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Diskutiere im Thema ADHS gibt es nicht im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 46

    AW: ADHS gibt es nicht

    Ich hätte aus heutiger Sicht gerne schon als Kind ab ca 11 Jahren Mph genommen! Was es mir erspart hätte: ein scheiss selbstwergefühl, selbstverletzungen weil ich mich für mein impulsives verhalten bestraft hatte, endlose weinkrämpfe weil ich immer als faul hingestellt wurde.....

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 375

    AW: ADHS gibt es nicht

    @Salamander:
    Unterlassene Hilfeleistung, Eingriff in die persönliche Freiheit..
    Man kanns auch übertreiben.
    Ich habe, trotz schwerer ADHS-Symptomatik, erst mit 19 Ritalin & später Medikinet bekommen & ich lebe noch.
    Ich habe tatsächlich gelernt, mit ADHS umzugehen & fühle mich durch die Medikamente regelrecht eingeschränkt.
    Ich nehme sie nur 1-2 mal pro Woche, weil sie mich nerven.
    Wir sind nicht krank, sondern anders & diese Andersartigkeit sollte man zumindest als Kind leben dürfen, weshalb ich eine Einschränkung der Medikamentenvergabe von Kindern unter 14 Jahren befürworten würde.
    ADHS ist nicht lebensbedrohlich. Es ist nur eine Lösung von vielen, um die Symptome zu bewältigen.
    Also, schön das du MPH so glorifizierst, aber bleib mal locker & lass auch andere Strategien zur Symptombekämpfung zu.

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  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 66

    AW: ADHS gibt es nicht

    Hallo Salamander,

    du vergleichst ADHS viel zu sehr mit einer Einschränkung, wie beispielsweise einem gebrochenen Unterarm. Dein Vergleich mit der Brille hat das schon angedeutet und die jetzige Argumentationsweise bestätigt es.

    Das MPH verändert Sichtweisen und Verhaltensmuster. Dazu schlägt es bei vielen ein wenig unterschiedlich stark an. Es hat nicht eine reine körperliche Genesung zur Folge, wie bei einem Beinbruch und ist auch nicht so eindeutig behandelbar, wie das vorher erwähnte Diabetis Beispiel von einem anderen Forenmitglied. ADHS ist unheilbar und komplex. ADHS erkennt man hauptsächlich an Erzählungen und eben an dem Verhalten des Kindes. Jetzt ist mit 7 Jahren, so sehe ich das, ADHS sehr schwer zu diagnostizieren. Die Kinder sind wild, verspielt und aktiv. Die Persönlichkeit entwickelt sich, wie du richtig gesagt hast, mit dem Ich-Bezug. In dieser Phase lernen die Menschen sich selber kennen und wie sie auf andere wirken. Viele Kinder haben kein ADHS, werden aber trotzdem diagnostiziert und medizinisch behandelt.

    Wir woilen die Kinder doch beide in erster Linie schützen? In diesem Alter ist eine Fehldiagnose viel zu leicht möglich. Die anschließende Behandlung mit MPH ist für mich viel zu fahrlässig. Erst, wenn das Kind eben dieses Alter von etwa 14 Jahren erreicht hat, hat es auf diesem Weg einige Erfahrungen gemacht und eine Persönlichkeit entwickelt. Hier ist auch noch genug Spielraum, um dann doch noch aufs Gymnasium zu gehen. Nun kann es auch gezielt selbst darauf antworten, was bei ihm/ihr jeweils anders ist, als bei anderen. Wenn es dann das Medikament bekommt kann man viel besser mit dem Jugendlichen arbeiten, da er sich selbst vergleichen kann. Er kann gezielt sagen, was sich positiv oder auch negativ verändert, wenn er das MPH nimmt. Hier zählt nicht nur das äußere Erscheinungsbild der Eltern/Bekannten, sondern der Jugendliche kann auch psychologische Änderungen analysieren und sie dem Arzt mitteilen. Also Änderungen im Denkmuster oder in der Verhaltensweise. Er/Sie hat die Vergleichsmöglichkeit zu vorher.

    Wenn ich einem 7 Jährigen MPH gebe, kann der nicht mit irgend etwas anderem Vergleichen, dafür ist er noch viel zu jung. Er wächst mit diesen Pillen auf und sein Organismus, sowie seine Persönlichkeit beruhen nun darauf. Nimmt man ihm die Pillen dann weg, mit beispielsweise 15 Jahren, wird der Körper und vor allen Dingen die Psyche dementsprechend reagieren. Wir reden über das Botenstoffsystem, dass eben kein simples Thema ist, selbst für Wissenschaftler. Dessen Auswirkungen aber dramatisch sind.

    Möchtest du die Verantwortung tragen, deinem 7 Jahre alten Kind aufgrund einer falschen Diagnose, möglicherweise über mehrere Jahre hinweg ein solch starkes Medikament gegeben zu haben? Die Folgen, wenn das Medikament dann abgesetzt wird, während oder kurz vor der Pupertät, sind absolut nicht abzusehen.

