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Diskutiere im Thema ADHS und Kinder/ Familie im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 18

    ADHS und Kinder/ Familie

    Hallo an Alle!

    Meine Frage richtet sich an alle selbst Betroffenen mit Familie/ Kindern!

    Wie ist das für Euch? Wie kommt ihr klar?

    Ich mache mir sehr viele Sorgen/ Gedanken um Sie, zu viele, übermässig!
    Leide und fühle zuviel mit, bin zu dicht an ihnen dran.

    Ich kann Mich gar nicht abgrenzen, habe sofort ein schlechtes Gewissen. Will ihnen alles abnehmen, sie vor allem beschützen...

    Zudem sind meine Kids beide selbst betroffen, was Mich total ängstigt. Damit hatte Ich nicht gerechnet!

    Fühle Mich oft der Verantwortung nicht gewachsen, bin unsicher.

    Wie geht ihr denn damit um? Wie bewältigt ihr den familiären Alltag?
    Die Medikamention hilft Mir da schon, hoffe, es bleibt so...

    DANKE FÜR EURE ERFAHRUNGEN!

  2. #2
    Octoroo

    Gast

    AW: ADHS und Kinder/ Familie

    Hi@Tibi !!!

    Na endlich spricht hier Jemand mein Problem an !

    Tibi schreibt:
    Wie geht ihr denn damit um? Wie bewältigt ihr den familiären Alltag?
    Ich kann es nicht bewaeltigen und bin ein paar Schritte zurueckgetreten, d.h. ich koche gar nicht mehr.
    Haushalt = Katastrophe.
    "Gleichzeitig", "Nebenher" etc... solche Dinge machen mich echt fertig.

    Tja, ich habe meine Diagnose mit 42 Jahren bekommen, d.h. war es dann echt recht akut, und die Probleme fingen erst an, seitdem ich mein 2tes Kind bekommen habe und ich infolge dessen zuhause geblieben bin.

    Bei mir sind kleine Kinder (Unter 4 !) und der Haushalt (OHNE Kochen !) 2 Dinge.
    Kochen ist wieder extra.
    Ganz heisses Eisen bei mir.

    Ganz ganz schlimm waren die Zeiten, als beide Kinder (17 Monate auf Tag genau auseinander !) 2&1, 3,2 waren !
    Gewaschen oder "gekocht" musste es trotzdem.

    Probleme mit den Kindern hat sich so geaeussert: Kinder waren sehr unruhig (vor allem die ganz Kleine), die Kleine hat extreeem geschriehen immer wenn ich mit Kueche/Waesche beschaeftigt war, weil die Kinder ganz klar ausgegrenz wurde und diese Dinge trotzdem gemacht werden musste.
    Da ich dann nicht mehr konnte, habe ich einen Kinderpsychologen aufgesucht.
    Ich war stationaer mit den Kindern um zu schauen was los war - und es war ganz offensichtlich fuer denen: ADHS Verdacht (im Gutachten steht, dass ich ADHS Symptomatik zeige und ich mich testen solle), was sich bestaetigt hat.

    Jetzt hat sich die Situation etwas entschaerft, da die Kinder im Kita sind, aber mit dem Haushalt habe ich meine Probleme.
    Und an erster Stelle belastet mich das Kochen.
    Das raubt mir alle Kraefte, die ich fuer meine Kinder brauche, drum mache ich das nicht, das ist eine temporaere Notloesung !

    Wie auch immer:

    Durch die Umstellung von Singleleben --> Familienleben wurde mir SOFORT bewusst, dass ich sehr schnell ueberfordert bin in Situationen wo mehrere Dinge gleichzeitig von mir verlangt wird.
    Und, dass ich mich mit dem Haushalt und Organisation extrem schwer tue.
    Dadurch wurde bei mir die ADHS erkannt und mein Alltag ist dadurch sehr eingeschraenkt !

    Ich kehre bald wieder im Beruf zurueck, also zuhause bleiben und "Hausmuetterchen" spielen ist nix fuer mich.
    Mutter sein ja, aber Hausmuetterchen sein - NEIN !

    Hier sind alte Threads von mir, da stehen Erfahrungen meinerseits......


