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Diskutiere im Thema Sagt ihr eurem Umfeld, dass ADHS bei euch diagnostiziert wurde? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #31
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Sagt ihr eurem Umfeld, dass ADHS bei euch diagnostiziert wurde?

    Also Hausieren gehe ich damit auch nicht.

    Habe jetzt nur damit begonnen, den Menschen für die es Relevant werden könnte, zu erklären was ich habe. Aber im gleichen Atemzug gleich noch mitgeteilt das ich mir gerade im Punkt arbeitshaltung und so weiter Therapeutische hilfe geholt hab.

    Da wäre zum Beispiel mein Teamleiter. Zurzeit bin ich noch sozusagen in der Ausbildung. Und da ich vor hatte danach weiterhin hier zu Arbeiten und irgendwann eine Mittlere Führunsposition einzunehmen hielt ich es für angebracht ihn einzuweihen. Bisher empfinde ich es auch nicht als fehler, denn die erste Reaktion war die Aussage das es viele Dinge gerade was mich während des Arbeitstages angeht, also wie man mich erlebt, erklären würde. Okay, zugegeben kann man das Positiv wie Negativ verstehen aber ich denke eher das es Positiv gemeint ist.

    Ich bekomme auch immer wieder gesagt das man mich hier auf Bedarf eingestellt hat und vor hat mich weiterhin zu beschäftigen. Also denk ich mal ist das ein gutes zeichen.

    Aber gerade im Freundeskreis oder an der Uni behalte ich es lieber für mich. Viele Menschen haben, wenn es um diese Krankheit geht, noch sehr viele Vorurteile. Deshalb habe ich auch die Angst, dass man mich mit diesen Vorurteilen assoziiert und ich noch schlechter dastehe als ich es jetzt schon tue.


    Ich denke jeder sollte für sich wissen, ob man es jemandem erzählt oder nicht. Aber damit zu hausieren und das ADHS als begründung für alles zu nehmen ist glaube ich der Falsche weg.
    Da kann man gut auf eine Folge von South Park verweisen, in der Stans Vater zu den Alkoholikern geschickt wird, dort gesagt bekommt er sei dem Alkoholismus verfallen und daraufhin bei allem was er tut den Alkoholismus als Begründung dafür nennt.

    Ja, wir haben unsere etwas übergroßen Päkchen zu tragen. Ja, wir haben es etwas schwerer als normale Menschen. Aber trotzdem sollte man unsere Krankheit nicht als Begründung für alles nehmen.

  2. #32
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Sagt ihr eurem Umfeld, dass ADHS bei euch diagnostiziert wurde?

    Ich habe nicht vor, das ads zu "benutzen" um "alles mögliche" damit zu entschuldigen. Es ist eine neue erkenntnis, die mein ganzes bisheriges leben aus einem neuen blickwinkel zeigt, und von dem ich mir zuallererst einmal erhoffe, das ich daraus möglichketen zu veränderungen entwickeln kann, nachdem alle versuche bisher so kläglich gescheitert sind.

    Bei manchen menschen, denen ich von meinem ads erzählt habe ( na ja v.a. einer) kam aber gradezu reflexhaft schnell diese bemerkung: und damit willst du jetzt also alles entschuldigen.

    Jedes mal, wenn man sich entschließt, es jemandem zu erzählen, muss man einfach damit rechnen, als reaktion irgendwas aus
    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-all...en-leuten.html
    dieser liste einzufangen.

  3. #33
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Sagt ihr eurem Umfeld, dass ADHS bei euch diagnostiziert wurde?

    Ich bin komplett anderer Meinung !
    Ich finde das gehört zu mir und deshalb weiß es eigentlich jeder von mir.
    Wenn mich jemand fragt ob ich bescheuert bin oder so sag ich nö hab ADHS und bin froh drüber natürlich bin ich nicht immer froh drüber aber ich hab unglaublich viel energie um die mich andere beneiden ich bin fast immer gut drauf und voll aufgekratzt und so und das macht das leben interessanter. Das hab ich ADHS zu verdanken.
    Warum verheimlichen ? Is nichts wofür man sich schämen muss. Haben so viele Leute.

    Bisher hab ich auch noch nie ne doofe reaktion bekommen

    Ich finds voll okay wenn man das erzählt dann wissen Leute bescheid und genauso wie sie wissen das ich braune Augen habe wissen sie das ich ADHS habe.

