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Diskutiere im Thema Die schönen Aspekte von ADHS im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #141
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 55

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Lieber Fliegerlein,

    da du ja immerhin Cordula Neuhaus zugestehst eine Expertin auf dem Gebiet zu sein zitiere ich hier mal einige Auszüge aus der Aufzählung "Der Erwachsene mit ADHS hat nicht nur 'Defekte'; wie das Kind verfügt er über zahlreiche positive Eigenschaften:" aus ihrem Buch "Lass mich, doch verlass mich nicht" im Bezug auf meine Aufzählung, deren Zusammenhang zu ADHS du in Frage stellst:

    1. Aus meine Aufzählung: -Kreativität/ Fantasie, für die ich oft bewundert werde.
    Dazu aus der Aufzählung von Frau Neuhaus "-er ist oft äusserst krativ"

    2. Aus meiner Aufzählung: -In Notfallsituationen oft der Erste, der richtig reagiert und nicht panisch wird (Hyperfokus).
    Dazu aus der Aufzählung von Frau Neuhaus: "-er reagiert, wenn es wirklich darauf ankommt, prompt und meist souverän"

    3. Aus meiner Aufzählung: -Andere Leute bezeichnen mich als feinfühlig und sympathisch.
    Dazu aus der Aufzählung von Frau Neuhaus: "-eine spontane, ausgesprochen empathische Hilfsbereitschaft" sowie "-er ist nach einem Streit nicht nachtragend, wenn sich der Streitpartner ernsthaft entschuldigt hat (auch noch nach Jahren!)

    4. Aus meiner Aufzählung: -Offenheit, kann gut auf Leute zugehen.
    Dazu aus der Aufzählung von Frau Neuhaus: "eine ausgeprägte interessierte Offenheit für alles Mögliche"

    5. Aus meiner Aufzählung: -Sehr gutes Gefühl dafür Stimmungen (in Gruppen, bei anderen Menschen) zu erfassen oder zu erahnen und Entwicklungen abzuschätzen, vorauszusagen.
    Dazu aus der Aufzählung von Frau Neuhaus: "er erkennt hypersensibel (und oft mit intuitiver Begabung) Stimmungen bei ihm bekannten Menschen (wenn er nicht selbst übererregt ist)"



    Fliegerlein schreibt:
    Aber in diesem Thread geht es um die positiven Aspekte der ADHS und da stellt sich mir ganz ehrlich schon die Frage, warum all diese guten Charaktereigenschaften, die Du beschreibst, eine Besonderheit sind, die ursächlich auf ADHS zurückzuführen sind oder mit ihr in Verbindung stehen?
    Damit unterstellst Du mir -indirekt-, dass ich nicht verstanden habe um was es in diesem Thread geht. Für mich stellt sich aber die Frage wieso du die Aussagen von denen, die glauben einen positiven Aspekt von ADHS gefunden zu haben so konsequent in Frage stellst. Kann es sein das du es nicht so sehen kannst, und uns deswegen unsere SIchtweise missgönnst?

    Ich bin froh, dass ich mit der Diagnose eine Erklärung für meine "Andersartigkeit" gefunden habe. Ich habe in meinem Leben gelernt die Dinge positv zu sehen. Hätte ich das nicht, wäre ich nicht mehr! Schon vor der Diagnose wusste ich auch um die positiven Seiten meines Wesens und habe meinen Fokus versucht darauf zu richten, damit mich mein Aussenseiterdasein nicht in die Knie zwingen konnte. Ich kann dir zu jedem der oben genannten Punkte verschiedene anschauliche Beispiele aus meinem Leben liefern, die den Unterschied zu "normalen" Menschen verdeutlichen.

    Ausserdem ist mir beim Lesen der Aufzählung von Frau Neuhaus noch einiges aufgefallen, dass ich gar nicht erwähnt habe.

    Fliegerlein schreibt:
    Mir ist nicht klar, was daran Hyperfokus sein soll.
    ADHS'ler werden durch solche Extremsituationen getriggert und funktionieren dann so wie Normalos (und auch bei denen gibt es solche, die nix gebacken kriegen und solche, die ebenfalls richtig reagieren).

