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Diskutiere im Thema Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #61
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    Hallo Stefanus,

    leider gilt das nicht für jede Angst. Sollte es um eine Angst (nebst Panikattacken im Falle, das ein Triggern/Knfrontieren erfolgt) gehen, kann das übelste Folgen haben. Ängst die durch ein Trauma induziert sind, können in solchen Fällen bis hin zum "Kollaps" führen (seelisch oder auch körperlich).

    Aber auch manch anderer Angst sollte man sich nicht ohne Begleitung einer vertrauten Person stellen und je nach Intensität der Angst muss diese sogar geschult sein. Soll heißen, bloß weil man in einer Therapie ist, kann man sich nicht unbedingt alleine der Angst stellen und glauben, wenn was ist erzähle ich es meinem Therapeuten, der hilft mir dann schon.... Der Therapeut sollte mE aufjeden Fall dabei sein... zumindest zu Beginn einer Konfrontationstherapie.

    Es liest sich für mich so einbisschen, als ob es reicht, dass der Therapeut sagt, wie man es macht... das glaube ich nicht.

    Ich denke zwar, dass die Angst vor Gesprächen wegen Konflikten mit Konfrontation zu behandeln ist, aber andere Ängste im sozialen Bereich könnten durchaus traumatisch bedingt sein.... da muss man dann arg aufpassen...


    Also prinzipielle stimme ich dir zu, nur speziell betrachtet nicht.


    LG
    happypill

  2. #62
    Stefanus

    Gast

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    Kann dich gut verstehen, speziell ist meine Aussage nicht, eher sehr gemein gehalt. Ich denke für die Angst die hier angesprochen wird kann man allerdings durchaus mit einer Selbsttherapie Erfolge haben. Für mich wären z.B. Flashbacks bei Kriegserfahrungen usw. Traumatische Erfahrungen bei denen ich zwangsweise zum Spezialisten verweisen würde aber ich glaube das ist hier weniger der Fall.

    Meist ist das größte Problem einfach zu meistern und dazu steht an der ersten Stelle Konsistenz, Konsitenz nicht zu sagen: "Heute stelle ich mich meiner Angst", sondern dies konsistent über Wochen und Monate durchzuhalten.

    Ich glaube die Wenigsten hier haben sowas schon ausprobiert. Klar sollte auch sein, dass man sich mit der Angstannäherung steigern sollte und nicht von 0 auf 100 beginnt. So sollten selbst stärkere Ängste über einen langen Zeitraum hinweg abkonditioniert werden können.

  3. #63
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    Ich kenne es aus eigene Erfahrung, dass man sich seinen Ängsten stellen kann und lernt damit umzugehen. Bin das Thema vor Jahren mal angegangen und mit der Zeit wurde es auch besser. Aber dann kam wieder eines zum anderen und die alten Verhaltensweisen schleichen sich wieder ein. Vor allem, wenn es mal nicht so gut läuft, tuen Fehlschläge noch mehr weg und sich wieder auszuraffen kostet viel Kraft.

    Ich muss aber auch sagen, dass es immer auf den Schweregrad der Angst ankommt. Ich habe ganz lieben Soziophobiker kennengelernt, die wunderbare Menschen sind, aber sich nicht trauen mit dem Bus zu fahren. Das ist schon eine andere Liga.

  4. #64
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 89

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    Hallo Sascha36!

    ...
    HIer kann man sehr schön lernen was Toleranz heisst , einfach das zu sagen was alle sagen, jeden zu trösten und zu sagen
    das er doch ein super Mensch ist und das die bösen ja eh die anderen sind.
    Das man mit diesem Gefallen wollen immer wieder auf die Schnauze fällt halte ich für absolut gercht, finde es eher traurig das man
    nicht darauf kommt es mal zu versuchen es auszuhalten das einen Leute nicht mögen. Die erste Stunde ist schwer, da denkt man man
    würde platzen, der erste Tag ist irgendwann geschafft und danach wird es besser und es passiert etwas ganz wunderviolles.
    Die anderen respektoieren dich , gehen normal mit dir um , nehmen dich ernst . Wenn man immer nur ausrastet und andere anschreit
    hat man es einfach nicht verdient ernst genommen zu werden,es wäre auch einfach falsch, sowas passiert dir in einer klinik vielleicht
    aber da werden die leute auch für ihre hilfe bezaHLT.
    ...

