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Diskutiere im Thema ADHS als "Erbkrankheit"? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #51
    cam


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 255

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    Lysander: Da gebe ich dir Recht! Ich glaube auch, dass es sehr vom Umfeld abhängt, wie stark ein Betroffener ADSler unter seinem ADS leidet! Ich hatte zB unglaubliches Glück mit einer tollen Grundschullehrerin, die, obwohl sie keine Ahnung von ADS hatte, genau die richtigen Dinge getan hat und mir so den WEg aufs Gymnasium geebnet hat. Ob ich bei einer schlechten Lehrerin das selbe erreicht hätte, kann ich nicht sagen. Aber natürlich habe ich, weil die Lehrerin damit suzper gut umgegangen ist, in der Schule nicht so gelitten wie es anderen ergangen ist! Und das hat wiederum zu einem positiveren Selbstbild geführt und mir Strategien fürs Lernen vermittelt etc. die mir später sehr geholfen haben. So bin ihc ja dann auch lange nicht sehr auffällig gewesen...

    Wenn jetzt ein Kind aus total kaputten Familienverhältnissen stammt, ein paar traumatische Erlebnisse in der Kindheit hat, keine Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Hobbys und generell wenig Aufmerksamkeit kriegt etc, dass dann die Folgen von ADS viel schlimmer sind, ist glaube ich einleuchtend.

  2. #52
    ...das war mal..

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 265

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    cam schreibt:
    Lysander: Da gebe ich dir Recht! Ich glaube auch, dass es sehr vom Umfeld abhängt, wie stark ein Betroffener ADSler unter seinem ADS leidet! Ich hatte zB unglaubliches Glück mit einer tollen Grundschullehrerin, die, obwohl sie keine Ahnung von ADS hatte, genau die richtigen Dinge getan hat und mir so den WEg aufs Gymnasium geebnet hat. Ob ich bei einer schlechten Lehrerin das selbe erreicht hätte, kann ich nicht sagen. Aber natürlich habe ich, weil die Lehrerin damit suzper gut umgegangen ist, in der Schule nicht so gelitten wie es anderen ergangen ist! Und das hat wiederum zu einem positiveren Selbstbild geführt und mir Strategien fürs Lernen vermittelt etc. die mir später sehr geholfen haben. So bin ihc ja dann auch lange nicht sehr auffällig gewesen...

    Wenn jetzt ein Kind aus total kaputten Familienverhältnissen stammt, ein paar traumatische Erlebnisse in der Kindheit hat, keine Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Hobbys und generell wenig Aufmerksamkeit kriegt etc, dass dann die Folgen von ADS viel schlimmer sind, ist glaube ich einleuchtend.
    Moin cam,
    das freut mich wirklich.
    Es kann wohl nicht ausschließlich ADHSLer geben die in ungünstigen Verhältnissen aufwuchsen.
    In deinem "evtl." nicht so verbrauchten Zustand, hast du wahrscheinlich noch mehr zur Verfügung, von dem du zehren kannst.
    Jemand der ein schlechteres Leben hinter sich hat, wird es sicher auch danach noch schwerer haben.
    Zumal viele Gute Erfahrungen fehlen.

    Das die Folgen der ADHS schlimmer sind bestreite ich.
    Denn es waren "die Menschen" die dich "besser" oder "schlechter" behandelt haben, womit es die Menschen sind,
    die durch eine schlechte Behandlung den ADHSLer krank machen, nicht das ADHS.

    Auch ich habe Verständnis dafür, das Betroffene denen es noch schlechter ging als mir, auf ADHS was scheißen und alles nur in braun sehen.

    Ginge mir dann wohl auch so.

    Wer nur in schlechten Bedingungen lebt, wird auch den Gestank annehmen und den Mief auch weitergeben.

    Wer zufällig in besseren Verhältnissen lebt, kann folglich viel eher "Gutes" weitergeben.

    Ich selbst hatte sehr gemischte Verhältnisse und es geht mir auch noch heute sehr gemischt.
    Allerdings habe ich nie gemacht, was Andere von mir wollten, wenn "Ich" es nicht wollte.

