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Diskutiere im Thema ADHS als "Erbkrankheit"? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #71
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 140

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    Ein nicht erkanntes, unbehandeltes ADHS / ADS ist per se traumatisierend.
    Abhängig von der Umgebung mehr oder weniger.
    Ein unbehandeltes ADHS/ADS verschlechtert die Chance ein erlittenes Trauma auszuheilen

    In der Schweiz wird angestrebt möglichst viele Kinder in die Regelklasse zu integrieren.
    Man packt den armen Lehrpersonen eine bunte Mischung aus Hochbegabt bis Down Syndrom
    in die zu grosse Klasse und schwärmt von den Möglichkeiten
    zur Steigerung der Sozialkompetenz der Schüler.
    Eines der wichtigsten Argumente in der Steuerung der Schule ist das Geld.

  2. #72
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 51

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    @Adenium: Deinen ersten Satz kann ich nur unterstreichen. Treffend auf den Punkt gebracht...

    Zu Deiner Schilderung der Schule: Diese Form von integrativen Klassen ist grundsätzlich super - wenn man dem Ganzen durch möglichst kleine Klassenverbände und einer Betreuung durch mehere Lehrer und Sonderpädagogen dann auch einen enstprechenden Rahmen gibt. Aber genau daran wird es auch in der Schweiz fehlen, oder?

  3. #73
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    Adenium schreibt:
    ...... armen Lehrpersonen eine bunte Mischung.....
    Arme?

    bunte Mischung = DAS ist das LEBEN!

    So, wie man, die Welt rund ums Kind nicht ändern kann... kann man dieses auch für die Lehrpersonen nicht tun...
    ... ich würde mir auch gerne eine Andere Wirtschaftslage wünschen.... ;-)

    Sind wir wirklich arm.... oder.... nur nicht widerstandsfähig genug?

  4. #74
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    Joe_Doe schreibt:
    Zu Deiner Schilderung der Schule: Diese Form von integrativen Klassen ist grundsätzlich super - wenn man dem Ganzen durch möglichst kleine Klassenverbände und einer Betreuung durch mehere Lehrer und Sonderpädagogen dann auch einen enstprechenden Rahmen gibt. Aber genau daran wird es auch in der Schweiz fehlen, oder?
    Die Klassengrösse - sowie Stundenpensum der Lehrer wurden bei uns (ist ja in der Schweiz von Kanton zu Kanton verschieden) verkleinert/verkürzt. Jedem "Sonderschüler" wird ein Quantum an Stunden gut geschrieben mit Heilpädagogen.... die in der Klasse mitarbeiten und gleich auch die anderen Kinder mitbetreuen. Projektarbeiten, Nachhilfe u.s.w. (so wie ich es verstanden habe) werden
    so auch von mehreren Lehrern abgedeckt. Die integrierten Kinder haben eine Lernzielbefreiung - die Schulmittel sind so aufgebaut... dass die Aufgaben für den "Durchschnitt" stimmen.... Zusatzaufgaben für die Kinder die noch etwas Übung brauchen ... und aber auch für die Kinder .... die etwas mehr Herausforderung wolllen....

    Schwierigkeiten entstehen aber .... wenn die Kommunikation zwischen Schule und Eltern nicht klappt.... finde ich.... eigentlich leiden die Kinder - weil die Erwachsenen so.... sagen wir
    es mal.... wie es meine Kinder sagen würden..... soooo doooof sind.

    lg

  5. #75
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    Adenium schreibt:
    Ein nicht erkanntes, unbehandeltes ADHS / ADS ist per se traumatisierend.
    Abhängig von der Umgebung mehr oder weniger.
    Ein unbehandeltes ADHS/ADS verschlechtert die Chance ein erlittenes Trauma auszuheilen
    Das ist definitiv so! Mit der Tatsache ADHS kann ich mich langsam aber sicher anfreunden. An den Kollateralschäden knabbere ich aber noch sehr.
    Bei mir taten die Umgebung/Umfeld das übrige um es richtig entfalten zu lassen....

    Meine Mutter hat ganz sicher ein ADHS, chaotisch, impulsiv, fängt vieles an, eigentlich sehr sensibel, geht aber in ihrer auf brausenden Art unter und, und, und.
    Bei meinem Vater bin ich mittlerweilen fast sicher, aber eher die Mischform.Impulsiv, Alkoholiker,verschlossen, chaotisch, hoch sensibel und, und ,und. Viele Charakterzüge die ich von ihm habe, haben sich als ADHS typisch heraus gestellt.... Ich kann ihn leider nicht mehr fragen, da er vor ein paar Jahren gestorben ist. Aber er hat mir in den letzten Jahren vor seinem Tod viel von sich und seiner Kindheit erzählt.

    Ich als älteste von 4 Geschwistern bin als erste diagnostiziert worden. Mein jüngster Bruder ist ein Abbild meiner Mutter beginnt sich ernsthaft Gedanken über ADHS zu machen, worüber ich froh bin, da er immer wieder über die ADHS typischen Fallen stolpert und darunter leidet.
    Meine Schwester hat auch gewisse Anzeichen, kompensiert sie aber sehr gut und es ist für sie kein Problem.

