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Diskutiere im Thema Freundschaft und AD(H)S im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 266

    AW: Freundschaft und AD(H)S

    Mein ADHS bestimmt nicht JEDE meiner Charaktereigenschaftn. Das hat mich nicht geboren, erzogen, mir nicht meine gentische Veranlagung mitgegeben...

    ich bin die Summe meiner Gene, Erziehung, Sozialisation und diese Summe wird mitgesteuert von einem Cockpit (Hirn, Nervensysteme usw...) das eine bestimmte verdrahtung hat - ADHS. Mehr aber auch nicht.

    Somit bestimmt auch mein ADHS nicht ob ich Bauchschmerzen habe, welchen Beruf genau ich jetzt ergreife, wie meine Liebesbziehungen im Inneren verlaufen, welche Haarfarbe ich habe und auch nicht wie ich als Freundin bin!

    Meine engen, guten Freunde kennen meine Diagnose -entweder interessiert sie das nicht, oder wenn, grinsen sie mal. Wenn ich überdrehe, bekomme ich einen Redeflash oder fummele im Restaurant an Kerzen rum, zerreiße, unbewusst, alles an Papier was in der Nähe ist usw...

    ich bin total gerne unter Menschen - wenn ich gut drauf bin, kann ich es lange in großen Menschenmassen aushalten und mich freuen. Wenn nicht, bin ich negativ reizoffen und es schafft mich einfach. Ich bin gerne mit 3-4 Leuten zusammen. Mehr ist dann für mich nicht mehr so schön. Ich merke, dass ich mich auf 1-2 konzentriere und die anderen dann ausschalte.

    Aber - das ist ja nicht mein grundsätzliches Verhalten als Freundin. Das ist eher mein Verhalten in großen Gruppen usw... Nicht one on one.

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 177

    AW: Freundschaft und AD(H)S

    Jenatraz03 schreibt:
    Und dann hab ich sie mal wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht und das kam nicht gut an

    kann ich mir vorstellen, dass du dann am schluss der gefühlslose grobian warst

    komm aus solchen situationen auch mehrheitlich als die gefühlslose bösartige raus,
    bin doch kein endlosschluckender Mülleimer, vorallem dann nicht wenn mein eigener
    schon am überlaufen ist und liebe Mitmenschen meinen es hätte noch genügen platz
    um ihren müll mit rein zu stopfen.

    na kriegt dann der Mülleimer schluck und Verdauungsbeschwerden, nennen sie ihn bösartig

  3. #13
    Lysander

    Gast

    AW: Freundschaft und AD(H)S

    Ich habe Freunde und ich habe Bekannte. Freundschaft ist für mich etwas, das wachsen muss. Sie erblüht, trägt Früchte und gerät manchmal auch in den Herbst, bekommt gelbe Blätter und droht den Winter nicht zu überleben, wenn man sie auf der Terrasse stehen lässt und nicht ins Warme holt. Es gibt auch vermeintliche Freundschaften. Die sind wie Scheinriesen, nur von weitem betrachtet, sind sie etwas wert.

    Ob mein ADS Einfluss auf meine Freundschaften hatte? Ja, wahrscheinlich schon, denn es ist ja ein Teil von mir. Aber eben nur das: Ein Anteil, denn ich bin mehr als ADS oder ein Mann mit einer Nase.
    Geändert von Lysander (11.12.2012 um 09:39 Uhr)

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Freundschaft und AD(H)S

    Mir geht es da ähnlich. Bei sehr guten Freundschaften entwickle Ich sehr starke Verlustängste und sogar dependente Verhaltensweisen. Bei Meiner guten Freundin, die Ich vor etwa 6 Jahren kennengelernt habe, ist das sehr stark ausgeprägt. Neulich hat sie Mich gefragt via Chat, ob Ich nicht wie jeder andere Mensch auch das Bedürfnis nach Nähe und Liebe habe. Was sie nicht wissen konnte, genau dieses Thema belastet Mich auch zur Zeit, und da hat die Frage natürlich reingehauen. Als Ich ehrlich darauf antwortete, sagte sie mir, dass die ehrliche Antwort ein bischen befremdlichkeit und Unverständlichkeit nimmt. Ich scheine also etwas auszustrahlen hin und wieder, was Ich so nicht bin oder sein will.

