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Diskutiere im Thema Eure schrecklichste Lebensphase ? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 58

    Frage Eure schrecklichste Lebensphase ?

    wie der Titel schon sagt, Ich hab da mal eine Frage,

    wenn ihr rückblickend auf euer Leben schaut, was war für euch bisher der schlimmste phase? (kindheit, ausbildung, beziehung, kinder ... )
    und durch welche umstände wurde dies beeinflusst?

    danke für eure offenheit

    tschüss, ronja

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 735

    AW: Eure schrecklichste Lebensphase ?

    Och, insgesamt war eigentlich mein gesamtes Leben bis zu meinem 30.Lebensjahr ein einziges Desaster.
    Am Schlimmsten war allerdings wohl die Zeit zwischen 15/17 bis 25. Da war ich so dermassen am Ende...
    Hatte ganz schlimme Hautprobleme, war dauernd im Krankenhaus/Kur oder im Ausland (Meer), weil meine
    Haut einfach nicht mitgespielt hat. Dazu kamen seelische + familiäre Probleme, Stress in der Schule, Ausbildung.
    Das war echt ne harte Zeit. Immer hart an der Grenze zum völligen Absturz.

    Aber nu is das Vergangenheit.
    Seit eigentlich 10 Jahren...finde ich mich langsam aber sicher ein ins Leben. Zwar ist noch ein Weg zu gehen,
    aber so schlimm, wie das damals war...

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 137

    AW: Eure schrecklichste Lebensphase ?

    Hallo,

    meine heftigste Zeit? Hm.... schwer zu sagen. Auf jeden Fall hat alles so mit meiner Ehe angefangen. Ich fand jede (Depri-) Phase furchtbar. Jetzt
    2011/2012 war für mich (bisher) der Gipfel erreicht. Rückblickend (auf ca. 20 Jahre Depressionen zzgl. ADS m. Hopoaktivität) war das meine schlimmste Zeit. Eins weiß ich, an so einem Punkt möchte ich nicht mehr hin kommen. Zumindest nicht, wenn es sich vermeiden läßt.

    Womit wir bei Frage 2 wären. Was begünstigt so eine Phase?
    Also meiner Erfahrung nach sind es verschiedene Faktoren, wie z. B.

    - kein bis wenig "Selbstbewusst"sein (ich bin mir meiner selbst nicht "bewusst")
    - kein bis wenig "Selbstwert"gefühl (ich kann meinen "Wert" nicht erkennen und annehmen)
    - zu sehr nach Außen zentriert (was kann ich tun, damit es anderen gut geht)
    - überschreitung meiner Grenzen (durch mich selbst oder andere)
    - ständige Über- bzw. Unterforderung
    - kein Ausgleich (Ruhe bzw. Entspannung / Aktivität )
    - unnötiges kämpfen in Situationen, die ich gerade eh nicht ändern kann


    Meine Tipps:

    - lebe heute (nicht grübeln wie man Vergangenes hätte besser machen können oder was kann noch auf mich zukommen)
    - Achte auf Dich (was tut mir gut, Ausgleich zwischen Ruhe / Aktivität)
    - erkenne Deine Grenzen und vertrete das auch nach Außen (wenn es Dir wieder schlecht geht, dann wird sicher keiner sagen "oh, lass mal, ich mach das für dich")
    - hol Dir gegebenfalls Hilfe z.B. Selbsthilfegruppe oder Therapie (ist manchmal leichter, als wenn man selbst immer nach Lösungen sucht)

    Hoffe ich konnte Dir etwas helfen..... ?

    Lg
    Savannah377

  4. #4
    Stefanus

    Gast

    AW: Eure schrecklichste Lebensphase ?

