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Diskutiere im Thema Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr... im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Ich habe in der Vergangenheit schon mehrmals über mein Problem mit sozialen Kontakten geschrieben. Inzwischen ist fast ein weiteres Jahr vergangen, und ich will euch mal erzählen, was sich in der Zwischenzeit so alles getan hat.

    Wirklich viel hat sich nicht verändert. Ich habe immer noch die paar wenigen Freunde, mit denen ich seit Jahren in Kontakt bin. Mittlerweile hat sich noch ein weiterer Mensch in mein Umfeld eingereiht, der momentan jedoch für ein paar Monate im Ausland ist und im Frühjahr zurückkehrt. Ansonsten ist alles wie gehabt. Ich fahre immer noch gerne auf Konzerte und Festivals, habe außerhalb dieser zufälligen Treffen mit einigen Leuten über Foren und FB Kontakt, aber sie beziehen mich nicht in ihre privaten Unternehmungen ein. Wenn sie Geburtstage feiern, im Sommer grillen, hier und da eine Kneipe besuchen oder gemeinsam Silvester verbringen, werde ich nicht eingeladen. Ich habe es bei mehreren Personen versucht und sie gefragt ob sie Lust hätten, dies oder jenes mit mir zu unternehmen. Fast immer kamen irgendwelche Ausreden zur Antwort oder meine Vorschläge wurden komplett ignoriert. Hier in der Stadt ist es auch nicht anders. Wenn ich mal alleine in eine Kneipe gehe oder ein kleines Konzert mit wenigen zahlenden Gästen besuche, treffe ich immer auf Leute, die sich freuen mich zu sehen... sie nehmen mich zur Begrüßung in den Arm und unterhalten sich auch gerne mit mir, aber das war´s dann auch schon. Wenn diese Leute eine Privatfeier machen, zusammen in die Disco gehen, Urlaubsreisen planen und sonstige Dinge fernab der Öffentlichkeit tun, werde ich nicht gefragt. Und wenn ich frage, geht niemand drauf ein.

    Ich bin ein offener, fröhlicher Mensch und liebe es mit Gleichgesinnten zu feiern. Leider komme ich bei Partymenschen nicht gut an. Das war die meiste Zeit meines Lebens der Fall. Als in der Grundschule die ersten Kindergeburtstage gefeiert wurden, war ich selten erwünscht... vielleicht 1-2x im Jahr, während einige meiner Mitschüler 1-2x im Monat auf einen Kindergeburtstag eingeladen wurden. Ich selbst durfte von meiner Mutter aus nie mehr als 5-6 Kinder einladen, aber das fand ich nicht schlimm, unsere Wohnung war eben nicht sonderlich groß.

    Auf dem Gymnasium setzte sich dieser Trend fort. Als wir in die Pubertät kamen, gab es keine Kindergeburtstage mehr, und meine Mitschüler unternahmen in ihrer Freizeit andere Dinge miteinander... Kino, Billard spielen, in der Stadt bummeln, ins Café gehen, und irgendwann folgten die richtigen Teenager-Feten. Ich war in der Pubertät nicht nur sehr dick, sondern auch total schüchtern. Es kostete mich eine Menge Überwindung, um jemanden nach einer Verabredung zu fragen. Und wenn ich abgewiesen wurde, dauerte es eine Weile bis ich mich wieder traute. Ich selbst wurde so gut wie nie gefragt und beneidete die ganzen Leute aus der Schule, die am Wochenende ständig unterwegs waren, während ich fast immer nur traurig daheim in meinem Zimmer saß. Wenn es mal eine öffentliche Party gab, dann war ich natürlich dabei und immer gut drauf. Die Menschen spürten, dass es mir blendend ging und ich mich auf Festen pudelwohl fühlte. Trotzdem gehörte ich nie zu den beliebten Schülern, die öfters eingeladen wurden. Das merkte man z. B. auf Klassenfahrten, da ich ständig mit irgendwelchen Streber-Mädels das Zimmer teilen musste, die immer nur am Stricken waren und bei denen abends keine Jungs vorbeischauten, während die Party-Mädels mich nicht bei sich haben wollten.

