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Diskutiere im Thema Die schönen Aspekte von ADHS im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #71
    ...das war mal..

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 265

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Ich kam zum Beispiel bis 2006 sehr gut mit mir klar.
    Erst seit 2007 ist meine Regulationsfähigkeit nicht mehr im Lot.
    Ich sage für mich in meinem Fall, das ich bis 2006 nicht krank war.
    Erst eine externe Krankheit, war der Auslöser dafür, das ich nicht mehr die Kraft hatte,
    um wie bisher meine Strategien nutzen zu können.
    Erst seit dem komme ich in Konflickt mit meiner ADHS Symptomatik.
    Das akzeptiere ich auch so.
    Und muss damit umgehen, was mir noch möglich ist.
    Aber nicht, weil ich ADHS habe.
    Gruß Andy. (Nu aber wech....)

  2. #72
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Hallo

    ich finde nicht, dass AD(H)Sler kreativer, tierlieber, gerechter etc. sind als andere Menschen.

    z. B. Gerechtigtkeit - es wird ja oft behauptet, dass AD(H)Sler einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn haben.

    Wenn ich da so auf meine berufliche Erfahrung zurückblicke und die AD(H)Sler unter den Bewohnern des Männerwohnheims, in dem ich 6 Jahre gearbeitet habe, vor meinem inneren Auge vorbeilaufen sehe, dann waren die Jungs schon verdammt gerechte, Diebe, Schäger und Totschläger, Betrüger etc. Viel gerechter als die NichtAD(H)Sler unter unsern vorbestraften Bewohner.

    Klar ist das böse, wass ich ihr schreibe und vielleicht auch ungerecht, aber ich konnte wirklich nie einen Unterschied feststellen.

    Ich denke z. B. dass von AD(H)Slern Caos oft mit Kreativität verwechselt wird, dass die Unfähigkeit etwas nicht beenden zukönnen und mit halbfertigem zu leben auch nicht kreativ ist, sondern das Leben mit einem Mangel.

    Ich denke nicht, dass eine AD(H)S einen gute Seiten hat. Man kann lernen gut mit ihr zu leben


    Elwirrwarr




    ich habe editiert um Tippfehler zu verbessern
    Geändert von Elwirrwarr ( 3.01.2013 um 17:31 Uhr)

  3. #73
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 91

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Elwirrwarr schreibt:
    Hallo

    ich finde nicht, dass AD(H)Sler kreativer, tierlieber, gerechter etc. sind als andere Menschen.

    z. B. Gerechtigtkeit - es wird ja oft behauptet, dass AD(H)Sler einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn haben.

    Wenn ich da so auf meine berufliche Erfahrung zurückblicke und die AD(H)Sler unter den Bewohnern des Männerwohnheims, in dem ich 6 Jahre gearbeitet habe, vor meinem inneren Auge vorbeilaufen sehe, dann waren die Jungs schon verdammt gerechte, Diebe, Schäger und Totschläger, Betrüger etc. Viel gerechter als die NichtAD(H)Sler unter unsern vorbestraften Bewohner.

    Klar ist das böse, wass ich ihr schreibe und vielleicht auch ungerecht, aber ich konnte wirklich nie einen Unterschied feststellen.

    Ich denke z. B. dass von AD(H)Slern Caos oft mit Kreativität verwechselt wird, dass die Unfähigkeit etwas nicht beenden zukönnen und mit halbfertigem zu leben auch nicht kreativ ist, sondern das Leben mit einem Mangel.

    Ich denke nicht, dass eine AD(H)S einen gute Seiten hat. Man kann lernen gut mit ihr zu leben


    Elwirrwarr




    ich habe editiert um Tippfehler zu verbessern
    Worum geht es denn.... ich kann mich doch nicht hinsetzten und mir den ganzen Tag sagen, es hätte nur Nachteile, ADHS zu haben?! oder.
    Wir sind sicher nicht prinzipiell die besseren Menschen, aber ich fühle mich nicht ständig so als müsste ich mit einem Mangel leben.
    Es ist doch schön wenn man, der ganzen Sache einfach wirklich etwas positives entnehmen kann. Und ich kann das, ganz sicher sogar.

    Spreche hier nur für mich.

  4. #74
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 764

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Kiltja schreibt:
    Worum geht es denn.... ich kann mich doch nicht hinsetzten und mir den ganzen Tag sagen, es hätte nur Nachteile, ADHS zu haben?! oder.
    Wir sind sicher nicht prinzipiell die besseren Menschen, aber ich fühle mich nicht ständig so als müsste ich mit einem Mangel leben.
    Es ist doch schön wenn man, der ganzen Sache einfach wirklich etwas positives entnehmen kann. Und ich kann das, ganz sicher sogar.

    Spreche hier nur für mich.

    und für mich

  5. #75
    Lysander

    Gast

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Ich bin okay.

