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Diskutiere im Thema Mein Problem im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 3

    Mein Problem

    Ok. Ich werden nun einmal verkünden, was das wirklich einzige Problem in meinem momentan ziemlich blöden Leben ist.
    Ich bin jetzt 18 Jahre alt (männlich). Alles fing an als ich noch sehr klein war, bzw ich habe dieses Problem schon seid ich denken kann. Hatte in der Grundschule nicht besonders viele Freunde, da ich mich selten gewaschen habe und allgemein wenig Sinn für Hygiene hatte. Schon damals hatte ich extreme Konzentrationsprobleme. Die meiste Zeit habe ich immer damit verbracht in meinen Heften rumzukritzeln. Jedoch habe ich es dann auf das Gymnasium geschafft. Dann fing das mit der Ablenkbarkeit an.
    Das mag vielleicht bescheuert klingen und ich habe das auch noch bei keinem anderen ADSler gehört, aber in diesem Alter und auch heute noch, war und bin ich immer Abgelenkt von banalen Kleinigkeiten, wie z.B meiner Frisur. Auch wenn ich mir selbst im Klaren bin, dass es völlig bescheuert ist sich darüber Gedanken zu machen, habe ich manchmal Stunden damit verbracht mir Gedanken über meine Frisur zu machen. Auf Partys konnte ich mich nicht auf ein Gespräch konzentrieren und stand dann meistens da und lief alle 2 min zum Badezimmer um mich im Spiegel zu betrachten. Obwohl ich weiß, dass ich es nicht ändern kann, kann ich nicht ( und das mein ich ernst), aufhören daran zu denken. Es geht einfach nicht.
    Das sind meistens Sachen, bei denen ich Angst habe jemandem könnte das nicht gefallen, bzw ich könnte einen schlechten Eindruck bei jemandem machen. z.B wenn ich mal morgens vergesse die Zähne zu putzen ( was durch das ADS auch manchmal vorkommt) bin ich davon so stark abgelenkt, dass ich mich weder auf Unterricht, noch auf sonst irgendwelche soziale Interaktion konzentrieren kann. Das heisst ich verbringe den ganzen Tag (ehrlich, jede sekunde) damit zu überlegen ob ich vielleicht Mundgeruch haben könnte oder meine Zähne gelb sind. So fällt es mir auch schwer freunde zu finden, da ich eben nicht wie ein normaler mensch mit Leuten lustige Sachen erlebe und dann mit ihnen darüber lache, sondern der grösste Teil meines Lebens besteht daraus nachzudenken, ob ich auch wirklich gut aussehe, wie bescheuert das auch klingen mag. Dann habe ich viel darüber nachgedacht und glaube die Ursache dieses Problems zu kennen.
    Wenn es etwas gibt, dass mich ablenkt, bzw etwas was meiner Meinung nach jemanden stören könnte, wie z.B Mundgeruch. Dann entsteht in mir dieses Gedanke, ich muss etwas tun, damit das weggeht. Das ist dann vielleicht " Ich putze heute abend und morgen früh auf jeden fall zähne" oder eben wenn es gerade nicht geht" Ich versuch möglichst niemanden direkt ins Gesicht zu atmen". Wenn ich mich jetzt auf etwas konzentrieren würde, wie z.B eine Konversation mit einem Freund oder irgendeine Tätigkeit, entsteht in mir dieses Angstgefühl.
    Ich könnte diesen Gedanken verlieren und damit jemanden "stören" bzw. nerven und das bringt mich dazu mich auf nichts zu konzentrieren. Ich mache nichts was irgendwelche Gedankenströme in mir auslösen könnte, z.B Unterhaltung oder Arbeit, alles mit Konzentration eben.

