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Diskutiere im Thema Wie reagieren Failienmitglieder auf Euer Verhalten? Verstehen die Euch?Unterstüt im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Stefanus

    Gast

    AW: Wie reagieren Failienmitglieder auf Euer Verhalten? Verstehen die Euch?Unter

    Kann mich den meisten nur anschließen und fasse mich kurz.
    Mein Vater und mein Bruder sind so ziemlich das Gegenteil von ADS. Sie tun Dinge schnell abstempeln und wenn man sie darauf anspricht rennen sie lieber vor dem Problem weg um es so schnell wie möglich zu verdrängen. Ich kann auch keine wirkliche Beziehung zu ihnen aufbauen weil ich es einfach auch nicht mehr will. Ein gewisse Zeit wollte ich mich immer wieder anpassen dass wir ja doch irgendwie zusammen kommen aber es funktioniert einfach nicht.
    Meine Mutter ist halt irgendwo meine Mutter. Sie hat das Muttergen und will dass es mir gut geht aber da bezieht sich eher auf das konventionelle denken von glücklich sein: "Habe einen guten Schulabschluss, viele Freunde und gehe regelmäßig raus". Aber wie es wirklich in meinem Kopf vorgeht interessiert sie nicht wirklich bzw. wird auf ähnliche Art wie bei meinem Bruder und Vater verdrängt. Nur wenn ich mal wirklich Heule (was bei mir sooo selten der Fall ist) oder Emotional am Boden bin hört sie mir über mein ADS zu, was dann am nächsten Tag schon wieder in keinster Form angesprochen wird, als ob das Gespräch nie stattgefunden hätte.

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 382

    AW: Wie reagieren Failienmitglieder auf Euer Verhalten? Verstehen die Euch?Unter

    Hi !

    Mir ist bewusst, dass ich in dem Modus bin:

    Versteht, dass sie nicht anders sind als ihr / wir / du !!!!
    Und dass ich helfen will...
    und dass ich recht habe....


    Von meinem Vater fühlte ich mich anerkannt, von meiner Mutter nicht. In meiner Erinnerung hat sie immer nur an mir herumgemäkelt.
    Ich konnte ihr nichts recht machen und könnte was auch immer besser, "richtiger" machen, wenn ich mich nur mehr bemühen würde.

    Erinnert das die Männer irgendwie an ihre Partenrinnen? Und dass, wenn ihre Partnerinnen in diesen Modus eintreten,
    sie alle Stacheln stellen oder auf Durchzug schalten?
    Mein Sohn tut das jetzt schon (10 Jahre).....

    Mein Sohn ist ein großes Geschenk für mich in vielerlei Hinsicht .
    U.a. hilft er mir meine Kindheit zu verstehen, das Verhalten meiner Mutter, meine Reaktionen, ihre Reaktionen....
    denn immer öfter bemerke ich mich in ihrer Rolle ..... ach ja, seufz.
    Und ich wollte doch nie so sein wie sie!

    Die meisten AD(H)S ler haben zumindest ein Elternteil, das auch AD(H)S hat.
    Und wenn wir über uns selbst erzählen, über unsere Schwierigkeiten, über was auch immer,
    dann werden sie mit sich selbst konfrontiert.
    In einer Diskussion mit meiner Schwester über AD(H)S hatte ich zuerst das Problem, dass sie meine Ausführungen
    so verstand, dass ich jetzt endlich eine allgemein akzeptierte Ausrede gefunden habe für meine Schwierigkeiten mit mir selbst,
    mit den anderen und der Welt.
    Ausreden hat sie nie gelten lassen und hat mich zu allen Zeiten mit mir selbst konfrontiert.
    Ich musste ihr erst mal deutlich machen, dass es mir nicht darum geht, sondern dass ich dadurch jetzt für mich eine Möglichkeit eröffnet hat, mich selbst zu akzeptieren, mich mit mir zu versöhnen, weil ich jetzt verstehen kann, warum ich bin, wie ich bin.

    Meine Schwester war diesen Weg schon im jungen Erwachsenenalter gegangen. Wenn sie damals versucht hat, mir zu erklären,
    was mit mir los ist, habe ich nur auf stur geschaltet, mich immer nur angegriffen gefühlt,
    wenn ich auch Momente der Erkenntnis hatte.
    Ich wollte einfach nicht verstehen !!!! Wollte mich nicht mit mir auseinandersetzen, mich mir selbst stellen.
    Sie verstand sehr gut, warum ich mich wehrte.
    Und ich fühlte mich trotz meines Widerstandes von ihr weiterhin angenommen, wie ich war.

