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Diskutiere im Thema Die schönen Aspekte von ADHS im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #161
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 764

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Gluehhops schreibt:
    Steintor und keineAhnung - ihr habt beide einen kleinen Knall
    hmmm wer nicht..

  2. #162
    Mumford

    Gast

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Fliegerlein schreibt:

    Das finde ich gerade ganz unglaublich faszinierend!!!
    Das ist doch ganz genau das, was ich zu sagen versuche.
    Du versuchst doch auch keine positiven Aspekte Deiner Farbenblindheit zu finden um damit leben zu können.
    Du akzeptierst es als Teil von Dir und gut ists.
    Genau das ist doch das, was ich sage, ganz genau das.
    Klar könnte man sich jetzt schönreden, dass man als Farbschwacher nachts besser sehen kann ... hanebüchen....

    (..........)

    Ich suche nach Logik, mehr nicht.

    Für mich hat der Begriff "Krankheit" nichts Bewertendes.
    Zu sagen, "ADHS ist eine Krankheit" bedeutet für mich nichts anderes als festzustellen "Gras ist grün".
    Das ist für mich eine reine Sachinformation, mehr nicht.

    ADHS ist in den Diagnosekriterien aufgeführt und es ist als Krankheit geführt.
    Um die Diagnose zu erhalten, müssen die Symptome deutliches Leiden verursachen.
    Hab' mir nicht den ganzen Thread durchgelesen. Eigentlich wollte ich schon vor ein paar Stunden schlafen gehen, grmpfff...

    Den Vergleich mit der Farbenblindheit finde ich jetzt schon ein bißchen hanebüchen.
    Da ist doch ein himmelweiter Unterschied zwischen einer Sehschwäche (-so nenn ich's jetzt mal-) und einer Botenstoffstörung im Gehirn.
    Klar kann man beides als Teil von einem selbst akzeptieren, man kann es aber auch Scheiße finden und trotzdem damit leben.

    Oder man versucht eben dem Ganzen positive Aspekte abzugewinnen. Da muss jeder seinen eigenen Weg finden.


    Es gibt in dieser Gesellschaft viele Dinge, mit denen ich leben muss. Aber muss ich sie deswegen auch akzeptieren?
    Es gibt viele Dinge, die nicht akzeptieren kann und auch nicht akzeptieren will! Dennoch muss ich irgendwie damit leben.
    Bin ja schließlich nicht Superman der mal kurz die Welt ändern kann (-leider! Vielleicht aber auch ganz gut so...).

    Also suche ich mir die Aspekte des Lebens, mit denen ich mich identifizieren kann, die mir Halt im Leben geben.

    Nun ja, mit der nackten Logik habe ich oft auch so meine Not. Auch wenn ich sie durchaus verstehe, so überzeugt sie mich nunmal nicht immer.
    Logik allein kann mich leider selten begeistern. Sie ist mir oftmals schlichtweg zuwenig.

    Und ich brauche ganz offensichtlich Begeisterung, um etwas von A bis Z durchzuziehen. Ohne diese Begeisterung verliere ich rasch das Interesse.
    Und das ist nur eine von vielen Eigenschaften die meine Umwelt als "etwas strange" ansieht...
    Ich werde immer wieder damit konfrontiert, schon seit ich zurückdenken kann.


    Ich kenne es nicht anders und frage mich immer wieder, wie die "Normalos" den ganzen Druck und den alltäglichen Scheiß gemanagt kriegen,
    bei gewissen anderen Dingen aber das Handtuch werfen und so einen "verballerten" Typen wie mich zu Rate ziehen.
    Es ist in der Tat ein Teil meiner Persönlichkeit geworden, den ich inzwischen auch zu schätzen gelernt habe (-trotz der ganzen Nachteile).

    Und ich glaube durchaus, dass diese Andersartigkeit mein Wesen "ausmacht", denn es gibt Menschen die mich GENAU DESWEGEN schätzen.
    Das sind vielleicht nicht viele, aber immerhin... und ich glaube nicht, dass die jetzt alle denselben "Schaden" haben müssen wie ich.

    Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich nur zum Vorteil für mich wäre, wenn diese Eigenarten plötzlich wegfallen würden.
    Das ist halt wieder ziemlich relativ. Da hätte ich schon etwas Schiss einen Teil meiner Persönlichkeit zu verlieren...

    (Irgendwie musste ich gerade an den Film "Clockwork Orange" denken. Weiß auch nicht warum...)


    Wenn sich herausstellen sollte, dass ich ADHS habe -ich also per Definition krank bin- (oder salopp ausgedrückt: "einen an der Waffel habe" ^^)
    wäre ich ehrlich gesagt sogar beruhigt. Ich meine, dann weiß ich wenigstens ein Stück weit woran ich bin.

    Der Begriff Krankheit hat für mich übrigens schon etwas Bewertendes. Es ist wie ein Stempel den man aufgedrückt kriegt.
    Und nach diesem Stempel wird man von Anderen bewertet. So sehe ich das.

    Du schreibst, um eine Diagnose zu erhalten müssen die Symptome deutliches Leiden verursachen. Und wer BEWERTET das letztendlich? Der Arzt! ;-)
    Geändert von Mumford ( 5.01.2013 um 08:08 Uhr) Grund: Ergänzung

  3. #163
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Ben0123 schreibt:
    weil du mit Konsequenz meine Sichtweise die auf einer erfahrungsbedingten Ansicht und dem Austausch mit Anderen beruht mit deiner sehr rationellen (ebenfalls eine Form von Glauben solange man nicht selber forscht) Sichtweise versuchst zu diskreditieren. Hier empfinde ich mehr als bloss Hinterfragen.
    Das ist der Punkt. Du empfindest mehr als bloß Hinterfragen.
    Aber mehr ist da nicht.
    Da steht nichts zwischen meinen Zeilen .

    Mein Gefühl sagt mir das es nicht um Verstehen geht sondern darum das bloss wissenschaftlich "bewiesene" Thesen stimmig sind
    Das ist zumindest fast die logische Schlussfolgerung.
    Ich kann das in der Tat verstehen, wenn es entsprechend logisch nachvollziehbar ist.

    und alle die was anderes denken ein bisschen lächerlich sind. Manchmal haben deine Posts etwas überhebliches siehe zum Beispiel der um 16.08h. Das du dann sagst, dass dir sowas den Tag rettet sagt viel über dich aus.
    Was sagt das über mich aus?
    (Diese Frage meine ich ernst und stelle sie in aufrichtigem Interesse).
    Ich weiß, dass ich oftmals so rüberkomme, wieder aber ohne Absicht.

    Und damit will ich mich nicht als unverstandendes Opfer darstellen, nur verstehen.
    In erster Linie, weil es eben den Aspergerverdacht betrifft.

  4. #164
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Hallo

    Das ist der Punkt. Du empfindest mehr als bloß Hinterfragen.
    Aber mehr ist da nicht.
    Da steht nichts zwischen meinen Zeilen
    Alles, was angeblich zwischen den Zeilen steht oder nicht steht ist mehr eine Sache des Empfängers und nicht den Senders. Soll sagen, dass das "Zwischen den Zeilen gelesene" also die angeblich oder tätsächlich versteckte Botschaft der Empfänger macht.

    Spätestens, wenn der Sender (hier Fliegerlein) sagt, dass er nix zwischen den Zeilen versteckt hat, sollte man ihm glauben - oder man nimmt ihn nicht ernst.

    Wenn Fliegerlein dann noch schreibt, dass das
    In erster Linie, weil...eben den Aspergerverdacht betrifft.
    sollte man endgültig nix Verstecktes mehr suchen. sondern seine Bitte ernst nehmen. (er hat das schon zum 2. Mal geschrieben)


    @ Fliegerlein

    Ich habe auch gelacht, als ich den Satz mit (rettet mich über den Tag) gelesen habe - ich habe es als Ironie verstanden. Ich würde "rettet mich über den Tag" in diesem Zusammenhang nur schreiben, wenn ich dem Anderen mitteilen möchte, dass ich ihn für etwas uninformiert halte.



