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Diskutiere im Thema Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr... im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #131
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 98

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Das kenn ich zu gut.
    mit mir willirgendwie keineretwas zutun haben hab ich den
    Eindruck. Frùher hatte ich mehr und viele Freunde.

  2. #132
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    @mj71: Wenn sich jemand immer wieder bei mir ausheult und mir auf der anderen Seite nicht zuhört, dann gehe ich ebenfalls auf Distanz. Die meisten Leute, die sich bei mir ausgeheult haben, hatten auch ein offenes Ohr für mich. Das gebe ich offen zu.

    Ich versteife mich auch nicht auf irgendwelche Leute, die ich in Foren kennengelernt und noch nie persönlich getroffen habe. Ich lerne die Menschen im RL kennen, wir sehen uns die erste Zeit immer wieder zufällig, und irgendwann kommt es zu geplanten Treffen. Ich fühle mich in ihrer Gegenwart wohl, doch auf einmal kommen keine Fragen mehr nach weiteren Verabredungen, und ich werde in die Telefon/Mail/Chat/Seelsorge-Warteschleife geschoben.

    Ich befürchte, dass ich eine Menge verändern muss, wenn ich ernst genommen werden möchte. Zwar habe ich von meinen Eltern Liebe bekommen, aber ihre Erziehung erweist sich nicht unbedingt als produktiv für mein Leben. Dagegen werde ich etwas unternehmen. Die Mehrheit der Menschen funktioniert nach dem Prinzip mangelndes Durchsetzungsvermögen + Interesse an den Problemen anderer Leute = mangelnde Wertschätzung.

    @kween: Darf man fragen, warum du dieses Gefühl hast? Du kannst gerne etwas mehr darüber erzählen, wenn du möchtest.

  3. #133
    Zotti

    Gast

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Hallo Weiße Rose,

    es gibt aber auch manchmal Menschen, die heulen sich bei mir aus und brauchen Hilfe und können gar nicht anderen helfen.
    Ich bestimme mittlerweile selber ob ich dann zu höre und inwieweit ich helfen kann.

    Dafür habe ich bemerkt, dass es dann für mich wieder rum Menschen gibt, die mir zuhören und helfen und denen es eben besser
    geht als mir.

    Ich finde es muss nicht immer von den gleichen Personen zürückkommen, es reicht, wenn ich helfe und mir jemand anderes hilft.

    Es gibt ja Menschen, die sind einfach nicht in der Lage zu helfen oder ähnliches, doch wenn ich durch zuhören jemanden entlastet habe,

    dann habe ich ja auch was davon, wenn er sich dann später selber helfen kann oder woanders Hilfe holt. Ich achte nur sehr darauf, das

    mich es nicht zu sehr belastet, wenn ich jemandem zuhöre. So jetzt fallen mir die richtigen Worte nicht ein, ich hoffe ihr wißt wie ich das

    meine.

    Gruß Zotti

  4. #134
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Hallo Zotti,

    ich weiß schon, was du mir damit sagen möchtest und finde das auch nicht schlimm. Nur stell´ dir mal vor, dass die meisten Menschen in deinem Umfeld sich fast nur noch melden, wenn sie was brauchen und sonst keinen Bock mehr auf deine Gesellschaft haben. Wie würdest du dich fühlen? Mir geht es damit nicht gut.

    Weißt du, mir ist es lieber jemand sagt mir offen und ehrlich, dass er den Kontakt mit mir nicht mehr pflegen möchte als vornerum weiterhin stinkfreundlich zu sein, mein offenes Ohr in Anspruch zu nehmen und hintenrum über mich abzukotzen. Das merke ich auch nicht so schnell, wenn diejenige Person nicht in meiner Nähe wohnt... dann fällt es mir erst auf, wenn schon mehrere Vorschläge meinerseits abgelehnt wurden und die andere Person nichts mehr vorschlägt. Wenn ich mal ein "Nein" wg. Zeitmangels bekomme, denke ich mir nicht viel dabei... wir haben ja alle nicht immer Zeit. Dann frage ich auch nicht so schnell wieder nach einem Treffen, sondern warte erstmal eine Weile, bis die andere Person evtl. wieder etwas mehr Luft hat. Erst wenn sich das über mehrere Monate erstreckt, verstehe ich, dass mein Gegenüber sich nicht mehr mit mir treffen möchte. Klar habe ich schon mehrmals versucht, ein Gespräch in die Wege zu leiten... daraufhin kamen dann aber wieder nur Ausreden oder ich wurde angeschwiegen.

