Seite 6 von 8 Erste ... 2345678 Letzte
Zeige Ergebnis 51 bis 60 von 77

Diskutiere im Thema Adhs und Kinder? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #51
    ErichW

    Gast

    AW: Adhs und Kinder?

    Meine erste Frage wäre, woher eigentlich jemand weiß, dass das Kind, die Kinder ADHS haben werden? Wenn etwas eine erbliche Komponente hat, dann kann aber muss diese sich nicht zwangsläufig realisieren. Es gibt weder die Sicherheit, dass ein Kind von ADHS-freien Eltern kein ADHS haben wird, noch die, dass ein Kind von Eltern mit ADHS selber ein ADHS haben wird.

    Ich unterstelle weiterhin, dass ein "Alltags-ADHS", also keines mit extremer Symptomatik, keinesfalls der Grund für eine unglückliche Kindheit ist. Ich sehe viele erwachsene ADHSler, die sogar sagen würden, dass sie eine gute Kindheit hatten, trotz aller Schwierigkeiten. Denn wenn man auf dem Lebensweg erfährt, dass Menschen hinter einem stehen, dass man geliebt werden kann trotz Problemen, dann wiegt das auf Dauer viel mehr, als die Wunden, die das Leben nun mal schlägt.

  2. #52
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Adhs und Kinder?

    @ErichW
    W i s s e n kann man es nicht - aber man kann abwägen, angesichts der eigenen Biografie ... mir geht es nicht nur um die Tatsache, dass es vererbt werden könnte, sondern mit weĺcher Ausprägung der Qualität ich rechne ...


    Dass ich/wir hier und an dieser Stelle von "Alltags-ADHS" reden könnten, käme mir nicht in den Sinn ... *hrmpf

  3. #53
    Burningdevil

    Gast

    AW: Adhs und Kinder?



    Meine Güte,
    innerlich kochen bei mir extrem die Gefühle hoch während ich hier lese.

    Grundsatz :

    ADHS/ADS .....bedeutet nicht gleich man wird ein Kind nicht richtig erziehen können,
    auch nicht das die Kinder nicht ausreichend versorgt werden oder sonstiges !
    Auch bedeutet es nicht das nur weil ich es selbst habe es an mein Kind vererben werde!


    Es gibt genügend andere Erkrankungen ob nun Rheuma oder Körperliche Behinderungen,
    Contagan , kleinwüchsigkeit etc.

    Trotzdem werde diese Eltern dem was sie zu tun haben gerecht.

    Ich bin Asperger adhsler und habe 3 Kinder
    bin garantiert keine Supermami aber für meine Kinder die Beste !


    Im Grunde ist es einem selbst überlassen .pro oder gegen ein Kind zu sein,
    aber schaden fügen wir ihnen nicht zu weil wir adhs haben oder es vererben können.
    Wir profitieren von dem was wir jetzt wissen,
    das wissen über unser ads und die Erfahrung die wir als spätdiagnostizierte gemacht haben.
    werden unsere kinder nicht machen müssen
    sie profitieren davon das wir hilfe annehmen und das wir anders mit ihnen umgehen werden.
    Wir sind Eltern die alles schaffen können genauso wie jeder andereMensch ob nun erkrankt an etwas oder nicht.
    Ausserdem Fehler macht ebenfalls jeder !!


    Glg Böörni

  4. #54
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Adhs und Kinder?