    Seit ich das letzte mal ins Thema geschaut habe hast du ziemlich viel geschrieben.. Ich kann jetzt nicht alles zitieren aber ich wollte
    trotzdem mal deine Aussagen kommentieren!
    Erstmal vorweg: Ich finde es gut, dass du deine Meinung frei äußerst! Das solltest du auch! Und es ist dann auch nicht fair, wenn andere
    deine Meinung als falsch abstempeln! Allerdings finde ich es schade, dass du das ganze Forum so in Frage stellst... Aber dazu sage ich
    gleich etwas:

    Zuerst mal ein paar Fragen: Wen genau sprichst du mit deinen Aussagen an? Bist du der Meinung, dass alle, die in diesem Thread schreiben,
    zu feige sind um sich der Kritik von anderen zu stellen? Oder diejenigen, die immer ausrasten und andere anschreien: Wen meinst du
    damit? Du sagst, du findest es wichtig, andere Menschen nicht zu bewerten. Und dass es eigentlich egal ist, was andere Menschen
    von einem denken. Aber so wie du hier schreibst wirkt es sehr verallgemeinernd - und sehr bewertend!! Ich will dir zeigen, dass du
    es von dem einzelnen "ADHSler" - oder einfach dem Menschen - betrachten solltest. Es gibt solche die haben Probleme damit, was
    andere über sie denken (wie ich), und es gibt Menschen, die machen sich darüber keine Gedanken (so wie du - wenn ich das richtig
    verstehe...)

    Wenn ich jetzt mich als Beispiel nehme: Ja, ich habe sehr starke Hemmungen davor, einfach auf Menschen zu zu gehen! Ich habe
    schon oft Situationen vermieden, aus Angst davor, was die Menschen von mir denken könnten - darum habe ich es oft gar nicht erst versucht!
    Doch ich kann dir auch gute Gründe dafür nennen! (An manchen bin ich teilweise Schuld, an anderen wieder nicht, doch es hat sich
    nunmal so entwickelt und ich kann nicht aus meiner Haut! )
    Ein Grund ist, dass ich in der Schulzeit geärgert und gemobbt wurde!
    Von Anfang der weiterführenden Schule an wurde ich nicht mehr so akzeptiert wie ich bin - und das hat sich tief in mir festgesetzt!
    Ich konnte nicht einfach das anziehen, was ich wollte, ohne die missbilligenden Blicke der anderen auf mir! (Nur dass dus weißt, sie
    haben mich beachtet, sie wollten mich im Grunde beobachten und bewerten, ich war ihnen nicht "egal"! Das habe ich deutlich gespürt!
    Frag mich aber nicht, was in den Köpfen dieser Leute vor geht, das kann ich dir nicht beantworten...) Aber es war nicht nur mein Aussehen,
    ich hatte immer eine kindliche, ungezwungene Art, habe mich nicht angepasst, wollte nie "cool" sein. Und das konnten sie einfach nicht
    akzeptieren! Wirklich schade, dass man auf Dauer gar nicht man selbst sein, wenn alle die eigene Art immer als "falsch" deklarieren.

    Die andere Seite ist: Ich habe mich natürlich auch nicht genug gewehrt! Ich hätte sie auch einfach ignorieren können, mich einfach selbst so
    stehen lassen können...
    Doch wenn man sich "anders" fühlt (z.B. unentdecktes ADHS), ein schlechtes Selbstwertgefühl hat usw., können eine die Bewertungen
    der anderen sehr schnell "überrollen", und dann ist es schwer, da wieder unbeschadet heraus zu kommen...

