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Diskutiere im Thema Die schönen Aspekte von ADHS im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #181
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    ADHS72 schreibt:
    Ich bin eigentlich schon gar nicht mehr da,
    Ich eigentlich auch nicht ADHS halt

    Frage ist nach Deinen Ausführungen, ob dann die DSM-IV Unterscheidung langfristig sinnvoll ist. Vielleicht, um den aktuellen Stand jeweils zu spiegeln...
    Das ist genau der Punkt, weswegen man über die Aufgabe der Typisierung nachdenkt.
    Ich weiß jetzt nicht, wie es mit der kommenden DSM V aussieht, ob da die Subtypen schon rausgenommen wurden.
    Aber das ist der HIntergrund des Ganzen.

    Möglicherweise ist es sinnvoller, die Diagnose als solche nicht zu typisieren und damit sozusagen drei Diagnosen zu schaffen, sondern eine einheitliche Diagnose mit einem einzigen Schlüssel, unter dem Aspekt, dass der Schweregrad schwankt.
    Das ist wohl eher eine formelle Sache, da ein Wechsel des Subtyps eine neue Diagnose erfordert.
    So bliebe man immer in der gleichen Diagnose, also dem gleichen Diagnoseschlüssel.

  2. #182
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 55

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Hey Marcus von mir auch noch ein abschliessender Post:

    Da du viel wert auf Logik und Wissenschaft legst möchte ich dich darauf hinweisen:

    In der Wissenschaft gilt eine Theorie solange bis sie wiederlegt wird.

    Da du meinen ursprünglichen Post (zu den positiven Aspekten der ADHS im Allgemeinen und dem Hyperfokus im Speziellen)nicht wiederlegst sondern lediglich in Frage stellst (was dein gutes Recht ist) gilt er für mich als richtig bzw. gültig. Obwohl das natürlich lange keine wissenschaftliche Diskussion ist. Viel mehr gründet sie auf den unterschiedlichen Auffassungen zum Thema und dem Glauben der Teilnehmenden an die jeweilige Theorie.

    Und noch eine kleine Anmerkung. Ich muss nicht zwischen deinen Zeilen lesen um sie als überheblich zu empfinden.

    Auf deine Frage möchte ich nicht eingehen weil du auch nicht meine Aussagen als Ganzes ansprichst sondern nur die Teile die in deine "Argumentation" passen. Betrachte es als Denkaufgabe für das Wochenende.

    Gruss Ben

  3. #183
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Was ich hingegen ziemlich unerfreulich finde ist, dass ich in vielen eurer Aussagen einen rassistischen Unterton herauslese. Hier nur ein paar Beispiele:
    du sprichst mir aus der Seele. Dieses "wir sind besser" Gerede und vor allem diese "Indigokind" Theorienen haben schon einen rassistischen Unterton - "Am ADHS- Wesen soll die Welt genesen" auf nix anderes kann dieses Indigogequassel reduzieren.

    Plattitüden sind einfach nicht geeignet komplexe Zusammenhänge zu beschreiben.



    leider ist ein Beitrag von mir im Off-verschwunden (war wohl zu unaufmerksam und habe den Hinweis, dass schon neue Beiträge geschrieben wurden nicht mitbekommen

    Ich teile auch die Sicht, dass die Komorbiditäten das Hauptproblem bei erwachsenen ADHSlern darstellen.

    So sollen z. B. ca. 30 % aller Alkoholiker (ich bin jetzt zu faul die Studie zu suchen) eine ADHS haben. Auch seien ca. 30 % aller Borderliner ADHSler - andere psychische Störungen und Krankheiten sind ebenfalls bei ADHSler überproportional vertreten. Es ist wirklich davon auszugehn, dass kaum ein erwachsener ADHSler keine Kormorbiditäten hat. Das macht z. B. die ADHS Diagnose bei Erwachsenen oft auch sehr schwierig.

    Ich kann von mir jedoch sagen, dass erst mit Mph einige therapeutische Maßnahmen griffen und die Gabe von Mph durchaus auch bei der Bearbeitung der Komorbiditäten Sinn machte.

    Als Erwachsener habe ich auch Kompensationsstrategien entwickelt, die mehr oder weniger effektiv sind und oft sehr viel Kraft kosten - ich leide dann subjetiv nicht an meiner ADHS sondern an der Erschöpfung.

