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Diskutiere im Thema Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr... im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #21
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Guten Morgen zusammen,

    ich wünsche euch einen erfolgreichen Start in das neue Jahr 2013 .


    mj71 schreibt:
    Zuerst weil du viel erzählt wie andere dich behandeln, aber sehr selten über deine eigene fehler. Vielleicht geht es um sachen die dich nicht bewusst sind? Dann auch, wenn jemand dich hinweisen gibt dass es dies oder jenes sein kann, gibt es ehe eine "nein" als so was wie: "so was merke ich nicht, aber vielleicht ist es doch etwas". Klar, alles nehmen und glauben was man dich sagst musst du nicht. Aber ich habe oft ehe der eindruck, dass alles was andere sagen eben sofort falsch ist. Mit der zeit, kann man auch irgendwie hilflos sein und denken, dass wir dich nicht helfen können, obwohl du doch ein problem hast der dich belastet.
    @mj71: Ich habe darüber nachgedacht und auch mit einem Freund darüber geredet. Natürlich habe auch ich meine Fehler, jeder Mensch hat seine Macken... Vielleicht kommt es hier so rüber, als ob ich mir das nicht eingestehen möchte. Dann will ich mal versuchen, mich ein wenig anders auszudrücken, um diesen Eindruck zu verändern. Manche Sachen fallen mir schneller auf, andere erst später und manches wohl auch nicht... aber ich glaube, das ist nur menschlich und nicht immer von ADHS abhängig. Dann werde ich dir mal erzählen, was mir inzwischen noch deutlicher klar geworden ist und woran ich arbeiten sollte/möchte.

    Wie ich schon in meinem letzten Post geschrieben habe, hatte ich schon öfters das Gefühl, dass ich von Freunden und Bekannten ausgenutzt wurde. So etwas passiert durch eine verstärkte Erwartungshaltung. Inzwischen weiß ich, wie Erwartungen zustande kommen: Nämlich durch verstärktes Engagement meinerseits. Ich habe schon häufig so einiges in meine Kontakte investiert, weil ich davon ausging, dass gemeinsam verbrachte Zeit die Nähe zwischen zwei Menschen herstellt. Mittlerweile ist mir bewusst, dass das nicht unbedingt der Fall sein muss. Natürlich sage ich nicht immer gleich "ja" und stehe parat, nur wenn jemand mal meine Aufmerksamkeit haben will. Aber es ist wohl doch etwas zu viel, sonst würden die Menschen anders mit mir umspringen. Es macht z. B. keinen Sinn, stundenlang mit irgendwelchen Leuten zu telefonieren oder zu chatten, wenn diese Menschen wenig bis null Kontakt in der Realität mit mir haben möchten. Leider ist mir das zu spät aufgefallen. Es macht auch keinen Zweck, mich bei zufälligen Begegnungen stundenlang mit irgendwelchen Leuten zu unterhalten, wenn diese auf mich zukommen... zumindest dann nicht, wenn es bei diesen zufälligen Begegnungen bleibt, ich nie konkret nach einer Verabredung gefragt werde und meine Fragen nach Treffen ständig mit Ausreden abgespeist werden. Jetzt weiß ich, dass es diesen Menschen gar nicht um mich als Person geht. Sie wollen entweder nur meine Aufmerksamkeit oder nutzen mich als Kummerkasten, wenn es ihnen schlecht geht. Wenn ich etwas Schönes mit ihnen unternehmen will oder wenn es mir mal schlecht geht, dann haben sie auf meine Gesellschaft keine Lust. Auf solche Menschen kann ich gut verzichten.