    Ich kann das auch, in solchen Situationen reagiere ich oftmals intuitiv und richtig.
    Aber ich sehe nicht, dass es sich dabei um Hyperfokus handelt.
    Das sind Situationen, in den ich ausnahmesweise mal all das Unwichtige um mich herum ausblenden und mich aufs Wesentliche konzentrieren kann und sogar auch mal erkenne, was das Wesentliche ist.
    Kurz gesagt:
    Das ist der kurze aber geile Moment, in dem ich mal so funktioniere, wie Normals das ständig können.
    Nur dass ich dazu solche Situationen brauche, die auch einen hohen Streßlevel bedeuten ...

    Viel mehr stelle ich mir die Frage, zu was ich alles fähig wäre, wenn ich diese Bremse nicht hätte ...

    Und zum Hyperfokus generell (ein Begriff, der meiner Meinung nach oftmal missverstanden zu werden scheint):

    YouTube Link im Beitrag von Fliegerlein vom 4.1.2013; 11.55h in diesem Thread
    Auch schon oft zitiert, aber immer wieder zutreffend .
    Damit gibst Du mir zu verstehen, dass ich Hyperfokus nicht verstehe. Ich habe in Notfallsituationen erfahren, dass ich wesentlich schneller und konzentrierter handle als Nicht-Betroffene. Ich blende dann alles Unnötige und Unwichtige sowie eigene Empfindungen aus (plötzlich kann ich Prioritäten sinnvoll setzen und zwar schneller und besser als "Normale" die dann oft panisch werden) und bin bloss auf die eine Sache fokusiert. Ich habe so einen Ernstfall während meiner Rekrutenschule zusammen mit Leuten erlebt die im Krisengebiet erprobt und geübt waren (zBsp. Gondo, wenn dir das was sagt). Ich war der Erste beim Verunfallten, ich habe als Erster die Situation erfasst und reagiert. Bei ADHS-Patienten funktioniert die Koordination der Reize im Frontallappen schlecht. Befinde wir uns im Hyperfokus ist die "Taktung" aber wesentlich höher als bei "Normalen". Dazu nochmals ein Zitat aus dem oben erwähnten Buch von Frau Neuhaus: "....die Tendenz, alles oder nichts um sich herum mitzubekommen oder bei Faszination regelrecht in den 'Hyperfokus' zu geraten...."

    Ganz ehrlich Fliegerlein, du tust mir leid! Ich wünsche dir, dass du lernst, das Positive an deiner "Andersartigkeit" zu sehen. Ich wüsche dir, dass du merkst, dass deine Suche nach dem "Haar in der Suppe" dich nicht weiter bringt und dich daran hindert dich so zu akzeptieren wie du bist! Ich bin übrigens Farbenblind, kann weder Pilot noch Lokführer werden. Letzteres hätte mich sehr gereizt! An der Farbenblindheit kann ich nichts ändern, ebensowenig wie an der ADHS. Ich habe es von meinen Eltern geerbt und werde es in diesem Leben auch nicht mehr los. Aber ich mag mich trotzdem und ich vergeude keine Zeit mehr mich deswegen zu mardern. Ich mache das Beste aus dem was ich habe und bin. Für mich die Grundlage um alt, fett und glücklich zu werden! Und ich lasse mir das von niemandem der diese Fähigkeit nicht besitzt ausreden.

    Gruss Ben

  2. #142
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Hi Happypill und alle anderen,

    Sorry, ich war beschäftigt und habe diesen, von mir gegründeten Tread nicht beobachtet. Schnell antworte ich mal auf Deine, Happypills, Aussage.

    happypill schreibt:
    uiuiui...

    vllt sollte ich noch erwähnen, dass ich damti nicht Steintor persönlich als geschmacklos bezeichnet habe, sondern ausschließlich den Beitrag, bzw den Bezug schöner Aspekt-> Britney Spears

    nicht mehr, nicht weniger!

    Habe mich hinter für einen anderen Beitrag bedankt... nicht zum Ausgleich, sondern weil ich ihn (den Beitrag) als bedankenswert empfunden habe...


    Nur um auch dieses möglich Missverständnis aus dem Weg zu räumen...

