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Diskutiere im Thema Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 523

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    Chenoa schreibt:
    Plagen euch auch solche Ängste, zum Beispiel, dass ihr euch
    ganz viele Gedanken macht, was Menschen von euch halten,
    japp, das ist mir total wichtig- auch wenn es meistens idioten sind...
    die worte von denen bleiben ein lebenlang in meinem gehirn 'haften'..
    zum glück vergisst man mit der zeit.. danke vergesslichkeit!
    Chenoa schreibt:
    ob ihr das Richtige im Gespräch sagt
    yesh, meistens hab ich das gefühl, nur nonsens von mir zu geben.
    und andere zu nerven, zb meine schwester, am telefon, falls sie mich mal anruft
    ob das wirklich so ist.. kann ich nicht beurteilen.
    Chenoa schreibt:
    ob euch jemand in eurem Alltag wirklich vesteht
    ja! ich glaube mich versteht keiner in meinem 'alltag'- außer gleichgesinnte..
    'gleichgesinnte' klingt iwie lustig, manchmal glaube ich,
    ich bin von einem anderen planeten- irgendwie verstrahlt-
    und es gibt keinen da draußen, dem es genauso geht-

    - gedankenüberströmt in dieser kalten welt,
    umgeben von menschen die so anders sind, und denken sie seien normal - welch ironie
    das leben ist ironie pur! schmeckt halt nur nicht immer..


    Chenoa schreibt:
    Gibt es welche von euch, die solche Ängste schon durch Therapien oder Selbstversuche wirklich
    bekämpfen konnten?
    mh weiß nicht, ich 'therapier mich selbst', schreibe texte- schreib mir alles von der seele-
    ich vertrau diesen menschen nicht so sehr-- nicht mal meiner familie,
    was eigentlich sehr traurig ist. ob es hilft- keine ahnung, weiß ich auch nicht.
    aber denke schon.

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 50

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    Chenoa schreibt:
    Ich würde gerne wissen: Plagen euch auch solche Ängste, zum Beispiel, dass ihr euch
    ganz viele Gedanken macht, was Menschen von euch halten, ob ihr das Richtige im
    Gespräch sagt oder ob euch jemand in eurem Alltag wirklich vesteht?
    Oh ja. das da oben bin ich Oder war ich zumindest, bevor es richtig bergab
    ging und ich jahrelang nicht mehr vor die Tür bin. Ich war schon immer schüchtern
    und introvertiert. Das heißt, das Zusammensein mit anderen Leuten kostet mich eher
    Kraft, als dass es mir welche zurück gibt, im Gegensatz zu Extrovertierten.

    Innerhalb meiner Familie und in meinem gewohnten Umfeld fühle ich mich sicher und
    wohl. Da habe ich das Gefühl, ich kann "so sein wie ich bin".

    Draußen ist alles fremd und potentiell bedrohlich.
    Draußen muss ich acht geben.
    Da bin ich hilflos und verwundbar, wie ein Fisch an Land.
    Wenn jemand merkt, wie unsicher ich bin, wendet er sich von mir ab.
    Daher muss ich aufpassen, dass ich mich nicht blamiere.
    Ich muss einen guten Eindruck machen.


    Dieses Verhaltensmuster ist nunmal ein Teil deiner Persönlichkeit, der mal stärker
    zum Vorschein kommt, oder in den Hintergrund tritt. Aber er geht nie weg.

    Blick zu Boden, "alle starren mich an", "was sage ich jetzt am besten..." etc., diese
    Phasen hatte ich auch mehr oder weniger stark. Je wohler ich mich in der Umgebung
    gefühlt habe, desto geringer wurden diese Verhaltensweisen. In der Uni, mit sehr
    vielen Gleichgesinnten und Freunden um mich herum bin ich sehr aufgeblüht.
    Der Umgang mit Menschen wurde selbstverständlich.