    Sich sich selbst stellen bedeutet zuerst, der eigenen Richterin ins Auge zu blicken und davor haben wir alle Angst.
    Angst davor, diese Urteile bestätigt zu bekommen, sie nicht mehr verdrängen zu können.
    Daher die Blockaden, das Schweigen .....
    Die meisten Menschen haben ihren Weg gefunden, mit sich selbst klar zu kommen und wollen sich nicht erschüttern lassen.
    Wollen nicht wirklich tiefer gehen, bleiben an der Oberfläche und die anderen sind eben schuld!!!

    Dabei geht es gar nicht um Schuld, sondern um Verstehen, Verständnis, Mitgefühl, Zärtlichkeit, Annahme und Akzeptanz,
    um Liebe.
    Für sich selbst.

    Wir wünschen uns alle Liebe. Doch die meisten haben sie in ihrer Kindheit nicht erfahren und haben dadurch auch Schwierigkeiten
    sie zu fühlen. Für sich selbst und daher auch für andere.
    Was gefühlt wird ist die Sehnsucht und die Hoffnung, dieser Mensch da würde sie einem geben können und dadurch empfindet
    man das für ihn, was man sich von ihm wünscht.
    Was man für sich selbst nicht hat, kann man aber nicht für andere empfinden.
    Und so lösen sich die Gefühle irgendwann auf....
    da man nicht bekommt, was man sich wünscht.

    Und man einigt sich auf einen Modus vivendi.....

    Ich empfinde Verantwortung, Fürsorge, Zärtlichkeit und Verständnis für meinen Sohn....
    Und je mehr ich es für mich entwickele, desto mehr kann ich es an meinen Sohn weitergeben
    meinen (Rollen-)Konditionierungen erkennen und aussteigen.
    Sei es die der Tochter, der Mutter, der.... und .....

    Es ist wichtig, uns selbst wirklich zu verstehen....
    dann verändert sich alles.

    Michi
    Geändert von 'Michi (22.10.2012 um 13:30 Uhr)

  3. #13
    TTS


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 235

    AW: Wie reagieren Failienmitglieder auf Euer Verhalten? Verstehen die Euch?Unter

    Ich weiß gerade mal seit ein paar Wochen das ich ADS habe. Die Familie weiß es noch nicht. Aber meine Freundin versteht es nicht so ganz (oder kann es nicht verstehen).
    Ich bin mit der Situation auch ziemlich überfordert. Mal sehen was die Medikamente bringen. Nächste Woche kriege ich das 1 Rezept.
    Unterstützung bekomme ich noch von niemandem. Mal sehen was sich die nächste Zeit so ergibt.

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Wie reagieren Failienmitglieder auf Euer Verhalten? Verstehen die Euch?Unter

    'Michi schreibt:
    Gehörst du nicht auch zu den Frauen, die danach sehr wohl wissen, wie "es" besser gewesen wäre?
    Beim Lesen deines Beitrages hatte ich so ein Gefühl!
    Stimmt, wenn ich frage will ich tatsächlich Antworten haben. Wenn ich dagegen tatsächlich emotionalen Ausgleich suche, bringe ich das nicht als Frage rüber. Ich hab bei Bedarf auch schon gesagt "Hey, lass das (mit den Tipps), ich will mich ausjammern und brauch dich zum 'mit-über-die-böse-Welt-motzen-die-so-gemein-zu-mir ist'...
    Zu einer Freundin die auch Adhs hat und super rückwärts einparken kann. Denn die hat - wie ich auch meist - sofort Lösungs-Ideen von sich gegeben und brauchte den gewunkenen Zaunpfahl um auf den 'solidarisch-zeigen-Modus' umzuschalten.

    Zum Verstehen des Umfeldes:

    Meine Familie und Freunde kommen mit meinen Verhaltensweisen klar. Freunde weil sie mich ja so kennengelernt haben, eben an mir auch Dinge zu schätzen wissen, die gerade wegen dieser Dinge eben zu mir gehören. Familie hat einiges an Arbeit gebraucht. Meine Mutter ist das Gegenteil von mir, was oft zu Reibung geführt hat weil einfach das gegenseitige Verstehen ständig an Grenzen gestoßen ist. Meinem Vater bin ich sehr ähnlich, auch was die Adhs-Symptome angeht. In 'guten' Situationen führt das zu viel Verständnis und Harmonie ohne Dinge aussprechen zu müssen. In weniger guten Situationen hat das oft so gekracht das der Rest der Familie in Deckung gegangen ist. Denn was für Andere wie Mord-und-Totschlag aussehen kann, ist zwischen uns beiden - denke ich - völlig normales Adhs-unterstütztes "sehr direkt, sehr emotional und auch mal sehr wütendes ....hm....Kommunizieren...

