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Diskutiere im Thema Immer noch keine Diagnose, nun in Rente und total down im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    Immer noch keine Diagnose, nun in Rente und total down

    Hi Ihr Lieben,

    ich muss heute auch mal etwas los werden.

    Ich weiss auch wirklich nicht mehr, was ich noch tun soll und vielleicht hat ja einer einen Rat für mich.

    Ich habe seit 1,5 Jahren den Eigenverdacht auf ADS. Seit 1,5 Jahren versuche ich einen Arzt bzw. einen Psychiater und/oder eine Klinik, die mich diagnostizieren kann.
    Ich war im Juni diesen Jahres bereits 3 Wochen stationär in einer Psychiatrie, um mich dort vorzustellen und diagnostizieren zu lassen, da ich noch einige andere "Mitbringsel" an mir hängen habe wie Depressionen, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, ständig Heulattacken, Hass auf mich selbst mittlerweile ach und so vieles mehr.

    Es "traut" sich kein Psychiater an mich heran bzw. an meinen "Fall" bzw. sie sagen alle, sie könnten mich nicht diagnostizieren weil:

    - Diabetes Typ I seit 41 Jahren (so gut wie nicht einstellbar, da erst meine "Birne" in Ordnung gebracht werden muss)
    - Hashimoto (z. Zt. ein suprimierter TSH von 0,02, normal bei ADS-lern nach meinen Infos ist dieser Wert optimal bei 1,0; vor kurzem einen massiven Entzündungsschub gehabt, FT3 und FT4 liegen im Normbereich, Überprüfung und Behandlung einer neuen Einstellung der SD läuft nun seit Januar und ist so langsam hoffentlich bald beendet
    - chron. Gastritis Typ A
    - dadurch perniziöse Anämie mit heftigem Vitamin B12 Mangel, der aber bereits seit 14 Tagen durch Injektionen behandelt wird
    - Verdacht auf Hashimoto-Enzephalopathie seitens der Psychiatrie; alle Symptome wie Chaos im Kopf, Vergesslichkeit etc wurde auf diesen Verdacht "geschoben"
    mittlerweile sind die TPO-AK Werte dermassen gesunken (von 2883 auf 219; ok normal ist hier ein Wert höchstens bis 34, aber der Entzündungs-Wert geht doch herunter und damit sagen mir alle anderen Ärzte, dass die Enzephalopathie quasi ausgeschlossen werden kann; es sollte ein MRT gemacht werden, aber davor hab ich panische Angst. 2 Versuche sind bereits trotz Tavor und Diazepam gescheitert.

    Alle anderen Blutwerte wie Leber- und Nierenwerte sind total okay, sogar super.

    Also entweder höre ich, dass ich als Diabetikerin in die Klinik müsste zum Einstellen von Medis, wenn dann mal eine Diagnose ADS erfolgt. Oder ich höre, mich kann keiner diagnostizieren, da zu viele Nebenbaustellen. Oder ich höre, dass keine neuen Patienten mehr genommen werden. Oder ich höre, da werde ich nie eine Diagnose bekommen, da hier ADS überhaupt nicht abgrenzbar wäre wegen der anderen Erkrankungen. Meine Eltern leben nicht mehr und in meinen Grundschulzeugnissen steht auch kein Hinweis, dass ich als Kind bereits auffällig war. Ich war ja Diabetikerin bereits mit 7 Jahren und da war ich logischerweise sehr krank und netterweise wurde da natürlich kein Vermerk ins Zeugnis geschrieben, um es mir nicht schwerer zu machen.

    Ich kann es quasi nicht beweisen. Die Psychiatrie, wo ich stationär war, hatte lediglich den Verdacht auf ADS geäussert, aber denen passten die anderen Baustellen nicht. Dafür war ich dann 3 Wochen dort.

    Nach meinen Eigenversuchen letztes Jahr mit Amphetamin (Strassenspeed = umgerechnet dank eurer Infos waren das 50 und 100 mg DL-Amphetamin bzw. zwischen
    25 und 50 mg D-Amphetamin täglich über ca. 6 Monate) habe ich doch in dieser Zeit gemerkt, wie schön es ist, "normal" zu sein und das Leben mal anders zu sehen, ohne diesem Schwermut und ohne diese Traurigkeit und ohne total verringertem Selbstbewusstsein. Ich war so schön ruhig innerlich und konnte mich endlich mal auf NUR EINE Sache konzentrieren. Ihr wisst schon was ich meine.