    Ich leide schon an meiner ADHS, dann z. B. wenn ich trockene Texte lesen will, aber mich einfach nicht darauf konzentrieren kann - aber die Hauptprobleme sind die Komorbiditäten.


    Erfahrungen aus der Arbeit mit Kindern sind nicht zwingend übertragbar. Erwachsene ticken anders. Mit Kindern (Grundschulalter) kann ich auch noch therapeutisch effektiv arbeiten auch wenn sie gar nicht therapiert werden wollen - mit Erwachsenen geht das nicht, da ist die Bereitschaft zur Mitarbeit zwingende Voraussetzung (nur ein Beispiel)


    Ich möchte noch mal auf eine angeblich schönen Seite der ADHS zurück kommen:

    Die Tierliebe - da habe ich als ADHSler mein Leben lang gelernt, dass ich anders bin und das mich keiner so richtig mag - Mama ist wütend über die Unordnung und, und, und der Hund findet mich immer toll - egal ob das Zimmer aufgeräumt ist, ob ich schon wieder gekündigt worden bin und, und, und. Ja, da habe ich den Hund doch ganz besonders lieb.

    Das ist doch keine Tierliebe, wenn ich mir einen Hund anschaffe, damit mich mal wer lieb hab und nicht nur meckert. Klar habe ich meinen Bärbel-Hund lieb - aber ich brauche sie doch mehr als sie mich.

    Alles LIebe Elwirrwarr

  4. #184
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Ben0123 schreibt:
    Und noch eine kleine Anmerkung. Ich muss nicht zwischen deinen Zeilen lesen um sie als überheblich zu empfinden.
    Nochmal, für den Fall, dass es untergegangen ist:

    Wie oft hast Du in Deinem Leben schon diesen Spruch gehört:
    "Der kann, wenn er will, der will nur nicht, der muss nur wollen"

    Und das, obwohl Du sehr genau wusstest, das dem nicht so ist.
    Nur hat es Dir keiner geglaubt.
    Weil sie sich nicht in Dich einfinden konnten, es nicht verstehen konnten, denn Deine Andersartigkeit sieht so aus, als würdest Du können.
    Ab und zu können wir ja auch, ... nur können wir nicht entscheiden wann...

    Das verstehen die Normalos nicht und daher machen sie Dich mit ihrem Verhalten krank, denn sie unterstellen Dir, dass Du bist und denkst wie sie.

    Und gerade jetzt macht Du genau das gleiche und unterscheidest Dich gerade im Moment durch nichts von diesen Menschen.
    Was wiederum keine Bewertung, sondern eine Feststellung ist.
    Du kannst gar nichts dafür, nichts dagegen tun, aber die konnten es genausowenig.
    Das ist sogar vollkommen normal, wie sollen sie es auch wissen?
    So wie Du Dir nicht vorstellen kannst, wie ein Aspie denkt und stattdessen zu wissen glaubst, was ich meine (obwohl ich mehrfach auf den Aspie hingewiesen habe und das mehrfach beteuert habe), können auch die Normalos Dich nicht verstehen.

    Und sie fühlen sich im Recht, so wie es bei Dir gerade der Fall ist.

    Aber ich dagegen weiß, dass Du mich eben nicht verstehst, das ist kein Vorwurf und keine Bewertung, aber die Mechanik dahinter ist genau die selbe.

    Du verstehst meine Postings als überheblich, räumst aber offensichtlich nach wie vor nicht die Möglichkeit ein, dass sie es nicht sind, sondern sie nur von Dir so verstanden wurden.
    Genauso wie Dein Umfeld Dir gegenüber nicht eingeräumt hat, dass Du nicht verstanden wurdest.

    Was ich an diesem Verlauf der Diskussion so interessant und bezeichnend finde ist nicht, der Inhalt als solcher, sondern der Umstand, was hier passiert.
    So wie Du Deinem Umfeld immer beteuert haben wirst, dass Du so bist wie Du bist und nichts in böser Absicht gemacht hast, damit aber immer auf Granit gestoßen bist, genauso ist dies hier der Fall.

    Für Dich steht das Urteil fest: Der ist überheblich, auf mich wirkt er überheblich und er könnte das ändern, so gehört sich das nicht.

