Seite 3 von 7 Erste 1234567 Letzte
Zeige Ergebnis 21 bis 30 von 65

Diskutiere im Thema Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    Ich habe auch soziale Ängste - Fusel hat das schon so schön erklärt, das trifft auf mich auch vollkommen zu!

    Das Hauptproblem sehe ich bei mir in meinen Grübelgedanken/negative Gedanken.. dass ich auf das reagiere, von dem ich denke, dass der andere es denkt. Und dann natürlich das Dauergefühl, dass mein wahres Ich total unakzeptabel ist und ich es niemand zeigen darf, weil man mich dann ja nur konsequenterweise komplett ablehnen kann.

    Dabei verstärken die sozialen Ängste und ADS (also sehe mich als Paradebeispiele für antriebslosen Hypo) sich gegenseitig. Denn da es gerade die Gedanken sind, die diese Ängste auslösen, kenne ich schon inzwischen einige Techniken, über diese Gedanken einzudämmen und in Griff zu bekommen. Aber dafür brauche ich dann immer Vorbereitungszeit... und muss auch gut drauf sein. Dann geht es auch..
    Und an der Stelle blockiert mich nun wieder mein ADS - weil ich alles auf den letzten Drücker machen muss, Sachen immer bis zur letzten Möglichkeit schiebe usw. komme ich immer wieder in angstbesetzte Situation ohne mich darauf mental vorbereiten zu können. Bin noch mehr in Stress, blockiere total usw.. und habe beim nächsten Mal noch mehr Angst.

    Zwar schief trotz meiner Antriebslosigkeit alle wichtigen Sachen (also wo es sofort eine negative Konsequenz gibt), aber alles andere wird bis zum Sankt Nimmerleinstag herausgeschoben. Darunter eben auch die Sachen, um meine Ängste loszuwerden wie eben sich regelmäßig mit Leuten treffen, vielleicht in eine Verein eintreten oder anderen Interessengruppen etc.. Ich habe mir da schon richtig ein Kampfplan überlegt, wie ich vorgehen könnte, dass ich vielleicht erstmal Kontakt zu anderen (mit meinem Interessen aufbaue), in der Form, wie es mir noch am leichtesten fällt und dann schrittweise die nächste Schwierigskeitsstufe anzupeilen).. aber ich mache nie was davon.. weil da tausend andere Dinge noch sind, die ich unbedingt machen muß..

    Übung hilft mir auch - also gerade bei nicht so stark angstbesetztem Situationen z.B. Bahnfahrt, nachbarn im Hausflur treffen und merke, wie es mir schadet, mehre Tage nicht die Wohnung zu verlassen, da komme ich mir dann wirklich wie ein Alien vor.


    Ansonsten hilft es mir am besten, diese Angst auslösenden Gedanken in Angriff zu nehmen (die vermutlich auch der Hauptgrund für meine Antreibslosigkeit sind).

    Was mir hilft, ist z.B.

    negative/angstauslösenden Gedanken (NG) erkennen/bewußt machen und Gegengedanken (GG) entwickeln


    NG : "jeder wird mich anstarren"
    GG : "die Leute haben was besseres zu tun, als Dich anzustarren", "wie stark beobachtest Du die Leute", "Wie oft bekommen leute nicht mit, dass jemand eine neue Frisur hat, also ist es überlicherweise so, dass man andere garnicht so genau wahrnimmt (ausser vielleicht, die sind auch so wie du angstbehaftet und beobachten deshalb alles ganz genau"

    NG : "Mein Makel xy werden für andere total schlimm sein "
    GG : "Wie bewerte ich Makel xy bei anderen, wie bewerten die Leute Makel xy bei anderen Leuten"


    stark übertriebene Steigerung der negativen Gedanken (bis zu etwas zu spaßiger Übertreibung)
    z.b wenn die Verkäuferin von mir einen schlechten Eindruck bekommt, dann passiert y, dann z .. und am Ende geht die Welt unter


    Hineindenken des anderen, mit dem ich gerade interagiere
    Wenn ich der andere wäre und zu mir würde jemand mit dem Verhalten kommen,für das ich meine, mich schämen zu müssen, wie schlimm wäre es für mich wirklich?


    Ich habe einmal eine Gruppentherapie gegen Soziale Ängste gemacht, da lernte ich auch das Prinzip mit Negativen Gedanken und Gegengedanken kennen (war allerdings nur ein Teil ihres Modell - da gibt es neben Gedanken auch solche Sachen wie körperliche Reaktionen, Erfahrungen usw.. die die Ängste auslösen können und wo man vielleicht auch andere Maßnahmen ergreifen muss)


    Dann eine andere Sache - so zusagen mein Kampfplan gegen soziale Ängste - sind dann erstmal Treffen in 'ungefährlichen' Bereichen verstärkt suchen. Die gibt es bei mir und das sind dann Selbsthilfegruppen und Forenstamtische - die letzteren sind dabei glaube wichtiger, weil man sich nicht mehr primär zum dem Problem trifft, während SHGs sich natürlich in erster Linie auf Probleme konzentrtieren und damit dann nicht einen Treffen mit Freunden/Bekannten entsprechen.

