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Diskutiere im Thema ADHS als "Erbkrankheit"? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #61
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 107

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    Ich grabe diesen Thread mal wieder aus, da mich dieses Thema ja sehr interessiert. Ich bin auch davon überzeugt, dass es vererbt ist oder eine genetische Veranlagung in sich birgt. Wenn ich auf meine Familie schaue, denke ich, dass sicher mein Vater davon betroffen ist. In seinem Verhalten sehe ich mich oft wieder. Bei meinen Geschwistern, habe davon 4, bin ich mir bei 2 ganz sicher und die anderen beiden sind 15 und 16 Jahre älter. Aber auch hier kann es gut sein.

    Vor allem die eine Schwester macht mir auch grosse Sorgen, da sie ihr leben nicht auf die Reihe kriegt. Ich weiss dies ist etwas verurteilend, jedoch sagt sie dies auch selber. Sie hatte bereits ein Burn Out und wurde dabei stationär behandelt. Nach dem bei mir die Thematik ADS im Raum stand, habe ich sie darauf angesprochen. Sie meinte nur, dass ihre Therapeuten auch schon davon gesprochen haben, sie jedoch momentan keine Kraft habe, diese Abklärung anzugehen. Diese finde ich eigentlich sehr schade, da ich mir vorstellen könnte, dass sie von den Therapiemöglichkeiten sehr gut begleitet werden könnte.

    Ein weiterer Gedanke geht auch zu meinen Kindern. Ich habe ja ein 4 jähriges Mädchen und einen ein jährigen Jungen. Beim Mädchen beginnt nun bald die Kindergartenzeit und ich bin sehr gespannt, wie sie sich zeigen wird. Da ich selber an der öffentlichen Schule arbeite und weiss, wie da zu und her geht, hoffe ich einfach, dass meine Kinder die Schule ohne grosse Hilfe schaffen. Dies ist immer am einfachsten. Aber mal schauen...

  2. #62
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 37

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    HI Nell..

    Ich finde es gut, das du gegraben hast! Das mit der Schule ist so ne Sache, ADHS Kinder lernen unheimlich schnell und meistens wird auch alles Gleich ausprobiert..

    Ich hab mein ADHS von der Väterlichen Seite, der hats von seinem Papa usw....

    Was mich interessiert ist folgendes: Du kommst aus der Schweiz und ich möchte wissen ob man dort mehr Toleranz gegenüber diesen Kindern zeigt oder ob sie wie meistens bei uns als störenfriede und Lernbehinderte auf irgendwelche Förderschulen schickt und abstempelt...

    Ich selbst habe als Kind immer wieder gleiches durchmachen müssen und wäre fast auf einer solchen schule gelandet. Fakt ist die Lehrer hielten mich für überfordert und in wirklichkeit war das gegenteil der Fall... Lt. Psychologen und zahlreichen IQ-Tests habe ich 125 und mein Brüderchen sogar 127...

    Die weitere Frage ist ob ADHS und Intelligenz zusammenhängen (im positiven Sinne)

    Ich habe noch nie einen dummen adhsler getroffen... und wie mans dreht und wendet ist bei fast allen der Erbfaktor im Spiel, auch wenn er mal ne Generation überspringt...

    Deshalb bin ich auch am überlegen ob ich überhaupt kinder bekommen sollte. Ich weiss das sich das sehr schlimm anhört, aber mein begleiter ist selbst betroffen und im gegensatz zu mir noch viel "schlimmer" dran... Ich denke dabei nicht an mich, sondern an all das was mir wiederfahren ist und die Tatsachen das es immer Schlimmer wird mit dem abschieben der Kinder in irgendwelche " du kannst nix schubladen"... Grade auch, weil Ich der Meinung bin, das es sich immer Dominant vererben wird...

    LG Füchsin
    Geändert von Füchsin (16.09.2013 um 13:25 Uhr)

  3. #63
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 94

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    Rein Statistisch gesehen gibt es keine Verbindung zwischen AD(H)S und Intelligenz bzw. AD(H)Slern sind weder Intelligenter noch mehr sind sie dümmer als Menschen der "Normal Bevölkerung".
    ( bei Legasthenie ist dies anders, da man nach der Definition der selben nur Legastheniker ist wenn der IQ im Normalbereich oder höher liegt (90+) und dabei entsprechende Probleme auftreten)

    Einige Arten von AD(H)S sind vererbbar jedoch längst nicht alle, da unter dem Begriff AD(H)S viele verschiedene Ursachen für diese Konzentrationsstörung zusammengefasst sind. Einige bekommen AD(H)S auch erst diagnostiziert, nach einem Unfall, bei anderen hat es sich durch eine Schlechte Kindheit entwickelt und bei vielen wurde es schlicht und einfach vererbt. (Bei den Vererbten Versionen gibt es wiederum viele verschiedene bzw. AD(H)S != AD(H)S)

  4. #64
    Lysander

    Gast

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    PuppetMaster schreibt:
    bei anderen hat es sich durch eine Schlechte Kindheit entwickelt
    AD(H)S entwickelt sich nicht durch eine schlechte Kindheit.

  5. #65
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 94

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    es kann ähnliche Symptome hervorrufen welche dann als AD(H)S Diagnostiziert werden kann. Prinzipiell hast du recht allerdings sehen das ein Paar Psychologen anders ( leider).