    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...ht=kochen+adhs


    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...t=multitasking


    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...hlight=symptom

  3. #3
    Octoroo

    Gast

    AW: ADHS und Kinder/ Familie

    [edit mit quote verwechselt]

    *rebound* ...
    Geändert von Octoroo (26.11.2012 um 01:29 Uhr)

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 18

    AW: ADHS und Kinder/ Familie

    Guten Morgen Octoroo!

    Vielen Dank für Deine Antwort!

    Ich fand es auch extrem schlimm, als die Kids noch Kleinkinder waren. Ich wollte unbedingt Family und liebe sie auch total! Aber klar, sie waren ständig am fordern, wie Kids halt so sind, und Ich nur am Routieren und dabei völlig überfordert sein.....

    Ich bin ein Mensch, der schon viel schaffen und organisieren kann, brauche aber unbedingt Ruhe dazu, Struktur, Planung Einen geregelten Ablauf.......
    Das geht mit kleinen Kindern halt nicht, und das hat Mich echt fast zum Verzweifeln gebracht! Ich hätte dann echt nur noch flennen können.
    Ich hielt Mich selbst dann irgendwann nur noch für einen Totalversager, absolut unfähig und eine schlechte Mutter....Hatte auch einen hohen Perfektionismusanspruch an Mich selbst, auch noch dazu....
    Hab Mir selbst voll den Druck gemacht!

    Jetzt ist Mir bewusst, dass meine Kinder zwar echt klasse, intelligent, fröhlich, lebhaft etc. sind, aber schon auch sehr schwierig waren, im Nachhinein.
    Der Abstand zwischen ihnen betrug auch nur 12 Monate.

    Jetzt ist`s eher so die Sorgen/Nervensache, die Mich fertigmacht.....Bin ständig überbesorgt um ihr Wohl! Mache-laut anderen-viel zuviel.

    Nur HAUSFRAU sein machte Mich früher auch voll fertig.
    Bin geschwankt zwischen totaler Überforderung einerseits und absoluter innerer Leere/Langweile andererseits....
    War Mir zuwenig. Bei aller grenzenlosen Liebe für meine Familie!

    Schönen Tag noch!

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 241

    AW: ADHS und Kinder/ Familie

    Bei mir klappt`s soweit ganz gut.
    Habe einen verständigen Mann, der mit meinen "Marotten" klarkommt und mich unterstützt.
    Eine Schwiegermutter, die mir die Wäsche wäscht und bügelt und auch sonst im Haushalt schon mal zur Hand geht.
    Einen Halbtags-Job, der mich fordert.
    Tolle Hobbies, die mir den Ausgleich geben.

    Durch meinen auf ADHS-getesteten Sohn, ist mir klar geworden, dass ich es ebenfalls haben muß (Test-Termin ist im März). Probleme hatte ich mit ihm nie. Für andere war/ist er schwieriger zu händeln.
    Ich habe mich bewußt auf seine Bedürfnisse eingelassen (24h-Kontakt, langes Stillen, Abschirmung vor Reizüberflutung ect.). Das entsprach nicht immer der modernen Kindererziehung sondern meinem Bauchgefühl. Seine Entwicklung gibt mir da aber recht.
    Schwieriger ist es jetzt im Schulalltag geworden. Das Umfeld hat meist wenig Verständnis und es ist für mich mühsig, zu vermitteln, gerade auch, wenn das Gegenüber gar nicht willens ist zu verstehen.

  6. #6
    Octoroo

    Gast

    AW: ADHS und Kinder/ Familie

    @Tibi

    Schon erstaunlich, wie du es geschafft hast, aber du sagst ja, dass du mit Organisation oder Struktur wenig Probleme hattest.
    Ich hingegen, brauche Struktur von Aussen (Schule, Uni, Job).
    Hinzukommt, dass ich echt grosse Probleme habe allein dadurch, irgendetwas zu essen zu machen (mein Mann tut es zur Zeit)

    12 Monate ist ja auch heftig.
    Und genau, Kinder sind eben so wie sie sind. Ich habe deswegen keine Kapazitaet, meine Nerven fuer das Kochen zu zerbrechen !
    Meine Kinder sind auch sehr gut entwickelt (von Intelligenz kann ich in dem aAter noch nicht sprechen) und froehlich - die 2 Jaehrige aber extreeeem fordernd...

