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Diskutiere im Thema Was stört euch selbst am meisten an AD(H)S? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #41
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Was stört euch selbst am meisten an AD(H)S?

    Heimisch schreibt:
    Und eins kann ich euch sagen, ich habe Diagnosen gesehen, da ist man froh "nur" ADHS zu haben.
    Ich habs schon mehrmals gehört von Bekannten:
    "der sowiso hat xyz (rheuma viel tatsächlich als Bsp.), der ist richtig krank. Schau halt mal positiv ins Leben, dann musst Du zugeben, dass Du ganz froh sein kannst, nichts schlimmeres zu haben (als eine depression, damals wusste ich nix von ADS)"
    Ich kenne aus meinen Klinikaufenthalten Menschen, die auch schon mal was "richtiges" hatten.
    Was meinst Du, was deren Aussage dazu ist? Mehrmals bestätigt?
    "Wenn ich mirs aussuchen könnte, nehm ich lieber das rheuma. Nichts in meinem Leben war so sinnentleerend wie diese Depression. Nichts war so schlimm. Mit den Schmerzen kann man umgehen. Jeder versteht es, jeder nimmt Rücksicht darauf. Manchmal werden sie schlimmer, manchmal hat man nur die Wahl, von Schmerzmedikamenten zugedröhnt zu sein oder Schmerzen zu ertragen. Aber ich nehm trotzdem lieber das, als die Depression."

    Mag nicht für jeden gelten. Es gibt verschieden heftige depressionen und verschieden heftige Schmerzerkrankungen. Aber diese Aussagen habe ich selbst gehört. Von verschiedenen Menschen.

    Für mich selbst weiss ich nach einem Jahr auseinandersetzung mit dem Thema:
    Die Depression alleine ist für mich ein Klacks. Das eigentliche Problem ist ADS. Ich bin in alle Therapien mit großem Kooperationswillen gegangen, ich wollte immer etws erreichen, wollte doch immer, dass es endlich hinterher besser wird. Und mehrmals habe ich die Depression zurückdrängen können, um mit frischem Mut einen neuen Anlauf zu wagen, in der Hoffnung, jetzt endlich alles besser hinzubekommen.
    Und immer mit Anlauf auf die Fresse gefallen. Mit ADS an der Backe nützt es halt nix, die Depression los zu sein.

    Jetzt zähl mal eins und eins zusammen, und sag mir nochmal, ob ich froh sein soll, "nur" ADS zu haben?

    Nochmal Dr. Russel Barkley: "This is a verry serious disorder".

  2. #42
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 161

    AW: Was stört euch selbst am meisten an AD(H)S?

    IonTichy schreibt:
    Ich bin nicht mein ADS.
    Ich bin auch noch ohne ADS jemand. Herrwasgeht (und offenbar auch Anni) mag vielleicht auch finden, dass es an seinem Dasein positive Aspekte gibt; Ich hoffe es jedenfalls für ihn.
    Seine sonstigen Beiträge klingen nicht schrecklich genug, um etwas anderes anzunehmen. Sein ADS gehört für ihn nicht dazu, da gibt es für ihn keine positiven Aspekte.
    Das ist seine Wahrnehmung, die steht ihm zu, und ist deshalb für ihn richtig. Es gibt nicht wirklich einen Grund, dies zu Diskutieren.
    Nein, wir sind nicht unser ADS. Aber ADS ist ein unabänderlicher Bestandteil unseres Lebens. Damit müssen wir leben. So wie jeder Mensch mit seinen Anteilen leben muss. Wie wir sie deuten, ist unsere Sache. Ich kann mich für meine Vergesslichkeit verdammen und niedermachen. Oder ich kann darüber lachen. Ich ziehe das Lachen vor.

    Ich glaube auch nicht, daß jemand alleine, weil er / sie ADS hat, nicht mehr leben will. Da steht mehr dahinter. Wesentlich mehr. Vielleicht, weil man aufgrund seines ADS miese Erfahrungen gemacht hat, bzw. Verletzungen erfahren hat, die man nicht aufgearbeitet hat. Weil man sein Leben lang nur negative Rückmeldung bekommen hat. Oder weil man ständig vor eine Wand läuft, weil man glaubt, man müsse den Norm-Anforderungen entsprechen. Es gibt viele Gründe für eine fette Depression...

    Ein Freund von mir hat eine Muskelerkrankung. Er kann sich nicht mehr bewegen, ist völlig auf fremde Hilfe angewiesen. Er ist der autonomste, lebensfreudigste und aktivste Mensch, den ich kenne.

    Warum ich meinen Freund hier anführe? Weil ich zeigen will, daß nicht eine Erkrankung oder eine biochemische Besonderheit im Hirn für das Leid verantwortlich ist, sondern einzig und alleine, wie der betroffene Mensch dazu steht.

    Manchmal ist es ein langer Weg bis zur Selbstakzeptanz. Aber jeder von uns muss ihn gehen, oder bis zum Lebensende unglücklich bleiben.