    Solange jemand freundlich ist, sich ab und zu meldet und bei zufälligen Treffen ständig meine Nähe sucht, habe ich die Hoffnung auf bessere Zeiten. Meistens war es aber ein Vollgriff in die Schüssel.

    LG
    WeißeRose

  5. #135
    Zotti

    Gast

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Ja, die würde ich dann auch versuchen loszuwerden,

    ich habe aber solche Leute nicht mehr, außer eine Frau und da bin ich auch überfordert mit.

    Sie hat eine sehr schwierige Störung, ich will darüber nicht reden, sie könnte im schlimmstenfall sogar gefährlich werden und ich
    weiß auch wirklich nicht wie ich weiter damit umgehe. Da man sich aber hier weil sie in der Nähe wohnt immer mal wieder über den
    Weg läuft und sie auch immer wieder anruft und ich ihre Nummer nicht auf den Display sehen kann, ist sie dann am Telefon und
    ich kann nicht ständig sagen ich habe keine Zeit.

    Früher hatte ich von solchen Leuten auch mehr, heute nur noch diese eine Frau. Die anderen denen kann ich das immer sagen,
    und da wird das auch akzeptiert, allerdings habe ich bemerkt das es auch welche gibt, wenn ich dann sage ich bin damit überfordert
    und ich gebe dir die Adressen von der Beratungsstelle (da gibt es hier wirklich genug und auch viele andere Selbsthilfegruppen)
    und die das dann ignorieren, dann plaudere ich einfach so weiter, nur wenn die wirklich Hilfe brauchen, dann fühle ich mich dafür
    auch nicht mehr verantwortlich.

    Bei mir ist es wichtig, das ich mich selber innerlich davon distanziere, sonst könnte ich Tag und Nacht irgendwelchen Leuten helfen
    und Tips geben und ich stehe immer hier alleine. Allerdings ist der Witz, das diese besagte Frau, die ich auch überhaupt nicht mag,
    also ich habe ihr damals als ich noch nicht genau wußte, was bei ihr los ist eben geholfen, sie wohnte hier in der Nähe und kurzfristig
    helfen in praktischen Dingen ist für mich kein Problem.

    Ja und jetzt bietet sie mir an, das sie mir auch helfen würde, doch genau von ihr will ich aber hier in meiner Wohnung keine Hilfe und
    mit meinen Papieren soll sie überhaupt nichts zu tun haben.

    Tja, die anderen können leicht sagen, einfach abwimmeln, doch so einfach ist das ja nicht bei ihr. Sie hat auch keine anderen Menschen,
    allerdings ist sie auch nicht bereit zur Ärztin zu gehen (sie müßte nämlich für ihre Krankheit dringend Tabletten nehmen) und sie hält auch
    nichts von Psychologen und auch keine Beratung. Sie sagt immer, ich bin ja gesund. Das ich immer wieder erwähne, daß ich ja auch was
    habe und auch meine Bekannten (sie kennt einige) das bekommt sie gar nicht mit.

    Ach ja, ich werde mal aufhören, ich weiß auch nicht wie ich mit ihr umgehen soll. Sie klammert sich eher schon an mich und merkt gar nicht
    das sie ganz anders ist und auch wirklich schwer krank. Ihr ehemaliger Mann ist mit ihren beiden Söhnen ausgezogen und ihre älter Tochter
    ist in einer Pflegefamilie in Bayern. Sie denkt überhaupt nicht darüber nach oder sucht auch mal irgendwie die Ursachen bei sich. Alles sind
    die anderen schuld und dann denkt sie immer noch alle wollen ihr was und sogar ihre eigenen Kindern.