    Ich war viel zu präsent und habe den Leuten einfach zu viel gegeben... und dieser Fehler von mir rächt sich jetzt. Es gibt tatsächlich so einige Leute in meinem Umfeld, die mir bei zufälligen Treffen richtig nachlaufen und nicht von meiner Seite weichen. Wenn sie aber privat etwas machen, ihre Geburtstage oder Silvester feiern, im Sommer grillen oder an den See fahren und andere Aktivitäten planen, dann werde ich nicht eingeladen. Und wenn ich etwas organisieren möchte und sie frage, ob sie auch dabei sind, dann bekomme ich grundsätzlich ein "Nein" als Antwort. Oder diese Leute, die mich als sog. Kummerkasten benutzt haben. Da gibt es z. B. einen Mann in meinem Alter, den ich seit Jahren kenne, der aber vor einigen Jahren aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt gezogen ist. Die Entfernung zwischen uns ist nicht soooo groß, ca. 180 km... hält sich also noch in Grenzen. Wir haben uns seit seinem Umzug aber nicht mehr gesehen und immer nur telefoniert. Er meinte seine Eltern und engsten Freunde hätten bei ihm Vorrang, wenn er mal für ein paar Tage in die alte Heimat kommt. Ich habe das akzeptiert und war froh, dass er mich wenigstens regelmäßig anrief. In den letzten beiden Jahren haben ihn seine sog. engsten Freunde sehr schlecht behandelt und richtig enttäuscht. Sie meldeten sich nur bei ihm, wenn sie was brauchten, nutzten ihn aus und hatten sonst nie Zeit für ihn. Irgendwann haben sie ihn mit Kraftausdrücken beschimpft und ihm dann die Freundschaft gekündigt. Ich war für ihn da, wir haben jeden Monat ein längeres Telefonat von mehreren Stunden geführt, und ich dachte aus unserer Bekanntschaft hätte sich im Laufe der Zeit eine Freundschaft entwickelt. Nach mehreren Monaten Funkstille kamen diese "Freunde" wieder bei ihm angekrochen und bettelten ihn um eine letzte Chance an. Er meinte, er würde sie ihnen geben, aber sie müssten sich arg anstrengen, um ihn wirklich zu überzeugen. Nach der Aussage glaubte ich, dass sie es nicht leicht bei ihm haben würden. Tja... und nun war er über die Feiertage hier in der Heimat und hat sich wie in alten Zeiten mit diesen "Freunden" getroffen. Einen von ihnen, der ganz besonders gemein zu ihm war, hat er an Silvester zu sich in die Heimat eingeladen. Für mich hingegen hatte er keine Minute Zeit. Jetzt weiß ich woran ich bei ihm bin. Er meinte er würde aus Zeitgründen erst im Januar wieder mit mir telefonieren können. Dann werde ich aber keine Zeit für ihn haben und mich in den nächsten Monaten ganz schön rar machen. Ich habe nämlich keine Lust, immer nur der nette Zeitvertreib bei zufälligen Treffen oder die nette, verständnisvolle Telefon- und Chatfreundin zu sein, während bei den konkret geplanten Treffen die meisten Leute locker auf mich verzichten können.

    In einem Fall war ich sehr konsequent und habe vor ein paar Tagen den Kontakt zu einem "Freund" abgebrochen. Ich war mit diesem Mann ca. 3,5 Jahre befreundet. Er wohnt in der gleichen Stadt wie der Mann, der diese falschen Leute lieber trifft als mich, aber die kennen sich nicht (anderes Umfeld). Nachdem wir uns 1,5 Jahre lang nicht gesehen hatten (er nahm sich zwar immer wieder vor, mich mal wieder zu treffen, aber immer kam was dazwischen), sah er im Oktober bei FB dass ich übers WE einen Kurztrip geplant hatte und von seinem Wohnort aus fliegen wollte. Einen Tag vor Abflug rief er mich an und bat mich um ein Treffen. Er wollte mich am Bahnhof abholen und mit mir was trinken gehen. Ich freute mich und sagte zu. Als er nicht erschien und sein Handy ausgeschaltet war, als ich anrief, dachte ich mir erstmal nichts dabei... er war in den Jahren zuvor immer sehr zuverlässig gewesen und legte viel Wert auf die Einhaltung von ausgemachten Verabredungen. Ich dachte ihm sei was dazwischen gekommen, und er würde mir schon noch eine Erklärung für sein Fernbleiben abgeben. In den nächsten Tagen las ich bei FB, dass er ständig am Feiern war, was er so alles gemacht hatte, mit wem er unterwegs war, usw. Ich vermute, er hat auf der Party am Abend vor dem geplanten Treffen einen über den Durst getrunken und am nächsten Tag völlig verkatert im Bett... und er hat es wohl verschwitzt, mir rechtzeitig abzusagen. Wenn er sich wenigstens Stunden oder ein paar Tage später bei mir entschuldigt hätte, wäre ich nachsichtig gewesen. Stattdessen ließ er 3,5 Wochen nichts von sich hören und rief mich dann eines Abends an. Ich ging ran, weil ich dachte er wolle mir sein Verhalten von damals erklären. Stattdessen tat er so als ob nichts gewesen war und wollte noch, dass ich ihm einen Gefallen tat. Das fand ich ganz schön unverschämt und meinte nur knapp, dass ich müde war und just in dem Moment ins Bett gehen wollte. Das war Anfang November. Seitdem habe ich nie wieder etwas von diesem Mann gehört. Vor dem Treffen hat er seit ca. Juni fast jede oder jede 2. Woche bei mir angerufen. Wahrscheinlich dachte er, dass er das aussitzen könne und ich mich wieder einkriege, wenn er sich ein paar Monate nicht meldet, irgendwann wieder anruft und so tut, als ob nichts passiert sei. Auf diese Weise sind schon mehrere Leute bei mir durchgekommen. Jetzt reicht es mir aber, das mache ich nicht mehr mit. Ich habe ihn ohne Vorankündigung aus meiner Freundesliste bei FB gelöscht und blockiere ihn komplett. Er wird das in den nächsten Wochen/Monaten bestimmt merken und versuchen, mich telefonisch zu erreichen. Dann werde ich aber nicht rangehen.