    Nun auf jeden Fall sind solche Treffen die Situationen, wo meine Bewertungsängste am niedrigsten sind.. wo ich am wenigsten das Gefühl habe, mich verstecken zu müssen.. (aber leider sind sie auch da nie ganz weg... hat mir auch schon mal den Besuch einer SHG verleidet, obwohl da mehr Leute mit meinen Interessen waren...)

  2. #22
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 89

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    Vielen Dank für eure ganzen tollen Beiträge!

    Erst dachte ich, es geht niemandem so, aber ihr sprecht wirklich genau das aus, was ich
    tagtäglich fühle!


    Ja, Fusel hat es wirklich sehr gut getroffen, weiß gar nicht, was ich alles zitieren soll,
    denn es trifft alles so gut auf mich und scheinbar auch auf andere, wie Rina Oka, zu!
    Könnte euch alle zitieren, aber hab einen so schlechten Überblick, ich werde mal schauen,
    was sich machen lässt ....

    Liebe Grüße
    von Chenoa

  3. #23
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 89

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    @Der Typ:
    'gleichgesinnte' klingt iwie lustig, manchmal glaube ich,
    ich bin von einem anderen planeten- irgendwie verstrahlt-
    und es gibt keinen da draußen, dem es genauso geht-

    - gedankenüberströmt in dieser kalten welt,
    umgeben von menschen die so anders sind, und denken sie seien normal - welch ironie
    das leben ist ironie pur! schmeckt halt nur nicht immer..
    Wow, klingt sehr poetisch! Aber du hast so recht!! Ich glaube ich habe mich schon
    mein ganzes Leben lang anders gefühlt und mich immer gefragt, was an mir "falsch"
    ist!? Doch dabei habe ich mich immer mehr zurück genommen, anstatt meine Art,( so
    wie ich eben bin zu vertreten und den Leuten zu zeigen, dass sie sich auch an mich
    anpassen können, dass sie sich auch mal in mich hineinversetzen können!
    Aber habe ich nur das Gefühl oder können das viele einfach nicht???

  4. #24
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 89

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    @ Fusel:

    Jetzt versuche ich doch mal, deinen Text auseinander zu nehmen! (Bitte nimm mir das nicht übel,
    dass mich das etwas überfordert!)

    Das heißt, das Zusammensein mit anderen Leuten kostet mich eher
    Kraft, als dass es mir welche zurück gibt, im Gegensatz zu Extrovertierten.

    Innerhalb meiner Familie und in meinem gewohnten Umfeld fühle ich mich sicher und
    wohl. Da habe ich das Gefühl, ich kann "so sein wie ich bin".

    Draußen ist alles fremd und potentiell bedrohlich.
    Draußen muss ich acht geben.
    Da bin ich hilflos und verwundbar, wie ein Fisch an Land.
    Wenn jemand merkt, wie unsicher ich bin, wendet er sich von mir ab.
    Daher muss ich aufpassen, dass ich mich nicht blamiere.
    Ich muss einen guten Eindruck machen.
    Ja!! Das sind die Gedanken und Gefühle, die in meinem Kopf herumspinnen! Und es stimmt, nur zuhause/
    bei meiner Familie fühle ich mich wirklich sicher! Kannst du dir es vorstellen? Meine Mutter ist
    meine beste Beraterin und meine Schwester ist wie eine beste Freundin für mich! Ich kann mich niemandem
    in der "fremden und bedrohlichen Welt" da draußen so gut anvertrauen...

    Ich will meine Eltern nicht belasten. Tue ich mal so, als würd
    es mir gut gehen.
    Ja, und das ist dann wieder der Grund, warum ich manchmal dann doch nicht mit meiner Familie über
    alles reden kann! Ich schlucke sehr viel runter...

    Irgendwann konnte ich mich damit anfreunden, die "Bösen" zu spielen, danach die "Hauptrolle"
    Man kann sich zwar sagen, das ist ja alles nur Fake, aber trotzdem kochen die selben Ängste
    hoch, wie im echten Leben. Ist schon krass Ist quasi sowas wie der Verkehrsübungsplatz,
    bevor man auf die Straße gelassen wird.
    Wow, das ist echt krass! Aber wenn ich so recht überlege... Rollenspiele, Diskussionen, Interviews
    usw. habe ich alles überhaupt nicht gemocht! Vor allem Referate! Würde ich mir mit solchen Sachen
    nicht immer so einen Stress machen und mich selbst so fertig machen, verliefen sie wahrscheinlich
    gar nicht so schlecht! Aber meistens will ich sie so schnell wie möglich hinter mich bringen...
    was meinen Stress natürlich noch verstärkt!