    Renkt sich immer wieder ein. Wir sind beide nicht nachtragend, leicht zu versöhnen und eh schon kurz nach der Situation von zwanzig anderen, viel spannenderen Dingen abgelenkt.

    Die Diagnose und das zunehmende Verstehen wie sich mein Adhs zeigt oder zeigen kann, wird von meinem Umfeld sehr positiv aufgenommen. Nach anfänglichem Zögern, weil die typischen Adhs-Klischees erstmal ausgeräumt werden mussten.

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 85

    AW: Wie reagieren Failienmitglieder auf Euer Verhalten? Verstehen die Euch?Unter

    Ich habe meine ADHS-Diagnose erst seit gut zwei Jahren, aber psychische Probleme hatte ich schon immer - irgendwie.

    In meiner Familie war (und ist) es Usus, dass man über Problematisches eher nicht redet. Alles soll möglichst "harmonisch" funktionieren. Jeder hat sich bemüht und möglichst angepasst, damit das Bild von der "heilen Welt" nicht aus den Fugen geriet, denn darauf war besonders meine psychisch labile Mutter immer sehr angewiesen.

    Heute bin ich etwas offener geworden. Aber wenn ich was von ADHS sage, dann gibt's nur betretenes Schweigen. Das will so genau gar keiner wissen.

    Weil ich seit zehn Jahren von Erwerbsminderungsrente lebe, wissen sie alle, dass psychisch mit mir was nicht okay ist. Aber nie hat einer mich gefragt, was nun genau mein Problem ist. Weder die Eltern noch die Geschwister. Ich habe es auch nicht erwartet, dass sie fragen würden.

    Ich füchte, meine Eltern würden sich quasi "bedroht" fühlen, wenn sie sich genauer damit konfrontiert sähen, dass mit mir was nicht stimmt. (Vielleicht würden sie sich schuldig fühlen - so abwegig das auch ist?) Das mag ich ihnen nicht zumuten. Beide sind eher unsichere Persönlichkeiten.

    Also behalte ich es eben doch wieder für mich.

    Wie schon mein Leben lang.

  6. #16
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.435

    AW: Wie reagieren Failienmitglieder auf Euer Verhalten? Verstehen die Euch?Unter

    Hallo alle,

    Zu thema zuhören, trösten oder lösungen bringen, hätte ich so viel zu sagen, aber einigen (michi, auri) formulieren es so schön, ich kann mich nur anschliessen.

    Ich habe in mein leben mehr lösungen gehört als was ich gebraucht hätte und eigentlich auch viele lösungen die für mich ehe nicht klappen. Aber getröstet war ich oft kaum, oder zu wenig...

    Ich neige andere ehe zu trésten, aber es kann sein dass ich doch lösungen bringe.

    Oft, zu jammern, zu erzählen wie ich mich fühle, was passiert ist, und zwar zu jemand anders der richtig zuhört und verständnis zeigt, hilft mich sehr EIGENE lösungen zu finden, die wirklich zu mich passen. Manchmal gibt es mich genug bestàdigung, mut und vertrauen um dann wirklich so zu reagieren wie ich sonst weiss dass es gut ist.

    Einige menschen in meine umfeld machen es wunderbar...

    Einigen kommen sofort mit ein rat, ohne sich lang um meine gefühlen zu kümmern. Für mich wirkt als "Hör auf zu heulen, reiss dich zusammen und mach endlich etwas". Also, auf eine seite, darf ich nicht fühlen und mich beklagen, auf der andere seite, fühle ich mich von der andere als trottel behandelt, weil er sofort mich eine lösung bringt, obwohl ich wahrscheinlich selber weiss was zu tun ist.

    Mit eine freundin hatte ich lange zoff deswegen. Sie verstand mein bedürfnis nicht, empfindet was ich erzähle rasch als "jammern" und fèhlt sich als abfallheimer behandelt. Aber für ratschlägen ist sie immer da.

    Jetzt mache ich so: wenn ich von ihr eine rat brauchen kann, frage ich ihr. Wenn ich getröstet werden möchte, fasse ich mich kurz und so dass es klar ist, ich will nur getröstet werden. Ich gebe kein detail, bleibe allgemein, mit so ein satz wie "ach, partnerschaft ist manchmal schwierig".