  3. #43
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Was stört euch selbst am meisten an AD(H)S?

    Tetrian schreibt:
    Bei mir ist es kalr, die riesige Deskrepanz zwischen Leistung und den Möglichkeiten, die ich geistig besitze
    Yoa, dass man (fast) nix so richtig einfach mal "durchziehen" kann.

    Der ganze emotionale Scheiß und die ätzenden Gedankenschleifen belasten mich außerdem massiv.

  4. #44
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.160

    AW: Was stört euch selbst am meisten an AD(H)S?

    das is z. B. auch wieder ein Problem, nich ins Bett finden, so gute Nacht jetz und ab inne Falle



    gn8 und schlaft jut Anni

  5. #45
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Was stört euch selbst am meisten an AD(H)S?

    IonTichy schreibt:
    Ich habs schon mehrmals gehört von Bekannten:
    "der sowiso hat xyz (rheuma viel tatsächlich als Bsp.), der ist richtig krank. Schau halt mal positiv ins Leben, dann musst Du zugeben, dass Du ganz froh sein kannst, nichts schlimmeres zu haben (als eine depression, damals wusste ich nix von ADS)"
    Ich kenne aus meinen Klinikaufenthalten Menschen, die auch schon mal was "richtiges" hatten.
    Was meinst Du, was deren Aussage dazu ist? Mehrmals bestätigt?
    "Wenn ich mirs aussuchen könnte, nehm ich lieber das rheuma. Nichts in meinem Leben war so sinnentleerend wie diese Depression. Nichts war so schlimm. Mit den Schmerzen kann man umgehen. Jeder versteht es, jeder nimmt Rücksicht darauf. Manchmal werden sie schlimmer, manchmal hat man nur die Wahl, von Schmerzmedikamenten zugedröhnt zu sein oder Schmerzen zu ertragen. Aber ich nehm trotzdem lieber das, als die Depression."

    Mag nicht für jeden gelten. Es gibt verschieden heftige depressionen und verschieden heftige Schmerzerkrankungen. Aber diese Aussagen habe ich selbst gehört. Von verschiedenen Menschen.

    Für mich selbst weiss ich nach einem Jahr auseinandersetzung mit dem Thema:
    Die Depression alleine ist für mich ein Klacks. Das eigentliche Problem ist ADS. Ich bin in alle Therapien mit großem Kooperationswillen gegangen, ich wollte immer etws erreichen, wollte doch immer, dass es endlich hinterher besser wird. Und mehrmals habe ich die Depression zurückdrängen können, um mit frischem Mut einen neuen Anlauf zu wagen, in der Hoffnung, jetzt endlich alles besser hinzubekommen.
    Und immer mit Anlauf auf die Fresse gefallen. Mit ADS an der Backe nützt es halt nix, die Depression los zu sein.

    Jetzt zähl mal eins und eins zusammen, und sag mir nochmal, ob ich froh sein soll, "nur" ADS zu haben?

    Nochmal Dr. Russel Barkley: "This is a verry serious disorder".
    Ok, ich zähle eins und eins zusammen....die Antwort ist: Sei immer unglücklich ADS zu haben! Ganz einfach!

  6. #46
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Was stört euch selbst am meisten an AD(H)S?

    Also ich stehe auch nicht jeden Tag auf und Schrei:"Juhu, ich hab ADS".....wohl eher: "Scheiße verschlafen"

  7. #47
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Was stört euch selbst am meisten an AD(H)S?

    Mich stört an meinem ADS:

    - dass Kommunikation und soziale Kontakte oft schwierig sind.

    Ich habe in jüngster Zeit viele Menschen, die mir nahe standen, verprellt, was nicht unbedingt hätte sein müssen.

    - Selbstwertgefühl im Keller

    was dazu führte, dass ich immer noch arbeitslos bin.

  8. #48
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: Was stört euch selbst am meisten an AD(H)S?

    ganz einfach: dass ich nicht ohne chemische schädlichen medikamente nicht auskomme/nicht gesellschafts-,arbeitsfähig bin

  9. #49
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Was stört euch selbst am meisten an AD(H)S?

    Wobei Kommunikation und zwischenmenschliche Beziehungen immer irgendwie schwierig zu sein scheinen. Immer dieser Balanceakt zwischen "den Kontakt schleifen lassen und die Freundschaft nicht pflegen" und "zu viel unternehmen und zu oft treffen wollen und dem anderen auf die Nerven zu gehen". Da das jedoch jeder Mensch anders empfindet, ist es immer wieder eine Gratwanderung und ein Glücksspiel.

  10. #50
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 50

    AW: Was stört euch selbst am meisten an AD(H)S?

    Was ich sehr interessant und gleichzeitig auch sehr frustrierend finde ist, dass mein ADHS mir oft das Gefühl giebt etwas ganz besonderes zu sein.

    Nur leider kann die Außenwelt damit überhaupt gar nichts anfangen, meistens aufjedenfall!

    Wir sind ganz besonders, oder?

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