    Bisher habe ich nur mitgelesen. Ich liebe Kinder und hätte auch selbst gerne Kinder gehabt. Es gab eine sehr lange Phase in der ich festgestellt habe, dass ich erst im Einklang mit mir selbst sein muss, damit ich überhaupt an Kinder denken kann, denn eine überforderte Mutter mit allen Konsequenzen wollte und konnte ich Kindern nicht zumuten. Mittlerweile habe ich eine Diagnose, weiss aus welchen Familienzweigen es stammt und sehe bei meinem 5jährigen Neffen die Ausprägungen und wie schwer es ist, ihn teilweise zu händeln, vor allem, wenn man nicht nach einem Tanten-Kind-Tag die Tür hinter sich zu machen kann. Ich höre immer noch von anderen Familienmitgliedern: er ist unerzogen, ihm werden keine Grenzen gesetzt, da ist auch was dran, aber vor allem sind es viele Situationen, in denen er eben nicht anders reagieren kann und da ist man als Erwachsener in der Pflicht, ihn neutral bzw. mit großem Rückhalt aus entsprechenden Situationen rauszuholen.

    Ich kenne auch Leute, deren Sohn so ausgeprägtes ADHS hatte, dass er mehrfach fast das eigene Wohnhaus abgefackelt hätte, nicht mal in der Schule angekommen ist, wenn die Mutter ihn am Schulhof verabschiedet hat, weil auf dem Weg zum Klassenzimmer soviele spannenden Dinge waren... aber eine Begleitung bis ins Klassenzimmer war dem Kind untersagt, statt dessen gab es Ermittlungsverfahren wegen unentschuldigtem Fehlen bereits in der Grundschule...das sind dann die Dinge, bei denen ich nicht weiss, ob ich das als Mutter aushalten könnte. Und inwiefern ich mich kontrollieren kann, damit die Situation nicht weiter eskaliert.

    Ich denke, die Wahrscheinlichkeit, dass mein erstes Kind kein ADHS hat geht gegen Null, da in der Regel vor allem die Erstgeborenen auch ADHS haben, wenn ein Elterteil ADHS hat. Natürlich kann man sein Kind entsprechend fördern, weil man mit dem heutigen Wissen auch mit ADHS und der Entwicklung des Kindes diesbezüglich anders umgehen kann als mit der eigenen ADHS von den eigenen Eltern, Erziehern, Lehrern umgegangen wurde. Aber den Begriff "Alltags-ADHS" finde ich in einem Forum von betroffenen Erwachsenen mit entsprechenden Ausprägungen des ADHS sehr fehl am Platze.

    Man muss sich aller Konsequenzen bewusst sein, wenn man eine Entscheidung trifft. Man sollte wissen, worauf man sich einläßt. Für mich heißt das nicht, dass ich keine Kinder bekommen werde, wenn die Zeiten etwas ruhiger sind, allerdings wird mein Partner bereits mit der Entscheidung "Wir wollen ein Kind!" zum PPP-Kurs geschickt und evtl. zur SHG betroffener Eltern, damit er dann später auch entsprechend reagieren kann.

  5. #55
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Adhs und Kinder?

    gibt es eine Garantie?

    Nein.

    Ich behaupte - niemand weiss, bevor er Kinder bekommt - wie es sein wird.
    Zu vergleichen mit einem ernst zu nehmenden Abenteuer.

    Und hier noch eine Behauptung - wir erleben unser "Sein" - unsere Schwierigkeiten mit der ADHS - so wie wir
    es erlebt haben - so wie wir damit gelernt haben umzugehen - unsere Erinnerungen -

    ..... es ist überheblich, und meiner Meinung nach, FALSCH - zu GLAUBEN auch unsere Kinder würden dies Mühe bereiten.
    (Was wenn nicht?)

    Angst, ja, dieses Gefühl als Mutter, die Kinder würden dies und das nicht meistern - nicht können - oder ich als Mutter
    ihnen nicht gerecht oder genügen..... ist ein Gefühl, das uns vor "Gefahr" schützen sollte - auch ein eingeprägtes "Muster"
    aus UNSERM erlebten - erkennt man dies.... wird vieles REAL.

    Dem Kind Vertrauen - sich SELBST Vertrauen.

    Selbstvertrauen - ja..... das wurde häufig "AB-erzogen" - sonst würden man Mutvoller ins Abenteuer "Familie" starten... (glaube ich)

    lieber Gruss
    (Und wenn jemand keine Kinder möchte - so ist das doch auch recht - aber nicht aus dem Grund "adhs" ?)