    Seit dieser Zeit suche ich und suche und suche.....und finde nur Vorurteile, Nichtkenntnis, dummes Geschwätz, Absagen etc.

    Was soll ich bloss tun?

    Nun MUSSTE ich auch noch die Rente seitens des Jobcenters einreichen, da ich mit meinem Sch...nicht vermittelbar war und was passiert?
    War dort beim Amtsarzt und der schickt mir 2 Wochen später den Rentenbescheid. Volle Rente. Ich kann mich nicht darüber freuen versteht ihr?
    Da steht es doch dann schriftlich, dass ich KRANK bin und nicht mehr arbeitsfähig. Wisst ihr, was ich meine?

    Mein Text wird wieder zu lang, sorry. Was würdet ihr an meiner Stelle tun?

    lg

    Heike (und schon wieder am Heulen)

    PS: hab vergessen zu sagen, dass ich seit 4 Monaten Elontril 300 nehme. Antriebssteigernd gleich null Wirkung. Depris sind ETWAS besser, aber nicht bemerkenswert. Andere AD's lehne ich ab wegen evtl. Gewichtszunahme und Libidoverlust; habe ich beides bereits durch mit mehreren AD's
    Geändert von Heike ( 3.10.2012 um 21:21 Uhr)

  2. #2
    durch und durch

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 412

    AW: Immer noch keine Diagnose, nun in Rente und total down

    Hmmm... Ich muss dir leider sagen, dass wenn ich an der Stelle des Arztes wäre, dich nicht einstellen würde.
    Wie du schon geschrieben hast, einfach zu viele Baustellen, die erstmal gut geebnet werden sollten.
    Außerdem überschneiden sich die Symptome in deinen Krankheitsbildern. Ich denke, dass du lange suchen musst um einen Arzt zu finden, der dich auf MP oder Amphe einstellen wird.
    Wenn du ehrlich zu ihm bist und deine anderen Diagnosen nicht verheimlichst, wird es sogar sehr schwer.

    Sorry, dass ich dir keinen Mut machen kann. Ist aber natürlich auch "nur" meine persönliche Meinung.


    Wünsche dir aber viel Glück, dass sich alles zum positiven wandelt! Egal ob mit oder ohne ADHS-Diagnose

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Immer noch keine Diagnose, nun in Rente und total down

    Hallo Heike,

    warum ist dein Diabetes "so gut wie nicht einstellbar"? Wie sind deine aktuellen Werte? Gehst du regelmäßig zum Doc und misst du deinen BZ? Bei wie vielen Spezialisten warst du denn schon? Und nimmst du Insulin? Wahrscheinlich schon...oder?

    Gruß, Amn

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 314

    AW: Immer noch keine Diagnose, nun in Rente und total down

    Also ein MRT ist wirklich nicht schlimm, wirklich nicht, da tut dir keiner weh, du trinkst eine kontrastlösung, die entgegen aller meinungen , NICHT radioaktiv ist LOL vertrau mir, ich habe eine MRTA als Freundin, das einzig nervige ist der Krach, aber da kannste dir ja ohropax reinstecken und statt tavor oder valium, lässt du dir vor ort ein anderes schneller wirkendes und mit einer kürzeren halbwertszeit benzo geben, das wird auch bei enormen angstpatienten bei zahnärzten gegeben, weil es so ca 3-4 stunden wirkt und man auch nicht wegpennt. Midalozepam. das macht dich fein chillig, eine andere freundin, bekommt das immer vor ihren zahnarztbesuchen und sie ist wirklich ein jhorrorfall an angsthase, die bekommt man ohne das medikament noch nicht einmal in die praxis, auf den stuhl setzen ganz zu schweigen.

    lass das mrt machen, wenn dies schon ein kleiner schritt in richtung diagnostik ist.
    und ich würde als arzt nicht aufgeben, ich würde auch sehen, erst einmal die diabetes einstellen, die schilddrüse korrekt machen, alles peu a peu. eventuell schon mal Verhaltenstherapeutisch angehen, oder ergotherapie.
    und du musst ja auch nicht stationär diagnostik machen, das geht auch in einer institusambulanz.

    aber vor MRT, EEG, EKG musst du echt keine Angst haben. Vertrau mir da, ich bin selber ein angstpatient und zudem habe ich probleme mich anfassen zu lassen oder mich gar zu entblößen. (traumata)

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Immer noch keine Diagnose, nun in Rente und total down

    Hallo

    Kacke, so viele Baustellen sind wirklich einfach nur Kacke.