    Genau so nimmt unser Umfeld aber auch uns ADS'ler wahr.
    Und wir im Gegenzug sagen in Konsequenz daraus, dass die uns krank machen.

    Welch eine Ironie oder?

    "Man sieht nur was man sehen will, .. die sind alle doof, nur ich nicht, und wenn tausend Leute sagen, das Wasser fließt den Berg runter, ich sage, es fließt ihn hinauf"

    Das sind so die Sichtweisen sowohl der Normalos, als auch der ADS'ler



    Betrachte es als Denkaufgabe für das Wochenende.
    Jawohl Herr Lehrer .

    Nein im Ernst ... ich denke gewiss darüber nach, auchwenn ich nicht weiß, was genau Du meinst, das ist eine zu indirekte und für mich unklare Aussage.
    So wie ich nicht zwischen den Zeilen schreibe, kann ich auch nichts dazwischen lesen.
    (Edit: mit sowas hilft man übrigens einem Aspie nicht. Er weiß nämlich nicht, worauf Du hinauswillst.
    Erkläre es ihm, ... dann denkt er auch trotzdem drüber nach, aber von sich aus findet er die Brücke nicht.
    Daran scheitern auch viele Therapien.
    Therapeuten denken üblicherweise, sie geben Denkansätze damit er selber drauf kommt, denn dann bringts am meisten und sind dann sauer, weil das beim Aspie nicht funzt ... aber das ist wirklich ein ganz anderes Thema)


    Aber denkst Du auch über die Möglichkeit nach, dass die These, dass die Menschen Dich krank gemacht haben, möglicherweise nicht zutrifft?
    Oder anders:
    Dass die Menschen nichts dafür können, weil sie genauso denken und reagieren, wie Du es gerade mir gegenüber tust, was auch vollkommen natürlich ist.
    Aber das Du so reagierst, ist nicht Deine Schuld, sondern liegt an meiner Andersartigkeit, denn ich habe auch autistische Anteile.

    Artgerechte Haltung wäre zu versuchen, das zu verstehen, statt anderen vorzuwerfen, sie würden sich als unverstandenes Opfer darstellen und man wisse sehr wohl, was sie sagen wollten.

    Genau dieser Mechanismus, den Du hier, sicherlich unbewusst und ungewollt, praktizierst, ist die Ursache dafür, dass Menschen Dich krank gemacht haben.
    Aber ist es hilfreich, das so zu sehen, dass die Menchen mich krank machen?

    Ich finde es nach wie vor hilfreicher es so zu sehen, dass ADHS für mich eine Krankheit ist, die Leiden produziert, all meine positiven Aspekte nicht dieser ADHS zuzuschreiben sind, aber ich habe ADHS und ich verstehe, dass Menschen das nicht verstehen.
    Das bringt Probleme mit sich.
    Aber ich habe Stärken.
    Diese Stärken sind es, die mich auszeichnen und mir trotzdem Erfolg bescheren.
    Ich wünsche mir, dass die Menschen versuchen würden, unsere Art zu sein zu verstehen und uns dabei unterstützen, statt uns Vorwürfe zu machen.

    Ich habe PN-Anfragen bekommen darüber, was Asperger denn ist.
    Ich konnte es erklären und es wurde akzeptiert.
    Die Betreffenden sehen meine Postings jetzt unter diesem Aspekt und damit in einem anderen Licht.
    Das finde ich unglaublich toll.

    Leider ist es für ADHS'ler, so auch für mich, und dank des Aspie wohl auch besonders, typisch, dass sie recht egozentrisch denken (was auch von Neuhaus etc. beschrieben wird) und somit es ihnen noch viel schwerer fällt, ihr Umfeld zu verstehen als die uns.

    Das macht es vielfach schwer zu erkennen, dass es eher eine einseitige Sichtweise ist zu sagen, die Menschen machen uns krank.

    Auch wenn es stimmt.
    Aber es schließt nicht mit ein, dass die nichts dafür können, genauso wie wir nichts dafür können.

    Wir brauchen beiderseitiges Verständnis.

