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Diskutiere im Thema ADS-Symptom oder was anderes? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 63

    ADS-Symptom oder was anderes?

    Hey,

    gerade jetzt über Weihnachten ist es mir wieder aufgefallen... Wie ich in eine Art Tagesschlaf falle, sobald mein Leben nicht mit Arbeit und Studium durchstrukturiert ist... Bin dann reizbar, zurückgezogen und motivationslos...

    Je mehr Verpflichtungen, ich habe, desto leichter fällt es mir auch andere Dinge in den Angriff zu nehmen... Sodass mir ein einziger Tag nicht genügend Zeit zu geben scheint...

    So, bis hierhin sieht es ja schon erstmal nach ADS aus.

    Allerdings finde ich es schon krass, wie ich manchmal zwei, drei Wochen habe, in denen ich superkreativ bin (schreibe unter anderem), sozial aufgeschlossen, mit wenig Schlaf auskomme und auch noch Unanehmlichkeiten geregelt bekomme...

    Dann wieder zwei, drei Wochen das eher introvertierte, einfach halbwegs funktionierende (es kommt halt auch manchmal unabhängig der Ferien vor).

    Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht; ich denke, für ne Bipolare Störung sind die verschiedenen Symptome zu schwach... Nur langsam ist es echt nervig, dass ich, wann immer ich viel Freizeit oder zu wenig Anforderungen habe, in ein Loch falle; weil ich auch gerne Mal völlig guten Gewissens und Gefühls entspannen können wollen würde...

    Über Tipps bin ich ebenso dankbar wie über eigene Erfahrungen

    Lg,

    Tremolo

  2. #2
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: ADS-Symptom oder was anderes?

    Bei mir beobachte ich genau das gleiche! Finde ich auch ziemlich frustrierend, dass ich ohne äußere Vorgaben nicht meine Tagesablauf in Griff bekomme...

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.600

    AW: ADS-Symptom oder was anderes?

    Wenn es für eine bipolare Störung nicht ausreicht, also nicht heftig genug ist… Hast du mal an Hypomanie gedacht?

  4. #4
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 432

    ADS-Symptom oder was anderes?

    Kann dir leider da nicht helfen. Mir geht es aber ähnlich.. Nur habe ich lange mit einer bipolaren Person gelebt und bin mir sicher das nicht zu haben.

    Ich denke, dass AD(h)Sler einfach nur Struktur/Vorgaben brauchen. So doof es auch sein mag. Stopfe bei mir Uni freie Zeit auch mit allem möglichen voll. Dazwischen mal 2-3Tage Ruhe und nichts tun. Dann fühle ich mich aber depressiv. Es sei denn, ich bin mit Freunden. Dann kann ich das nichts tun genießen.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 63

    AW: ADS-Symptom oder was anderes?

    @ showdown

    hab, was das angeht, früher mal schon recherchiert und gerade nochmal nachgeschaut ... Grundsätzlich passen die Symptome auf solche Phasen von mir...Dadurch, dass es soviele Differentialdiagnosen, zu jedem Krankheitsbild gibt, bin ich mir nicht sicher... Ähnlich ist es bei Borderline... Insgesamt hatte ich schon alle der Kriterien, und eigentlich immer mehr als fünf... Bevor ich von ADS wusste, war ich mir sicher, Borderline zu haben...

    Leider war, bis ich den ADS-Test bei nem Spezialisten gemacht habe, keiner meiner schon durchaus zahlreichen Psycholotherapeuten und Psychiatern darauf gekommen, dass es ADS ist...

    Darum bin ich was Selbstdiagnosen, aber auch Fremddiagnosen, angeht, verunsichert...

    Hast du denn selbst Erfahrungen mit Hypomanie?

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 63

    AW: ADS-Symptom oder was anderes?

    @ Rina Oka

    Hast du denn irgendwelche Maßnahmen, wie du dich selber motivierst, wenn solche Phasen da sind?

    Weil bei mir ist es so, dass, wenn diese Phasen da sind, ich nichtmal motiviert bin, mich selbst zu motivieren...

    Ich bin dann einfach wie ein Murmeltier... Apathisch und lethargisch... Aber, was mich dann vielleicht vom Murmeltier unterscheidet, gequält, weil ich mich nutzlos fühle

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.600

    AW: ADS-Symptom oder was anderes?

