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Diskutiere im Thema Morgendlich extremes Unwohlsein im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 38

    Morgendlich extremes Unwohlsein

    Hey liebe Community,

    einer der Hauptgründe, warum ich damals überhaupt den Schritt zum Arzt gewagt habe und einer der Hauptsymptome die mich in meinem Leben am meisten einschränken ist mein morgendliches Unwohlsein.

    Kein Arzt konnte mir da da so wirklich was zu sagen. Und ich habe keine Ahnung, ob das überhaupt was mit ADS zu tun hat. Nun habe ich die Hoffnung, dass es vielleicht noch jemand hier kennt und das selbe durch gemacht hat und vielleicht sogar eine Lösung gefunden. Denn bei aller ADS-Problematik: Das geht mir entschieden am meisten gegen den Strich.

    Fast jeden Morgen wenn ich aufwache, egal wie viel oder wie wenig ich geschlafen habe, geht's mir dreckig. Ich habe richtig trockene Nasenschleimhäute und meine Atemwege sind trocken. Ich habe mal heftigere mal weniger heftige Kopfschmerzen, manchmal auch nur ein kleines Stechen. Mir tut fast immer was weh. Egal in welchem Bett ich schlafe. Rücken, Nacken.

    Aber das seltsamtste ist: Ich komme nicht aus dem Bett. Egal wie sehr ich es mir vor genommen habe oder wie sehr ich muss. Als ich noch gearbeitet habe, habe ich es fast jeden Morgen riskiert zu spät zu kommen. Ich stehe immer auf den letzten Drücker auf. So dass ich mich extrem beeilen muss. Stell ich den Wecker später, denke ich, ich sterbe wenn ich sofort aufstehen muss. Stelle ich ihn früher. (Meinetwegen ne Stunde oder mehr) lass ich ihn alle 10 Minuten klingeln. (In der Spätschicht manchmal stundenlang) Und schlaf immer wieder ein und hoffe auf die Erlösung, wenn ich noch 10 Minuten schlafe, dass es mir dann besser geht.

    Momentan bin ich bei meiner Freundin zu besuch. Und wir haben abgemacht um 13 Uhr aufzustehen. Aber da sie so eine liebe Seele ist, hat sie mich nicht hochgescheucht. Ich schlief, dämmerte, döste weiter. Mir ging es dreckig, alles tat mir weh. Aber der Teufelskreis ist: Je dreckiger es mir geht, desto weniger will ich aufstehen. Ich liege dann immer im Halbschlaf und bin nervös, wenn ich meine Freundin zB in in der Küche höre und wenn sie Geräusche macht und/oder Musik. Aufstehen kann ich letztendlich erst, wenn sie das Haus verlässt. Und ich weiß, ich habe meine Ruhe.

    Ich wechsel generell nach dem Aufwachen immer zwischen einem Dämmer und Schlafzustand. Ich hab dann immer wirre Träume und Gedanken, an die ich mich meist nicht mehr erinnern kann, sobald ich wach werde. Ich weiß immer nur. dass ich zurück will, in den Traum und will weiter schlafen und ich weiß auch, dass diese Träume meist realistischer Natur sind. (Ich glaube meistens aus der Vergangenheit.

    Und so kann es vorkommen, dass ich teilweise 12 oder 13 Stunden im Bett liege. Wenn ich es dann endlich schaffe mich aufzuraffen gehts mir trotzdem dreckig, Meist noch gute ein bis zwei Stunden bis ich völlig klar bin und mal in die Gänge komme. Wenn ich aufstehen MUSS (wegen Arbeit zum Beispiel) dann bin ich teilweise richtig schlaftrunken und fühle mich wie besoffen. UNd habe das Gefühl, lieber sterben zu wollen. Meistens bin ich Nächtelang wach. Und geh erst sehr spät ins Bett. Aber selbst wenn ich wochenlang um 6 , 7 Uhr aufstehen musste und abends nach der Arbeit sehr müde war, konnte und ollte ich auch gar nicht schlafen. Sondern bin dann meistens auch bis zwei, drei Uhr nachts aufgeblieben. Obwohl der Wecker um 7 wieder klingelte.