    Mit der Zeit wurden mir völlig Fremde egal, (z.B. Fußgängerzone) Gespräche mit Fremden
    gingen leicht von der Hand. Trotzdem würde ich nicht behaupten, dass in der Zeit dieser
    vermeidende und unsichere Teil meiner Persönlichkeit verschwunden sind. Die negativen
    Teile davon wurden mit steigender Selbstsicherheit und Selbstwert
    lediglich in den Hintergrund gedrängt.


    Chenoa schreibt:
    Gibt es welche von euchvon euch, die solche Ängste schon durch Therapien oder Selbstversuche wirklich
    bekämpfen konnten? Oder dass durch eine Diagnose von ADHS und durch Medikamente
    oder Therapie euer Alltag mit den Menschen um euch herum einfacher geworden ist?
    Ratgeber für Selbstsicheres Auftreten à la "Wie werde ich beliebt", "Charisma in a Nutshell"
    "Selbstbewusstsein, das 14 Tage Training" habe ich schon seit der Pubertät gelesen.
    Neben "Simplify your Life" oder "Zeitmanagment für Chaoten" natürlich

    Hat es geholfen? Nö. Habe mir nur noch mehr Gedanken beim Umgang mit Menschen gemacht.

    Als ich depressiv wurde, waren die sozialen Ängste schlagartig wieder da.
    Was noch gemeiner und perfider war: Ich hatte die Ängste diesmal vor meinen Freunden
    und meiner Familie.

    Hauptsache niemand findet heraus, wie schlecht es mir geht.
    Uni.. nachher laufe ich denen über den Weg.
    Ich geh nicht ans Telefon. Was soll ich denen sagen.
    E-Mail? Nee. Erst wenn es mir besser geht.
    Ich will meine Eltern nicht belasten. Tue ich mal so, als würd
    es mir gut gehen.
    Was ist, wenn mir draußen jemand über den Weg läuft?
    Am besten ich bleibe zu Hause...


    Tjo.. Ende vom Lied, Klapse, Diagnose:
    Depression, Soziale Phobien,
    evtl. Selbstunsicher-Vermeidende-Persönlichkeitsstörung
    ADS (ohne H)

    Natürllich musste Depression und der ganze Rattenschwanz an Problemen primär therapiert
    werden. Ich geh zwar vor die Tür und kann wieder normal mit meinen Lieben umgehen,
    aber eine gewisse "Restangst" bleibt trotzdem. Die muss ich lernen in den Griff zu bekommen.

    Therapie
    Am besten hat mir die Gruppentherapie mit den Rollenspielen geholfen, in denen
    problematische Situationen durchgespielt werden. Am Anfang hatte ich schon Stress,
    wenn ich nur in der Gruppe gesessen und mir die Texte zu den Spielsituationen durchgelesen
    habe, z.B.
    Jemand sitzt in der Bahn auf deinem reservierten Sitzplatz. Fordere ihn ein.
    2 Minuten Vortrag halten, der Rest der Gruppe spielt die Zuhörer und tut gelangweilt.

    Dazu gibt es "Regieanweisungen" wie, in die Augen sehen,
    Rückfragen stellen um Gedanken zu ordnen etc. und danach Rückmeldung
    zum Inhalt, Körpersprache etc. Manchmal auch mit Videoaufzeichnung.

    Irgendwann konnte ich mich damit anfreunden, die "Bösen" zu spielen, danach die "Hauptrolle"
    Man kann sich zwar sagen, das ist ja alles nur Fake, aber trotzdem kochen die selben Ängste
    hoch, wie im echten Leben. Ist schon krass Ist quasi sowas wie der Verkehrsübungsplatz,
    bevor man auf die Straße gelassen wird.

    Das selbe war mit meiner Verpeiltheit. Depressionen waren schon so gut wie weg,
    aber ich war trotzdem noch das Chaos in Person. Vor allem bin ich öfters in den
    Gruppenübungen weggedöst.

