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Diskutiere im Thema Familie und Freunde im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 28

    Familie und Freunde

    Hallo,

    ich habe einem befreundeten jungen Arzt und meiner Familie von meiner Vermutung evtl. ADS zu haben erzählt.

    Das Resultat war völliges Unverständnis. Das Thema wurde schnell abgetan mit den Argumenten, dass ich ja gar nicht weiß, was die Krankheit eigentlich bedeutet usw. Und das keiner glaubt, dass ich sowas habe.

    Bin natürlich jetzt etwas verunsichert und hab Angst, dass wenn ich zu einem Arzt gehe, der mich auch so abwimmelt.

    Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht mit euren Familien und/oder Freunden?

    Gruss
    JackyO

  2. #2
    herrwasgeht

    Gast

    AW: Familie und Freunde

    Jo weill anscheinend gibt es ja kein ADHS aber Alkoholismus ist eine sehr ernste krankheit.
    Wir sind nur faul bla bla und leute die Krebs haben tuen auch nur so.......
    Die unverständniss gegenüber ADHS scheint normal zu sein was ich einfach nur erbärmlich finde.
    Arzt finden der die tests macht aber einen finden ist so ne sache die miesten wollen sich damit auch net beschäftigen.
    Kleiner tip las nicht ab auch wenn der Azrt mit den händen abwinkt säufer werden ja auch ernstgenommen.
    (kommt bestimmt gleich ein post bla bla die alkis etc)

  3. #3


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: Familie und Freunde

    Ja, habe ich. Gestern habe ich mit einer Freundin telefoniert, die selber ein ADHS hat (ohne Diagnose, aber mit So einem fetten H). Die meinte: Ach quatsch, Du bist doch nicht krank. Du bist doch ganz normal. Klar, im Verhältnis zu ihr vielleicht.

    Mein Mann ist selber ADSler ohne Diagnose meint auch, dass ich einfach nur überarbeitet bin.

    Leider ist es so, dass es (siehe Forum) wohl viele Ärzte gibt, die uns nicht ernst nehmen. Aber lass Dich deswegen bloß nicht davon abringen, eine Dianose machen zu lassen. Das ist immerhin Dein Leben und wenn Du dann am Ende kein ADS hast, kannst Du immer noch weitergucken und mit einem Therapeuten überlegen, was man sonst noch so machen kann. Dass etwas nicht OK ist, weißt Du auf jeden Fall. Familie und Freunde sind da erst mal egal.

    Minzi

  4. #4
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 764

    AW: Familie und Freunde

    Hey,
    es tut mir Leid zu hören, dass du da auf so eine Ablehnung und auf so ein Unverständnis gestoßen bist.. Das ist echt nicht okay!:/
    Gib aber bloß nicht auf ! Ich stimme minzi zu, dass du dir, auch wenn dir die Menschen sehr wichtig sind, über deren Urteil keine Gedanken machen solltst!
    Wichtig bist jetzt erstmal DU!

    Ich selbst habe allerdings noch keine schlechte Erfahrung mit Ärzten gemacht, meiner ist da sehr verständnisvoll, was das AD(H)S betrifft und hat da einiges für mich erledigt!
    Möglicherweise könntest du dich in der Umgebung mal umhören, wo du einen guten Neurologen findest, der sich auf dem gebiet auskennt (so wie meiner )
    Vor einer Diagnose solltest du allerdings nicht..flüchten.. oder.. ach, du weißt schon. Keine Scheu zeigen, denn schaden kann es auf jedenfall nicht!
    Und dann kannst du den Leuten die Diagnose auf den Tisch knallen und sagen "HA, HA und HA!" (gut, ich weiß, darum gehts nicht.. aber.. nun ja.. meine Phantasie )
    und wenn du es nicht hast, dann gehst du zumindest schonmal per Ausschlussverfahren vor!

    Und ein wenig Literatur.. Kann nie schaden! Zum Glück gibts ja mittlerweile mehr Bücher zum Thema AD(H)S bei Erwachsenen und ich bin von den meisten sehr angetan !


    Aus meinen eigenen Erfahrungen kann ich leider nicht viel mitbringen, ich hab die erste Diagnose ja schon als Kind bekommen, da war es ja nichts "besonderes", sogesehen, meine Eltern waren gut informiert, nachdem erstmal jahrelange Verzweiflung herrschte, was bei mir nicht stimmen täte.. :/

    Die 2. Diagnose war vor ungefähr zwei Jahren, damit ich die Medikamente wieder nehmen konnte, eben bei diesem super Arzt !

    Naja, als ich älter wurde, habe ich mich dann freunden mal anvertraut.
    Die waren ein wenig überrascht, weil sie von AD(H)S ein KOMPLETT anderes Bild hatten, und deswegen sagten sie "du wirkst ja gar nicht so, als ob du das hast!"
    daraufhin habe ich denen, die sich wirklich interessiert gezeigt haben (mehr oder weniger..^^) ein paar Sachen zu lesen gegeben und mich unterhalten.
    et voila... Ganz verstehen konnten sie es natürlich nicht, aber eine grobe Ahnung konnte ihnen nicht schaden ..

    Bevor man dich anklagt, dass du irgendwas nicht verstehst, sollen die Leute aus deinem Umfeld sich mal an die eigene Nase fassen!! (Ich kenn sie nicht, entschuldige, aber klang jetzt eben für mich danach...)

    Alles Gute !!

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Familie und Freunde

    Danke sehr, für eure Antworten. Es tut echt so gut, darüber zu reden, ohne verspottet zu werden!

