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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #71
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 83

    AW: Adhs und Kinder?

    Hallo Vanne,

    Ich hab einen Sohn und bin mittlerweile alleinerziehend, weil die Partnerschaft überhaupt nicht funktioniert hat.
    Vom Typ her eher ADS, zu langsam, verträumt aber ziemlich unordentlich und chaotisch mit Aufmerksamkeitsdefiziten. Ich kann nur sagen, dass ich noch nie einen Menschen in meinem Leben so sehr geliebt habe wie meinen Sohn. Wäre er nicht da, so würde schon was fehlen.
    Ich bin der Mensch, der das ADS nicht mehr als Krankheit sieht, sondern eher als einen Pool von unterschiedlichen Charaktereigenschaften. Große Probleme mit meinen Mitmenschen habe ich durch meine Sensiblität und der extremen Tiefgründigkeit. Habe aber festgestellt, dass sich Menschen darauf sehr gern einlassen, wenn sie mich näher kennen und dann erzählen sie mir viel tiefsinniges, was für meine Seele Nahrung ist.
    Ich habe gelernt, meinen Alltag durch mein Smartphone zu managen. Da sind alle wichtigen Nummern gespeichert und da schreibe ich mir die Termine auf. Alles, was die Organisation des Arbeitslebens und meinen Sohn betrifft, manage ich so schnell wie möglich, andere Tätigkeiten organisiere ich durch Listen (Leider ist immer viel zu viel auf meiner Liste, aber ich hab die Chance, es abzuarbeiten weil alles dort niedergeschrieben steht). Habe leider auch Rückfälle und Probleme, z.B in der Weihnachtszeit bin ich zweimal geblitzt worden, weil ich einmal bei Rot über die Ampel gefahren bin und einmal zu schnell war. Hoffe, das kommt mich nicht zu teuer.
    Ne Anekdote von der Apothekerin: "Das Rezept müssen sie aber schon sorgfältiger aufbewahren, so verknittert nimmt das mein Drucker nicht". Antwort meinerseits: "Tut mir leid, hatte keine Zeit, das Teil zu bügeln". Na ja, und als ich dann gehen wollte hat sie mir nochmal hinterhergerufen, dass ich doch besser aufpassen soll und bla bla bla...(zum Glück gibt es ungefähr 1000 Apotheken in Augsburg).
    Also was ich jetzt sagen will: Es ist alles zu schaffen für jeden, wenn er das nur will. Bei mir gibts natürlich oft Probleme, aber solange ich nicht aufgebe und mir meine positive Einstellung bewahre geht das schon und ich bin sehr glücklich mit diesem überaus klugen, hübschen und aufmerksamen Kind.
    Neulich ist Sebastian auf mich raufgeklettert worauf ich ihn gefragt habe, ob er müde sei. Daraufhin hat er "nein" gesagt und ist 2 Sekunden später auf meiner Brust eingeschlafen. Das ist doch wirklich unbezahlbar. Angst hat er mir gemacht, als er mit seinen noch nicht mal 2 Jahren angefangen hat, bis 8 zu zählen. Wahnsinnig macht er mich mit seinen Trotzanfällen, die schon mal eine Viertelstunde dauern können und mir vorkommen, als würde ein Düsenjet direkt über meinen Kopf fliegen.

    Gruß, Lisl

  2. #72
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Adhs und Kinder?

    ...@ Elischloss... *gg* und "früher" konnten die Apotheker noch lesen.... die brauchten keinen Drucker dazu...??
    ob die Apothekerin den Dock auch so zurechtweist... ich meine, wegen der Schrift und so... *darf sie wohl nicht*
    (sorry, off topic) :-)

  3. #73
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 442

    AW: Adhs und Kinder?

    ADHS-Studie: Wenn Kinder zappelig und unkonzentriert sind: ZI Mannheim

    Also was ich jetzt sagen will: Es ist alles zu schaffen für jeden, wenn er das nur will. Bei mir gibts natürlich oft Probleme, aber solange ich nicht aufgebe und mir meine positive Einstellung bewahre geht das schon und ich bin sehr glücklich mit diesem überaus klugen, hübschen und aufmerksamen Kind.
    Also, ich mag einerseits unterschreiben - ich habe auch ein einfach nur bezauberndes Kind.
    Andererseits hat Vanne auch viele Seiten, die ich von mir kenne. Da finde ich die Aussage "alles ist zu schaffen für JEDEN, WENN ER DAS NUR WILL" schon ein wenig "naiv" (finde gerade kein besseres Wort).
    Das naiv beziehe ich auch nicht auf Elischloss,sondern auf das "wird schon gut gehen", das für mich dort durchklingt!!

    Ich habe obenstehenden Link mal einkopiert, weil man ja keine längeren Texte einfügen darf. Und so, wie der Junge beschrieben wird, kann es halt laufen, wenn man ein Kind hat. Ich weiß nicht mal, ob dafür das Kind ADHS haben muss - die Beschreibug aus dem Alltag klingt für mich ganz normal...

    Wenn man als ADHSler ohnehin eine gestörte Impulskontrolle hat, und Vanne hat etwas ähnliches beschrieben, kann ein Kind einen schon ganz schön herausfordern. Ich finde, dass ein Kind alle Emotionen (alle, auch die schönen, ohne Frage!) ordentlich triggert!

    Wie stark und was das bedeutet, zudem die ganze Verantwortung für das Kind, plötzlich strukturieren können zu müssen, was sich gerade mit Kind wahrlich nicht einfach organisieren lässt, sagt einem vorher niemand!
    Oder frau will es nicht hören, weil der Kinderwunsch so groß ist.

