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Diskutiere im Thema Adhs-ler und die Werte der Gesellschaft im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    salamander

    Gast

    AW: Adhs-ler und die Werte der Gesellschaft

    Kann man Gesellschaften überhaupt verändern?

    Wenn dann doch nur im eigenen Umfeld. Bei den Menschen mit denen man Kontakt hat,
    und den Umgang pflegt den man sich wünscht. Das stärken was man gut finden, sich
    dort aufhalten, dort Einfluß nehmen. Das schwächen, was einem nicht gefällt, indem man
    dem die Zuwendung entzieht.

    Salamander

  2. #22
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Adhs-ler und die Werte der Gesellschaft

    salamander schreibt:
    Das schwächen, was einem nicht gefällt, indem man
    dem die Zuwendung entzieht.
    Danke!
    Und in der Tat stelle ich immer wieder fest, dass diejenigen, die mich auf die Palme bringen wollen, höchstselbst ruckzuck dort landen, wenn ihre Unart an mir verpufft PFFFFF ...
    es ist unglaublich, welch ein Gefühl der Macht und Kraft sich in einem ausbreiten kann, wenn man diesen plötzlich irritierten Blick der Erkenntnis realisiert, diesen Unglauben darüber, dass unmögliches Verhalten, Vokabular unter der Gürtellinie und alles Schimpfen, Stampfen und Beleidigen sich in Luft auflösen ...

    Das kann ungeheuer anstrengend werden, aber wenn man es wirklich aushält, ist man der Gewinner ... *roaarrrr

  3. #23
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: Adhs-ler und die Werte der Gesellschaft

    Hallo salamander,

    Ich glaube nicht dass man diese Gesellschaft verändern kann. Aber man kann einiges an seine lebensumständen anpassen zu seine art und irgendwie ein bisschen beitragen zu eine bessere welt, wenn man selber nach seine werten lebt.

    Wenn ich biofleisch kaufen, verhindere dabei nicht dass es weiter massentierhaltung gibt die ich so grausam finde, aber ich férdere ein klein bisschen eine andere art, die ich besser finde, mit Tieren umzugehen. Je mehr leute so was machen, je mehr wirkung hat es.

    Wenn ich mich gegenüber andere menschen tolerant und flexibel verhalte, kann ich keine urteil vermeiden, aber ich gebe eine kleine moment ein andere mensch vielleicht eine gutes gefühl und wenn andere es machen, wird es auf dauer wirken...

    Sonst kann ich ehe nicht meine klappe halten und sagen so oft was ich wirklich denke über diese Gesellschaft und ohne wirkung bleibt es auch nicht... manche mögen es, andere weniger, aber nicht daran denken, kann dann niemand mehr um mich...

    Die gesellschaft sind wir alle, und jeden hat eine bestimmte freiraum wo er wirklich dann bewusst entscheiden kann (hoffen ich) was für ihm stimmt. Da wir andere verbunden ist, wirkt es dann auch auf der nahe umfeld, ein bisschen.

    lg

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Adhs-ler und die Werte der Gesellschaft

    Ich hab mich über diese Dinge mal genau so aufgeregt wie Ihr.
    Nu bin ich NEIN um Gottes Willen nicht weiser, aber ein bischen älter geworden. Ich nehm es nach wie vor, mal mit finsterem Blick, mal mit Kopfschütteln, aber manchmal auch mit einem Lächeln zur Kenntnis. Tatsache ist, daß mich die meisten von denen auf der Karriereleiter um Längen überholt haben. Ob sie heute glücklicher sind als ich weiß ich nicht. Ist mir ehrlich gesagt auch ziemlich egal.

    Liebe Grüße
    Manfred

  5. #25
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.178

    AW: Adhs-ler und die Werte der Gesellschaft

    Hallo Tetrian

    Da hast Du bei mir in ein Wespennest gestochen: Es geht mir auch so, und je länger je mehr ärgere ich mich über das "Schema", in das ich hineinpassen soll. Überall hört, sieht und liest man von den Promis und Möchtegernpromis, den Schönen und noch Schöneren, man hat das Gefühl, SIE sind das Mass aller Dinge. SIE sehen immer gut aus, tragen immer nur schicke Sachen, können sich alles leisten, und so sollten alle sein. Charaktereigenschaften sind nicht mehr wichtig, Hauptsache, man sieht gut aus und hat 5000 Facebookfreunde. Und wenn man dann noch aus der Badewanne heraus twittert, natürlich inkl. Bild vom Luxuskörper, Luxus-Schaumbad und dem teuren Sekt, den er/sie gleichzeitig zu sich nimmt, ja dann ist man dabei! Dank Schönheits-OP und Photoshop macht man immer eine gute Falle!

