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Diskutiere im Thema Putzproblem im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #31
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 226

    AW: Putzproblem

    Mein Problem ist ja eher dass ich nicht die Kraft/Energie habe um die komplette Whg zu putzen?

    Z.b. gerade heute, der Wille ist da, sehr stark.

    Ich gehe voller schwung an das sauber machen.

    Beginne in der Küche, bisl spülen, abtrocknen und Küche abwischen also die Platte. Für das bisl hab ich glaub ich 45 Min gebraucht und spüre dann wärend dessen schon das mein Körper nicht mitmacht. Ich erschöpfe regelrecht.
    Das kann das Bad sein oder das Schlafzimmer, ich bin nach jeder Aktion so müde dass ich nicht weitermachen kann. Auch jetzt werde ich mich mal 15 min wenigstens hinlegen. Danach bin ich schlag kaputt aber ich kann nicht anders.

    Ich muss heute noch putzen sonst ist das we gelaufen!

  2. #32
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 67

    AW: Putzproblem

    Fledermaus schreibt:
    Hi Trenody,


    hab Fragen an dich:

    Wie groß ist deine Whg? Wie lange brauchst du mit deiner Technik zum Putzen? Und wie oft putzt du deine Whg?


    LG Fledermaus
    60-70qm hab ich ca. mit meiner technik..kommt drauf an wie dringend es ist. gg bzw wie gesagt mach ich meist eh nicht alles was ich mir vornehm bzw nehm mir absichtlich mehr vor damit was liegen bleiben -muss- das erhöht etwas den druck (liste is länger) und zugleich kann ich dann nichtmehr so viel von den wirklich wichtigen sachen liegen lassen.

    also wenn besuch von öffentlicher stelle anstand hab ich in 2-3 sehr stressigen tagen alles durch d.h. en berg geschirr weggespült (meist 3-4 fuhren, kleines waschbecken), 4 maschinen wäsche zusammengelegt die ich vorher angesammelt hab ~pfeif~ und eben alles gewischt wobei ich das staubsaugen übergehe, das kann ich genausogut zusammenwischen ^^ wobei auch ich zwischendurch abschweife und dann gern noch zeug dazukommt, das wechselt immer zwischen müll, spinnweben, staub wischen und sonstigen sachen. geschwirr, wäsche, boden sind meine 3 großen prioritäten an denen ich verstärkt dran bin.

    es hängt auch von ab ob die kleine da ist und ich quasi nur mittags und abends bis nachts rödeln kann oder ob patenonkelchen sie mir nen tag abnimmt und ich so freie bahn hab.

    nen richtigen plan "wie oft" hab ich nicht, ich stell irgendwann fest "es wird fällig das ich..." und dann mach ichs innerhalb der nächsten 1-2-3 tage. aber ich geb mir in haushaltsführung auch nur ne ~grübel~ wir sind ja hier anonym eh? XD 3-4 wenn ich mal ehrlich bin. iwas ist immer, entweder vergess ich staub zu wischen oder hab spinnweben ohne ende (kellerwohnung, fenster 1 min auf, kommen 20 spinnen, 10 fliegen, 2 wanzen, 5 kellerasseln, 2 zeugen jehovas und 3 spd'ler rein XD).

    ich nehm mir aber schon gaaaaanz lange vor mal nen ordentlichen wochenplan zu machen und jedem tag gewisse aufgaben zuzuweisen. immo drück ich mich noch weil ich sag "das klappt eh nicht, ich halt mich eh nicht dran" aber iwann mach ich den plan und dann trietz ich mich auch das ich ihn einhalte. denke wenn die kleine fest in den kiga geht...da bietet sichs an nochmal en cut zu machen und was zu ändern.

    lg
    thren

  3. #33
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Putzproblem

    Ich hasse putzen usw.
    In meiner Lehre brauchte ich nen Schneeschieber im Wohnzimmer um einen Durchgang zu machen.

    Aber das beste für ADHSler ist Ordnung und auch zeitliche Struktur.
    Ich arbeite zwar Spätschicht, bin aber jeden Morgen um 07:30 auf.

    Es gibt für alles wichtige Zeit.
    8Uhr Kaffe holen und bis 10 Uhr den Hobbys widmen.
    10:30 Hunde raus bringen und 11:00 für 15-30 Minuten einen Raum putzen.
    12 Uhr muss ich auf Arbeit.

    Mehr Zeit braucht man nicht, wenn man es täglich macht.
    Meine Frau ist immer genervt, wenn ich Sonntag morgen mit den Hunden raus will und dann alleine gehe.
    Arbeit / Nichtarbeit , ich brauche trotzdem die Struktur.

  4. #34
    Simply me

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    AW: Putzproblem

    Sich den nötigen Druck zu bereiten um endlich zu Potte zu kommen ist ja das eine, aber sich einen Putzmarathon vorzunehmen wie im Eingangsthread beschrieben ist das andere. Allein bei der Vorstellung geht mir die Lust aufs Putzen flöten. Wobei, wer hat schon wirklich Lust auf Hausarbeit?

