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Diskutiere im Thema Burnout -> Fragen über Fragen... im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    WbD


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 216

    AW: Burnout -> Fragen über Fragen...

    So ganz scheint ihr mein Problem ja nicht nachvollziehen zu können
    Kannste das noch einmal ganz knapp auf den Punkt bringen? Jetzt ohne Disclaimer, und Einschübe, welche Art von Antwort du dir nicht wünscht?

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Burnout -> Fragen über Fragen...

    Missverständnis: Ich find´s ok wie alle geantwortet haben, weil es ihre Meinung ist ;_).

  3. #13
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Burnout -> Fragen über Fragen...

    repters schreibt:
    6.
    Was ich gerne von euch wissen würde:

    a. Hat sich wer von euch was ähnliches überlegt? Wenn ja, was waren die Erfahrungen damit? Tipps? Hab ihr kritisches Feedback? Ich weiß, dass oft autogenes Training empfohlen wird (oder diese Muskelentspannungssachen); damit konnte ich bisher nichts anfangen, wenn mir das aber jemand inhaltlich erklären will, höre ich auch gerne zu.

    b. Wo könnte ich mich mehr über das Thema informieren. Wahrscheinlich Foren zum Thema Burnout - aber sonst? Kennt wer gute Bücher, Youtube-Links, anderes Zeug?

    c. Sonst Gedanken? Raus damit!!!

    Also. Ich hab mir deinen Text jetzt doch mal durchgelesen.
    Die Grundstrukturen deines Dilemmas kenne ich natürlich auch.
    Aber nach einem Burnout sieht mir das noch nicht aus. Gestresst und unstrukturiert, ja.
    Also ich mache Tai Chi und Bogenschießen und male auch noch, wenn mir die Zeit bleibt.
    Nach meinem Burnout hatte ich mich Jahre nicht so richtig erholt. Jetzt mache ich eine Verhaltenstherapie
    in der Gruppe, oder im Einzelgespräch. Je nach Laune. Das hilft mir sehr.
    Bücher kannst du en Masse im Netz finden und Rezensionen dazu bei Amazon.
    Ja. Und was ich immer wieder wichtig finde, das ist, die innere Mitte zu finden.
    Ausgeglichenheit und Ausgewogenheit sind gute Zutaten für eine gesunde Suppe.

    LG --hirnbeiß--

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Burnout -> Fragen über Fragen...

    hirnbeiß schreibt:
    Aber nach einem Burnout sieht mir das noch nicht aus.
    Was mich natürlich extrem freuen würde, denn was ich dann immer lese ist

    hirnbeiß schreibt:
    Nach meinem Burnout hatte ich mich Jahre nicht so richtig erholt. Jetzt mache ich eine Verhaltenstherapie
    Ich hätte halt gerne nen quickfix ^.^. So eine Woche Problemlösung wäre gut, und dann 10 Stunden am Tag effektives Arbeiten...

    -----------
    Edit und offtopic: Strange dass die edit-Funktion total offen ist. Da könnte man ja alles reinschreiben -

    hirnbeiß schreibt:
    Am liebsten mag ich Pflaumen
    (disclaimer: Ist KEIN echtes Zitat)

    -----------
    BTW: Danke für die Antworten bisher. Wollte nicht undankbar klingen, ich weiß es schon zu schätzen ,-9.

    lg
    Geändert von repters (27.10.2012 um 17:09 Uhr)

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Burnout -> Fragen über Fragen...

    Was mich eben immer noch umtreibt, ist, ob es wirklich "nur" ADHS ist bei mir. Denn wenn ich lerne/arbeite funktioniert die "Ablenkung" bei mir irgendwie anders als bei anderen Leuten. Ich werde durch intellektuelle Stimulation stark manisch, renne wie blöd auf und ab mit Musik und Größenwahn und starken emotionalen Zuständen.

    Ist DAS typisch, wenn man "zu faul" zum Arbeiten ist innerlich?

    Ist DAS wirklich typisch für ADHS? Warum lese ich das dann hier nicht?

    Stimulanzien scheinen zu einem gewissen Grad zu helfen, aber auch nicht völlig...

    Was bisher am besten hilft, ist Sport.