    Wenn ich dann z.B auf einer Party vermute ich hätte etwas Mundgeruch, dann rede ich mit niemandem mehr und sitze dann verträumt in irgendeiner Ecke. Dies war bisher in jeder Sekunde meines Lebens der Fall, außer wenn ich alleine bin. Denn da verhalte ich mich völlig normal wie jeder andere. Nur in Gesellschaft verhalte ich mich dann sehr seltsam. Deshalb werde ich auch von den meisten Schulkameraden als Träumer bezeichnet und von den Lehrern. Andere Beispiele für das Ablenkungsproblem sind z.B wenn ich merke dass ich ein ungewaschenes T-shirt anhabe.
    Auch wenn nichts unnormales da ist, was jemanden stören könnte findet mein Gehirn IMMER etwas was mich ablenkt, und sei es wenn ich irgendeine Wunde habe die sichtbar ist oder wenn ich erkältet bin und meine Nase rot ist. Ich kann mich echt an keine Lebenssituation in meinem Leben, bei der ich in Gesellschaft von mindestens 1 bis 2 Menschen war erinnern, an dem ich nicht von irgendetwas abgelenkt war.
    Nun tritt dieses Problem mit dem "Gedanken" den ich nicht verlieren will auch in anderen Situationen auf. Z.B in der Schule. Wenn ich z.B in den nächsten Tagen eine wichtige Klausur schreibe, habe ich dieses Gedanken in den nächsten Tagen dafür zu lernen und ich habe Angst diesen Gedanken zu verlieren wenn ich mich auf irgendetwas konzentriere. Man könnte jetzt sagen ich solle einfach lernen, aber so einfach geht das nicht. Denn auch das Lernen ist Konzentration und so würde ich dann wiederum andere Gedanken oder vielleicht sogar denselben verlieren. Ich habe Angst, dass wenn ich jetzt z.B meine Bio Hausaufgaben mache mich so darauf konzentriere, dass ich die Mathe Klausur komplett vergesse und nicht lernen und somit die Klausur verhaue. Andererseits habe ich Angst, dass wenn ich für die Mathe Klausur lerne , ich vergesse die Bio Hausaufgaben zu machen. Oder manchmal habe ich Angst für die Mathe Klausur zu lernen weil ich Angst habe, dass ich vergesse die Wäsche zu waschen und dann morgen mit dreckiger Unterwäsche in die Schule gehe was mich wiederum wieder ablenken würde. Und ich habe Angst die Wäsche zu waschen, weil ich dann vergessen würde mir heute Abend die Zähne zu putzen ... und und und. Ich hoffe das klingt nicht all zu bescheuert.
    DIese Angst kommt vielleicht aus der unbewussten Erfahrung, die ich als verpeilter ADSler gesammelt habe.Ich habe Angst dass ich durch meine unkonzentiertheit jemanden stören oder nerven oder sogar schädigen könnte. Denn ich bin verpeilt. Aber was wenn ich nur durch diese Ablenkung selbst verpeilt bin? Ist das ADS? Dieses ständige allen gerecht werden wollen und perfekt sein wollen. Dann wäre das eine Art Teufelskreis. Durch meine Unkonzentriertheit passieren wieder Sachen die mich wieder ablenken.
    Aus diesem Teufelskreis könnte ich nur rauskommen indem ich ein für alle mal diese Gedanken löschen würde und nur das machen würde, worauf ich wirklich Lust habe. Dies würde aber zwangsläufig dazu führen, dass ich in der Schule komplett versagen würde. Und ich möchte das Abitur ja schon irgendwie. Jedoch ist durch diese ständige Ablenkbarkeit mein Leben totaler Dreck. Ich habe mittlerweile eig garkeine Freunde mehr, Ich werde nicht gehänselt, aber ich hab halt wirklich keinen engen Freund. Da ich eben mich nicht auf eine Konversation konzentriernen will bzw. kann. Wenn ich die täte würde ich all meine "sicherheitsgedanken" vergessen und in der Schule versagen.
    Jedoch selbst wenn ich das nicht tue versage ich ebenfalls, denn ich kann mich ja auch nicht mal auf die Schule konzentrieren. Ich bin momentan echt verzweifelt.
    Zu den anderen ADS symtomen: Hyperaktiv bin ich nicht sehr stark, jedoch auf jeden fall mehr als andere, habe mir früher oft die haut aufgekratzt oder irgendwo rumgepiddelt. Seit ich musikalisch interessiert bin klappere ich immer auf tischen und so rum. Spiele Klavier sehr intensiv. Und habe vor vielen Dingen einfach Angst, weil ich mir selber nicht trauen kann. Weil ich weiß wenn ich auch nur irgendetwas gefärhliches mache würde ich auf jeden Fall sterben, da ich mich eben auf nichts konzentieren kann und letztenlich durch meine rumträumen umkommen würde. Wenn ich also alle meine Ängste einfach lösche, was ich theoretisch könnte, würde ich aber das Abi nicht schaffen. Ich könnte jetzt die letzen 2 Jahre auch einfach durchhalten und dann nach dem Abi "frei" sein und leben und endlich das leben geniessen können. Jedoch müsste ich mich dann irgendwann um Beruf oder Studium kümmern. Ich muss etwas finden, was mir wirklich Spaß macht, bei dem die konzentrarion völlig von alleine kommt. Wie beim Klavierspielen. Etwas, bei dem ich mir selbst trauen kann, sonst bilden sich wieder diese Gedanken, diese Sachen die mich nicht mehr los lassen, die mich ablenken.
    Habe wie gesagt keine Diagnose, aber wenn das kein ADS ist, bin ich auf jedenfall geisteskrank. Alles was ich versuche ist irgendwie normal zu sein. Vielleicht ist das auch der Grund warum ich umbedingt das Abi machen will. Ich möchte nicht das so etwas banales mein Leben beeinflusst. Immer wenn ich eine Rechtfertigung habe, dann lenken mich die Sachen auch nicht ab. Wenn ich z.B meinen Finger irgendwo eingeklemmt habe und er blutet, dann ist das überhaupt nicht schlimm, aber wenn ich mir den Finger irgendwie aufgepiddelt habe bis er blutet, dann lenkt mich das extrem ab.
    Naja,. also wer sich erstmal die Mühe gemacht hat sich das alles durchzulesen, bekommt erstmal ein fettes DANKE von mir und wer mich immer noch nicht für verrückt hält noch ein zweites. Hoffe ich hab nicht eure Zeit vergeudet und vielleicht könnt ihr ja eure Meinungen mit mir teilen.