    Was ansonsten noch geholfen hat, war Psychoedukation, also Gruppenstunden, in denen
    Hintergrundwissen über Depressionen oder Persönlichkeits-Stile (bzw. Störungen)
    vermittelt wurde + Verhaltenstherapeutische Ansätze und Übungen.

    MPH und sozialer Umgang
    Fazit nach 4 Wochen Ritalin/Medikinet: Besonders als Hypo geht einem mit MPH weniger
    Schwachsinn im Kopf herum. Ich habe sogar das Gefühl, dass ich mehr rede.
    (OK, auch ab und zu mal Selbstgespräche, hat sich aber zum Glück gelegt)

    In Gesprächssituationen dreht sich das Gedankenkarusell langsamer. Früher wurde ich
    oft abgehängt. Bin Antwortmöglichkeiten durchgegangen, habe mir Szenarien ausgemalt,
    dann darüber nachgedacht, was die anderen Denken, wenn ich so antworte, und als ich
    soweit war zu antworten, war der Rest schon längst bei einem anderen Thema.

    Der Vorteil: Ich denke mit MPH schnörkelloser. Natürlich habe ich noch Selbstzweifel, aber diese
    haben in Gesprächen irgendwie weniger Raum, weil mein Kopf insgesammt ein wenig
    "leerer" wird und ich mich mehr auf das Gespräch an sich und mein Gegenüber konzentrieren kann.
    Ich nehme an Gesprächen aktiver teil und trage auch mehr zum Inhalt bei.

    Der Nachteil: ich denke mit MPH schnörkelloser. Das heißt, die Selbstzweifel und stressige
    Gedanken, die sonst immer in meinem ADS Hintergrundrauschen untergegangen sind, springen
    einen in ruhigen Minuten schonungslos an. Hab noch nie so oft geheult wie die letzten Wochen.

    Fazit: Wenn ich so an meine Selbstdiagnose- und Therapieversuche zurückdenke und das
    hier mit den Therapien in der Klinik vergleiche, komme ich mir im nachhinein echt blöd und
    stümperhaft vor. So in etwa, als würde man versuchen den Rohrbruch mit Tesa und
    Büroklammern zu flicken, statt gleich den Fachmann zu holen

    Wie gesagt, wenn man solche unsicheren Persönlichkeitszüge hat, ist man nicht gleich
    ein Vollpsycho und total krank. Man ist nur anfälliger für gewisse psychische Störungen wie
    z.B. Phobien. Anders ist es, wenn diese Anteile anfangen sich stark negativ auf dein
    Leben auszuwirken. Dann sollte man los, und nicht erst auf den Rohrbruch warten

    PS: Diese lange Wall-o-Text wurde Ihnen präsentiert von: Medikinet

  3. #13
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 138

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    Hallo l1nch3n

    Das mit den Telefongesprächen kommt mir enorm bekannt vor. Früher hatte ich immer extrem viel Angst wenn ich in einer Firma wegen irgendwas anrufen musste. Ganz schlimm war es beim Bewerben.
    Aber dann musste ich bei meinem ersten Stelle ziemlich oft telefonieren. Und plötzlich war die Angst wie weggeblasen. Das Einzige was ich immer noch vergebe ist, dass ich mir jedes Mal den Namen der Person, mit der ich spreche, mir einfach nicht merken kann.
    Also ist es ein Bisschen wie bei dir. Übung macht der Meister. Vielleicht solltest du schauen ob du irgendwie wieder mehr Telefongespräche machen kannst bei deiner jetzigen Arbeit.

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 91

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    Hallo. Ich habe seit ich denken kann soziale Ängste. War deswegen meist allein. Ich habe immer überlegt was ich alles machen könnte, damit es besser wird, aber es wollte nie funktionieren.

  5. #15
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 908

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    hallo Aennie

    ichlese du hast ADHS, hast du schon mal mit deinen Arzt darüber gesprochen

    bist noch jung,eine Therapie wäre wichtig!