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 52

    AW: ADHS und Kinder/ Familie

    Habe meine mädels mit 15 und 19 bekommen.Meine einzige angst ist das ich irgendwann mal durchdrehe und nicht mehr aus der klinik komme --> kinder fürimmer weg

    Total unbegründete angst aber ich bin ein katastrophendenker -.-

  8. #8
    cam


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 255

    AW: ADHS und Kinder/ Familie

    Bin zwar erst mit dem ersten Kind schwanger, kann also an einigen Stellen noch nicht viel sagen. Nur eins: auch aktuell, wo wir "nur" mein Mann seine Arbeit und ich die Uni haben, schaffen wir es nur dank Haushaltshilfe. Die putzt, wäscht, bügelt und sorgt dafür, dass hier nicht alles im Chaos versinkt. Dann schaffen wir es doch meistens, eine halbwegs ertragbare Ordnung zu halten ("morgen kommt Fr. ********, wir sollten zumindest noch die paar sachen aufräumen, dass sie putzen kann) und mit so halbjährlichen "jetzt räumen wir dieses WE mal alles auf"-Aktionen kommen wir ganz gut über die Runden. Leider können wir uns die Dame im Moment nicht so oft leisten, wie es eigentlich nötig wäre und wir müssen schon an anderen Stellen sehr sparen, aber ich wohn lieber in einer kleineren Wohnung, die dafür erträglich aussieht als in einer schickeren, die im Chaos versinkt.
    Kochen kriege ich inzwischen meistens hin, weil ich mich nicht mehr unter Druck setze, es zu müssen. Wenn ich kann, geh ich einkaufen und koche, wenn ich an dem Tag nicht kann, gibt es halt nur ein Brot mit Aufschnitt oder wir bestellen was. Und dadurch, dass ich mir den Leistungsdruck weggenommen habe, geht es plötzlich erstaunlich oft! Und ja, auch Spagetti mit Pesto sind kochen ;-)

    Aber es ist völlig klar, dass ich auch mit Kind nicht den Haushalt übernehmen werde - das kann ich einfach nicht. Ich werde versuchen, Kind und Uni so gut es geht unter einen Hut zu bringen und alles andere muss sich irgendwie regeln. Aber insgesamt muss ich sagen, für mich war die Lösung, nicht mehr von mir zu verlangen, in allem perfekt zu sein. Das kann ich nicht. Seit ich das akzeptiere, geht vieles besser!

    Übrigens sind nicht nur ADSler überfordert. Meine nicht-betroffene Schwägerin war gerade mit ihren 3 Kindern auf Kur, weil sie unter dem Druck von den Kindern und dem Haushalt einfach zusammengebrochen ist. Geht also auch anderen so. Ist manchmal gesund, sich das vorzuhalten!

  9. #9
    Octoroo

    Gast

    AW: ADHS und Kinder/ Familie

    Solange keine Kinder im Haus ist, habe ich nie eine Notwendigkeit gesehen freiwillig zu kochen.
    Essen gehen, Pizzen, Thunfischdosen gabs bei mir davor immer.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.101

    AW: ADHS und Kinder/ Familie

    Ich habe 2 Kinder davon einer mit ADHS
    Ich habe es bisher auch irgendwie geschaft ABER ich habe jede Hilfe angenommen die mir angeboten wurde.
    Mein Mann unterstützt mich wo er kann.
    Ab einem gewissen Alter können auch Kinder Aufgaben übernehmen. müll bringt z.B. mein großer raus. tisch abwischen macht mein kleiner.
    Geschirr bringt jeder seinen Teller in die Küche.

    Als sie klein waren habe ich Haushalt Haushalt sein lassen da waren mir die Kinder wichtiger. Der Haushalt wurde dann gemacht wen ich Zeit hatte und nicht immer sofort erledigt.
    bei mir muss man auch nicht vom Boden essen, dazu haben wir Teller.

    Ich habe mir halt nie Druck gemacht oder machen lassen.
    Heute räume ich die Spühlmaschiene z.B. aus wenn ich auf mein Teewasser warte.
    Wäsche ja gut dann nimmt man sie halt mal von der Leine wenn die Kleiderschränke nicht mehr genug her geben. Aber dann weis ich jetzt ist es höchste Eisenbahn.

    Bei mir sieht es nicht wie in der Zeitschrift schöner Wohnen aus aber das muss es nicht dafür leben hier halt auch 4 Personen mehr oder weniger Chaotisch zusammen.

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