    Jetzt will ich nur noch ihr stoppen wenn sie mit ein tips kommt, obwohl ich nichts verlangt hatte davon und nur sehr nebenbei etwas gesagt habe. Einmal hatte ich nachgefragt was sie damit will, und sie hatte tatsächlich der eindruck, ich brauche ein rat von ihr!

    Ne, manchmal klage ich auch ein bisschen um meine ADS-macken und es reicht mich. Ich will ehe mich annehmen damit als quälen mit zusammenreissen. Darüber schimpfen hilft mich eben auch dabei. So ein spruch wie "Ach, wieder 1000 gedanken im kopf und nicht bei die sache" tut mich gut und toll ist wenn jemand damit eine nette witz macht oder nett reagiert. Wenn sie da kommt mit ihre tips, kommt es rasch zu zoff...

    Sonst finde ich so schöne wie andere ADSler mich dabei so schön trösten können und wie wir darüber lachen können. So was tut mich gut.

    Noch etwas: auf wörter wie "falsch" und "richtig" reagiere ich sehr heftig. Sie sind trigger für mich, ich war meine ganze leben eben "falsch".

    So wieder eine lange beitrag von mich und noch OT . Ist es möglich diese spannende thema anderswo zu verlagern? Oder ist ok wenn wir so abschweifeln?

    lg

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 354

    AW: Wie reagieren Failienmitglieder auf Euer Verhalten? Verstehen die Euch?Unter

    Hallo!

    Ist ok. Ich schweife auch oft ab.

    Maedelmerlin

  8. #18
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.101

    AW: Wie reagieren Failienmitglieder auf Euer Verhalten? Verstehen die Euch?Unter

    ich hab meine ADS Diagnose so gut wie.

    Meine Mutter ja mir ihr kam ich gut klar. ich lies sie in ruhe und sie lies mich in ruhe.
    Mein Vater er fand immer was zum meckern.
    Meine Schwester. ich denke wir sind einfach zu weit weg um uns wirklich gut zu verstehen(10 jahre altersunterschied). Sie will mir immer belangloses erzählen und ich tu einfach so als ob ich hinhöre.
    Dennoch fühlte ich mich als Kind meinem Vater näher.
    Ich gab mein bestes aber es war nie genug. Das einzige was ich in meiner Familie immer sehr gut fand, keiner war nachtragend auch wenn meine Schwester es mir oft androhte. "Wenn du mir den gefallen nicht tust mache ich auch nix mehr für dich" war einer der Sätze die sich mir in verbindung mit ihr eingebrannt haben.
    natürlich tat ich dann das was sie wollte.
    Man kann also sagen ich lebte nicht mein Leben sondern war Fremdbestimmt, wobei ich jedoch immer wieder anzeichen des Ausbruches aus dem Gefängnis wagte. ich war ein sehr launiger und impulsiver Teenager und junge Erwachsene.
    Als meine Mutter vor 14 Jahren starb übernahm ich Verantwortung die, die mein Vater nicht übernehmen konnte oder wollte. Auch begang dort die Zeit das ich mich abgrenzte den ich ging so ganz anders damit um als mein vater und meine Schweste, die beiden jedoch schweißte es zusammen wie Pech und Schwefel.
    Ich fühlte mich dafür zuständig das die Familie nicht zerbricht, wollte stark sein. Generell machte ich früher viel um dazuzugehören/um den anderen zu gefallen.
    Es war also der Zwiespalt zwischen dazugehören zu wollen aber zu merken dass man nie dazu gehören wird. Es war ein stetiges auf und ab.


    Ich lernte meinen Mann kennen und wir zogen zusammen. ich denke da habe ich mich zum ersten mal ernsthaft für etwas eingesetzt, wir waren beide noch in der Ausbildung und mein Vater fand es gar nicht gut, gerade das finanzielle machte ihn Angst. Wobei wenn er so viel Angst hatte das wir baden gehen hätte er uns auch ein wenig mehr unterstützen können wie z.B. meine Schwiegereltern die die idee sehr gut fanden.
    Aber auch ohne seine Hilfe schafften wir es und gründeten irgendwann unsere Familie, auch das fand mein Vater natürlich nicht toll und meine Schwester schoss den Vogel ab. man muss dazu wissen, dass mein Mann eine Erbkrankheit hat und sie sagt allen ernstes, dass sie nicht verstehen könne wie man mit dem Wissen der gefahr die diese Erbkrankheit mit sich bringt kinder in die Welt setzen kann.
    Danach herrschte erst mal Eiszeit zwischen uns.

    Ja und heute?