    Zu der zweiten Sache mit dem Leute anschreien... Ich bin zum Beispiel jemand der seine Kritik und eigene Meinung immer nur runter-
    schluckt! Im Laufe der Zeit habe ich irgendwie gelernt, dass meine Meinung nicht so viel Wert ist, dass die Leute mir gar nicht zuhören
    wollen - und vor allem: dass niemand geduldig mit mir ist, wenn ich mal begriffsstutzig bin oder etwas länger brauche. (Ich bin ein eindeutiger
    Hypo, langsam, antriebsarm, zurückgezogen ... Damit gehöre ich trotzdem zu allen anderen hier in diesem Forum! Die Hypis ticken
    dann vielleicht wieder ganz anders!

    Ich denke für die meisten hier in diesem Forum ist es wichtig zu wissen, dass sie keine "Aliens" sind, dass es Leute gibt, die ihnen ähnlich sind,
    die bereit sind, sie zu verstehen und sie anzunehmen wie sie sind! Natürlich ist dieses Forum nicht DIE Lösung ALLER Probleme,
    doch es ist ein Anfang, eine Starthilfe, Begleitung, Ermutigung usw.... wie es der Einzelne eben möchte und braucht!
    Ich glaube das sollte jeder für sich persönlich entscheiden dürfen. Es findet eben immer jemand in irgendeinem Thema einen Platz, ich
    glaube nicht, dass hier alle eine kollektive Tröster-Gemeinde sind - dafür sind die Menschen hier viel zu verschieden!!

    Das war mir einfach mal wichtig, dir zu sagen!
    Grüße von Chenoa...

  5. #65
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 236

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    Ich möchte nochmal zwei notwendige Ursachen nennen, wie solche Ängste entstehen:
    1. Man wird von anderen nicht so akzeptiert wie man ist (überfordert, ausgegrenzt, ungerecht behandelt).
    2. Man ist von diesen Menschen abhängig oder man wurde dazu erzogen dies zu denken.
    Natürlich gibt es noch weitere Ursachen z.B. Modellernen von Menschen, die selbst Angst haben.

    Ich vermute, dass der Erfog beim Abbau der Ängste davon abhängt, inwiefern 1. und 2. immer noch zutreffen oder nicht.

    Ich konnte meine Ängste besser abbauen, wenn es sich um Menschen gehandelt hat, mit denen ich nur einmal zu tun habe (z.B. fremde Menschen). Da wusste ich genau, dass ich nicht von ihnen abhängig bin (d.h. 2. trifft nicht zu).
    Weiterhin habe ich weniger Angst, wenn die Befürchtung nach der Konfrontation nicht eingetreten ist (d.h. 1. trifft nicht zu). Ich bin gegenüber Menschen sehr offen geworden, die meine Fähigkeiten realistisch eingeschätzt haben und mich gerecht behandelt haben.
    Meine Ängste sind gegenüber Autoritätspersonen, die mehr von mir verlangt haben als ich konnte, geblieben. Manchmal kamen die Ängste erst nach dem Gespräch, weil ich es als weniger schlimm eingeschätzt hatte.

    Wichtig ist, wie man 1. und 2. für sich definiert:
    Wenn man sich selbst viel weniger zutraut als man wirklich kann, dann kann es passieren, dass man sich von anderen häufiger überfordert fühlt. Wenn man sich selbst zu wenig zutraut liegt das meist daran, dass andere einem früher nichts zugetraut haben.
    Kann man sagen, dass man von niemanden abhängig ist? Was braucht man zum Leben? Materiell ist das einfacher zu beantworten: Zumindest in Deutschland müssen wir nicht verhungern. Dennoch sind viele bestrebt, sich mal etwas leisten zu können. Ein anderer Aspekt wäre die Arbeit: aus Abhängigkeit 12h am Tag arbeiten zu müssen oder unangenehme Arbeit zu tun ist nicht angenehm. Wie sieht es nicht materiell aus: Kann jemand das Leben als schön empfinden, wenn er die ganze Zeit abwertende Kommentare von anderen bekommt und er weiß, dass er davon materiell nicht abhängig ist ?

    Zumindest können viele Menschen mit Ängsten sagen, dass sie weniger abhängig sind als sie es denken.

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