    LG Zotti

  6. #136
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Hallo Zotti,

    um ehrlich zu sein bin ich besorgt, wenn ich mir deine Zeilen so durchlese. 1.) Hältst du Kontakt zu einer Person, die du nicht magst. Das würde ich mir generell nicht antun. 2.) Beschreibst du diese Frau als gefährlich, und das ist der Hauptgrund für meine Zweifel. Ich denke nicht, dass dieser Kontakt dir gut tut. Und ich glaube, das weißt du auch. Was hält dich bei ihr, hast du vor irgendwas Angst?

    LG
    WeißeRose, die inzwischen beschlossen hat, sich nie wieder emotional zu stark auf jemanden zu fixieren. Die Angst vor weiteren Enttäuschungen ist zu groß.

  7. #137
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.456

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Hallo Weisserose,

    Ja, einiges aus deine erziehung kannst du schon anschauen... Dabei denke ich dass überall auf die welt, wenn eine frau zu lieb ist, wird sie nicht gut behandelt... Im manche kultur gehért dazu dass frauen lieb sind und nicht gut behandelt werden, im mitteleuropa ehe weniger, da die frauen eben nicht nur lieb sind...

    Ich habe als kolleginnen frauen aus verschiedene kulturen, mehr oder weniger "lieb" und fügsam, wir reden manchmal auch über männer und eben solche die nicht sehr fügsam sind, sind doch an tolle ehemänner und die die sehr lieb sind, lassen sich zu viel gefallen und der typ nützt es aus...

    lg

  8. #138
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Hallo mj71,

    mir geht es so gut wie schon lange nicht mehr... ich fühl´ mich so richtig befreit . Der Knoten ist endlich geplatzt, und ich weiß was es mit den sozialen Kontakten auf sich hat. Wie ich schon im Thread von l1nch3n gepostet habe, ist emotionale Abhängigkeit pures Gift für zwischenmenschliche Beziehungen. Das gilt nicht nur für die Liebe, sondern auch für Freundschaften. Jetzt habe ich endlich begriffen, was andere Leute mir sagen wollten, wenn sie mich als emotional abhängige Person bezeichnet haben. Unabhängig zu sein bedeutet nicht nur, dass man auch mal gerne alleine ist und sich mit der eigenen Person beschäftigen kann, nicht immer verfügbar ist, eine eigene Meinung vertritt, sich nicht ständig anpasst und seine Freizeitplanung nicht nach anderen Menschen ausrichtet. Das ist zwar alles wichtig und gehört mit Sicherheit auch dazu, aber es ist eben nicht alles.

    Der Knackpunkt ist die gedankliche Fixierung auf eine bestimmte Person oder Gruppe sowie die Abhängigkeit vom Verhalten dieser Menschen. Das war bei mir ziemlich schlimm. Wenn ich mir Aufmerksamkeit von bestimmten Leuten gewünscht und diese auch bekommen habe, fühlte ich mich wie im Rausch... kam nichts zurück, war ich total fertig und schob eine Depriphase nach der anderen. Damit ist jetzt Schluss. Ich möchte lernen auch dann glücklich zu sein, wenn mir gewisse Personen keine Beachtung schenken, obwohl ich das gerne so hätte. Nun verstehe ich, was andere meinen, wenn es heißt ich würde die Verantwortung für mein Wohlergehen auf andere übertragen. Nicht zu klammern ist schon hilfreich. Aber wenn ich nicht klammere, mich längere Zeit bei anderen nicht melde, mein eigenes Ding mache und Spaß habe, heißt das noch lange nicht dass ich dann automatisch mehr Aufmerksamkeit von anderen bekomme. Wenn das nämlich nicht passiert ist, war ich noch enttäuschter als vorher.