    Es war ein Leben mit viel Enttäuschung und wenig Erfolg.
    Jedoch wußte ich immer wer ich bin und habe immer ein gutes Selbstbewusstsein gehabt.
    sortiert bekam ich all das nicht.

    Es gibt viele Krankheiten auf der Welt.
    Die größte, ist das schlechte Verhalten von Menschen.

    Und dieses Verhalten von Menschen ist das was krank macht.
    Ich selbst wäre heute nicht so krank, hätte ich besser Bescheid gewußt und Hilfe(Förderung) bekommen.

    So geht es übrigens "jedem" Menschen.
    Dazu muß man nicht mal ADHS haben.

    Auch ein körperlich Schwerbehinderter, trägt die psychischen Folgen.
    Z.B. durch die Einschränkungen und "die Anderen" Verhältnisse.

    Entscheidend für den Verlauf einer Symptomatik, ist eine Gute oder schlechte oder fehlende Behandlung und die Verhältnisse in denen man lebt.

    lg vom Andy.

  3. #53
    ...das war mal..

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 265

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    Lysander schreibt:
    Ich bin davon überzeugt, dass es sich bei AD(H)S um eine genetische Disposition handelt. Subjektiv: aus eigener Beobachtung meiner Familie. Objektiv: Fachliteratur und allein der Umstand, dass MPH wirkt. Es erscheint mir logisch, dass die zu schnelle Wiederaufnahme von Dopamin (vereinfacht ausgedrückt) eine physische (genetische, weil der Defekt generationsübergreifend ist) Ursache haben muss.
    Trotzdem kann man die "Umwelteinflüsse" nicht ganz außer Acht lassen. Sie können den Verlauf erheblich beeinflussen, jedoch keinesfalls AD(H)S verursachen. (Ich glaube, dass ein ADSler, der in einer reizärmeren Umgebung aufwächst bzw. lebt, besser zurechtkommt als ein ADSler, der mit Reizen - z.B. in einer Stadt- bombardiert wird. Das ist aber wieder nur eine Vermutung).
    Was die Psychoanalyse angeht: Freud hat sich in erheblichen Maße widersprochen, Aussagen revidiert, ist heutzutage meiner Ansicht nach gar nicht mehr ernst zu nehmen.

    Psychologen haben "Modelle" des Menschen und seiner Psyche, die meiner Ansicht nach besser klingen, als sie es tatsächlich sind. Ihre Menschenbilder sind mir teilweise viel zu metaphysisch, zu abgehoben. Sie stochern im Nebel. Trotzdem mag ich die positiven Wirkungen einer Gesprächstherapie oder einer Verhaltenstherapie nicht völlig zurückweisen. Aber ich glaube, da geht es um Zuwendung, Einsicht und Verhaltensänderung, jedoch niemals um wirkliche Heilung.
    Dem kann ich nur zustimmen.
    Zuwendung = ein gutes Miteinander.
    Die Ergotherapie hat mir geholfen.
    Aber nicht wegen der Bewegung.
    Sondern wegen dem guten Austausch.

    Ich gehe alle 2 Wochen zur Gruppentherapie.
    Obwohl es mir zum Thema wenig hilfreich ist.
    Es ist besser als gar nichts. Und ich komme unter Leute und kann mich real mitteilen.
    Kann mich z.T. mal etwas wahrgenommen fühlen.

    lg vom Andy.

  4. #54
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 84

    ADHS als "Erbkrankheit"?

    Ja, vererbbar sind alle Formen von ADS und ADHS ...
    Aber das ist überhaupt nicht schlimm

  5. #55
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    Hallo,

    Schon einige jahren vor meine diagnose, da ich einige jahren an mich gearbeitet habe, war mich klar dass ein teil von mich wirklich angeboren war und nicht durch meine biographie zu erklären war... Auch weil meine eltern mich sagten: "Du warst immer so, schon als baby".

    Ich hatte mit meine Eltern glück, sie waren liebevoll-streng, meine mutter ziemlich konsequent und klar und es hat mich halt gegeben, auch wenn sie mit einiges völlig überfordert waren und mich nicht helfen konnten.

