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Diskutiere im Thema Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr... im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #71
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    @salamander: Ja, in solchen Büchern geht es häufig um Persönlichkeitsstörungen, aber nicht nur… es wird oftmals gezeigt, was Frauen sich so alles bieten lassen und was sie besser machen könnten.

    Ich denke es ist die richtige Entscheidung, dass ich bei der Suche nach neuen sozialen Kontakten vorerst auf weibliche Bekanntschaften setze. Dass ausgerechnet ich das schreibe, weil ich noch nie die typische Frau war und schon immer mehr Männer als Frauen in meinem Umfeld hatte.

    Es gibt Männer mit schlechtem Charakter.
    Andere haben eine Persönlichkeitsstörung.
    Viele lassen sich negativ von anderen Männern aus ihrem Umfeld beeinflussen.

    Das interessiert mich aber nicht. Ich respektiere meine Mitmenschen und möchte im Gegenzug auch respektiert werden. Wer sich nicht daran hält, der passt auch nicht in mein Leben.

    Natürlich ist es wichtig, dass ich mich äußern kann, wenn mir etwas nicht gefällt. Gegenüber meiner Familie und meinen besten Freunden kann ich das ebenso machen wie sie im Umgang mit mir - das klappt auf beiden Seiten ohne Probleme. Ich habe absolut keine Angst, dass ein Familienmitglied oder jemand aus meinem Freundeskreis nicht mehr mit mir redet, wenn ich meine Meinung sage.

    Schwierigkeiten habe ich, wenn ich die besagte Person nicht so gut einschätzen kann. Es gibt Leute, die auf negative Äußerungen nur mit Schweigen oder komischen Blicken reagieren... und ich weiß dann nicht, woran ich bei ihnen bin. Und ganz besonders schwer ist es, wenn ich in so einen Menschen verliebt bin und sein Interesse an meiner Person nicht aufs Spiel setzen möchte.

    Hihi, gerade eben hat mich bei new-in-town ein Mann angeschrieben, dem mein Profil aufgefallen ist… das war die 3. Mail innerhalb von 4 Jahren, die ich von ihm bekommen habe – und der Text ist immer derselbe! Ich habe ihm nie geantwortet, da ich nicht auf Partnersuche im Internet stehe. Der schickt wohl zahlreichen Frauen einen Standardtext und merkt wahrscheinlich nicht mal, dass manche schon mehrmals dieselbe Mail bekommen haben. Männer…
    Geändert von WeißeRose (26.02.2013 um 17:05 Uhr)

  2. #72
    salamander

    Gast

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    na ja, hab da einiges hinter mir. Bin inzwischen bei der Überzeugung angekommen,
    ich brauch es nur so machen, wie es sich für mich richtig anfühlt, dann mach ich
    das was für mich paßt. Das fühlt sich am besten an, damit komm ich am leichtesten
    da an, wo ich hin will.

    Ich find halt, was man will muß seinen Kern in einem selbst haben, damit es richtig
    wirkt und gestaltend Einfluß nimmt. Ich halt nicht viel von Ratgeberbüchern.

    Manchmal kommt's mir, als würden diese Ratgeber nur gelesen, aber nicht verstanden
    werden, sonst gäb's nicht soviel davon, und seit Jahren, alle mit mehr oder weniger
    gleichem oder ähnlichem Inhalt.

    Masken der Niedertracht, gehört ja nicht zu Ratgebern, sondern zu den Fachbüchern.
    Ist eine andere Liga.

    hey, der Typ der Internetkontaktet, der muß aber satt einen an der Klatsche haben,
    und den Durchblick einer Ameise , wobei ich den Tierchen wirklich nicht zu
    Nahe treten möchte.

    Salamander

  3. #73
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Hallo alle,

    Salamander: ich sehe so wie du!

    Etwas muss ich mal sagen, auch wenn ich mich wiederhole, weil es mich da auch so auffällt... Früher hatte ich viel die fehler bei andere gesehen. Die männer sind so und so und der umfeld tut mich nicht gut behandeln... Aber so bin ich auch nicht weiter gekommen. Es ist ein bisschen eine opferhaltung. Da hat mich eine freundin immer wieder auf die finger gehaut und es hat was gebracht...