    Nach dem Abitur machte ich eine Ausbildung und lernte in der Berufsschulklasse eine junge Frau kennen, mit der ich immer noch befreundet bin. Wir haben seit über 15 Jahren durchgehend Kontakt, obwohl sie ein ganz anderer Typ Mensch ist als ich. Partynächte waren noch nie ihr Ding, sie mag weder Diskotheken noch Kneipen, Karneval, Festivals, Bierzelte und sonstige Veranstaltungen dieser Art. Brav und unscheinbar ist ihre Art, während ich immer mehr aus mir herauskam, offener und selbstbewusster wurde. Die anderen Mädels in der Berufsschule passten viel besser zu mir. Sie gingen am WE ständig feiern, tanzten in Clubs bis in die Morgenstunden, machten Cocktailbars unsicher und lebten genau das Leben, das ich mir immer gewünscht hatte. Manchmal nahmen sie mich nach dem Unterricht mit, wenn sie in der Stadt machen wollten. Fürs WE kamen aber keine Fragen, und seit dem letzten Schultag habe ich keine von ihnen jemals wiedergesehen.

    Bei einem Kneipenbesuch hier in der Stadt traf ich einen jungen Mann, der mit mir zusammen Abi gemacht hatte und freundete mich mit ihm an. Über ihn lernte ich viele Leute aus der Partyszene hier kennen und fügte mich immer mehr in das Geschehen ein. Manchmal fuhren wir nach 1-2 Bier in der Kneipe gemeinsam in irgendwelche Discos oder sonstwohin, das war eine tolle Zeit. Doch wenn die Leute privat etwas machten, war ich meistens nicht erwünscht. Da wurden sogar eher junge Frauen einbezogen, die gar nicht so sehr auf Party aus waren und im Vergleich zu mir eher eine biedere Ausstrahlung hatten. Mein alter Schulfreund meinte mal, dass viele Männer aus seinem Umfeld bei privaten Veranstaltungen hauptsächlich Frauen einladen würden, die gut aussehen. Ich bin nicht hässlich und unattraktiv, aber ich hatte die meiste Zeit meines Lebens Gewichtsprobleme. Das hat mich schon verletzt, aber jammern brachte wie so meistens nichts.

    Als mein Schulfreund mit seiner heutigen Ehefrau zusammen kam, lernte ich weitere Leute kennen und hatte schließlich einige Jahre lang eine Clique, die aus 3 Männern bestand. Mit ihnen war ich oft unterwegs und genoss mein Leben in vollen Zügen. Wir gingen jede Woche 1-2x zusammen aus und waren immer in wechselnden Locations zu finden. Meine anderen Freunde/Bekannten, die ich zwar sehr gerne mochte, aber die ich aufgrund ihrer Abneigung gegen Partys eher langweilig fand, traf ich auch noch, aber im Vergleich zu dieser Clique war das recht selten der Fall. Leider nutzten die Männer aus der Clique das nach einigen Jahren aus und bezogen mich nicht mehr in jede Aktivität der Gruppe ein. Ich war enttäuscht und fing an zu klammern, schließlich waren meine Partyfreunde außerhalb der Familie die wichtigsten Menschen für mich. Doch selbst als ich losließ und nichts mehr unternahm um sie zu halten, änderte sich nichts, und sie gingen immer mehr auf Distanz, bis sie mich richtig abservierten.

    Das ist jetzt über 6 Jahre her. In dieser Zeit habe ich schon eine Menge versucht, um wieder verstärkt mit Partymenschen in Kontakt zu kommen – leider ohne Erfolg bzw. fast alle geben sich mit zufälligen Treffen zufrieden. Ich hab´ mir z. B. schon immer ein paar Freundinnen gewünscht, mit denen ich nachts um die Häuser ziehen konnte und eine Weile bewusst im Internet danach gesucht. Mehr als 1x wollte sich keine der Frauen mit mir treffen, warum auch immer. In meiner Szene ist es nicht anders: Auf Konzerten und Festivals sieht man sich, und sonst gehen alle ihre eigenen Wege. Sie erzählen mir dann auf den Gigs, wie toll der letzte Geburtstag, das letzte Grillfest und die letzte Silvesterfete waren, fragen aber nicht ob ich auch mal vorbeikommen möchte. Wenn ich dann mal nebenbei erwähne, dass ich das klasse finde und so etwas auch mal wieder erleben möchte, bekomme ich als Antwort einen komischen Blick mit Schweigen... Und wenn ich selbst eine Party geben will, wollen fast nur die Leute zu mir kommen, die keine Partys mögen, und das Ganze entwickelt sich dann zu einem gemütlichen Zusammensitzen, was ich eher langweilig finde.