    Kaputt hat mich ehe die schule gemacht und dann der berufsleben, aber da es immer heisst, eltern sind schuld, hatte ich dort gesucht... Klar, perfekt waren sie auch nicht, aber es sind ausserhalb die familie schlimmeres passiert. Ich war in der schule traumatisiert, nicht bei meine familie...

    Sonst sehe ich ADS als eine einschränkung und damit kann man, wenn die ausprägung nicht extrem stark ist und der umfeld gut ist gut leben. Manchmal vermisse ich eine verständnissvolle umfeld... Es kommt mich vor, dass in diese gesellschaft alle gleich ticken müssen und es wird weder in der schule, noch am arbeit toleriert wenn jemand irgendwo auffällig schwach ist und deutlich mehr zeit und unterstützung braucht oer einfach andere gelagert ist mit der schwäche-stärke profil. Dabei finde ich dass eine gesunde gesellschaft ist einer der jeden eine platz gibt und jeden dort unterstützen kann wo er schwach ist und auch dort auch jeden doch férdern kann wo er starkt ist und dort eine "aufgaben" geben kann.

    lg

  6. #56
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 26

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    Nach der Diagnose meines Sohnes, bin ich zum halben Ahnenforscher geworden und habe festgestellt, dass ADHS bzw. ADS schon sehr lange in meiner Familie vorherrscht. Das ganze z.T. mit Hochbegabung gepaart. Das ganze ist definitiv erblich.

  7. #57
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 26

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    Ich bin auch sehr sicher, dass AD(H)S genetisch bedingt ist. Nach der Diagnose meines Sohnes und den ADS Verdacht bei mir habe ich in meine Familiengeschichte geschaut und festgestellt, dass dort sehr viele AD(H)S ler zu finden sind. Der historische Beweis findet sich bereits in einer Biografie meines Ahnen aus dem Jahre 1797. Jozef Lompa für interessierte ist hier der Link zu der Website in der die Biografie beschrieben ist Rosenberg00012 müsst nen bisschen runterscrollen. Da sieht man auch, dass es AD(H)S schon immer gab.

  8. #58
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.207

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    "ADHS" ist die Bühne unseres Lebens.

    Was gespielt wird, Komödie oder Tragödie, das können wir heute zum Glück ein bisschen
    beeinflussen.

    Einen schönen Abend - Gretchen

  9. #59
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 15

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    meine Mutter hat adhs. Das habe ich ihr oft gesagt als ich mich verstärkt mit meinem eigenen adhs befasst habe. es ist bei ihr deutlich stärker ausgeprägt als bei mir. SIe ist sehr impulsiv, launisch, sprunghaft, unberechenbar, usw usf. Anfangs wollte sie es nicht glauben. Dann drückte ich ihre dieses Beziehungsbuch von Cordula Neuhaus in die Hand.

    Dann glaubte sie es mir.

    Doch sie war sehr schnell wieder im Hamsterrad, arbeitet viel, hat wenige soziale Kontakte und hat meiner ansicht nach starkes, unbehandeltes adhs. Die Folge sind einige Nebenerkrankungen, die sie seit vielen JAhren mit sich herumschleppt. Angststörung, Depressionen (die sie heute ganz gut im Griff hat), teilweise zwanghaftes Verhalten, früher auch sowas wie eine soziale Phobie. Ich glaube das war's auch schon.

    Bei meinem Vater vermute ich ADS. Aber er ist für sowas nicht offen. Er ist schon ein ziemlicher Träumer und Chaot. hatte leider auch eine Depression, von der er mir erst vor ein paar jahren erzählt hat.

    Jedenfalls sind die Besuche bei meinen Eltern immer recht anstrengend. (sind geschieden und wohnen in verschiedenen Städten) Ich muss mich dann immer erstmal einen Tag erholen.

    Über meine Omas und Opas (2xoma, 2xopa, uroma + uropa) möchte ich mir kein Urteil erlauben.

  10. #60
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: ADHS als "Erbkrankheit"?

    über opa und oma, kann man auch die eigene eltern fragen... Sehr spannend! mein vater ist gegenüber ADS bei sich nicht so offen (obwohl ich ziemlich vermute) aber sieht es dass bei seine eigene mutter und was er erzählt, finde ich auch ziemlich eindeutig...

    lg

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