    Klar, mit anderen ist es schwierig... Andere menschen haben ihre kleinen und grosse macken. Aber wir können sie nicht ändern. Je mehr ich daran denke wie unfair andere sind, je weniger bin ich bei mich, was ich fühle und was ich erreichen will. Ich verliere meine zeit, wenn ich immer denke wer wann wieder mit mich unfair war und was der andere geschlecht so falsch macht.

    Aber was bei mich ist, meine verhalten, meine einstellung, kann ich wohl noch besser ändern als die andere...

    Je mehr ich bei mich bin, je mehr ich schaue wie ich mich gegen a... und machos abgrenzen kann, je besser behandeln mich mitmenschen.

    Die meistens männer, behaupte ich mal, sind im grunde genommen gute kerlen... Sie meinen es gut, wollen nett sein und weil sie menschen sind, tuen sie eine haufen fehler machen. Wir frauen machen auch oft fehler: schweigen, nicht klar reden und dann zickig sein... Ich kenne es auch! Wir finden ihr auf der forum auch einige männer die sich so gerne beklagen gegenüber das weibliche geschlecht... Sie sind nicht netter als uns.

    Dann wenn ich doch wirklich der drang verspüre über jemand zu schimpfen, weil er mich verletzt hatte, konzentriere ich mich so weit wie möglich auf mich selbst: was ich fühle und was ich selber für mich machen kann.

    Noch wegen macho, da ich mich vor 16 jahren an eine macho verliebt hatte: sie haben nähmlich der gleiche problem wie unterwürfige frauen: sie sind nicht bei sich, verdrängen ihre wahre gefühlen um "männlich" zu wirken, sind im durchsetzten schlecht und kompensieren mit eine grosse klappe... Ja, mein freund kann der grosse klappe haben, aber wenn es drum geht zu sagen was er braucht, ist er da nicht so stark... Seine grosse klappe beindruck mich nicht mehr, ich sehe der verletzbaren knabe dahinten und da ich lerne mich durchzusetzten, bekommt er einiges mit... Ich ermutige ihm sogar immer wieder mit mich zu reden und mich zu sagen wenn etwas für ihm nicht ok ist.

    Also, machos sind nicht böse, sie sind schwach und ungeschickt und kennen nicht besser. Aber... Ich habe mal gelesen dass männer die ehe auf gleichberechtigung sind eine bessere sexleben haben. So was kann doch eine macho noch motivieren, oder?

    Noch eine schöne geschichte... Eine mann aus meine umgebung, ich und eine freundin haben ihm als macho gehalten, aber eine nette macho. Einmal verliebt er sich... Wir sind neugierig, wie ist seine herzdame? Stark übergewichtig, einfach gekleidet, freundlich, nett. Weder zicke noch unterwürfig. Mitte 40 und hatte gelernt sich durchzusetzen in ihre leben. Sie sagt einfach was ihr stört, was sie will, mehr nicht... Sie sind glücklich verheiratet seit einigen jahren. Wenn er über ihr redet... Voll Bewunderung...

    lg

  4. #74
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Ja, es ist in der Tat ein Problem in der Gesellschaft hier, dass Gefühle häufig mit Schwäche assoziiert werden - vor allem bei Männern. Viele glauben, wir Frauen würden den Respekt vor ihnen verlieren, wenn sie in unserer Gegenwart ihre Gefühle zeigen. Das finde ich schade, die Männer in meiner Familie hatten noch nie ein Problem damit.