    Meine schlimmste Phase war wohl in der Zeit als ich die Schule wechseln musste. Damals musste ich vom Gymi auf eine Realschule runter. Das Problem war einfach, dass das keine normale Realschule war sondern eher eine "Assi-Schule". Sehr hoher Ausländeranteil mit Ghettohintergrund und jedermenge krimineller Erfahrung. Ich konnte miterleben wie unsere Klassenlehrerin auf dem Flur mit Pfefferspray attackiert und danach zusammengeschlagen wurde. Dann war da noch der freundliche Türke von Nebenan der mal eben auf dem Pausenhof mit einer Pistole 2 Meter neben mir in die Luft gefeuert hat. Achja und so ein paar Prügelein und Mobbingattacken gegen einige aus meiner Klasse gab es auch jede Menge. Ich hab damals mein komplettes System auf "pass dich so gut du kannst an" umgeschaltet. Hauptsache ich werde kein "Opfer". Ständig wollten sie dass ich für sie dies und jenes tue damit sie bessere Noten bekommen, so hab ich ihnen halt ab und zu geholfen damit ich einen guten "status" bei ihnen hatte. Innerlich hatte ich jeden Tag eine enorme Angst vor dieser Schule. Ich weiss nicht ob mich das nachhaltig geprägt hat aber es war aufjedenfall keine schöne Zeit. Dennoch habe ich in dieser Phase auch gelernt mein ADS zu kompensieren (bzw. ich musste es einfach) was auch dazu führte dass meine Noten extrem gut wurden. Also es hatte irgendwo was Negatives aber auch etwas Positves.
    Parallel hab ich damals dann auch angefangen stark abzunehmen so dass ich mich auf 52kg runtergehuntert habe und dann mein Arzt meinte, dass er mich in eine Klinik einweisen wird wenn ich das so weiter mache. (Haarausfall usw. war alles noch dabei) Danach bekam ich dann aber "Gott-sei-Dank" die Kurve und fing mit dem Kraftsport an. Alkoholmäßig habe ich es damals auch richtig heftig übertrieben, im Nachhinein denke ich stark dass ich es als Art Droge genommen habe um mich besser mit den Anderen auf gleichem Lvl. zu unterhalten. Naja und begleitend war ja immer das Gefühl anders zu sein. Es war einfach Stress pur.
    Wenn ich das jetzt so reflektiere geht es mir Heute unglaublich gut

  5. #5
    Kopfkino deluxe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 678

    AW: Eure schrecklichste Lebensphase ?

    Ehrlich gesagt, erlebe ich meine schlimmste bzw. schrecklichste Lebensphase genau jetzt.

    Ich stecke mitten in einer Umschulung zur Großhandelskauffrau im Berufsförderungswerk in Hamburg
    und vor ein paar Monaten wurde bei mir hier auch ADS diagnostiziert.
    Ich bin immer noch in der medikamentösen Einstellungsphase,
    die so gar nicht klappen will und das stört mich sehr.
    Denn immerhin muss ich ja endlich mal den vermittelten Stoff in mein Hirn kriegen,
    was so überhaupt nicht klappen will durch meine Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit.
    Und nächste Woche schreiben wir die zweite Lernerfolgskontrolle,
    die ich höchstwahrscheinlich wieder vermasseln werde, denke ich.

    Und da helfen mir im Augenblick auch keine aufbauenden Worte von meinem Psychotherapeuten...

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 523

    AW: Eure schrecklichste Lebensphase ?

    ja ich auch gerade,

    ich mein die vergangenheit war phasenweise schon schlimm,
    aber nicht zu wissen was kommt, ist immer schlimmer als all das was man schon erlebt hat

    habe angst vor der zukunft, angst zum arzt zu gehen,
    angst vor der diagnose, angst keine wohnung zu finden..
    angst wieder zum arbeitsamt gehen zu müssen, weil ich nichts hab

    angst davor mich nicht verwirklichen zu können in diesem leben,
    angst nicht das zu finden, was mir wirklich spaß macht
    angst meine neu kennengelernten freunde wieder zu verlassen

    und nochirgendetwas wollte ich sagen, aber den gedankengang hab ich schon wieder vergessen -.-
    dieser verdammte vergesslichkeit...

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Eure schrecklichste Lebensphase ?

    Meine schlmmste Lebensphase begann 2005 und endete 2010.

    Am 25.05.2005 bin ich 25 Jahre alt geworden.....lustiges Datum aber der Beginn einer schlimmen Zeit.

    -Mein Vater starb in dem Jahr (Totgesoffen-Leberkrebs)
    -Trennung vom lebensgefärten
    -Auflösung und Renovierung der gemeinsamen Wohnung ( ohne Hilfe)
    -Renovierung der neuen Wohnung ( Die Wohnung war ein Bruchbude....auch ohne hilfe)
    -Total überfordert und unglücklich am Arbeitsplatz
    - Ausbruch einer Essstörung (Anorexie-Bulimie)

    Leider wusste ich zu diesen Zeitpunkt noch nicht das ich ADS habe.
    Ich wollte alles alleine machen, keine Hilfe annehmen und hab mich noch dazu mit Täglichen Kampfsporttraining gequält.
    Meine Trauer habe ich weggehunger, ausgekotzt und mich in Arbeit und Training gestürzt.