    Also mein Freund, der mich ja quasi auf die "Idee" brachte, dass ich ADS haben könnte, sagte mir auch, dass ich vorsichtig sein soll, denn ADS wäre z.Zt. bei Erwachsenen wohl eine Art Modekrankheit und viele nur an irgendwelche Medikamente ran wollen. Und es wohl in der Medizin auch bei vielen Ärzten nicht "anerkannt" sei und es super wichtig ist einen kompetenten Arzt zu finden, der richtig Plan von AD(H)S bei Erwachsenen hat.

    Die Aufnahmebedingungen hier im Forum bestätigen ja, wie komisch das alles ist. War mir dessen gar nicht bewusst.

    Ich habe ein Problem schon seit ich denken kann. Was es ist? Keine Ahnung. Ich will es nur in den Griff bekommen und mich einfach endlich mal dauerhaft gut fühlen.

    Depression wurde ja schon einmal erwähnt, aber ob das tatsächlich die Erklärung für alles ist?

    Habt ihr Tips für mich, wie ich nen passenden Arzt finde? Hab natürlich gegooglet und einen Arzt in die nähere Auswahl genommen. Sofern ich dort in diesem Leben noch einen Termin bekomme, was soll ich da sagen?

    Bin heute wieder so unruhig innerlich.... Das macht mich verrückt!

    Was macht ihr dagegen? Würde am liebsten 2 doppelte Whiskey trinken.....

  6. #6


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: Familie und Freunde

    Lass den Whiskey stehen und geh lieber joggen, spazieren, oder tanze einfach nach toller Musik durchs Zimmer.

    Arztsuche ist bei mir auch Dauerthema. Vielleicht schaust Du mal, ob es bei dir in der Nähe sowas wie eine ADHS-Ambulanz gibt, wo Du Dich schon mal auf die Warteliste setzen lassen kannst. Arzt dann via Internet/Google versuchen zu finden und auch da auf die Warteliste. Ich war auf einer Liste in der LVR Klinik in Essen. Die hatten im Oktober von 1 Jahr gesprochen. Jetzt habe ich anfang Februar einen Termin. Also nicht aufgaben, nicht trinken, schon gar nicht, um Dich zu beruhigen und erst mal Proaktiv werden, d.h. Dich mit Arztsuche und Thema weiter beschäftigen. Und natürlich Dich durch das Forum stützen lassen.

    Minzi

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Familie und Freunde

    Sowas ist mies, kann das gut verstehen.
    Ich würde dir raten, erstmal nicht mit Gott und der Welt (auch nicht mit guten Freunden) über den Verdacht zu reden.
    Gerade mit "nur" Verdacht wird man ja gerne als hypochonder abgestempelt... zudem ist ADHS ja "eh nur ne Modekrankheit"
    Ich habe zwar mittlerweile schon sehr viele gute Artikel gelesen und habe das Gefühl, das mediell das Thema zumindest ernst genommen wird,
    aber in der breiten Bevölkerung ist es nach wie vor eben diese Modekrankheit, die nur schlecht erzogene Kinder haben, die sich nicht zusammenreißen können.

    Würde dir auch raten, zum Arzt zu gehen. Vor denen brauchste keine Angst haben, wobei ich defintiv zu nem Spezialisten in dem Bereich gehen würde (im Forum findest du Adressen).

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Familie und Freunde

    ich kann es nur wiederholen, wurde auch schon an anderer stelle geschrieben.

    es gibt studien, dass ein viertel bis ein drittel der alkoholiger eigentlich adhsler sind, deren adhs nicht behandelt wurde und die sich deswegen selber behandeln u.a. mit alkohol, oich habe aber auch adhsler kennengelernt die das mit tabletten, kiffen und weiteren härteren bis harten drogen versuchen.

    für mich grenzt es an mind. fahrlässige körperverletzung, wenn ein arzt einen patienten, der einen begründeten verdacht hegt und dieses darlegen kann, wegschickt und sagt das ist alles nur eingebildet.

    ich habe das selber erfahren, ein psychologe, der mich 15 min kennt und sagt, sie haben ein studium, sie können mir in die augen sehen und sie bleiben sitzen, also haben sie kein adhs ... wenn er nur 2 menschen befragt, die mit mir zu tun haben oder nur eine halbe anamnese durchführen würde ...

    ich lerne langsam, diese menschen zu ignorieren, weil sie mir nicht weiterhelfen, mein ohnehin angeschlagenes selbstvertrauen noch weiter untergraben, insbesondere nicht weiterhelfen

    denn ich gehe nicht zum arzt umirgendwelche pillen zu bekommen sondern um eine brauchbare unterstützung und hilfe einzufordern und wie gesagt, wenn diese verweigert wird, obwohl es die aufgabe eines arztes ist, geht das gar nicht

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Familie und Freunde

    Oh man, das ist ja wirklich alles ziemlich krass.

    Abgesehen davon, dass es auf den Arzt ankommt, wie soll ich mich denn verhalten? Direkt sagen, was in mir vorhergeht in der Hoffnung, dass der Arzt mir sagt, was es sein könnte, oder lieber meine Vermutung bezüglich ADS direkt ansprechen?

  10. #10
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 764

    AW: Familie und Freunde

    JackyO schreibt:
    Oh man, das ist ja wirklich alles ziemlich krass.

    Abgesehen davon, dass es auf den Arzt ankommt, wie soll ich mich denn verhalten? Direkt sagen, was in mir vorhergeht in der Hoffnung, dass der Arzt mir sagt, was es sein könnte, oder lieber meine Vermutung bezüglich ADS direkt ansprechen?
    Vielleicht könntest du anfangen mit dem, was da in dir vorgeht, und anschließend ganz beiläufig erwähnen, dass du von jemandem gehört hast, dass eben einiges davon AD(H)S vermuten lässt..?
    Los, fahr nach Mülheim und such diesen tollen Arzt auf! Der ist suuuuuper!!

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