    @Fledermaus
    Ich schätze mal dein Problem ist, das du zuviel auf einmal auf die Agenda setzt. Dadurch sind "Scheitern" und Frust schon vorprogrammiert und es wundert mich nicht, wenn du keine Motivation hast. Ich weiß nicht, wie es zeitlich über die Woche verteilt bei dir aussieht, aber ne Möglichkeit wäre wohl jedem Tag ein Motto zu geben. Zum Beispiel: Montags Wäsche waschen, Waschbecken und Toilette putzen, Dienstag Regale wischen und danach die Wohnung saugen usw.

    Solche Häppchen sind leichter zu bewältigen, verschaffen schneller ein Erfolgserlebnis und überfordern nicht so sehr, weil sie sich in übersichtlichem Rahmen halten.

    Die andere Möglichkeit ist, sich eine "Putzplan" zu machen, auf dem man festlegt, was man an welchem Tag oder zu welcher Zeit erledigen möchte.

    Ich machs meistens so, das gewisse Punkte "musts" sind, die auf jeden Fall erledigt werden müssen, wie z.B. Spülmaschine beladen, Müll rausbringen oder Wäsche waschen (z.B. "bis morgen erledigen"). Den Rest erledige ich so wie es sich ergibt, manchmal einfach im vorbeigehen wenn ich es sehe und streiche es dann von meiner to-do-Liste.

  5. #35
    sizifo

    Gast

    AW: Putzproblem

    So viele Beiträge, ich hab sie teilweise nur überflogen, um mich nicht zu überfordern, sorry - vielleicht gibt es Doppelungen, aber möchte meinen "Senf" auch gern noch dazutun. (Wo ich doch selber lebenslang mit diesem Thema gekämpft habe und erst dann einen Umgang damit gelernt habe, als ich gezwungen war, weil ich für eine Familie zuständig bin):

    Putzen ist nervig, keine Frage - aber Putzen ist wichtig, auch keine Frage. Auch ich fühle mich wohler in einem geordneten Umfeld, und wenn´s keiner für mich macht, muss ich selber dafür sorgen, dass dieses Bedürfnis erfüllt wird. Mir zuliebe.

    Also warum mit etwas hadern, was so oder so gemacht werden muss? Reine Energieverschwendung. Einfach machen ist besser.
    Um es angehen zu können, nehm ich es mir schon am Vorabend vor, und zwar in überschaubarem Maß (niemals die ganze Wohnung auf einmal! Immer nur Teilbereiche!) und stell mich mental drauf ein, dass das z. B. die erste Tagesaufgabe nach dem Frühstück sein wird. I.d.R. hab ich dann auch die Energie dafür. Wenn ich dann Kopfweh hab´ oder mir was dazwischen kommt, wird es vertagt - ohne Selbstvorwürfe und verbindlich!

    Beispiel Bad: Ich hab mir eine ganz bestimmte Arbeitstruktur angewöhnt, wie das hier auch schon zur Sprache kam: Immer in der gleichen Reihenfolge immer die gleichen Arbeitsschritte. Ist enorm vereinfachend. So weiß ich auch immer, wie lange ich ungefähr brauche, bis ich fertig sein werde, weil ich die Dauer der einzelnen Arbeitsschritte schon gut kenne.
    Und nicht ablenken lassen, wenn unerwartete Aufgaben auftauchen (die nur sporadisch anstehen, wie z.B. Fenster putzen, Badezimmerschrank ausräumen und auswischen etc.) : Entweder abchecken, ob das in meinen Zeitplan noch reinpasst und ich mir damit nicht zuviel zumute und es evtl. mit einbauen, oder es im Hinterkopf behalten und für ein anderes Mal vornehmen.

    Wenn zwischendurch andere Ablenkungen mich aus dem Tritt bringen, nicht nervös werden. Hinnehmen und evtl. das Programm straffen. (Z.B. weniger gründlich sein, ist zwar unbefriedigend, aber nicht so, als würd ich gar nicht putzen)

    Wenn zwischendurch Erschöpfung auftritt, Pause (Uhr im Blick behalten): Was trinken, mal hinsetzen und einen Zeitungsartikel lesen, eine kleine Stärkung zu mir nehmen, dann weitermachen.

    Musik kann helfen, ich persönlich höre beim Badezimmerputzen sehr gerne interessante Radiobeiträge auf Kultursendern oder auch Hörbücher. Geht aber nur, wenn nicht die Familie rumspringt und dauernd reinplärrt, Forderungen oder Fragen stellt.

    Wenn ich andere Aufgaben bewältige, z.B. Dachboden entrümpeln o.ä., dann muss ich das auch tunlichst in überschaubare Portionen aufteilen, sonst werde ich völlig mutlos. Immer über den Daumen peilen: Was kann ich mir vorstellen, in einer bestimmten Zeit zu schaffen? Nicht ALLES, sondern nur die Ecke links vorne. Oder die drei Kisten hinten rechts. Und mir zurechtlegen: Wo fange ich an, wie mache ich weiter, was ist das Ziel, wie komme ich da hin?
    Und dann - nach getaner Arbeit: Mich belohnen mit einer netten Pause. Kaffee, Schleckerchen, Sonnenbad, hach, tut gut

    Nicht aufgeben, Du findest Deinen "way of Putz"!

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