    Heute habe ich einen für meinen Geschmack zu häuffigen kontakt zu meiner Schwester, sie hat gelernt, dass ich mich nicht mehr rumschubsen lasse und meinen eigenen Weg gehe auch wenn ihr das nicht immer passt aber das ist mir mittlerweile egal.
    Mein Vater ich denke mittlerweile, dass er auch ADS hat und wir uns ähnlicher sind als wir denken. Er wohnt mittlerweile mit seiner neuen Partnerin 250 Kilomter entfernt und wir telefonieren ab und an mal. Wobei es vor kommen kann, dass wir uns mal 3 Monate gar nicht hören.

    Mein Mann ich denke er ist die einzige person neben meinen Schwiegereltern die sich mühe geben mich verstehen zu wollen. Ich fühle mich meinen Schwiegereltern teilweise näher als es je bei meinen eigenen Eltern war.
    Mein Mann gibt mir kraft, er wird es auch nicht leid mir ein 1000stes mal zu sagen dass ich meinen Weg gehen muss.

    Mein großer ja in ihn sehe ich viel von mir und ich bin natürlich sehr hinterher, dass wir ein besseres verhältnis haben als ich es zu meinen Eltern hatte. Auch wenn zwischen und mal knallt also laut wird, versuche ich danach immer ein klärendes Gespräch zu führen.
    Der kleine liebt mich Bedingungslos auch wenn ich wieder mal laut werde und mich hinterher dann bei ihm dafür entschuldige.
    Zum Gück wird es aber seltener dass wir da so extrem aneinander rasseln.
    Meine Kinder und ich haben mittlerweile eine rote Karte die den jeweils anderen dann zum innehalten und nachdenken bringen soll. Was überraschend gut funktioniert.

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 23
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Wie reagieren Failienmitglieder auf Euer Verhalten? Verstehen die Euch?Unter

    Meine Eltern waren ja dabei als mir als Kind ADS diagnostiziert wurden. Da gab es dann natürlich einen Haufen Infomaterial, immer wieder Gespräche mit der Ärztin und eben die Tatsache dass sie mich nicht anders kennen. Zudem sagen sie beide dass sie viele ''Symptome'' bei sich selbst wiedergefunden haben und mein Verhalten in der Schule und im Privatleben von sich selber kennen. Daher ist das Verständnis relativ groß.

    Allerdings versteht vor allem meine Mutter nicht wie stark die Medikamente mein Verhalten beeinflussen, sie macht sich deswegen häufig Sorgen und hat Angst um mich. Mit Meds hat sie selbst ja keine Erfahrungen machen können. Deswegen führt es da manchmal zu Problemen, wenn ich zum Beispiel in einem ''Lernrausch'' bin oder beim Abklingen des MPH, das ich früher genommen habe, stunden lang nur schweigend vor mich hingebrütet habe. Und meine Aufgedrehtheit wird ihr manchmal auch etwas zu viel... ansonsten stoße ich da auf ziemlich viel Verständnis und bin auch sehr froh darüber.

    Gruß
    Adoria

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Wie reagieren Failienmitglieder auf Euer Verhalten? Verstehen die Euch?Unter

    @Adoria: Diesen "Lernrausch" von dem du da sprichst... hattest du den mit Equas./Methylphenidat generell vorher auch?

    Ich frage, weil ich mit der Wirkung vom MPH nicht zufrieden bin in gewisser Hinsicht... Momentan löse ich das durch eine ganze Reihe von Sachen (zB immer Sport vor dem Arbeiten, aber noch so einiges anderes zusätzlich, teilweise starker Aufwand), aber eine langfristige Lösung scheint mir mein derzeitiger Ansatz nicht.

    Wurde dir Attentin von deinem Arzt selbst angeboten? Bei mir kennt der Arzt überhaupt nur MPH, und mein Einwand es helfe nicht *richtig* wurde sofort abgeschnitten mit dem Satz, das könne nicht sein, wenn man adhs habe löse MPH das immer und 100% (m.E. unterschwellige Drohung: Wenn ich noch weiter sage dass es mir nicht 100% hilft, nehmen sie es mir weg aber ich bekomme nichts anderes... Auch Kombinationen mit dopaminwirksamen Antidepressivas machen sie "grundsätzlich" nicht.). Auch wurde ich vom Arzt noch nie richtig gefragt wie MPH bei mir überhaupt wirkt, ich habe es mehrmals erzählen wollen aber ich hatte das starke Gefühl dass da nicht viel ankam.
    --
    EDIT: Mein Beitrag war ziemlich offtopic, ich sollte die Frage wohl woanders stellen - bitte ignorieren.
    Geändert von repters (26.10.2012 um 01:08 Uhr)

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