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 523

    AW: Freundschaft und AD(H)S

    ohh ja der "seelenmülleimer", als solcher werd ich immer noch missbraucht, eher unbewusst,
    weil ich wissen möchte was dem menschen auf dem herzen liegt, aber ja.
    hatte es schon fast verdrängt.

    oberflächliche freundschaften ja.. hab ich zuhauf- brauch ich nicht mehr.

    bei den meisten ist nur ein "hi" oder "hi wie gehts" drin,
    dann antworte ich mit "hi oder hey, ganz gut und selbst"
    darauffolgt ein "naja muss ja ne, man sieht sich, hau rein"
    und das wahnsinnig tiefe gespräch findet ein ende..

    letztens auf ner party hab ich so nen gespräch mit nem "kumpel" geführt..
    danach standen wir nur dumm rum, (im wahrsten sinne des wortes, denn so hab ich mich gefühlt"
    bis wir unsere aufmerksamkeit etwas oder
    jemand anderem schenkten

  6. #16
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 764

    AW: Freundschaft und AD(H)S

    Hachja, das ist ein interessantes Thema.

    Mir fällt es überhaupt nicht schwer, mit Menschen in Kontakt zu kommen. Und oft verfalle ich dann in tiefsinnige gespräche, erzähle sofort meine ganze Lebensgeschichte- Kommt meistens nicht gut an. Wenn aber doch, dann ist es wie der Anfang einer Liebesbeziehung: Man trifft sich anfangs super oft, unternimmt was..
    Aber dann meldet sich der andere nicht, oder man selber, es ist nie kontinuierlich.

    Ich habe einige sehr gute Freunde von kleinauf, die sind geblieben, auch wenn man sich mal aus den Augen verloren hat..
    Ansonsten gibt es viele Leute, mit denen ich etwas unternehme, auch gern, aber nichts festes.

    Problematisch ist es selbstverständlich, mich zu verstehen, meine Wahrnehmung zu teilen, auch mein Humor ist nicht jedermanns Sache..
    Sind oft nur kurze Phasen, die mich aber immer ein Stück weiterbringen.

    Und ich habe die Leute, die zu mir stehen- auch wenn die anderen mich wieder verlassen, da hat man diese besonderen Menschen, die wirklich bleiben, auch wenn es brenzlig wird !

  7. #17
    Hakuna Matata

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 781

    AW: Freundschaft und AD(H)S

    Lihibra schreibt:
    Hachja, das ist ein interessantes Thema.

    Mir fällt es überhaupt nicht schwer, mit Menschen in Kontakt zu kommen. Und oft verfalle ich dann in tiefsinnige gespräche, erzähle sofort meine ganze Lebensgeschichte- Kommt meistens nicht gut an. Wenn aber doch, dann ist es wie der Anfang einer Liebesbeziehung: Man trifft sich anfangs super oft, unternimmt was..
    Aber dann meldet sich der andere nicht, oder man selber, es ist nie kontinuierlich.

    Ich habe einige sehr gute Freunde von kleinauf, die sind geblieben, auch wenn man sich mal aus den Augen verloren hat..
    Ansonsten gibt es viele Leute, mit denen ich etwas unternehme, auch gern, aber nichts festes.

    Problematisch ist es selbstverständlich, mich zu verstehen, meine Wahrnehmung zu teilen, auch mein Humor ist nicht jedermanns Sache..
    Sind oft nur kurze Phasen, die mich aber immer ein Stück weiterbringen.

    Und ich habe die Leute, die zu mir stehen- auch wenn die anderen mich wieder verlassen, da hat man diese besonderen Menschen, die wirklich bleiben, auch wenn es brenzlig wird !
    in deinem Post kann ich mich richtig wiederfinden

    Bei mir steht und fällt aber auch viel damit ob ich jetzt gerade in einer Beziehung bin oder nicht. Ich bin jetzt das 2. Mal in einer ernsten und längeren festen Beziehung. Und bei beiden war / ist es so, dass ich irgendwann alles andere ausblende und mich nur drauf fixiere mit dem einen Menschen (meinem Partner) zusammen zu sein. Dabei sind auch leider oft Freunde auf der Strecke geblieben. Ich schaffe es einfach nicht da meinen Fokus auf mehrere zu lenken.

    Abgesehen von einigen Bekannten kann ich meine wirklichen Freunde an einer Hand abzählen. Und das sind diejenigen die mich schon am längsten in meinem leben begleiten. Alle anderen kommen und gehen. Werden Wochen, Monate, vlt. Jahrelang zu Freunden und verblassen dann wieder.

