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Diskutiere im Thema Zusammenhang zwischen ADHS und Rauchen (?) im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 34

    Zusammenhang zwischen ADHS und Rauchen (?)

    Guten Morgen!

    ADHS-Symptome kann ich mehr oder weniger stark für mein gesamtes Leben nachvollziehen. Zwischen dem ca. 16 und 33. Lebensjahr habe ich (tw. stark in Stresssituationen) geraucht, dann Ende 2010 von einem Tag auf den anderen mit dem Rauchen aufgehört. Darüber bin ich auch sehr froh, da Rauchen neben vielen positiven Erlebnissen doch auch schon negativ auf meine Gesundheit gewirkt hat. Die positive Auswirkung von Rauchen auf die ADHs-Symptomatik kenne ich erst seit kurzem (Dopaminausschüttung, hohes Abhängigkeitsrisiko bei ADHS-Betroffenen).

    Seit Anfang 2011 ging es dann sehr schnell und plötzlich bergab. Das Nichtrauchen habe ich durchgehalten, aber gleichzeitig unter einer sehr starken beruflichen und privaten Belastung einen Burn-Out oder meinetwegen auch eine mittelschwere depressive Episode entwickelt. Offensichtlich haben meine "Strategien" nicht mehr ausgereicht, um den Alltag zu bewältigen (meine Interpretation).

    Seitdem geht es bergauf und bergab. Die ADHS-Symptome sind relativ gleichbleibend, während die Depression schwankt und medikamentös bislang nicht einzufangen war.

    Meine Theorie ist nun, dass es schon einen Zusammenhang zwischen dem Nichtrauchen und der folgenden Entwicklung gibt (und ja: Die Situation nach dem Rauchstopp war sehr viel belastender als vorher, also zusätzlicher Verstärker).

    Frage an Euch: Könnt Ihr das nachvollziehen? Hat schonmal jemand ähnliches erlebt?

    Freue mich über Gedanken zum Thema!

    LG, oscarNRW

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 395

    AW: Zusammenhang zwischen ADHS und Rauchen (?)

    Erstmal wieso ist das Abhängigkeitsrisiko posistiv (oder versteh ich das falsch?)?
    Meine Theorie ist, dass das Rauchen ein wenig Struktur reinbringt ist bei mir zumindest so...
    Du stehst auf rauchst eine, machst mal Pause weil du rauchen willst, kannst dir abends sagen:'' so das ist die letzte dann ab ins bett''
    Muss nicht bei jedem so sein aber es bringt allein schonmal ein festes Morgen- und Abendritual mit sich
    Mich beruhigt es auch ungemein...
    Wenn ich Stress habe ist ne Packung von 20 Kippen in ein paar Stunden weg, wenn nicht reichts zwei Tage^^
    Das ist für mich immer so ein kleines Stück sicherheit...
    So von wegen: ''ich setz mich jetzt hin rauch in ruhe eine und überdenk nochmal gaaanz in Ruhe die Situation''
    Joa...
    Ich glaub das wird bei ''normalen'' Menschen auch so sein, aber AD(H)Sler brauchen eben ne stärkere Struktirung und Rituale, um den Alltag nicht zu verwuseln, da können Zigaretten vielleicht helfen ^^
    (nur das mich keiner falsch versteht, ich will hier niemanden zum rauchen auffordern, wenn ihrs nicht tut dann lasst es, spart man allein schon ne Menge Geld mit^^)

    Lg Cat

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 185

    AW: Zusammenhang zwischen ADHS und Rauchen (?)

    Guten Morgen Oskar,

    ich lese jetzt zum erstn mal davon, dass es zwischen ADHS und Rauchen eine Zusammenhang geben könnte.
    Aber das was Du beschreibst erlebe ich sehr ähnlich.
    Ich habe bis Silvester 2002 täglich bis zu vier Schachteln Lucky Strike weggeatmet und dann um Mitternacht die angebrochene Schachtel mit einem Böller zeremoniell zerlegt.

    Das Aufhören an sich war zwar jetzt kein Spaziergang, aber ich habe das gut verkraftet.