    Leibe Grüße,
    Muffin

    PS: Sorry für die vielen Rechtschreibfehler, es ist 4 uhr morgens und ich hab kopfschmerzen, hab keine Lust mehr den Text nochmal durchzugehen, bite um verständniss

    So hoffe man kann es jetzt etwas besser lesen
    Geändert von Muffin (26.11.2012 um 21:00 Uhr)

  2. #2
    grün

    Gast

    AW: Mein Problem

    Ich denke, dass Du -außer AD(H)S, wenn überhaupt- noch weitere Probleme hast und rate Dir dringend zu einem Arzt zu gehen und Dich an einen Psychologen überweisen zu lassen.

    Wenn man sich im Grundschulalter nicht wäscht, dann sind die Eltern daran schuld. Aber wenn Du Dir allerdings von den Fingern die Haut abzieht, bis Blut kommt, dann stimmt mit Dir wirklich so einiges nicht. Borderline?
    Ängste einfach löschen? Kann man nicht ohne Drogen. Ängste nach und nach abbauen jedoch schon.
    Nach dem Abi frei sein? Kannst Du vergessen. Das Leben geht weiter (es sei denn, Du beendest es). Das heißt, dass Du andere Probleme und Herausforderungen meistern musst. Das kann man jetzt negativ sehen. Klar. Du kannst es aber auch so sehen, dass Du mit jeder Herausforderung, die Du gemeistert hast, immer mehr Selbstvertrauen bekommst und Dein Leben dadurch nur besser wird.

    Reiß Dich einfach mal zusammen und bring Ordnung in Dein Leben. Wie kann man sich nur so gehen und hängen lassen? Du strotzt ja nur so vor Selbstmitleid, fehlender Disziplin und mangelndem Selbstbewusstsein. Wo ist das Problem, morgens in's Bad zu gehen, sich zu duschen und sich die Zähne zu putzen? Wenn man gerne mal etwas vergisst, stellt man sich einen Zahnputzbecher zusammen mit der -bürste und -paste so hin, dass man ihn nicht übersehen kann. Wenn selbst das nicht reicht, klebt man sich einen Zettel "Zähne putzen! Jetzt!" in den Spiegel. Da ich davon ausgehe, dass Du morgens nicht neben Dein Bett pinkelst oder k*****, wird Du es sicherlich in's Bad schaffen.