    Auf die Verbindung Britney Spears - Erotik - ADHS gehe ich in einem längeren Posting ein,

    Vorweg:; es sollten folgende Verbindungen gelten:

    Britney Spears - Erotik
    Britney Spears - ADHS

    Aber nicht die Verbindung ADHS - Erotik.

    Ich fühle mich jetzt nicht angemacht oder bin irgendwie beleidigt. Im Gegenteil: Ein Streit immer zu einer Lösung des Streits; ich rede gern kontrovers.

    LGTT

  3. #143
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Hi Lihibra,

    Lihibra schreibt:
    Es geht jetzt also nicht darum, zu sehen, was für positive Eigenschaften und schöne Seiten das ADHS mit sich bringt..?

    Jedenfalls entnehme ich das aus der Überschrift..
    .. und warum kommt man dann darauf, dass damit gesagt werden möchte, dass AD(H)Sler über ihre Krankheit definiert werden bzw es nicht wollen..

    keine ahnung, bestimmt wieder etwas, wo ich "zu jung " für bin..?^^
    Eigentlich ist es mir jetzt, nachdem ich einige Postings gelesen habe, egal, was ich ursprünglich für eine Idee hatte, diesen Tread zu gründen. Ich finde es klasse, dass überhaupt eine Kontroverse entbrannt ist. Ich weiß noch, das ist nun auch schon 13 Jahre her, da habe ich mal das Wort "Piep" gepostet. Nur dieses Wort, sonst nichts. Und wir hatten nach ca. 250 weiteren Postings (bzw. E-Mails, denn es war ein Mailzirkel) den herrlichsten Streit, virtuell und real. Aber wir sind uns näher gekommen, wir haben uns kennen gelernt.

    Interessant finde ich, dass sich (ich bin auf Seite 5), dass sich 3 Richtungen heraus kristallisiert haben:

    ADHSler definieren sich über ihre Krankheit (wobei XXXXXXXXXXXX okay, ich lösche das jetzt doch besser).
    ADHS ist nur dann gut, wenn Erotik im Spiel ist.
    ADHS ist eine schlimme Sache, die keine positiven Aspekte aufweisen kann.

    Der erste Eindruck von mir war, dass diejenigen, die ADHS und sich selbst schlimm finden, am lautesten riefen. Diejenigen, die versucht haben, trotz ADHS noch gute Seiten an sich zu entdecken, waren eher still.

    LGTT

    P.S.: Meine Idee war, dass ADHS AUCH positive Eigenschaften aufweisen kann.
    Geändert von Steintor ( 4.01.2013 um 22:58 Uhr)

  4. #144
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Ben0123 schreibt:
    da du ja immerhin Cordula Neuhaus zugestehst eine Expertin auf dem Gebiet zu sein
    Jemanden als Experten anzuerkennen bedeutet nicht zwangsweise, seine Meinung unvoreingenommen zu teilen .

    Ich fange mal mit diesem Punkt an:

    Ich bin übrigens Farbenblind, kann weder Pilot noch Lokführer werden.
    Ich auch, genaugenommen farbsehschwach mit einer Deuteranomalie, einer Grünschwäche.
    Die Pilotenlizenz konnte ich dennoch machen, wenngleich auch nicht direkt eine Berufspilotenlizenz.
    Aber es gibt Hintertüren

    An der Farbenblindheit kann ich nichts ändern, ebensowenig wie an der ADHS. Ich habe es von meinen Eltern geerbt und werde es in diesem Leben auch nicht mehr los. Aber ich mag mich trotzdem und ich vergeude keine Zeit mehr mich deswegen zu mardern. Ich mache das Beste aus dem was ich habe und bin. Für mich die Grundlage um alt, fett und glücklich zu werden!
    Das finde ich gerade ganz unglaublich faszinierend!!!
    Das ist doch ganz genau das, was ich zu sagen versuche.
    Du versuchst doch auch keine positiven Aspekte Deiner Farbenblindheit zu finden um damit leben zu können.
    Du akzeptierst es als Teil von Dir und gut ists.
    Genau das ist doch das, was ich sage, ganz genau das.
    Klar könnte man sich jetzt schönreden, dass man als Farbschwacher nachts besser sehen kann ... hanebüchen....

