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Diskutiere im Thema Das lange Leiden... im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 21

    Das lange Leiden...

    Ihr Lieben,

    da ich so ziemlich allein mit meinem "Problem" darstehe, würde ich mich über Euer Feedback freuen.

    Wie war Euer Weg bis zur Diagnose im Erwachsenenalter? Gab es zuvor andere Diagnosen, die dann letztendlich revidiert werden mußten?

    Ich habe inzwischen vier verschiedene Diagnosen und die ADS-Testung steht ja noch aus. Die Ärzte, die ich auf meinen Verdacht angesprochen habe, sagten nur, dass es ADS bei Erwachsenen nicht gäbe und im übrigen sowieso nur eine "Modediagnose" sei.

    Auf ADS bin ich wegen zweier Aussagen gekommen:

    1. Psychiater im Rahmen einer Psychotherapie:

    Welch ein Chaos herrscht da eigentlich in Ihrem Kopf?

    2. Ein Partner, der mich u.a. wegen meiner chaotischen Haushaltsführung verlassen hat:

    Faul? Nee, passt eigentlich nicht wirklich. Denn es gibt genügend Beispiele, in denen du so was von durchgestartet bist. Aber dem Alltag bist du nicht gewachsen.

    Kennt Ihr das auch?

    Strange

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 328

    AW: Das lange Leiden...

    2009 kam ich das erste mal auf die Idee, ich könnte ADHS haben. Habe 2 Geschwister die das auch haben und auch mit Ritalin behandelt wurden.
    Hat mir aber keiner geglaubt, der Neurologe bei dem ich war (ist auch Psychiater) äußerte den Verdacht auf eine endokrine Störung.
    Man hat dann eine Schilddrüsenunterfunktion (Hashimoto-Thyreoiditis) festgestellt und erstmal mit Hormonen anbehandelt.
    2011 ging es mir psychisch dann so schlecht, das ich mich hab einweisen in eine psychosomatische Klinik. Keine Medikamente, keine gescheite Diagnose gekriegt, stattdessen wurden die Depressionen stärker als vorher.
    Hab mich dann 2012 in die Psychiatrie einweisen lassen, Medikamente gekriegt und mir gings schon viel besser. Ursache meiner Probleme trotzdem nicht wirklich gefunden (bekam als Diagose Persönlichkeitsakzentuierunge n - Vorstufe von Persönlichkeitsstörungen)
    War im Anschluss in der Tagesklinik wo dann die Psychologin selber den Verdacht auf ADHS hatte. Wurde getestet, Ergebnis war positiv und bekam dort Methylphenidat.
    ADHS, mittelgradige Depressive Episode u. passiv-aggressive PS wurden diagnostiziert.

    Ich hab also Glück gehabt, das es bei mir nur 3 Jahre gedauert hat. Musst dazu wissen, das erst seit Sommer 2011 überhaupt erst ein MPH-Medikament gibt, das für Erwachsene zugelassen ist. Hätten du oder ich eher eine Diagnose gekriegt hätten wir uns dann wahrscheinlich mit den Ärzten ums Medikament gezofft.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Das lange Leiden...

    Hallo Schatten87,

    lieben Dank für Deinen "Bericht".

    Du hast recht. 3 Jahre bis zur Diagnose ist m.E. nicht wirklich lange...

    Bei mir ist ja noch recht "aktuell" die Aussage, dass es ADS bei Erwachsenen nicht gibt, bzw. eine Modediagnose ist...

    Liebe Grüße

    Strange

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 328

    AW: Das lange Leiden...

    strange schreibt:
    Hallo Schatten87,

    lieben Dank für Deinen "Bericht".

    Du hast recht. 3 Jahre bis zur Diagnose ist m.E. nicht wirklich lange...

    Bei mir ist ja noch recht "aktuell" die Aussage, dass es ADS bei Erwachsenen nicht gibt, bzw. eine Modediagnose ist...

    Liebe Grüße

    Strange
    Das ist Schmarn, sowas kommt von Ärzten die sich anscheinend nicht informieren (wollen). Ich würde mich an ein Zentrum wenden oder eine Institutsambulanz für Psychiatrie in deiner Nähe.
    Kannst ja noch einen Thread auf machen in dem du angibst wo du wohnst bzw. in welcher Gegend du einen fachkundigen Arzt brauchst.

  5. #5
    ADLer

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 3.384

    AW: Das lange Leiden...

    Hallo Strange,

    ich bekam meine Diagnose 2007 in einer ADHs- Sprehstunde.
    Auch dahin war ein langer Weg, den ich erst in ner langen *Krankzeit* begann.

    DAs Wissen , das ich ADHS habe, hatte ich aber da schon lang in mir.
    ( durch meine beiden Kinder)

    Jedoch redete ich mir zu dieser Zeit lang selbst das ein, was dir deine Ärztin sagte.

    Erst als gar nix mehr ging, fand ich den Mut und suchte gezielt nach Fachleuten.

    Das war nicht einfach und ist es weiterhin.

    deine 2 *Punkte*

    passsen auch..

    1.Ich fand zuerst eine Psychotherapeutin, die sich mit ADHS auskannte und die leitete alles in die wege..

    2. ..oh..wie kenn ich das Chaos in Heim und herz..

    ...und ich bin auch sowas von *Nichtfaul*

    Ich kann dich nur ermuntern, dich an die entsprechenden Fachleute zu wenden.

    Als ich 2011 in der Tagesklinik war , zeigte ich auch wieder verschiedene Hinweise auf andere Persönlichkeitsstörungen.