    Was Konkret erwartest du von der Diagnose? Das du dann MPH verschrieben bekommst? Wäre das denn überhaupt möglich bei den vielen weiteren Krankheiten die du hast?

    Elontril bekommst du ja schon. Viele von uns ADHSlern bekommen Elontril nicht wegen der Depressionen sondern wegen ihrer ADHS - ich z. B: gehöre dazu /zur Info, bei mir wirkt Elontril nicht die Bohne antriebssteigernd)

    Dann habe ich noch eine Frage: Wie sieht es mit den Wechseljahren aus? Bei mir kam mit den Wechseljahren die Heulerei - so Jammerlappig war ich vorher nie. Meine Gyn. meinte das hing mit dem Abfall der Hormone zusammen - ist so bei uns alten Mädchen.


    Beim MRT kann ich dir keine gute Tips geben, ich bin in der Röhre eingeschlafen und habe da gar keine Probleme.


    Mein Göga ist auch Frührentner. Nach einiger Zeit der SInnsuche hat er sich wunderbar mit dem Rentnerleben angefreundet und nervt damit in der arbeitenden Bevölkerung rum

  6. #6
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Immer noch keine Diagnose, nun in Rente und total down

    Hallo Ihr Lieben,

    danke für eure Antworten. Dann werde ich mal Stück für Stück beantworten:

    @fekker: ja ich bin immer ehrlich (leider) und demzufolge auch bei den Ärzten. Ich muss ja schon ehrlich sein, da ich mit Sicherheit wegen meiner Gastritis höhere Dosen an Medis benötige oder sie aber ganz anders (schneller aufgebraucht im Körper etc) dosieren muss. Ich kann mir vorstellen, dass ich evtl. 3 mal täglich MPH retard nehmen müsste, um gut über die Runden zu kommen.

    @Amneris: ich habe seit 41 Jahren Diabetes, also mit 7 Jahren bekommen. Früher war es natürlich ganz schwierig mit dem guten Einstellen, da die Medizin bei weitem nicht so weit war wie heute.
    Selbstkontrollen des Blutzuckers waren da nicht möglich. Heute messe ich mind. 8 mal täglich meinen Blutzucker, manchmal mehr, manchmal weniger.
    Wenn du dich damit auskennst: mein letzter HbA1C-Wert lag vor 2 Wochen bei 10,6%, also katastrophal.
    Im Prinzip war der Langzeitwert immer so hoch, so lange ich denken kann. Immer zwischen 8 und 12%. 41 Jahre lang. Kein Witz.
    Ich war zig mal in Kliniken zum Einstellen, hunderte male. Ich gehe alle 3 Monate zum Diabetologen und da war ich inzwischen bei einigen.
    Aber ich kenne ja den Grund für die Nicht-Einstellung, da mache ich mir ja nichts vor.
    Ich bin Frustesser solange ich denken kann. Ich esse täglich mind. 2 Tafeln Schokolade. Von anderen Dingen wie übermässig Kohlenhydrate will ich gar nicht erst reden.
    Und das seitdem ich Diabetes habe. Schon als Kind bin ich immer heimlich zum Kiosk gegangen und hab mir Süßigkeiten gekauft, von Geld, das ich meinen Eltern aus der Geldbörse geklaut habe
    (meistens waren das so 50 Pfennig).

    Ich habe eine sehr schlimme Kindheit gehabt, keine Liebe oder Verständnis bekommen, nur Schläge. Meine Mutter hat beim Arzt meine Urinsammlungen immer mit Wasser verdünnt, damit der Urinzucker nicht gar so hoch war. Damit sie keinen Anschiss beim Arzt bekommt. Vom sexuellen Übergriff des Opas, als ich 4 oder 5 war, will ich erst gar nicht anfangen.
    Und so ging das mein ganzes Leben lang weiter......Vergewaltigung in der Ehe, Jobstress wie ihr ihn auch alle kennt, ständig wechselnde Jobs, Beziehungen, Wohnungsortwechsel bla bla bla

    Viele Süchte durch wie Kaufsucht (bis heute noch Schulden in 5-stelliger Summe), Spielsucht, Sexsucht, Sportsucht, Magersucht, Bulimie und heute wohl eine Binch-Eating-Störung also voll essen bis mir übel ist.