    Ich habe schon mal jemandem das Leben gerettet, der sich wegen diverser Probleme weghängen wollte. Dem habe ich richtig gerne geholfen und ich hatte für seine Situation Verständnis. Der hat sich aber auch nicht so hängen lassen, wie Du es machst. Musst Dich nicht wundern, dass Du keine Freunde hast. Bekomm Dein Leben auf die Reihe und reiß Dich einfach mal zusammen. Du wirst sehen, dass Du nach einigen Enttäuschungen und Rückschlägen einen wachsenden Freundeskreis hast.

    EDIT: Du hast doch erkannt, dass Du auf einer Party mit keinem mehr redest, wenn Du denkst, Du hättest Mundgeruch. Warum hast Du dann nicht immer ein paar Kaugummis oder irgendwelche Halsbonbons bei Dir?
    Geändert von grün (26.11.2012 um 08:38 Uhr)

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Mein Problem

    Hallo Muffin,

    hallo erstmal... ich weiß zwar nicht viel zu schreiben, aber ich möchte doch "grün" etwas wiedersprechen... er schreibt ja als würde es ausreichen sich "mal zusammen zu reißen" und dann wird alles gut! So leicht ist das leider nicht!

    Ich glaube nicht, dass du alleine aus diser verfahrenen Situation herauskommen kannst. Daher auch die dringende Empfehlung zum Arzt zu gehen und dich zu nem Psychologen weiter zu überweisen lassen. Das was du hier so schreibst klingt schon etwas krankhaft/wahnhaft. Ob es ADS/ADHS ist kann ich dir natürlich auch nicht sagen... hört sich für mich aber nicht wie die Reinform von ADS an... also vielleicht mit irgendwas anderem noch gemixt!?

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 523

    AW: Mein Problem

    ich seh da nur einen riesigen textblock

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: Mein Problem

    Hallu Muffin,

    ich habe nicht alles gelesen, denn leider geht es mir ähnlich wie "derTyp" ... wichtig wäre es hier im Forum, wenn Du so einen langen Text schreibst ihn mit mehreren Ansätzen zu versehen. Ihn einfach ein bissl zu unterteilen, weil es dann den Leuten hier viel viel leichter fällt ihn auch zu lesen und dann bekommst Du auch mehr Anworten.

    Ich möchte grün allerdings auch ein wenig widersprechen und auch davon absehen und abraten hier irgendwelche Verdachtsdiagnosen alla Borderline zu treffen. Wenn sich jemand Haut von egal wo abzieht muss es nicht heißen, dass er Borderliner ist.
    Ich würde mir an Deiner Stelle einen Facharzt suchen der eine Dagnostik macht und dann wirst Du sehen aus welcher Ecke der Wind weht! Ich wünsche Dir viel Erfolg, Geduld und starke Nerven für den Weg bis dahin!

    LG

    Rose

  6. #6
    grün

    Gast

    AW: Mein Problem

    Ich habe nicht geschrieben, dass es ausreicht, wenn er sich zusammenreißt. Auch ich habe ihm geraten, zum Arzt zu gehen.

    ABER: Egal, was für eine Krankheit man hat. Man kann sich trotzdem zusammenreißen und muss sich nicht so gehen lassen. Es kann doch kein Problem sein, sich beim erledigen der Hausaufgaben einen Wecker zu stellen, der daran erinnert, dass man noch etwas zu erledigen hat. Wenn das nicht reicht, klebt man eben noch ein Zettelchen an den Wecker, dass einen daran erinnert, warum der Wecker klingelt.

    Wenn ich meine Probleme kenne und nichts dagegen unternehme, dann kann mir auch kein Arzt helfen. Natürlich kann der ihn auch mit Tabletten vollpumpen, aber ich bezweifle stark, dass er sich dann ein Packung Kaugummi kauft.