  6. #76
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Lysander schreibt:
    Ich bin okay.
    So sehe ich das auch

    Ich muss an ADHS nichts Gutes oder Positives sehen. Mir reicht es vollkommen, wenn ich an mir was Positives sehe.
    Und wieso muss ADHS positive Seiten haben? Hat ADHS negative Seiten?
    Klar, es beeinträchtigt mich. Aber ich versuche, meiner "Erkrankung" möglichst neutral zu begegnen und sie eben gerade nicht zu bewerten.
    Ich habe zusätzlich zu ADHS noch einige andere Erkrankungen (keine Komorbiditäten) und da suche ich auch nichts positives dran. Ich erkenne zumindest nichts Positives an meinem Hautausschlag. Und ADHS ist für mich sowas wie mein Hautausschlag. Will ich nicht haben, finde ich doof, muss ich aber trotzdem mit klarkommen.

  7. #77
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 523

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    es gibt menschen die können mit haarausfall sehr gut leben,
    und es gibt menschen die zerbrechen psychisch daran, an haarausfall frühzeitig zu erkranken.

    mir ist bewusst, dass man haarausfall und die adhs symptomatik nicht vergleichen kann,
    aber die leidenswege bzw die betrachtungen auf die jeweilige "erkrankung"
    sind doch immer sehr unterschiedlich.

    wir können uns einig sein, dass wir uns nicht einig sind

  8. #78
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    DerTyp schreibt:
    es gibt menschen die können mit haarausfall sehr gut leben,
    und es gibt menschen die zerbrechen psychisch daran, an haarausfall frühzeitig zu erkranken.
    Hinter diesem "psychisch dran zerbrechen" steckt eben die Bewertung des Haarausfalls als etwas negatives, das einen selber minderwertig macht, aus der Sicht des Betroffenen.
    Das gilt nicht nur für Erkankungen, sondern kann auch für Ereignisse etc. Zur Therapie psychischer Erkankungen gehört es daher, dass man lernt, Dingen/Menschen/Ereignisse ohne Wertung zu begegnen. Dass man die Welt eben nicht in gut und schlecht einteilt. Dass man manches einfach so annehmen kann.

    wir können uns einig sein, dass wir uns nicht einig sind
    Darin sind wir uns einig

  9. #79
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    keineAhnung schreibt:
    Die allermeisten ADHSler sind ganz besonders helle Köpfe, wegen des ADHS.
    Beweise bitte.

    Um es vorweg zu nehmen:
    Es gibt sie nicht.

    Die Intelligenzverteilung ist bei ADHS'lern die Gleiche wie bei Normalos.

    Aber gerade der Bildungsbereich ist syndrombedingt derjenige, welcher am stärksten von ADS-typischen Einschränkungen betroffen ist [Barkley, Fisher, Murphy]
    Und da haben wir schon den ersten wichtigen Lebensbereich, in dem erhebliche Einschränkungen bestehen, die dem Betroffenen zum Nachteil gereichen.

    Es gibt keinerlei Hinweise oder Beweise oder dies belegende Studien darüber, dass ADHS'ler eine insgesamt höhere Intelligenz haben, als die Referenzgruppen.

    Sorry wenn ich das so direkt schreibe, aber das ist Fakt und da gibt es etliche Studien, die das eindeutig belegen, die jüngsten sind die UMASS und die Milwaukee Studien, die als Langzeitstudien ganz besondere Aussagekraft haben.

    Innerhalb der ADS-Gruppe ist Intelligenz genauso normalverteilt wie in der Referenzgruppe.

    Im Bildungssektor dagegen bleiben ADS'ler regelmäßig und in sehr großem Ausmaß unterhalb ihrer eigentlichen intellektuellen Fähigkeiten (sog. "Undereducation", ... gibt's da ein deutsches Wort für?)



    Lassen wir uns nicht länger einreden, wir seinen krank.
    Schöner Satz, aber schauen wir doch mal den Tatsachen ins Auge:
    Wer nicht krank ist, hat auch keine Diagnose.

    Die Diagnosekriterien sagen ganz klar aus, dass eine solche nur dann vergeben werden darf, wenn durch die Störung eine erhebliche Beeinträchtigung in mehreren wichtigen Lebensbereichen vorhanden ist.

    Wer diese nicht hat, bekommt von rechts wegen auch keine Diagnose.

    Es ist also vollkommen unlogisch, jemanden, der keine Krankheitssymptomatik hat, eine Diagnose zu vergeben.

    Wer also eine Diagnose hat, dem wurden diese Beeinträchtigungen in mehreren Lebensbereichen nachgewiesen und das rechtfertigt den Begriff Krankheit, denn er ist durch diese Beeinträchtigungen deutlich gegenüber anderen eingeschränkt bzw. im Nachteil.