    Öhm ... ich merke gerade, dass ich Ben mit Andy verwechsle ... ich lasse das Posting mal so stehen, weil es inhaltlich passt.
    Bitte um Entschuldigung dafür.
    Ich weiß natürlich, dass nicht Du geschrieben hast, das die Menschen Dich krank machen, sondern Andy.
    Das ist jetzt etwas verquer gelaufen.
    Geändert von Fliegerlein ( 5.01.2013 um 13:44 Uhr) Grund: Edit zugefügt

  5. #185
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 59

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    @Gluehops

    scheinbar hast du bisher wegen deiner Andersartigkeit nicht so die Probleme mit Nicht-ADHS-lern gehabt. Bekommst du allerdings dein Anderssein ständig unter die Nase gerieben, kann man schon mal eine Abneigung entwickeln. Das ist m.E. normal. Wenn dir jemand jeden Tag sagt, dass du ein strunzdoofer Trottel bist, dann wirst du die Type sicherlich nicht fragen, ob er mal was mit dir unternehmen möchte. Mein Gefühl war zeitlebens-hier bin ich und die dort sind anders. Aber komisch ist er ja irgendwie! Und das nur, weil ich keinen Bock darauf habe mich an ihren trashigen Unterhaltungen zu beteiligen. Oder, weil ich einfach für mich sein will. Wäre die Akzeptanz von der anderen Seite da, wäre alles in Butter. Aber da ist nichts in Butter, sonst würden nicht ständig irgendwelche Leute durchdrehen und andere Menschen killen.Ich sah den Film BenX. Der Film handelt von einem jungen Mann mit Asperger, der sich in seine Computerwelt zurück zieht. Er wird schikaniert und gedemütigt von seinen Mitschülern. BenX gibt es überall. Gut, man muss verhindern in Selbstmitleid zu verfallen und das Beste daraus machen, aber das sind Tatsachen.Der letzte Amokschütze hatte Asperger. Niemand kennt die Vorgeschichte. Wurde der Typ psychisch fertig gemacht? Man hört nur der hatte Asperger und hat Menschen umgebracht. Es ist schlimm was er getan hat, aber irgendwie hat man das Gefühl, dass sich niemand für die Ursachen interessiert.
    Geändert von Rene ( 5.01.2013 um 12:46 Uhr)

  6. #186
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Hihi Anhang 7500 ... wisst Ihr, was mir gerade so auffällt?

    Wo es doch eigentlich um die positiven Aspekte der ADHS geht ...

    Dieser Thread ist am Ende doch nur so ausgeufert, weil hier Leute mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn schreiben.

    Jeder von uns fühlt sich im Recht und das so sehr, dass wir einfach nicht aufhören können.

    Es treibt uns es engagiert uns, loslassen ist nicht.

    Da würde man sich doch vielleicht mal wünschen, dass man es ein wenig gelassener nehmen könnte, wie Normalos und sagen "was solls, ist ok so".
    Wir nicht, wir sind leidenschaftlich und engagiert.
    Fluch und Segen zu gleich .

    Und versucht bitte nicht, was ich schreibe als so todernst und negativ und wasweissichnochalles zu sehen, wie es auf Euch wirken mag.
    Es wirkt nur so, aber ist nicht das, was ich sagen will.
    Ich weiß nicht, wie ich es anders ausdrücken kann, ich bemerke so etwas nicht, sehe es nicht, genauso wie ein Farbenblinder keine Farben sieht.
    Helft mir es zu sehen und erwartet nicht, dass ich es anschließend selber sehen kann, denn das wird nur in dem einen Fall funktionieren.
    Wenn ich als Farbenblinder weiß, dass Gras grün ist, weiß ich noch nicht, welche Farbe die Vase oder das Auto vor mir hat.

    Ich versuche nur zu helfen und ich versuche auch dabei zu helfen, mich zu verstehen.

    Wir haben doch alle, egal ob ADS'ler oder Aspie, unser Leben lang schon gehört, dass wir falsch und dumm und faul, arrogant und Klugscheisser sind.

    Gerade hier sollten wir doch sehen, dass wir unter Unseresgleichen sind und unser Gegenüber es möglicherweise gerade nicht sehen kann.

    Helft also auch Ihr mir, Euch zu verstehen, sofern es mir möglich ist. wie umgekehrt auch.

    Vorwürfe helfen nicht, ich kann nicht ändern, was ich nicht weiß und selbst was ich weiß, kann ich oftmals nicht ändern, weil es syndrombedingt so ist, und das sage ich als ADHS'ler.

    Uns ist tausendmal und öfter gesagt worden, wir könnten, wenn wir wollten.