    Ich entschloss mich dann, schon mit etwas Angst in den folgenden genaueren Gesprächen u der Diagnostik, wahrheitsgemäß zu antworten.

    -> Da es Fachleute waren, die sich mit ADHS auskannten..bestätigte sich keine , sondern, all die Verhaltensweisen und Anzeichen wurden mir als klare Folge des ADHS erklärt.

    Seit 2007 nehme ich MP ..hatte weiter ab und aufs..mache jetzt wieder Therapie.

    So weit erst mal und alles Gute

    Angela

    so weit erst mal..

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Das lange Leiden...

    strange schreibt:


    2. Ein Partner, der mich u.a. wegen meiner chaotischen Haushaltsführung verlassen hat:

    Faul? Nee, passt eigentlich nicht wirklich. Denn es gibt genügend Beispiele, in denen du so was von durchgestartet bist. Aber dem Alltag bist du nicht gewachsen.

    Kennt Ihr das auch?

    Strange
    Das kenn ich zu 100%. Bei mir ist es halt nicht der Haushalt sondern Studium und Beruf. Haushalt ist zwar auch chaotisch, aber ich hab da so viel wie möglich reduziert und standartisiert. Ausserdem wird mir das mit dem Hauhalt wohl verziehen weil ich ein Mann bin...



    Mit den Ärzten hatte ich wohl glück. Bin aber mit dem Verdacht direkt zu einer ADS Fachärztin gegangen.
    Allerdings hat mich die Diagnose vollkommen demotiviert. Sonst hab ich mich immerwieder aufgerappelt jetzt bin ich in einem totalen Loch...

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 375

    AW: Das lange Leiden...

    Ich war als Kind (etwa 12/13)bei einer Psychologin, wegen angeblichen Depressionen (Selbstmordversuch & Zurückgezogenheit)

    Das hat kurzfristig geholfen, weil mein sehr strenger Vater lernte, auf körperliche Gewalt mir gegenüber zu verzichten.

    Dann war ich mit etwas 16 ein halbes Jahr in einer psychiatrischen Tagesklinik & wurde da wieder wegen angeblicher Depression
    & Essstörung behandelt.

    Mit 18 musste ich wieder eine Psychotherapie wegen einer Angststörung beginnen, ehe ich mir dann mit 19/20 selbst die Diagnose ADHS
    gestellt habe & die wiederum von Ärzten, Neurologen & Psychologen bestätigen lassen musste.

    Ich meine, ich weine viel & habe mitunter heftige Gefühlsausbrüche, aber deswegen immer eine Depression zu diagnostizieren?

    Das schlimmste an der ganzen Odyssee war, dass ich erst nicht wusste, was mit mir los war, ich viele Probleme entwickelte & ich immer verzweifelter
    wurde, weil mich Niemand verstehen konnte (SVV & Co.)

    Dadurch wurde das Verhältnis zu meinen Eltern immer schlechter, die sich ein Normales, funktionierendes, perfekt in die Gesellschaft
    einfügendes Kind gewünscht haben.

    Mit der Diagnose bzw. Bestätigung ADHS war ich einfach nur überglücklich, dass alles plötzlich einen Sinn ergab.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Das lange Leiden...

    Vielen Dank für die Beschreibung Eures "Leidensweges". Es hilft mir...

    Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, würde ich durchaus hyperaktive Anteile erkennen und meine, dass mir diese durch entsprechende körperliche Züchtigungen ausgetrieben wurden.

    Seit eines Klinikaufenthaltes so Ende meines 26. Lebensjahres sehe ich nur noch hypoaktive Anteile.

    Achso, dann möchte ich mal "outen". Meine aktuelle Diagnose ist eine bipolare Störung!

    Ich kann mich darin nicht erkennen...Depression, ja. Manische Episoden gab es (leider) nie.

    Irgendwie alles mist.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Das lange Leiden...

    @ tabtab

    mein Haushalt ist seit ich denken kann ein Chaos. Wie ich das Studium schaffen konnte, ist mir immer noch ein Rätsel. Ich denke im "jugendlichen" Alter kann man so einiges mit Anstrengung kompensieren. Ich z.B. habe vorzugsweise immer nachts gearbeitet (Hausarbeiten für die Scheine etc.). Und im Alter (so Ende 30) sind die Akkus einfach leer...

    Der Berufsalltag war ok. Nette Kollegen und ganz viel Struktur.

  10. #10
    Kopfkino deluxe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 678

    AW: Das lange Leiden...

    Seit ca. 2006 wurde ich mit vielen verschiedenen Anti-Depressiva vollgestopft
    und weiterhin auch auf Depressionen therapiert.
    Die Therapieerfahrungen waren so "la la" für mich
    und von den ganzen Anti-Depressiva bekam ich nur die Nebenwirkungen zu spüren.

    Aufgrund meiner Arthrose in beiden Knien wurde ich im letzten Jahr,
    in einer Reha-Klinik, berufsunfähig geschrieben
    und habe in diesem Jahr über die Rentenversicherung eine Umschulung genehmigt bekommen.

    Zum Glück nicht in einem "normalen" Betrieb,
    sondern im Berufsförderungswerk in Hamburg.
    Denn hier hatte ich das Glück, an eine Ärztin zu geraten,
    die eine Koryphäe auf dem Gebiet AD(H)S ist.

    Ich wurde von ihr in vielen Sitzungen befragt,
    es wurden Blutuntersuchungen, EEG und EKG gemacht
    und zum Schluss stellte sich die Diagnose ADS heraus.


    @ strange
    Ich wünsche Dir viel Erfolg!
    Du wirst bestimmt noch einen guten Facharzt finden,
    der Dir helfen kann.

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