    Hehe, jetzt habe ich ein aktuelles Beispiel zum Thema Durchsetzungsvermögen: Die Gründerin der Gruppe, mit der ich mich am Freitag getroffen habe, hat fürs nächste Mal einen Kinoabend vorgeschlagen. Die meisten Leute haben den Film aber schon gesehen, nur 4 Personen würden mitkommen. Jetzt kommen Vorschläge für andere Filme, damit mehr Leute dabei sein können. Aber die Organisatorin schreibt, sie hätte den Verteiler zusammengestellt und den Film vorgeschlagen, also wünscht sie sich, dass das auch durchgezogen wird. Ich bin da völlig anders gestrickt. Z. B. habe ich bei der Organisation der letzten Weihnachtsfeier alle Leute in meiner Abteilung gefragt, was sie gerne essen und welche Küche nicht für sie in Frage kommt. Mir wurde beigebracht, dass ich es so vielen Leuten wie möglich Recht machen soll - damit sich die Enttäuschungen in Grenzen halten. Aber scheinbar wird man eher respektiert, wenn man knallhart sein Ding durchzieht.

  5. #75
    Zotti

    Gast

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Hallo, ich hatte immer die Männer, die einsamen Wölfe. Das waren auf keinen Fall Machos, doch irgendwie waren sie so geheimnisvoll
    und haben nie richtig mit mir gesprochen und so zieht sich das bis jetzt durch mein Leben.

    Immer wieder entdecke ich Verhaltensweisen an den Männern, die auch was mit meinem Elternhaus (Vater) zu tun haben. DAs habe ich
    aber auch bei Freundinen, ähnliche Verhaltensweisen die mich an meiner Mutter störten oder stören bemerke ich auch bei einer Freundin
    jetzt.

    Das Buch Masken der Niedertracht ist ja kein Ratgeber. Ich habe mir für mich auch nur bestimmte Passagen angestrichen, die mir für mich
    wichtig erscheinen. Es ist aber so dargestellt, wie ich es manchmal erlebe, ich stehe da ganz alleine, alle anderen trauen sich nichts zu sagen
    und dann bin ich bloßgestellt. Nachher dann bestätigt man mir das ich Recht hatte, daß habe ich schon oft erlebt.

    Ich denke dann immer an Mißbrauchsopfer und die wollen alles erzählen und keiner glaubt ihnen. In solche Situationen gerate oder geriet ich
    oft.

    Wenn Männer mauern, daß Buch habe ich auch. Es stimmt, manchmal liest man so viel, doch wichtiger wäre ja im Alltag mit dem Partner oder
    auch Freunden und Bekannten die Sachen zu bemerken und zu besprechen und sich darüber auszutauschen damit es jedem gut geht.

    Mein Freund sagt aber immer nur den gleichen Spruch: Du läßt mich nie ausreden, was nach 7 Jahren so nicht mehr stimmt. Natürlich passiert
    es mir oft, daß ich plötzlich schon rede, aber das ist, weil er so lange Pausen macht und ich denke er wäre schon fertig. Ich habe ansonsten mit
    meinen Freundinnen kein Problem beim Reden, wenn wir beide zuviel reden, dann unterbrechen wir uns oder entschuldigen uns auch.

    Dann habe ich bemerkt es gibt auch Leute, da sage ich nicht viel und rede nicht dazwischen, es liegt bei mir auch immer am Gegenüber. Am schwersten fällt es mir bei Leuten, die nichts verstehen, die noch dreimal nachfragen was ich meine oder die einfach nicht so schnell denken können.
    Ich könnte ja genausogut diese Leute kritisieren, warum sie mir nicht folgen können, das finde ich manchmal ungerecht. Ich werde dann kritisiert, weil ich zu schnell rede und in halben Sätzen, doch die meisten Freundinnen verstehen mich trotzdem.

    Ach ja und ich habe so oft beobachtet bei Interviews und bei Komikern und wie die Comedies usw. Da gibt es ganz viele, die reden auch ganz schnell und nur halbe Sätze wie z.B. Hannes Bender. Ich verstehe aber alles was er meint.

    So hier riecht was angebrannt, Gruß Zotti

  6. #76
    salamander

    Gast

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Ich find ja, die Befindlichkeit eines Menschen sagt viel mehr aus, als jedes Wort es ausdrücken kann.
    Das ist auch auf den letzten Seiten von Masken der Niedertracht Thema. Dass es dabei nicht um
    Schuldzuweisung und ähnliches geht, sondern nur um anerkennen, dass es so passiert ist. Das
    können viel nicht verstehen und kommen da nicht mit.

