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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 24

    ADHS, bipolar und borderline

    gibt es hier im forum

    noch andere mit so eine Diagnose?_???
    von jedem etwas.

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 140

    AW: ADHS, bipolar und borderline

    Hast du die alle von demselben Arzt bekommen??


    Von deinen genannten hab ich "nur" ADHS und Borderline.


    Aber ich würde mich zum Teil auch bei Bipolar wieder finden.
    Aber das rechtfertigt bei mir keine Diagnose für Bipolar.



    Ganz ehrlich?? (nur MEINE Meinung)


    ADHS wird wegen der leichten Reizbarkeit, und der Affektlabilität oft mit Borderline oder Bipolar verwechselt.

    Jedoch gibt es einen ganz entscheidenden Unterschied.
    Bei ADHS halten diese Stimmungsschwankungen nicht länger an.
    Sie wechseln sehr schnell.
    Bei Bipolar kann die Stimmung wochenlang, oder sogar monatelang depressiv oder manisch sein.

    Und Borderline zeichnet sich ja auch durch Wechsel von Idealisierung und Abwertung aus. Zudem neigen sie häufiger zu selbstverletzendem Verhalten, Suizidgedanken und einer Idenditätsstörung.


    Ich hab wie gesagt auch die Diagnose Borderline.
    Und in vielen Punkten finde ich mich auch wieder (was wahrscheinlich meine Diagnose, die 2x gestellt wurde erklärt)
    Aber ich war 12 Wochen stationär zur DBT mit anderen Borderlinern.
    Und vom ersten Tag an, war klar, das ich völlig anders bin wie die anderen.


    Naja, jedenfalls bist du nicht allein damit. Viele haben Mehrfachdiagnosen. Ich habe sogar etliche.
    Aber ich mache mich deswegen nicht mehr verrückt.
    Ich bin nach wie vor dieselbe Person wie vor diesen Diagnosen, nur das es jetzt einen Punkt gibt, wo man ansetzen kann.
    Auch wenns vllt nicht gleich beim ersten mal der richtige ist. (oder man vllt wirklich mehrere Baustellen hat)

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 31

    AW: ADHS, bipolar und borderline

    Ja, bei mir diagnostizierte man irgendwann einmal Burn-Out-Syndrom, Depressionen sowieso, Angststörung, Posttraumatisches Belastungssyndrom und irgendwann einmal
    GdB 30% ( Behinderung in der Leistungsfähigkeit )und zu guter letzt war ich wegen fragwürdiger Selbsteinweisung im BKH, wo die von ADHS nix wissen wollten als gäbe es das nicht, was mich wiederum stockwütend gemacht hat und ich mit dem Oberarzt dort zu streiten anfing, weil mit daran, meine letzte Beziehung scheiterte.

    Also nach eigenen Erfahrungen glaube ich nicht mehr wirklich an "Mehrfach" Erkrankungen, sondern vielmehr, dass es es einfach unter gewissen Voraussetzungen nicht
    wirklich erkannt wird und nur "überdeckt" oder damit verschleiert wird.


    Die Komorbiditäten sind ja eigentlich " nur" das Ergebnis einer unerkannten ADS oder ADHS Erkrankung, wenn die nicht irgendwann richtig diagnostiziert wurde oder festgestellt wurde


    und an BIPOLAR + ADHS glaube ich schon 3 mal nicht mehr.

    Das hat den Grund, dass bei einer "bipolaren Störung" die Kurve des emotionalen Erlebens ja zuerst weit oben ist, also die Person sich gut oder prächtig fühlt und dann "das Gegenteil" passiert, also das Absacken des Gefühlslebens in einen negativen Zustand oder auch
    anders herum...

    Wenn die "Umweltbedingungen" es zulassen, dass der oder die ADHSlerin in einem Zustand des Hochgefühls sich bewegen, Lebensumstände, ausreichend Gesellschaft, ausreichend Stabilität etc....dann geht es Ihnen gut damit ( ggf. Erfolgswelle )...

    bricht das weg... oder ein Teil davon, ist eine negative Stimmungslage "vorprogrammiert" und das wohl ausgeprägter als bei Nicht-ADHSlern ( weil die Herstellung von Glückshormonen von Haus aus schon schwer ist ).

    Was das Borderline-Syndrom angeht, bin ich mir sicher, dass das auch eine Begleiterscheinung von ADHS sein kann und zwar dann, wenn nicht sonst woher ausreichend

    positive Erfahrungen gemacht werden können oder Anreize geschaffen werden können - schlichtweg, wenn die Ergolgserlebnisse fehlen.


    Die erlebte Emotionslosigkeit wird dadurch "gebrochen", indem man sich selbst Schmerzen zufügt, um festzustellen, dass man Gefühle hat ( wenn auch negative )

    Durch das Ritzen z.B. werden Stresshormone ausgeschüttet....es wird wohl "negativ kompensiert", was im Positivem fehlt.


    Ich hoffe, ich habe Dich nicht zu sehr zugetextet...:-)


    Und ganz allgemein heißt es, dass mit ADHS auch Begleiterscheinungen auftreten ( können )


    Angststörungen
    Essstörungen
    Zwangsstörungen ( Überkompensation + Angst )

    und so weiter......


    Lieben Gruß,

    Mariposa

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 31

    AW: ADHS, bipolar und borderline

    Liebe Tanischa

    "ADHS wird wegen der leichten Reizbarkeit, und der Affektlabilität oft mit Borderline oder Bipolar verwechselt.

    Jedoch gibt es einen ganz entscheidenden Unterschied.
    Bei ADHS halten diese Stimmungsschwankungen nicht länger an.
    Sie wechseln sehr schnell. "

    Das finde ich sehr gut, was Du da geschrieben hast und sehr treffend.

    Ich kann nur sagen, dass wenn man bei mir Depressionen feststellte, dass es zu meist hieß, dass das "schwingungsfähig" seien.

    Ich muss aber auch dazu sagen, dass sich das eigentlich nur änderte, wenn "meine äußeren Rahmenbedingungen" bessere waren...ansonsten konnte ich mich

    zeitweise "relativ" lange in solchen Gefühlszuständen bewegen.

    Lieben Gruß,

    Mariposa

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 140

    AW: ADHS, bipolar und borderline

    Was das Borderline-Syndrom angeht, bin ich mir sicher, dass das auch eine Begleiterscheinung von ADHS sein kann und zwar dann, wenn nicht sonst woher ausreichend

    positive Erfahrungen gemacht werden können oder Anreize geschaffen werden können - schlichtweg, wenn die Ergolgserlebnisse fehlen.


    Die erlebte Emotionslosigkeit wird dadurch "gebrochen", indem man sich selbst Schmerzen zufügt, um festzustellen, dass man Gefühle hat ( wenn auch negative )

    Durch das Ritzen z.B. werden Stresshormone ausgeschüttet....es wird wohl "negativ kompensiert", was im Positivem fehlt.

    Sorry, wenn ich da dann nochmal meinen Senf zugeben muß.

    Ich denke nicht, das deine Theorie über die Entstehung von Borderline in Zusammenhang mit ADHS richtig ist.
    Jedenfalls sind fehlende Erfolgserlebnisse nicht die Ursache von Borderline.

    Und Selbstverletzendes Verhalten wie Ritzen, wird nicht gemacht um die Emotionslosigkeit zu brechen.
    Borderliner erleben ihre Gefühle nämlich als viel zu heftig, und bleiben viel länger in einem hohen Spannungszustand.
    Durch z.B. Ritzen bauen sie Spannung und Stress ab.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 31

    AW: ADHS, bipolar und borderline

    Finde das nicht schlimm, wenn du noch ´mal etwas dazu sagst...im Gegenteil.

    mmh...

    Aber gehts nicht gerade um den Unterschied von

    "Normalborderlinern" und "ADHS-Borderlinern"??

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 140

    AW: ADHS, bipolar und borderline

    Gibt es denn tatsächlich ADHS-Borderliner??


    Ich hab halt auch mehrer Diagnosen:

    Depression
    Burnout
    ADHS
    Borderline
    PTBS
    Ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung
    und ne Essstörung


    Ich selbst stehe hinter allen Diagnosen........außer Borderline.
    Ich finde da passe ich nur oberflächlich gesehen rein.
    Ja, es gibt auf den ersten Blick einige Symptome, die man auch beim ADHS findet.
    Aber doch sind sie irgendwie anders.
    Und Borderline ist immerhin eine Persönlichkeitsstörung, was ich von ADHS nicht sagen würde.

    Es gibt halt echt viele Punkte wo ADHS und Borderline völlig gegensätzlich sind.
    Und von daher schließt sich das in meinen Augen irgendwie aus.

    Andererseits gibts halt doch Gemeinsamkeiten.
    Erst recht, mit dem Hintergrund von nem Trauma.

    ADHS ist ne neurobiologische Störung, die z.T. genetisch bedingt ist.
    Traumata führen zu neurobiologischen Veränderungen, die wiederum zu Veränderungen in den Genen führen können.
    Bei Borderline besteht eine genetisch bedingte erhöhte Gefühlsempfindsamkeit. Borderliner haben die neurologische Bereitschaft, eine
    hohe Empfindsamkeit und Ausdruckskraft zu entwickeln.

    D.h. bei allen 3 liegt ne neurobiologische Störung vor.
    Inwieweit die nun zusammenhängen kann ich natürlich nicht sagen, aber für mich gibts da durchaus auch Zusammenhänge.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 31

    AW: ADHS, bipolar und borderline

    Hallo Tanischa,

    Seit meinen letzten Beziehungserfahrungen und dem Herausfinden, dass ich wohl eine ADHSlerin bin, stehe ich für mich eben genau nicht mehr hinter sonstigen
    Diagnosen ( Für mich zählt das unter Begleiterscheinung, nicht mehr und nicht weniger )

    Ich denke, dass es fast "leichter" sein müsste, einen ADHSler aus einer negativen Stimmungslage "zu holen", wenn sonstige Gegebenheiten eben passen.


    Ich war 18 als man bei mir Burn-Out-Syndrom diagnostizierte, wenn ich das "nur" auf das Gefühl der Erschöpfung beziehe, mag das richtig sein, ich war überfordert, aber eigentlich nicht überlastet.

    Überfordert im Sinne von "alles" angemessen bewältigen zu können. Ich bin gerade in meine erste eigene Wohnung gezogen, besuchte eine weiterführende Schule, stellte Anzeige gegen meine Eltern....hatte zugleich "Existenzängste", musste meine jüngeren Geschwister aus der Familie holen.

    Die letzten 3 Jahre hätten vielmehr Anlass geben müssen, dass ich Burn-Out bekommen sollte.haha. Das Gegenteil war der Fall.
    Ich habe eine 40h Arbeitswoche gehabt, Spaß an meinem Job, "viel positiven Stress" - Freizeitstress, 10h Nebenjob samstags an der Kasse und immer
    Action.....von wegen Burn-Out - meine Existenzängste waren weg, meine Angststörungen waren weg, meine Depressionen waren weg und an PTBS war gar nicht
    mehr zu denken.

    Ich war so "beschäftigt" und zugepflastert mit Reizen...primär positiven Reizen, dass mein ganzer Gesundheitszustand wesentlich besser war.

    Die PTBS erkläre ich mir dadurch, dass das Erlebte noch nicht weit genug war und dass gerade die Konfrontation mit negativen Erlebnissen aus meiner Vergangenheit dazu führten, dass diese diagnostiziert wurde und dass das Fatale ( bei ADHSlern ) gerade das Wiederaufwärmen negativer Gefühle dazu führt, dass
    sie in diesen "negativen Emotionen" gefangen sind....mmh...

    Ich bin mir sicher, dass in meinem Fall, diese Diagnosen "fragwürdig" sind und dass das fast ausschließlich auf nichtbehandelte oder erkannte AHDS zurückzuführen ist.

    Und ich weiß, dass ich damals schon als Teenie "Psychologen" ablehnte....das ist wohl der "ADHS-Schutzmechanismus"...dass das "Herumbohren" in Gefühlen vermieden werden
    soll....ich meine damit nicht Verhaltenstherapeuten.

    Ich denke halt, dass diese ganzen Komorbiditäten fast nur daraus entstehen, dass ADHS nicht rechtzeitig erkannt wurde und somit es überhaupt erst zu den ganzen

    Begleiterscheinungen kommen kann ( wenn dann auch noch die Umstände dementsprechende sind und man ansonsten keine "Kompensationsstrategien" entwickeln konnte )

    Hochsensibel und Ausdruckstark können ADHSler auch sein.

    mmh....


    Ich weiß nicht genau, wie ich es erklären soll, aber ich glaube, dass ADHSler "Traumaerfahrungen" auch ANDERS verarbeiten als NICHTADHSler...
    und soweit ich weiß, ist ADHS eine neurobiologische Störung ( die aber schon immer da war ), während Traumata erst später eintreten können und theoretisch Störungen hervorrufen können.

    Für meinen Teil kann ich sagen, dass solange mir man bestimmte Erlebnisse von damals nicht vor Augen führt, dass es mir relativ gleichgültig ist, was mit "Verdrängen" nix zu tun hatte, weil wenn ich reden wollte, habe ich das gemacht.
    Was mich mehr "ärgert" ist mein schwieriger Lebenslauf.

    Und ich schätze, dass die Wahrscheinlichkeit "falsch behandelt" zu werden, relativ groß ist, wenn es Vorbelastungen in der Familie gab, weil das "komische Verhalten" dann eben mit Kindheitserfahrungen erklärt wird und man eben auf ADHS erst gar nicht kommt und hierin sehe ich in meinem Fall eher das Fatale.

    Statt das Stabilität geschaffen wird, indem äußere Rahmenbedingungen maßgeblich geändert werden, wird das Kind oder der junge Mensch "instabil" gehalten durch die
    Konfrontation mit negativen Erfahrungen und durch den falschen Behandlungsansatz.

    Und dass ich momentan "schlechter Laune" bin und im Antrieb gehemmt, schiebe ich nicht pauschal auf eine normale Depression, sondern genau darauf, dass mir im Moment meine positiven Erlebnisse und Anreize und deren Umsetzung im Moment fehlen.

    Die Reizoffenheit und die Neugierde + Adrenalinkick "muss befriedigt" werden und das ist gerade nicht der Fall. :-/ + Liebeskummer :-/


    Ganz ganz lieben Gruß,

    Mariposa

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 31

    AW: ADHS, bipolar und borderline

    ADHS ist für mich keine Störung im herkömmlichen Sinne....

    In erster Linie bedeutet das doch, eine andere Form zu Denken und zu Fühlen, was auch sehr positiv sein kann... :-)

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