    Dass es mir immer schwieriger fiel mich im Job und im privaten Umfeld zu konzentrieren. Sich immer häufiger Fehler eingeschlichen haben, und ich immer schusseliger wurde, habe ich nicht auf das nicht rauchen zurückgeführt.
    Im Jahr 2004 erlitt ich erstmals eine sehr heftige Panikattacke mit Bewußtlosigkeit, wurde immer schwermütiger und depressiver. Unter anderen litt ich an massiven Schlafstörungen ausgelöst durch Kopfkino (verarbeiten von Tagesereignissen). Das wirket sich wieder auf den Job aus. Die Spirale begann sich immer weiter zu drehen. Ich habe eine Psychsomatische Reha wegen Depressionen Panikattacken etc. gemacht, war ca. ein 3/4 Jahr AU Krank.
    Stufenweise Wiedereingliederung im Job und ich habe bis dieses Jahr mehr schlecht als recht meinen Job machen können. Gegen die Schlafstörungen habe ich bis Frühjahr diesen jahres Zopiclon genommen. (mit und auch ohne Alkohol)

    Ich arbeite als IT-Techniker. Daß dieser Beruf ein hohes Maß an strukturiertem denken voraussetzt ist allgemein bekannt. Aber bei ADHS und Struktur, treffen bekanntlich zwei Welten aufeinadner.
    Umso anstrengender und schwierier ist es immer am Ball zu bleiben. Es ist mitunter eine Qual.

    Dieses Jahr im Februar war ich dann wieder an dem Punkt wie 2004. Die Depressionen nahmen zu, Druck im Job, dass man sich überlegt zu trennen, da zuviele Fehler auftreten und ich demotiviert sei. Existenzängste, Panik..etc.. und ich habe mich erneut rausnehmen lassen und im Frühjahr erneut eine Reha gemacht. Dort machte mich eine Mitpatientin auf ADHS aufmerksam und ich begann zu recherchieren.
    Plötzlich wurde mir so vieles klar und ich sah mich in unendlich vielen Dingen wieder.
    Im Moment bin ich in der Testphase auf ADHS. Die Diagnose steht also noch nicht. Aber ich denke mal es wird so sein. Zu viele Dinge sprechen dafür.

    Ähnlich geht es mir mit Deiner These dass es auch damit zusammenhängen könnte dass ich das Rauchen aufgegeben habe. Das Leben war früher schon schwer aber es wurde nachdem ich das Rauchen aufgehört hatte noch heftiger ab da traten richtige Probleme auf. Ob das jetzt Zufall ist oder tatsächlich ein Zusammenhang besteht, das kann nur ein Fachman herausfinden.
    Aber aufhorchen läßt es auf jeden Fall.

    Eins steht allerdings fest. Das Rauchen werde ich auf keinen Fall wieder anfangen.

    Viele Grüße vom
    Firle

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Zusammenhang zwischen ADHS und Rauchen (?)

    Hallo Oscar

    in dem selben Zeitraum wie du, habe ich identische Erfahrungen gemacht.

    Ich habe Sommer 2010 mit dem Rauchen (von 40 auf 0) aufgehört. Sommer 2011 hatte ich ein psychische Krise, die von außen angestoßen wurde. Ich bin weiterhin Nichtraucherin und habe eine mittelschwere depressive Episode entwickelt.

    Auch ich erlebe ein massives psychisches Hin und Her.


    Mein Psycho-Dok meinte mal zu mir, dass man bei einem ADHSler 10 Zigaretten mit 10mg Mph gleichsetzten könne. Ich selber kann das bestätigen. Als ich noch rauchte, rauchte ich in der Zeit, in der ich Mph genommen hatte sehr, sehr wenig. Sobald die Wirkung jedoch nachließ rauchte ich Kette - nahm ich dann wieder eine Mph rauchte ich wieder deutlich weniger.