    Und ich lasse mir das von niemandem der diese Fähigkeit nicht besitzt ausreden.
    Weder besitze ich diese Fähigkeit nicht, noch versuche ich Dir etwas auszureden.
    Keine Ahnung, wie dieser Eindruck entstanden ist ...

    Das einzige was ich sagen möchte ist genau das, was Du mit dem Farbenbeispiel schreibst.

    Damit unterstellst Du mir -indirekt-, dass ich nicht verstanden habe um was es in diesem Thread geht.
    Das ist nicht korrekt.
    Ich weiß nicht mal, wie ich etwas indirekt unterstellen kann.
    Wenn ich etwas unterstelle, dann direkt und offen.
    Ich weiß, dass Menschen oftmals zwischend en Zeilen kommunizieren.
    Das ist bei mir nicht der Fall.
    Also kein Grund sich aufzuregen oder angegriffen zu fühlen.
    Um es also deutlich zu betonen:
    Ich unterstelle gar nichts indirekt und das meine ich vollkommen ehrlich.
    Bei mir steht nichts zwischen den Zeilen

    Für mich stellt sich aber die Frage wieso du die Aussagen von denen, die glauben einen positiven Aspekt von ADHS gefunden zu haben so konsequent in Frage stellst. Kann es sein das du es nicht so sehen kannst, und uns deswegen unsere SIchtweise missgönnst?
    Viele Fragen in dem Satz ... ich versuche sie zu beantworten:
    Ich stelle nicht die Aussagen in Frage, ich versuche sie zu verstehen indem ich sie mit vorhandenen wissenschaftlichen Fakten abgleiche.
    In der Tat kann ich es nicht so sehen, das habe ich auch geschrieben, möglicherweise ist das in diesem nun doch recht lang gewordenen Thread etwas untergegangen.
    Ich versthe nicht, wie Du darauf kommst, dass ich Euch Eure Sichtweise missgönne.
    Das liegt mir vollkommen fern und obwohl ich schon mehrfach deutlich betont habe, dass ich nichts schlechtreden will, wird es nun doch so verstanden,... warum?
    Das verstehe ich nicht.

    Ich hinterfrage Dinge, mehr nicht.
    Das dies so anders verstanden wird, liegt möglicherweise daran, dass es ein Thema ist, das für Viele natürlich stark emotionalisiert ist.
    Das ist auch verständlich.

    Ich suche nach Logik, mehr nicht.

    Für mich hat der Begriff "Krankheit" nichts Bewertendes.
    Zu sagen, "ADHS ist eine Krankheit" bedeutet für mich nichts anderes als festzustellen "Gras ist grün".
    Das ist für mich eine reine Sachinformation, mehr nicht.

    ADHS ist in den Diagnosekriterien aufgeführt und es ist als Krankheit geführt.
    Um die Diagnose zu erhalten, müssen die Symptome deutliches Leiden verursachen.

    Es hat etwas mit Selbstwertgefühl und Zuversicht zu tun, wenn gesagt wird, dass diese Krankheit auch positive Aspekte hat.
    Das kann ich verstehen und akzeptieren.
    Aber ich erkenne die Kausalität nicht, kann also nicht sehen oder anhand von vorhandenen, fassbaren Erkenntnissen nachvollzehen, dass diese tatsächlich besteht.
    Bisherige Studien sprechen nicht dafür.
    Ich verstehe nicht, inwiefern das dazu führt, dass der Eindruck entsteht, ich würde anderen ihre Sichtweise missgönnen.
    Das ist nicht der Fall.


    Ich bin froh, dass ich mit der Diagnose eine Erklärung für meine "Andersartigkeit" gefunden habe. Ich habe in meinem Leben gelernt die Dinge positv zu sehen. Hätte ich das nicht, wäre ich nicht mehr! Schon vor der Diagnose wusste ich auch um die positiven Seiten meines Wesens und habe meinen Fokus versucht darauf zu richten, damit mich mein Aussenseiterdasein nicht in die Knie zwingen konnte. Ich kann dir zu jedem der oben genannten Punkte verschiedene anschauliche Beispiele aus meinem Leben liefern, die den Unterschied zu "normalen" Menschen verdeutlichen.
    Auch ich sehe die Dinge positiv.
    Ich verstehe nicht, warum das hier so falsch verstanden wird?
    Ich mag mich auch so wie ich bin.
    Das ist auch ok.
    Aber meine positiven Eigenschaften bin ich, nicht die ADS.