    Rache, Genugtuung und all der Mist, völlig belanglos, nicht der Punkt. Geht einfach nur um anerkennen,
    dass es so passiert ist, so wie es passiert ist, und es so stehen zu lassen. Damit ist gut. Das über-
    fordert aber alle anderen viel, viel mehr, als den Menschen mit dem es geschehen ist. Dass da jemand
    ist und sagt es war so, es war einfach so, erkennt es an und laßt es so stehen. Das ist das womit die
    Mißbrauchsopfer so zu kämpfen haben. Am Ende viel mehr, als mit dem Mißbrauch an sich. Unterm
    Strich doppelter Mißbrauch und doppelte Gewalt, die an ihnen verübt wird.

    Ich weiß nicht, bei all den gängigen Ratgeberbücher stört mich einfach, sie verführen dazu, aus sich heraus zu
    gehen und sich auf die Ebene das anderen zu begeben. Damit meine ich jetzt nicht Mit- und Ein-
    fühlen, sondern diesen seltsamen Beobachtungsposten, der dem anderen gegenüber eingenommen
    wird, mit voller Konzentration auf das andere Verhalten, ohne dass man da noch bei sich bleiben
    könnte, und hinein spüren wie es einem damit geht, was da gerade geschieht.

    Ich weiß ja nicht wie es anderen so geht, kann da immer nur von mir ausgehen, aber wenn ich mich
    so auf einen anderen "einjustiere", dann spür ich mich nicht mehr. Das geht nicht. Ich bin ja das
    Einzige Wesen, das spüren und formulieren kann, was für mich geht, und was nicht. Das kann mir
    niemand abnehmen. Wenn ich also sehr stark darauf achte, wie das Verhalten eines anderen ist,
    und mich daran orientiere, dann verliere ich das meine aus dem Blick, und gerate aus dem Gleich-
    gewicht. Zumindest mir geht das so.

    Mir scheint's darum wichtiger, dass ich bei mir mitgekomme, wie sich was für mich anfühlt. Fühlt es
    sich gut an für mich, dann ist es etwas was zu mir paßt. Kann ich also weiter gehen. Fühlt es sich
    für mich nicht gut an, dann stimmt da was nicht. Das heißt nicht dass der andere falsch ist, es heißt
    einfach nur, mir gefällt das nicht, es fühlt sich ungut an, es ist nicht das, was für mich wichtig ist.

    Das findest Du in keinem dieser Ratgeber. Was ich jetzt echt seltsam finde. Es geht ja um mich,
    als Mensch, als Frau, wie ich so bin, so ticke, was mir Spaß macht, was mir gefällt. Also brauch
    ich Menschen um mich herum, die das schätzen und sich genauso wohl fühlen dabei. Es kommt
    zu einer Wechselwirkung die zur Bereicherung für alle wird.

    Ist das so nicht möglich, zieht an irgendeiner Stelle immer einer den kürzen. Heißt aber auch noch
    nicht, dass der, der am längeren Hebel sitzt, jetzt falsch ist. Der ist einfach nur anders, und hat
    andere Bedürfnisse. Ist die Frage: wie passen diese unterschiedlichen Bedrüfnisse zusammen?
    Gibt es Möglichkeiten dem gerecht zu werden, von beiden Seiten. Oder hat man's da mit jemand
    zu tun, der sich ausleben will, ohne Rücksicht auf Verluste.

    Ist letzteres der Fall, verliert einer dabei immer. Ob dieser wechselseitige Austauch MITEINANDER
    möglich ist, stellt sich eigentlich relativ früh raus. Aber da muß ich wissen wo ich bin, wie ich mich
    fühle, was ich spüre, und ob das für mich gute und beunruhigende Gefühle mit sich bringt. Nur
    dann kann ich gegensteuern, und schaun ob da Spielraum ist, und ein Mittelweg machbar.

    STeht auch wieder in keinem dieser Ratgeber... Ich find das sind alles so einfache, schlichte Dinge,
    um die es geht.