    In der heftigsten Phase meiner massiven Krise letztes Jahr habe ich rund um die Uhr Mph genommen. Ich war in dieser Zeit in einer Klinik und dort wurde sehr viel geraucht von den anderen Patienten. Da ich eine beginnende COPD habe und nicht mehr rauchen darf - haben mir die Ärzt dort über 24 Std Mph niedrigdosiert verordnet. Sie meinten, sonst würde ich das Nichtrauchen unter so vielen Rauchern wahrscheinlich nicht durchhalten.

    Ich habe gelesen, dass Nikotin innerhalb von 7 Sekunden in den Dopaminhaushalt eingreift. Das der Körper verlernt, dass er eine eigenständige Regulierung des Botenstoffhaushaltes übernehmen muß. Das Nikotin hat ihn "faul" gemacht. DIese eigenständig Regulierung dauert vom ausgehenden Impuls bis zur Befriedigung durch z.B. Dopamin ca. 20 Minuten. Bei uns AD(H)Slern ist der Dopaminhaushalt auch noch zusätzlich gestört, so das das Nikotin mit seiner 7 Sek. Befriedigung schon eine "tolle Sache" ist.

    Es würde bei einem Nicht-AD(H)Sler ca 3 Monate dauern bis sich die Selbstregulation wieder normalisiert hat. Bei uns ist sie aber nie normal.

    Ich habe mir in der letzten Zeit viele Gedanken dazu gemacht.
    Mein Körper hat eigentlich gelernt, dass ich ganz, ganz schnell Dopamin zur Verfügung haben kann und auch in der Menge wie ich es dann brauche (Rauch ich eben Kette wenns nötig ist). Ich nehme zwar Medikamente (Elontril 150 mg und Mph 20 mg Retard) aber diese punktgenaue Dosieren, wie es durchs Nikotin möglich war, das fehlt. Ich bin davon überzeugt, dass das dieses Mehr an Stimmungsschwankung, das ich jetzt als Nichtraucherin erlebe, durch das Nichtrauchen so deutlich wird.

    Ich habe mich oft gefragt, warum ich jahrelang relativ gut mit meiner ADHS klar kam und das ich jetzt sie sehr sehr deutlich spüre. Ich denke, es liegt daran, dass ich eigentlich seit meinem 30 Lebensjahr mit Nikotin selbstmedikamentiert war.
    Ich habe erst so spät angefangen zu rauchen. Es war aber auch die Zeit, in der ich erstmals in meinem Leben den Anforderungen des "normalen Lebens" volle Breitseite ausgesetzt war. Ich bin dann gleich von 0 auf 40 Zigaretten gegangen.

    Ebenfalls habe ich in meinen Zeiten als undiagnostizierte ADHSler- und Raucherin festgestellt, dass es Zeiten gab, in denen ich sehr wenig Rauchte. Das waren Situationen, bei denen der Fokus stand (heute kann ich das so deuten). Alle diese Erfahrungen bestätigen meine Sicht, dass Nikotin ein "ideales" Mittel zur Selbstmedikamentierung bei AD(H)Slern ist.


    Wie ich damit umgehen kann weiß ich nocht nicht - rauchen werde ich jedenfall nicht mehr - ich will kein tragbares Sauerstoffgerät in 4 - 5 Jahren.


    Elwirrwarr

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Zusammenhang zwischen ADHS und Rauchen (?)

    Ich bin eigentlich keine Raucherin. In meiner Jugendzeit (als es durch die ADHS-Problematik in der Schule sehr schwierig für mich wurde), habe ich eine Zeit lang geraucht. Ich habe immer sofort gespürt, dass ich viel ruhiger wurde. Beim gelegentlichen Rauchen eines bestimmten Krautes (wie es hier im Forum so schön verschlüsselt wird; weiß gar nicht ob ich das hier offen erwähnen darf ) habe ich ziemlich genau die gleiche Wirkung verspürt. Deshalb war das nicht zusätzlich attraktiv. Ich fand es immer seltsam, das Rauchen von Zigaretten bei mir die gleiche Wirkung hatte. Kam mir schon irgendwie vor wie Selbstmedikation. DAs "geschwächte BElohnungssystem" wurde wohl sehr wirkungsvoll angekurbelt. Irgendwann habe ich, auch weil bei mir im Freundeskreis keiner geraucht hat, aufgehört und nicht mehr weiter dran gedacht.