    Ich habe schon öfters ein Auge zugedrückt in der Hoffnung, dass die Menschen ihre Fehler eingesehen und wirklich bereut haben. Meistens aber hat es sich herausgestellt, dass das nicht der Fall war und sie sich nur durch Aussitzen ein Verzeihen meinerseits erhofft haben. Z. B. wenn jemand wortlos aus meinem Leben verschwunden ist und eines Tages plötzlich wieder auf der Matte stand, ohne ein Wort über sein Verschwinden von damals zu verlieren, habe ich in den meisten Fällen auch nichts gesagt und so getan, als ob alles in Ordnung sei... weil ich dachte, dass ich die Leute vielleicht zu sehr unter Druck gesetzt hätte und sie deshalb abgetaucht sind. Inzwischen glaube ich, dass sie eher meine Grenzen austesten und schauten wollten, wie weit sie bei mir gehen konnten. Und ich habe sehr viel mit mir machen lassen.

    Ich war viel zu nett und verständnisvoll. In Zukunft werde ich auch nicht verständnisvoll sein und unsichere Menschen in Schutz nehmen, wenn sie sich mir gegenüber respektlos verhalten. Z. B. habe ich mich für gewisse Dinge gegenüber Menschen rechtfertigt, die mir aus Unsicherheit irgendwelche Vorwürfe gemacht haben. Ich wollte ihnen ein gewisses Maß an Sicherheit geben und ihnen zeigen, dass sie mir vertrauen konnten. Stattdessen haben sie den Respekt vor mir verloren und legen nur noch Wert auf meine Gesellschaft, wenn sie meine Aufmerksamkeit brauchen. Nein danke, nicht mit mir.

    Dummerweise habe ich leider schon in Gegenwart von vielen Menschen erwähnt, dass ich gerne mehr soziale Kontakte hätte und mich öfters konkret verabreden möchte. Auf solche Äußerungen habe ich so ziemlich immer eine Reaktion mit komischem Blick und Schweigen geerntet, aber die Kontakte sind nicht intensiver geworden. Obwohl ich seit Jahren niemandem mehr nachlaufe, scheine ich immer noch bedürftig zu wirken. Und genau deshalb nehmen sich immer wieder irgendwelche Leute mir gegenüber eine Respektlosigkeit heraus. Sie spüren, dass ich gerne mehr Kontakte hätte und denken, sie könnten so einiges mit mir machen, weil ich auf jeden Fall mehr mit anderen unternehmen möchte. Leider kenne ich nur sehr wenige Menschen, die meinen wunden Punkt nicht ausnutzen und mich trotzdem respektvoll behandeln.


    mj71 schreibt:
    Hast du ausser deine familie kontakt mit leute aus deiner land? Wäre nicht mal etwas für dich um dich mal einfach so verhalten zu dürfen wie du als kind gelernt hatte ohne immer wieder dich überlegen müssen wie du jetzt wohl machen muss?
    Ja, ich kenne hier ein paar Leute aus meiner Heimat... das sind Freunde von meiner Familie. Aber das sind alles Ehepaare mit Kindern im Grundschulalter, die meistens mit anderen jungen Elternpaaren unterwegs sind und ein völlig anderes Leben führen als ich.


    mj71 schreibt:
    Ich kann auch vermuten dass es bei dich vielleicht noch andere verhalten die dich in der wiege gelegt war, die dich normal erscheint, aber die doch viele deutschen nicht passt. ADSler sind auch gut intuitiv und wenn du körpersprache beobachtet, kannst du schon einiges merken. Aber nachfragen ist auch erlaubt.
    Leider hat mich meine Intuition schon mehrmals getäuscht . Gerade im vergangenen Jahr haben mich einige Leute enttäuscht, denen ich das niemals zugetraut hätte. Vor allem, weil es sich dabei um Personen handelt, die in der Öffentlichkeit als sehr anständig bekannt sind und von ihren Mitmenschen geschätzt werden.


    mj71 schreibt:
    Ich bin auch in ein andere kultur aufgewachsen als diese wo ich jetzt lebe. Der unterschied ist nicht sehr gross und es ist im selbe land. Aber was ich dich beschreibe, hatte ich auch erlebt. Da kommt noch ADS dazu und da ich so aufgewachsen bin in eine ort, wo man seine emotionen mehr zeigen dürfte als wo ich jetzt lebe, habe ich mit meine impulsivität noch mehr problemen bekommen als erwachsene die hier aufgewachsen sind und schon als kind ihre verhalten daran üben als was um sich üblich war. Wo ich aufgewachsen war, war laut sein ehe toleriert. Hier eben nicht, aber ich schaffe es nicht, nicht laut zu sein wenn ich mich ärgere. Vieles ADSler die hier aufgewachsen sind und deutlich impulsiv und reizbar sind, schaffen deutlich besser als ich.
    Was unternimmst du denn gegen deine Lautstärke? Nimmst du Medikamente? Mir haben die Medis in dieser Hinsicht sehr geholfen. Andererseits finde ich, dass Lautstärke bei Ärger nicht unbedingt negativ sein muss. Seit ich nicht mehr aufbrausend reagiere, wirke ich auf viele Leute wohl zu unterwürfig. Wie reagieren denn die Menschen in deiner jetzigen Heimat auf dich, wenn du laut wirst? Ziehen sie sich zurück?