    P.S.: Ja, es wäre schön gewesen, wenn ab und an mal ein Absatz vorhanden gewesen wäre. Pah! Steilvorlage! Ich sehe den riesigen "Absatz" und denke mir "Och nö. Darauf habe ich kein Bock. Ich lese lieber schöne und kurze Texte. Soll doch ein andere den Mist lesen". Dann dachte ich aber: "Wenn jeder so denkt, bekommt er gar keine Antwort. Also reiß Dich zusammen." Also lese ich mit meinem unbehandelten ADHS den "Absatz".
    Stichwort: Selbstdisziplin

    EDIT: Borderline ist mir nur gerade so in den Sinn gekommen. Kommt ja auch ab und an bei ADHSlern vor. Ich habe absolut keine Ahnung, ob Du, lieber Muffin, so etwas hast.
    Darum nochmal: Geh zum Arzt. Dringend. Greif noch heute zum Telefon und besorg Dir einen Termin!! Am besten druckst Du das, was Du geschrieben hast gleich aus. Soll sich der Arzt mal durchlesen.
    Geändert von grün (26.11.2012 um 12:15 Uhr) Grund: wg. Borderline

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: Mein Problem

    grün, das sehe ich etwas anders (und fühl Dich bitte nicht persönlich angegriffen, den Eindruck habe ich grade). Ich war als es mir richtig schlecht ging in einer Phase, da habe ich keine Liste mehr gemacht, keinen Wecker gestellt, da half nichts mehr.... weil ich total in meiner Depression gefangen war und froh war wenn ich Morgens mit ach und krach vom Bett auf die Couch gekommen bin ....
    Selbstdiziplin ist super und ich sehe das auch ähnlich wie Du und betreibe das heute auch so, aber ich weiß halt aus eigener Erfahrung auch, dass es Momente bzw Lebenssituationen gibt in denen das nicht mehr funktioniert und dann braucht man Hilfe von außen. Und doch, da kann ein Arzt einiges machen und zwar nicht nur mit Medikamenten, denn irgendwo liegt ja der Hund begraben und man muss ihn erst ausbuddeln um zu sehen woran er letztendlich verendet ist !

    Davon abgesehen hat das mit "vollpumpen" nichts zu tun finde ich. Ich persönlich möchte auf meine Medikamente nich verzichent, weil sie mir Selbstdisziplin ermöglichen. Nur Medikamente nehmen und selbst nicht an sich arbeiten ist bei den wenigsten erfolgreich, aber es gibt ja sehr viele Möglichkeiten der Therapie, die aber für viele mit Medikamenten sehr viel erfolgreicher verlaufen.

    LG

    Rose

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Mein Problem

    grün schreibt:
    Wenn ich meine Probleme kenne und nichts dagegen unternehme, dann kann mir auch kein Arzt helfen. Natürlich kann der ihn auch mit Tabletten vollpumpen, aber ich bezweifle stark, dass er sich dann ein Packung Kaugummi kauft.
    Das stimmt so nicht ganz.
    Wenn du eine Depression hast, dann bist du derart antriebslos, dass du wirklich nichts oder nur noch sehr wenig schaffst. Da wird dann oftmals selbst der Gang zur Toilette ein Problem. Und genau da kann ein Arzt und auch eine medikamentöse Behandlung helfen.

    Gerade bei psychischen Erkankungen kann man oftmals nicht, obwohl man will. So ist das ja auch bei ADHS.
    Von außen sieht das alles so einfach aus. Man müsste sich ja einfach nur zusammenreißen und einfach mal machen. Ja, aber in aller Regel geht das nicht so einfach.

    Bei ADHS geht mein Rat dahin, sich eben gerade nicht zusammenzureißen. Sondern das Problem als solches erstmal zu erkennen und zu akzeptieren. Und erst dann kann man erfolgreich daran arbeiten, zu lernen wie man mit dem Problem umgeht.