    Da die Welt nun doch nicht am 21. 12. 2012 untergegangen ist, werden wir uns wohl noch den 14 Majakalenderl lang mit diesen Indigokindern beschäftigen müssen

    Genau Last uns die Welt retten - hoffentlich geht das Welt retten sehr schnell, damit der Fokus auf Weltrettung stehen bleibt.


    liebe Grüße ELwirrwarr
    Geändert von Elwirrwarr ( 5.01.2013 um 12:23 Uhr)

  5. #165
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    keineAhnung schreibt:
    Helga Simchen, Pierro Rossi, Martin Winkler, Cordula Neuhaus, Gerhard Spitzer z.B. das sind Leute die nen Plan haben. Diesen Plan sollten sich so manche angeblichen Fachleute mal besorgen. Dieser Mr.Barkley zählt dazu.
    Selten so gelacht.



    Nehmen wir den geballten Sachverstand von Simchen, Rossi, Winkler, Neuhaus und meinetwegen dem ganzen Rest der Mannschaft zusammen, so befinden wir uns ungefähr bei 10 Prozent des Wissens, das Barkley von ADHS bei Erwachsenen hat.

    Das liegt übrigens nicht per se daran, dass wir es in Deutschland nur mit Idioten zu tun hätten und Barkley sozusagen die Weisheit mit Löffeln gefressen hätte, sondern einfach daran, dass Barkely seine Schlüsse aus Studien zieht, die in Deutschland gar nicht durchführbar sind.

    Das Wissen über ADHS, über das die von Dir zitierten Herrschaften verfügen, basiert aus behandelten Einzelfällen, aus denen sie aufgrund ihrer Häufigkeit gewisse Grundmuster herauszulesen vermeinen. Darin erschöpft sich auch schon ungefähr ihr Verständnis von Wissenschaftlichkeit.

    Dabei kommt es immer wieder zu grotesken Urteilen, beispielsweise zu der Minidosierung an Stimulanzien, die Winkler einem ADHSler höchstens zukommen lassen will oder zu der völlig verrückten Meinung, man könne eine Sucht bei einem ADHSler unter Verzicht auf Stimulanzien dauerhaft behandeln.

    Einige andere Urteile sind wieder nicht nur grotesk, sondern, wenn in die Praxis eindringend, sogar gemeingefährlich. Rossi beispielsweise hält ADHS für ein Ausschlußkriterium von Asperger (während Tony Attwood der Wirklichkeit doch wohl etwas näher kommen wird, wenn er davon ausgeht, dass das Asperger-Syndrom in etwa einem Drittel aller Fälle mit ADHS komorbid ist.) Cordula Neuhaus beispielsweise hat noch nicht einmal bemerkt, dass es ein hypoaktives ADHS gar nicht gibt usw.

    Kurz gesagt: die von Dir zitierten Fachleute schwafeln mitunter sehr viel, wenn der Tag lang und die Internetverbindung ausreichend schnell ist.

    Aber nehmen wir einmal zu Deinen Gunsten an, die Herrschaften befänden sich in ihrem Wissen auch nur annähernd auf der Höhe ihrer amerikanischen Kollegen. So würde uns das als Betroffene auch nicht weiterhelfen. Da diese Leute widerum nur etwa 10 Prozent der Medikamente zur Behandlung von ADHS zur Verfügung haben, über welche die Amerikaner verfügen.

    Wissen über ADHS ist eine Sache, es auch behandeln zu können eine völlig andere. Und da stehen wir in Deutschland nach wie vor ziemlich angeschissen da.

  6. #166
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    keineAhnung schreibt:
    Dieser Supermann, legt so einiges Menschenverachtend aus.
    So einer gehört gefeuert.
    Da würden mich Beispiele interessieren.
    (Auch das meine ich aus ehrlichem Interesse)
    Ich weiß, dass dabei auch Piero Rossi's Buchkritk kommen wird, aber auch die bezieht sich nur auf dieses eine Buch, nicht auf seine Kompetenz und Leistung als solche.

