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Diskutiere im Thema Erschöpfungssyndrom im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 186

    Erschöpfungssyndrom

    Hat jemand (zusätzlich zu ADHS/AHS) Erschöpfungszustände in Verbindung mit Müdigkeit/erhöhtem Schlafbedürfnis? Weiß jemand, ob das vielleicht zusammen hängen kann? Für mich sind körperliche Tätigkeiten sehr anstrengend. In meinem Job kann ich nicht länger als 3-4 Stunden arbeiten. Ich bin dann total ausgepowert. Habe schon einige Jobwechsel hinter mir. Selbst die Körperpflege ist mir oft zu anstrengend. Ich schlafe auch viel. Könnte locker zwei Tage durchschlafen, wenn es nichts zu tun gäbe. Zuerst dachte ich, ich wäre antriebslos bzw. depressiv, aber das ist es nicht. Ich habe Pläne und Ziele, ich kann mich auch motivieren aber nur für kurze Zeit, mein Durchhaltevermögen ist extrem begrenzt. Ich gebe dann auch sehr schnell auf. Aktivitäten, die körpl. wenig anstrengend sind, kann ich länger durchhalten z.b. am Computer arbeiten oder Internet surfen. Ich weiß nicht, in wie weit das alles mit dem ADHS zusammen hängt oder nicht. Wenn jemand ähnliche Erfahrung gemacht hat, schreibt doch bitte ob und wie ihr das in den Griff bekommen habt?

  2. #2
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Erschöpfungssyndrom

    Huhu,

    erst einmal herzlich willkommen hier

    Es wäre total hilfreich, wenn wir alle hier

    - dein Alter wüssten
    - deinen Beruf, wo du nach 3-4 Stunden körperlich ko bist
    - wie lange du schon ADHS hast
    - nimmst du Medikamente

    ähem mehr fällt mir jetzt nicht ein.....

    Tschüssi

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Erschöpfungssyndrom

    Doch mir fällt noch was ein:
    - wie lange bist du schon diagnostiziert?
    - hast du schon mal eine ADHS-spezifische Therapie gemacht?

    Nur so ne Kurzinfo vorab: ohne Medis und ohne Kenntnis der Diagnose versucht man immer, auf dem gleichem Level zu arbeiten, wie andere, nicht ADHS-habende. Wofür jemand ohne ADHS 75% an Konzentrationsleistung oder Arbeitsleistung aufbringt, benötigen wir ohne Medis oder Ergotherapie von Kindheit an 200-250% Kraft, hat meine Ärztin gesagt. Ich fand das da ziemlich logisch, dass man dann häufig sehr erschöpft ist. Bei mir hatte das mehrfach einen Burn out zur Folge oder auch rezidivierende Depression genannt...

    Vielleicht hilft dir das schon mal weiter?

    LG Trine

  4. #4
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Erschöpfungssyndrom

    Hallo,

    Es könnten aber zig körperliche Ursachen zu Grunde liegen... viele davon recht einfach durch eine Blutuntersuchung heraus zu finden...

    Nur mal so... als Idee..

    LG
    happy

  5. #5
    Zelda Zonk

    Gast

    AW: Erschöpfungssyndrom

    Hallo apocal,

    ich kann mich den anderen Kommentaren nur anschließen!

    Deine Beschreibung passt auf meine Situation vor ein paar Jahren.

    Ich habe mich erst mal gründlich medizinisch durchleuchten lassen und dabei diverse Diagnosen (eben auch ADHS) bekommen.

    Ein gründlicher Check-Up wird Dir nicht erspart bleiben. Von einem Schilddrüsenproblem bis hin zu einer Nahrungsmittelunverträglichke it kann ja alles sein.

    Ich werde z.B. von Weizenmehl müde wie ein Stein und darf meine geliebten Butterbrezen nur noch in homöopatischen Dosen zu mir nehmen.

    Da ich durch extreme Krisen gegangen bin (wie wohl alle hier im Forum) und unter einer PTBS leide, ist es schwer, so allgemein einen Rat zu geben.

    Wie sind denn Deine Lebensumstände? Gäbe es auch da Belastungen, neben der AD(H)S?

    LG und viel Erfolg bei den Nachforschungen
    ZZ

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 186

    AW: Erschöpfungssyndrom

    Ich bin 30 Jahre alt. ADHS wurde bei mir letztes Jahr diagnostiziert. Die spezifischen Probleme habe ich aber schon seit der Kindheit. Ritalin zeigte keine Wirkung. Strattera mässig aber nicht zufriedenstellend. Alternativ wurde mir Entspannungsmethoden/Biofeedback/Qiong/Autogenes Training empfohlen. Diese Therapien müsste ich aber aus eigener Tasche bezahlen, das kann ich mir im Moment nicht leisten. Eine ADHS-spezifische Therapie habe ich noch nie gemacht. Ich habe außerdem (noch) keinen Arzt/Therapeuten in meinem Umkreis gefunden, der sich auf ADHS spezialisert hat. Bluttest wurde bereits gemacht. Verdacht auf Schilddrüsenunterfunktion/Eisenmangel/Blutarmut. Aber alles normal. Mache jetzt auch einen Test auf Fructose/Lactose-Intoleranz, da ich auch Verdauungsprobleme habe. Einen Full-Time Job kann ich nicht annehmen. Ich arbeite geringfügig. Der Job ist körperlich fordernd (Pakete heben etc.), aber zu schaffen. Die anderen Mitarbeiter haben keine großen Probleme, während ich nachher gleich schlafen gehe für 12 Std. Mit mehreren Coffein-Tabletten kann ich zumindest die Müdigkeit etwas rauszögern, bleibe aber erschöpft. Auf Dauer ist das auch keine Lösung. Habe vor kurzem über das chronische Erschöpfungssyndrom gelesen. Vielleicht kann es das sein. Da muss ich mich noch genauer informieren. Würde halt gern wissen, ob andere hier auch dieses Problem kennen?

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 266

    AW: Erschöpfungssyndrom

    hmmm...also normalerweise bin ich eher ein Energiebündel und kann schlecht schlafen, vor lauter Energie.

    Ich bekomme im Herbst Herbstverstimmungen, dann habe ich diese Symptome auch. Die sind dann allerdings auf den Serotoninmangel zurück zu führen. Ich nehme L-Tryptophan 500 1x abends. Damit kann ich gut schlafen und der Serotionmangel wird schnell ausgeglichen. Allerdings muss ich sie leider während dieser Zeit durchnehmen. Sie haben wenig Nebenwirkungen.

    Der Punkt ist aber - ich weiß warum ich im Herbst so erschöpft bin und kaum mehr als 6 Stunden arbeiten kann. Mein ADHS ist es nicht. Das ist eine andere Art von Erschöpfung wenn bei mir die Synapsen durchknallen oder Tango tanzen. Das fühlt sich eher an wie in die Steckdose gegriffen. Ich kann keine klaren Gedanken mehr fassen. Ich will ständig etwas tun, kann aber nichts anfangen und nichts beenden. Kann mich eben gar nicht mehr konzentrieren.

    Ein niedriger Serotioninspiegel ist wohl oft eine Begleiterkrankung von AD(H)S. D.h. die Betroffenen neigen generell eher zu Depressionen. Nicht alle, aber nicht gerade wenige. ADHS erklärt nicht alles, da kann dann wirklich noch eine Depression (und Burn Out nur ein anderes Wort für eine Depression), dahinter stecken. Möglich dass dir da ein Serotoninwiederaufnahmehemmer helfen kann. Trytophan - den Tipp habe ich aus Frankreich. Ist noch nebenwirksamkeitsärmer und für mich gleich wirksam. Gibt es rezeptfrei als mildes Schlafmittel in der Apotheke. Von Ratiopharm.

    Aber modere Serotioninwiederaufnahmehemmer sind auch sehr nebenwirksamkeitsarm.

    ich empfehle erst einen Besuch bei einem guten Hausartz oder besser Neurologen. Der kann dir auch sagen ob der dir gleich eine Therapie empfiehlt oder denkt, da wäre besser etwas medikamentös zu machen.

    Weil - ich fische auch nur im Nebel rum. Ohne mehr zu wissen, kann niemand seriös sagen ob deine Erschöpfungen von einer Depression und wenn ja von welcher kommen. Da hilft nur ein Arztbesuch.

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: Erschöpfungssyndrom

    Also was Du beschreibst kenne ich aus dem letzten Jahr als ich in einer recht tiefen Depression steckte (Anfangs auch ohne es wirklich realisiert zu haben).
    Ist eben die Frage ob es nur eine schlechte Phase ist (wie Junie schreibt Herbstverstimmung oder ähnliches) ist oder ob Du das öfter hast (es gibt ja viele Arten von Depressionen, eben auch manche die immer wiederkehren).
    Ich würde es auf jeden Fall nicht auf die leichte Schulter nehmen, zumal das ja Deine ganze Lebensqualität total negativ beeinflusst.

    Wie schon von den anderen geschrieben, Arztbesuch und körperliche Sachen abklären lassen und dann eben auch wirklich schauen ob in Richtung Depression oder so geht.

    Ich wünsch Dir auf jeden Fall, dass Du schnell wieder da raus kommst, für mich war das sehr belastend, daher kann ich das ganz gut nachvollziehen!

    LG

    Rose

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Erschöpfungssyndrom

    apocal schreibt:
    Hat jemand (zusätzlich zu ADHS/AHS) Erschöpfungszustände in Verbindung mit Müdigkeit/erhöhtem Schlafbedürfnis? Weiß jemand, ob das vielleicht zusammen hängen kann? Für mich sind körperliche Tätigkeiten sehr anstrengend. In meinem Job kann ich nicht länger als 3-4 Stunden arbeiten. Ich bin dann total ausgepowert. Habe schon einige Jobwechsel hinter mir. Selbst die Körperpflege ist mir oft zu anstrengend. Ich schlafe auch viel. Könnte locker zwei Tage durchschlafen, wenn es nichts zu tun gäbe. Zuerst dachte ich, ich wäre antriebslos bzw. depressiv, aber das ist es nicht. Ich habe Pläne und Ziele, ich kann mich auch motivieren aber nur für kurze Zeit, mein Durchhaltevermögen ist extrem begrenzt. Ich gebe dann auch sehr schnell auf. Aktivitäten, die körpl. wenig anstrengend sind, kann ich länger durchhalten z.b. am Computer arbeiten oder Internet surfen. Ich weiß nicht, in wie weit das alles mit dem ADHS zusammen hängt oder nicht. Wenn jemand ähnliche Erfahrung gemacht hat, schreibt doch bitte ob und wie ihr das in den Griff bekommen habt?
    Jupp. Ist bei mir genauso. Ein Aufenthalt im Schlaflabor förderte dann eine atypische Narkolepsie und ein Schlaf apnoe zu Tage.
    Einen Aufenthalt im Schlaflabor würde ich Dir sehr nahelegen.

    Ausserdem möchte ich Dir einen Versuch mit dem Medikament Modafinil empfehlen. Wenn das nichts bringt, Amphetaminsulfat.

    Desweiteren könntest Du mal versuchen, ob es Dir gelingt, Dich mit L-Tyrosin statt mit Koffein wachzuhalten. Morgens könntest Du mal Effortil statt Koffein probieren...
    Geändert von Eiselein (20.10.2012 um 01:12 Uhr)

  10. #10
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: Erschöpfungssyndrom

    Hallo apocal,

    Es war mich frèher etwa ähnlich... Da interessiere ich mich für bedachtorientierte ernährung und damit konnte ich einiges verstehen und erfahren...

    Bei mich war eine starke vit D-mangel. Es ist mich danach aufgefallen dass im sommer, wenn ich viel draussen war, dass es mich besser ging, oder wenn ich 1 monat in die ferien im süden gehe und dass während der winter schlimm war.

    Etwas anders dass mich auch kraft raubt sind alte traumata...

    Jetzt geht es mich besser, aber weniger belastbar als eine stinos bin ich immer noch und kann keine vollzeitarbeit nachgehen.

    Was genau bei dich ist, muss du ehe selber suchen, aus die beiträgen von andere zeigt es sich dass die ursachen für eine müdigkeit sehr verschieden sein können. Ich finde schon dass du richtig machst. Manchmal muss man auch lange suchen.

    lg

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