    Bei Muffin habe ich den Eindruck, dass es mit einer Packung Kaugummi nicht getan ist. Das Problem geht tiefer. Das Selbstbewusstsein ist derart angeknackst, dass man da meiner Meinung nach schon von einem ernsthaften Problem sprechen kann.
    Ob es ADHS ist, kann ich nicht beurteilen. Für mich klingt es eher nicht danach, sondern eher nach einer Angststörung. Aber das sollte ein Psychiater abklären.
    Die Probleme, die Muffin beschreibt und die Auswirkungen, die diese Probleme auf sein Leben haben, darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Das sollte sich wirklich ein Profi anschauen.

    PS: @ Muffin: Ich konnte nicht den kompletten Text lesen. Es wäre toll, wenn du Absätze reinbauen könntest. Das müsste auch noch nachträglich gehen. Denn bei so einem Textblock fällt es mir (und vielen anderen ADHSlern hier) schwer mich auf den Text zu konzentrieren.

    PPS: Rose war schneller. Und ich stimme ihr zu.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 241

    AW: Mein Problem

    Wenn es denn mit dem "Zusammenreissen" mal so einfach wäre. Wenn der Antrieb fehlt, kann man sich das -zig Mal sagen, man macht es nicht, trotz besseren Wissens.
    Ich stimme den anderen zu, die eine ärztliche/therapeutische Hilfe vorschlagen, da Dich Deine Probleme doch massiv einschränken.

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Mein Problem

    Hi Muffin, ich hoffe du liest soweit mit und hast dich nicht von grüns erstem Post abschrecken lassen.

    Ehrlichgesagt konnte ich auch nicht alles zu Ende lesen, weil es mir durch die fehlenden Absätze sehr schwer gefallen ist. Ich konnte dem, was ich gelesen habe, aber entnehmen, dass es dir sehr schlecht geht und du dringend Hilfe benötigst. Alleine schaffst du das nicht mehr. Dafür muss man sich nicht schämen.

    Es ist schwierig, um Hilfe zu bitten bei Dingen, die für viele selbstverständlich sind. Man macht sich selbst immer Vorwürfe, warum man dass nicht kann. Irgendwann ist man in der Situation dann so gefangen, dass man komplett gelähmt ist oder sich auf andere Dinge versteifft, weil man irgendwo ein Ventil braucht, um mit seiner Angst und seinem angeknackstem Selbstbewusstsein klar zu kommen.

    Hilfe erhälst du eventuell aufgrund deines Alters noch beim Kinder- und Jugendpsychiater. Du solltest da schnell einen Termin machen, bzw. Nachfragen, ob du mit deinen 18 Jahren dort noch hinkommen kannst. Wenn das nicht geht, lass dir jemanden empfehlen, zu dem du gehen kannst.

    Unabhängig von der Diagnostik kannst du dich auch nach ambulanter Psychotherapie umschauen. Dafür brauchst du keine fachärztliche Diagnose. Psychotherapie halte ich - nach dem was du geschrieben hast - sehr wichtig für dich, damit du lernst, wie du mit deinen Gedanken und Ängsten umgehen kannst und wie du sie steuern kannst bzw. aus den Situationen wieder raus kommst. Ich finde, du solltest das möglichst schnell angehen, bevor deine Ängste und Gedanken dich völlig kontrollieren.

    Auch scheinst du Schlafprobleme zu haben, denn wenn ich mir die Uhrzeit deines Posts ansehe, und mir überlege, dass du heute wahrscheinlich Schule hast, ist das nicht wirklich gesund, um die zeit im Forum zu surfen. Wie die anderen auch schon schrieben: es kann ADHS mit Komorbiditäten sein, es kann auch was anderes sein. Aber es ist mit Sicherheit nichts, bei dem dir niemand helfen könnte. Lass dich bitte nicht durch lange Wartezeiten auf Termine abschrecken, sondern bleib um deiner selbst willen dran!

    Wenn es dir richtig schlecht geht, hat jede Stadt/jeder Kreis einen sozialpsychiatrischen Krisendienst, den man anrufen kann. In Krankenhäusern mit psychiatrischen und neurologischen Stationen gibt es auch Institutsambulanzen, die einen erstmal auffangen können, bis man einen Termin beim Facharzt hat.

    Alles Gute!

    Trine

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