    Schade.
    Denn Logik allein ist ziemlich kalt.
    Vllt. hast du ja etwas Empathieschwäche in deinem Symptompaket ?
    Das liegt nahe, wenn jemand Asperger Autist ist .
    Das habe ich doch auch mehrfach geschrieben, trotzdem werde ich angegriffen und mir werden Dinge unterstellt, die so einfach nicht von mir kommen, und das obwohl ich mehrfach geschrieben habe, dass eben des Aspergers wegen meine Art wahrzunehmen die eines Autisten und eine eben sehr sachliche und vor allem eine direkte ohne Bewertung und Zwischendenzeileninformationen ist.
    Deshalb hinterfrage ich das ja, mit der Konsequenz, dass man mir unterstellt, ich würde mich als missverstandenes Opfer darstellen ...

    Im Moment finde es das unglaublich faszinierend, dass selbst dann, wenn ich betone, dass ich als wahrscheinlicher Asperger die Dinge nun mal sehr sachlich betrachte, trotzdem eine solche Emotionalität ausgelöst wird und mir Dinge unterstellt werden, die ich mit meinem Hinweis ausdrücklich ausschließe.

    Selbst dann, wenn ich das schreibe, werden mir noch solche Dinge unterstellt und mir vorgeworfen, ich würde mich als unverstandenes Opfer sehen.
    So hoch kochen die Emotionen.

    Und das von denen, die selber so genau wissen wie es ist, wenn man nicht verstanden wird und nicht artgerecht behandelt wird.
    Genau das, was sie ihrem Umfeld vorwerfen, praktizieren sie hier selbst .
    Das ist unglaublich paradox, aber wirklich faszinierend.
    Jetzt könnte ich prima sagen, dass es die anderen sind, die mich krank machen .
    Das ist aber nicht der Fall.

    Ich bin hier mit dieser Art der Wahrnehmung in der Minderheit.
    Und ich bin mir im Klaren darüber, dass keiner was dafür kann, denn man kann gar nicht anders.
    Ich kann nicht erwarten, dass Menschen meine Art der Wahrnehmung verstehen, weil sie es schlicht nicht können.
    So wie Normalos ADHS'ler nicht verstehen können.
    Kann ich jetzt den Normals die Schuld dafür geben?
    Wohl kaum.
    Kann ich anderen die Schuld dafür geben, dass ich hier nicht verstanden werde?
    Wohl ebenfalls nicht.
    Fühle ich mich deshalb als unverstandenes Opfer?
    Ganz und gar nicht, warum sollte ich?

    Im Gegensatz zu allem, was hier von mir falsch interpretiert wurde, werfe ich weder meinem Umfeld vor, dass es mich krank gemacht hat (was nicht heißt, dass das nicht der Fall ist, ich werfe es nur niemandem vor), noch akzeptiere ich mich nicht oder meine ADHS.
    Das Gegenteil ist der Fall.
    Klar hätte ich gerne keine ADHS, dann würde ich dies Probleme nicht haben, aber das Umfeld hat daran auch keine Schuld, denn die wussten das alles nicht.


    Übrigens das Gras grün ist, kann ein Farbenblinder nur glauben, aber nicht wissen.
    Interessantes Argument, kann ich nicht wechseln.
    Aber wenn die ganze Welt ihm das sagt, dann kann er es zwar nach wie vor nur glauben, aber das hat dann auch eine ziemlich große Glaubwürdigkeit.


    Die allerdings nicht bei "allen" ADHSLern so gestört ist, das man es krank nennen dürfte.
    Wenn aber die Diagnosekriterien bedingen, dass es einen entsprechenden Leidensweg geben muss, mit entsprechenden Beeinträchtigungen, dann sind diese Menschen der Form halber nicht zu diagostizieren oder?
    Dann sind es der Form halber keine ADHS'ler sondern Menschen mit Zügen von ADHS, die aber die Kriterien für eine Diagnose nicht erfüllen.
    Die Grenze zur Krankheit liegt beim Beginn des Leidens (wie Du selber doch auch schreibst).