    Substanzmissbrauch wie z. B. Ephedrin, Koffeintabletten, allerlei Abführmittel, allerlei Diätpillen, L-Thyroxin Tabl., ja und Amphetamin.
    Also mein ganzes Leben schon hatte ich immer wieder Phasen, wo ich irgend etwas an Medis o.ä. missbraucht habe, um mich besser und wohler zu fühlen. Damit es nicht so weh tut.

    Wie soll sich da ein Blutzucker einstellen lassen? Das ist schier unmöglich.

    Damit komme ich dann zu Hitori: Das Gegenteil ist der Fall liebe Hitori....zuerst muss ich mal meine Hauptbaustelle zu Ende bringen, nämlich meine Psyche. Solange es da so blitzt und donnert, kann ich ja gar nicht "vernünftig" sein und alle anderen Sachen in Angriff bringen. Ich versuche es seit mehr als 30 Jahre und ich versuche es immer wieder aufs Neue....seit 30 Jahren.
    Ich kann nicht mehr, ich fühle mich ausgepowert, müde und schwach.

    Den Diabetes bekomme ich SO nicht in den Griff. Und das sagt mein Diabetologe auch. Ich kann von Glück reden, dass ich bei diesen jahrzehntelangen schlechten Werten keine Folgeerkrankungen an Augen, Füssen, Zehen etc. habe. Da ist alles top in Ordnung.

    Meine Schilddrüse wird seit Januar diesen Jahres neu eingestellt. Wer Hashimoto hat, der weiss, dass das manchmal ein heftiges Unterfangen ist, wenn nicht sogar teilweise unmöglich.
    Ich rutsche von Unterfunktionen ganz plötzlich in eine leichte Überfunktion innerhalb weniger Wochen.
    Allerdings muss ich ja auch zugeben, dass ich fast 8 Jahre auch Missbrauch mit den Schilddrüsentabl. getrieben habe und die doppelte Dosis an L-Thyroxin genommen habe.
    Weil es mir mit einem hohen FT3 Wert und dem niedrigen TSH sehr gut ging. Ich war wacher und antriebsstärker.
    Nun nach heftiger Reduzierung der Medis sacke ich immer mehr ab.

    Meine chron. Gastritis kann man nicht behandeln lt. meinem Hausarzt. Hier kann ich nur verhindern, dass mein Vit.B12 Mangel behoben wird und da bin ich dran. Habe in 4 Wochen einen Termin zur Magenspiegelung und muss damit rechnen, dass ich sehr dünne Magenschleimwände habe und sehr wenig Magensäure.
    Das verhindert automatisch eine korrekte Resoption von Medis, die ich oral nehme. Mein ganzes Leben lang wird das so sein.

    Hitori: ich bin seit 41 Jahren in Behandlung von diversen Ärzten. Ich habe tausende von EKG's, EEG's, CT's und andere Röntgenuntersuchungen hinter mir. Davor habe ich nie Angst gehabt.
    Ich habe Angst vor dem MRT wegen der Platzangst. Zig Versuche sind bereits gescheitert. Seltsamerweise reagiere ich wohl paradox auf Beruhigungsmittel. Ich werde davon hellwach.
    Natürlich möchte ich diese MRT Untersuchung, dann wäre ich ja mal einen Schritt weiter. Nur sag das mal meinem Panik-Gehirn. Wenn ich nur daran denke so wie jetzt gerade, bricht mir der kalte Schweiss aus und ich kriege keine Luft mehr. Vollnarkose geht leider in diesem Gerät nicht, hab ich mich schon erkundigt.

    @Elwirrwarr: ich schlafe seit 30 Jahren mit Ohropax, weil mich sogar das Rascheln der Bettdecke schon wach macht. Da werde ich mit Sicherheit nicht im MRT einschlafen. Ich beneide dich da wirklich.
    Und die Sache mit deinem Göga finde ich auch klasse. Habe den Bescheid ja erst 2 Wochen. Vielleicht gewöhne ich mich auch an den Gedanken, wer weiss.
    Und ja...ich erwarte bei der Diagnose, dass ich auf MPH eingestellt werden kann.