    Ich bleibe bei meiner Meinung.

    Grüße
    Mikoo
    Geändert von Mikoo (16.01.2013 um 15:22 Uhr)

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 12

    AW: ADHS gibt es nicht

    Guten Tag allerseits ^^

    Interessanter Thread und Interessante Disskusion, zu der ich auch noch meine Sicht zu ganz bestimmten Aspekten kunttun möchte.

    Ich selbst bin noch in einer Berufsausbildung und nehme seit der 2ten Klasse Menthylphenidat. Zuerst Ritalin seit der 7ten Klasse dann Concerta.
    Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass sich die Einnahme von Medikamenten in keiner Weise Negativ auf meine Persönliche Entwicklung ausgewirkt haben.

    Ich bin heute bei meinen Mitschülern weitaus mehr aktzeptiert als ich dies Wärend der Schulzeit war. Ganz grundsätzlich komme ich eigentlich mit allen Menschen gut zurecht und umgekehrt die meisten mit mir. Da ich selbst recht chaotisch bin und das Concerta gerne mal vergesse, bin ich auf der Arbeit oder in der Berufsschule auch des öfteren ohne die Medikamente anzutreffen.

    Mein persönlicher Eindruck ist, dass ich mich selbst und auch mein ADHS sehr gut kenne und mich recht objektiv betrachten kann, genauso wie das. was in mir abläuft. So weiss ich auch recht genau, auf was ich achten muss, wenn ich die Tabletten nicht genommen habe und bei welchen Tätigkeiten ich eventuell Mühe haben werde. Ich kann von daher sagen, dass in meinem Fall die Medikamente im Überwiegenden Teil positiv gewirkt haben und ich heute keine erkennbaren Anzeichen wahrnehme, dass sich in meiner Persönlichkeitsentwicklung etwas negativ ausgeprägt hätte.
    Dies kann mir auch mein Persönliches Umfeld bestätigen.

    Ich bin aber auch mit viel Verständniss aufgewachsen und habe mich durch das enorme Wissen meiner Mutter zur ADHS-Thematik schon früh mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt. Ich denke, dass kann für Betroffene auch noch eine grosse Hilfe im Umgang mit sich selbst sein.

    So. soviel dazu ^^ Ich habe mir das herausgepickt ,was hier im Thread bereits mehrfach angesprochen wurde, da ich ehrlich gesagt noch nicht die Zeit gefunden habe, mich mit allen pro und Kontraargumenten im ersten Beitrag auseinanderzusetzen. Daher ist es gut Möglich, dass ich mich zu einem späteren Zeitpunkt nochmals zu Wort melde, wenn ich noch etwas entdecken sollte, zu dem ich meine Meinung äussern möchte :-)

    Grüsschen

    Cheshire Cat

  5. #15
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: ADHS gibt es nicht

    Ich glaub die Wahrheit liegt dazwischen.

    Unterlassene Hilfeleistung,
    ... doch, das kann es sein wenn man bei stark betroffenen Kindern eine Medikation etwa aus ideologischen Gründen nicht einmal in Erwägung zeiht. Das werfe ich Leuten wie Bonney vor.

    Ich nehme sie nur 1-2 mal pro Woche, weil sie mich nerven.
    Dann lass sie ganz weg. Die Medikamente ab und an mal zu nehmen weil man sich besser Konzentrieren will ist streng genommen Missbrauch. So sind sie nicht konzipiert. Und wenn sie nerven ist die Nebenwirkung stärker als die Wirkung. Es sind halt nur ca. 70% die von den Medis profitieren.

    Wir sind nicht krank, sondern anders & diese Andersartigkeit sollte man zumindest als Kind leben dürfen, weshalb ich eine Einschränkung der Medikamentenvergabe von Kindern unter 14 Jahren befürworten würde.
    Na ja, wer zum Arzt geht ist krank.

    Und die Einschränkung von Medikamentengaben auf Jugendlich würde vielen Kindern den Schul- und Lebensweg und eine normale Entwicklung verbauen und hat oft eine Latte von Spätfolgen, vor allem für das Selbstwertgefühl.

    Ich frag mich übrigens gerade ob du schon mal ein Kind mit ausgeprägtem ADHS erlebt hast??? Dann würdest du vermutlich anders reden.

    ADHS ist nicht lebensbedrohlich. Es ist nur eine Lösung von vielen, um die Symptome zu bewältigen.
    Also, erstens sit die Unfallrate dermaßen erhöht dass man sehr wohl sagen kann: ADHS ist lebensbedrohlich. Und zweitens versteh ich den Satz nicht ganz. Eine Lösung die Symptome zu bewältigen? Das ADHS???

    Aber wo du recht hast: Es geht oft auch ohne MPH. Dann soll man es bitte auch lassen. Und wenn sie helfen dann soll man sie auch nehmen und zwar durchgehend zusammen mit einer Therapie.