    Fazit nach 4 Wochen Ritalin/Medikinet: Besonders als Hypo geht einem mit MPH weniger
    Schwachsinn im Kopf herum. Ich habe sogar das Gefühl, dass ich mehr rede.
    (OK, auch ab und zu mal Selbstgespräche, hat sich aber zum Glück gelegt)

    In Gesprächssituationen dreht sich das Gedankenkarusell langsamer. Früher wurde ich
    oft abgehängt. Bin Antwortmöglichkeiten durchgegangen, habe mir Szenarien ausgemalt,
    dann darüber nachgedacht, was die anderen Denken, wenn ich so antworte, und als ich
    soweit war zu antworten, war der Rest schon längst bei einem anderen Thema.
    Ja, ich erhoffe mir insgeheim, dass ich mit einer ADS-Diagnose und Medikamenten auch
    soetwas erzielen kann... Klingt etwas selbstgefällig, oder...?

    Wie gesagt, wenn man solche unsicheren Persönlichkeitszüge hat, ist man nicht gleich
    ein Vollpsycho und total krank.
    Ehrlich gesagt... in letzter Zeit habe ich mich das schon öfter gefragt, also ob ich ein "Vollpsycho"
    bin! Aber grade muss ich darüber irgendwie lachen!


    Danke für deinen Beitrag!
    lg Chenoa

  5. #25
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 596

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    ich kenne das auch sehr gut....ich schaue auch sehr oft auf den boden, aber weil ich angst habe, wenn ich dem in die augen schaue, dann spricht der mich womöglich noch an.....und wenn das nämlich passiert...ich sage nur "ich habe eine wassermelone getragen"....

    habe schon öfter gesagt bekommen, das ich den "sprich-mich-nicht-an-blick" hätte oder andere nannten es arogant.

    ich mache mir vorher schon halber in die hose, wenn ich ein wichtiges gespräch führen muss bzw. zittere noch mehr....noch mehr innere unruhe, was dann auch oft dazu führt, wenn ich das gespräch dann führe, das ich mich an den eigenen worten verschlucke. am liebsten würde ich kneifen bzw. was ich auch gerne in manchen situationen mache....dann schluck ich lieber, als jemanden z.b. meine meinung zu sagen.

    leute ansprechen kann ich gar nicht....höchstens ich habe ein besonders guten tag und das kommt selten vor....oder ich bin betrunken.

    habe auch öfter das gefühl, alle schauen auf mich oder wenn jemand lacht, ohje, die lästern über mich, die lachen mich aus.....schlimm.

    wenn mein partner sagt....wir müssen reden....da bekomme ich immer einen klos im hals und angst.....angst, das auch er jetzt endlich die schnauze voll von mir hat, das ich es auch bei ihm nun geschafft habe, ihn zu vertreiben. ich habe schon so viele menschen in meinem leben verloren.

    auch ich, habe mich viel zurückgezogen und bin oft nicht unter leute, hatte angst vor nähe, angst wenn sie mich näher kennenlernen, dann mögen sie mich nicht mehr, dann verliere ich sie ja eh. hatte mal ne zeitlang nur freunde, die nicht näher als 100 km von mir entfernt wohnten, so hat man sich nicht so oft sehen können, da konnte ich sie nicht nerven.

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    Hi,
    Ich würde gerne wissen: Plagen euch auch solche Ängste, zum Beispiel, dass ihr euch
    ganz viele Gedanken macht, was Menschen von euch halten, ob ihr das Richtige im
    Gespräch sagt oder ob euch jemand in eurem Alltag wirklich vesteht?
    Ja das ist obwohl mich mir wünschte es wäre nicht so ein großes problem für mich,es ist mir extrem wichtig was andere von mir denken,wie andere über mich reden wie sie mich wahrnehmen u.s.w
    Ich zweifel auch oft an meinen aussagen ob sie nur richtig waren bzw. richtig formuliert ,ob ich meim gegenüber auch verständlich mache konnte was ich wollte,wie ich das meine .

    Ich weis das viele mich nicht verstehen ,weil ich zu kompliziert denke ,rede und handel ...daher muss ich mich oft erklären obwohl ich da keine lust drauf hab .
    Mir wurd mal gesagt ,das wenn man sich mit mir unterhält kann es bei vielen themen passieren das mein gegenüber müde wird und sein kopf dampft ,weil es sehr ansträngend sei mir zu folgen .

    Ich habe vor gesprächen angst(aufgeregt) ,in den ich unsicher bin warum auch immer ,eigentlich kann man mir nichts das weis ich auch, was wollen die denn machen aber trotzdem ist das gefühl da, diese unruhe es brodelt in mir.
    Wenn ich offensiv in ein auch unangenehmes gespräch gehe ,trete ich sehr selbstsicher auf in einer aggresive und arrogantwirkenden art und weise.

