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Diskutiere im Thema Neues Buch in Arbeit - Glücksfall AD(H)S im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #81
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Neues Buch in Arbeit - Glücksfall AD(H)S

    Holla! Also ich muss schon sagen, es war schwer die Diskussion bis Seite 8 zu ertragen ohne

    Dazu fällt mir nur ein: Echte Pessimisten sind nicht mal glücklich, wenn sie unglücklich sind.


    Ich erlebe bei meiner Arbeit immer wieder diesen Problemmasochismus wie hier. Anstatt die Energie in die Lösung zu stecken, wird nur danach gesucht, warum was nicht gehen könnte.

    Mach einfach weiter!

    Evtl hilft dir das Buch weiter (mir hat es geholfen): Handbuch für Erst-Autoren von Manfred Plinke ( ISBN 978-3-86671-094-8 )

  2. #82
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 191

    AW: Neues Buch in Arbeit - Glücksfall AD(H)S

    Also ich habe es jetzt nicht geschafft alles zu lesen. Aber trotzdem muss ich meinen Senf hinzugeben. Ich bin nicht grundsätzlich pessimistisch veranlagt, habe mir trotzdem viele meiner Eigenschaften beim mal nebeneinander gestellt, und diese in ein positives und negatives Feld einsortiert.

    Dabei ist mir folgendes aufgefallen:

    Viele meiner positiven Eigenschaften, haben sich eigentlich aus der Kompensation der negativen Eigenschaften abgeleitet.
    Da ich diese Jahrelang so ausübe gehören Sie nun mal zu mir. Bin jetzt 30 und bekomme voraussichtlich erst morgen meine Diagnose.
    Gerne hätte ich viel früher zumindest gewusst was mit mir los ist, um mir Dinge einfach erklären zu können, und viel bewusster Strategien entwickeln zu können, nicht nur unbewusst.

    Dennoch denke ich, dass es durchaus Sinn macht ein Buch zu schreiben, was diese positiven Ergebnisse, hervorgehend aus Kompensationsstrategien einmal einsammelt und erklärt.
    So können betroffene, welche sich noch nicht so gut mit dem Thema auskennen, ihre positiven Seiten besser erkennen und diese ausbauen.
    Das kann schon therapierend wirken, da man so ,denke ich, nicht so schnell in Depressionen verfällt.

    Ohne dich von deinem Titelvorschlag abbringen zu wollen, fände ich treffend: "Glücklich mit AD(H)S".

    Bei diesem Titel entscheidest du selbst durch den Inhalt, zu welchem Lager du gehörst.
    Dieser lässt das nämlich offen, ob Du jetzt ADHS als Gabe propagierst oder, einfach nur auf die Seiten hinweisen möchtest, zu denen ein Mensch in der Lage ist, weil er seinem ADHS trotzt.

    Abschliessend noch: Ich finde es gut wenn Betroffene die Literatur bereichern. Egal aus welchem Blickwinkel. Danke dafür!

    lg schwedenfan

  3. #83
    Zotti

    Gast

    AW: Neues Buch in Arbeit - Glücksfall AD(H)S

    Hallo, ich habe da auch nicht alles gelesen. Ich habe viele ADS-Freunde und die haben solange ich sie kenne noch niemandem etwas böses angetan, nicht integriert, extra provoziert oder ihre Kinder so runtergeputzt wie ich das bei vielen Normalen oder anders Gestörten mitbekomme.

    Meine zwei besten Freundinnen sind ADSlerinnen, sie würden nie jemanden was böses tun, keinem Tier keinem Kind. Sie lassen sich viel gefallen, werden von anderen noch dafür belächelt und kritisiert, obwohl sie stehts hilfsbereit sind usw.

    Also ich kenne nur ADSler, die zwar nerven können, empfindlich sind, was weiß ich alles, doch was ist daran negativ.

    Negativ ist diese Gesellschaft mit ihren vielen Regeln und Vorschriften, nur nicht wie man mit Menschen freundlich umgeht und verständnisvoll.

    Diese ganze Gesellschaft und daraus resultierende Armut und die Mobbingproblem an Arbeitsstellen und dadurch verursachten psychischen Krankheiten,
    die werden meiner Meinung nach durch keinen ADSler verursacht. DAs sind die knallharten, die immer die besten sein wollen, die andere verurteilen die
    schwach sind. Das sind die, die eigentlich größere Probleme haben und diese ständig unterdrücken bis es knallt.