    mj71 schreibt:
    Ich finde so was richtig! Aber du kannst auch, wenn du so was machst der andere erklären dass es für dich normal ist, aber dass du froh wäre, wenn der andere mensch es mal auch für dich macht. Wer dich solches nicht zurückgibt, hat es auch nicht verdiennt dass du es ihm gibt. Aber ich finde doch deine grosszpgigkeit toll und finde dass wenn es menschen gibt die auf gegenleistung sind, darf es doch vorkommen.
    Danke, aber ich bleibe bei meinem Entschluss, dass ich ab sofort nur noch für ganz besondere Menschen etwas mache und nicht mehr für lockere Freunde und flüchtige Bekannte. Die Meisten nutzen das meiner Erfahrung nach schamlos aus. Meine Gunst müssen sich die Leute erstmal verdienen. Ich weiß aber es wird schwer... weil die Leute wissen, dass ich nie kühl und distanziert auftrete. Das auf die Dauer durchzuhalten wird eine große Herausforderung für mich, weil ich eine Menge verzeihen kann und konsequent abweisendes Verhalten absolut nicht meiner Art entspricht.


    @Steintor: Ich habe dir eine PM geschrieben...
    Geändert von WeißeRose ( 2.01.2013 um 09:59 Uhr)

  2. #22
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Hallo weisserose,

    Mit so viel beispielen kann ich auch besser nachvollziehen was passiert ist!

    Klar, wer immer da ist für andere, wird rasch ausgenützt aber wenig respektiert. Kann sein dass du so grosszügig war um so freunden zu gewinnen? Im fall kann sein dass du bedürftig wirkt und so was macht die leute auch angst. Aber es ist eben sehr schwierig nicht bedürftigt zu wirken, wenn du eben dich so einsam fühlst... Hast du noch andere möglichkeiten unten leute zu sein, einfach damit du doch gesellschaft bekommst? So wirst du vielleicht auch weniger bedürftig sein und wirken...

    Es kann auch sein dass du mit deine offene art auch etwa klammernd wirkt, dass es die leute zu viel wird... Also, etwa distanzierter darfst du sicher noch sein. Aber eben, ADSler sind auch oft schon ziemlich offen! Ich war auch als ich hier gekomme bin wo ich lebe, viel zu offen, es hat die leute angst gemacht. Dann habe ich mich zu gewöhnheit gemacht zuerst viel zu beobachten was passiert und mich die umständen anzupassen. Nicht mehr als andere zu reden, nicht mehr privates u.s.w. Ich habe auch beobachten wie leute miteinandere umgehen, wie sie kontakt verknüpfen.

    Es scheint dass doch einige menschen mit dich kontakt haben so aber du wirst sonst wenig eingeladen. Kann auch sein dass du einfach angenehmer bist im 1-1 kontakt als im gruppe? ADSler mit ihre reizoffenheit sind rasch an ihre grenzen in eine gruppe und es kann sein dass andere menschen irgendwas merken...

    Was auch noch mit ADS ist: Stinos können oft ihre verhalten gut kontrollieren und sich so verhalten damit es gut ankommt... ADSler oft nicht so gut. Wir können lernen, aber es braucht zeit und wir werden immer doch anders sein. Also, wir sind rasch tollpatschig, machen rasch etwas falsch... Mich hat viel beobachten (auch wie anderen mit mich reagieren) sehr geholfen. Oft sagt die körpersprache dabei sehr viel.

    Viele menschen haben mit dich der kontakt abgebrochen ohne dich zu sagen warum. So was hilft dich auch nicht! Vielleicht hat es nichts mit dich zu tun, oder du warst irgendwie ungeschickt. Du weisst am bestens wenn du es fragst! Da du dich wundert wieso niemand dich einladest, kannst du wirklich dort antwort bekommen. Aus der forum ist schwierig zu sagen. Aber wenn du willst, kannst ich dich auch sagen was ich von dich auf deine verhalten auf forum merke. Eines fällt mich auf: Du hast zwar dein thread mit deine fragen, aber ich sehe dich nirgendwo anderswo, ein nette antworte an jemand anders geben. Ich bin oft bei andere am antworten, weil ich denke, dann sind sie auch mal für mich da wenn ich es brauche. So was ist in reale leben auch wichtig... Vielleicht wenn jemand mit dich keine kontakt mehr hatte, eine nette karte oder email schreiben wo du mal fragst wie es ihm geht.

    Sonst was ich mache gegen laut sein? medis helfen schon, aber sonst ist noch viel übung... Ich bin viel ruhiger geworden mit der zeit. Alte sachen aufarbeiten hilf mich dabei auch, da sind weniger bomben die man zu explodieren bringen kann.

    Leute hier ziehen sich rasch zurück wenn man laut wird und haben auch rasch angst. Damit bin ich eben rasch allein geworden und wusste, ich muss etwas ändern.

    lg

  3. #23
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    hallo,

    darf ich fragen wie alt du bist?