    Damit gibst Du mir zu verstehen, dass ich Hyperfokus nicht verstehe.
    Das ist anhand Deines Beispieles auch die korrekte Schlussfolgerung.

    Ich habe in Notfallsituationen erfahren, dass ich wesentlich schneller und konzentrierter handle als Nicht-Betroffene. Ich blende dann alles Unnötige und Unwichtige sowie eigene Empfindungen aus (plötzlich kann ich Prioritäten sinnvoll setzen und zwar schneller und besser als "Normale" die dann oft panisch werden)
    Das Normalos oft panisch werden ist eine Verallgmeinerung.
    Ich kenne Notfallsituationen ebenfalls sehr gut.
    Ich habe irgendwie einen Magneten eingebaut als erster an Unfallstellen einzutreffen und zu helfen.
    Selbst in der Fliegerei kenne ich solche Situationen, sogar in meinem Prüfungsflug gab es einen solchen fall und ich habe schneller reagiert, als meine Prüferin.
    Aber ich erkenne nicht den Hyperfokus darin.
    Das in den Hyperfokus einzusortieren halte ich schlicht für falsch.
    Menschen im Hyperfokus versinken in dem, was sie gerade tun und nehmen ihre Umwelt fast nicht mehr wahr.
    Das wäre in solchen Situationen ungünstig .

    Ganz ehrlich Fliegerlein, du tust mir leid!
    ich muss Dir nicht leid tun .
    Deine Schlussfolgerung, oder besser Bewertung basiert auf einem Missverständnis und einer falschen Einschätzung.
    Ich weiß, dass ich dieses Missverständnis hervorgerufen habe, aber wie ich schon mehrfach betont habe, ich mache niemandem etwas schlecht und missgönne auch niemandem etwas.

    Ich wünsche dir, dass du lernst, das Positive an deiner "Andersartigkeit" zu sehen.
    Das zeigt schon sehr deutlich, dass Du mich missverstehst, denn ich finde meine Art zu sein sogar äußerst positiv.
    Aber Ich bin mir auch über den Leidensweg im Klaren, den ich der ADHS zu verdanken habe.
    Ich will damit sagen, dass ich nicht nach positiven Aspekten einer ADHS suchen muss, sondern ich all diese positiven Aspekte mir und nicht einer Stärung zu verdanken habe.

    Es ist wirklich ein tiefgreifendes Missverständnis zu glauben, ich würde das negativ sehen.
    Ich sehe es sachlich und neutral.

    Die positiven Dinge sehe ich trotzdem, aber die schreibe ich doch lieber den einzelnen Menschen zu, die sie trotz ihrer ADS haben, als der ADS die sie haben.

    Ich wüsche dir, dass du merkst, dass deine Suche nach dem "Haar in der Suppe" dich nicht weiter bringt
    Ich suche gar keine Haare in der Suppe.
    Aber dieser Satz zeigt mir, dass Du mich nicht verstehst.
    Das ist keineswegs ein Vorwurf, ebenfalls nur eine Feststellung.

    Ich suche keine Haare, ich finde das Thema einfach nur inhaltlich interessant und spannend und das ist alles.
    Das ist vollkommen unabhängig von der eigenen Akzeptanz.

    Was ich allerdings tatsächlich nicht nachvollziehen kann ist, dass viele Betroffenen an ihrer ADS positive Apsekte sehen müssen, um sie akzeptieren zu können.
    Denn:
    und dich daran hindert dich so zu akzeptieren wie du bist!
    auch das ist ein großes Missverständnis, denn ich akzeptiere mich so wie ich bin, sehr sogar.

    Aber ich kann mich mit meiner ADS so akzeptieren, wie sie ist und wie ich bin.
    Ich habe vieles hinbekommen und erreicht, aber das ist mein Werk, doch nicht das einer ADHS.