    Es ist vollkomen unlogisch zu sagen, man habe keine Krankheit, wenn man die Diagnose hat.
    Dann bliebe nur die Schlussfolgerung, dass man die Diagnose zu unrecht hat.

    Die Sache hat allerdings einen Riesenhaken:
    Nämlich den, dass viele Betroffene bis zu ca. ihrem 30. Lebensjahr ihre Krankheit gar nicht als Krankheit wahrnehmen und sich für vollkommen gesund halten, während sie meinen, dass die anderen das Problem sind.

    Das ist sogar vollkommen normal für ADS'ler und, so paradox das klingen mag, fast schon ein Beweis dafür, dass die Diagnose zurecht besteht, denn sie belegt die Einschränkungen in den exekutiven Funktionen, zu welchen eben auch diese Selbstreflexion gehört, welche zu den letzten der sich verzögert entwickelnden exekutiven Funktionen gehört.

    Eine echte Krux.


    Manche haben sogar noch in den Mittvierziger ein Problem damit, das zu erkennen. (Ja ich meinte mich)

    Aber der Groschen fällt, ... pfennigweise, aber er fällt .


    Um es kurz zusammenzufassen:

    Wenn jemand von einer leichten Form von ADHS betroffen ist, so leicht, dass er vielleicht auffällig, aber nicht in mehreren Lebensbereichen erheblich eingeschränkt ist, wird er kaum eine Diagnose erhalten.
    Jemand der entsprechend betroffen ist, wird die Diagnose bekommen und dann kann man nur von einer Erkrankung sprechen.

    Aber es ist normal, wenn man bis zu einem gewissen Entwicklungspunkt genau dieses nicht erkennt ...
    Um Barkley zu zitieren (der dies aus der Sicht eines jungen ADS'ler sagte):
    "I have no problem, you're my problem, get out of my ass"
    (Hat er wirklich mal in einem Vortrag gesagt )



    Ich kann also jeden verstehen der sagt "Ich bin nicht krank, ADS ist keine Krankheit, die Gesellschaft ist krank"
    Abgesehen davon, das Letzteres auf jeden Fall korrekt ist, haben auch diejenigen recht, die eben sehr wohl der Meinung sind, dass ADS eine Krankheit ist.

    Das muss ja nichts Schlimmes oder Negatives sein.

    Es liegt immer so viel Bewertung auf dem Begriff Krankheit.
    Wenn ich einfach aufhöre den Begriff zu bewerten, kann ich mich endlich den sachlichen Inhalten stellen, das bringt viel mehr.

    Ob es eine Krankheit ist, entscheidet die Frage, ob man signifikant schlechter dran ist als andere.

    Da geht es nicht darum, ob jemand ein wenig sprunghafter oder hibbeliger ist etc ... nein ... da geht es darum, dass jemand eine deutliche, lebenslange Spur von Leid und Problemen hinter sich her zieht, die wie ein roter Faden immer auf die gleiche Ursache zurückzuführen ist.

    Es geht nicht um ein "bisschen", es geht um "sehr deutlich"
    Dummerweise können wir das selber erst sehr sehr spät wahrnehmen.

    Ich billige jedem zu, dass er seine ADHS nicht als Krankheit betrachtet und will das auch niemandem ausreden.
    Mag ein schöner und guter Weg sein, sich daraus etwas positiver zu fühlen und das ist voll ok.

    Aber ich sehe es lieber so, dass ich all das, was ich bin und erreicht habe, trotz dieser Krankheit kann und konnte.

    Das ist ein ganz erheblicher Unterschied.
    Um ein Filmzitat zu verwenden:
    "Die Kunst beim Katz und Maus Spiel ist zu wissen wer die Katze ist"

    Ich bin lieber die Katze .

    (bin gespannt ob jemand drauf kommt, woher das stammt. Ich kenne den ganzen Film auswendig und weiß nicht mal warum...)




    Und um abschließend noch mal Barkley zu zitieren:
    "ADS ist keine Gabe.
    In all den Hunderten von Studien über ADHS ist in nicht einer einzigen zu Tage getreten, dass diese Störung auch nur einen einzigen Vorteil mit sich bringt, der speziell und ausschließlich diesem Syndrom zuzuschreiben wäre."



    Link zum Video




    EDIT:
    Ah,... Vergessen (ADS ):

    Der Begriff Aufmerksamkeitsdefizitstörung ist falsch gewählt.
    Besser wäre:
    "Aufmerksamkeitsinkonsiste nz" [Neuhaus]
    oder
    "Störung der exekutiven Funktionen" [Barkley]

    Es umzubenennen wäre aber ein grandioser Fehler, den man nicht machen wird, zum Glück.
    Geändert von Fliegerlein ( 3.01.2013 um 18:56 Uhr) Grund: Nachtrag zugefügt Fehler korrigiert

  10. #80
    herrwasgeht

    Gast

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    @Fliegerlein
    so true

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