    LG

  6. #16
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    Chenoa schreibt:
    Hallo!

    Ich beschäftige mich im Moment sehr stark mit dem Thema Vermeidung von Gesprächen,
    Angst vor Konflikten, soziale Ängste usw...

    Ich würde gerne wissen: Plagen euch auch solche Ängste, zum Beispiel, dass ihr euch
    ganz viele Gedanken macht, was Menschen von euch halten, ob ihr das Richtige im
    Gespräch sagt oder ob euch jemand in eurem Alltag wirklich vesteht? Gibt es welche
    von euch, die solche Ängste schon durch Therapien oder Selbstversuche wirklich
    bekämpfen konnten? Oder dass durch eine Diagnose von ADHS und durch Medikamente
    oder Therapie euer Alltag mit den Menschen um euch herum einfacher geworden ist?

    Würde mich sehr interessieren!
    Liebe Grüße,
    Chenoa

    Hallo Chenoa, wenn ich überreizt oder depri bin, dann kenne ich all diese Dinge auch. Wenn ich entspannt bin und mithilfe von Medis und/oder Therapie und vor allem Gestaltung meines Alltags so reizreduziert, wie ich das brauche, gut drauf bin, dann habe ich diese Probleme nicht. Erst, wenn es doch zuviel wird. Das ist ein gutes Anzeichen, dass es zuviel ist.

    Selbstunsicherheit, Schuldgefühle, Angst und ständige Grübel-Sorgen sind bei mir Überforderungsanzeichen bzw. Zeichen für Krankheit, dass mein ADHS oder meine Depression schlimmer werden.

    Die Diagnose "ADHS" war eine Riesenhilfe, um hinter diese ganzen Mechanismen zu kommen. Mittlerweile kenne ich die Auslöser. Aber natürlich kann ich sie nicht optimal kontrollieren, bin ja nicht alleine auf der Welt, aber es ist viel viel besser geworden. (Wenn auch nicht im Moment...wegen äußerer Überforderungen, die ich nicht schnell genug abstellen konnte.)

    LG! Maggy
    Geändert von Maggy (20.01.2013 um 10:35 Uhr)

  7. #17
    Hakuna Matata

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 781

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    Henuauso schreibt:
    Hallo l1nch3n

    Das mit den Telefongesprächen kommt mir enorm bekannt vor. Früher hatte ich immer extrem viel Angst wenn ich in einer Firma wegen irgendwas anrufen musste. Ganz schlimm war es beim Bewerben.
    Aber dann musste ich bei meinem ersten Stelle ziemlich oft telefonieren. Und plötzlich war die Angst wie weggeblasen. Das Einzige was ich immer noch vergebe ist, dass ich mir jedes Mal den Namen der Person, mit der ich spreche, mir einfach nicht merken kann.
    Also ist es ein Bisschen wie bei dir. Übung macht der Meister. Vielleicht solltest du schauen ob du irgendwie wieder mehr Telefongespräche machen kannst bei deiner jetzigen Arbeit.
    Bei meiner jetzigen Arbeit muss ich nur die Telefongespräche sämtlicher Mitarbeiter entgegen nehmen wenn sie Jour Fix haben^^ Ansonsten höchstes mal beim IT Service anrufen, weil mein PC mal wieder nicht will.
    Das ist aber auch ok so. Wenn ich irgendwann wieder einen Job habe wo ich mehr telefonieren muss, dann wird das auch schon klappen. Ich muss dann immer ein bisschen wieder rein kommen, aber irgendwann wird es auch besser werden.