    Verstehst Du den grundlegenden Unterschied dieser Sichtweise?
    Ich brauche keine positiven Aspekte einer ADHS um sie zu akzeptieren.
    Ich akzeptiere mich so wie ich bin trotz ADS

    Gerade das macht uns doch zu starken und sehr wertvollen Menschen, dass wir diese Eigenschaften trotz allem haben und sie ausgebaut haben.
    Geändert von Fliegerlein ( 4.01.2013 um 23:18 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  5. #145
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 55

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Lieber Fliegerlein,

    ich nehme an, dass du wegen dem Umstand, dass Du scheinbar kein ADHS sondern ADS hast meine Aussage zur Taktung und dem Hyperfokus -und dessen positive Auswirkungen- nicht verstehst. Ich kann mich mit deiner Art die positive Sichtweise auf ADHS für nichtig zu erklären bzw. zu kritisieren nicht anfreunden.Und ich finde sie in diesem Thread unpassend.

    Wir sind zwei komplett verschiedene Personen mit verschiedenen Ansichten zum Thema und mir ist es auch nicht wichtig das du meine Ansicht teilst!
    Ich wünsche Dir trotzdem einen schönen Abend!

    Gruss Ben

  6. #146
    Octoroo

    Gast

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Gluehhops schreibt:
    Die Unterscheidung Phantasie vs. Kreativität ist sehr wichtig. Möglicherweise haben adhs'ler ja mehr Phantasie und dafür weniger Kreativität?

    Nur mal kurz - also ganz so schlecht finde ich dein Ansatz gar nicht - was also haelst du von:

    ADHSler haben Phantasien."
    Und wie. Traeumereien und in-sich-gekehrtheit soll ja Phantasien, Ideen und auch Kreativitaet (anhaengig von Phantasie, meine Meinung) foerdern.

    Aaaaber......jetzt kommt........: ADHSler verfuegen nicht ueber das "technisches Mittel" (exekutiven Dysfunktion !!!!!!!), dies in der Tat umzusetzen.

    ------> ADHSler ohne krankheitswert sind kreativ und erfolgreich. (kenne welche persoenlich. aus der Familie)
    ADHSler ohne krankheitswert sind keine ADHSler und sind somit gesund

    Ich habe ADHS. Ich bin nicht erfolgreich



    ....

  7. #147
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Ben0123 schreibt:
    Lieber Fliegerlein,

    ich nehme an, dass du wegen dem Umstand, dass Du scheinbar kein ADHS sondern ADS hast
    Ich benutze die Begriffe gleichwertig.
    Genaugenommen wird die Unterteilung zwischen den Subtypen ohnehin in Frage gestellt, da gerade die Langzeitstudien zeigen, dass die meisten ADS'ler ohnehin alle drei Subtypen durchlaufen.

    Ich kann mich mit deiner Art die positive Sichtweise auf ADHS für nichtig zu erklären bzw. zu kritisieren nicht anfreunden.
    Ich verstehe nicht, an welcher Stelle ich die positive Sichtweise für nichtig erkläre.
    Ich hinterfrage sie, aber an keiner Stelle erkläre ich sie für nichtig.
    Ich weiß nicht, wie Du darauf kommst?

    Und ich finde sie in diesem Thread unpassend.
    Das steht Dir zu und das akzeptiere ich.
    Aber ich komme nicht umhin anzumerken, dass Dein Eindruck einem Missverständnis zu Grunde liegt.

    Wir sind zwei komplett verschiedene Personen mit verschiedenen Ansichten zum Thema
    Faszinierender Weise zeigt gerade Dein Beispiel mit der Farbenblindheit, dass unsere Ansichten sehr ähnlich, fast sogar gleich sind.
    Wir formulieren sie offensichtlich nur so verschieden, dass es so wirkt .

    Aber gerade dieses Beispiel bringt es auf den Punkt.
    Du akzeptierst die Farbenblindheit so wie sie ist, du nimmst sie an und lebst und arrangierst Dich mit den damit verbundenen Konsequenzen (bestimmte Berufe nicht ergreifen zu können).

    Ganz genau so sehe ich es auch.

    Der Rest der Diskussion, das Hinterfragen, geschah aus reinem und ehrlichen Interesse, nicht in der Absicht etwas schlechtzureden oder zu missgönnen oder weil ich selber etwas schlecht sehe.