    Die Sache mit dem Borderliner kenne ich. Hatte mehr als 10 Jahre geglaubt, was mir jemand als Diagnose mitgegeben hatte. Geglaubt, weil es eine Fachperson war, trotzdem fand ich manche Eigenheiten seltsam dazu.

    Erfahrung mit Hypomanie? Das wäre zu viel gesagt. Weil ich Bipolare in der Manie kennengelernt habe, kam ich auf den Gedanken, dass manche Phasen bei mir in diese Richtung gehen. Ohne wirklich zu wissen, was es ist. Dennoch mit dem Wissen, dass es keine ausgewachsene Manie sein kann. Jetzt erst kam der Hinweis "leichtgradig hypomanisch" von einer Fachperson ins Spiel. Und ich dachte bei mir: Okay, wenn das jetzt, wo ich nur in euphorischer Stimmung war, weil ich aufgeregt war wegen einer neuen Situation, beobachtet worden war… Ja, was ist dann, wenn ich im Alltag bin und das teilweise sogar noch stärker ausgeprägt ist?

    Auf Mach 10 die Energie verbraten, dann geht wieder kaum mehr was. Das kenne ich. Struktur von außen, wie bei dir das Studium, habe ich nicht, deshalb konnte ich dazu noch nichts beobachten von mir. Nur, dass ich in der Überdrehtheit zwar viel mache, aber mit wenig Sinn alles mögliche anfange, das dann genau so liegen bleibt. Impulsiv, sehr impulsiv. Auch intensive Kontakt"pflege".

    Ähm, momentan neige ich sehr zu dem Gedanken, dass ich diese Hochphasen sehr gerne auskoste um die gegenteilige Phase ein wenig abzupolstern und dann trotzdem ein positiveres Selbstbild dafür zu wahren. Vorher hatte ich die Hochphasen verkniffen, verboten, verdrängt und blockiert, weil ich dann sehr leicht in schräge Situationen und Begebenheiten reinschliddere (die nicht mal so tragisch waren) UND das Umfeld mich deshalb maßregelt usw. Ist ja auch wurscht!

    Ich habe Hochphasen, nehme die an, wie sie sind und amüsiere mich über mich selbst dabei. Sie sind mir währendessen schon bewusst. Steure nicht dagegen an und versuche (!) sie effektiv zu nutzen. Weiter ist der Gedanke, dass ich durch das Rumwirbeln viel mehr Eindrücke (Reize) aufnehme, als ich bewältigen kann. Dann ist die Batterie leer und die ganzen Eindrücke noch unsortiert in mir. Knock out UND unruhig, deshalb gereizt. Nur erschöpft, wird vermehrt geschlafen.

    Die Motivation??? Die ist allermeistens von außen angestoßen. Da das Außen in der Kriechspur sehr reduziert bis völlig verbarrikadiert ist… Möglich dass ich die Hochphasen auch dazu nutze, Motivation einzufangen um beim Kriechen wenigstens was "abarbeiten" zu können, neben Sortiererei der überladenen Hirnwirren. Dabei bin ich auch schon drauf gekommen, dass zu viel Reize (Hochs) gegen zu wenig Reize (Tiefs) stehen. Der Wechsel kommt doch relativ abrupt von einem ins andere. Zu viel und zu wenig konnte bisher nicht ins Lot bringen. Bin mir auch nicht sicher, ob das überhaupt möglich ist oder vergeudete Müh' wäre.

    Aus diesem Blickwinkel der Erklärung, könnte es eher dem ADHS zugedacht werden. Was es ist = ???

    Durch das zugestehen der Hochphasen, scheint es mir, als käme ich in der Kriechspur besser mit mir zurecht. Besser als früher, wo ich die Hochs in ihrer Ausprägung böse beschnitten habe. Versuche mit beidem als "gegeben" zu leben. Die Schwankungen die da sind, so anzunehmen, wie sie sind.