    Viel Grüße
    Jodanik

  4. #34
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Sagt ihr eurem Umfeld, dass ADHS bei euch diagnostiziert wurde?

    @jodanik
    Das tut richtig gut, das zu lesen.
    Vielleicht tun wir spätdiagnostizierten uns da unnötig schwer damit?

    Ich finde auch dass es ein unterschied ist, einem menschen, den man schon lange kennt und der möglicherweise schon mit ein paar absonderlichkeiten zusammengestoßen ist, sowas zu erklären. Grade da ist die abwehrhaltung "jetzt hat er was als entschuldigung gefunden" halt schnell da.

  5. #35
    durch und durch

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 412

    AW: Sagt ihr eurem Umfeld, dass ADHS bei euch diagnostiziert wurde?

    Ist für mich nur eine Sache, wie man selbst dazu steht!
    Ich bin froh, dass ich die Diagnose habe und weiß warum ich immer so "anders" war ;-)

    Mich beruhigt das immens! Das ich kein Depp bin weiß ich. Aber das Gefühlschaos etc. kann ich wesentlich besser tolerieren, seitdem mir von mehreren Ärzten die Diagnose bestätigt wurde.
    Die Suche nach dem WARUM? hat so ziemlich geendet :-)

  6. #36
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 128

    AW: Sagt ihr eurem Umfeld, dass ADHS bei euch diagnostiziert wurde?

    Hallo Vampirlady,

    ich denke Dir geht es genauso wie mir. Du würdest es am liebsten schon einigen menschen aus Deiner Umgebung erzählen. Schon um so manches Verhalten an Di zu rechtfertigen.

    Ich bin ja auch so ein Sensibelchen und bestimmte Kritik an mich nehme ich als verständnislos auf. Weil ich da traurig bin und mich unverstanden fühle.
    Wie oft habe ich versucht beste Freunde und Familie darüber aufzuklären. Es gab Momente da haben sie mir aufmerksam zugehört und angefangen Interesse zu entwickeln.

    Aber ich glaube das sie es nicht wirklich ernst nehmen oder schnell das Interesse verlieren, weil sie es sogar nervt. Vielleicht weil sie sich zu wenig hinein versetzen können.

    Ich werde es immer wieder versuchen, bei mir nahe stehenden Menschen, meine Krankheit genauer zu erklären. Aber natürlich musst Du Dir ganz sicher sein wem Du Dich öffnest. Denn es gibt ja genug dieser Leute, die sich darüber lustig machen und Dir es somit danach noch schwerer machen.

    Man weißt ja wer feinfühlig ist oder bisher verständnisvoll auf typische Merkmale von Dir reagiert hat. Denen solltest Du dann auch mehr über Deine Diagnose und deren typischen Merkmale erzählen. Somit wird denen ja verständlich, das Du nicht für alle "Patzer" im Leben etwas dafür kannst.

    Es gibt ja sogar Bücher für Angehörige, damit sie mit ADS-Menschen besser umgehen können und sie verstehen.
    Aber auch wertvolle Links gibt es, in denen viel darüber steht. Da hab ich schon mal einen meiner Freundin geschickt. Nur mag ich sie nicht nerven und dauernd fragen ob sie es gelesen hat. Ich glaub es ist ihr zu viel Lesestoff.

    Sie ist die Freundin meines besten Freundes (er ist wie ein großer Bruder für mich). Und er hält das ganze leider auch als eine Modeerscheinung oder Ausrede für das, was wir nicht so allein in den Griff bekommen.

    AD(H)S ist leider noch zu wenig bekannt/ ernst genommen. Patienten lassen sich erst auf Süchte, Ängste, Depressionen behandeln. Das dann ADS dahintersteckt und alles ein Teufelskreis ist, das
    bemerkt ja nicht mal jeder Psychologe. Selbst meine Psychologin wollte nicht an das Thema ran und hielt es für keine richtige Krankheit. Leider!!!

    Ich wünsche Dir ganz sehr das es bald ein paar Menschen gibt, denen du Dich erfolgreich und verständnisvoll anvertrauen konntest. Denn wir brauchen solche, die uns verstehen und für uns da sind.