    Man kann einen leichten Schnupfen haben, das ist nervig, aber man wird sich noch nicht krank fühlen.
    Wird der Schnupfen aber zu einer ausgewachsenen Grippe, ist die Schwelle zur Erkrankung erreicht, man kann nicht mehr alles machen, ist eingeschränkt.
    Vorher wird einen keiner krank schreiben und man wird auch keine Diagnose erhalten.
    Ist die Schwelle überschritten, wird eine Diagnose vergeben, denn die Kriterien sind erfüllt und es ist eine Krankheit.

    Unterhalb dieser Schwelle, ist man nicht krank, also auch keine Diagnose.
    Das ist alles, was ich meine.

    Das schließt ja auch nicht aus, dass die Schwelle abhängig vom Umfeld ist.
    Womit ich Dir recht gebe, dass die Menschen Dich krank machen können.
    Dabei bleibt aber die Frage offen, ob die Menschen einen auch dann krank gemacht hätten, wenn man kein ADHS hätte, was wiederum die Frage aufwirft, ob es tatsächlich die Menschen sind, die einen krank machen.
    Eine echte Krux, ist mir klar, aber durchaus plausibel oder?

    Du versuchst nur polemisch deine Meinung durchzudrücken.
    Das ist das, was Du wahrnimmst.
    Ich bin kein bisschen polemisch.

    Ich verstehe das nicht, ich schreibe immer wieder ausdrücklich dazu, dass ich wahrscheinlich auch neben der ADHS Asperger Autist bin und dennoch bewerten die Menschen Aussagen, als kämen sie von ihresgleichen und fühlen sich von mir angegriffen.
    Wer hat denn nun ein Empathieproblem?
    Die Anderen doch gleichsam wie ich oder?

    Und am Ende sind alle die das nicht fressen,
    was du sagst, die Bösen und du das unverstandene Opfer der Diskussion.
    Da isser wieder ... der Spruch mit dem unverstandenen Opfer ...
    Stimmt gar nicht.



    Womit du gerade selbst bestätigst, das ADHS mit geringem Leiden,
    welches zu wenig Beieinträchtigung führt, keine Krankheit ist.
    Klar bestätige ich das.
    Aber dann dürfte doch auch keine Diagnose vorhanden sein.
    Denn die bedingt doch, dass erhebliches Leiden vorhanden sein muss.
    Dann ist das doch ein Mensch mit Zügen von ADHS, aber doch kein diagnostizierter ADHS'ler.

    Denn dieses Leiden ensteht meistens, durch eine "nicht Artgerechte Haltung" bzw. ungünstige Lebensbedingungen.
    Das ist richtig.
    Aber die Frage stellt sich doch, ob dieses Leiden nicht vorhanden wäre, wenn die Person keine ADHS hätte.

    Mein ADHS ist schon 1973 diagnostiziert worden.
    Ich kam nicht klar(mit den Bedingungen, die man mir vorsetzte).
    Meine Mutter auch nicht.
    Die Lehrer auch nicht.
    Ich sah das nicht so.
    Mir ging es gut.
    Nur den Anderen nicht.

    Demnach hatten die Anderen das Leiden.
    Dann waren die wohl krank, oder wie...
    Nein, ... verständnislos waren die.
    Sie haben keine Rücksicht auf Deine Besonderheiten genommen.
    (Obwohl sie Deinem Vorstellungsthread nach allerdings auch ADHS hatten .)

    Krank wurde ich durch unwürdige Behandlung.
    Nicht durch ADHS.
    Mir ging es gut.
    Abe resultierte die unwürdige Behandlung nicht daraus, dass Du ADHS hast und die Menschen um Dich herum das nicht wahrgenommen oder ignoriert haben?
    Wärest Du auch ohne ADHS unwürdig behandelt worden?
    Wir wurden unwürdig behandelt, weil wir anders waren und nicht so funktionierten wie das normalerweise hätte erwartet werden können.