    Ich muss die kontrolle über die ganze situation haben ,gesprächthema,gesprächspart ner und gesprächsumgebung .

    Ja definitiv. Früher war das nicht so,da war mir das egal.Durch Rückmeldungen jeder Art hab ich mich dann irgendwann langsam verändert.
    @insideout
    Ja früher war es bei mir auch nicht ...ganz das gegenteil mir war alles egal ,mir konnte keiner was ..ICH BINS
    Dann irgendwann schlug das um und das schlagartig und ich weis nicht warum .

    Wenn du fremden Menschen in der Fussgaengerzone in die Augen schaust, reagieren die dann nicht irritiert, weil sie denken, sie muessten dich irgendwoher kennen?
    @trine
    Ich schau jedem in die augen grade auf der straße ,das ist meine art damit umzugehn ich schaue sie solang an bis sie wegschauen ,was mir ein sicheres gefühl gibt da mein gegenüber schwäche zeigte ....ich weis hört sich blöd an ...aber der zweg heiligt die mittel

    Es gitb aber auch wirklich situationen und personen den ich nicht in die augen schauen kann ,meist sind das leute auf die ich hass habe ,die ich nicht mag,die mich agressiv machen.So genau weis ich nicht was,wann,wie und warum es mir unmöglich macht diesen menschen in die augen zuschauen ,ich denke ich schotte die innerlich ab und will sie nicht in mich bzw. an mich ranlassen daher verweigere ich den blickkontakt.

    habe schon öfter gesagt bekommen, das ich den "sprich-mich-nicht-an-blick" hätte oder andere nannten es arogant.
    @stöpsel
    Ja das kenne ich sagt man mir auch immer wieder ich schau so agressiv ,das man nicht weis ob man mich ansprechen soll
    Man sagte mir auch das allein mein blick schon andere menschen einschüchtert und verängstigt mir selbst ist das nicht bewusst und wenn man dann mit mir redet merkt man dann auch ....hey der ist ja richtig netter kerl
    Nur soweit komme viele ganricht erst

    LG

  7. #27
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 89

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    Hallo Zyrius!

    Das finde ich interessant, du denkst sehr ähnlich wie ich!
    Ich schau jedem in die augen grade auf der straße ,das ist meine art damit umzugehn
    Vor allem weil du sagst dass du Menschen auch direkt in die Augen schaust! Bei mir weiß ich nur nicht den
    genauen Grund. Ob ich will dass die anderen wegschauen... ? ..ich weiß nicht... Ich glaube es ist einfach ein
    grundlegendes Interesse an den Menschen, und ich bin halt einfach besser im Blickkontakt aufnehmen
    als im Gespräche anfangen! Aber es ist schon so eine Art Übung fürs Selbstbewusstsein, könnt ich
    mir vorstellen... Bei manchen Menschen traut man sich nicht, sie anzuschauen, z.B. wenn man sie nicht
    einschätzen kann oder wenn man sich schuldig fühlt... da schaut man zum Schutz weg.. Aber wenn
    es nur Menschen auf der Straße sind kann da ja nicht viel passieren!
    Im direkten Kontakt bin ich dagegen wieder sehr unsicher, mache mir auch alle diese Gedanken:
    Ich zweifel auch oft an meinen aussagen ob sie nur richtig waren bzw. richtig formuliert ,ob ich
    meim gegenüber auch verständlich mache konnte was ich wollte,wie ich das meine .
    Und auch das 'sich kompliziert ausdrücken' kommt mir auch sehr bekannt vor!! XD Da ich merke dass
    der andere mich nicht gleich versteht werd ich wieder unsicher und frage mich ob ich ihn nicht eher
    mit meinem Gestammel langweile.. Mein Gegenüber fragt dann voll oft nach und es nervt mich schon auch,
    mich immer erklären zu müssen....

    lg, Chenoa

  8. #28
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 236

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    Ein sehr interessantes Thema!

    Vor etwa 3 Jahren habe ich bemerkt, dass ich soziale Ängste habe - vorher wusste ich nicht, dass es so etwas gibt. Ich hatte damals im Internet darüber gelesen, dass man sich mit den Situationen konfrontrieren soll, mehr nicht. Damals hatte ich es nur sehr selten geschafft, mich zu konfrontrieren.

    Später habe ich über das WARUM der Ängste nachgedacht und gelesen und welche Überzeugungen die Ängste fördern. Ich habe meine Vergangenheit analysiert. Die Bereiche, bei denen ich Ängste habe, decken sich mit den Bereichen, bei denen es in meiner Vergangenheit Probleme gab.
    Das, was ich jetzt schreiben werde, klingt nach Jammern, aber es ist für mich wichtig, um die Situationen zu entschärfen: Ich wurde dazu erzogen, die Meinung anderer als wichtig zu empfinden. Mir wurde früher häufig ein schlechtes Gewissen gemacht (habe ich damals alles geglaubt) - also brauche ich jetzt nicht so schnell ein schlechtes Gewissen zu haben. Wenn ich etwas gemacht hatte, haben andere das, was falsch war hervorgehoben und das was richtig war gar nicht gesehen und nicht beachtet, welche Mühe ich mir gegeben hatte. Meine Meinung wurde untergraben. So habe ich geschlussfolgert, dass mich andere prinzipiell überfordern und ich mich nicht wehren kann - und das muss jetzt nicht so sein, andere Leute müssen zwangsläufig nicht so sein!
    Ich wurde eine Zeit lang in der Schule gehänselt. Meine Bezugspersonen haben häufig über andere gelästert und intolerant über andere geurteilt. Häufig wurden dabei Leute für dumm abgestempelt. Ich habe damals mitgelästert , wofür ich mich schäme. Daher habe ich am meisten Probleme damit, dass ich denke, dass andere mich als dumm und inkompetent verurteilen und mich bei Bewerbungssituationen ablehnen.


    Ich konnte die Ängste in ein paar Bereichen schon reduzieren: In Bezug auf fremde Menschen oder Personen, die eher wenig mit mir zu tun haben, habe ich Fortschritte gemacht:
    Ich habe mir bewusst gemacht, was mir im Leben wichtig ist und dass dies von den Situationen mit fremden und Menschen, die nicht mit mir zusammen arbeiten, nicht abhängig ist. Am Anfang stand ich häufig vor Handlungsblockaden, die aber geringer geworden sind.
    Gerade im privaten Bereich konnte ich die Ängste schon reduzieren. Allerdings gab es die Ängste, auf der Straße oder in Verkehrsmitteln von anderen angestarrt zu werden bei mir gar nicht.
    Pausengespräche auf Arbeit sind jetzt für mich eine lustige Runde und ich bin nicht mehr beunruhigt darüber, dass ich fast nichts sage bzw. nicht mithalten kann.

    Am meisten Probleme habe ich beruflich: vor den Leuten, mit denen ich zusammenarbeite und besonders vor denjenigen die über mir stehen. Ich habe Angst davor, dass sie mich überfordern und nicht sehen, dass ich schon am Limit bin, bzw. mich ungerecht behandeln. Ich bewerte Fragen oder Aussagen von den Leuten als Angriff gegen mich und habe Angst davor, dass andere das Negative an meinen Handlungen herauspicken und ausschlachten (hat sich aber schon verbessert). Ich bin häufiger zurückgezogen als agressiv. Für mich ist es wichtig zu erkennen, dass ein Einwand nicht nur gegen meine Arbeit gehen muss, sondern auch förderlich sein kann. Ich habe hin und wieder damit zu kämpfen, meine Fehler zu gestehen oder Fragen zu stellen (Befürchtung als dumm abgestempelt zu werden). Manchmal habe ich aus Angst schon unbewusst kleine Lügen ausgesprochen, die sofort bestraft wurden. Auch habe ich Angst vor der Frage "Was haben Sie denn die ganze Zeit gemacht?", die ich manchmal tatsächlich hören musste.
    In der Uni habe ich es in den Übungsgruppen immer noch vermieden, dem Übungsleiter Fragen zu stellen, besonders wenn die anderen Studenten schon viel weiter waren als ich (obwohl ich wusste, dass er mir nichts tun kann.)
    Eine Erkenntnis ist für mich besonders wichtig: ich habe in Deutschland auch zu Trinken, Essen, ein Dach über dem Kopf, wenn ich keine Arbeit habe.

    Weiterhin hat mir geholfen, andere zu beobachten.Ich konnte andere dabei beobachten, wie sie zugegeben haben dass sie etwas falsch gemacht haben, etwas nicht konnten, nicht wussten, versäumt hatten und wie die andere Seite darauf reagiert hat. Zumindest hat es mir geholfen, wenn die Situation für denjenigen, der in meinen Augen etwas Mutiges getan hat, gut ausgegangen ist.

    Wichtig finde ich auch, die Situation nach einer Konfrontation revue passieren zu lassen: Ist die Befürchtung eingetreten? Für mich ist es wichtig, den Gedanken "andere wollen mich angreifen, schickanieren, fertig machen, überfordern..." auszublenden, sondern die Situation sachlich zu sehen.
    Feedback von anderen kann die Ängste u.a. auch entschärfen. Leider ist es häufig nicht möglich daran zu gelangen. - Ich finde es sehr schwierig damit umzugehen, wenn das Feedback negativer ist, als man gedacht hat und das konnte ich schon hin- und wieder erleben.


    Esgibt Situationen, bei denen das ADS bei mir mit im Spiel ist:
    - Wenn es um das Folgen von Erklärungen in Gesprächen geht: Dann habe ich die Befürchtung, dass mich andere für inkompet, dumm oder zu ruhig halten. Wenn ich den Faden schon etwas länger verloren habe, habe ich Angst nachzufragen und auffliegen zu lassen, dass ich das gesamte Gespräch nicht erfassen konnte (bzw. in den Augen der anderen nicht verstanden habe). Wenn ich nachgefragt habe, kam häufig etwas angenervt zurück: "Aber das habe ich Ihnen doch gerade erklärt!" Durch Feedback habe ich erfahren, dass man mich ein Mal bei ersten Gesprächen tatsächlich für merkwürdig und inkompetent gehalten hat - aber ich konnte später durch andere Arbeit die Meinung dieser Leute ändern.
    - Dann wären noch die Diskussionsrunden, bei denen mir die Argumente erst nach dem Gespräch einfallen und ich mich wunderschön über den Tisch ziehen lasse.
    - Und dann noch die berühmte Langsamkeit, wobei ich nicht weiß, inwiefern die eigentlich besteht.
    Aber jeder hat eine andere Ausprägung der Störung und somit andere Probleme.
    Geändert von verpeilt. ( 9.02.2013 um 22:54 Uhr) Grund: Absatz

  9. #29
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 89

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    Hallo verpeilt!

    Danke für deine ausführliche und hilfreiche Beschreibung!!
    Dazu fällt mir einiges von mir ein!
    Pausengespräche auf Arbeit sind jetzt für mich eine lustige Runde und ich bin nicht mehr beunruhigt darüber, dass ich fast nichts sage bzw. nicht mithalten kann.
    ...
    Das ist im Moment mein größtes Problem! Seit etwa einem halben Jahr bin ich in der Ausbildung und habe eine feste Klassengemeinschaft... Alles, was wir an Aufträgen bekommen, macht mir Spaß, die Gruppenarbeiten mache ich gerne mit, bei praktischen Arbeiten unterhalte ich mich auch gerne mit meinen Klassenkameraden... Das alles ist nicht unbedingt ein Problem! Aber sobald es darum geht, nichts zu tun zu haben und einfach mal smalltalk zu führen, bin ich total blockiert. Mir graut es immer vor den Zwischenpausen, wo ich ohne Grund auf die anderen im Raum zugehen soll und drauf los reden soll! Das geht nicht! Reden ohne Grund, einfach "labern" und nichts dabei tun, das kann ich einfach nicht... Dieser Schritt hin jemanden anzusprechen, ohne ein wichtiges Thema zu behandeln ist für mich riesig und ich muss mich jedesmal neu überwinden. Dabei fühlt sich das gar nicht mehr nach Angst an, eher nach dem Motto: "Ich will nicht... Wieso sollte ich... Das macht keinen Spaß... Was für einen Sinn soll das denn überhaupt haben?..." Ich glaube das steckt so tief in mir drin dass ich gar nicht mehr weiß, warum ich überhaupt so ein Theater mache! (Einfach eine riesige Blockade, würde ich sagen...Meistens stehe ich dann auf und laufe alleine irgendwo rum, um diesen Konflikt zu vermeiden!)
    Zu deinem Zitat: Ich wünsche mir, dass ich das irgendwann auch so sagen kann!

    Ich bin häufiger zurückgezogen als agressiv
    Das ist bei mir (leider) auch der Fall! Ich wirke immer sehr ruhig und gefasst, die Leute kennen mich meist gar nicht wütend! Vielleicht bin ich
    dadurch "pflegeleicht", aber leider schätzen die Menschen um mich herum meine Gefühle dann oft falsch ein, ich muss schon seehr wenig
    sagen dass jemandem überhaupt auffällt, wenn es mir nicht so gut geht. Mein Gesichtsausdruck ist wohl auch fast immer gleich!
    Dazu kommt auch dass ich meine Meinung nicht so gut vertreten kann und oft die Dinge runterschlucke, anstatt sie auszusprechen!

    Feedback von anderen kann die Ängste u.a. auch entschärfen. Leider ist es häufig nicht möglich daran zu gelangen. - Ich finde es sehr schwierig damit umzugehen, wenn das Feedback negativer ist, als man gedacht hat und das konnte ich schon hin- und wieder erleben.
    Ja, das ist wichtig! Aber wenn man selbst wenig Kritik äußert ist es wirklich schwer, von anderen trotzdem eine offene Rückmeldung zu bekommen! Bevor die Ängste entschärft werden können, stehen andere Ängste davor, die es gar nicht erst ermöglichen...
    Was rede ich da, ich verhederre mich gerade selbst...

    ...

    Sag mir, wenn ich dich zu sehr volljammere! Ich finde deine Erlebnisse aus deiner Sicht sehr interessant, also keinen Grund zur Sorge, dass
    du vielleicht zu viel jammerst!

    Zuletzt noch: ...
    Wenn es um das Folgen von Erklärungen in Gesprächen geht: Dann habe ich die Befürchtung, dass mich andere für inkompet, dumm oder zu ruhig halten
    Vielleicht kommen diese Ängste auch daher!! Diese Angst davor, dumm zu sein, nicht genug zu sagen, kommt vielleicht daher, dass manche Leute das einen tatsächlich schon spüren lassen haben! Wenn man als ADHSler in Gesprächen schnell abschaltet oder einem nicht schnell genug eine Antwort einfällt, wird man eventuell manchmal schon als doof hingestellt... Es ist die Frage ob das immer Einbildung ist... Als ADHSler ist man auch immer "irgendwie anders" gewesen, ich denke, man spürt das im Laufe des Lebens oft und die Leute zeigen es einem auch irgendwie! Dadurch entwickeln sich sicherlich Ängste..

    So, jetzt muss ich mal Schluss machen!!
    Ich gehöre übrigens auch zu denen mit der Ausprägung "Langsamkeit"!

    Liebe Grüße,
    Chenoa

  10. #30
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 236

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    Chenoa schreibt:
    Hallo verpeilt!

    Danke für deine ausführliche und hilfreiche Beschreibung!!
    Dazu fällt mir einiges von mir ein!

    ...
    Das ist im Moment mein größtes Problem! Seit etwa einem halben Jahr bin ich in der Ausbildung und habe eine feste Klassengemeinschaft... Alles, was wir an Aufträgen bekommen, macht mir Spaß, die Gruppenarbeiten mache ich gerne mit, bei praktischen Arbeiten unterhalte ich mich auch gerne mit meinen Klassenkameraden... Das alles ist nicht unbedingt ein Problem! Aber sobald es darum geht, nichts zu tun zu haben und einfach mal smalltalk zu führen, bin ich total blockiert. Mir graut es immer vor den Zwischenpausen, wo ich ohne Grund auf die anderen im Raum zugehen soll und drauf los reden soll! Das geht nicht! Reden ohne Grund, einfach "labern" und nichts dabei tun, das kann ich einfach nicht... Dieser Schritt hin jemanden anzusprechen, ohne ein wichtiges Thema zu behandeln ist für mich riesig und ich muss mich jedesmal neu überwinden. Dabei fühlt sich das gar nicht mehr nach Angst an, eher nach dem Motto: "Ich will nicht... Wieso sollte ich... Das macht keinen Spaß... Was für einen Sinn soll das denn überhaupt haben?..." Ich glaube das steckt so tief in mir drin dass ich gar nicht mehr weiß, warum ich überhaupt so ein Theater mache! (Einfach eine riesige Blockade, würde ich sagen...Meistens stehe ich dann auf und laufe alleine irgendwo rum, um diesen Konflikt zu vermeiden!)
    Zu deinem Zitat: Ich wünsche mir, dass ich das irgendwann auch so sagen kann!
    Zum Thema Pausengespräche: Früher habe ich mich selbst unter Druck gesetzt nach dem Motto: "Du musst mehr reden, unbedingt was sagen, sonst halten dich die anderen für dumm oder merkwürdig."
    Es hat mir geholfen, dass ich mir keine Gedanken mehr darüber gemacht habe. "Wenn ich nichts sage, ist das egal." Ein Weg dazu war, dass mir klar geworden ist, dass die Kollegen mich nicht rausschmeißen dürfen bzw. die Klassenkameraden die Prüfungen nicht bewerten. Einfach den Gesprächen zuhören oder träumen (z.B. wenn man das nicht steuern kann ). Ich habe festgestellt, dass ich mit dieser Einstellung sogar mehr geredet habe, weil ich lockerer war. Es war weniger Smalltalk, eher Einwürfe, die mir bei laufenden Gesprächen eingefallen sind.

    Chenoa schreibt:
    Das ist bei mir (leider) auch der Fall! Ich wirke immer sehr ruhig und gefasst, die Leute kennen mich meist gar nicht wütend! Vielleicht bin ich
    dadurch "pflegeleicht", aber leider schätzen die Menschen um mich herum meine Gefühle dann oft falsch ein, ich muss schon seehr wenig
    sagen dass jemandem überhaupt auffällt, wenn es mir nicht so gut geht. Mein Gesichtsausdruck ist wohl auch fast immer gleich!
    Dazu kommt auch dass ich meine Meinung nicht so gut vertreten kann und oft die Dinge runterschlucke, anstatt sie auszusprechen!
    Ich habe darüber noch einmal nachgedacht: ich glaube, mir merkt man das an - und das beeinflusst andere dann negativ. Ich greife niemanden direkt an, aber ich fühle mich angegriffen. Manchmal rechtfertige ich mich für etwas, wofür ich mich gar nicht rechtfertigen muss und verleihe dem Gegenüber somit den Eindruck, dass ich Unsinn, etwas Schlechtes... gemacht habe. Ich rechtfertige mich, weil ich denke, dass mein Gegenüber zu streng mit mir ist (mich überfordert) oder ich glaube, dass ich im Unrecht bin.
    Ich denke, das heißt "erfüllte Prophezeiung". Ich denke aber, es beeinflusst andere nicht immer so negativ, denn manche kommen dahinter oder beurteilen etwas objektiv oder sehen meine Reaktion als Pflichtbewusstsein und Gewissenhaftigkeit bis hin zum Perfektionismus an.