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Es ist, als würde ich meinen zustand hier lesen. genauso ist es bei mir wie bei MJ71....jetzt klärt sich auch die frage deines alters für mich, du bist jetzt wahrscheinlich 41, wenn ich die 71 als geburtsjahr interpretiere...

    nur bei mir gibt es einen kleinen (für mich problematischeren) unterschied zwischen deiner story und meiner.....ich war mal miss brandenburg 2006. bin jetzt 30 jahre alt und habe 6 jahre lang als model gearbeitet und auch sehr viele männer gehabt zwischen meinem 20 und 30 lebensjahr....da ich relativ gut aussah (alledings nur mit make up und schminke) hatte ich zu Partyzeiten (im alter von 20 bis 25 jahren) sehr viel zuspruch von männlicher seite her und auch viele freuninnen, die, wie sich aber später herausstellte, nur partyfreundinnen waren und keine echten....

    aufgrund dessen, dass ich ca. 5 jahre ein fantastisches leben hatte, also viel party, konnte jeden kerl haben, den ich wollte, habe viel geld als model verdient, war auf reisen...etc. ist es jetzt für mich umso schlimmer, weil ich all dies nicht mehr habe jetzt.....obwohl ich mich äußerlich nicht viel verändert habe, bin ich immer noch am studieren (seit 200

    2008 kam ich auch mit meinen freund (jetzt seit 2 jahren exfreund) zusammen und es gab nur noch ihn und das studium. seit der trennung, bin ich fast nur noch krank, ein infekt jagt den nächsten. seit 5 tagen bin ich zu haus (wohne noch bei den eltern) und hab ne bronchitis.

    nun ja also der unterschied zwischen uns beiden ist der, dass ich ein erfülltes leben hatte und umso älter ich werde, desto mehr distanzieren sich alte und neue bekanntschaften/Freunde......ich weiß nicht warum....ich weiß nur, von einer freundin, die mir immer die wahrheit sagt, dass ich oft viel erzähle und auch sachen, die niemanden was angehen, also sachen, die man nciht gleich erzählen sollte. ich bin halt sehr offen und manchmal kommt mein erzählen dann auch dümmlich rüber.


    ich weiß noch damals in der schule war ich das mobbingopfer nr.1 der jungs (die mäsels hatten einfach nur mitleid) ich wurde nur beschimpft und mir wurden die beine gestellt, geschupst etc. und einer der jungen meinte mal zu mir damals: ey dumpfbacke, ein wunder das du noch nicht sitzen geblieben bist du beklopptes elend...) ich hatte nicht mal ne 4 auf dem zeugnis, es gab mädchen und jungen, die 10 mal schlechter waren als ich.....aber immer galt ich als absolut dümmste kreatur.....heute bin ich die einzige aus meiner alten realschulklasse, die ihr abi nachgeholt hat und studiert hat......

    wenn ich nur wüsste was an meinem verhalten so scheisse ist. ich wünschte ich hätte immer jemanden neben mir stehen und laufen, der mir ins ohr flüstert, was ich wann am besten zu sagen habe.....damit ich endlich auch mal eingeladen werde.

    wenn ich sterben würde, würden meine eltern sich wahrscheinlich auch das leben nehmen, aber sonst würde es keinen kümmern. ich hasse es jedes jahr geburtstag zu haben, denn da gratuliert sowieso kaum einer und wenn ich einlade, sagen fast alle ab oder melden sich gar nicht......

    heute bin ich 30, habe immer noch keinen abschluss wegen einer prüfung, die ich im februar wahrscheinlich auch zum 3. mal nicht bestehen werde, nur 2 freunde, eltern, die mich immer noch behandeln wie ein kind, kein einkommen, kein bafög, nix, schlafprobleme und dauernd krankheiten wie infekte....keinen freund, einfach nix. aber wenigstens gibt es leute, die ähnlich leben müssen wie ich......warum kriegt man adhs bwz. ads.....angeboren oder durch die eltern und umfeld herbeigeführt????

  5. #25
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    ähm das smiley....gehört da nicht rein. ich wollte 2008 schreiben, weiß nicht woher das smiley kommt sry

  6. #26
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    Forum-Beiträge: 28

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    was schreib ich denn da fürquatsch...obwohl ich mich äußerlich nicht verändert habe, bin ich immer noch am studieren.... das past ja mal gar nicht zusammen......ich war gedanklich schon wieder weiter als beim schreiben...oh man

  7. #27
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    mj71 schreibt:
    Klar, wer immer da ist für andere, wird rasch ausgenützt aber wenig respektiert. Kann sein dass du so grosszügig war um so freunden zu gewinnen? Im fall kann sein dass du bedürftig wirkt und so was macht die leute auch angst. Aber es ist eben sehr schwierig nicht bedürftigt zu wirken, wenn du eben dich so einsam fühlst...
    @mj71: Manchmal war das der Fall. Aber um ehrlich zu sein bin ich gerne für andere Menschen da, weil es mir einfach Freude macht und ich mich sehr gerne mit dem Leben anderer Menschen beschäftige. Ich habe gedacht, dass man sich auf diese Weise menschlich näher kommt.