    Schlechter ging es mir durch das Gefühl nicht so gewollt zu sein, wie ich war.
    Das kann ich sehr gut verstehen und auch selber bestätigen.

    Nocheinmal gaaanz laaaaangsaaaaam ADHS ist keine Krankheit.
    ADHS ist eine Symptomatik. Die erst dann einen Krankheitswert erlangt, wenn der Leidensdruck problematisch wird.
    Damit schreibst Du doch genau das Gleiche wie ich ...
    Ab einer bestimmten Schwelle des Leidens wird eine Krankheit festgestellt und eine ADHS diagnostiziert.

    Und auch dann, ist eher der Leidensdruck das was krank macht. Nicht die ADHS.
    Denn schließlich ist es diese Gesellschaft, die krank macht, weil diese den Leidensdruck erzeugt.
    Das kann ich nachvollziehen und sehe das durchaus ähnlich.
    Aber wir kommen auch nicht drum herum, dass gute 95% der Menschen diesen Leidensdruck in dieser Gesellschaft so nicht haben.
    Demnach kann es im Umkehrschluss doch wieder an der ADHS liegen, dass wir leiden und die anderen nicht oder?


    Und vor hundert Jahren noch, hatte mein Großvater kein Problem damit.
    Denn die Reizflut wie es sie von heute gibt, gab es noch nicht.

    Hätte dieser Mann heute gelebt, dann hätte er die gleichen Probleme, wie wir sie haben.
    Das gleiche habe ich auch mal von meinem Vater geschreiben, der immerhin noch die Möglichkeit hatte, sich zwischendurch nach Hause zurückzuziehen und dort zu arbeiten, wenn es ihm zu viel wurde.
    Natürlich ist in der heutigen Gesellschaft viel viel weniger Platz für uns ADS'ler und die artgerechte Haltung wird immer schwieriger.
    Ich habe das selber zu spüren bekommen.
    Und keinem ADHS'ler hilft man damit, wenn ein Prozessoptimierer mit einer Stoppuhr hinter ihm steht...

    Aber worauf ich hinaus will ist:
    Klar ist es die Gesellschaft und das Umfeld, durch das wir mehr und mehr in Bedrängnis geraten.
    Aber 95% dieser Gesellschaft haben das Problem nicht, bzw. es verursacht nicht ein solches Leiden bei ihnen wie bei uns.

    Ist also die sich verändernde Gesellschaft schuld oder die ADHS?


    Ja klar, alle verstehen dich falsch und du bist das Opfer.
    Schon klar, das hab ich mir gedacht.
    Du hast es gedacht, es so verstanden, es entspricht aber nicht dem, was ich geschrieben habe.

    Wie schade für dich.
    Solange du dich nicht positiv annehmen kannst und dich selbst leugnest kann es dir innerlich auch nicht besser gehen.
    Ich verstehe das einfach nicht...
    Ich kann mich sehr gut positiv annehmen und leugne mich nicht selbst ... das ist eine völlig falsche Interpretation dessen, was ich auszudrücken versuche.

    Klar kann ich der Gesellschaft einen Vorwurf draus machen, dass sie sich so verändert hat, dass ich nicht mehr funktioniere, aber die Welt verändert sich, seit sie besteht.
    Zur Zeit gewiss schneller als je zuvor und ob die Entwicklung die Richtige ist, sei dahingestellt.
    Aber wenn 95% der Menschen damit zurecht kommen und 5% nicht ... können wir dann wirklich sagen, dass die 95% Schuld daran sind, dass wir Probleme haben?

    Ich sehe hier kein Mißverständnis.
    Für mich ist klar, was du meinst.
    Ganz und gar nicht .... ganz und gar nicht.

    Wie oft hast Du in Deinem Leben schon diesen Spruch gehört:
    "Der kann, wenn er will, der will nur nicht, der muss nur wollen"

    Und das, obwohl Du sehr genau wusstest, das dem nicht so ist.
    Nur hat es Dir keiner geglaubt.
    Weil sie sich nicht in Dich einfinden konnten, es nicht verstehen konnten, denn Deine Andersartigkeit sieht so aus, als würdest Du können.
    Ab und zu können wir ja auch, ... nur können wir nicht entscheiden wann...