    Wenn dann bei einer Schönheits-Miss ein Mikro-Cellulitislein oder ein erstes Fältchen, das sie versäumt hat, subito weg zu botoxen oder zu liften, entdeckt wird, bringen die Boulevard-Medien postwendend eine Grossaufnahme von diesem Makel. Eigentlich sind diese Leute ja zu bedauern. Man darf heute nicht mehr nicht gut aussehen, nicht altern, nicht in normalen und bequemen Kleidern herum gehen. Schon gar nicht, wenn man prominent ist.

    Wenn die Models sich fast oder ganz zu Tode hungern, sind sie Hungerhaken und man sollte etwas dagegen tun. Wenn ein Model nur dürr und nicht komplett klapperdürr ist, wird sie aber von den selben Medien als fett beschimpft.

    Schlimm ist ja, dass der Otto-Normalverbraucher das alles mitmacht. Er geifert mit, wenn sich der tolle Bachelor seine schönen Freudenmädchen aussortiert (warum schreien da die Feministinnen nicht auf?), wenn die Promis ihre fast nackten Bodys überall präsentieren und jeden Furz, den sie machen, im FB oder Twitter dokumentieren.

    Ich habe grosse Mühe, schicke Kleider zu finden, die ich anziehen kann, da ich eine grosse Macke habe: Die meisten Stoffe kratzen mich, Blusen-Kragen stören mich am Hals, Etiketten müssen SOFORT abgeschnitten werden (das ist ja noch das kleinste Problem), Reissverschlusse ertrage ich gar nicht,... Schmuck trage ich auch keinen, und wenn, dann höchstens ÜBER einem Rollkragenpullover (der aber aus ganz feinem Stoff gemacht sein muss), da ich das Gefühl Schmuck direkt auf der Haut gar nicht mag. Bis vor kurzem versuchte ich mich, dazu zu zwingen, "anständig" herum zu laufen. Es war mir dann überhaupt nicht wohl in meiner Haut. Meine Kleiderschränke überquellen fast, aber nur etwa 1/10 der Kleider trage ich, weil es mich ekelt, in die anderen hinein zu schlüpfen. Nun bin ich endlich soweit, dass ich mir sage, ich trage dass, worin ich mich wohlfühle und basta. Sauber und anständig soll es sein, aber es muss MIR angenehm sein! (Nebenbei: Hat jemand von Euch diese Probleme auch, oder bin ich die einzige, die so einen Knall hat?)

    Leider habe ich keine Traumfigur, das macht das Kleider-Problem auch nicht einfacher. Noch in diesem Jahr (!) habe ich im Sinn, meine Schränke zu misten und alles in die Kleidersammlung zu entsorgen, was ich nicht mit gutem Gefühl tragen kann. Kürzlich schaffte ich es wieder einmal nicht, meine Haare zu einer anständigen Frisur zu bändigen. Naja, dachte ich, wenn ich sehe, mit welchen Frisuren sogar die Moderatoren im TV erscheinen und das dann modern nennen, kann ich auch so in meiner Freizeit an einen Kurs gehen. Eine strubbelige Kurzhaarfrisur ist doch modern. Denkste, der Kommentar kam postwendend: Was ist denn mit Deinen Haaren passiert, sooo läufst Du herum??? Die, die das sagte, war aber mit einem giftgrünen Kostüm anwesend, das mich fast blendete und ich nicht einmal am Karneval tragen würde. Aber natürlich sagte ich Depp nichts dazu und habe seither einen Knacks mehr in meinem Selbstbewusstsein.

    Wenn ich dann zum Beispiel die Kotzbrocken höre, die ins Mikrofon zwitschern "Zuerst schaue ich mir seine Hände an, mir sind gepflegte Hände halt sooo eeextreeem wichtig..." oder solche Sachen, frage ich mich schon: Möchte ich so ein Schickimickikerlchen, das seine Zeit damit verbringt, gut auszusehen und seine Hände zu schonen und zu pflegen, oder will ich einen richtigen Mann, der mit seinen Händen auch anpacken kann und weiss, was arbeiten heisst? Ein Koch hat halt vielleicht Narben von Messerschnitten oder Verbrennungen an den Händen, ein Arbeiter hat Hornhaut, Schwielen oder im Winter rissige Haut von der Arbeit im Freien, da nützt alles Pflegen und Cremen nichts. Eine Coiffeuse hat vom vielen Wasser und den Chemikalien auch nicht unbedingt die schönsten Hände. Macht sie das zu schlechteren Menschen, die man gleich mal anhand der Hände wegsortieren soll beim auswählen von Freunden?