    Ich bin dann natürlich völlig unmotiviert und schlecht gelaunt. Habe kaum Energie und Lust für irgendetwas. Das seltsamste ist aber: Selbst wenn ich nur 10 Minuten eingeschlafen bin, (Zum Beispiel tagsüber auf der Couch beim TV schauen, manchmal sogar auf der Arbeit, früher in der Schule, wähend des Unterrichts oder im Bus) habe ich schon diese Symptome. Es reicht nur ganz kurz eingenickt zu sein und schon habe ich trockene Atemwege und mir gehts dreckig. Leichter Schwindel. Wirre Gedanken. Machmal fühlte es sich regelrecht an, als wenn mein Gehirn sich einfach abgeschaltet hat. Ich saß auf der Arbeit, merkte ich werde müde aber im nächsten Moment hatte ich keine Kontrolle mehr darüber und und es macht Bzzt... und ich bin weg.

    All das belastet mich sehr. Ich war schon im Schlaflabor (bzw die Gerätschaften wurden mir zu Hause angelegt und ich durfte zu Hause nächtigen) zwei Nächte lang. Es wurden Abstriche gemacht. Mein Neurologe vermutete Narkolepsie. Aber das hat sich wohl nicht bestätigt. Angeblich wäre alles in Ordnung. Auch beim HNO Arzt war ich, wegen der Atemwegstrockenheit. Auch da sei alles in Ordnung.

    Ich bin schier am verzweifeln. Nur über eins sind die Ärzte sich sicher: Ich habe aus irgendwelchen Gründen keinen erholsamen Schlaf. Mein Körper regeneriert sich nicht und so schleppe ich mich schon Jahre lang rum.

    Kennt das jemand von euch in ähnlicher Form?

    Liebe Grüße

    Explorer

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Morgendlich extremes Unwohlsein

    So krass nicht, aber erholsamen Schlaf kenne ich erst seit dem ich tagsüber MPH bekomme. Mir ist aufgrund des krassen Unterschieds zu vorher aufgefallen, dass ich noch nie in meinem Leben zuvor wirklich erholsamen Schlaf hatte.
    Schlafapnoe ist ausgeschlossen?

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Morgendlich extremes Unwohlsein

    Ja. Auch Schlafapnoe ist ausgeschlossen. Leider kann ich auch mit MPH keinen Unterschied feststellen. Ich vermute eh, dass MPH nicht das richtige für mich ist. Siehe meinen Thread "Ritalin seit dem geht alles den Bach runter."

    Wobei ich kein ritalin sondern medikinet adult retardiert nehme.

  4. #4
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Morgendlich extremes Unwohlsein

    Würde mich echt mal interessieren, ob ich mit MPH noch Schnarche. Aber mein Schlaf war schon immer ein Problem. Alle Einschlafmittel durch: Baldrian, Schlaftabletten, Yoga, Autogenes Training, Spazieren gehen, Frau mit ins Bett nehmen. Nix half. Am Ende half nur Wein.

    Nun, mit MPH habe ich morgens kurz Panik, nachdem ich aufwache. Das liegtaber m.E. daran, dass ich viel vor habe, und das, was ich vor habe, nur mit Hilfe von MPH klappt. Wenn die Wirkung weg ist, morgens also, habe ich tierische Angst vor meiner eigenen Courage.

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Morgendlich extremes Unwohlsein

    Ich bin da seit neustem den Abbauprodukten des Nikotin auf der Spur, rauchst du?

  6. #6
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Morgendlich extremes Unwohlsein

    Wer, ich? Seit 3 Monaten nicht mehr.

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Morgendlich extremes Unwohlsein

    Das weiss ich , hab dir schon dazu gratuliert

    Nein, ich meinte den Threaderöffner.
    Entschuldige meine schludrigen Umgangsformen ohne Anrede und Grüsse.
    ;-)

    Ich werd einfach aufhören und schauen ob die Papageienzunge dann weg ist und ich besser aus dem Bett komme.