    Da Sport hilft, aber reines Dopamin anscheinend nicht wirklich, hab ich eben das Gefühl dass

    entweder

    1. da noch ein anderer Botenstoff beteiligt ist bzw. ich wirklich eine Art "Manie" hab. Letzteres macht aber keinen Sinn, denn erstens habe ich keine depressiven Phasen - theoretisch gibt es das auch unipolar, aber das soll selten sein - und ich habe das nicht in "Phasen" die einfach so auftreten sondern es tritt immer in bestimmten Kontexten auf, mit anderen Worten hat ganz klare Auslöser, ich kann es bewusst "reproduzieren". Dadurch hab ich es gewissermaßen immer, wenn halt auch nur als Potential meistens. So weit ich das verstehe, gibt es so eine "Krankheit" nicht. Außerdem spricht gegen die "Manie"-Hypothese ganz entschieden, dass ich geistig ja völlig klar bin (zB nicht das mache was von Maniepatienten erzählt wird - unkontrolliertes Verhalten wie Geld ausgeben etc.), keinerlei problematische Folgen, im Gegenteil: Ich find´s eigentlich sehr angenehm. Es stört mich halt nur beim Arbeiten. Außerdem glaube ich kaum, dass Sport "eine Manie wegmacht", sonst würden die bipolaren ja die ganze Zeit Ausdauersport betreiben ,_).

    oder - dann wohl sehr viel wahrscheinlicher -

    2. das einfach nur Stress und eine Abneigung gegen geistige Arbeit und schlechte Arbeitsangewohnheiten sind, die noch aus der Zeit ohne ADHS-Medikation stammen (zur Erinnerung: Ist alles ziemlich neu bei mir) und die ich mir abtrainieren kann. Dafür spricht, dass ich ja versuchen kann "ganz ruhig zu bleiben" trotz der Stimulation durch die Informationen. Dafür spricht auch, dass ich mich ums VERRECKEN nicht erinnern kann sowas früher schon gehabt zu haben...!!! DAS hätte mir doch auffallen MÜSSEN!

    Oder ist das ganze viel normaler als ich denke? Eine andere elegantere Erklärung wäre uU eine Unterdosierung?
    Geändert von repters (27.10.2012 um 17:33 Uhr)

  6. #16
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Burnout -> Fragen über Fragen...

    Ich hab neulich was über den Stoff Tyramin gelesen.
    Les doch mal nach, vielleicht trifft sich das ernährungstechnisch mit deinen Lebensgewohnheiten und evtl. Auswirkungen.

    Vielleicht kann man deine Unruhe einfach nicht punktgenau ADHS oder HB oder einem "Fast" Burnout zuordnen, weil es durch andere Dinge ebenfalls beeinflusst wird?

    Warum sollte das nicht auch Stoffe in Nahrungsmitteln betreffen, wenn unser Hirnstoffwechsel sowieso schon ungleich normal funktioniert?

  7. #17
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Burnout -> Fragen über Fragen...

    @ Stargazer: Danke, ich kann es ja bei Gelegenheit mal ausprobieren. Hab zwar keine Misteln, aber eine Menge Bananen sollten es ja dem Link nach auch tun ,-).

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 382

    AW: Burnout -> Fragen über Fragen...

    Hallo !

    Die privaten Details.... yeah.
    Mich würde auch interessieren, wie alt die/der eine oder andere ist.
    Wegen der ..... ach egal.

    Und du bist mitnichten in den 20ern.....

    Ad rem:

    Mir ist es auch recht schwer gefallen, den Post zu lesen.... danke für die Hinweise, was auszulassen möglich ist.

    Gut.

    Bevor ich meine Meinung aus meinem persönlichen Hintergrund zum Besten gebe,
    ich liebe diese Homepage.
    Sie hat mir viel geholfen beim Selbstverstehen:
    www.ads-muenster.de

    Dort wird der Hyperfokus beschrieben und was das Besondere daran ist, aber auch warum in der heutigen Zeit
    ADHS-ler im Besonderen Burn out gefährdet sind.

    Meine persönliche Meinung geht noch ein Stückchen weiter.
    Sie ist geprägt von der buddhistischen Psychologie,
    die meines Erachtens auf besondere Weise erklärt, warum wir ADHSler sind, wie wir sind.

