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Diskutiere im Thema Freundschaft und AD(H)S im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #41
    susiprincess

    Gast

    AW: Freundschaft und AD(H)S

    hallo

    deine Geschichte kommt mir sehr bekannt vor, jedenfalls ein Teil davon. Naja im Leben gibt es immer Menschen, die sich dann nach "besseren" Menschen umsehen, wenn man ihnen nicht genug ist, weil man ja nicht in das Muster hineinpasst wie die es gern hätten. Ich finde sowas schrecklich wenn man zu anderen nicht stehen kann. Meistens ist es dann die eigene Unsicherheit. Das mit deiner Freundin tut mir leid die durch die Drogen zum Opfer fiel.

    Ich hatte vor ein paar Jahren auch so eine "gute Freundin" Ich war mit 14 Jahren sehr blauäugig, und machte jeden Mist mit. Rauchen, Alkohol trinken bis man etwas angeschwippst war, naja dachte man jedenfalls. Es war ja so eine gute Freundin weil sie nur mit einem befreundet war der mitgetrunken hatte. Irgendwann kam mal ein Anruf von ihr und hatte mir während des Gespräches erzählt "du bist immer so ruhig, und dir ist immer alles peinlich...." und bla bla bla und ab da merkte ich das sie mich nicht so nahm wie ich war. Sie zog dann lieber mit iher Cousine herum die etwas aufgeschlossener war, mit der sie anscheinend etwas mehr Spaß hatte. Sicher nur unter Alkoholeinfluss. Irgendwann stieg ich dann da mal aus, weil es mir zu heikel wurde mit dem ganzen Suff von denen. Ich trank ja kaum was, nur etwas aber nie viel aber die haben es übertrieben. Irgendwan war der Kontakt mal weg.

    Und so ging es auch mit anderen "Freundinnen" so. Lernte von der das rauchen mit 15, also mit Lunge, und war stolz Lunge zu rauchen das wäre ja so cooler, dachte ich jedenfalls, steht auch so noch im Tagebuch, und naja jedenfalls fühlte ich mich da mehr dazugehörig und trank eben auch manchmal bisschen Bier auch wenn es mir nie schmeckte und trank mal soviel das ich echt angetrunken war und nicht mehr so richtig Frau meiner sinne war, da war ich 16 und ging dann mit fremd, das war eh nie ne richtige Beziehung, war eher eine Verwechslung gewesen, und getraute mich nicht mehr umzuentscheiden..........aber trotzdem tat ich ihm weh.

    Ich pendelte auch von einer zur anderen Clique, hatte auch 2.Und rauchte mit,aber da war es mit dem Alkohol,nicht so, eher das rauchen.Obwohl ich das auch nicht wollte, aber ich wollte auich einfach mal dazugehören wie die anderen. Die waren immer alle so cool drauf und locker und ich immer so zurückgezogen und unsicher und schüchtern. Und da nutzte ich es auch gleich aus und flirtete halt mal bisschen mit dem einen der sich was einbildete und ich dann mich gut fühlte das mich einer mochte aber nie mehr als Freundschaft natürlich.

    Die aus der anderen Clique hatten mich auch schon verarscht und schickten mich von einem Haus zum anderen nur um mich los haben zu wollen, weil ich da grad zu zeitig war. Ich war nie willkommen, weil ich ja nie so cool war wie die anderen. Mit mir konnten sie nie viel anfangen und dann zog ich mich zurück und hatte später gar keine Freunde mehr außer "Beziehungen".

    ich merks aber heute das ich nen Klatscher weg habe. So schnell lass ich mir nichts mehr aufdrängen, auch wenn es nur gut gemeint ist. Wenn mir einer Alkohol anbietet meine erste Antwort "nein Danke" ist bei mir so routine, weil ich jetzt reifer bin und denke, das man durch Alkohol keine Freunde gewinnen kann und wenn es denen nicht passt dann sollen sie sich alleine betrinken. Kommt natürlich drauf an obs nur ein Glas ist oder eine ganze Flasche. Auf dem Geburtstag meines Freundes habe ich auch ein Glas getrunken, aber geschmeckt hat der letzte Schluck überhaupt nicht. Bin kein Alkoholfan.
    Geändert von susiprincess ( 7.05.2013 um 00:25 Uhr)

  2. #42
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Freundschaft und AD(H)S