    Ich habe es schon auf vielen Wegen probiert... z. B. bin ich im Frühsommer auf einer öffentlichen Schlagerfete gewesen und habe dort 3 Männer kennengelernt. 2 von ihnen waren Kumpels, sie waren gemeinsam da. Der 3. Mann war auch alleine und kannte ebenso wie ich niemanden auf der Fete. Inzwischen hat er regelmäßig mit den anderen beiden Kontakt, das sehe ich bei FB... ich habe die 3 seit der Nacht nie mehr getroffen.

    Ganz besonders traurig bin ich, wenn sich jemand in meiner Gegenwart über den Zeitmangel seiner Freunde beschwert und dann trotzdem nichts mit mir unternehmen möchte... oder dann gibt es z. B. noch einen Bekannten, der mir in diesem Jahr mehrmals stundenlang am Telefon über das Verhalten seiner ach so falschen Freunde vorgejammert hat, die ihn wirklich sehr schlecht behandelt haben. Und nun verbringt er seinen Weihnachtsurlaub inklusive Silvester fast komplett mit diesen Leuten, aber für mich hat er nach eigener Aussage erst wieder ab ca. Mitte Januar Zeit – für ein TELEFONAT (Treffen scheint ihm nicht wichtig zu sein). Dann werde ich aber keine Zeit für ihn haben.

    Ich verstehe es nicht. Ich springe sicher nicht auf der Stelle auf, wenn mich mal jemand sehen will. Schließlich habe ich ein eigenes Leben mit Job, Studium, Haushalt, Familie und Hobbys. Ich habe definitiv nicht immer Zeit für ein Treffen und bin nicht rund um die Uhr erreichbar/verfügbar. Für mich ist es halt ein Riesenunterschied, ob ich alleine auf eine öffentliche Party gehe oder ob ich auf eine private Feier eingeladen werde – letzterer Fall signalisiert, dass ich begehrenswert bin und die Leute mich schätzen, sodass sie mich in ihrer Gesellschaft haben möchten. Genau das ist es, was mir fehlt. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass man als Frau schon eine ganze Menge zu bieten haben muss, wenn man öfters eingeladen werden möchte. Damit meine ich nicht nur die Optik, aber die spielt eine große Rolle. Mir ist es schon mehrmals aufgefallen, dass einige hübsche Frauen sich Mitmenschen gegenüber sehr schlecht benommen haben und trotzdem weitaus mehr Aufmerksamkeit bekamen als ich. Ein Bekannter meinte, dass die meisten Männer sich mit Frauen in der Öffentlichkeit schmücken möchten und ich eben keine Frau sei, mit der man sich großartig schmücken könne. Mein bester Freund sagte gestern am Telefon, dass viele Partygänger recht oberflächlich seien... ist das wirklich so? Er ist einer der wenigen Partymenschen in meinem näheren Umfeld und alles andere als oberflächlich. Ihm fällt es auf, dass ich versuche, beim Kennenlernen hinter die Fassade eines Menschen zu schauen und seine wahre Persönlichkeit zu entdecken. Daran hätten viele Leute kein richtiges Interesse.

    Irgendwie lässt mich das Gefühl nicht los, dass man als Frau besser in der Gesellschaft ankommt, wenn man einen höheren „Marktwert“ (ich hasse das Wort) hat. Je mehr Leute eine Person begehren, umso mehr bemühen sie sich auch andere um ihre Aufmerksamkeit. Ich war noch nie der Typ Frau, der von vielen Männern angehimmelt wurde und massenweise Verehrer hatte. Es bringt mir auch nichts, wenn ich weiterhin ganz normal mein Leben lebe und mich nicht beschwere – es ändert sich nichts. Manchmal kommt es vor, dass irgendwelche Leute bei zufälligen Begegnungen sagen, wir sollten unbedingt mal was zusammen ausmachen, usw. Von ihnen kommt dann aber gar nichts. Und wenn ich was auf die Beine stellen will, haben sie keine Zeit, Lust, usw. Ich habe schon einige nach den Gründen gefragt, wurde aber immer mit Ausreden abgespeist... manche haben auch nur geschwiegen, weil ihnen meine Fragen sichtbar unangenehm waren.