    Eines meiner persönlichen Themen ist das Anhaften
    an Personen, Ereignisse, Situationen, Dinge.....
    Auch ich pusche mich hoch, um auf besondere Weise funktionsfähig zu sein.
    Bsp.:
    Ich bin Krankenschwester von Beruf und in den letzten zwei, drei Jahren ist das Personal immer weiter reduziert worden
    bei gleichzeitiger Arbeitsverdichtung.
    Wenn ich zum Dienst komme und schon wieder jemand krank geworden ist,
    bleibt mir nichts anderes übrig als in den Hyperfokus-Modus einzutreten.
    Emotional, geistig, körperlich.... und ich vollbringe dann Höchstleistungen,
    zu denen andere nicht fähig sind.
    heißt: alle Patienten, für die ich verantwortlich bin, sind so versorgt wie ich es für richtig erachte,
    obwohl ich viel mehr zu betreuen habe als "normal".
    Wenn dies über mehrere Tage so läuft, dann erschöpft mich das total.
    Eine meiner Konsequenzen war.... meine Arbeitszeit zu reduzieren, um mehr Erholungspausen zu haben,
    da auch im "Normalfall" ich seit Jahren im erhöhten Modus "laufe",
    weil ich meine Ansprüche an meinen Beruf nur so leben kann.
    Versuche, dies zu ändern, der Philosophie des Hausesm der ausreichenden Pflege zu folgen, schaffe ich nicht.
    Ich kann das mit meinem Sein als Krankenschwester nicht vereinbaren.....
    ich hafte zu sehr an.... an meinen Vorstellungen, wie es richtig ist.
    Was mich immer wieder in Widerstand bringt.... vor allem gegen mich selbst.....
    der Kraftaufwand gegen diese Widerstände anzukämpfen, ich meine jetzt emotional....
    erschöpft mich sehr.

    Ich denke, dies ist die Hauptursache für Burnout neben mangelnder Organisationsfähigkeit usw.....
    nicht nur die eigenen Vorstellungen verwirklichen zu wollen, sondern nur diese als richtig anerkennen zu können/wollen.

    Das ist die Hauptursache für Burn out...... nicht loslassen können, alles richtig machen zu wollen,
    die feste Überzeugung, dass so zu sein recht ist.
    Woher dies kommt, habe ich auch so meine Theorien....
    kurz: von Kindheit an bekam ich gesagt, was ich falsch mache und wie es richtig gemacht wird.
    Das hat die Überzeugung genährt, die anderen könnten das alle und nur ich nicht.
    Jetzt, wo ich weiss, was und wie es richtig ist, möchte ich dieser Vorstellung auch gerecht werden,
    denn nur so bin ich richtig!!!!!
    und vor allem liebenswert....

    Doch zurück ......

    Hilfe!

    MPH hilft mir, mich besser konzentrieren zu können, aber auch auf meine Stimmungsschwankungen wirkt es ein.
    Jedoch im Modus des Hyperfokus ist es so, als ob ich nichts eingenommen hätte.... obwohl....
    aber das ist komplexer....

    Seit 2010 mache ich Achtsamkeitsübungen, seit Nov. 2011 sogar fast täglich mit Einbrüchen, aber ja schon fast täglich!
    Bei den Achtsamkeitsübungen geht es darum zu lernen, was gerade mit mir los. Dies wahrzunehmen.....
    meinen Körper, meinen Geist, meine Gefühle.....
    Während meiner Gruppentherapie wurde uns das SORK Stresserklärungsmodell vorgestellt,
    das mich zutiefst fasziniert hat:
    Stress entseht aus unterschiedlichen Faktoren.
    S steht für Situation, O für Organismus, R Reaktion, K für Konsequenz.

    Die Situation kann ich meistens nicht beeinflussen,
    aber das O auf jeden Fall , dazu gehört, ob ich ausreichend Schlaf hatte,
    oder ob ich hungrig, usw.
    In der Vergangenheit habe ich z.B. meistens gar nicht bemerkt, dass ich hungrig bin.
    Ich habe es nicht wahrgenommen, und doch habe ich natürlich Hunger,
    Dies führt zu einem erhöhten Reizzustand, der meine innere Reizschwelle erhöht, ohne dass mir das bewusst war.
    Wenn dann noch etwas anderes dazu kommt, ist Feierabend..... die impulsive Reaktion geschieht....

