Ich bin noch mit medis kreativer als stinos. Aber vielleicht liegt es auch an der dosis? Ich bin auch mit medis noch ablenkbar und reizoffen, nur etwa weniger.

    lg

  4. #4
    salamander

    Gast

    AW: Einnahme von Medikamenten vermindert die Kreativität / s. Buch v. Thom Hartm

    ich nehme mph jetzt seit 2 monaten. kann nicht feststellen, dass sich dadurch meine kreativität eingeschränkt hat.
    ist eher so, dass der springbrunnen konzentrierter sprudelt.

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Einnahme von Medikamenten vermindert die Kreativität / s. Buch v. Thom Hartm

    Hallo

    Ich sehe keine Unterschied. Es gibt sehr unkreative Zeiten ohne MPH und sehr kreative Zeiten mit MPH und umgekehrt.

    Zur Zeit z. B. nehme ich seit ca 4 Monaten kein MPH und auch sonst nix. Ich bin zur Zeit nicht sehr kreativ - ich bin zwar reizoffen, aber kreative Idee kommen mir nicht.

    Kreativ bin ich, wenn ich einen freien Kopf habe (keine Sorgen oder Ängste), dann können die Ideen wandern und das ist dann bei mir unabhängig davon ob ich Mph genommen habe oder nicht.


    Meine Kreativitätsbremsen sind Sorgen, Ängste, Depris und Streß. Wenn MPH mir hilft diese Sachen in den Griff zu bekommen, dann macht es mich wieder kreativ. Wenn sich mit MPH nix an meiner Grundstimmung ändert, dann bleibe ich unkreativ.


    Alles Liebe Elwirrwarr

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Einnahme von Medikamenten vermindert die Kreativität / s. Buch v. Thom Hartm

    Elwirrwarr schreibt:
    Meine Kreativitätsbremsen sind Sorgen, Ängste, Depris und Streß.
    Geht mir genauso.

    Da mein Stresspegel unter MPH deutlich sinkt, kann ich kreative Ideen dann sowohl besser 'sprudeln' lassen als auch mal wirklich umsetzen. D.h. weniger Kreativität ist bei mir durch MPH nicht gegeben. Ich nehme es nun seit ca. eineinhalb Jahren und habe mich in dieser Zeit genauso kreativ gefühlt wie vorher. Allein die Zahl der 'umgesetzend' Kreativ-Dinge hat sich verändert, ist deutlich gestiegen. Also wenns eine Wechselwirkung von MPH und Kreativität gibt, dann ist die in meinem Fall absolut positiv.

    Mich würde interessieren ob in dem Buch mehr dazu geschrieben wird, was genau an vorhandener Kreativität durch MPH gebremst werden könnte. Vielleicht gibt es Kreativlinge die allein aufgrund von Adhs-Symptomen überhaupt kreativ werden und eben dann wenn die Symptome unter MPH abnehmen entsprechend unkreativ sind?

    Keine Ahnung ob man das trennen kann.
    Bei mir selbst hab ich jedenfalls den starken Verdacht, dass viele meiner Adhs-Symptome meine Kreativität eher blockieren als sie zu verursachen/verstärken. Kommt vielleicht auch drauf an wie die Kreativität gemessen wird? Kann man das überhaupt sinnvoll messen?

  7. #7
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 311

    AW: Einnahme von Medikamenten vermindert die Kreativität / s. Buch v. Thom Hartm

    Also ich kanns auch nicht bestätigen, dass ich weniger kreativer durch MPH bin.

    Anfänglich hatte ich kurze kreative Schübe gehabt, als ich merkte wie sicherer ich am Klavier spielen konnte. Nachdem ich mich daran gewöhnt hab, hat sich das zwar wieder eingependelt aber ich kann nach wie vor relativ gut improvisieren, sogar wesentlich besser da ich leichter neue Akkordfolgen spielen kann. Eine Melodie entsteht mit der anderen Hand ohne bewusstes Zutun. Irgendwie weiß ich einfach instinktiv welche Tasten ich drücken muss, ich fühle es einfach

    Es ist wie ein akkustisches Mandala was kurz entsteht um danach wieder vergessen zu werden

    Ich schweife ab.

    Was aber sehr wohl Kreativität einschränken kann sind meines Wissen AD. MPH greift ja eigentlich nur im Bereich des Dopamin-Systems ein und verhindert ein zu schnelles Abbauen von Dopamin. Dopamin und Kreativität hängen ganz eng miteinander zusammen. Ergo müsste MPH eigentlich sogar postiv auf Kreatives Schaffen wirken.

    Da habe ich mal eine sehr interessante Dokumentation gesehen: Chaos im Kopf - Zwischen Genie und Wahnsinn - YouTube
    Geändert von strader (27.01.2013 um 12:30 Uhr)

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Einnahme von Medikamenten vermindert die Kreativität / s. Buch v. Thom Hartm

    Ich halte das für ausgemachten Unsinn. Was bringen mir 10.000 Ideen wenn ich viele nicht länger als eine 10tel Sekunde im Kopf behalten und keine einzige ausführen kann?

    Ich seh's doch am Musikmachen: Ohne MPH bin ich weniger Rhythmusfest, jeden Moment habe ich eine "geniale" Idee, kann die aber nicht umsetzen weil schon wieder die nächste da steht bevor ich sie angefangen habe - und zack ist die die ich gerade spieln wollte weg. Mit MPH bleibe ich im Takt und kann eine Idee bewusst beurteilen, festhalten und auch spielen (na ja, einigermassen falls ich meine handwerklichen Fähigkeiten nicht mal wieder überschätze), ich kann sie aber auch ziehen lasse und die nächste einfangen.

    Was ist jetzt wirklich kreativer. Der unausgeführte Ideensturm oder die ausgeführte Idee?

    Ich finde letzteres.

    EDIT

    Wer meint, mit den Medis nicht mehr er/sie selbst zu sein? Ich denke, dass ich damit nicht grundsätzlich anders bin - nur vielleicht etwas weniger chaotisch.
    Ich gehe sogar so weit zu sagen: Ich bin mit MPH mehr "ich". Chaotisch ist nämlich eigentlich nicht meine Natur.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Einnahme von Medikamenten vermindert die Kreativität / s. Buch v. Thom Hartm

    Hi

    ich hatte auch schon den Verdacht das es die kreativität mindert. (ich denke ist auch teilweiße so)

    aber es ist so wie Wildfang sagt, 10000000 Ideen aber keine kann man anfangen oder ganz fertig machen.
    Mit Medis habe ich zwar weniger Ideen aber ich kann mich hinsetzen, anfangen und bis zum Ende durchhalten.

    Also ist die Kreativität zwar eingescchränkt aber unterm Strich kommt mehr dabei raus ;D

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    Einnahme von Medikamenten vermindert die Kreativität / s. Buch v. Thom Hartmann

    Ich glaube eben dass die Kreativität mit MPH nicht eingeschränkt ist, im Gegenteil.

    Creare - etwas schöpfen, etwas schaffen im Sinne von etwas herstellen. Da steckt das Tun, das Ausführen drin.

    Nur Ideen sind nicht kreativ.



    ---
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