    So mit Anfang bis Mitte Zwanzig war ich GElegenheitsraucherin, rauchte meistens mit, wenn ich unter anderen Rauchern war und "genoss" die Ruhe, die sich in mir ausbreitete. wenn ich mich ziemlich gestresst oder unruhig gefühlt habe, habe ich mir ab und an auch mal eine Schachtel gekauft, um mich zwischendurch beruhigen zu können. Manchmal hatte ich das dringende BEdürfnis zu rauchen, wenn ich besonders hibbelig war, dann war ich froh, Zigaretten da zu haben.

    Später habe ich auch das Rauchen ganz aufgegeben, da ich meine Frau kennen lernte, die absolut anti-Rauchen eingestellt war. Es viel mir nicht so schwer aufzuhören, ich hatte auch noch keine Ahnung dass ich ADHS habe und das das Nikotin sich "positiv" auf die Symptomatik auswirkt. Nur wenn ich sehr, sehr angespannt und unruhig bin, habe ich manchmal das Bedürfnis mir ne Zigarette anzuzünden Zum Glück bekomme ich seit 3 Monaten MPH. Die Wirkung fühlt sich an wie bei Nikotin, nur noch viel stärker und länger anhaltend.

    Da ich nie lange am Stück geraucht habe und nie wirklich ne Abhängigkeit entwickelt habe, gab es für mich jetzt keine direkte Verbindung zwischen dem Aufgeben des Rauchens und Depressivität. Kann mir aber gut vorstellen, dass es da auch nen Zusammenhang geben könnte bzw. dass man vielleicht eher eine Depression entwickelt, wenn man die Selbstmedikation aufgibt und die Unruhe etc. stärker wahrnimmt.

    LG
    Serenity
    Geändert von Serenity81 (25.09.2012 um 12:45 Uhr)

  6. #6
    Zelda Zonk

    Gast

    AW: Zusammenhang zwischen ADHS und Rauchen (?)

    Interessantes Thema!

    Ich bin Gelegenheitsraucherin. Konstitutionell vertrage ich das Rauchen eigentlich nicht. Bis auf wenige Zeiten im Leben habe ich immer so 1 bis 4 Zigaretten am Tag geraucht.

    Habe erst mit 19 die erste Zigarette geraucht und oft jahrelang gar nicht.

    Grundsätzlich bin ich kein Suchtmensch.

    In Krisenzeiten wurde es auch mal mehr, selten aber mehr als 10 Stück am Tag. Ich kann aber auch einfach mal nicht rauchen für ein paar Wochen oder Monate.

    Im Moment habe ich meine "Ritual-Zigarette" (selbstgedreht, ganz dünn und ohne Drogen-eigentlich sind es Alibi-Zigaretten) am Nachmittag und am Abend. In einer aufreibenden Situation kommen noch 2 dazu.

    Ich fand meine Rauchgewohnheiten immer sehr merkwürdig, wurde und werde immer für eine Nichtraucherin gehalten und oft wurde ich gefragt, warum ich nicht gleich aufgebe.

    Meine Neurologin (behandelnde AD(H)S Ärztin) hat mir bestätigt, das diese Art von Selbstmedikation tatsächlich oft bei AD(H)Slern vorkommt.
    Das wurde mir so auch in einer Selbsthilfegruppe bestätigt.

    LG ZZ
    Geändert von Zelda Zonk (25.09.2012 um 12:38 Uhr)

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 159

    AW: Zusammenhang zwischen ADHS und Rauchen (?)

    Firle schreibt:
    (...)

    ich lese jetzt zum erstn mal davon, dass es zwischen ADHS und Rauchen eine Zusammenhang geben könnte.

    (...)
    Moin zusammen!

    ADHSler neigen zu bestimmten Verhaltensweisen: Rauchen, Trinken, Kiffen, Kaffeetrinken in rauen Mengen, extrem viel Sport etcpp. Alles, was "ruhig macht" ist und tut "gut". Ich weiß jetzt nicht welcher der AD(H)S-Experten in NRW das gesagt hat, aber das könnte ich noch rausfinden: "Jeder Suchtkranke sollte auf AD(H)S untersucht werden und jeder AD(H)Sler sollte auch auf Suchtproblematik untersucht werden".