    Natürlich haben ADHS ler aufgrund ihrer Struktur noch andere Impulskontrollprobleme,
    aber diese "normalen" eben auch noch dazu.....

    Wie geschieht die impulsive Handlung.... aus einem Zusammenspiel meist von Gedanke und Gefühl,
    derer ich mir gar nicht bewusst war/bin.
    In der Therapiegruppe war ich völlig überrascht, als die Therapeutin in einer Sitzung mit mir erarbeitet hat,
    was wirklich hinter meiner Reaktion stand, welches Gefühl, welcher Gedanke......

    Sie hat z.B auch gefragt, wie sich das Gefühl körperlich anfühlt, ....
    ich hatte keine Ahnung!!!!
    Ich weiss, wusste nicht viel über meinen Körper.
    Ich habe ihm in den vergangenen Jahren kaum zugehört.
    Ich kenne/kannte ihn gar nicht.
    Hatte keinen Kontakt zu ihm,
    habe ihn immer nur benutzt.

    Was bedeutet es, wenn ich plötzlich aufstehe, wenn ich nicht mehr sitzen kann,
    was steckt da dahinter, welcher Gedanke, welches Gefühl......??
    Dazu gibt es eine Übung, bei der ich herausgefunden habe, wann und warum ich das mache.....
    zum einen bin ich furchtbar gelangweilt und zum anderen ziemlich genervt!!!!!

    Dies erklärt zu bekommen oder dies selbst wahrzunehmen ist ein Riesenunterschied!!!!!!!

    Diese Gedanken und Gefühle äußern sich bei mir in abruptem Aufstehen....
    Ich kann dann nicht mehr sitzen bleiben, ich muss mich bewegen,
    wenn ich sonst keine andere Möglichkeit habe zu reagieren.... mit Schimpfen z.B.
    Ideal wäre es zu bemerken, dass ich tödlich gelangweilt und zutiefst genervt bin,
    dann könnte ich eine Übung machen, die mir hilft dazu Abstand zu gewinnen,
    ohne aufzustehen,
    da mitten in der Übergabe oder in einem Gespräch dies nun nicht sehr höflich ist.... lächel.
    Und ich möchte ja nicht anecken, möchte nicht unhöflich sein, nicht wahr?

    Ein weiterer Riesentrugschluss war/ist, dass irgendein Medikament oder Programm mich verändern könnte.
    Damit ich endlich anders bin, besser..... Lach.

    Ich bin, wie ich bin.
    Dies zu akzeptieren aber vor allem mich erst mal kennenzulernen,
    das ist es, um was es geht.
    Mich kennenlernen
    Mich verstehen lernen,
    Verständnis für mich entwickeln
    Mich lieb haben,

    wie ich bin.

    Ich möchte aufhören, mich verändern zu wollen, mich abzulehnen.
    Ich bin, wie ich bin.

    Der Stress entsteht vor allem dadurch, dass ich nicht sein will, wie ich bin.
    Im dauernden Kampf, im Widerstand mit mir selbst zu sein.
    Und in der dauernden Nachdenkerei, wie ich es besser machen könnte,
    woran es jetzt schon wieder gelegen hat
    und dass ich mich mal wieder selbst verraten habe
    und dass ich doch dem oder jenem Programm hätte folgen sollen
    und wenn ich hätte, dann wäre das nicht passiert und ....
    und
    und....

    Das Leben entzieht sich meiner Kontrolle
    Und ich habe nicht wirklich Einfluss auf das, was geschieht.

    Schwerer Tobak.
    Und ich will das immer wieder nicht wahrhaben
    und dann geht es mir richtig schlecht,

    wenn ich mal wieder meinen Konditionierungen erliege....
    Jeden Tag.
    Manchmal weniger
    manchmal mehr.

    In der Hoffnung auf
    weniger
    immer weniger

    von Tag zu Tag

    Und wenn es mal wieder mehr ist,
    dann wünsche ich mir,
    dass ich mich nicht zu sehr verurteile,
    sondern akzeptiere, dass es so ist.


    Gruß
    Michi



    p.s.

    Eine meiner wichtigsten Erkenntnisse war zu verstehen, warum ich so oft Nackenschmerzen habe.
    So verspannt bin. Das war ich früher doch nicht....
    Lach!!!!

    Klar war ich das, aber damals habe ich es nicht bemerkt, nicht wahrgenommen.
    Seit ich MPH nehme und meine Achtsamkeitsübungen mache,
    werde ich mir meines Körpers immer öfter bewusst.
    Dann bemerke ich wie verspannt ich bin und denke,
    was ist bloß heute los, warum bist du so verspannt?

    Aber ich bin immer angespannt....
    dann ist mein Sein.... ein Dauerzustand....
    und er hat seine Auswirkungen auf meinen Körper....
    meinen Geist und mein Gefühlsleben.....
    Nur ganz selten bin ich entspannt und es ist ein besonderer Moment,
    wenn ich dies wahrnehme,
    dass ich entspannt bin
    und nicht
    dass ich meine Anspannung nicht wahrnehme.

    Du verstehst?
    Geändert von 'Michi (29.10.2012 um 06:04 Uhr) Grund: p.s. Ergänzung

  9. #19
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Burnout -> Fragen über Fragen...

    Super erklärt, Michi! Danke! Und ein super Beitrag zu den Achtsamkeitsübungen!

    @repters: Im Übrigen finde ich nicht, dass das was du beschreibst sich für einen ADHSler untypisch anhört.

    Ich benötige zB zusätzlich zum Dopamin auf jeden Fall noch Noradrenalin. Nur MPH reicht nicht.

    Was hat dir denn dein Arzt zum ADHS erklärt? Burn out und ADHS haben eigentlich nur das Dinge nicht anfangen können und Dinge nicht zu Ende bringen können, Vergesslichkeit, Schlafstörungen, Konzentrationschwierigkeiten und ein sehr angeknackstes Selbstwertgefühl gemeinsam, Burn Out ist im Prinzip eine Form der Depression. Darum wird das bei der ADHS-Diagnostik auf jeden Fall mit getestet, denn der Arzt muss zur Diagnostik wissen, was zu erst da war...besser kann ich es gerade nicht formulieren.

    LG Trine

  10. #20
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Burnout -> Fragen über Fragen...

    repters schreibt:
    Eine Erkenntnis ist, dass MPH bei mir nicht "magisch alles repariert", auch wenn es mir sehr hilft.
    Das ist schon mal eine sehr sehr wesentliche und tiefgreifende Erkenntnis .

    Denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein bestimmtes Antirauchermittel bei mir gegen ADHS wesentlich besser hilft als MPH, und daher habe ich die Vermutung dass eine Umstellung auf Kombination von MPH und geringer Dosis eines ADs für mich besser wäre (weil ich es so verstehe, dass das Antirauchermittel im Grunde genau das ist).
    Stehen die Wirkstoffe auf dem Antirauchermittel drauf?
    Möglicherweise sowas wie ein Nikotinpflaster?
    Nikotin wirkt ebenfalls gegen ADHS, in den Staaten ist man derzeit soweit ich weiß, damit beschäftigt, dies in Medikamentenform zu bringen.
    Bekannterweise kann man ADHS auch mit Zigaretten behandeln, da Nikotin sehr ähnlich wie MPH wirkt.
    Dummerweise hat das erhebliche gesundheitliche Nachteile, weshalb das nicht zu empfehlen ist.
    Wäre also interessant zu erfahren, was genau das für ein Antirauchermittel ist.

    Ansonsten ist Deine Vermutung richtig, dass es durchaus möglich ist, dass für Dich eine Kombination aus MPH und AD oder andere Mittel besser wirken.
    Das ist nun mal eine sehr individuelle Geschichte.
    Der Haken ist, dass diese Erkenntnis mit einer Schlussfolgerung/ Antwort einhergeht, welche Du bereits als zu geben ausgeschlossen hast, weil Du sie als am Thema vorbei oder gar als Frechheit empfindest ... ein ziemliches Dilemma oder?
    Trotzdem gebe ich eine Antwort, am Ende dieses Postings.