    Also ich kann nicht so gut ausdrücken was ich meine, doch auch die komischsten und aggresivsten ADler waren und sind mir bisher immer noch lieber als andere,
    z.B. Narzißsten und was es sonst noch so gibt. Wenn man sich mit den ADSlern nicht versteht, habe ich die Erfahrung gemacht, daß man sich dann eben in Ruhe läßt,
    jedoch keinesfall noch beleidigt oder irgendwie böse wird. Dann ist der andere so wie er ist und basta.

    Auch die Asperger sind mir sehr lieb, die sind zwar wieder ganz anders, doch sehr ehrlich und direkt. Das ist mir doch viel lieber als solch manipulativen Menschen.

    Und die die immer Schweigen, du weißt nie was sie denken und plötzlich hauen sie dir eins gewaltig rein. Ist das positiv? Dann lieber den plappernden ADSler der sich auch mal verquatscht und ins Fettnäpfchen tritt, doch die anderen wissen ja, der kann ja gar nicht gefährlich werden. Für mich ist das eine positive Eigenschaft.

    Es muß nur jeder in der Gesellschaft seinen Platz finden und auch der Arbeitsplatz darf nicht genormt werden. Früher als ich noch in Düsseldorf gearbeitet habe,
    da wurde jeder so genommen wie er ist, da waren wirklich ein paar die eine Behinderung hatten, die haben eben die Arbeit so gemacht wie sie es konnten und waren langsamer.
    Da wurde die Arbeit geschafft, und es fühlten sich fast alle wohl. Aus heutiger Sicht kann ich sagen, da habe ich ein Riesenglück gehabt, alle hatten da irgendwie eine Macke,
    doch jeder wurde akzeptiert und der eine hat auch mal die Akten für den anderen bearbeitet. Das soll es heute nicht mehr geben, darum werden sie auch alle krank und ich würde wahrscheinlich heutzutage auch aus jeder Arbeitsstelle rausfliegen, wenn ich nicht so funktioniere und bestimmte Sachen nicht einsehen würde.

    Hier ein Zitat von Frau Roth (die von den Grünen):
    Ich weiß, das ich vielen Leuten zu laut, zu bunt und zu schrill bin. Aber das ist immer noch besser als zu langweilig.

    Ich will bei dem Buch mitmachen, ich würde gerne auch ein Buch schreiben, doch wie kann ein ADSler ein Buch schreiben mit diesem Chaos im Kopf.

    Gruß Zotti

  4. #84
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: Neues Buch in Arbeit - Glücksfall AD(H)S

    Hallo alle,

    Doch noch mein senf wegen diese diskussion...

    Ich mache keine trennung zwischen stärken und schwächen... Es sind alle eigenschaften und je nach ausprägung und situationen hemmen sie oder helfen sie. Menschen die gut strukturiert sind und sich konzentrieren können kommen in unsere gesellschaft weiter... Aber weil es viele situationen gibt wo solche fähigkeiten ein vorteil ist! Wenn mal ehe kreativität und reizoffenheit verlangt wäre...

    Wir haben auch gelernt uns als gestört und falsch zu sehen, weil wir immer wieder anecken... Wie weit leiden wir auch daran wie die meistens menschen so schlecht mit wer anders ist umgehen können? Es ist doch bekannt dass der umfeld bei ADSler eine grosse rolle spielt... Nicht nur bei ADSler, eigentlich. Wir brauchen auch, wie alle andere menschen, so angenommen zu sein wie wir sind, mit unsere ecken und kanten. Aber erleben es oft eben ganz anders...

    Oft bringt mich meine impulsivität im problemen, aber manchmal ist sie gerade gut... So ist es auch mit meine reizoffenheit, meine vergesslichkeit...

    Ich denke, wenn wir lernen mit unsere art umzugehen, dort zu kompensieren wo es muss, hilfe zu holen wenn man braucht und lebensbedingungen sich schaffen die zu unsere naturel besser passen, können einige nervige eigenschaften zu guten verwandelt sein...

    So eine arbeit, zu finden was man kann und wie man tickt, muss eigentlich jeden mensch machen. Stinos haben dort vielleicht einfacher, aber sie müssen dadurch auch! Sie haben auch ihre schwierigkeiten...

    lg

  5. #85
    Zotti

    Gast

    AW: Neues Buch in Arbeit - Glücksfall AD(H)S

    Ja, wir sind so wie wir sind und sollten uns akzeptieren, die normalen und anderen.