    Jetzt arbeite ich wieder verstärkt an meiner Optik... kann ich sonst noch etwas tun, um beim Partyvolk beliebter zu werden, damit sich die Leute mehr um mich bemühen?

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Hallo

    mal so eine Frage: wie alt bist du?

    Ich frage das deshalb, weil ich ähnliche Probleme habe und hatte.

    Ich z. B. habe sehr nette Kolleginnen. Die unternehmen viel in der Freizeit zusammen (Party und so) und mich fragen sie nie - ich war eine Zeitlang ziemlich pieselig deswegen - bis mir bewust wurde, dass die alle so alt sind wie meine Kinder und ich deren Mutter sein könnte.

    Ich gehe mal davon aus, dass du nicht so alt bist wie ich, aber so im Partyalter von Anfang 20 wirst du auch nicht mehr sein. Ich sehe das bei meinen Kindern, die sind jetzt Anfang bis mitte 30ig und da ist Party machen nicht mehr so angesagt und wenn, dann mit den Leuten, die zum engen Freundeskreis gehören.


    Alles Liebe Elwirrwarr
    .

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Ich bin 36 Jahre alt und kenne das Problem wie gesagt schon seit meiner Schulzeit. Der Großteil meiner paar wenigen Freunde ist ungefähr in meinem Alter, hat (Ehe-)Partner und Kinder. Dafür bin ich noch nicht reif genug. Die meisten dieser Leute mochten schon als Teens/Twens keine Partys. Klar hätte ich schon früher viel lieber was mit Partyleuten gemacht, aber die wollten mich fast nie dabei haben. Ich fühle mich in der Gesellschaft jüngerer Menschen viel wohler und suche bewusst die Nähe zur Generation 25-32 Jahre. Z. B. könnte ich mir auf gar keinen Fall einen Mann als Partner vorstellen, der älter ist als ich - geht gar nicht. Ich kenne aber auch Leute über 30, die noch oft und gerne Party machen - und mich trotzdem nicht einbeziehen. Ohne Partyveranstaltungen fehlt mir aber definitiv etwas Wichtiges im Leben, was durch nichts anderes zu ersetzen ist.

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Kann ich echt nichts machen, um endlich mal von jüngeren Menschen als beliebter Partygast akzeptiert zu werden?

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 314

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Mhmm, also das Leben besteht nicht nur aus Parties und gerade solche Bekanntschaften sind auch nur dafür ok.... sie haben privat ihre anderen *Freunde* die sie zu Parties widerrum nicht einladen und die für den privaten Seelenmüll zuständig sind.
    Zudem muss man nicht jedes Wochenende raus, man kann auch Bekanntschaften haben, mit denen man ruhige Abende verbringt, Kino, etwas essen geht, Gespräche führt, vielleicht solltest Du dich eher mal an die halten, für die Party nicht wichtig sind, dann siehst du auch wenn sie dir langweilig erscheinen, dass dies aber diejenigen sind, die dich privat zu einem Kaffee einladen und das ist wichtiger als irgendwo aufgetakelt wohlmöglich betrunken herumzuhoppeln ,wo es zu laut ist, sich richtig kennenzulernen. heutzutage haben diese leute ihre festen partycliquen und meistens mind eine /n beste freundin die für sorgen hinhalten dürfen.... da fuß zu fassen ist schwer.

  6. #6
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 44

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Eine Frage: Nimmst du denn ein Medikament?

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Kann ich echt nichts machen, um endlich mal von jüngeren Menschen als beliebter Partygast akzeptiert zu werden?
    Hallo

    auch wenn du dich wohl unter jüngeren Leuten fühlst bist du für die mit 36 schon fast eine Oma - ist einfach so. Ich komme mit jüngeren Leuten auch besser klar - aber ob ich will oder nicht, ich bin alt. Du bist zwar noch 20 Jahre jünger wie ich, aber eben doch ca. 15 Jahre älter als die meisten Partieleute. Ich hätte mich mit Anfang 20 gegruselt mit einer 36jährigen auf eine Party zu gehen, egal auf wie jung die gemacht hätte.

    Wie sagte meine Tochter so schön, als sie 20 war:

    "Ich finde diese Frauen einfach nur lachhaft, die versuchen so auszusehen, wie eine 12 jährige, die auf 19 macht."

    Versuch dich nicht auf jung zu trimmen, wenn du Lust auf Party hast, dann geh dahin wo Party gemacht wird und tob dich aus unabhängig, ob jüngere dich da mitnehmen oder nicht.