  6. #66
    Lysander

    Gast

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    Twin and Sibling Studies Using Health Insurance Data: The Example of Attention Deficit/Hyperactivity Disorder (ADHD)

    Am Anfang steht eine genetische Disposition, allerdings spielen natürlich Traumatisierungen eine wichtige Rolle. Sie bestimmen wohl, ob sich daraus eine klinische Störung entwickelt.

  7. #67
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    @Füchsin

    Ich glaube das "Schulsystem" hat weniger Einfluss auf die Toleranz als die gelebte Toleranz.
    Toleranz kann man nicht "Vorschreiben" - das wird als Gesellschaft gelebt oder eben nicht.

    Theoretisch ist es jetzt so bei uns, dass "Alle" Kinder in die öffentliche Schule integriert werden und auch
    das Recht haben auf individuelle Unterstützung. In Sohnemanns Klasse ist ein Mädchen mit Autistischen Zügen -
    was mir aufgefallen ist.... die Probleme und Schwierigkeiten sehen die Erwachsenen.... Kinder sind in diesen Bezug sehr
    viel Vorurteilsloser als Erwachsene. Ich glaube, so lange sich das Kind nicht als "derart Anders" sieht, dass es selbst
    das Gefühl hat, nicht dazu zu gehören - finde ich dies eine tolle Sache.

    Schwierig haben es Kinder - die für ihre Eltern eine "Individualität" -leben müssen, die sie selbst zu Aussenseitern
    macht. (So habe ich das Gefühl, und das ist nur mein einseitiger Blick)

    Ich glaube wenn Kinder so sehr zum "Störenfried" werden, dass ein Unterrichten nicht mehr möglich ist....
    so stimmt doch die Schule auch nicht für das Kind, es "leidet" ja in diesem Moment.... und ganz ehrlich....
    die "Umgebung" ändert sich ja nicht - dann ist es ev. sogar die Chance für das Kind, das Schulumfeld wechseln zu dürfen.

    Oder sehe ich es falsch?

  8. #68
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 37

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    @smile

    die "Umgebung" ändert sich ja nicht - dann ist es ev. sogar die Chance für das Kind, das Schulumfeld wechseln zu dürfen.

    Oder sehe ich es falsch?
    Da hast du recht, ohne frage.... Ich denke sogar, das es für die meisten Kinder wirklich nichts besseres gibt als diese Option zu wählen...

    Bei meinem Brüderchen hats funktioniert. Zwar hat er nicht die Schule gewechselt sondern ist einfach "kleben geblieben" aber das war eine 180° drehung in seinem Leben...
    Ich beneide ihn auch etwas um diese Erfahrung....
    Geändert von Füchsin (16.09.2013 um 19:25 Uhr)

  9. #69
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 94

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    @Lysander jop das meine ich doch

  10. #70
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 51

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    Ich denke auch, dass genetische Disposition eine, vielleicht sogar die wichtigste Rolle spielt. Mein Vater scheint weniger betroffen zu sein, aber dessen Bruder (der leider nicht mehr lebt) zeigte im Rückblick sehr viele eindeutige Symptome. Nun habe ich am Wochenende auf der (zweiten) Hochzeit meiner Schwester nach über 15 Jahren einen Onkel (väterlicherseits) wiedergesehen und nachdem ich mich eine halbe Stunde mit ihm unterhalten habe, war ich ernsthaft versucht, ihm eine Minidosis MPH zu geben und zu sagen "Hier nimm das mal, das hilft" Es mag vielleicht Zufall sein, dass ich Symptome in einem Teil meiner Familie deutlich erkenne, aber daran glaube ich nicht wirklich. Ich denke, dass AD(H)S (als Stoffwechselstörung) tatsächlich vererbbar ist.

    Zum Thema "Trauma":
    Wie Puppetmaster und Lysander bin ich ebenfalls überzeugt, dass traumatische Erlebnisse eine zusätzliche Rolle spielen können. Allerdings teile ich hier eher die Meinung einiger Mediziner, dass ADS nicht durch ein Trauma verstärkt wird, sondern dass vielmehr der Umstand dass jemand ADS hat und damit in vielen Bereichen sehr viel sensibler ist und sehr viel mehr fühlt, das Entstehen eines Traumas begünstigen kann. Bei dem begriff "Trauma" muss man auch nicht unbedingt von den schlimmsten Erlebnissen (wie z. B. Gewalt oder Missbrauch) ausgehen, sondern hier reicht unter Umständen schon eine verhältnismäßig harmlose Situation, um gerade bei Kindern eine traumatische Wirkung zu entfalten... zum Teil auch tief im Unterbewußtsein.

    Ich kann - was eigene Erfahrungen angeht - hier nur von meinem Sohn und mir berichten... wir beide haben eine Situation erlebt, in der es im Streit der Eltern um das Thema Trennung ging... ansonsten ist mir in meiner Kindheit nichts Schlimmeres passiert und meinem Sohn ebenfalls nicht. Aber genau diese Situation hat bei uns beiden derart große Verlust- und Versagensängste ausgelöst, dass diese therapeutisch angegangen werden mussten. Hier könnte man m. E. durchaus bereits von einem Trauma sprechen... und ADS war in beiden Fällen bereits vorher vorhanden.

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