    Alle haben auf uns eingedroschen und versucht uns Dinge beizubringen, die wir nicht können, auch wenn wir wissen, wie man sie macht.

    Einer hat mal laut gesagt, dass wir es wirklich nicht können, auch wenn wir wollen, und das war Barkley.

    Selbst hier glauben wir uns nicht, wenn wir sagen, dass etwas so nicht gemeint ist, ... gerade wir, die wir damit unser Leben lang gequält wurden.

    Sollten nicht gerade wir untereinander uns sagen können:
    "Hey, der ist auch so wie ich, der will mir nichts Böses, aber ich verstehe es so, weil ich es gewohnt bin, aber wenn er es schon so betont, dass er mir nichts Böses will, filtere ich seine Info vielleicht nicht richtig.
    Schließlich hat mich mein Leben lang auch keiner verstanden.
    So wie alle hier."

    Das hat uns traumatisiert, und deshalb reagieren wir so emotional auf Widerspruch.
    Aber ausgerechnet wir wollen uns doch nichts Böses ...

    Ich wirke oftmals arroganz und überheblich, aber das ist nicht meine Absicht.
    Und dummerweise sind wir alle hier schwer traumatisiert und fühlen uns schnell und leicht angegriffen, weil wir es nicht anders kennen.
    Aber ich will niemanden angreifen.

    Gegenseitiges Verständnis ist artgerechte Haltung.

    Das schreibe ich mir hier ganz genauso.

    Liebe Grüße
    Marcus
    Geändert von Fliegerlein ( 5.01.2013 um 13:15 Uhr)

  7. #187
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Hallo Marcus

    ich habe keinen Asperger, ich bin durch und durch hyperaktive ADSlerin und ich finde es sehr verständlich was du schreibst. Es ist reflektiv und klar und in sich logisch. Mir macht es das leichter Texte zu verstehen, weil ich nicht darauf achten muß ob es tatsächlich geschrieben steht oder ob ich es nur darein interpretiere. Ich neige sehr dazu in Texte etwas rein zu interpretieren - das macht langweilige Romane zwar interessanter - hilft aber nicht bei einer inhaltlichen Debatte.

    Dieser Thread ist am Ende doch nur so ausgeufert, weil hier Leute mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn schreiben.

    Jeder von uns fühlt sich im Recht und das so sehr, dass wir einfach nicht aufhören können.
    Ich weiß nicht ob das was mit einem ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn zu tun hat vielleicht mit Sendungsbewußtsein
    und vielleicht auch ein bißchen mit Sturheit

    Ich finde solche Debatten spannend, weil sie mir die Möglichkeit des Übens geben - ich lerne in solchen Debatten mich wieder zu strukturieren und meine Gedanken zu überprüfen.

    bis denne Elwirrwarr

  8. #188
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Darf ich noch ein einziges letztes Beispiel anführen, anhand dem ich versuchen kann zu erklären, was ich ganz ursprünglich meine?

    Ich denke an den Gerechtigkeitssinn.


    Nehmen wir an, der ausgeprägte Gerechtigkeitssinn ist eine Eigenschaft der ADHS.

    Dann habe wir einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, ... schön ... feine Sache, hat auch nicht jeder.
    Na und?
    Dann ist der mir sozusagen geschenkt worden, in die Wiege gelegt.



    Nehmen wir aber an, der Gerechtigkeitssinn als solcher ist nicht eine direkte Folge der ADHS, sondern das Ergenbis daraus, dass wir (sicher wegen der ADHS) ständig und immer und immer wieder ungerecht behandet wurden.
    Was ändert sich dann?

    In meinen Augen etwas ganz Grundlegendes:

    Trotz dieser Behandlung haben wir uns dazu entschieden, trotzdem gerecht zu denken und nicht selber ungerecht zu werden.
    Wir haben unserern Gerechtigkeitssinn gestärkt.
    Wir hätten auch selber böse und ungerecht werden können.
    Wir hatten die Wahl und wir haben uns entschieden.

    Kaum ein Mensch steht vor solch einer tiefgreifenden Entscheidung.
    Wir haben die richtige Entscheidung getroffen.

    Hat das nicht eine unglaublich größere Bedeutung, als wenn uns der Gerechtigkeitssinn einfach nur gegeben wäre?