    Wie gesagt ich habe den Selbstversuch hinter mir, wie ich oben geschrieben habe. In diesen Monaten mit kleinsten Mengen an Amphetamin ging es mir das ERSTEMAL im Leben gut.
    Auch meinem Blutzucker. Keine Fressattacken mehr, nix. Alles gut. Kann das jemand von euch verstehen, dass ich da gerne wieder hin möchte?

    Ach so Elwirrwar....ich bin seit 6 Jahren in den Wechseljahren. Da mir die Östrogene irgendwie fehlten habe ich mir Hormone aufschreiben lassen, die mir auch gut tun.
    Ich habe und hatte mit Anfang 40 keine Lust wie ein halbtotes Weib herum zu laufen, keinen Spass am Sex mehr zu haben und so weiter. Mit der Östrogenhaltigen Pille gehts mir viel besser und ich lasse regelmässig diese Hormone überprüfen.

    So, das wäre es aus dem Hause der "kranken Rentnerin".

    Alle meine Baustellen lassen sich nicht wegwischen. Ich habe halt ein sogenanntes Polyglanduläres Syndrom, also eine Insuffizienz diverser Hormondrüsen. Hier kann man lediglich regelmässig kontrollieren lassen und versuchen, die richtige Dosis zu finden.

    Bin ich nun verurteilt, mein weiteres Leben so zu verbringen, wie ich es bisher getan habe? Mit viel Leid und Kummer? Das kann doch nicht wahr sein !!!

    Jetzt wisst ihr, warum ich nicht mehr kann.

    Danke für eure Ohren

    lg

    Heike

    PS: habe vergessen zu erwähnen, dass ich zig AD's ausprobiert habe mit Null Wirkung. Allerdings waren das meistens SSRI's.
    Und Therapien habe ich zig hinter mir. Von Gesprächstherapien bis hin zur Verhaltenstherapie.
    Ich habe kein Problem mit zu grosser Impulsivität oder Aggressionen oder Hyperaktivität.
    Ich bin der ruhige, verträumte, hochsensible Mensch, der keiner Fliege etwas zuleide tut.
    Ich brauche Antrieb, keine Ruhigstellung.
    Von meiner Konzentration, die gleich Null ist, von meiner Ablenkbarkeit, von meiner Autobahn im Kopf, von meinem Chaos hier in der Wohnung will ich jetzt gar nicht reden.

    PPS: ich habe noch nie in meinem ganzen Leben ein Glas Alkohol angerührt oder eine einzige Zigarette geraucht. Das war mir immer zuwider, geschmacksmässig.
    Vielleicht sollte ich mal damit anfangen, damit es mir besser geht. Oder ich besorge mir wieder auf dem Schwarzmarkt illegales Zeugs von A.
    Seht ihr was ich meine??? Ich werde quasi schon gezwungen, mit irgend einem Mist anzufangen. Das kann doch nicht wahr sein, dass mir kein Arzt helfen kann oder möchte.
    Geändert von Heike ( 4.10.2012 um 11:00 Uhr)

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 2.054

    AW: Immer noch keine Diagnose, nun in Rente und total down

    Hallo Heike,

    nachdem ich deine Auflistung gelesen habe, fühle ich mich gerade kerngesund.

    Mein persönliches Gefühl ist, daß das alles nur über die Psyche in den Griff zu bekommen ist. Aber nicht mit oberflächlichem 50 Minuten pro Woche Plaudern mit einem gelangweilten Therapeuten. Es ist sicher nicht leicht, deine verletzte scheue Seele zu erreichen und sie zu heilen.

    MPH wäre aber vielleicht eine Möglichkeit, von den anderen Süchten weg zu kommen. Ich wünsche dir, daß du bals jemanden findest, der es dir verschreibt.

    Tiefseele

  8. #8
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Immer noch keine Diagnose, nun in Rente und total down

    Danke Tiefseele,

    genau DAS ist es, was du ansprichst.

    Ich meine, ich war dieses Jahr für 3 Wochen freiwillig in einer Psychiatrie, wo man sich mit ADHS bei Erwachsenen auskennt (angeblicherweise).