    Menschen spüren so etwas und machen sich oft eine Spaß daraus, die bedürftige Person zu verunsichern. Ich kam mir oft wie ein kleiner Hund vor, dessen Herrchen vor seiner Nase mit einem Leckerli herumgespielt und es in letzter Sekunde wieder an sich gezogen hat, wenn der Hund mit dem Maul zugreifen wollte. Das war z. B. der Fall, wenn mir irgendwelche Leute erzählt haben sie würden ihre Geburtstage groß feiern und mich auch gerne dabei haben... und dann haben sie mich doch nicht eingeladen, aber beim nächsten zufälligen Treffen mit einem überlegenen Grinsen im Gesicht in aller Ausführlichkeit erzählt, wie toll doch die Partys waren... weil sie genau wussten, wie gerne ich dabei gewesen wäre.

    Mir war auch lange nicht klar, anhand welcher Verhaltensweisen ich als "zu schnell verfügbar" betrachtet wurde. Ich habe mir seit Jahren abgewöhnt, immer "ja" zu sagen, wenn ich nach Treffen gefragt werde und ändere seit Ewigkeiten nicht mehr spontan meine Pläne, wenn ich kurzfristig Zeit mit anderen Menschen verbringen könnte. Mir war es schleierhaft, warum ich in den letzten paar Jahren generell selten nach konkreten Treffen gefragt wurde. Ich hatte kaum die Gelegenheit, um Anfragen abzulehnen, weil ich selten gefragt wurde. Jetzt weiß ich auch, dass meine Tendenz zur bevorzugten Behandlung diverser Menschen mich öfters in Schwierigkeiten gebracht hat. Ich liebe die Kommunikation, ich rede gerne und höre auch gerne zu, ich mag Telefonate, SMS, Mails und Chatgespräche. Obwohl ich die letzten Jahre verstärkt auf eine Ausgeglichenheit geachtet und nicht mehr so oft den ersten Schritt gemacht habe, lief es nicht gut. Heute bin ich klüger: Selbst wenn andere mich zuerst ansprechen, anrufen oder anschreiben, darf ich mich nicht mehr so oft in längere Unterhaltungen verwickeln lassen. Viele Leute denken sonst, dass sie meine Aufmerksamkeit zu einfach für sich gewinnen können und ich sie aus diesem Grund wohl irgendwie brauche. Sie glauben sie müssten nur mit dem Finger schnippen, und schwuppdiwupp bin ich da... und das gilt auch für Leute, die ich wegen der Entfernung nur selten sehe.

    Auf den Festivals habe ich die letzten Jahre genau dasselbe gemacht wie früher in den Kneipen hier in der Stadt. Obwohl ich wirklich sehr viele Bekanntschaften habe, hab´ ich den Großteil meiner Zeit dort mit mehr oder weniger denselben Menschen verbracht. Folglich sind sich viele meiner zu sicher geworden... ich bin da anders, aber die Leute sind halt so. War in den Kneipen hier früher genauso. Anfangs saß ich immer mit den gleichen Leuten an einem Tisch, wir hatten viel Spaß, und irgendwann trafen wir uns auch privat. Doch im Laufe der Zeit beschränkten sich die Treffen nur noch auf die Kneipenabende, während ich von privaten Feiern ausgeschlossen wurde. Wenn ich nach den Gründen fragte, waren sie nur genervt. Wenn ich den Mund hielt und in den Kneipen weiterhin schön nett zu ihnen war, waren sie zwar freundlich, aber bezogen mich trotzdem nicht mehr ein... weil ich mich irgendwie in der Tasche hatten.

    Letztes und nächstes WE hätte ich mehrere Verabredungen haben können, aber ich habe bewusst nichts angenommen und möchte alleine sein. Die letzten beiden April-WE steht ein buntes Programm im Terminkalender, das reicht .

