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  1. #1
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    Anders sein

    Schon als Kind habe ich mich immer irgendwie anders gefühlt. Ich konnte und kann das nicht genau definieren.

    Ich weiß nur, dass ich nicht eine bin wie viele. Klar ist jeder Mensch anders. Das meine ich aber nicht. Auch meine Freundschaften sind anders. Ich hatte nie viele Freunde. Die Freunde, die mir wichtig sind, bei denen habe ich allerdings auch das Gefühl, dass meine Freundschaft mit ihnen anders ist, wie die mit anderen Personen.

    Durch der Beschäftigung mit ADHS habe ich erfahren, dass viele dieses Gefühl haben, anders zu sein.

    Ich selbst bin nie so richtig groß aufgefallen, weil ich mir selbst enge Benimmregeln auferlegt habe. Früher hat nie jemand meine Meinung gehört. Ich war immer sehr zurückhaltend. Wenn ich aber in privatem Umfeld auftaue, dann ist das anders und dann gewinnt manchmal trotzdem meine Impulsivität.
    Das ist das Verhalten nach außen. Aber das meine ich nicht.

    Es ist mein Innerstes. Ich habe das Gefühl, dass ich anders ticke irgendwie.

    Kennt ihr das auch?

    Hat sich das bei euch nach der Diagnose verändert?

    Wie geht ihr damit um?

    Liebe Grüße

    Swidi

  2. #2
    salamander

    Gast

    AW: Anders sein

    ja. ich hab mich immer irgendwie anders gefühlt.
    hab das auch ständig zu hören bekommen mit dem satz:
    dass du immer anders sein mußt als alle andern?
    hat bei mir fragezeichen, ganz viel wut und unverstanden fühlen erzeugt.
    ich konnt nicht anders, weil ich nicht wußte, was mit anders gemeint war.
    ich konnt nur so. für mich war wie ich war nicht anders, sondern normal.


    aber ich bin auch immer aufgefallen. durch meine implusivität, im guten wie im schlechten und durch mein äußeres.
    fand das immer sehr verunsichernd. fragte mich oft hab ich ein kainsmal auf der stirn? wieso werd ich so angestarrt?
    irgendwas kann mir mir nicht stimmen. da ist was nicht so, wie es sein sollte. manchmal bin ich darüber so wütend
    geworden, dass ich die leute angeschnauzt habe, ob sie ein foto haben wollen...
    ich hab immer nur registriert, dass da etwas an mir ist, das mich anders macht, als die meisten.
    und dass es vieles gibt, was ich nicht ich hinbekomme was für andere selbstverständlich ist. dass es aber umgekehrt genau so ist. vielleicht ein bißchen, wie eine seitenverkehrte welt.


    ich bin im gegensatz zu dir ins genaue gegenteil gefallen. ich konnt's keinem "recht" machen, lag irgendwie immer "knapp daneben".
    habe dann beschlossen, mich interessieren keine regeln mehr, ich passe mich nicht mehr an, ich mach jetzt was ich will. soll'n sie doch alle denken was sie wollen.

    mein freundeskreis ist speziell. ich habe nur wenige, dafür intensive freundschaften, zeit meines lebens.
    mit dem diesem lockeren cliquending, konnt ich nichts anfangen. da wußt da nicht woran ich bin.
    kam mir dabei eher vor, wie zum abschuß freigegeben. die redeten - nach meiner auffassung - zuviel über die, die nicht dabei waren, und wieder aus meiner sicht, auch nichts gutes. mit meinem mich sowieso irgendwie anders fühlen, war das nichts für mich.
    denn: wie reden die erst über mich, wenn ich nicht dabei bin?


    was sich durch die diagnose für mich ändert?

    endlich hab ich die antworten auf meine lebensfragezeichen.
    endlich weiß ich was an mir anders ist, und warum.
    endlich darf das so sein, weil es so ist. punkt.


    die ganzen vorwürfe, vorhaltungen, beschimpfungen, niedergemacht werden, für was wovon ich nicht wußte, was gemeint ist. wo ich für stur, dickköpfig, eigensinnig gehalten, oder den stempel drauf bekam, ich will nur einfach nicht, es ging schon wenn ich nur wollte, sind entkräftet. das tut gut!!!! das läßt ganze gebirgszüge von mir runter donnern.


    ansonsten kann ich noch nicht viel zu vor/nach diagnose sagen.
    nehme erst seit kurzem medis.
    bemerke veränderungen die ich als sehr angenehm empfinde.
    bekomme neue positivie rückmeldungen.


    ich laß mich da jetzt überraschen. das ist ein zweites leben, das ich da geschenkt bekomme.
    ich bin sehr neugierig, wie es mir ab jetzt gehen und was sich für mich alles verändern wird.

    salamander

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