    mj71 schreibt:
    Hast du noch andere möglichkeiten unten leute zu sein, einfach damit du doch gesellschaft bekommst? So wirst du vielleicht auch weniger bedürftig sein und wirken...
    Auf der Arbeit bin ich immer unter Menschen, denn ich sitze in einem Großraumbüro. Aber privat treffe ich mich nicht mit meinen Kollegen, obwohl sie mir sympathisch sind. Das sind lauter ältere, verheiratete Männer. Ansonsten bin ich unter der Woche nicht viel unterwegs, weil ich derzeit arbeitsbedingt 100 Minuten in eine Richtung in den öffentlichen Verkehrsmitteln sitze (und zwar nur, wenn alles pünktlich fährt) und anschließend viel zu k. o. bin. Einmal im Monat spiele ich werktags Theater. Für Vereine u. ä. habe ich kein Geld, und am WE schaue ich was sich eben ergibt.


    mj71 schreibt:
    Es kann auch sein dass du mit deine offene art auch etwa klammernd wirkt, dass es die leute zu viel wird... Also, etwa distanzierter darfst du sicher noch sein. Aber eben, ADSler sind auch oft schon ziemlich offen! Ich war auch als ich hier gekomme bin wo ich lebe, viel zu offen, es hat die leute angst gemacht. Dann habe ich mich zu gewöhnheit gemacht zuerst viel zu beobachten was passiert und mich die umständen anzupassen. Nicht mehr als andere zu reden, nicht mehr privates u.s.w. Ich habe auch beobachten wie leute miteinandere umgehen, wie sie kontakt verknüpfen.
    Ich habe vorhin mit einem Kumpel gechattet, der meinte auch ich könnte etwas distanzierter sein. Ich würde es gerne versuchen, aber ich weiß nicht wie ich das machen soll... ich bin nämlich alles andere als distanziert. Wenn meine Eltern früher auf mich sauer waren, dann wurden sie immer ziemlich laut. Aber distanziert waren sie niemals, das kannte ich gar nicht. Deshalb war es für mich auch ganz schlimm, wenn irgendwelche Leute im Umgang mit mir auf einmal abweisend wurden. Da bekam ich immer große Angst, sie zu verlieren. Das habe ich mittlerweile zum Glück besser im Griff. Ich rede gerne und viel, wenn ich unterwegs bin. Und ich höre anderen Menschen auch gerne zu. Mittlerweile kann ich auch abschätzen, mit wem ich mich über Privates unterhalten kann und mit wem nicht. Geklammert habe ich auch, aber das hab´ ich mir ebenfalls abgewöhnt. Manche Klammeraktionen aus der Vergangenheit sind mir inzwischen richtig peinlich. Aber ich bin laut meinem Kumpel wohl immer noch zu offen. Mir fällt es schwer, mich verschlossener zu geben... da krieg´ ich ein schlechtes Gewissen. Damit meine ich nicht, dass ich alles von mir preisgebe. Manche Leute behalten selbst gewisse banale Dinge für sich. In meiner Familie gab es nie Geheimnisse oder Tabuthemen, ich habe gelernt dass man mit Familie, Partner und Freunden über alles reden sollte und mich jahrelang daran gehalten.


    mj71 schreibt:
    Es scheint dass doch einige menschen mit dich kontakt haben so aber du wirst sonst wenig eingeladen. Kann auch sein dass du einfach angenehmer bist im 1-1 kontakt als im gruppe? ADSler mit ihre reizoffenheit sind rasch an ihre grenzen in eine gruppe und es kann sein dass andere menschen irgendwas merken...
    Ja, ich komme im Kontakt mit Einzelpersonen besser klar als in einer Gruppe. Es ist nicht so, dass ich generell eine Abneigung gegen Gruppen habe. Aber ich habe schon mehrmals die Erfahrung gemacht, dass in einer Gruppe 1-2 Personen das Sagen haben und der Rest einfach mitzieht. Und ich bin keine Person, die immer nur mitzieht, weil ich meine eigenen Ideen schon umsetzen möchte (aber natürlich auch Ideen der anderen Leute berücksichtige). In gemischten Gruppen ist es so ziemlich immer der Fall, dass die 1-2 Anführer männliche Personen sind und ich schon allein wegen meines Geschlechts keine Chance auf die Leader-Rolle habe. Und dieses Mitziehen liegt mir nicht, weil ich mich dann untergebuttert fühle und denke, dass ich meine Meinung nicht vertreten darf. Wenn ich in einer Gruppe unterwegs bin, dann ist es mir sehr wichtig, dass ich auch Entscheidungen treffe und nicht immer nur die anderen entscheiden lasse. Das regt mich nämlich tierisch auf, und da kann ich sehr unangenehm werden.


    mj71 schreibt:
    Was auch noch mit ADS ist: Stinos können oft ihre verhalten gut kontrollieren und sich so verhalten damit es gut ankommt... ADSler oft nicht so gut. Wir können lernen, aber es braucht zeit und wir werden immer doch anders sein. Also, wir sind rasch tollpatschig, machen rasch etwas falsch... Mich hat viel beobachten (auch wie anderen mit mich reagieren) sehr geholfen. Oft sagt die körpersprache dabei sehr viel.
    Richtig, Stinos haben sich besser unter Kontrolle als wir. Ich habe durch Beobachtungen auch schon so einiges dazugelernt. Nur ist es unheimlich schwer, wenn ich mit der betreffenden Person nur schriftlich korrespondiere und sie nur alle paar Monate sehe... da kann ich weder Mimik noch Gestik erkennen. Und wenn mich jemand bei einer zufälligen Begegnung anspricht und viel Zeit mit mir verbringen möchte... woran erkenne ich, ob dieser Mensch wirklich Interesse an meiner Person hat oder ob es ihm nur um ein paar Minuten/Stunden Aufmerksamkeit geht?