    Wenn ein Typ mauert hat es einen Grund. Ja was will man da machen? Gegen Windmühlen an-
    kämpfen mit diversen Strategien. Ich finde, sowas verschleißt. Wenn eine Seite mauert, braucht
    die andere nicht dagegen zu stemmen, wird die Mauer nur noch viel fester. Druck erzeugt Gegen-
    druck. Heißt für mich in der Konsequenz, ich muß bei mir sein, und schauen wie sich das alles
    so anfühlt, ob mir das gefällt, ob ich das überhaupt aushalten will, oder ob ich vielleicht einfach
    locker lasse, und mal schau was dann passiert. Bei manchen Kerlen ist es auch wie bei Austern,
    schwups sind die zu, beim kleinsten bißchen Druck. Austern gehen bekanntlich erst auf, wenn
    der Druck wieder vorbei ist....

    Auch bei dem was die anderen über einen sagen und denken. Ich finde da ist es auch das selbe,
    wichtig ist, wie es einem selber geht, wie sich was anfühlt. Fühlt es sich richtig und gut an, wie
    es gerade ist für mich. Mal abgesehen von manchen Egomanen und Hartcorepersönlichkeits.
    störungen, geht's doch im wesentlichen darum, dass ein Mensch sich in seiner Haut wohl fühlen
    kann. Das kann er nur in einem Umfeld das ihm gut, und nimmt wie er ist. Jeder hat macken,
    und jeder spinnt einfach hin und wieder komplett. Aber so grundsätzlich geht es doch eigentlich
    darum, dass es einem gut geht, und dass es denen die mit meinem Kontakt haben, auch gut
    geht damit.

    Na ja, es gibt auch Leute die machen mich gelinde gesagt wahnsinnig indem wie lange sie brauchen,
    bis sie aus meiner Sicht was verstehen. Ich merke, ich mach die platt, ohne dass ich es mitkriege,
    wenn es mir zuviel wird. Das find ich kein bißchen schön, an mir. Aber das bin ich. Also hab ich
    privat diese Kontakte, deutlich reduziert. Denn ich habe trotzdem, andere schöne und wohltuende
    Gemeinsamkeiten mit ihnen. Wir tun uns da gegenseitig gut. Aber ich muß schauen,
    dass ich für mich die Balance finde, sonst mach die kaputt. Und das ist unfair und ungerecht. Da ich
    das bei mir am laufen habe, liegt es an mir und der Verantwortung die übernommen habe, mich
    da abzugrenzen, und zu schauen, dass sowas nicht passiert.

    Ich habe immer mehr das Gefühl, dass es die "Dosis" ist, um die es geht. Die Probleme tauchen
    alle auf, gar keine Frage, und ich schluck oft ganz schön. Aber wenn ich auf den Gehalt des
    Zusammenseins setze, dafür weniger oft, dann klappt das viel besser. Das probier ich jetzt grad
    wieder aus. Das fühlt sich für mich richtig an. Damit geht's mir gut, und den anderen auch. Ich find
    das nicht leicht. Aber ich glaub so könnt's gut funktionieren.

    LG
    Salamander
    Geändert von salamander (27.02.2013 um 16:39 Uhr) Grund: irgendwas hat's da durcheinander geschossen

  7. #77
    Zotti

    Gast

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Hallo Salamander,

    es gibt noch ein Buch das heißt: Leben mit Hochsensibilität von Susan Marletta-Hart.

    Vielleicht ist es das was du meinst, also wenn du mit Menschen zusammen bist und aus dem Gleichgewicht gerätst.

    Ich halte auch nicht viel von Ratgebern. Es gibt nur wenige Bücher die ich gut finde und dann auch nicht alles was drin steht.

    Es ist genauso schwierig einen guten Therapeuten oder Berater zu finden.

    Ich bin jetzt auf der Suche, mein Therapeut den ich jetzt habe ist leider so weit weg, doch ich würde auch öfter hinfahren,

    wenn das nicht so teuer wäre mit den Zusatzfahrtkosten.