    Es ist die Hypothese, dass ich zwar "ADHS habe" aber letztlich auch in einem "Burnout" bin, was immer das ist.
    Zunächst einmal ist "Burnout" nichts anderes als eine leistungsgesellschaftlich mehr anerkannte Formulierung für "Ich habe eine Depression, bzw. bin auf dem Wege in eine solche".

    Der Unterschied liegt nur darin, dass die Menschen bei Depressionen sagen:
    "Der hat Depri's ... Weichei"
    und bei Burnout:
    "Whaoo... der hat sich kaputtgearbeitet, Wahnsinn ...!"

    Aber natürlich ist es nicht ungewöhnlich und allgmemein bekannt, dass ADHS selten alleine kommt.
    Diverse Komorbiditäten, Depressionen/ "Burnout" eingeschlossen, kommen gerne mit, Depr. vor allem.

    Es wäre also vollkommen logisch, genau davon auszugehen, wenn man als Erwachsener mit ADHS ausfällt.

    (Achtung, das bitte ernst nehmen... wenn ich solche Disclaimersätze schreibe kriegen das immer 70% nicht mit und antworten dann DOCH so und drehen den Thread in eine falsche Richtung. Ich hab´s schon so gemeint wie ich geschrieben habe!).)
    Das finde ich schon ziemlich niedlich .... ehrlich.
    Also wenn ich feststellen würde, dass 70% der Antworten, die ich auf eine Frage bekomme, nicht dem entsprechen, was ich eigentlich gefragt habe, würde ich mich fragen, ob diese Antworten entweder einfach nur die richtigen sind und/ oder ich eventuell die Fragen falsch formuliert habe .
    Wenn die Mehrheit so reagiert, würde ich darüber vielleicht schon ein wenig nachdenken.
    Aber das nur nebenbei.

    ------ kurze Zwischenbemerkung: Ich hab es JETZT GERADE wieder! Obwohl ich motiviert war/bin den Thread zu schreiben - auf und ab laufen plus Kopfkino... trotz MPH, und eine höhere Dosierung würde mir glaube ich auch nicht helfen... muss erst mal ne Weile herumlaufen oder kurz Schlafen bzw. was anderes machen... ------
    Damit hast Du gerade genau das Richtige getan ... auch das ist ein Skill.
    Du willst das nicht hören, aber das ist ADS, ... und Du reagierst korrekt darauf.
    Das ist genau richtig: Kurz unterbrechen, auf und ablaufen, abreagieren, und dann wieder zurück und den Task weiterverfolgen/ beenden.
    Es geht gar nicht darum, durch eine Verhaltenstherapie das jetzt zu unterbinden, sondern Möglichkeiten zu schaffen, die Dir das erlauben!
    Arbeit unterbrechen, Abreagieren, Arbeit wieder aufnehmen.
    Wenn das funktioniert (und das scheint ja so zu sein), dann gilt es, genau das in den Alltag zu implementieren.
    Klar, sagt sich leichter, als es sich umsetzt, zumal das u. U. bedeutet, den Arbeitgeber mit alldem zu konfrontieren, dafür zu sorgen, dass dies ermöglicht wird, die Zeit dafür zur Vefügung gestellt wird etc.

    Aber das sind doch genau die Maßnahmen, die uns helfen.

    - DAFÜR spricht zB schon mal, weil MPH das nicht richtig weglöst. MPH reduziert bei 10mg - 20mg (retardiert, Medikinet adult) die Unruhe, die Unzufriedenheit, die Aggressivität, aber richtig arbeiten kann ich darunter nach wie vor nicht
    ...
    Zufrieden bin ich aber mit dem Endzustand nicht.
    Du hast doch im Eingang schon geschrieben, dass die Erkenntnis bei Dir angekommen ist, dass MPH ADS nicht einfach wegbläst ... was sollte sich bin her geändert haben?
    Das kannst Du vergessen.
    Du hast positive Wirkungen beschrieben, das spricht dafür, weiterhin die Medikation beizubehalten, aber es ist ein Mythos, dass ADS anschließend wie weggeblasen ist ... ist es nicht.
    Es gibt Dir die Basis für Änderungen.
    Wie sagt Barkley so unglaublich passend:

    "There is no Knowledge in the Pill .... but what the drugs do, is to make you available for learning"

    Die Medikation schafft nur eine Basis.
    Aber das ist lange nicht alles, was wir brauchen.