    Namen schreibe ich mir immer sofort auf beim Telefonieren und mache mir auch Notizen zum Inhalt. Wenn ich den Namen nicht genau verstanden habe, hatte ich Anfangs immer Angst zu fragen. Mittlerweile ist mir aber das auch egal und zur Not lass ich ihn mir buchstabieren. Die meisten Menschen sind da sehr zuvorkommend und nehmen es einen nicht übel

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    Ich habe meine telefonische Erreichbarkeit massiv eingeschränkt. Als Selbständiger ist das immer ein bisschen schwierig, aber meine Kunden und Freunde wissen, dass sie mich per Mail besser kriegen. Vor einer gewissen Uhrzeit morgens gehe ich gar nicht erst dran, das läuft auf den AB.

    Sobald ich am PC sitze habe ich das Monitorprogramm an, dass mir vor dem abheben sagt, ob ich die Person kenne die anruft (also alles was im Adressbuch steht) oder es wir automatisch eine Rückwärtssuche gestartet, was bei ca. der Hälfte der Anrufe zumindest einen Ort zutage bringt, manchmal auch schon Name und Anschrift, wie es im Telefonbuch steht. Dafür lass ich es lieber einmal länger klingeln und weiß dann, für wen ich abhebe.. (oder eben nicht)

    Ich nutze auch Blockierfunktionen und gehe so manchen Menschen telefonisch komplett aus dem Weg. Zum Beispiel eineem ehemaligen Kunden, der mich immer total gestresst hat, am Telefon kann ich schlecht nein sagen und gerate unter Stress, also kommt er gar nicht mehr durch sondern hört eine nichtssagende Ansage ohne Draufsprechmöglichkeit...

    Wenn ich erstmal wach bin, meine Medis genommen habe, dann geh ich auch mal schneller ans Telefon, aber das Telefon bestimmt nicht, was ich tue. Stehe ich also in der Küche oder unterhalte mich gerade mit jemandem anderen, oder lese oder habe endlich angefangen, was ewig aufgeschobenes zu tun, dann gelingt es mir jetzt immer öfter, es einfach klingeln zu lassen.

    Das letzte reale Familientreffen fühlte sich mit 30er mph gleich viel entspannter an. Ich habe mich tatsächlich mit einzelnen Menschen unterhalten...

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    Diese Ängste kenne ich alle sehr gut. Sie gehören zu meinen größten Sorgen. Eigentlich war/bin ich ein sehr aufgeschlossener Mensch.
    Mit den Depressionen kamen auch langsam aber sicher die ganzen Ängste. Ich habe mich total zurückgezogen und nur noch Kontakt zu wenigen Menschen.
    Vor ein paar Jahren hatte ich noch einen recht großen Freundeskreis und war viel unterwegs. Das fehlt mir sehr.
    Meine Unsicherheit und das nicht vorhandene Selbstbewusstsein schränken mich total ein. Ich bin nicht mal in der Lage zu Arbeiten.
    Ich hoffe so sehr, dass ich diese Ängste mit Hilfe der Therapie besiegen kann. Ich will endlich LEBEN!

    LG

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 91

    AW: Angst vor Gesprächen, soziale Ängste + Lösungen?

    Ich war mal bei einem Psychologen, der sagte ADS gibt's nicht. Das wusste ich vorher nicht, er hätte das doch auch am Telefon schon sagen können, schließlich hatte ich ja gesagt, weswegen ich komme. Und ich glaube inzwischen, bevor ich ADS nicht im Griff habe, kann ich auch nicht selbstbewusster werden, weil ich hatte auch schon alles mögliche versucht. Ich hatte schon sehr viel rumtelefoniert, aber noch keine Hilfe bekommen, nicht sehr viele kennen sich gut mit ADS aus, und von denen die sich auskennen, sind nur auf Kinder spezialisiert. Und wenn ich einen passenden finde, dann haben sie Wartelisten über mehrere Jahre. Ich suche aber trotzdem weiter, ich habe auch einen Termin bei einem Neurologen, mal sehen ob das diesmal klappt. Bis jetzt bin ich immer nur gekommen dass die mir sagen, ich soll woanders hingehen.. Gruß, Aennie
    Geändert von Aennie (20.01.2013 um 13:51 Uhr)

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