    Gruß Zotti

  8. #78
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Hallo alle,

    @ WeisseRose: ich finde, auch frauen werden manchmal unterstützt dabei nicht auf ihre gefühlen zu achten... Dabei denke ich auch an etwas: früher, war das leben manchmal schwer und es gab auch lebenumständen wo es schlicht für gefühlen keine platz gab, weil menschen einfach schlicht überleben müssten... Solche muster gehen dann weiter... So was gibt es auch in meine familie und ich musste lernen auf meine gefühle zu hören und es hilft mich sehr!

    Bei der beispiel mit der gruppe: solche situationen mag ich manchmal nicht, aber ich kann mich entscheiden ob ich mitkomme oder nicht und kann auch so jemand sagen was ich gerne machen würde.

    @ Zotti: menschen die irgenwie mich an meine eltern errinern gerate ich immer wieder... Es löst die selben emotionen wie damals und wenn ich es zulasse, geht es mit der zeit besser.

    Wegen die situation mit deine freund: ich kenne es sehr gut, aber aus der sicht von ihm... Ich rede und denke langsam und es gibt menschen die genau so reagieren wie du (also, der absicht nicht haben mich zu unterbrechen und es doch machen). Da lerne ich mich auch zu druchsetzten, aber weiss auch, auch wenn so etwas mich sehr stressen kann, dass es der andere auch stresst. Mit der zeit kann ich damit immer besser umgehen...
    Ich vermeide auch der andere zu kritisieren, weil sie einfach so sind... Aber ich frage nach wenn ich nicht folgen kann oder wenn es zu schnell war.
    Dabei möchte ich auch nicht kritisiert sein weil ich langsam bin und auch nicht gedrängt schneller zu sein...
    Bei mich, weil andere schnell sind erlebe ich auch oft der frust nicht zu wort zu kommen...

    Klar, am wöhlsten fühle ich mich mit leuten die ähnliche tempo wie ich haben... Aber es gibt auch leute die ich sehr mag und die schnell reden und wir finden ein weg miteinander.

    lg

  9. #79
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    @Zotti: Ja, diesen Männertyp kenne ich auch... zwar hatten meine Männer fast immer einen Freundeskreis, aber mir gegenüber waren sie sehr verschlossen. Sie haben private Sachen mit ihren Kumpels besprochen, aber nicht mit mir. Ich habe kein Problem damit, wenn ein Mann sog. Männerthemen mit anderen Männern bespricht. Aber wenn es um mich als Person geht, dann macht es mir schon was aus.
    Du glaubst also, dass dein Elternhaus etwas damit zu tun hat. Dann war dein Vater auch eine Art „einsamer Wolf“, oder? Mein Vater war zwar ein viel ruhigerer Mensch als meine Mutter, aber kein geheimnisvoller Typ. Er kümmerte sich immer um seine Familie, und bei uns zu Hause gab es keine Tabuthemen. Er hat auch viel gefragt, wie es in der Schule, auf der Arbeit, beim Weggehen, usw. war. Ich kann nicht behaupten, dass ich zu wenig Aufmerksamkeit von ihm bekommen habe. Als wir Kinder noch klein waren, ging er nach der Arbeit öfters mit uns auf dem Spielplatz. Und wenn meine Mutter sonntags das Mittagessen vorbereitete, fuhr er mit uns in die Berge zum Spazieren, im Winter fuhren wir Schlitten, manchmal fütterten wir die Enten am Fluss, etc.

    Natürlich wäre es sinnvoll, sich mit anderen Menschen über solche Dinge auszutauschen. Der Großteil der Menschen möchte aber nicht über tiefgründige Sachen reden. Hier in Deutschland werden persönliche Befindlichkeiten häufig verdrängt, und viele spielen in der Öffentlichkeit eine schöne heile Scheinwelt. Ich bin ganz anders aufgewachsen. Als mein Vater damals an Krebs erkrankte und ihn irgendwelche Bekannten oder Nachbarn auf der Straße nach dem Wohlergehen fragten, sagte er ganz direkt: „Ich habe Krebs und werde bald sterben.“ Andere Leute hätten an seiner Stelle grinsend mit „Es geht mir gut.“ geantwortet.