    Das verstehen die Normalos nicht und daher machen sie Dich mit ihrem Verhalten krank, denn sie unterstellen Dir, dass Du bist und denkst wie sie.

    Und gerade jetzt macht Du genau das gleiche und unterscheidest Dich gerade im Moment durch nichts von diesen Menschen.
    Was wiederum keine Bewertung, sondern eine Feststellung ist.
    Du kannst gar nichts dafür, nichts dagegen tun, aber die konnten es genausowenig.
    Das ist sogar vollkommen normal, wie sollen sie es auch wissen?
    So wie Du Dir nicht vorstellen kannst, wie ein Aspie denkt und stattdessen zu wissen glaubst, was ich meine (obwohl ich mehrfach auf den Aspie hingeweisen habe und das mehrfach beteuert habe), können auch die Normalos Dich nicht verstehen.

    Und sie fühlen sich im Recht, so wie es bei Dir gerade der Fall ist.

    Aber ich dagegen weiß, dass Du mich eben nicht verstehst, das ist kein Vorwurf und keine Bewertung, aber die Mechanik dahinter ist genau die selbe.


    Du pauschalisierst.
    Ich muß die Positivas nicht sehen, um ADHS zu akzeptieren.
    Allerdings sehe ich sie gern, zumal wenn sie da sind.
    Ich muß sie halt nur nicht leugnen, so wie du es tust.
    Ich sehe einfach nicht, wo ich etwas leugne...
    Geändert von Fliegerlein ( 5.01.2013 um 11:21 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  7. #167
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 442

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Meine Güte, was ein Geschwafel. Ich will gar nciht wissen, was da erst aus einem "piep" geworden wäre...


  8. #168
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    ADHS halt

  9. #169
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Was hier überhaupt noch niemand begriffen hat: kein Mensch leidet an ADHS, sondern an den Komorbiditäten. Ob man dem ADHS nun positive oder negative oder überhaupt keine Eigenschaften zuschreibt, ist genau genommen Jacke wie Hose. Da ein ADHS im Erwachsenenalter ohne Komorbiditäten gar nicht denkbar ist (es sei denn es handelte sich um eine sehr schwach ausgeprägte Form von ADHS), impliziert die Formulierung "ADHS-Behandlung" immer auch die gleichzeitige Behandlung von Komorbiditäten. Die Feststellungen, die man in der Behandlung von ADHS bei Kindern und Jugendlichen gewinnt, auf die Behandlung von Erwachsenen zu übertragen, so wie dies beispielsweise Cordula Neuhaus und Piero Rossi machen, mag verdienstvoll sein, ist genau genommen aber völlig sinnlos. Etwas von der Behandlung von Birnen zu verstehen, ist nicht automatisch hilfreich, wenn es um Zitronen geht, auch wenn beides scheinbar Obst sein sollte. Das versteht u.a. auch Winkler nicht, man kann sich die Schnauze fusselig quatschen bei dem Typen, er ist völlig beratungsresistent. Aber Pestizid A in Menge B (30 mg Tagesdosis Mph) muss bei einer Birne wie gesagt nicht das gleiche auslösen wie bei einer Zitrone, obwohl es sich in beiden Fällen scheinbar um Obst, also um ein und dieselbe Sache handelt. Eigentlich ist es nur eine Binsenweisheit, die hier rundweg und kategorisch bestritten wird; es stecken gar keine grossartigen wissenschaftlichen Erkenntnisse oder gar Besserwisser-Wollereien dahinter...

  10. #170
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 442

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Was hier überhaupt noch niemand begriffen hat
    Ziemlich unfaire und pauschale Aussage.

    Das versteht u.a. auch Winkler nicht, man kann sich die Schnauze fusselig quatschen bei dem Typen, er ist völlig beratungsresistent.
    Das mag ja Dein wo auch immer gewonnener Eindruck sein, den ich aus der Praxiserfahrung allerdings nicht bestätigen kann.

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