    Aber das ändert selbstverständlich nichts daran, dass es sehr gut möglich ist, dass eine andere Medikation bei Dir bessere Ergebnisse erzielt!!

    Für mich hört sich das iE so an, als ob ich mich dringend (auch) mit der Frage der Lebens- und Tagesstrukturierung etc. beschäftigen muss.
    Ja selbstverständlich ... Willkommen in der Realität .
    Ja, ... Natürlich bedarf es einer speziellen, auf jeden einzeln eingerichtete Struktur, tägliche kleine "Prothesen"/ Skills, welche uns helfen, trotz der Medikation den Alltag zu bewältigen.

    b. Wo könnte ich mich mehr über das Thema informieren. Wahrscheinlich Foren zum Thema Burnout - aber sonst? Kennt wer gute Bücher, Youtube-Links, anderes Zeug?

    c. Sonst Gedanken? Raus damit!!!
    Kommen wir nun zu meiner Antwort, die eigentlich die Antwort auf fast alle Deine Fragen ist, die Du aber ja eigentlich bereits ausgeschlossen hast...

    Meine Empfehlung ist, Deinen Arzt um eine Überweisung in eine Klinik zu bitten.
    Ich selber war z. B. in Bad Bramstedt (8 Wochen).
    Dort haben sie eine eigene ADHS-Station und kennen all diese Komorbiditäten, inkl. Depr. und Burnout.
    Dort lernt man etliche Strategien und zwar immer auch im Hinblick darauf, dass der Burnout/ die Depr. auf einer ADHS liegt.

    Der Haken an all den Büchern und Ratgebern ist nämlich, dass sie in den seltensten Fällen für die Personen geschrieben sind, die eine ADHS unter ihrer Erkrankung liegen haben.
    Es gibt mehr Kliniken, die auf ADHS spezialisiert sind, Lünebürger Heide z.B., dort wo Martin Winkler ist, ebenfalls eine Fachklinik.

    Es geht darum, speziell unter Berücksichtigung der ADHS eine Behandlung durchzuführen und Hilfen für das alltägliche Leben zu finden.
    Ein solcher Reha- oder Klinikaufenthalt bringt eine große und gute Basis für alles spätere.
    Auch hier gilt:
    Eine Basis ... der Rest kommt später.
    Ob wir es wollen oder nicht, die von Dir gewünschte schnelle Lösung wirst Du nicht finden.
    Dazu ist die ganze Sache entschieden zu komplex.
    Man lernt dort z. B. auch sehr gut den Umgang mit Überlastung, Leistung, Streß etc., teilweise sogar sehr sehr anschaulich.

    Aber der beste (wenn nicht gar der einzige) Weg für einen ADS'ler zu lernen ist leider der des eigenen Erlebens/ der eigenen Erfahrung.
    Wir können nicht so einfach von anderen oder aus Büchern lernen, wir müssen es selber spüren und erleben.
    Das ist Teil der ADS, Teil der exekutiven Funktionen, welche bei uns eingeschränkt sind.

    Und ja, ... die Wartezeiten in den Kliniken liegen bei mehreren Monaten ... aber sie sind es wert.

    Und obwohl ich z. B. ein Mensch bin, der in einem klinischen Setting unter extremen Streß steht, kann ich sagen, dass ich von den 8 Wochen BB sehr profitiert habe.
    Aber dennoch bin ich auch heute noch dabei, zu lernen, Dinge auszuprobieren, neue Hilfsmittel zu suchen und ich habe noch keinen Weg gefunden, wie ich wieder in einen Beruf finde.
    Das heißt nicht, dass ich das nicht mehr schaffen werde, aber seit meinem Ausfall mit "Burnout", sind bereits ... da kommt jetzt das Zeitgefühl der ADS'ler ins Spiel, ich weiß es nicht mal mehr, ... ich glaube fast 2 Jahre vergangen und ich bin immer noch krank geschrieben.

    Ich denke nicht, dass es bei Dir so lange dauern muss, aber so schwer es gerade uns fällt, Geduld ist eine Tugend...

    LG
    Fliegerlein

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