  6. #56
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Adhs und Kinder?

    habitbreaker schreibt:
    Es gibt Ausprägungen, die wünschst du dir nicht ... nicht dir und nicht deinem Kind ...
    Das weiß man im Vorfeld nie genau. ADHS ist zudem keine Krankheit, um Eugenetik zu betreiben. Ich respektiere aber Deine Entscheidung, dass Du selbst keine Kinder mehr haben möchtest, die vielleicht unter ADHS leiden könnten.
    Geändert von Steintor (13.01.2013 um 22:14 Uhr) Grund: Ich habe mich eklatant verschrieben!!!!!

  7. #57
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Adhs und Kinder?

    Hi Sumsebiene!

    Sumsebiene schreibt:
    Für meinen freund und mich ist klar das wir irgendwann ein kleines "wir" haben wollen und ich denke das wenn dabei schon ein adhsler-kind rauskommen sollte, dann wird es unter den besten bedingungen aufwachsen die es für solch ein kind nur geben kann, nämlich bei leuten die jahrelange erfahrung mit adhs haben, wo selber einer betroffen ist und eben einem StiNo, bessere vorraussetzungen gibts doch eigentlich garnicht oder ?
    Klasse, diesen Satz finde ich nur gut. Eben, das ist meine Meinung. ADHS kann man durch Selbstverzicht nicht unterbinden. Warum auch, die Probleme haben oft die Anderen. Daher bin ich der Meinung, dem Kind mit ADHS genug Selbstvertrauen und Kraft zu geben, dass es gegen den ADHSfeindlichen Wind der Gesellschaft antreten kann.

  8. #58
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Adhs und Kinder?

    Steintor schreibt:
    ADHS ist zudem keine Krankheit, um Euthanasie zu betreiben.
    Um Himmels Willen - WER hat denn SOETWAS behauptet???!!!
    Geändert von habitbreaker (14.01.2013 um 00:05 Uhr)

  9. #59
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Adhs und Kinder?

    habitbreaker schreibt:
    Wenn ich um ein potentielles beschriebenes Ärgernis weis, muss ich selber für mich die Entscheidung bez. dieses umschriebenen Ärgernisses treffen - ich alleine trage die Verantwortung, ich alleine muss die Konsequenzen akzeptieren ...
    Das sehe ich ein, generell. Speziell möchte ich bei ADHS nicht von Ärgernis sprechen. Aber ich sehe ein, dass es extreme Ausprägungen des ADHSs gibt. Nur, aus Angst, dass mein ungezeugtes Kind diese extremen Formen bekommen könnte, dasselbe nicht zu zeugen, finde ich auch dem Kind gegenüber unfair.

    Deine Meinung, aber nicht meine - ich bitte dich, das zu respektieren.
    Natürlich respektiere ich Deine Meinung. Es geht hier ja nicht darum, eine einheitliche Meinung zu bilden oder die Meinung des jeweils Anderen platt zu machen, sondern es geht darum in lockerer Atmosphäre zu plaudern.

  10. #60
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Adhs und Kinder?

    habitbreaker schreibt:
    Um Himmels Willen - WER hat den SOETWAS behauptet???!!!
    Keiner. zumindest nicht in diesem Thread. Aber wenn Außenstehende den Kinderwunsch eines vom ADHS betroffenen Menschen verurteilen, dann grenzt das für mich an Eugenetik......Mist, ich habe mich eklatant verschrieben, glaube ich.

    Ich habe es oben korrigiert.

Seite 6 von 8 Erste ... 2345678 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Warum Grenzen die sich immer ab?Kinder und Kinder
    Von maedelmerlin im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 15.11.2012, 20:45
  2. Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 7.01.2012, 01:03

Stichworte

Thema: Adhs und Kinder? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum