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Diskutiere im Thema ADHS? Eure Einschätzung - ziemlich lang im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 6

    ADHS? Eure Einschätzung - ziemlich lang

    Hallo liebe Forenmitglieder,

    jetzt möchte ich mir auch mal euren Rat und vor allem eure Erfahrungen einholen.

    Seit ca. 2 Wochen beschäftige ich mich nun mit dem Thema ADHS. Angefangen hat es mit meinem Sohn – erst 2 ½ - der leichte Tendenzen dahingehend zeigt. Aufgrund eines Gesprächs mit der Krippenleitung und der Ergotherapeutin habe ich mich nun mit der Thematik auseinandergesetzt und erkenne mich in sehr, sehr vielen Punkten wieder, die ich bislang immer anders erklärt habe (ich bin eben so, Charakterschwäche, ich habe gerade viel zu tun, und daher vergesslich etc.)

    Seitdem ich denken kann, leider ich an folgenden Punkten, mal mehr, mal weniger schlimm:

    • Kann mich nicht konzentrieren (gerade beim Lesen und Lernen sehr auffällig)
    • Vergesse ständig oder verlege etwas
    • Fühle mich immer unter Strom, hinzu kommt starke motorische Unruhe (wippen mit dem Fuß, hier war mein Gefühl, genetisch bedingt, durch meine Oma)
    • Schaffe es nicht eigene Struktur zu schaffen und zu erhalten
    • Ich bin sehr launisch und meckere bei Kleinigkeiten herum - Stimmungsschwankungen
    • Ständig neue Ideen im Kopf, die aber nicht in die Tat umgesetzt werden
    • Mit Menschenmassen komme ich nicht klar und irgendwann verschwimmt alles zu einem großen Brei. Zu Hause bin ich dann meist fertig und kaputt
    • Kein Selbstvertrauen; ich denke ich bin zu blöd und kriege nichts auf die Reihe
    • Auch bei 8-10 Stunden Schlaf, bin ich tagsüber sehr müde, schlafe unruhig und meist erst nach einer Stunde ein
    • Bekomme oft bei Gesprächen nicht viel mit. Wichtige Infos vergesse ich schnell und behalte keine Namen z.B. bei Telefonaten.
    • Innerhalb von 4 Jahren fünfmal die Stelle gewechselt, aufgrund zu wenig Motivation bzw. wenig Abwechslung

    Mein Verdacht ist nun – wie soll es anders sein – ich an könnte an ADHS leiden. Dies ist auch die Ansicht der Ergotherapeutin von meinem Sohn.
    Das Problem ist nur, dass ich als Kind sehr unauffällig war. Recht ruhig, habe viel alleine im Zimmer gespielt, etwas schüchtern und ängstlich (Fahrradfahren, Schwimmen), war auch sehr gut in der Grundschule und habe mich dort aktiv am Unterricht beteiligt. Also doch recht untypisch für ADHS/ADS.
    Ich habe bereits bei einem Psychotherapeuten bzgl. Diagnosestellung angerufen und warte nun auf den Termin. Die Befürchtung ist allerdings nun, dass ich auf dem Holzweg bin.
    Wie war es bei euch? Haben sie die Symptome im Laufe der Zeit verstärkt oder hattet ihr ebenfalls Zweifel an der Diagnose?

    Schon mal vielen Dank für Eure Einschätzung (die natürlich keine Diagnose ersetzen).

    Liebe Grüße
    Roxy82

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: ADHS? Eure Einschätzung - ziemlich lang

    Hallo Roxy,

    wie du schon selbst bemerkt hast, klingt das alles schon sehr verdächtig nach ADHS. Und die Schule alleine sagt rein gar nichts aus. Das macht es eben so schwer, wenn jemand nicht schon früh durch hyperaktives offensichtliches Verhalten auffällt.

    Ich hoffe, dass du den Termin zur Diagnostik bald bekommst.

    Liebe Grüße

    Swidi

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 6

    AW: ADHS? Eure Einschätzung - ziemlich lang

    Hallo Swidi,
    vielen Dank für deine Einschätzung.
    Ich gehe ja auch zu 90% davon aus, dass es tatsächlich so ist.
    Nur habe ich Angst, letztendlich keine Diagnose zu erhalten und wieder von vorne zu beginnen.

    Ich hatte am Freitag bereits ein Gespräch bzgl. der Fehlerquote und meiner Unaufmerksamkeit mit
    meiner Vorgesetzen. Ich habe ihr offen gesagt, was ich dahinter vermute und da wurde ihr mein
    Verhalten offensichtlich klar.
    Leider kam es so rüber, dass ich nicht übernommen werde, wenn sich mein Arbeitsverhalten nicht innerhalb
    kürzerer merklich ändert.

    Das macht mir gerade etwas Angst und merke wie mich die ganze Situation belastet, zudem die Symptome wie
    Konzentrationsmangel und ständiges Vergessen immer schlimmer werden.

    Liebe Grüße
    Roxy82

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 806

    AW: ADHS? Eure Einschätzung - ziemlich lang

    Hallo Roxy

    Ich glaube Zweifel an der Diagnose sind ziemlich normal, wenn nicht sogar typisch für ADHSler, weil man ja sehr gerne alles hinterfragt das ist vermutlich aber gar nicht mal die schlechteste Eigenschaft

    Es ist nicht so, dass sich die Symptome verstärken, aber unser Leben wird komplizierter, anspruchsvoller mit der Zeit. So klappt das mit der Kompensation immer schlechter und es fällt viel eher auf. Ganz besonders dann wenn man unter Druck steht, so wie Du jetzt wegen der Arbeit ... Ich hoffe das geht gut aus für Dich! und lass dich nicht zu sehr stressen. Es geht was geht, und wenn Deine Möglichkeiten nicht mit deren Ansprüchen ("innerhalb kürzerer Zeit") vereinbar sind, dann ist es vielleicht nicht das Richtige. Ein Bisschen Verständnis von der Chefin sollte (wenn sie schon weiss was mit dir vermutlich los ist) schon da sein, sonst wirst du da nicht glücklich.

    lg
    L

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 6

    AW: ADHS? Eure Einschätzung - ziemlich lang

    komisch, ich musste gerade grinsen bei dem Thema "alles hinterfragen". Das ist so das Schlimmste für mich, dieses ständige Chaos im Kopf, ständige Ideen und ich komme da einfach nicht raus.
    Naja, ich hatte heute noch ein interessantes Gespräch mit dem Leiter unserer Selbsthilfegruppe der ADHSler. Er ist der Ansicht, dass die Anstellung nicht das richtige für mich ist. Es ist zum größtenteils sehr monotone Arbeit mit immer den gleichen Abläufen im öffentlichen Dienst. Seit meiner Tätigkeit dort, hat mich die Problematik noch verschärft.
    Die Vorgesetze hat schon für mich Verständnis und kennt sich mit der Thematik -als Pädagogin - auch recht gut aus, aber sie sieht eben auch die Außenwirkung schwinden, wenn jemand Fehler macht, oder was vergisst.

    In meinem alten Beruf bei einem Reiseveranstalter hatte ich zum Teil Höhenflüge mit Hyperfokussierung und war die ersten Jahre super glücklich.

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