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Diskutiere im Thema Innere Leere im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 284

    AW: Innere Leere

    Diese innere Leere sehe ich bei mir aber auch als ein Teil von meiner Strukturlosigkeit.
    Viele dinge die ich im Kopf habe weiss sie aber nicht umzusetzen. Da merke ich schnell wie es zu dieser Leere kommt.
    Müde, müde bin ich ständig obwohl ich unterfordert bin habe ich das Gefühl überfordert zu sein.
    Und dann noch das Kopfkino, vieleicht kennt ihr das ja auch. Ständig kreisen die Gedanken.
    Ich schreibe mir wichtige dinge die ich zu erledigen habe immer auf und dennoch schiebe ich alles vor mir her.
    Als ich arbeiten ging empfand ich diese Leere wohl nicht so doch wenn ich nach hause kam war bei mir auch die Leere wieder da.
    Ich beschreibe das so, ich möchte etwas tun, was auch immer und finde aber keinen Anfang, diese Leere lähmt mein handeln. Sie nimmt mir meinen Antrieb.

  2. #22
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 64

    AW: Innere Leere

    AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH HHHHHHHHHH jetzt hab ich so einen langen Text zu dem Thema geschrieben und anstatt unten auf Antworten zu klicken hab ich oben auf "+Auf Thema antworten" gedrückt und jetzt ist alles weg - wie verpeilt kann ein Mensch sein -_-

    Dann jetzt nochmal anders :

    Bei mir gibt es mehrere Arten von dieser inneren Leere bzw. verschiedene Auslöser.
    Ein auslöser ist, dass ich Aufgrund von Dingen, die ich tun muss, die mich aber nicht fordern und nicht interessieren (wie einen Arbeitstag zu ertragen, oder wäsche waschen etc.) eine ganz tiefe Langeweile in mir entsteht, die mich regelrecht lethagisch werden lässt und meine Kraft (die eigentlich da ist und raus will) blockiert. Wenn ich mich zu sehr selbst unterdrücke, um die täglichen Arbeiten überhaupt erledigen zu können, schaffe ich das meist nur dadurch, dass ich meine Bedürfnisse ganz weit weg schiebe und mir einrede wieviele positive und tolle Sachen daraus resulitieren wenn ich es jetzt endlich schaffe die Wäsche zu waschen (ich weiß zwar in dem Moment, dass ich mich selbst verarsche aber irgendwie funktioniert es doch oft recht gut.. sone Psyche ist schon komisch) jedenfalls schaffe ich es so meinen Alltag besser/überhaupt zu bewältigen, verliere aber leider auch oft Bedürfnisse aus den Augen. Das ist wieder problematisch, weil eigentlich meine Bedürfnisse/Interessen das sind was mich leitet und überhaupt dazu bringen etwas zu tun und nicht mein ganzes Leben vorm Fernseher zu verbringen. Meist kann ich halt nicht aktiv entscheiden was ich tun möchte, sondern Dinge die mich interessieren ziehen mich an und sind in dem Moment das Einzige was ich machen will und dann auch kann. Deshalb ist es für mich immens wichtig, dass ich meine Bedürfnisse wahrnehme um nicht depressiv zu werden und gar nichts mehr zu tun. Das ist ein ziemlicher Drahtseilakt die Interessen "aufzuschieben" um arbeiten gehen zu können aber nicht total zu begraben. Wenn ich meine Interessen allerdings mal wieder in mir drin verbuddelt habe, komme ich auch manchmal an diese "innere Leere" heran.

    Ein anderer Auslöser liegt leider auch darin, wenn ich mich zu wenig langweile, da ich dann irgendwie einen höheren Überwindungsimpuls auch Tätigkeiten gegenüber habe die mir eigentlich gut tun. Außerdem empfinde ich Dinge irgendwie als positiver wenn ich auch auf der anderen Seite negatives (aber nur in kleinem Maße und solange ich selbst bestimme was und wieviel "negatives" ich tue) gemacht habe.

    Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass mir am Tag nur eine sehr begrenzte Menge an "Konzentrationsvermögen" zusteht, die ich tatsächlich "verbrauchen" kann. Wenn ich also zu viele Dinge tue (dazu zählen leider auch Hobbies nicht nur unangenehme Tätigkeiten, wobei Dinge die ich nicht mag mir nochmehr Konzentration rauben), die viel Konzentration brauchen, bin ich irgendwann einfach leer, weil ich mich auf nichts mehr konzentrieren kann, habe aber aber in der Theorie noch genug Kraft die eigentlich sinnvoll genutzt werden möchte, weshalb ich auch dazu neige alles bis ins unermässliche aufzuschieben. Mein Motto ist da lieber später machen - als zu früh und dann abends keine Konzentration mehr haben und noch Reststunden vom Tag, die ich appathisch mit einer bohrenden Langenweile verbingen muss, die ich nicht mehr füllen kann.

    Unterm Strich empfinde ich es jedenfalls als sehr Schwer das Maß zu finden um Alltagstätigkeiten und alles andere unter einen Hut zu bekommen - schaffe es aber durchaus besser als es früher der Fall war, weil ich einfach mit der Zeit wieder lerne auf mich und meine eigenen Bedürfnisse zu achten und sie nicht wieder so weit zu begraben, wie ich es einmal getan habe, um "angepasster" zu sein und von anderen akzeptiert zu werden. Es ist für Außenstehende und grad für Familie und enge Freunde sicherlich schwieriger mit mir umzugehen, wenn ich mal wieder austicke, weil ich mich wie ein kleines Kind über total unwichtige Dinge aufrege, ist allerdings für mich persönlich um einiges gesünder als das alles zu unterdrücken (mäßigen kann ich es nämlich nicht - ich habe nur die Wahl sone Wutanfälle ganz oder gar nicht auszuleben). Aus mir unerklärlicher Weise schaffen es die Menschen, die mir wirklich wichtig sind mich auch mit dieser Schakke zu akzeptieren und geben mir so auch die Möglichkeit ich selbst sein zu können, wofür ich wirklich dankbar bin.

    Was mir persönlich übringens ungemein bei dieser inneren Leere hilft ist joggen gehen. Es gibt da nichts besseres für mich. Leider habe ich solche Phasen aber auch oft vorm schlafen gehen und da fällt die Option dann halt oft weg. Yoga ist auch super, allerdings auch nahezu unmöglich weil man dabei "nicht denken" soll - was nur seltenst klappt.. aber wenn es funzt ist es wirklich unbezahlbar. Yoga hilft bei mir aber auch nur zur Vorsorge. In so einer akuten "leer sei Phase" funzt es nicht weil das "nicht denken" wieder zu viel Konzentration braucht.

  3. #23
    susiprincess

    Gast

    AW: Innere Leere

    innere leere hab ich nur wenn ich nix zu tun habe, und vorm pc sitze und zu nix lust habe

  4. #24
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Innere Leere

    Hallo, ich kenne 3 Zustände von innerer Leere, die ersten beiden gehören bei mir zum ADHS, die dritte mehr zur Depression:

    - Gefühlstaubheit, wenn zu viele Reize da waren: Stille und Rückzug helfen dagegen

    - Erschöpfungs-Leere: Stille und Rückzug helfen auch hier

    - depressive Leere, wenn Gefühle verschwinden: Stille und Rückzug helfen mal, mal nicht.


    Je mehr ich mich Überreizung und Erschöpfung aussetze, desto länger dauert die Regeneration bei den beiden ADHS-Arten von Leere. Wenn ich bei diesen beiden Leere-Arten aber endlich genug ausgeruht bin, dann stehe ich von selber wieder aus dem Bett oder vom Sofa auf, bei der Depri-Leere noch lange nicht.


    LG! Maggy

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 96

    AW: Innere Leere

    @guitary. Danke für deinen Beitrag. Du hast ein paar Sachen erwähnt, die für mich genauso sind, ich aber irgendwie schwer beschreiben konnte!

    guitary schreibt:
    jedenfalls schaffe ich es so meinen Alltag besser/überhaupt zu bewältigen, verliere aber leider auch oft Bedürfnisse aus den Augen.
    Ich mache schon eine Weile eine Psychotherapie und eigentlich ist meine Hauptarbeit dort meine Bedürfnisse und Gefühle wieder zu entdecken, weil ich die Strategie des Wegschiebens zwecks Funktionierens sehr früh in meinem Leben perfektioniert habe. Das führte dazu, dass ich kein Leben nach "meinem Wunsch" führte und oft neidisch und unzufrieden war. Es wird so langsam besser - immerhin weiß ich jetzt, dass da noch etwas ist, auch wenn es nicht immer leicht zu finden ist - aber so alte innere Gewohnheiten wird man wohl schwer wieder los...

    guitary schreibt:
    Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass mir am Tag nur eine sehr begrenzte Menge an "Konzentrationsvermögen" zusteht, die ich tatsächlich "verbrauchen" kann. Wenn ich also zu viele Dinge tue (dazu zählen leider auch Hobbies nicht nur unangenehme Tätigkeiten, wobei Dinge die ich nicht mag mir nochmehr Konzentration rauben), die viel Konzentration brauchen, bin ich irgendwann einfach leer, weil ich mich auf nichts mehr konzentrieren kann, habe aber aber in der Theorie noch genug Kraft die eigentlich sinnvoll genutzt werden möchte, weshalb ich auch dazu neige alles bis ins unermässliche aufzuschieben. Mein Motto ist da lieber später machen - als zu früh und dann abends keine Konzentration mehr haben und noch Reststunden vom Tag, die ich appathisch mit einer bohrenden Langenweile verbingen muss, die ich nicht mehr füllen kann.
    Das kenne ich exakt so! Ich habe lange gebraucht ehe ich genug Selbstbewusstsein hatte, nicht mehr zu versuchen gleich morgens oder tagsüber an meiner Diplomarbeit oder anderen intellektuellen Sachen zu werkeln. Wenn ich meine Zeit geschafft habe, geht es mir danach so schlecht und grau und "weg", dass der Feierabend völlig sinnlos und quälend ist. Manchmal habe ich es geschafft wieder zu meinem lebendigen Sein zu kommen, wenn ich unter Leute oder auf Konzerte gegangen bin, aber das ist mir zu blöd. Lieber reserviere ich den Abend dafür und schlafe es dann weg Ansonsten kann ich auf Dauer nicht mehr als 3 Stunden pro Tag sinnvoll konzentriert arbeiten. Und bei 3 Stunden ist damit trotzdem schon der ganze Tag belegt (mit Vorbereitung, Nachbereitung, Pausen, Klarkommen, Ausgleichssport) - ich mache mir da keinen gemütlichen Lenz...

    viele liebe Grüße,
    Porcupine

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