    Ich weiß, dass es befremdlich für andere ist, denn ich kann das sachliche vom Emotionalen trennen, so wie ich mich für Eisenbahnen und Luftfahrt interessiere, so interessiere ich mich auch für die neurobiologischen Mechanismen der ADS.

    Das erlebe ich leider öfter und es nährt den Aspergerverdacht.
    Ich bin da eher so eine Sorte wie Gil Grissom von CSI Las Vegas
    Es tut mir leid, wenn ich damit Gefühle verletze.
    Das ist nicht meine Absicht.

    Liebe Grüße
    Marcus

  8. #148
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Hi Fligenpilz,

    Fliegenpilz schreibt:
    Ich muss an ADHS nichts Gutes oder Positives sehen. Mir reicht es vollkommen, wenn ich an mir was Positives sehe.
    Das ist eine tolle Aussage. Nur möchte ich diese doch gern einschränlken, dass die eigene Persönlichkeit durchaus durch mein ADS beeinflusst werden könnte.

    Und wieso muss ADHS positive Seiten haben?
    Muss nicht. Allerdings kann ADHS positive Eigenschaften hervorbringen, Eigenschaften, die man mit voller Dopamin-Power nicht hätte.

    Hat ADHS negative Seiten?
    Hier könnten wir über die gesellschaftliche Bewertung von gewissen Eigenschaften der eigenen Psyche diskutieren.

    Ohohoh! Heute stand im Aldi ein Supernormaler vor mir. Ich bin eben noch ein bisschen beeindruckt. Ich bin heute extrem froh, nicht so zu sein, wie dieser Typ. Ich habe aber einen Käfer gerettet. Im Januar ein Käfer? Komisch dachte ich, zumal dieser Käfer seine Babys am Bauch trug. Drei Frauen (älter als 30 Jahre) um mich schimpften, ich solle ihn tot treten, während ich den Käfer den 2 anderen Frauen (jünger als 5 Jahre) zeigte, die ihn fasziniert betrachteten. Warum erzähle ich das? Ich weiß es nicht. Ich fand das alles toll schräg heute. Ich glaube, der Normale hätte den Käfer zertreten.

    Klar, es beeinträchtigt mich. Aber ich versuche, meiner "Erkrankung" möglichst neutral zu begegnen und sie eben gerade nicht zu bewerten.
    Ich habe zusätzlich zu ADHS noch einige andere Erkrankungen (keine Komorbiditäten) und da suche ich auch nichts positives dran. Ich erkenne zumindest nichts Positives an meinem Hautausschlag. Und ADHS ist für mich sowas wie mein Hautausschlag. Will ich nicht haben, finde ich doof, muss ich aber trotzdem mit klarkommen.
    ADHS ist schon mehr als ein Hautausschlag.

    Ich räume ein, dass ich mit Hautausschlag mittlerweile einen Lehrstuhl hätte (Ich denke, ich hätte mit 45 Jahren habilitiert). Da ich keinen Hautauschlag habe, dafür aber ADS, bin ich Bauer geworden.

  9. #149
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 442

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    ((habe ich geschrieben, während Steintor postete, sein Statement habe ich erst hinterhergelesen, das hier bezieht sich auf Fliegerlein))

    Hab' ich kapiert, ich halt' die Klappe. Aber das muss doch sein:

    Ich benutze die Begriffe gleichwertig.
    Genaugenommen wird die Unterteilung zwischen den Subtypen ohnehin in Frage gestellt, da gerade die Langzeitstudien zeigen, dass die meisten ADS'ler ohnehin alle drei Subtypen durchlaufen.
    Das kann ich iniht nachvollziehen. Egal, wie viele Studien Du dazu zitieren kannst. Die Differenzen zwischen ADS-Personen mit ausgeprägtem H und ohne sind so extrem, dass ich mir kaum vorstellen kann, wie jemand alle drei Phasen durchlaufen soll. Innendrin, was seelisch und psychisch abläuft, bleibt man doch, egal was passiert, der gleiche Typ - ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Träumer plötzlich zum H-Zombie wird und umgekehrt.
    Geändert von ADHS72 ( 5.01.2013 um 00:08 Uhr) Grund: Ergänzung erklärend eingefügt.

  10. #150
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 764

    AW: Die schönen Aspekte von ADHS

    Sind jetzt alle glücklich?

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