    Es liegt aber auch viel an meinen Stimmungen - wenn ich allein bin, will ich unbedingt unter Menschen und nerve alle die ganze Zeit. Und wenn ich dann unter Menschen bin kapsel ich mich irgendwie ab und will wieder alleine sein. So oder so stoße ich dabei andere vor den Kopf.

    Es ist aber auch passiert, dass eine ehemalige Freundin nicht bemerkt hat, dass ich nicht so für sie da sein konnte in den letzten Monaten, weil ich so mit mir selbst und meinen Problemen zu kämpfen hatte und mich nur verkrochen habe, sondern es als persönliche Beleidigung aufgefasst hat, dass ich mich einfach zu nichts durchringen konnte.
    Wenn es dann an sowas kaputt geht, finde ich das sehr traurig. Aber wenn eine "Freundin" mich nicht nehmen kann wie ich bin, ist sie es leider auch nicht werd

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 26

    AW: Freundschaft und AD(H)S

    Das mit dem Auf-eine-Person konzentrieren geht mir aber genauso! Villeicht ist das ja auch der Grund, weshalb ich mich persönlich mit einem kleineren Freundeskreis wohler fühle, da ich
    bei zu vielen Leuten habe ich immer das Gefühl, jemanden zur vergessen!
    Aber interessant, dass es anderen auch so geht!!!!

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Freundschaft und AD(H)S

    Irgendwie wird es immer schwieriger richtige Freundschaften zu finden... meine richtigen Freunde kann ich auch an einer Hand abzählen, und dass sie die Leute mit denen ich aufgewachsen bin und die ich schon quasi fast mein ganzes Leben kenne... die sehe ich wenns hoch kommt vielleicht nur zwei/drei Mal im Jahr, aber wenn ich wieder zurück komme, dann ist es als ob ich nie weg war!

    tja und nun hier in der Neuen Umgebung da habe ich zwar doch recht viele (auch gute) Bekannte mit denen ich auf oft weg gehe, aber nur bei ganz wenigen würde ich Beziehung überhaupt irgendwo in die Nähe einer tiefen Freundschaft plazieren... ich finde zwar meistens überall Leute zum weg gehen und ich habe dann auch meistens gute und interessante Gespräche, aber es geht dann nie groß weiter.

    Wenn ich kritisch mit mir bin, dann bin ich aber auch zu mindestens 50 % selber Schuld... viel zu oft warte ich einfach ob der/die andere sich nicht mal meldet anstatt selber aktiv zu werden... irgendwie denke ich, dass ich den anderen ja nicht dazu bringen will etwas mit mir zu unternehmen, wenn er (ganz bestimmt!) besseres zu tun hätte... Da macht mir mein Selbstwertgefühl irgendwie einen Strich durch die Rechnung, obwohl ich eigentlich nie schlechte Erfahrungen gemacht habe... ich bin auch irgendwie immer Überascht wenn jemand mich wohin einläd oder sogar mir gegenüber Syphatie zeigt!

    Immerhin habe ich nicht das Gefühl mich auf jemanden zu sehr zu konzentrieren und fokusieren, weil ich niemandem auf die Nerven fallen möchte... diese Strategie hat mich nun aber vielleicht in die nicht weniger negative Sackgasse gebracht.

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Freundschaft und AD(H)S

    Ohhh Mann Sternhagel. Das bin ich 1 zu 1.


    Ich kenne es ebenfalls auch, dass ich mich auf mehr als zwei Leute nicht konzentrieren kann. Am besten kann ich mich unter vier Augen unterhalten. In größeren Gruppen finde ich keinen Anschluss an Gespräche und bin überfordert.

    Manchmal finde ich es schade. Inzwischen habe ich mich freiwllig von all meinen alten Freunden abgegrenzt und warte lieber darauf Personen zu finden, denen ich als Freund genauso wichtig bin, wie ich ihnen.

    Ausgehen ist gar nicht mehr mein Ding. Gerade auf Feten, wenn es heißt: Wollen wir noch weiter? Bin ich es, der meistens dann zu Hause bleibt oder nicht mit kommt. Aber das stört mich auch nicht, denn ich will es auch nicht mehr so unbedingt wie früher.

    Ich dachte früher immer, dass mein Verhalten in größeren Gruppen und Gesprächen autistisch wäre bzw. das ich leichte autistische Züge habe.^^

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