    Hallo susiprincess,

    also bei mir das nicht ganz so, dass man von mir erwartet hätte, dass ich etwas trinke. Oder auch, dass ich mit dem Rauchen anfange. Das war schon aus freien Stücken. Prinzipiell bin ich auch eher alles andere als ein Mitläufer. Ich habe halt eine eigene Meinung und lenke auch nicht ein, nur weil andere diese nicht teilen. Und ADS hin oder her, das ist auch gut so.
    Ich denke, auch wenn das vielleicht bescheuert klingt, dass es mir einfach ein wenig geholfen hat, mal ein bisschen abzuschalten. Das ist nicht die beste Methode, das ist mir bewusst. Und ich habe heute auch einen sehr bewussten Umgang mit Alkohol. Ich trinke zwar mal etwas, weil es mir auch schmeckt, auch mal ein Bier , aber ich habe immer die Kontrolle darüber, was ich so tue. Mit dem Rauchen hat es sich schwieriger gestaltet. Ich hatte mit 14 angefangen. Nicht aus Gruppenzwang, sondern aus Neugierde. Heute kann ich nur davor warnen, man ist schneller abhängig als man denkt!! Nachdem ich dann 13 Jahre starke Raucherin war und bemerkte, dass ich darüber keine Kontrolle hatte, denn ich gehörte zu denjenigen, die auch geraucht haben, wenn sie total erkältet waren, beschloss ich das zu ändern. Vor gut zwei Jahren habe ich es geschafft von einen auf den anderen Tag aufzuhören. Der beste Entschluss, den ich je gefasst habe.


    Aber um nochmal auf das Thema zu kommen. Ich habe zwar in dieser Hinsicht nicht das Gefühl, dass ich mich je an andere hätte anpassen zu müssen. Und wenn, kann man solche Leute doch eh vergessen. Aber ich habe heute noch das Gefühl, dass ich mich in vielerlei anderer Hinsicht anpassen muss, denn so wie ich jetzt bin, passe ich ja nirgendwo rein. Die Frage ist halt nur, wie gehe ich damit um? Oft liegt es einfach daran, das weiß ich mittlerweile aus ein bisschen Feedback, dass ich ganz anders rüber komme, als ich eigentlich bin. Und das liegt vermutlich daran, dass ich mich selber ziemlich schlecht wahrnehmen kann, was ja ADS-typisch ist. Nur was fängt man damit an? Wenn man jetzt immer fragt:"Du hast dich ja von mir irgendwie entfernt. Woran lag´s?" , kommt doch sicher auch nicht gut, oder?

    Wie geht ihr damit um? Sagt ihr vielleicht auch dem einen oder anderen, dass ihr ADS habt? Oder können andere da eh nix mit anfangen und halten es für eine Ausrede oder wollen nichts mit "komischen" Menschen zu tun haben?

  3. #43
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 764

    AW: Freundschaft und AD(H)S

    @dicona: Also bei mir weiß es so ziemlich jeder aus dem Freundeskreis, ich schäme mich aber auch nicht dafür. Manchmal ist es unangenehm, und man sagt mir auch mal ins Gesicht, dass ich anstrengend bin, aber dass man weiß, dass ich so bin und damit klarkommt. meine Freundin sagte: Jeder hat seine Macken. Ich hab sie, du hast sie, und da ist es egal ob du AD(H)S hast oder nicht... Macken hat jeder. Und da gibt es in jeder Freundschaft sicehr mal Krisen. Also.. jetzt sei gefälligst wieder verrückt!"

    Vor allem war ich überrascht, dass sich einige plötzlich so dafür interessiert haben. Sie wollten echt mehr darüber wissen, um mich verstehen zu können. Davon war ich echt gerührt.
    Das habe ich früher nicht erlebt, als ich jünger war, aber jetzt werden wir alle älter und.. naja, irgendwie doch reifer, und ich glaube, da ich mich jetzt selbst besser verstehe, geht es auch anderen so...

  4. #44
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Freundschaft und AD(H)S

    Hey Lihibra,

    vielen Dank für deinen Antwort. Das sind echt ermutigende Worte.

    Also dafür schämen tue ich mich auch nicht. Zumindest jetzt nicht mehr, seitdem ich weiß (ist ja erst seit gestern so ), dass ich mein Verhalten u.U. gar nicht besser hätte kontrollieren können. Ich hatte ja auch keine Ahnung, woher der Impuls kam, mich seltsam zu benehmen. Keine Ahnung, ob sich durch die Diagnose jetzt was an der Einstellung zu mir selber ändert, denn bislang war es so, dass ich mich in Gegenwart von anderen oft unwohl und unsicher fühlte, und mit einem übervorsichtigen Hibbelchen kann man vermutlich nicht viel anfangen.

    Ich hatte mir auch vorgenommen, damit nicht so geheimnisvoll umzugehen. Den nahestehenden Personen werde ich es auch auf jeden Fall sagen.
    Aber wie verhält man sich gegenüber Leuten, die man erst noch kennen lernt? Da ich wegen meines Studiums bald ins Praktikum gehe, lerne ich zwangsläufig auch neue Leute kennen. Ich weiß noch nicht, ob es vielleicht Sinn macht, von Anfang an mit offenen Karten zu spielen, denn der erwählte Beruf wird sehr stressig sein und gerade in Stresssituation und in Organisationsfragen wird man mir bestimmt anmerken, dass ich ein paar Schwierigkeiten hab.

    Wie macht ihr das im Beruf? Wissen eure Kollegen, euer Chef, von euren Eigenarten? Oder sollte man vielleicht lieber nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen?