    LG Oberpfeife


  7. #37
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 67

    AW: Sagt ihr eurem Umfeld, dass ADHS bei euch diagnostiziert wurde?

    ich fühle mich verantwortlich zur Aufklärung beizutragen

    manchmal möcht ich es nur so rausschreien

    hab Angst vor negativen Reaktionen

    wenn ich soweit bin, dass ich mich rechtfertigen und erklären möchte, hab ich entweder das Gefühl, ich kann das jetzt nicht verständlich erklären, oder die Atmosphäre ist schon so geladen, das es in dem Moment eh keinen Zweck hat

    hab mich erst bei wenigen Freunden geoutet. bei 2 hat es die Beziehung verbessert, bei einem keine Veränderung, einer hat wenig Zeit, aber solche Phasen sind bei Ihm normal und in seiner jetzigen Situation sehr verständlich.

    werd diesen weg erstmal weitergehen, mit bedacht

    und dann innehalten und weiterschauen

    soweit der Plan

  8. #38
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 100

    AW: Sagt ihr eurem Umfeld, dass ADHS bei euch diagnostiziert wurde?

    Hallo,

    also, ich hab es meinem Direktem Umfeld und meinen Kollegen erzählt, die Reaktion: " oh man, das erklärt einiges "

    warum hab ich es meinen Kollegen erzählt? Weil ich einen Job habe, in dem es um instabile Menschen geht, die zum Teil um ihr Leben kämpfen! Ich hab eine Mega Verantwortung und muss 200% geben!
    Und ich finde es besser wenn die Tatsachen auf dem Tisch liegen! Mir können Fehler passieren, die gefährlich Werden können!
    Ich will es nicht als Entschuldigung benutzen, aber die müssen halt wissen, dass ich mich zeitweise eben nicht 200% konzentrieren kann!
    und jetzt mit MPH eingestellt werde!

    Manche fühlen sich auf den Schlipps getreten, wenn man im Dienst ständig am Läufen ist und was tut, weil ich einfach nicht still sitzen kann!

    Meine Chefin sagte im PE Gespräch: Du rennst wie ein Wirbelwind, bist laut bei der Arbeit und bleibst nach der Übergabe nie mit uns sitzen, was ist da los?

    Und da hab ich einfach die Wahrheit gesagt!!!

    meinen besten Freunden habe ich es erzählt, weil sie mich so wie so, so akzeptieren wie ich bin

    Persönlich find ich es auch wichtig über dieses Thema zu sprechen, damit es eben nicht mehr als " Modekrankheit " ab getan wird und mehr Menschen den Mut finden darüber zu sprechen!

    und ich habe dadurch, dass ich es erzählt habe, z.B. Erfahren, dass einige Erwachsene Freunde haben mit ADHS!

    ich hab irgendwie ein Problem mit Tabuthemen

    Liebe Grüße

  9. #39
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Sagt ihr eurem Umfeld, dass ADHS bei euch diagnostiziert wurde?

    Jenatraz03 dei Post gefällt mir

  10. #40
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 190

    AW: Sagt ihr eurem Umfeld, dass ADHS bei euch diagnostiziert wurde?

    Ich denke es kommt sehr auf das Umfeld drauf an und wie man selbst damit klar kommt AD(H)S zu haben. Ich persönlich erzähle es. Zum einen weil man es sowieso nicht übersehen kann ( ;-) ) und zum anderen, weil ich lieber selber für den Gesprächsstoff sorge. Erzählt wird sowieso, dann sollen sie über das richtige Tratschen.

    Ich versuche es nicht als Entschuldigung zu nehmen, sondern einfach als Tatsache. Nicht immer kommt es gut an und ich übe mich darin mich nicht in Diskussionen verstricken zu lassen oder mich gar zu rechtfertigen.

    Es gibt total unterschiedliche Reaktionen.
    Was, du wirkst doch voll "normal". (wer will denn bitte "normal" sein?)
    Oh, du arme. (Äh, wieso? Ich sehe mehr Farben, mehr Details, höre mehr auf einmal, werde von fremden Kindern geknuddelt, kann komplett in meiner Welt versinken und unangenehme Dinge einfach aus meinem Wissen löschen (wie die Steuererklärung von 2009), warum bin ich Arm?)
    Ich dachte das gibt es nur bei Kindern?
    Habt ihr das etwa alle?

    Sehr viele kommen ein zweites mal auf mich zu und wollen näheres wissen, meistens wg dem "Kind einer Freundin" :-)

    Ich habe mich bewusst dazu entschieden darüber zu reden weil ich der Meinung bin, das diese andere Art der Gehirnfunktion nur dann nicht mehr Missverstanden wird, wenn ich bereit bin über diese Missverständnisse sachlich zu sprechen.

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