    2009 bin ich zusammengebrochen und hab mich einige Monate stationär einweisen lassen.
    Danach hab ich alles was ich hatte verkauft hab mir eine kleine Wohnung gesucht und bin wieder in die Schule gegangen.

    Bessert wurde es aber erst mal nicht........Habe vorerst total versagt. Bis die Diagnose ADS kam. (ab da ging mir ein licht auf :-)
    Die Prüfungen hab ich dann doch noch geschafft....und jetzt studiere ich kunst. Was immer mein Traum war.

    Gruß Simosun

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Eure schrecklichste Lebensphase ?

    DerTyp schreibt:
    ja ich auch gerade,

    ich mein die vergangenheit war phasenweise schon schlimm,
    aber nicht zu wissen was kommt, ist immer schlimmer als all das was man schon erlebt hat

    habe angst vor der zukunft...
    Das trifft es bei mir auch...Ich habe auch schon viel unschönes erlebt. Aber das letzte Jahr war das schlimmste.

  9. #9
    Octoroo

    Gast

    AW: Eure schrecklichste Lebensphase ?

    Ja, jetzt !

    Dass Kinder kriegen mit sozialem Abstieg und Dreckarbeit verbunden sein muss !

    Sooo schrecklich. Ich fange nun an beruflich wieder Fuss zu fassen. Nicht in meinem Leben fand ich erniedrigender als den "Hausfraustatus"

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Eure schrecklichste Lebensphase ?

    Octoroo schreibt:
    Ja, jetzt !

    Dass Kinder kriegen mit sozialem Abstieg und Dreckarbeit verbunden sein muss !

    Sooo schrecklich. Ich fange nun an beruflich wieder Fuss zu fassen. Nicht in meinem Leben fand ich erniedrigender als den "Hausfraustatus"
    Naja, aber das ist DEINE Sicht der Dinge. Du bewertest das sehr negativ. Und das hat meiner Meinung nach nichts mit ADHS zu tun, eher eben mit dem Problem, das du grundsätzlich mit deiner Rolle als Hausfrau und Mutter hast.

    Ich hatte zwei schlimme Phasen:

    Die erste war mit ca. 13 bis 17. Schule eben. Ich kam nicht mehr mit, habe mich anstrengend, aber es hat nichts gebracht. In der Schule wurde ich teilweise ausgelacht, hatte Probleme mit manchen Lehrern und keine wirklichen Freunde. Das wurde dann mit 16 , als ich eine Klasse wiederholt habe, besser.
    Damals habe ich dann wegen großer psychischer Probleme eine mehrjährige Psychotherapie gemacht. Meine Probleme konnte ich vor der Therapie mit keinem besprechen und auch in der Therapie ging das nur schlecht. Weder die Therapeutin noch ich selber wussten damals, dass ich ADHS habe. Und über die Probleme, die es in meiner Familie gab, konnte bzw. durfte ich nicht sprechen. Das hat dann dazu geführt, dass ich eine Schmerzstörung entwickelt habe. Die hatte zu der Zeit dann auch ihren Höhepunkt.
    Damals ist einfach sehr vieles zusammengekommen. Sehr viel ungünstiges.

    Als ich meinen ersten Job nach dem Studium angetreten habe, hat meine zweite schlimme Phase angefangen. Der erste Job und die erste eigene Wohnung, für die ich selber verantwortlich war, d.h. keine WG. In der Arbeit bin ich ständig ausgerastet, bin überhaupt nicht mit der Organisation meiner Arbeit klargekommen, zu spät war ich auch oft und generell war das alles sehr problematisch. Ich hing damals permanent mit einem Bein in der Kündigung. Das war zusätzlich belastend.
    Mit dem Einkaufen, Wohnung ordentlich und sauber halten bin ich auch nicht klar gekommen. Meine Wohnung war damals fast so wie bei einem Messie.
    Das war keien schöne Zeit. Es gab zuvieles, was für mich neu war und was ich bewältgen musste. Das waren zuviele Dinge, mit denen ich einfach Probleme hatte.
    Das war für mich dann auch der Anlass, mich um eine Diagnose zu kümmern.

    In beiden Phasen war die permanente Überforderung und meine verzweifelten Versuche mein Leben in den Griff zu kriegen, der Hauptgrund für meine Probleme.

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