    Chenoa schreibt:
    Ja, das ist wichtig! Aber wenn man selbst wenig Kritik äußert ist es wirklich schwer, von anderen trotzdem eine offene Rückmeldung zu bekommen! Bevor die Ängste entschärft werden können, stehen andere Ängste davor, die es gar nicht erst ermöglichen...
    Was rede ich da, ich verhederre mich gerade selbst...

    ...

    Sag mir, wenn ich dich zu sehr volljammere! Ich finde deine Erlebnisse aus deiner Sicht sehr interessant, also keinen Grund zur Sorge, dass
    du vielleicht zu viel jammerst!

    Zuletzt noch: ...

    Vielleicht kommen diese Ängste auch daher!! Diese Angst davor, dumm zu sein, nicht genug zu sagen, kommt vielleicht daher, dass manche Leute das einen tatsächlich schon spüren lassen haben! Wenn man als ADHSler in Gesprächen schnell abschaltet oder einem nicht schnell genug eine Antwort einfällt, wird man eventuell manchmal schon als doof hingestellt... Es ist die Frage ob das immer Einbildung ist... Als ADHSler ist man auch immer "irgendwie anders" gewesen, ich denke, man spürt das im Laufe des Lebens oft und die Leute zeigen es einem auch irgendwie! Dadurch entwickeln sich sicherlich Ängste..

    So, jetzt muss ich mal Schluss machen!!
    Ich gehöre übrigens auch zu denen mit der Ausprägung "Langsamkeit"!

    Liebe Grüße,
    Chenoa
    Ich kämpfe mal mehr mal weniger mit der Angst, für dumm gehalten zu werden, wenn ich bei Gesprächen nicht mitkomme - es ist hauptsächlich auf der beruflichen Ebene. Dann kommt das nächste Problem: ich müsste eigentlich etwas Grundlegendes nachfragen, wobei dann auffliegt, dass ich das Ganze nicht mitbekommen oder kapiert habe.
    Ich hatte mal eine Therapie gemacht, wobei ich das angesprochen habe. Der Therapeut hat mir empfohlen, den entsprechenden Personen auf Arbeit zu sagen, dass ich nicht immer alles mitbekomme. Bisher habe ich das noch nicht geschafft (aus Angst).
    Dennoch konnte ich die Erfahrung machen, dass ich nicht in allen Gesprächen abschmiere. Besonders wenn es um etwas geht, bei dem ich vor dem Gespräch nachgedacht habe oder ich etwas, was ich bisher getan habe, bespreche, stürze ich nur selten ab.
    Bei dem Feedback, was ich sammeln konnte, wurde ich bei Arbeiten, die sich nicht nur aus unmittelbaren Gesprächen ergaben, sondern mit längerfristiger Arbeit zu tun hatten, gar nicht so negativ eingeschätzt.
    Einmal war ich in einem ersten Gespräch richtig abgesoffen, hatte aber mit dem Menschen später noch einmal zu tun. Er war erstaunt darüber, dass ich nun doch zurecht gekommen bin und er hatte indirekt geäußert, dass er mich nach dem ersten Gespräch für schwach eingeschätzt hatte.

    Ich denke, wir AD(H)Sler wirken merkwürdig, weil wir bei manchen Teilgebieten richtig schlecht sein können, aber anderes dafür besonders gut können und unsere Motivation stärker schwankt.

    Ich glaube, dass anderen durchaus unsere Stärken auffallen können.
    Ein Hypo kann beispielsweise sehr komplex denken oder es kann anderen unsere Kreativität auffallen.

Ähnliche Themen

  1. In gesprächen gedanklich "springen"
    Von DerTyp im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 23
    Letzter Beitrag: 18.11.2012, 21:06
  2. immer überdreht bei Gesprächen
    Von Chaoswomen im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 7.11.2010, 19:18
  3. Ursachen für Jobverlust - Lösungen?
    Von XPFchaot im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 13.06.2010, 20:18
  4. Methylphenidat und Ängste
    Von lyra im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 3.12.2009, 21:43

Stichworte

Thema: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum