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Diskutiere im Thema Interesse an anderen und wiederum keines - kennt ihr das? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 222

    AW: Interesse an anderen und wiederum keines - kennt ihr das?

    erkenne mich da in manchen dingen wieder. keinen kontakt zu wollen, kann eine reaktion darauf sein, dass man halt stark gedanklich mit sich selbst beschäftigt ist. (in berlin übrigens normal keinen kontakt zu nachbarn zu haben, da ist man nicht gleich krank deswegen)

    sich stark mit einer person gedanklich zu befassen kenne ich auch nur zu gut und erkläre ich mir so, dass andere personen die eigene persönlichkeit spiegeln und da man ja als adhs-ler sich mit der ich-identität etwas schwer tut, versucht man sich über diese auseinandersetzung zu ergründen.

    ebenso sich nicht mit anderen unterhalten können über nichtiges einfach aus höflichkeit, ist aufgrund der hohen ablenkbarkeit durch eigene gedanken schwierig. interessante gespräche zu führen ist auch wieder nicht leicht, weil ich meine eigenen gedanken schwer schnell in worte fassen kann. (fällt mir dann erst zu hause ein! muss ich dann als email schicken).

    alles im allen kann man sagen, dass soziales verhalten auch übungssache ist. zurückgezogenheit führt zu überbewertung, weil man die ausgelösten gefühle nicht entsprechend einordnen kann und dann zu weiterem vermeidungsverhalten tendiert. kann schon sein, dass man dann zeitweise etwas seltsam ist, aber es ist ja keine einbahnstraße.

    persönlich osszilliere ich zwischen "kriegt-das-maul-nicht-auf" und "very entertaining". gerade dese diskrepanz, imm gespräch mal so zu agieren und mal so, ohne das bewusst steuern zu können, hat mich iritierrt. aber dieser starken interessensschwankungen beschränken sich ja nicht auf das gespräch. das gibt es ja auch in anderen bereichen: arbeit, schule, sport... bei denen man manchmal leistung abrufen kann, manchmal nicht. aus unerklärlichen gründen.

    übe mich jetzt mit mph in interessiertem zuhören und in "in der antworten darauf eingehen", anstelle nur dumm zu gucken bzw. den nächsten scherz zu machen. manchmal klappt das schon und die reaktion ist durchweg positiv in form von: der kontakt intensiviert sich, deine meinung ist mehr gefragt.
    Geändert von sorryforthat (21.10.2012 um 07:37 Uhr)

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Interesse an anderen und wiederum keines - kennt ihr das?

    also bei mir ist das alles eine frage der perspektive-.

    die fragen, die sich in der einen perspektive stellen, stellen sich aus der anderen garnicht, das ist dann irgendiwe nichtig.

    die "eine" perspektive ist sowas wo ich einen abend unter leuten bin und es fast überflüssig finde, weil die gespräche in dem oder dem verlauf ähnlich sind und wohl meistens irgendwie so sein werden. zb über vegetarismus. wenigstens wenn ich dabei bin und mitdiskutiere, kommt man immer zu dem selben schluss.
    mir wird es dann fast schwindelig und ich denke, hilfe, das soll dein ganzes leben so weitergehen? wenn du jedes gespräch nicht mehr nur 20 mal, sondern nur 200 mal geführt hast, wenn die gesprächsführung irgendwann keine herausforderung mehr für dich ist, sondern du so gut darin bist, alle ecken und wendungen und mimisches hakenschlagen beherrschst, dass es aalglatt und selbstverständlich geht- was fiondest du denn dann an deinem leben noch interessant oder wie sterbenslangweilig wird es?

    dann hab ich das gefühl, ich stehe zwischen lauter menschen im freeze tag, also eingefroren in ihrer bewegung und laufe zwischen ihnen herum.

    dann fehlt auch irgendwie eine komponente oder dimension von diesen ganzen sachen. sowas wie die veränderbarkeit der gefühle der menschen oder eine bestimmte art von individualität, die ich nicht wahrnehme, die das gespräch aber aus ganz anderen gründen spannend oder eher anziehend machen würden.

    ich stelle dann aber fest, dass ich oft schon lust habe zu reden, einfach diese gesprächssachen (ein bisschen ist es wie laubaufschüren, man recht es so ein bisschen vor sich hin), ne oder einfach eben zu reden weil es so gut geht und ich es eigentlich ja mag.

    ich komm gerade nicht dahinter aber ganz oft ist es anders und es ist irgendwie selbstverständlich. es ist mit freunden zb eh selbstverständlich.

    ich hab bei freunden zb oft angst, dass man sich nichts mehr zu sagen hat, weil man alles von einer so komprimierten allgemeinperspektive besprochen hat, dass es keine fragen über das leben des anderen mehr gibt. ich habe jetzt eine gute freundin, da vermeide ich das. wir bereden nicht so richtig unseren lebenslauf und unsere wünsche und sowas. ich achte darauf, dass wir uns vieles aufschonen.
    aber eigentlich ist es eine frage der perspektive und es gibt noch ganz viel zu bereden u8nd miteinander spaß zu haben, das können wir sowieso ganz gut. ich bin froh, dass ich sie hab, weil sie ganz ähnlich denkt, wie ich und weil sie dazu noch total lieb ist und lustig und ich mich total wohl bei ihr fühle. das ist auch nicht so selbstverständlich.

    ich schweife ab.

    aber oft sind die sachen, über die man redet ja aus dem alltag heraus, weil man zb einen gemeinsamen alltag hat oder es daran überhaupt gemeinsamkeiten gibt.
    dann isrt es oft so, dass ich bedrückt bin oder gegenüber jemandem bedrückt bin weil ich mich nicht von ihr zb ernst genommen fühle oder das gefühl habe, sie hat da einen komischen blick drauf, jedenfalls so stimmungen, wo ich nicht scherzen kann und dann ist das gespräch wahrhaftig kein zuckerschlecken oO

    es gibt aber auch leute, da stelle ich mir nie die frage, ob wir uns irgendwann nichts mehr zu sagen haben könnten aber dadurch, dass ich jetzt drüber nachdenke, kriege ich doch angst davor.





    ich denke mir, ich hab vielleicht auch asperger-symptome, aber ganz ehrlich, was mach ich, wenn ich mich da irgendwo vorstelle und dann kann ich nicht so wirken, als ob es so wäre, verstehe die fragen nicht, die mir gestellt werden und wirke so treffsicher in meiner interaktion, dass niemand auf die idee käme?
    es könnte eben gut sein, eass ich zum zeitpunkt des gespräches nicht mehr wüsste, wieso ich auf die idee käme, asperger zu haben. ist vielleicht kein generelles ausschlusskriterium, ich sollte es mir vielleicht aufschreiben, was meint ihr?

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