    Alles Liebe Elvira

  8. #8
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.434

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Hallo Weisserose,

    Kann sein dass du freuden im falsche ort suchst? Vielleicht magst du zwar solche orten und es ist ok wenn du dort geht, aber vielleicht ist nicht der richtige ort für dich um wahre freunden zu finden.

    Gibt es andere sachen die dich interessieren? Gibt es andere orten wo du menschen begegnest und kontakt mit ihnen haben kannst?

    Ausserhalb festival und konzert gibt es vielleicht auch eine menge nette leute zu kennen lernen.

    Es ist auch so dass es für die meistens ADSler schwierig ist freunden zu finden. Wir sind irgendwie anders und stinos halten oft abstand von uns... Ich habe zwar meine freundenkreis, aber er hat sich langsam aufgebaut.

    Wegen aussehen und Co: ich finde einfach, an seine aussehen arbeiten um mehr leute um sich zu binden total der falsch weg. Ehrlich gesagt, willst du wegen deine aussehem begehrt werden oder wegen deine persönlichkeit?

    Der best weg leute zu finden die einmal freuden werden ist noch sich selbst zu sein. Also, was klamotten und aussehen ist, finde ich besser wenn du dann das anzieht was dich gefällt. Dann fühlst du dich da wohl und wer noch deine look interessant findet ist vielleicht gerade ein mensch der auch mit dich etwas anfangen kann.

    lg

  9. #9
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.858

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Hi weiße Rose,


    WeißeRose schreibt:
    kann ich sonst noch etwas tun, um beim Partyvolk beliebter zu werden, damit sich die Leute mehr um mich bemühen?
    Dein Posting bestürzt mich.

    Ich kann nachvollziehen, wie es Dir geht. Ich befiinde mich in einer ähnlichen Situation.

    Mein erster Gedanke, nachdem ich Deinen Beitrag las, war: bleibe, wie Du bist!!!! Du kannst in der Gesellschaft nur punkten, wenn Du Dich nicht verstellst.

    Jetzt wirst es sicherlich jemand geben, der denkt, dass diese Gesellschaft eine verlogene Bande ist, in der man sich verstellen muss. Dieser Person würde ich Recht geben. daher meine zweiter Gedanke: was ist Dir so wichtig an Parties? Ich bin auch in Diskos gegangen, fühlte mich dort aber sehr wohl allein.

    Was mich gerade belastet ist, dass ich allein bin, nicht auf Parties, sondern im sonstigen Leben. Das Dumme ist, ich war eigentlich nie richtig allein. Seit 1987 war ich immer in einer Gruppe. WG, Band, Dänemark- und Norwegen-Fans, eine insensive Clique. Nun ist gar keiner mehr da. Ich weiß warum. Es lag zu 51% an mir, weswegen alle weg sind. Der Person, die zu 49% daran beteilig war, dass ich jetzt allein bin, habe ich verziehen, und habe dieser Person ihren Teil an mich genommen. Nun bin ich zu 100% Schuld, dass ich allein bin.

    Was ich sagen möchte, ist, dass man selbst für sich verantwortlich ist, so auch für die eigene soziale Gemeinschaft.

    Nicht die Anderen finden mich blöd, sondern ich komme mit den Anderen nicht klar.

    lgtt

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Am gestrigen Abend habe ich etwas geschrieben, und dann bin ich aus dem Forum geflogen... neuer Versuch, neues Glück .

    Danke für die zahlreichen Antworten, das freut mich wirklich sehr. Nach einem längeren Telefonat und einem Chatgespräch mit meinem besten Freund wurde ich mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Er glaubt nicht, dass es am Alter liegt - schließlich gibt es in unserem Umfeld sehr wohl Menschen in meinem Alter, die häufig auf Partys eingeladen werden. Er glaubt, dass es mit meiner Art bzw. ADHS (er ist übrigens keiner von "uns") zu tun hat und ich wohl noch immer etwas strange rüberkomme... wobei er damit umgehen kann, denn er betrachtet mich auch als beste Freundin und zeigt mir immer wieder, wie sehr er mich schätzt. Ich habe 2 Jahre lang eine Therapie gemacht und nehme seit 3 Jahren Medis (seit Juli 2011 Medikinet Adult), werde aber wohl trotzdem noch häufig als anstrengend empfunden .