    Ich war freiwillig dort und die haben mich da lediglich nur beobachtet. Keine ADHS-Tests, sondern wie ich hinterher überprüfte Testes auf Schizo und allerlei, aber nicht ADHS.

    Der Verdacht auf ADS ohne H wurde dann schriftlich nieder gelegt und um erneute Vorstellung in der Ambulanz, sobald das MRT erfolgt ist und die Enzephalopathie meines Gehirns ausgeschlossen oder bestätigt ist. Tja und da hänge ich jetzt.

    Natürlich wurden noch andere Dinge diagnostiziert wie Depressionen, komplexe Persönlichkeitsstörung, PTBS und so. Aber das bleibt ja nicht aus bei meiner Vorgeschichte oder?

    Ich überlege tatsächlich, ob ich nicht einen ganz anderen Weg einschlagen soll. Über die Medien. Wäre bestimmt interessant für die und für die Menschheit und vielleicht wird ja sogar ein Arzt auf mich aufmerksam und möchte seinen guten Namen noch mehr verbessern und vor allem aber auch dazulernen.

    Oder ich schreibe mal Frau Neuhaus an. Sie hat bestimmt Interesse an einem "Fall" wie mir. Was für ein tolles Buch könnte sie schreiben, was man bei einem ADS-ler erreichen kann mit diversen
    Vorerkrankungen. Sie hätte bestimmt Spass daran.

    Oder ich schreibe ein Buch. Ich kann gut schreiben.

    Oder ich schreibe diverse Kliniken an wie z. B. das Diabetes-Forschungsinstitut in Düsseldorf (hier war ich übrigens als Kind und junge Erwachsene sehr oft stationär).

    Keine Ahnung, was ich mache, nur es muss etwas passieren.

    Ach so, falls jemand jetzt vielleicht die Idee hat, dass ich Sport machen sollte um mich besser zu fühlen, kann ich noch hinzufügen, dass ich auch noch seit meinem 37. Lebensjahr bereits an
    ausgeprägter Osteoporose leide, mit bereits 2 Wirbelbrüchen, die mir jeden Tag Rückenschmerzen bereiten. Ausserdem habe ich im Rippenbereich massive Probleme, da sich schon bei leichtesten Umarmungen ein gewisses Herausdrücken der einzelnen Rippen ergibt. Es macht Knack, ich habe tierisch Schmerzen und kann mich wochenlang nur beschränkt bewegen.
    Dies ist mir schon beim Gähnen und Strecken im Bett morgens passiert sowie beim Husten. Also dass es Knack macht und ich tierische Schmerzen im Rippenbereich habe.
    Auf Röntgenbildern ist nix zu sehen. Auch hier kann sich kein Arzt erklären, was das ist. War ich schon zig mal bei Orthopäden etc.

    Tja ich bin anscheinend ein Alien.

    lg

    Heike

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 2.054

    AW: Immer noch keine Diagnose, nun in Rente und total down

    Schön, daß du nochmal etwas nachgelegt hast ;-)

    Eine wirkungsvolle, konventionelle symptombezogene Behandlung muß doch schon alleine deswegen scheitern, weil du so lange brauchst, deine Krankengeschichte zu erzählen, daß dann keine Zeit mehr zum Behandeln ist. Ich will dich nicht entmutigen, sondern dich ermutigen, andere Wege einzuschlagen.

    Tiefseele

  10. #10
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Immer noch keine Diagnose, nun in Rente und total down

    Ja ich weiss....allein für ein Vorgespräch benötige ich schon fast 1,5 - 2 Stunden......soviel Zeit nimmt sich doch keiner. Das hab ich alles hinter mir.

    Und so war es auch in der Psychiatrie.....ich wurde viel gefragt, habe viele Antworten gegeben, aber etwas von meiner Schilddrüse zu erzählen kam ich gar nicht.
    Und was ist passiert? Nach der 1. Blutabnahme kam der Arzt ganz entsetzt zu mir ins Zimmer und sagte "wir haben die Lösung für Ihre Probleme, denn ihre Schilddrüse ist nicht in Ordnung".

    Oh man

    Ich wollte ihm das die ganze Zeit sagen,wenn ich ihn auf dem Flur sah, nur hatte er nie Zeit. Was soll man da machen?

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