    Denn diese böse Anklagerei mir selbst gegenüber, wenn ich eben im Loch hänge und nichts tun kann (arbeiten, rumwurschteln, ablenken… irgendwie funktionieren, damit ich sehen kann, dass für mich eine Berechtigung für mein Dasein gibt), die Selbstgeißelung und Selbstentwertung brauche ich nicht. Nicht mehr, weil die Folgen davon nicht tragbar sind. Es genügen ohnehin die Entwertungen und Maßregelungen die häufig von außen kommen, wie man zu funktionieren hat.

    Wenn das Tief zu lange andauert, eine weitere Beobachtung und ein weiterer Erklärungsversuch, ist es oft so, dass ich nach einigen Tagen sauer auf mich werde und Aggressionen aufbaue. Damit heize ich mich an, steigere den Druck und es gelingt mir, wieder in ein Tun reinzukommen. Auch das versuche ich so zu nehmen, wie es ist.

    Viele Versuche um zu einer anderen Lösung zu kommen. Ob diese Versuche die Lösung sind, weiß ich nicht. Jedenfalls habe ich die Hoffnung, dass es Teillösungen sind.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 63

    AW: ADS-Symptom oder was anderes?

    Erstmal vielen Dank für deinen schönen ausführlichen Beitrag, showdown...

    Was du beschreibst, habe ich seit einiger Zeit auch zu akzeptieren gelernt... Sowohl die Ups als auch die Downs... Das Seltsame ist, wenn ich die Downs habe, weiß ich genau, dass ich sie in diesem Moment auch brauche...

    Und wenn die Ups da sind, habe ich nicht mehr so große Angst vor der Brüchigkeit der Euphorie... Ich denke, was du gesagt hast, trägt viel Wahrheit in sich... Irgendwann muss man wohl einfach sagen: So bin ich, und das lässt sich nicht ändern, und das hat auch seine Vorteile!

    Was halt seltsam ist, ist das Gefühl, zwei Kräfte in sich zu haben, die einen auseinander reißen... Wenn ich depri bin, erinnere ich mich durchaus daran, dass ich schon euphorisch war, und sage mir auch, dass dieser Zustand wiederkommen wird... Aber dennoch ist die Euphorie im Moment der Depression einfach nicht real... Andersrum schon eher... Wenn ich in dieser Hypomanie, oder was immer es ist, bin, weiß ich genau über die Labilität der Stimmung... Das hat mich auch denken lassen, dass es keine Bipolare Störung ist, weil ich gelesen habe (und auch Bipolare kenne), dass man Realitätsverlust erleidet...

    Vielleicht ist es einfach Sensibiltät, oder? Ich glaube viele ADSler sind einfach extrem sensibilisiert darauf, verschiedene Stimmungszustände deutlich wahrzunehmen und sich auch ein Stück weit hereinzusteigern (durch den Hyperfokus oder so)...

    Ich nehme ja schon etwas gegen meine Depressionen und etwas gegen mein ADS; für ein drittes Medikament (Lithium) leide ich wohl (noch?) nicht genug, was ja irgendwie auch schön ist...

    Und irgendwie gehört es wohl auch zur Kreativität dazu, Stimmungen intensiv durchzuleben, oder?

    Lg...

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.600

    AW: ADS-Symptom oder was anderes?

    Antidepressiva habe ich nie genommen, obwohl sie mir das ein oder andere Mal aufgedrängt worden waren. Muss aber sagen, seit ich das so handhabe, bin ich gar nicht mehr derart tief runtergerutscht. Kann zwar in der einen Stimmungslage, die andere nicht nachfühlen (erinnern daran nur rational), aber aus irgend einem Grund sind die depressiven Verstimmungen nicht mehr so verzweifelt und absolut hoffnungslos, wie zuvor.

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 63

    AW: ADS-Symptom oder was anderes?

    Ja, das liegt wohl an der Erfahrung... Ist bei mir ähnlich... Und mittlerweile fühle ich mich geliebt von Freunden und habe keine Befürchtung mehr, Dummes zu tun, weil ich denen das nicht antun könnte...

    Jede depressive Phase ist mit der Zeit ein Stück weit leichter zu ertragen... Aber warum hört es nicht auf? Das Schlechte in allem zu sehen, macht keinen Spaß... (Genug des Selbstmitleids)...

    Wieviele großartige Kunstwerke gäbe es ohne "gestörte" Persönlichkeiten?

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