    Ich respektiere es, wenn jemand nicht über alles reden und einiges mit sich selbst ausmachen möchte. Aber mir fällt der unbefangene Umgang mit solchen Menschen schwer, weil ich nicht weiß was okay ist und was nicht. Wenn ich nachfrage, reagieren viele gereizt.

    Die Situation mit deinem Freund ist nicht einfach, da bin ich ganz bei dir. Menschen, die beim Reden längere Pausen machen, haben auch mich schon mehrmals zum Unterbrechen gebracht – weil ich dachte, sie hätten ausgeredet. Aber nach 7 Jahren Beziehung kannst du ihn bestimmt schon ganz gut einschätzen, am Anfang war das bestimmt nicht leicht für dich.

    @salamander: Ich muss gestehen, dass ich auch nicht alle Dinge als gegeben hinnehmen kann und vieles hinterfrage. Sonst lässt es mir einfach keine Ruhe. Auf Rache bin ich dabei nicht aus, sondern einfach um eine Erklärung, damit ich es verstehen kann und nicht mehr ständig am Grübeln bin.

    Ich sehe das auch so, dass man sich selbst nicht mehr richtig spüren kann, wenn man ständig die Tipps in den Ratgebern befolgt. Meistens heißt es: „Verhalte dich so und so, dann läuft alles bestens.“ Dabei soll man sich in den meisten Fällen auf die Bedürfnisse des Gegenübers einstellen. Ob es der eigenen Person gut geht, steht eher im Hintergrund. Z. B. wenn sich eine Frau in einem bindungsängstlichen Mann verliebt, soll sie nach Meinung der Autoren gar nichts tun und immer nur ihn den ersten Schritt machen lassen. Das mag am Anfang noch funktionieren. Aber was ist, wenn daraus eine Beziehung entsteht? Soll die Frau immer auf Abruf bereit stehen und es ja nicht wagen, ihn mal anzurufen und nach einem Treffen zu fragen, weil er sich dann unter Druck gesetzt fühlt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich auch nur eine Frau in so einer Situation wohl fühlt.

    Und wenn ein Mann mauert, dann ist Druck genau das falsche Mittel. Die Frage ist nur, wo fängt Druck an? Für manche ist es – verständlicherweise – Druck, wenn eine Person ständig anruft, schreibt, Rechenschaft verlangt, Forderungen stellt, klammert, usw. Und dann gibt es aber auch Menschen, die sich schon unter Druck gesetzt fühlen, wenn man noch am selben Tag auf eine Mail oder SMS antwortet – weil sie glauben, sie müssten das dann auch tun. Manche können es nicht annehmen, wenn man ihnen einen Drink ausgibt oder ihnen ein kleines Geschenk überreicht, weil sie denken sie wären dann zu einer Gegenleistung verpflichtet. Wir müssen einfach nur schauen, wie die Leute ticken und dann für uns abwägen, ob wir damit klar kommen.

    @mj71: Meine Eltern sind als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen. Beide stammten aus einfachen Verhältnissen und hatten es als Kinder nicht leicht. Trotzdem gab es in ihren Familien sehr wohl Platz für Gefühle. Ein schweres Leben und der offene Umgang mit Gefühlen müssen sich nicht unbedingt gegenseitig ausschließen. In meinem Umfeld sind die Menschen, die mit Gefühlen nicht so richtig umgehen können, eher die sog. „Kinder aus gutem Hause“, deren Eltern ein weitaus luxuriöseres Leben geführt haben als meine Familie.

    Ich rede übrigens auch sehr langsam. Zum Glück habe ich bisher nur ganz wenige Menschen (und NUR Frauen) kennengelernt, die extrem schnell sprechen. Und die hatten immer eine Stinkwut auf mich und sind mir dauernd absichtlich ins Wort gefallen, weil sie von meiner langsamen Art genervt waren.