    Oder die unsäglichen und omnipräsenten Stilberater: Die wollen mir sogar vorschreiben, welche Hausschuhe ich zu Hause (!) tragen darf, und welche ein "absolutes No-Go" sind! Genau zu dieser Sorte gehören meine Schlarpen, die ich zu Hause tragen, aber nur mit denen schmerzen halt meine Füsse nicht. Wenn ich das Wort "No-Go" nur schon höre, wird mir übel, wer bestimmt denn, WAS genau No-Gos sind??? Auch Anti-Aging ist so ein unmögliches Wort: Alt werden wollen alle, aber alt sein nicht.

    Apropos Oberflächlichkeit: Leserreporter sind mir auch so ein Graus! Vor einiger Zeit brachte ein 17jähriger besoffener Raser (natürlich ohne Fahrausweis) bei einem Autounfall seine 16jährige Freundin um, 2 Insassen wurden schwer verletzt. Und was bringt das Fernsehen und die Boulevard-Presse: Einen Film, gedreht von einem Passanten, wo man sieht, wie der Unfallverunsacher aus dem Auto steigt und "Scheisse, so eine Scheisse etc." sagt. Die toten und verletzten Personen sind noch im Auto!!! Heute zückt man sein Handy, um zu filmen, bevor man erste Hilfe leistet. Ist das nicht traurig? Und die Medien bringen das und belohnen die tollen Leserreporter noch. Und wir schauen es uns an.

    Es ist schön, zu hören, dass es noch andere Menschen gibt, denen auch andere Werte noch wichtig sind.

    Mein einziger Vorsatz fürs neue Jahr: Endlich zu meinem Ich zu stehen und zu mich zu akzeptieren wie ich bin, auch wenn ich nicht "der Norm" entspreche und anders bin als die meisten anderen. Ob ich es schaffen werde?

  6. #26
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: Adhs-ler und die Werte der Gesellschaft

    Hallo carla,

    über promis kann ich echt jetzt schmulzen und auch über diese oberflächlichkeit wo der aussehen soo wichtig ist.

    Natèrlich sehe ich auch gerne übsch aus. Aber ich such mich bequeme kleider die wenig kosten (ich leben von sozialhilfe geld) und habe auch eine praktisch frisur. Lange war ich eine graue maus und seit einige zeiten will ich wirklich kleider die mich gefallen und passen. Nicht um andere zu imponieren, aber um mich dabei wohl zu fühlen. Etwa pfiffig und "anders" darf es auch sein...

    Schmicken und make-up machen mein leben zu kompliziert und so laufe ich ehe natürlich herrum. Einige graue haare habe ich langsam und lasse sie so sein, auch wenn ich sonst dunkele haaren habe. Ich sehe ehe jung aus...

    Je mehr ich mit der zeit mich selbst bin, je weniger lasse ich mich von mode beeindrucken. Ich habe nichts mehr zu "verstecken" und ziehe mich so an wie ich es möchte.

    Einige kleider passen mich nicht, entweder habe ich sie gefärbt oder ich ziehe sie an wenn ich auf bauernhof arbeite. Dort ist ehe angebracht, alte kleider zu haben die nicht zu schaden sind...


    was mich mehr nervt als die norm im aussehen (vielleicht auch weil ich zu glück ehe die schönheitideal entspreche) ist der leistung denken die heute herrscht. Arbeitlosen sind ehe faule schmarozer und es wird eine hexejadg auf sozial bezüger und IV-bezüger die moggeln... Wer nichts leistet (egal aus welche grund) ist schon verdächtig. Eben beruflich habe ich nicht richtig geschafft, ich stehe dazu und sehe mich trotztdem als wertvolle mensch der viel zu anbieten hat... Aber eben, einiges zählt und einiges nicht.
    Psychiatrische kliniken sind überfüllt mit menschen die eine burnout haben, weil sie eben unten diese druck stehen und sich irgendwie nicht wehren können (oder angst haben damit nicht zu mitmachen).
    So ein mist machen ich nicht mit und ecke manchmal auch an.
    Dort finde ich wie es läuft oft zu .

    lg

  7. #27
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Adhs-ler und die Werte der Gesellschaft

    Carla,
    keine Angst, ist in D genauso....das ist alles ein Teil der grossen Manipulation....die für die wir der Sand im Getriebe wären (wenn wir könnten bzw. wollten)
    Kaum etwas von dem was Du siehst ist so wahr und wichtig, bei der Dauerberieselung ist's nur für uns schwer weil das gleichzeitig ungefiltert auf uns einstürmt., die Medien sind mit dieser Methode nur dafür da die Bürger ruhigzustellen.
    Und Schönheitswahn genährt durch Medien ?
    Gehört auch dazu, schliesslich möchte (D)ein Sonstwas-Chirurg ja auch seinen Porsche, den Schönen, finanzieren können.
    Nur nicht unterkriegen lassen.

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