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 183

    AW: ADHS gibt es nicht

    Mein Kind war 8 oder 9 Jahre....
    Die Diagnose war die Richtige.Keine falsche.

    Ich steh dazu was ich bereits geschrieben habe.
    Klar gibt es auch sicher einige Fehldiagnosen.
    Bei uns wurde die Diagnose 2x bestätigt und nichts zu versuchen wäre bei uns sicher ein Fehler gewesen.
    P.S.: Heute ist Sie erwachsen und es geht ihr,abgesehen von ein paar Sachen,ganz gut bis jetzt.

    Ich frag mich übrigens gerade ob du schon mal ein Kind mit ausgeprägtem ADHS erlebt hast??? Dann würdest du vermutlich anders reden.*
    So siehts aus,danke!
    Geändert von Insideout (16.01.2013 um 15:33 Uhr)

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 12

    AW: ADHS gibt es nicht

    textleiche <.< wie kann man die entfernen?
    Geändert von Cheshire Cat (16.01.2013 um 15:43 Uhr)

  8. #18
    salamander

    Gast

    AW: ADHS gibt es nicht

    ich schließ mich den voran gegangen Beiträgen an.

    zu: Du vergleichst ADHS viel zu sehr mit einer Einschränkung, wie beispielsweise einem gebrochenen Unterarm.

    Dem ist defakto nicht so. Ich hab's ja selber, nehme MPH, und jetzt kenne ich den Unterschied, aus eigener Erfahrung,
    und der ist gewaltig! Exakt darum, halte ich für unterlassene Hilfeleistung, das Medikament Kindern vorzuenthalten, wenn
    sie diagnostiziert sind. Hab mich dazu ja ausführlich genug geäußert.

    Ich habe auch 2 Fälle im Freundeskreis, mit diagnostizierten ADS bei den Kids, die ab dem 8. Lebensjahr Ritalin
    bekamen. Die Kinder haben davon in jedweder Hinsicht profitiert.

    Hier noch ein paar vielleicht spannende Links zu dem Thema.

    Salamander

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  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 241

    AW: ADHS gibt es nicht

    Hier ist auch noch genug Spielraum, um dann doch noch aufs Gymnasium zu gehen.
    Falsch, denn meist wird das Gymnasium schon gar nicht mehr in Erwägung gezogen, da einige ADHS-Kinder gar nicht in der Lage sind, ihr Potenzial auszuschöpfen. Sie landen dann auf Sonderschulen, weil die anderen Schulformen nicht gewillt sind sich mit den Auffälligkeiten auseinanderzusetzen oder darauf einzugehen.

    Muß gestehen, dass mich das Thema extrem mitnimmt. Mein Sohn ist betroffen, gerade mal in der dritten Klasse und ich habe (mittlerweile "nur" noch) 1x wöchentlich einen Termin in der Schule wg Diesem oder Jenem. Androhungen! von Betreuungsausschluß bis Schulbusauschluß kamen kurz hintereinander. Ich habe noch das Glück, dass die Klassenlehrerin gewillt ist, sich mit dem Thema zu befassen und wir gemeinsam überlegen, wie wir ihn unterstützen - aber das kann man auf den weiterführenden Schulen vergessen. Eine verordnete Ergotherapie ging am Ziel vorbei - hatte ich aber schon im Gefühl. Die Therapeutin hat meines Erachtens nicht verstanden, was ADHS ist.
    Im März haben wir einen neuen Diagnosetermin in der TU Aachen. Der Kinderarzt begrüßte es.

    Sollte sich zeigen, dass Junior Medis braucht, werde ich nicht scheuen, ihm diese zu geben. Ich sehe seine jetzigen Probleme und es bricht mir das Herz, wenn er jedes Mal so außen vorsteht und er auch gar nicht versteht (verstehen kann), warum das so ist.
    Ich hatte in meiner Kindheit das Glück zu den Hypos zu gehören und war nicht auffällig, aber all die anderen Probleme habe ich auch gehabt und die will ich ihm einfach ersparen.

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 14

    AW: ADHS gibt es nicht

    Hallo, das die Medikamente häufiger gegeben werden als vor 20 Jahren liegt wahrscheinlich einfach daran das man der Krankheit früher kaum nach gegangen ist. Das ist glaube ich überall so. Man braucht sich ja nur anzusehen mit was für Krankheiten Neugeborene und Kleinkinder heute kämpfen. Die Krankheiten sind auch nicht neu, die gab es früher auch. Heute kann man sie behandeln früher sind die Kleinen einfach gestorben. Hört sich böse an, ist aber so. Wenn man es jetzt statistisch betrachtet sind es heute mehr Kleinkinder als vor 50 Jahren, die Medikamente gegen alles mögliche bekommen aber im selben Zeitraum ist die Sterblichkeitsrate auch stark gesunken. Ich hoffe das ich mich halbwegs verständlich ausgedrückt habe. Wenn ich schon höre das ist eine Modekrankheit, springt mir die Feder aus dem Hut...

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