    @hitori: Ich muss nicht jedes Wochenende feiern, darauf habe ich gar keine Lust... manchmal bin ich froh, wenn ich nach der Arbeit heimkomme und die Füße hochlegen kann. Außerdem machen sich mein Haushalt und das Studium nicht von selbst. Aber wenigstens ab und zu die Möglichkeit auf eine tolle Feier, das möchte ich haben... und zwar will ich mich niemandem anbiedern oder ständig auf öffentliche Feste alleine gehen, sondern auch mal eingeladen werden, weil ich von anderen Menschen gemocht werde und sie sich in meiner Gegenwart wohl fühlen. Das ist mein Wunsch. Um den Alkoholkonsum geht es mir übrigens nicht, weil ich nur selten und wenig trinke. Und ich treffe mich auch mal mit Leuten auf einen ruhigen Abend (wobei ich Kino seit einigen Jahren anstrengend finde... da muss ich stundenlang den Mund halten... schwierig), aber die Partygesellschaft hat bei mir schon immer Vorrang gehabt. Ich bin sehr hyperaktiv. Feiern ist für mich die Art und Weise, wie ich meine überschüssige Energie am Besten rauslassen kann.

    @dann000: Ich habe von Dezember 2009 bis Juli 2011 Ritalin genommen und bin seit fast 1,5 Jahren auf Medikinet Adult.

    @Elwirrwarr: Anfang 20 muss nicht sein, Ende 20/Anfang-Mitte 30 wäre auch okay .

    @mj71: Ich möchte natürlich in erster Linie wegen meiner Persönlichkeit auf andere Menschen interessant wirken. Leider muss ich immer wieder die Feststellung machen, dass gerade Männer - auch wenn sie selbst optisch nicht unbedingt zu den Schönsten gehören und noch so oft betonen, dass ihnen der Charakter viel wichtiger ist - nur selten Interesse an meiner Persönlichkeit haben. Das äußert sich in ihrem Verhalten. Einige meinen sie fänden mich toll und interessant, aber sie versuchen nicht, mich näher kennenzulernen. Ihnen reicht es, wenn ich ihnen optisch gefalle. Zwar erzählen sich mir viele Dinge aus ihrem Privatleben, aber meine Interessen, Ansichten, meine Lebenseinstellung... das alles interessiert sie nicht. Anfangs dachte ich sie wollten nicht aufdringlich sein, als keine Fragen an mich gestellt wurden. Aber wenn ich ein wenig über mich erzähle und mein Gesprächspartner überhaupt nicht drauf reagiert, dann muss ich davon ausgehen, dass er das nicht wissen möchte.
    Es ist natürlich eine Selbstverständlichkeit, dass ich mich nur nach meinem eigenen Geschmack kleide und meine Haare nur so trage, wie es mir gefällt - und daran wird sich auch nichts ändern .

    @Steintor: Ich bin eine Person, die sehr gerne im Mittelpunkt steht. Ich falle gerne auf und liebe es, von einer Menschengruppe bewundert zu werden. Wenn ich mich wie z. B. morgen mit 2 Freunden in deren Haus treffe und wir ein paar ruhige Stunden miteinander verbringen, dann ist das zwar schön... aber das Gefühl, im Rampenlicht zu stehen, das fehlt mir in so einem Fall. In meiner Fantasie war ich seit ich denken kann ein beliebter Star mit zahlreichen Verehrern. Und das obwohl ich niemals prominent sein wollte, weil mir eine gewisse Anonymität wichtig ist und ich nicht mein ganzes Privatleben in Klatschblättern breittreten möchte.
    Vor einigen Jahren habe ich angefangen, Improtheater zu spielen. Damals hatten wir das Ziel, eines Tages ein richtiges Stück einzuüben und auf einer Bühne vor Publikum aufzuführen. Das hätte mir gut getan. Leider ist das nie passiert, weil die Mitglieder unserer Gruppe kommen und gehen, wie sie grad wollen. Immer springen welche ab und werden durch Neulinge ersetzt, wir haben keine konstante Besetzung. Eine andere private Gruppe habe ich leider nicht gefunden. Und öffentliche VHS-Gruppen kann ich mir derzeit finanziell nicht leisten. Wer gerne im Rampenlicht stehen möchte, der ist zwangsläufig auf andere Menschen angewiesen... ob er nun will oder nicht.

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