    Gruß Zotti


    Hallo, warum soll das Buch nicht so heißen, Glücksfall AD(H)S ich find den Titel in Ordnung oder man könnte ja auch Glücklich (auf die Schnauze) gefallen mit ADHS.

    Es gibt auch ein Buch das heißt: "Verrückt bleiben" deshalb habe ich es mir auch aus der Bücherei ausgeliehen wegen dem Titel, gelesen und dann bei Amazon bestellt.
    Geändert von Zotti ( 5.02.2013 um 22:45 Uhr)

  6. #86
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Neues Buch in Arbeit - Glücksfall AD(H)S

    Ohne diese Diskussion noch mal aufzurollen:
    Weil es hier bei einem beträchtlichen Teil der Leute großes Unbehagen ausgelöst hat.

    Auch ohne deren Gründe nachvollziehen zu müssen oder zu teilen, ist das ein Argument, oder ?

  7. #87
    Zotti

    Gast

    AW: Neues Buch in Arbeit - Glücksfall AD(H)S

    Hallo, hast du mir geantwortet. Verstehe nicht immer alles. Nur warum soll nicht einer ein Buch über AD(H)S als Glücksfall schreiben.
    Es kann ja genauso gut einer ein gegenteiliges Buch schreiben.

    Es gibt soviele Bücher über alles mögliche das als positiv beschrieben wird z.B. Integration, Schwule, Lesben, also wir sollen das alles tolerieren,
    Verständnis für jeden und alles für Behinderte aller Art, für Minderheiten usw.

    Doch warum denn nicht für die ADSler. Also ich weiß um meine Schwächen und Nachteile, die können ja auch im Buch beschrieben werden,
    doch daran können ja andere auch lernen. Z.B. wird oft erwähnt, das Familien mit Down-Syndrom sehr viel von diesen Menschen lernen,
    da sie ja so kindlich sind und naiv usw. Aber was ist mit einem naiven gutgläubigen ADSler, der ist dann selber schuld, wenn er mal wieder
    zu gutmütig war und zu verständnisvoll, sollen wir den so mißtrauisch werden wie die anderen alle und nur noch denken, wie ich es ständig
    höre auch von meinem ADS-Freuninnen, daß die Menschen überwiegend böse sind.

    Ich habe gerade wieder erlebt, daß ich eine Bekannte, die hat wahrscheinlich Narßismus, sehr viel habe mit mir machen lassen, beschimpfen, anschreien,
    blablabal. Sie versteht überhaupt nichts von ADS, schreibt Gedichte über Menschlichkeit und Frieden.

    Nun wurde ich zu ihrer Party (gemeinsam mit einer anderen ADS-Freundin) ausgeladen, das wäre nicht so schlimm, wenn sie einfach ehrlich ist und mir
    sagt, daß sie vielleicht eifersüchtig ist wegen ihres neuen Mannes den sie kennengelernt hat oder das ich zu anstrengend bin.

    Nein, sie hat meinem Partner geschrieben, er wäre gerne eingeladen, da er ja ruhig und friedlich ist (was nicht immer stimmt) und ich und meine andere ADS-Freundin wären zu dominant und würden keine Rücksicht auf die Bedürfnisse und Gefühle anderer nehmen blablabla und mit solchen Leuten würde sie nichts mehr zu tun haben wollen. Das hat mich sehr getroffen, weil ich oft bei ihr noch um die Weihnachtszeit saß und sie mir alles mögliche über ihre Männerprobleme erzählte und ich ihr immer zugehört habe. Na ja, also das ist keine ADSlerin sondern wie gesagt höchstwahrscheinlich Narzißt mit Borderline oder so.

    Was ist wenn ich sie jetzt treffe in der Tauschbörse oder so, ich fühle mich dann ganz blöd. Ich wäre sogar immer noch bereit mit ihr zu reden, doch wahrscheinlich ist das genau das falsche, dann nimmt sie mich gar nicht mehr ernst.

    Und was ist mit meinem Partner, er ist hochbeliebt weil er guter Musiker ist und überall gut ankommt wenn er Musik macht. Doch wie behandelt er mich auf Parties,
    als wenn ich gar nicht seine Freundin bin. Er findet auch das ich zu dominant bin und zu intensiv auf Parties auftrete, komisch warum ist er dann mit mir zusammen.
    Eine Antwort habe ich bis heute nicht. Also auch er ist kein ADSler, jedoch schweigt er und hält nicht richtig zu mir.