    mj71 schreibt:
    Viele menschen haben mit dich der kontakt abgebrochen ohne dich zu sagen warum. So was hilft dich auch nicht! Vielleicht hat es nichts mit dich zu tun, oder du warst irgendwie ungeschickt. Du weisst am bestens wenn du es fragst! Da du dich wundert wieso niemand dich einladest, kannst du wirklich dort antwort bekommen.
    Ich habe schon mehrere Leute danach gefragt. Letztes Jahr habe ich eine nette Frau im Internet kennengelernt und ein halbes Jahr Schreib- und Telefonkontakt zu ihr gehabt. Sie hatte mich an Silvester zu sich eingeladen und 2 Wochen vorher plötzlich nichts mehr von sich hören lassen. Monate später habe ich ihr mal eine Mail geschrieben und auch eine Antwort bekommen. Das lag nicht an mir, sie hat große Probleme mit sich selbst. Die meisten Leute wollen auf so eine Frage aber nicht antworten, weil sie keine Lust haben, sich zu rechtfertigen.


    mj71 schreibt:
    Eines fällt mich auf: Du hast zwar dein thread mit deine fragen, aber ich sehe dich nirgendwo anderswo, ein nette antworte an jemand anders geben. Ich bin oft bei andere am antworten, weil ich denke, dann sind sie auch mal für mich da wenn ich es brauche. So was ist in reale leben auch wichtig... Vielleicht wenn jemand mit dich keine kontakt mehr hatte, eine nette karte oder email schreiben wo du mal fragst wie es ihm geht.
    Ich war in den letzten Monaten generell weniger im Forum. Das liegt daran, dass mein aktueller Einsatz (bin Zeitarbeiterin) sehr zeitintensiv ist. Momentan habe ich noch Urlaub, ab Montag muss ich wieder arbeiten. Mein Wecker klingelt morgens zwischen 4:30 und 4:50 Uhr. Um 5:30 Uhr verlasse ich das Haus. Ich habe einen recht langen Weg zur Arbeit und bin selten vor 19:20 Uhr zu Hause. Danach muss ich was für den Nebenjob und mein Studium machen, und der Haushalt macht sich auch nicht von selbst. Manchmal schlafe ich unter der Woche nur 4-5 Stunden pro Nacht, und im Winter geht das nicht so oft... ich bin in den kälteren Jahreszeiten viel schneller müde und brauche mehr Schlaf als im Sommer. Vor einigen Wochen habe ich wieder mit dem Sport angefangen, das nimmt natürlich auch Zeit in Anspruch.
    Ansonsten hast du natürlich Recht. Was meine privaten Kontakte im RL angeht, nehme ich mir immer mal wieder Zeit für eine kurze SMS oder Mail. Meldefaul war ich noch nie, im Gegenteil... ich achte aber schon darauf, dass eine gewisse Ausgeglichenheit vorliegt und nicht immer nur ich mich melde, weil ich dann schnell das Gefühl bekomme, ich müsse meinem Gegenüber hinterherlaufen. Und das mag ich nicht.


    mj71 schreibt:
    Sonst was ich mache gegen laut sein? medis helfen schon, aber sonst ist noch viel übung... Ich bin viel ruhiger geworden mit der zeit. Alte sachen aufarbeiten hilf mich dabei auch, da sind weniger bomben die man zu explodieren bringen kann.
    Auf welche Weise arbeitest du denn die alten Sachen auf? Besuchst du eine Selbsthilfegruppe, machst du eine Therapie oder beschäftigst du dich ganz alleine damit?


    mj71 schreibt:
    Leute hier ziehen sich rasch zurück wenn man laut wird und haben auch rasch angst. Damit bin ich eben rasch allein geworden und wusste, ich muss etwas ändern.
    Ich glaube, das ist eine Gewohnheitssache. Kann das sein, dass es bei dir zu Hause früher öfters laut zuging? Wir Südländer reden generell eher laut. Und wenn es Streit gab, dann konnten uns sämtliche Nachbarn hören, hahaha... War bei uns ganz normal. Ich konnte das gar nicht verstehen, wenn irgendwelche Kinder in der Grundschule überhaupt nicht mehr mit mir spielen wollten, nur weil ich mal laut geworden war. Meine Eltern wurden zwar schnell und oft laut, beruhigten sich aber ebenso oft und schnell wieder.