    Darauf will ich hinaus.

    Das ist eine Wahnsinnsleistung, dieser Versuchung zu widerstanden zu haben.
    Und die stellen wir doch unter den Scheffel, wenn wir das als angeboren abtun.
    Wir haben uns diese Stärken hart erkämpft und allen Unbill zum Trotz verteidigt!
    Das macht uns doch als besondere und großartige Menschen aus.
    Viel großartiger, als wenn wir mit dem Gerechtigkeitssinn geboren wären.


    Kennt jemand Harry Potter und die Kammer des Schreckens?
    Da fragt Harry, ob er nicht eher nach Slytherin gehören würde, weil es so viele Paralellen zu Tom Riddle gibt.

    Dumbledore sagt ihm darauf, das stimme, er habe viele dieser Veranlagungen in sich.

    Aber was einen Menschen ausmacht, sind nicht seine Veranlagungen, sondern seine Entscheidungen.

    Entschieden zu haben, trotz aller Ungerechtigkeiten, an einem hohen Wert der Gerechtigkeit festzuhalten ist doch etwas viel Größeres, als es einfach nur einer angeborenen Veranlagung zuzuschreiben.

    Das ist es worauf ich hinauswollte.

    Ich wollte niemandem etwas schlechtmachen und missgönnen, im Gegenteil, ich wollte zeigen, dass in Euch eine wesentlich größere, bedeutsamere und positivere Stärke und Besonderheit liegt, es viel größer machen, als es als reine ADHS-Stärke jemals sein kann.

    Und jetzt erteile ich mir erstmal Postingverbot
    Sowohl um Euch in Ruhe zu lassen, als auch um hier mal wieder was geregelt zu bekommen.



    Liebe Grüße
    Marcus
    Geändert von Fliegerlein ( 5.01.2013 um 15:08 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  9. #189
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 523

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Gluehhops schreibt:
    Was ich hingegen ziemlich unerfreulich finde ist, dass ich in vielen eurer Aussagen einen rassistischen Unterton herauslese. Hier nur ein paar Beispiele:












    Allein schon das Wort "Stinos" ist an sich schon respektlos. Was bitteschön stinkt an Gesunden Personen mehr als an ADHSlern? Ihr habt einen Narzissmus entwickelt, der euch eure Krankheit mit rosaroter Brille sehen lässt.

    Ihr fühlt euch als etwas besseres weil ihr es nicht verkraftet oder wahrhaben wollt dass diese Krankheit ein Defizit ist.Und Teil einer narzistischen PS ist es natürlich auch immer selbst im positiven Licht zu erscheinen und jegliche Kritik abprallen zu lassen bzw. den Kritisierenden lächerlich zu machen.

    Weswegen das was ich hier schreibe Zeitverschwendung ist. Entweder werdet ihr es ignorieren (selektive Wahrnehmung) oder einen Teilsatz rauspicken und diesen in irgendeiner Form ins Lächerliche ziehen oder versuchen zu widerlegen und damit meine gesamte Aussage scheinbar zu widerlegen.

    Auch die typische Paranoia scheint euch nicht fremd, wenn ihr von "der Gesellschaft" und "dem Establishment" als eine Einheit, die sich gegen euch verschworen hat sprecht. Natürlich konntet ihr eure grandiosen Fähigkeiten nicht entfalten weil der Kapitalismus und seine Kräfte es mit allen Mitteln verhindert haben. Ach was solls - ihr werdet es eh nicht kapieren ... aber lasst uns mit dem Nazischeiß in Ruhe...

    PS:
    ja genau das hab ich gestern und auch über wochen von einigen personen,
    schon in diesem forum herauslesen können- konnte es gestern nicht so genau ausdrücken,
    aber das passt so, wie du's beschrieben hast.

    stinos.. böse böse stinos.. sind doch auch nur menschen

  10. #190
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 442

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Ich gebe es auf: Spannender Thread, aber mittlerweile ist es mir unmöglich, noch zu folgen.

    Ich wollte zu x Zitaten posten, aber diese - allein auf Seite 20 - würde ich schon jetzt nicht mehr finden. Zu viel Input...

    VIEL SPASS NOCH HIER, ICH VERKRÜEMEL' MICH (was meinem Haushalt auch gut tut, morgen ist mein Urlaub um,..)


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