    LG
    WeißeRose

  9. #139
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.456

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Hallo WeisseRose,

    mir geht es so gut wie schon lange nicht mehr... ich fühl´ mich so richtig befreit . Der Knoten ist endlich geplatzt, und ich weiß was es mit den sozialen Kontakten auf sich hat. Wie ich schon im Thread von l1nch3n gepostet habe, ist emotionale Abhängigkeit pures Gift für zwischenmenschliche Beziehungen. Das gilt nicht nur für die Liebe, sondern auch für Freundschaften. Jetzt habe ich endlich begriffen, was andere Leute mir sagen wollten, wenn sie mich als emotional abhängige Person bezeichnet haben. Unabhängig zu sein bedeutet nicht nur, dass man auch mal gerne alleine ist und sich mit der eigenen Person beschäftigen kann, nicht immer verfügbar ist, eine eigene Meinung vertritt, sich nicht ständig anpasst und seine Freizeitplanung nicht nach anderen Menschen ausrichtet. Das ist zwar alles wichtig und gehört mit Sicherheit auch dazu, aber es ist eben nicht alles.
    Unabhängig sein finde ich auch wesentlich, und dort ist eine riesenschritt wenn man es begreift und schafft. deine beitrag bei l1nch3n habe ich gelesen und er hat mich wirklich gefallen, ich bin gleiche meinung wie du! Wenn du da dich etnwicklet hast, sollte rasch einiges bei deine beziehungen anders werden.

    Der Knackpunkt ist die gedankliche Fixierung auf eine bestimmte Person oder Gruppe sowie die Abhängigkeit vom Verhalten dieser Menschen. Das war bei mir ziemlich schlimm. Wenn ich mir Aufmerksamkeit von bestimmten Leuten gewünscht und diese auch bekommen habe, fühlte ich mich wie im Rausch... kam nichts zurück, war ich total fertig und schob eine Depriphase nach der anderen. Damit ist jetzt Schluss. Ich möchte lernen auch dann glücklich zu sein, wenn mir gewisse Personen keine Beachtung schenken, obwohl ich das gerne so hätte. Nun verstehe ich, was andere meinen, wenn es heißt ich würde die Verantwortung für mein Wohlergehen auf andere übertragen. Nicht zu klammern ist schon hilfreich. Aber wenn ich nicht klammere, mich längere Zeit bei anderen nicht melde, mein eigenes Ding mache und Spaß habe, heißt das noch lange nicht dass ich dann automatisch mehr Aufmerksamkeit von anderen bekomme. Wenn das nämlich nicht passiert ist, war ich noch enttäuschter als vorher.
    So etwas gehört auch zum teil zu ADS, aber wir können lernen es im griff zu haben. Bei mich ist wirklich weniger stark geworden, da ich mich selbst auch gut beschäftigen kann, wenn ich allein bin. Auch eine gute sozialnetz, wo du mehrere menschen hat die dich unterstützen können ist hilfreich. Wir doch auch noch sozialwesen und daher sind beziehungen wichtig. Aber der beziehung zu sich ist die wichtigste von alle!

    Menschen spüren so etwas und machen sich oft eine Spaß daraus, die bedürftige Person zu verunsichern. Ich kam mir oft wie ein kleiner Hund vor, dessen Herrchen vor seiner Nase mit einem Leckerli herumgespielt und es in letzter Sekunde wieder an sich gezogen hat, wenn der Hund mit dem Maul zugreifen wollte. Das war z. B. der Fall, wenn mir irgendwelche Leute erzählt haben sie würden ihre Geburtstage groß feiern und mich auch gerne dabei haben... und dann haben sie mich doch nicht eingeladen, aber beim nächsten zufälligen Treffen mit einem überlegenen Grinsen im Gesicht in aller Ausführlichkeit erzählt, wie toll doch die Partys waren... weil sie genau wussten, wie gerne ich dabei gewesen wäre.
    So eine spielchen finde ich total unfair, aber... es macht tatsächlich die leute spass, oder... Sie merken nicht wie es wirkt und wie tief es verletzten kann und kann sein dass sie es nicht so absichtlich machen. Egal wieso sie es machen, wenn du dich davon weniger beeindrucken lässt, geht es dich auch besser und es ist mal schon gut.

    lg

  10. #140
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Soziale Kontakte - Fazit nach einem weiteren Jahr...