    @AnjaAnuschka: Ich bin 36. Oh, jetzt sehe ich du meintest gar nicht mich (ich fühlte mich angesprochen, weil ich die Threaderstellerin bin), sondern mj71... alles klar. Aber eine Sache fällt mir schnell auf: Auch mir geben die Leute manchmal das Gefühl, dass ich durch meine Offenheit irgendwie dümmlich rüberkomme. Ich habe Abitur, eine Ausbildung mit gutem Abschluss und mache seit einiger Zeit neben der Arbeit ein Fernstudium. Vor ca. 10 Jahren sagte mal ein junger Mann in einer Kneipe zu mir: "Wenn ich nicht wüsste, dass du Abi hast, würde ich vermuten du hättest die Hauptschule gerade so mit ´ner schlechten 4 geschafft, so dumm wie du rüberkommst." Meine Mutter hat mir - wenn wir früher irgendwo zu Besuch waren oder Gäste hatten - schon öfters gegen das Schienbein getreten, damit ich den Mund hielt. Und manchmal hat sie mir schon vor der Begegnungen mit irgendwelchen Leuten ein paar Sachen aufgezählt, die ich nicht sagen sollte. Da wurde ich immer total wütend, weil ich mich wie ein unmündiges Kleinkind behandelt fühlte.

  8. #28
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

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  9. #29
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    hallo mj71.......

    das war mein fehler, ich hatte wieder nicht richtig geguckt und dachte, der erste beitrag kam von dir......

    das klingt ja heftig, was der mann zu dir sagte......aber das was ihr beiden hier schreibt....empfinde ich genauso.

    bei mir zu hause gab und gibt es immer noch richtig lauten streit. mein vater ist total hektisch und hat wohl auch adhs, aber ich glaub er hat es so stark wie kein anderer. es ist einfachnur horror in seiner nähe zu sein....

    meine eltern schreien sich nicht nur an, sondern haben sich fürher auch geschlagen und sich so beleidigt, dass man es asozialer nicht hätte tun können. nach 2 gescheiterten beziehungen, hab ich nun auch mein verhalten reflektiert und feststellen müssen, dass ich den beiden jungs ebenso kam, wie meine eltern sich angebrüllt hatten und beleidigt hatten....


    ich selber werde auch noch bei einem streit von meiner mutter ins gesicht gehaun, die dreht völlig ab, für mich sind alle beide, also mutter und vater psychisch gestört. ich bin in einem lauten und gewaltgeprägten haushalt aufgewachsen. das schlimme daran ist, dass man seine aura (oder wie man es nennen will) auf andere projeziert....ich werde von anderen bekannten/freunden/fremden so behandelt wie von meinen eltern, also ohne gebrülle und schläge, aber so von dem grundverhalten her. ich werde weder beachtet, noch ernst genommen, einfach ignoriert....

    HABT IHR SCHON MAL WAS VON HYPNOSE GEHÖRT BEI ADHS?????

  10. #30
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    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    AnjaAnuschka schreibt:
    meine eltern schreien sich nicht nur an, sondern haben sich fürher auch geschlagen und sich so beleidigt, dass man es asozialer nicht hätte tun können. nach 2 gescheiterten beziehungen, hab ich nun auch mein verhalten reflektiert und feststellen müssen, dass ich den beiden jungs ebenso kam, wie meine eltern sich angebrüllt hatten und beleidigt hatten....
    Meine Eltern haben sich gegenseitig nicht geschlagen, wurden aber oft im Umgang mit uns Kindern handgreiflich. Ich möchte nicht behaupten, dass ich körperlich misshandelt wurde. Ich hatte nie blutende Wunden und blaue Flecken von den Schlägen meiner Eltern. Aber meine Seele wurde dadurch schon verletzt, obwohl meine Eltern mich immer geliebt und niemals vernachlässigt haben.


    AnjaAnuschka schreibt:
    das schlimme daran ist, dass man seine aura (oder wie man es nennen will) auf andere projeziert....ich werde von anderen bekannten/freunden/fremden so behandelt wie von meinen eltern, also ohne gebrülle und schläge, aber so von dem grundverhalten her. ich werde weder beachtet, noch ernst genommen, einfach ignoriert....
    Krasse, das ist bei mir ganz genauso... Meine Eltern haben mich nicht ignoriert, aber wirklich ernst genommen wurde ich auch nicht. Ich war immer das dumme Schaf, das von nichts Ahnung hatte. Und genau diesen Ruf habe ich auch bei anderen Menschen, warum auch immer. Viele Leute nehmen mich nach einer gewissen Zeit nicht mehr Ernst und verlieren den Respekt vor mir. Ich frage mich nur, warum das so ist... Vor allem, weil ich mich mit meiner Mutter seit 2 1/2 Jahren sehr gut verstehe und ernsthaft von ihr respektiert werde... und von meinem Bruder auch (mein Vater lebt seit Jahren nicht mehr). Trotzdem nehmen mich andere Leute meistens nicht für voll. Warum?


    AnjaAnuschka schreibt:
    HABT IHR SCHON MAL WAS VON HYPNOSE GEHÖRT BEI ADHS?????
    Gehört ja, ausprobiert nein... um ehrlich zu sein trau´ ich mich das gar nicht.
    Geändert von WeißeRose ( 2.01.2013 um 20:24 Uhr)

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