    Wie wäre es denn, wenn wir die wirklich negativen Seiten der ADSler mal hier aufzählen, ich meine die Verhaltensweisen womit man andere in den Rücken und psychisch unter Druck setzt oder seelisch verletzt. Also ich weiß ich bin nervig und streßig und wenn was getrunken aufdringlich, doch gerade das lieben ja soviele Menschen. Habe ich immer wieder bestätigt bekommen.

    Also mir geht dieser Falschheit der anderen und dieses Getue auf die Nerven und die ADSler sind zwar sehr direkt, doch meine Erfahrung ist, wir vertragen uns immer alle oder wir gehen uns eben irgendwie aus dem Wege, doch wir reden nicht schlecht übereinander und denken uns Gehäßigkeiten aus.

    So jetzt hoffe ich das paßt auch hier zu dem Thema.

    Denkt dran heute ist Alt******, wenn ihr eine Hexe oder ähnliches seht,

    Helau, Alaaf oder wie ging das noch Gruß Zotti

  8. #88
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 62

    AW: Neues Buch in Arbeit - Glücksfall AD(H)S

    Icebaer3 schreibt:
    Holla! Also ich muss schon sagen, es war schwer die Diskussion bis Seite 8 zu ertragen ohne

    Dazu fällt mir nur ein: Echte Pessimisten sind nicht mal glücklich, wenn sie unglücklich sind.


    Ich erlebe bei meiner Arbeit immer wieder diesen Problemmasochismus wie hier. Anstatt die Energie in die Lösung zu stecken, wird nur danach gesucht, warum was nicht gehen könnte.

    Mach einfach weiter!

    Evtl hilft dir das Buch weiter (mir hat es geholfen): Handbuch für Erst-Autoren von Manfred Plinke ( ISBN 978-3-86671-094-8 )
    Danke!!! :-)

    Natürlich mach ich weiter!!! :-)

  9. #89
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Neues Buch in Arbeit - Glücksfall AD(H)S

    Die Problematik in diesem Thread ergibt sich ja dem Grunde nach aus dem Titelwunsch, richtig?!

    Scheiß drauf!

    Haben wir keine schlimmeren Probleme als die Wahl eines Titels und ob der gut oder schlecht ist? Au weija!

    Jetzt mal Klartext: da setzt sich jemand hin und fängt an zu schreiben. Der Titel gibt ja erst mal eine Orientierung wieder und wird eh spätestens vom Verlag geändert wenn er marketingtechnisch unpassend ist. Aber dennoch ergibt sich eine Diskussion darüber, obwohl noch keiner eine Seite des Buches gelesen hat. Scheint mir sehr voreingenommen zu sein.

    Ist es etwa der Neid der da aus manchem spricht? Egal was, das wichtigste ist doch das sich was bewegt und darauf kommt es an. Was nachher draus wird steht doch auf nem anderen Blatt oder.

    Ich kanns ja verstehen das wir als ADS´ler ab und an das richtige meinen, aber der Ton nicht richtig getroffen wird. Also ein Grund dran zu arbeiten und zu ermuntern und zu helfen, oder? Wünschen wir uns das nicht alle - ganz egal wie beschissen unser Leben oder unsere Umstände sind.

    Es kommt nicht auf die Umstände an, sondern was wir draus machen!

  10. #90
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Neues Buch in Arbeit - Glücksfall AD(H)S

    Icebaer3 schreibt:
    Haben wir keine schlimmeren Probleme als die Wahl eines Titels und ob der gut oder schlecht ist? Au weija!

    Ist es etwa der Neid der da aus manchem spricht?
    Nein, aber vielleicht Besonnenheit und Weitsicht .

    "Einfach machen" ist so eine Sache.
    Ich habe in meinem Leben schon viele solcher Menschen erlebt und keiner von diesen "Machern" war sich darüber im Klaren, dass hinter ihnen ein ganzer Trupp herlaufen musste, um die Scherben aufzukehren, die sie in ihrer kurzsichtigen und aktionistischen Weise angerichtet haben.

