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  1. #1
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.275

    Idee Die Welt und das Leben sind verrückt

    Irgendwie ist doch alles verrückt. Wo ist oben, wo unten? Was ist gut, was ist schlecht? Was ist Glück und was ist Trauer? Was ist normal und was ist krank?
    Kann man das alles immer so genau sagen, ist es immer trennbar?

    Wir kategorisieren, analysieren, interpretieren - Bücher, Bilder, Worte, Situationen, MENSCHEN.

    Was ist der Sinn dahinter?
    Was bringt es mir, zu wissen, ob ich adhs, borderline, bipolare Störung, Depression, soziale Phobie oder was auch immer habe??!! Hauptsache, ich selbst bin in der Lage zu bestimmen, ob es mir gut geht und wenn nein, warum nicht. Therapien sollte man ohnehin an individuelle Bedürfnisse und nicht an von Menschen gemachte Kategorien anpassen, wenn sie Erfolg haben sollen.
    Ich meine: Früher hatten die Menschen dieselben Probleme, aber wohl weniger Namen dafür, oder andere. Und? Hat sich etwas geändert, ausser dass die Gesellschaft komplizierter geworden ist?

    Viele Personen werden "untersucht" und "diagnostiziert"... die meisten aber niemals. Das "Pathologische" wird unterteilt bis ins Tausendste, das "Gesunde", "Normale" bleibt ein einziger Kloss, als wäre es homogen.

    Gerade wir ADHSler sind doch eigentlich Leute, die sich nicht in Kategorien zwängen lassen. Und GERADE WIR lassen uns in die Kategorie "ADHS" zwängen...???!!!
    Es ist verrückt.
    und das Verrückteste ist ja, dass ich das hier schreibe, obwohl ich selber gerade in einer Abklärung bin. Obwohl ich sämtliche Kategorien in Frage stelle, nimmt es mich wunder, in welche ich wohl gehören würde... So sind die Menschen eben: allesamt verrückt. Sie stecken bis über die Ohren in Widersprüchen. Nicht nur in dieser Hinsicht, sondern auch in vielen anderen.

    Angesichts dessen, dass alles so verrückt ist, verwundert es mich nicht mehr, dass ich enorme Stimmungsschwankungen habe. Denn wenn die Welt ohnehin schon auf dem Kopf steht, wie soll ich denn da wissen, ob ich lachen oder weinen soll..??!!

    Also habe ich manchmal Lust zu lachen, manchmal Lust zu weinen. Manchmal könnte ich die Welt umarmen, manchmal könnte ich sie zertrampeln. Heute will ich mich umbringen, morgen packt mich der Optimismus. Heute will ich die Welt verändern, morgen schüttle ich resigniert den Kopf und vergrabe mich in Träumen. Heute bin ich ein Spielball, morgen die Spielerin, und übermorgen vielleicht beides gleichzeitig.

    Es scheint mir nicht so, dass Widersprüche auftreten, quasi aus dem Boden schiessend, wohin wir auch treten - sondern eher, dass "der Mensch" DER Widerspruch schlechthin ist. Er ist Freiheit und Unfreiheit/Endlichkeit und Unendlichkeit gleichzeitig, denn er hat eine Seele, die jedoch in einem Körper eingeschlossen ist. Vielleicht liegt ja in diesem Widerspruch die Quelle aller Widersprüche.

    Und sind diese Widersprüche schlecht? ich denke nicht!! Sie gehören zu uns. Manchmal sind sie beschämend, manchmal belustigend. Aber hätten wir sie nicht, wären wir keine Menschen mehr, sondern Seelen oder Marionetten.
    Nur manchmal denke ich, dass die Menschen sich das Leben kompliziert machen, wenn es auch einfach gehen könnte. ICH auch!

    Schönen Abend noch!!

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Die Welt und das Leben sind verrückt

    ich versteh das auch alles nicht aber vieles davon ist mir ziemlich egal, darüber würde ich garnicht nachdenken.

    der widerspruch, dass ich etwas jetzt aber mal machen will und es nicht geht, stört mich immer gewaltig.

    klar ist das irgendwie ein prinzessin-auf-der-erbse-problem aber darüber will ich garnicht nachdenken. ich hasse es, wenn sachen, die man lange plant, nicht gehen!



    "Irgendwie ist doch alles verrückt. Wo ist oben, wo unten? Was ist gut, was ist schlecht? Was ist Glück und was ist Trauer? Was ist normal und was ist krank?
    Kann man das alles immer so genau sagen, ist es immer trennbar?

    Wir kategorisieren, analysieren, interpretieren - Bücher, Bilder, Worte, Situationen, MENSCHEN."


    ja, das verstehe ich auch nicht. es ist auch irgendwo zum heueln und davonlaufen.



    Angesichts dessen, dass alles so verrückt ist, verwundert es mich nicht mehr, dass ich enorme Stimmungsschwankungen habe. Denn wenn die Welt ohnehin schon auf dem Kopf steht, wie soll ich denn da wissen, ob ich lachen oder weinen soll..??!!

    Also habe ich manchmal Lust zu lachen, manchmal Lust zu weinen. Manchmal könnte ich die Welt umarmen, manchmal könnte ich sie zertrampeln. Heute will ich mich umbringen, morgen packt mich der Optimismus. Heute will ich die Welt verändern, morgen schüttle ich resigniert den Kopf und vergrabe mich in Träumen. Heute bin ich ein Spielball, morgen die Spielerin, und übermorgen vielleicht beides gleichzeitig.

    Es scheint mir nicht so, dass Widersprüche auftreten, quasi aus dem Boden schiessend, wohin wir auch treten - sondern eher, dass "der Mensch" DER Widerspruch schlechthin ist. Er ist Freiheit und Unfreiheit/Endlichkeit und Unendlichkeit gleichzeitig, denn er hat eine Seele, die jedoch in einem Körper eingeschlossen ist. Vielleicht liegt ja in diesem Widerspruch die Quelle aller Widersprüche.

    Und sind diese Widersprüche schlecht? ich denke nicht!! Sie gehören zu uns. Manchmal sind sie beschämend, manchmal belustigend. Aber hätten wir sie nicht, wären wir keine Menschen mehr, sondern Seelen oder Marionetten.


    ich versteh das auch nicht. ich will immer, dass alles klappt. ich denke, die menschen wären auch ohne widersprüche glücklich, vielleicht gäbe es dann andere probleme aber das wäre eine andere sache.

    man, ein ganz schön trauriges thema sprichst du da an, jetzaber! musste voll heulen.

  3. #3
    Mumford

    Gast

    AW: Die Welt und das Leben sind verrückt

    Mann, war das heute anstrengend. Und ich finde, absolut unnötig.

    Musste heute mit einer Kollegin drei, vier Schulklassen am Kinotresen abfertigen.
    Erstmal kamen alle kurz vor knapp und dann wollten auch noch ALLE irgendwas zu knabbern kaufen.
    Dass die Hälfte der Schüler nicht rechtzeitig in den Film kommt war abzusehen. Trotzdem wollten natürlich ALLE rechtzeitig drin sein.

    Die Filme später zu starten ging aber auch nicht, da man rechtzeitig wieder abfahren wollte.
    Das haben wir einmal gemacht und sind dann von den Lehrkräften angeblafft worden, was uns denn einfällt die Filme später zu starten.
    Anstatt dass man vorher wenigstens Rücksprache untereinander gehalten hätte...
    Und obwohl deutlich zu sehen war, dass wir doch ziemlich unterbesetzt waren, hieß es nur: "Geht das denn nicht schneller?"

    Dann hatten die Lehrer teilweise nicht mal 'nen Plan, was überhaupt wo lief, worum es da ging und wie lange die Filme laufen.
    Resultat: Eine Vorstellung musste abgebrochen werden, obwohl sie rechtzeitig gestartet ist. Der Film war nämlich länger, als geplant.
    Dabei hätte man uns nur fragen brauchen, aber nööö... Und wieder wurde man angeblafft.

    Außerdem war der Film den meisten Schülern zu langweilig (-da ging es um Straßenkinder, die aus ihrem Leben erzählen. Fand ich übrigens sehr interessant.)
    Und ständig dieses Gepöbel von den älteren Schülern. Ich dachte manchmal nur: "Seid ihr dumm, oder was?"
    Solches Verhalten habe ich schon in der Schule gehasst, als ich selber in dem Alter war, au Mann...
    Dann wollten einige Lehrer auch noch 'ne Sonderbedienung. Ich musste mich wirklich zusammenreißen, nicht pampig zu werden.

    Als ich noch zur Schule ging gab es so etwas nicht. Da hieß es: "Alle gehen zusammen rein und auch raus!"


    Ich finde es einfach fragwürdig, wie selbst den Kleinsten schon diese Konsum- und Wegwerfgesellschaft anerzogen wird.
    Für mich war dieser Überfluss nie selbstverständlich und ist es auch heute nicht. Hallo? Geht's noch?
    Dankbarkeit ist fast schon ein Fremdwort. Vor allem von den Lehrern hätte ich wesentlich mehr Weitblick erwartet.

    Kann schon sein, dass ich mir da (mal wieder) viel zu sehr 'nen Kopp mache, aber...
    ...ich könnte kotzen!

    ...da soll sich noch einer über die PISA-Studien wundern.
    Geändert von Mumford (29.11.2012 um 23:41 Uhr)

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