    Mein 1 Jahre jüngerer Bruder ist fast ein Abbild meines Vater(ist keine Alkoholiker, aber hat die gleiche Tendenz zum Exzessiven). Er Depression diagnostiziert, aber ich hatte und habe immer das Gefühl das da mehr dahinter steckt. Mit dem Wissen über ADHS, bin ich mir sicher dass das da auch mit spielt.


    Tja, die Schule und Lehrer. Dsa syste

    Mein 1 Jahre jüngerer Bruder ist fast ein Abbild meines Vaters (ist aber kein Alkoholiker, nur die selbe Tendenz zum Exzessiven). Er hat Depressionen, wobei ich immer das Gefühl hatte und habe, das da noch mehr dahinter steckt. Mit dem Wissen über ADHS vermute ich dass das auch noch mitspielt.

    Tja, die Schule und die Lehrer.... Der Gedanke alle zu integrieren ist ja an und für sich nicht schlecht, aber an der Umsetzung hapert es enorm! So lange es Lehrer gibt die sich weigern sich um Schüler zu kümmern die nicht ihrem Bild entsprechen, ADHSler vor der ganzen Klasse mobben, und von der Schule organisierte Kurse nicht Besuchen muss noch manches ADHS geschlagene Kind leiden. Leider.
    Ich muss zum Glück nicht mehr in die Schule und gehe jetzt arbeiten.

  6. #76
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 140

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    In der Schweiz ist Schule Sache der Gemeinde. Aber es gibt enge Vorgaben des Kantons die erfüllt werden müssen.
    Es gibt bestimmt Orte wo das sehr gut läuft.

    Was ich gesehen habe war nicht so toll.
    Die Lehrer sind offensichtlich überlastet,
    die externen Kräfte die sie beiziehen können sind "rationiert".
    Integration ist zu oft eine Sparübung zu Lasten des Personals und der Kinder.

    Wie unredlich das Ganze ist, sieht man dann, wenn es darum geht integrative Angebote für die zahlreichen Ausländer
    zu etablieren. Da heisst es schnell: Das ist deren private Angelegenheit, dafür gibt es keine Steuergelder.

    Natürlich geht (Beispielsweise) die Kosovarin nicht in einen teuren Deutschkurs.
    Das Resultat ist Abschottung, und die soll / darf dann die Schule bei den Kindern überwinden.

  7. #77
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    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 140

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    @smile
    Ich meine "arme Lehrpersonen" insofern, dass man ihnen unter dem schönen Motto
    des pädagogischen und kulturellen Mehrwerts
    ein extrem weites Schülerspektrum zumutet und gleichzeitig von ihnen die Erfüllung des Lehrplans verlangt und
    die Klassengrösse zusätzlich aufstockt.
    Wenn Pädagogen das als Mogelpackung von sparsamen Politikern und Verwaltungsbeamten
    ansehen mag ich ihnen nicht widersprechen. Ich sehe das auch so.

  8. #78
    Ist hier zuhause

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    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    @Adenium
    Wir haben hier eine ganz andere Ausgangslage..... darum kann und darf ich eigentlich nicht mit reden. Die Gemeindeschulen werden
    zusammengeschlossen, damit die Kinder überhaupt eine "vernünftige" Klassengrösse erreichen.

    Ich hätte nie gedacht, dass ich mal sowas schreiben würde - manchmal hätten die "Eltern" eher eine Therapie nötig als die Kinder....
    lg

  9. #79
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 64

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    Ich würde behaupten, es kommt häufig vor, dass Eltern dieselben Verhaltensmuster zeigen. Bei mir ist dies auch der Fall. Nun führt das zu zwei möglichen Schlüssen:

    a) ADHS ist eine "Erbkrankheit"
    b) ADHS ist eine Verhaltensweise, die über die Eltern vom Kind erlernt wird

    In meinem Familienalltag fehlte z.B. jegliche Struktur, es gab keinen geregelten Tagesablauf, mein Vater hat ständig Zeug gesucht. Nun könnte ich den Umstand, dass es mir genauso geht, auf das Erbmaterial zurückführe. Oder darauf, dass mir gewisse Verhaltensweisen, die andere Kinder von klein auf erlernen, nie beigebracht wurden weil meine Bezugspersonen sie auch nicht beherrschen.

    Scheint mir beides gleichwahrscheinlich.

  10. #80
    Ist hier zuhause

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    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    @Wintersaat

    Meine Lösung, es IST erblich.... weil aus gleichem Haushalt und Verhaltensmuster.... wir sind in der gleichen Familie
    aufgewachsen.... ich Anders bin - als meine Schwester.

    Wir genossen praktisch die gleiche Erziehung, die gleiche Orientierung- und Wertvorstellung unserer Eltern.

    Nur schon unsere Gedankengänge unterscheiden sich, meine Schwester "Denkt anders" - man kann ja in den Köpfen nicht hineinsehen...
    allgemein habe ich das Gefühl, die meisten Menschen denken Step by Step... eins nach dem Anderen. Ich kann von Thema zu Thema switschen
    hin und her.... auch wenn es ein multitasking nicht geben soll.... so denke ich... chaotisch - breit.

    lg (glaube ich)

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