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Diskutiere im Thema Tics entwickelt... ohne MPH jeweils im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    WbD


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 216

    Tics entwickelt... ohne MPH jeweils

    Hallo Leute,

    ich bin mir nicht so sicher, ob das thematisch hier in diesem Unterforum so gut aufgehoben ist. Ich bitte einen etwaigen Irrtum zu entschuldigen.

    Mittlerweile habe ich etwas ganz Merkwürdiges entwickelt, und zwar so kleine Tics, und Zuckungen im Gesicht, die aber ohne Einnahme von MPH auftreten. Während der Wirkdauer lässt das nach, kommt aber in der Reboundphase geballt zurück.
    Ich muss aber dazu auch sagen, dass ich im Moment motorisch ziemlich auffällig bin, und pausenlos herumzappele. Weiß gar nicht so recht, warum.

    Mich macht das momentan etwas kirre. Kennt das irgendwie, irgendwer so in der Form?

    LG
    WbD

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 179

    AW: Tics entwickelt... ohne MPH jeweils

    Hey!

    Ich habe die Tics seit meiner Kindheit (v.A. leichtes Tourette-Syndrom), aber der Einfluss von MPH ist bei mir ähnlich: Während der Wirkphase fast gar keine Tics, dafür danach umso mehr, insb. in ruhiger Umgebung.

    ADHS und Tics treten relativ häufig gemeinsam auf, auch ohne dass zwangsläufig eine echte Komorbidität wie das TS vorliegt. Gemeinsame/überschneidende genetische Prädisposition wird angenommen; gesichert ist, dass sowohl bei Tic(-störungen) als auch bei ADHS das dopaminerge System/die Basalganglien involviert sind.

    Wenn du von der wissenschaftlichen Seite mehr dazu erfahren möchtest, empfehle ich die Bücher

    Kirsten Müller-Vahl - Tourette-Syndrom und andere Tic-Erkrankungen: im Kindes- und Erwachsenenalter (Schwerpunkt Ticstörungen, komorbides ADHS wird angeschnitten)

    und

    Krause - ADHS im Erwachsenenalter: Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung bei Erwachsenen (Schwerpunkt ADHS, komorbide Ticstörungen werden angeschnitten).

    Beide sind oft schon in einer gut sortierten (Uni-)Bibliothek zu finden.


    Wenn beide Probleme gleichzeitig auftreten, kann die Behandlung knifflig sein. Sind die Tics so ausgeprägt, dass sie dich im Alltag einschränken, wäre das Mittel der Wahl ein hochpotentes Neuroleptikum. Das kann sich allerdings wiederum negativ auf die ADHS auswirken. Mal ganz von den anderen, teilweise weitaus übleren, NW abgesehen. Ich kann es wirklich nur im Extremfall empfehlen. Ansonsten stehen eine Reihe von weniger rabiaten Möglichkeiten zur Verfügung, wobei auch da die Menschen seeeehr unterschiedlich reagieren - bspw. Entspannungstechniken (bringen mich erst recht auf die Palme), spezielle Verhaltenstherapien,...

    So oder so: Ich würde die Tics bei deinem Arzt ansprechen, eben auch weil gelegentlich ein direkter Zusammenhang zwischen der Einnahme von Stimulanzien und der Entwicklung von Tics besteht.

  3. #3
    WbD


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 216

    AW: Tics entwickelt... ohne MPH jeweils

    Hey Tolezo,

    danke für die ausführliche Antwort, und die Buchempfehlungen. Schon rein interessenshalber werde ich mal das OPAC durchforsten, ob meine Uni-Bibo Exemplare vorrätig hat.

    Nun, ich persönlich hatte eigentlich noch nie mit Tics zu tun, bin ja mittlerweile nun auch 30, und nehme Stimulanzien nun schon so einige Jahre. Früher sogar in weit höherer Konzentration. Vor meiner Diagnose sogar viele Jahre missbräuchlich. Klar, sind alles keine Ausschlussgründe, aber aus diesen Umständen heraus, kam mir das etwas spanisch vor. Auch deshalb, weil ich die letzten drei Wochen eigentlich kein MPH genommen habe, und sich dieses merkwürdige Rumgekaspere im Gesicht just in diesem Zeitraum einstellte, zusammen mit einer motorischen Überaktivität ungekannten Ausmaßes.

    Im Normfall würde ich ja an eine Art Stressreaktion mit depressivem Hintergrund glauben, was aber eigentlich nicht zu meiner die letzten Wochen doch eigentlich ganz guten Laune passt.

    Interessant ist auch, dass ich direkt nach dem Aufstehen, vielleicht so eine Stunde vollkommen frei davon bin. Ein Schließen der Augen bringt darüber hinaus auch eine gewisse Linderung mit sich.

    Merkwürdig das, vollkommen merkwürdig.

  4. #4
    WbD


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 216

    AW: Tics entwickelt... ohne MPH jeweils

    Nachdem ich heute mal wieder etas länger (>9h) schlafen konnte, stelle ich fest, dass das Ganze scheinbar arg an mein Schlafpensum gekoppelt ist. Ich habe nun schon seit gut vier Stunden Ruhe, wenn ich mal von vereinzelten kleinen Zuckungen absehe. Scheinbar muss ich wohl "nur" mal meine Schlafgewohnheiten etwas überdenken, wobei es mir unmöglich scheint, ein tägliches Pensum >7h zu erreichen. Abwarten, Tee trinken.

    LG
    WbD

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