    Alex hat hier mal etwas zum Zusammenhang "Rauchen und AD(H)S" geschrieben: http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...s-rauchen.html

    In der Stellungnahme der Bundesärztekammer steht (Kapitel 7.2): "Funktionseinschränkungen ergeben sich speziell in folgenden Bereichen: (...) und Gesundheitsrisiken (exzessives Verhalten bei Essen, Trinken, Sexualität, Rauchen, Sport, Freizeit)." Stellungnahme der Bundesärztekammer zu ADHS (Langfassung)

    Ah - und ich sehe gerade, dass unser Forums-Doktor da auch schon was zu geschrieben hat: Rauchen als Selbstmedikation - Warum Menschen mit psychischen Problemen häufig Rauchen

    Liebe Grüße

    Grey

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 185

    AW: Zusammenhang zwischen ADHS und Rauchen (?)

    @Grey, vielen Dank für die weiterführenden Links.

    Firle

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Zusammenhang zwischen ADHS und Rauchen (?)

    Guten Abend zusammen,

    und erst einmal WOW - das waren ja heute eine Menge Gedanken zu dem Thema. Wie zu erwarten nicht identisch, was die Intensität eines Zusammenhangs angeht. Evidenz werden wir damit wohl nicht nachgewiesen haben, aber ich bin ganz froh, dass ich mit dem Thema nicht alleine bin.

    Catlikesrain schreibt:
    Erstmal wieso ist das Abhängigkeitsrisiko posistiv (oder versteh ich das falsch?)?
    Meine Theorie ist, dass das Rauchen ein wenig Struktur reinbringt ist bei mir zumindest so...
    Du stehst auf rauchst eine, machst mal Pause weil du rauchen willst, kannst dir abends sagen:'' so das ist die letzte dann ab ins bett''
    Muss nicht bei jedem so sein aber es bringt allein schonmal ein festes Morgen- und Abendritual mit sich
    Mich beruhigt es auch ungemein...
    Wenn ich Stress habe ist ne Packung von 20 Kippen in ein paar Stunden weg, wenn nicht reichts zwei Tage^^
    Das ist für mich immer so ein kleines Stück sicherheit...
    Von Abhängigkeitsrisiken habe ich in kurzer Zeit jetzt schon sehr oft gelesen und zuletzt bei einem Vortrag am vergangenen Freitag dazu etwas von einem in D relativ bekannten "ADHS-Professor" bei einem Vortrag gehört. These ist sogar, dass bei Behandlung im Kindesalter das potenzielle Risiko einer Abhängigkeit von vielen verschiedenen Suchtmitteln (insb. frei zugängliche, wie Alkohol, Zigaretten, aber auch härtere Sachen) kleiner wird. Ob´s nachgewiesen ist weiß ich nicht, aber weiter unten gibt´s dazu ja mindestens einen interessanten Link!

    Das mit der stressbedingten Steigerung kenne ich auch noch sehr gut. Meine Kollegen haben immer behauptet, dass ich die Zigaretten fresse. Das habe ich tatsächlich getan und zwar voll auf Lunge, gerne auch direkt zwei hintereinander in nicht einmal 5 Minuten, was dann natürlich auch erheblichen Einfluss auf die Tagesmenge hatte.

    Firle schreibt:
    (...)
    Dieses Jahr im Februar war ich dann wieder an dem Punkt wie 2004. Die Depressionen nahmen zu, Druck im Job, dass man sich überlegt zu trennen, da zuviele Fehler auftreten und ich demotiviert sei. Existenzängste, Panik..etc.. und ich habe mich erneut rausnehmen lassen und im Frühjahr erneut eine Reha gemacht. Dort machte mich eine Mitpatientin auf ADHS aufmerksam und ich begann zu recherchieren.
    Plötzlich wurde mir so vieles klar und ich sah mich in unendlich vielen Dingen wieder.
    Im Moment bin ich in der Testphase auf ADHS. Die Diagnose steht also noch nicht. Aber ich denke mal es wird so sein. Zu viele Dinge sprechen dafür.