  5. #45
    susiprincess

    Gast

    AW: Freundschaft und AD(H)S

    naja ich selbst weiß ja nicht ob ich ADS habe. Angefangen hat es bei mir auf Arbeit. da ist es anderen aufgefallen bzw hatten die ne Vermutung. Der eine meinte: "du kannst dich immer nur auf eine Sache konzentrieren" und gab mir Tipps das ich Zettel schreiben könnte also ne Art Wochenplan. Ich dachte der hat ne Meise. Dann fing ich an mich selbst zu beobachten und musste mit erschrecken feststellen das es echt so war. Das fing schon an wenn ich nie Kulis dabei hatte, die waren weg, einfach so, und vergaß die aber jeden Tag mitzubringen. Einmal vergaß ich es nicht. Da musste er für mich Kulis bestellen. Die ich wiederum auch manchmal vergaß weil ich sie mal daheim brauchte. Das sind manchmal so Kleinigkeiten, wie mein Freund auch schon meinte aber eben nicht so schlimm sind, aber einen im Beruf auch mal ziemlich Ärger bereiten kann, grad wenn man zerstreut ist und das finde ich schlimm weil ich nicht weiß wie es dann in einem anderen Betrieb ist. Ich ließ einen Scherz hängen worauf ich Ärger bekam, nur durch meine Vergesslichkeit es wieder zu beseitigen. Ich war manchmal so in der Arbeit vertieft das ich alles andere nicht mehr wahrnahm. Wenn Leute vorbeikamen musste ich immer gucken. Ich war sehr schreckhaft wenn einer hinter mir plötzklich stand und ich in Gedanken versunken war. Ich vergaß ziemlich häufig Esswaren oder meine Jacke was ich in die Schublade warf. Ich rannte häufig von A nach B dann wieder von B nach A weil ich was vergaß mitzunehmen. Usw Usw. Ich bin im Alltag sehr zerstreut. Wie gestern zb, vergaß ich einkaufen zu gehen. Manchmal hab ich echt Angst das ich mal Alzheimer bekomm und irgendwann nix mehr auf die Reihe bekomme. Das kommt immer vor, wenn mein Kopf vieler Gedanken ist, gestern nach der Therapie, mein Kopf wieder voller Gedanken......... was da war, was wir erzählt haben etc. was nächstes mal ist. Ich hab manchmal das Gefühl mein Kopf arbeitet und arbeitet und hört gar nicht mehr auf, und aber auch unbewusst denk ich wenn ich mal an was anderes denke. Außer wenn ich schlafe. Radfahren hilft mir sehr, wir fahren meist so ca, 30 km da vergesse ich vieles und konzentriere mich nur auf meine Ausdauer, auf meinen Freund der grad vor mir radelt und genieße die Natur und die Menschen beobachte ich gern die da grad am Zaun stehen oder sonst was machen. Oder Tiere
    Geändert von susiprincess ( 7.05.2013 um 15:05 Uhr)

  6. #46
    Zotti

    Gast

    AW: Freundschaft und AD(H)S

    Hallo, ich habe nichts gelesen, weiß nur das es hier um Freundschaft geht.
    Also ich war zwei Wochen nicht im Forum, da eine meiner besten Freundinnen hier bei mir war zu Besuch und sie hat auch ADS aber ist anders wie ich oder vielleicht zu ähnlich.
    Auf jeden Fall war es schön, doch auch total anstrengend. Es gab ständig beim Reden Mißverständisse, die wir aber nicht besprechen konnten, weil dann wieder ein Mißverständnis kam. Ich kann das gar nicht erklären, doch ich glaube ich mir würde es schwerfallen mit einen ADlser zusammenzuleben der mir ähnlich ist und sich auch ständig angegriffen fühlt wie ich usw.

    Dann hat meine Freundin eine Nacht bei meiner anderen besten Ads-Freundin übernachtet und einen Tag dort verbracht, dadurch bekam sie viel Einblick in die Familienverhältnisse.
    Es kam dann auch ständig das Theme dieser anderen besten ADS-Freundin auf und wir haben diskutiert und alles war wieder mißverständlich.

    Bei der dritten ADS-Freundin, die ich noch nicht so lange kenne, die ist wieder ganz anders als die anderen beiden war sie auch und wir haben uns nochmal bei meinem Freund getroffen, das war auch ganz schwierig. Also ich glaube drei ADSlerin zusammen ist für mich ein Problem, also ich meine mich mit eingeschlossen.

    Ich kann auch gar nicht erklären was alles war, wir haben uns auch nicht gestritten, doch es war total anstrengend. Jetzt muß ich mich erstmal irgendwie erholen und habe über einiges nachzudenken.

    Witzig ist, das alle beiden anderen ADS-Freundinnen über jede ADS-Freundin aus ihrer Sicht etwas erzählt, aber alle meinen es immer gut, ich glaube das ist der Unterschied bei ADSlern, man findet nicht alles richtig beim anderen und hat verschiedene Ansichten und sogar verschiedene Lebensweise, doch trotzdem sind sich alle ADSlerinnen wohlgesonnen. Ach ja, jetzt muß ich mal über mich nachdenken, bin wohl auch nicht so einfach und ein paarmal bin ich auch richtig laut geworden und habe mich selber darüber erschrocken.

    Gruß von Zotti

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