    In unserer neuen Gruppe gab es die ersten Zickereien wegen dem Kinoabend. Die Organisatorin bestand auf diesem Film, weil sie sich 1.) viel Mühe gemacht hat, 2.) nicht gut Englisch kann (der Mann wollte die englische Version sehen) und 3.) wohl auch Panik hat, dass sie nicht respektiert wird. Während sich die Frauen untereinander beim ersten Treffen bestens verstanden haben, hatte ich den Eindruck, dass der Mann schon recht dominant ist und gerne das Sagen in unserer Gruppe hätte. Da verstehe ich die Reaktion der Frau auf jeden Fall. Wir lernen uns alle neu kennen, also kann niemand behaupten er hätte eine Sonderstellung in der Gruppe. Ich suche momentan bewusst nur nach weiblichen Kontakten, weil in reinen Männergruppen und in gemischten Konstellationen häufig die Männer zur Dominanz neigen und ich das nicht mag.

  10. #80
    Zotti

    Gast

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Zu der Frau mit dem Film. Ich glaube sie sollte bei dem Film bleiben, einfach weil es sonst beim nächsten Mal wieder Ärger gibt und es andere Gründe gibt den vorgeschlagenen Film nicht zu gucken. Ich kann mir gute Filme auch zweimal angucken. Dann achte ich beim zweitenmal auf andere Dinge, weil ich den Film ja schon kenne.

    Also ich nehme immer Rücksicht auf Leute die langsam reden, gerade wenn ich irgendwo bin und jemand sehr schüchtern ist. Ich weiß auch gar nicht ob ich so eine schnell Rednerin bin. Das wechselt bei mir manchmal, so wie ich drauf bin. Wenn ich aber mal gerade in Redewut geraten bin, dann frage ich auch immer nach, ob es o.k. ist. Manche Menschen sowie der Mann von einem befreundetem Ehepaar, der redet wohl auch wenig und langsam und als ich geholfen habe das Haus mit zu entrümpeln und so, da rede ich mehr und beim helfen muß ich ja auch immer fragen was weg kann und nicht. Auch ihn habe ich öfter gefragt, ob es ihm zuviel ist, weil er auch sehr krank ist, aber er sagte es ist in Ordnung.

    Ich erzähle ja auch manchmal einfach lustige Phantasiesachen und habe das GEfühl, manchen tut das gut, dann sind sie mal abgelenkt.

    Wenn wir uns in unserer ADS-Gruppe treffen, da habe ich bemerkt, daß ein paar ADSler auch ich am Anfang in der ersten halben Stunde ganz viel und schnell reden, man will alles loswerden und die ruhigen ADSler kommen nicht zu Worte. DAnn aber nach einer STunde und nach der Zigarettenpause ist es ganz anders. Dann reden ich kaum noch und kann den anderen auch zuhören, bei einem anderen ADSler habe ich das auch bemerkt.

    Ja und genau da oben das Beispiel mit dem Mann, der nicht so oft anruft, das ist vollkommener Quatsch, in einem Buch stand, man solch sich dann rar machen als Frau, bei meinem Freund würde das gar nichts bringen, ich bin immer die die anruft, wir wohnen ja nicht zusammen und am Anfang hat es ihn genervt, doch jetzt hat er sich dran gewöhnt.

    Wenn ich mal nicht anrufe, dann meldet er sich spätestens am dritten Tag. Das ist individuell ganz verschieden und man kann das nicht verallgemeinern. Mein damaliger ADS-Psychiater der kannte meinen Partner auch und seien Störung und der hat mir immer den Tip gegeben, daß in so einem Falle wie bei meinem Freund Druck ausgeübt werden muß.

    Das ist alles sehr individuell. Nach Beziehungsbüchern hätte ich dann immer alles falsch gemacht, doch ich finde ich habe es jetzt gelernt mir eigene Sachen auszudenken und auszuprobieren.

    Also bis dann ihr alle, Gruß Zotti


    Hallo hier muß ich euch noch einen lustigen Spruch senden. Müßt einfach anklicken.

    http://sphotos-d.ak.fbcdn.net/hphoto...56384184_n.jpg
    Geändert von Zotti (28.02.2013 um 05:36 Uhr)

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