  8. #8
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Morgendlich extremes Unwohlsein

    Explorer2000 schreibt:
    Aber das seltsamtste ist: Ich komme nicht aus dem Bett.
    Wie ich das kenne! Wenn ich keine Verantwortung für mein Leben oder das Leben Anderer übernehmen muss, kann ich bis 15:00 Uhr im Bett bleiben, oder konnte es.

    Erst als mein Sohn da war, bin ich jeden Morgen um halb sechs aufgestanden und habe das Baby versorgt, bevor ich zur Arbeit gefahren bin. Aber als das Kind in den Kindergarten kam, musste ich mir etwas anderes einfallen lassen. Da half ein Job, bei dem ich um 8:00 Uhr am Arbeitsplatz sitzen musste und ich eine Anreise von 1 Stunde hatte. Da ich nicht jeden Morgen müde zur Arbeit fahfren wollte, musste ich also um 24:00 Uhr im Bett liegen, und nicht nur das, ich musste auch schlafen. Das erreichte ich durch einen rigiden Schlafmechanismus.
    - den letzten Kaffee vor 19:00 Uhr
    - kein Alkohol am Abend
    - kein PC oder längere Autofahrt bis 1 Stunde vor dem Zubettgehen.
    - Sonntagmorgen nicht länger als 9:00 Uhr schlafen
    - kein Streit mit der Ehefrau am Abend

    Das hielt ich immerhin 4 Jahre durch.

  9. #9
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Morgendlich extremes Unwohlsein

    Hey Explorer,

    mir fällt dazu noch ein......

    Warst du schon mal bei einem Endokrinologen? Da werden so gut wie alle Hormone durchgetestet.

    Bei mir kam ein ganz heftiger Vitamin B12 Mangel heraus. Der Wert war schon weit unter der unteren Norm. Da hat man schon neurologische Ausfälle (normalerweise).
    Ich war total entsetzt, kein Arzt hatte jemals davon gesprochen bzw. kein Arzt wollte mich zum Endo schicken. Das habe ich dann letztendlich selbst entschieden und habe einen
    Arzt gefunden, der mir eine Überweisung hierfür schrieb.

    Seitdem bin ich nicht mehr soooo müde. Denn auch bei mir war es so....egal wieviel Stunden ich geschlafen hatte, ich war immer müde. Allerdings nicht so krass wie bei dir.

    lg Heike

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Morgendlich extremes Unwohlsein

    Hey Leute,

    Nein ich rauche schon seit einigen Jahre nicht mehr.

    Das mit der morgendlichen Panik kenne ich auch nur zu gut. Das ich einfach Angst vor dem Tag und allem was ich mir vorgenommen habe. Das verschwindet meistens wenn ich ein paar Stunden wach bin. UNd ich frage mich hinterher, warum ich mir darüber son Kopf gemacht habe. Das kann sogar einfach nur ne Verabredung mit dem Kumpel sein, gegen die ich morgens heftig ansehe.

    Schon alles seltsam. Das mit dem Endikrinologen werde ich beherzigen. Auch Steintors Tipps werde ich mir mal durch den Kopf gehen lassen. Vor allem dieses Nächtelang am Rechner hängen sollte man wirklich sein lassen und sich selber strikt ne Grenze setzen.

    Am Wochenende trotzdem um 9:00 Uhr aufstehen, ist villt nicht verkehrt. Wobei ich immer Angst habe, zu wenig schlaf zu bekommen. Ich habe dann immer Panik, dass ich den Schlaf vermisse und würde niemals um 9:00 Uhr aufstehen. Obwohl ich weiß, dass es eh nichts bringt, länger zu schlafen. Dadurch geht's mir ja nicht besser.

    Also heißt es: DEN SCHWEINEHUND BESIEGEN!!!! Und dann wenn der Wecker klingelt, EINFACH SOFORT AUFSTEHEN.

    Ein weiteres Problem von mir ist, dass ich die NAcht einfach lieber mag, als den Tag.

    Nun ja. Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch. Feiert schön.

    Und ein frohes neues Jahr.

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