    Damit sage ich nicht, dass man sich zu Tode denken und alles im Kem ersticken sollte, ganz und gar nicht.
    Gerade in Deutschland ist es typisch, sich immer wieder zu fragen und zu erklären "was das Problem ist", statt nach einer Lösung desselben zu suchen, das hast Du durchaus korrekt beschrieben.
    Aber es macht auch Sinn, vorher nachzudenken und mit ein bisschen Weitsicht zu überlegen, ob langfristige Konsequenzen zu erwarten sind und daraufhin sein Ziel durchaus weiter zu verfolgen, aber die nötige Umsicht walten zu lassen.
    Wo "einfach drauf los machen" hinführt, sehen wir ja unter anderem auch an der Wirtschaftskrise, die mit auch dadurch verursacht wurde, das Spekulanten sich einen Dreck darum geschert haben, wann die Finanzblase, welche sie wohlwissend immer größer werden ließen, denn nun platzt und was dann passiert.
    Ich kenne einige Manager, die mit Objekten handeln, in genau dem Wissen, dass etwas immer weiter und weiter verkauft wird, jeder daran verdient, obwohl die Substanz als solches gar nicht die Summen hergibt...

    Das mag jetzt weit hergeholt sein, aber um den Bogen zurück zu uns zu schlagen, so kannst Du Dir vielleicht nicht vorstellen, wie es ist, wenn man Hilfe, egal in welcher Form, Klinik, Therapie, etc. benötigt und von einem Mitarbeiter des Versorgungsamtes vor die Nase gehalten bekommt, dass man doch zu den tollen Genies gehört, die mit dieser Gabe ADHS gesegnet sind und man doch gar nicht verstehe, wofür ausgerechnet die denn Hilfe benötigen würden...

    Mag sein, dass es Dir damit gut geht.
    Aber das trifft nun mal nicht auf alle zu.

    Insofern habe ich meine Bedenken z.B. angebracht, was die Wahl des Titels angeht, aus genau diesem Grunde, weil es sein kann, dass so etwas zum Boomerang für uns werden kann.
    Das Buch als solches ist eine gute Idee, aber man sollte auch gerne mal über die eigene Nase hinaus denken .
    Edit: Und expedice tut ja auch genau das und ist da ja wirklich sehr offen und verständnisvoll und weitsichtig und sieht es so wie es gemeint ist.


    Es kommt nicht auf die Umstände an, sondern was wir draus machen!
    Dir ist aber schon klar, dass sich ausgerechnet in einem Forum wie diesem hier, genug Leute finden, die da etwas andere Erfahrungen gemacht haben oder?
    Wenn's bei Dir toll gelaufen ist: Super
    Aber bedenke bitte auch, dass es einen Haufen ADHS'ler gibt, die in Kliniken landen depressiv und suchtkrank sind und wenn sie das hätten ändern oder vermeiden können, hätten sie es wohl getan.
    Insofern ist das also einer dieser "Der kann wenn er will, aber man muss halt nur wollen" Sprüche, die die meisten hier schon allzu oft gehört haben.

    Hier gibt es genug Betroffene, denen ihr Leben lang in die Seele getreten wurde und die haben schlicht gar nicht die Fähigkeit, was aus ihren Umständen zu machen.
    Solche Sprüche wie "Jeder ist seines Glückes Schmied", und nichts anderes ist der oben zitierte, treffen leider nicht immer zu.
    Dazu ist der Mensch etwas zu kompliziert.
    Keiner gerät freiwillig in Situationen, wie sie hier nur allzu häufig zu finden sind und wenn man sie ändern könnte, würde man es einfach tun.
    Denn wer leidet schon gerne und freiwillig?
    Aber so einfach scheint das wohl dann doch nicht zu sein, sonst gäbe es weder dieses Forum, noch monatelange Wartezeiten in psychosomatischen Kliniken und bei Therapieplätzen.


    Ich halte es für eine gute Idee, das Buch zu schreiben, aber ich halte auch die Bedenken, die hier geäußert wurden, für durchaus bedenkenswert, denn "einfach drauf los" kann auch keine Lösung sein, wenn man wirklich was bezwecken und nicht versehentlich oder unwissentlich sogar Schaden anrichten will.

    Es ist mit Sicherheit kein Neid, der hier aus manchem spricht, aber vielleicht Erfahrung und Weitsicht.

    Man sollte nichts totreden und Probleme über Lösungen stellen, aber durchaus vorher etwas nachdenken.

    Just my 6 Cent
    Viele Grüße
    Fliegerlein
    Geändert von Fliegerlein ( 7.02.2013 um 18:45 Uhr) Grund: Ich find doch immer wieder noch'n Fehler ... und ein "Edit-Satz" zugefügt

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