    Vanne schreibt, dass sie ein sicheres Umfeld hat (Partner, Familie, Freunde), das könnte einiges deutlich leichter machen!
    Aber allein - und das sind auch nicht Alleinerziehende etwa 80 % der Zeit - und vom Kind gefordert, würde ich nicht einfach behaupten, "jeder kann das schaffen, wenn er das nur will"...

  4. #74
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 190

    AW: Adhs und Kinder?

    Hallo Leute,

    ich finde es ungemein wichtig, (gerade als Kontrollfreak) zu erkennen, das man nie irgendetwas tatsächlich "im Griff" hat.

    Selbst wenn man mit und in ADHS geschult ist, liebevolle Eltern hat, keine finanziellen Probleme da sind, die Schulen mitwirken, das soziale Umfeld stimmt, selbst dann, passieren unerwartete Dinge. Bei uns waren es im letzten Jahr einige schwierige Sachen die mich dann auch ein paar Monate regelrecht ins Wanken bringen.

    Mir wird es aber immer wichtiger zu erkennen, das man einfach nicht alles im Griff haben kann. Dann ist nun mal einfach einmal das Haus nicht geputzt, dann gibt es mal zu Mittag belegte Brote, dann kann es auch schon mal sein das ich dem kleinen einen dreckigen Pulli angezogen habe .... und und und.

    Je mehr Schuldgefühle man dadurch entwickelt, desto schlimmer wird es und um so schwieriger gelingt es die Ruhe zu bewahren. Ich denke die wichtigste Frage ist, ob man ein Kind lieben kann und den richtigen Partner dazu hat. Alles andere kommt. Man ist ja aus gutem Grund 10 Monate schwanger. :-)

    Artgerecht

  5. #75
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Adhs und Kinder?

    Hallo Gemeinde,

    jetzt habe ich noch nicht viele Beiträge verfasst, möchte aber hier etwas beitragen. Bei mir wurde das ADHS erst mit 32 Jahren festgestellt und ich habe sowohl ein Aufmerksamkeitsproblem, als auch eine Hyperaktivitätsstörung.

    Nun, bin ich fast im 6. Monat schwanger mit einem kleinem Jungen. Ich bin eine studierte Frau, habe in einigen ADHS-Tests hervorragende Ergebnisse erzielt - so wie das bei Euch oder viele ADHSler auch so ist. Denn eins dürfen wir nicht vergessen, der Großteil von uns ist zudem noch hochintelligent und hat viele positive Eigenschaften, die wir gerne weitergeben - und, wen sollte das stören? Uns vielleicht?

    Ich freue mich auf meinen kleinen Jungen und er ist ein absolutes Wunschkind. Habe ich mir über mein ADHS Gedanken gemacht? Natürlich, aber ich sehe meine Erkrankung nicht als Problem, sondern als Chance, den Leuten zu zeigen, dass wir großartig sind und gar nicht anders oder gar gefährlich oder nichts im Leben auf die Reihe bekommen. Denn mal im ernst, was ist überhaupt "anders"? Und wer definiert so etwas? Wir fühlen uns anders? Sicher, aber wollen wir alle gleich sein - nein, viel zu langweilig!

    Mein Sohn wird eine Mutter bekommen, die ihn wollte, ihn liebt, jeden Tag neue Dinge mit ihm entdecken wird, den Spielplatz unsicher macht und ihm jeden Tag sagen wird, was er für ein toller, kleiner Kerl ist.

    Wird es Probleme geben? Natürlich, die gehören zum Leben dazu. ADHS hin oder her....

    Da wir aber immernoch von 50% Genetik und 50% Erziehung sprechen, haben wir ein ausgewogenes Verhältnis, das wir sehr gut beeinflussen können. Und ich denke nicht, dass es die ADHS-Eltern sind, die ihre Kinder den gesamten Tag vor den Fernseher oder die Playstation setzen und mit Zucker vollstopfen, da diese genau wissen, welches Ergebnis dabei herauskommt. (Absatz ist ohne Wertung zu verstehen!)

    Also, trefft Eure Entscheidung, jeder für sich und mit seiner persönlichen Geschichte. Aber schaut dabei auch etwas über den Tellerrand. ;-)))

  6. #76
    cam


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 255

    AW: Adhs und Kinder?

    Hi Jamei!

    Erst mal Glückwunsch zur Schwangerschaft! Ich seh das Ganze ähnlich wie du (warte gerade darauf, dass mein Mädel sich entschließt zu schlüpfen...) - sie wird sicher Eltern haben, die mit ihr eine Menge unternehmen und sie wird sich nie fragen müssen, ob ihre Eltern sie lieben! Ja, Probleme wird es geben, aber die werden wir dann schon irgendwie packen - auf gewohnt unkonventionelle ADHS-Art.

    Liebe Grüße
    Cam

  7. #77
    Sweety86

    Gast

    AW: Adhs und Kinder?

    ich denke ich werde später kidner bekommen wenn ich den richtigen mann dafür kennenlerne, aber nur eins so wäre meine Vorstellung ( kann sich natürlich auch ändern)
    Aber das Kind ist ja net entstellt oder geistig Behindert ect. außerdem muss es die Krankheit ja nicht bekommen. Und wenn man das ja weiß kann man ganz anders vorgehen, anders fördern, evtl. eine Baumschule ( soll wohl Allgemein, auch wenn viele es belächeln, mehr auf die Kinder und deren stärken eingegangen werden und diese auch gestärkt, Ich selbst war auf keiner aber ich denke sowas ist nicht verkehrt. )
    Es gibt einige Sachen die man dem Kind mit auf den weg geben kann und es zu einem Selbstbewussten sich selbst liebenden Menschen erziehen, kann man selbst weiß ja wie es ist und was das Kind viell. brauch.
    Andere Kinder haben es auch schwer also von daher

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