    Hallo mj71,

    ich beschäftige mich sehr gerne mit mir selbst. Schließlich habe ich auch Interessen, die ich ganz alleine pflege und wofür ich keine anderen Leute brauche. Außerdem habe ich gelernt, die Zeit mir mit selbst mehr zu schätzen. Früher waren nämlich meine Allein-Aktivitäten nur "Notlösungen", wenn sich niemand mit mir treffen wollte. Wenn ich die Wahl zwischen einem ruhigen Abend mit einem guten Buch in der Hand und einer Verabredung hatte, dann bekamen andere Leute immer den Vorrang vor meiner eigenen Person. Das ist jetzt anders.

    Ich mache im April bewusst eine new-in-town-Pause, habe letztes und dieses WE niemandem zugesagt und bin die nächsten beiden WE auf Festivals unterwegs. Ich habe festgestellt, dass es mit den new-in-town-Leuten nicht passt. Ich verbringe nun lieber etwas Zeit mit mir selbst als mit Leuten, die nicht zu mir passen. Die Einzelpersonen melden sich nicht mehr, und auch die Gruppen werden immer kleiner und lösen sich langsam auf. Bei den Gruppentreffen haben schon einige erzählt, dass das fast immer so ist, dass am Anfang relativ viele Leute kommen und die Zahl von Treffen zu Treffen kleiner wird und schon nach relativ kurzer Zeit niemand mehr etwas vorschlägt. Außerdem habe ich keine Lust, jedes WE 35-50 Minuten mit den Öffentlichen in eine Richtung zu fahren, nur um irgendwelche Leute zu treffen. Ich fahre täglich lange zur Arbeit, da möchte ich zumindest am WE auch mal bissl ausspannen. Hier aus meinem Wohnort habe ich seit Dezember noch niemanden auf dieser Seite gefunden. Und die Leute aus der Großstadt haben prinzipiell keine Lust, in die Kleinstadt zu kommen. Zumindest habe ich noch niemanden kennengelernt, der dazu bereit war. Vielleicht geh´ ich mal wieder alleine in eine der Kneipen hier, bekannte Gesichter seh´ ich dann fast immer und finde bestimmt jemanden, mit dem ich einen schönen Abend verbringen kann.

    Allerdings gibt es auch Unternehmungen, die ich leider nicht alleine machen kann. Gerade habe ich kurz mit meinem besten Freund geschrieben, er ist jetzt auf dem Weg zu einem Grillfest. Darauf habe ich bei schönem Wetter auch immer Lust, nur leider klappt das bei mir so gut wie nie. Ich kann hier bei mir nicht grillen, weil ich in einem Haus ohne Garten wohne. Letztes Jahr habe ich einmal gegrillt. Das war in einem Garten vor einer Konzerthalle hier im Ort und auch nur zufällig. Eigentlich waren die Würste und das Bier für die auftretenden Bands bestimmt, die aber - warum auch immer - keine Lust hatten. Deshalb hat der Veranstalter uns Besuchern etwas angeboten. Auf einem privaten Grillfest war ich schon seit Jahren nicht mehr. Vorletztes Jahr hat mich ein Bekannter (er wohnt ca. 35 km entfernt) eingeladen und am Tag der geplanten Feier kurzfristig allen Gästen abgesagt, weil es laut Wettervorhersage regnen sollte. Letztendlich blieb es trocken, und er wollte das Fest 2 Monate später nachholen - hat er aber nicht getan. Na ja, man kann halt nicht alles haben... das Leben ist kein Wunschkonzert.

    LG
    WeißeRose

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