    Ähnlich geht es mir mit Deiner These dass es auch damit zusammenhängen könnte dass ich das Rauchen aufgegeben habe. Das Leben war früher schon schwer aber es wurde nachdem ich das Rauchen aufgehört hatte noch heftiger ab da traten richtige Probleme auf. Ob das jetzt Zufall ist oder tatsächlich ein Zusammenhang besteht, das kann nur ein Fachman herausfinden.
    Aber aufhorchen läßt es auf jeden Fall.

    Eins steht allerdings fest. Das Rauchen werde ich auf keinen Fall wieder anfangen.

    Viele Grüße vom
    Firle
    Das mit dem Druck und zunehmder Depression kenne ich sehr gut. Mit der ADHS-Diagnose vor mittlerweile ein paar Wochen ist mir sehr viel klar geworden und ich habe mit ihr endlich einen Hebel, über den ich viele Dinge angehen kann.

    Meine Ärztin erklärt das in Zusammenhang mit zunehmendem Lebensalter übrigens wie folgt: Als ADHSsler entwickelt man Strategien, um seine besonderen Eigenschaften und Tics nicht auszuleben und vor anderen (zumindest im Job) zu verbergen. Mit zunehmendem Alter wird es dann immer schwieriger die Strategien anzuwenden, die Erschöpfung nimmt zu und die physische und psychische Belastbarkeit gleichzeitig ab. Wenn´s dann zu arg kommt mit dem Stress, droht irgendwann der Motor auszubrennen (wie ich finde sehr schön von Ihr formuliert), wenn man nichts unternimmt (Veränderungen einleitet).

    Rauchen werde ich ganz gewiss auch nie wieder - davon habe ich genug!

    Elwirrwarr schreibt:
    (...)

    Ich habe Sommer 2010 mit dem Rauchen (von 40 auf 0) aufgehört. Sommer 2011 hatte ich ein psychische Krise, die von außen angestoßen wurde. Ich bin weiterhin Nichtraucherin und habe eine mittelschwere depressive Episode entwickelt.

    Auch ich erlebe ein massives psychisches Hin und Her.

    Mein Psycho-Dok meinte mal zu mir, dass man bei einem ADHSler 10 Zigaretten mit 10mg Mph gleichsetzten könne. Ich selber kann das bestätigen. Als ich noch rauchte, rauchte ich in der Zeit, in der ich Mph genommen hatte sehr, sehr wenig. Sobald die Wirkung jedoch nachließ rauchte ich Kette - nahm ich dann wieder eine Mph rauchte ich wieder deutlich weniger.

    (...)

    Ich habe gelesen, dass Nikotin innerhalb von 7 Sekunden in den Dopaminhaushalt eingreift. Das der Körper verlernt, dass er eine eigenständige Regulierung des Botenstoffhaushaltes übernehmen muß. Das Nikotin hat ihn "faul" gemacht. DIese eigenständig Regulierung dauert vom ausgehenden Impuls bis zur Befriedigung durch z.B. Dopamin ca. 20 Minuten. Bei uns AD(H)Slern ist der Dopaminhaushalt auch noch zusätzlich gestört, so das das Nikotin mit seiner 7 Sek. Befriedigung schon eine "tolle Sache" ist.

    Es würde bei einem Nicht-AD(H)Sler ca 3 Monate dauern bis sich die Selbstregulation wieder normalisiert hat. Bei uns ist sie aber nie normal.

    Ich habe mir in der letzten Zeit viele Gedanken dazu gemacht.
    Mein Körper hat eigentlich gelernt, dass ich ganz, ganz schnell Dopamin zur Verfügung haben kann und auch in der Menge wie ich es dann brauche (Rauch ich eben Kette wenns nötig ist). Ich nehme zwar Medikamente (Elontril 150 mg und Mph 20 mg Retard) aber diese punktgenaue Dosieren, wie es durchs Nikotin möglich war, das fehlt. Ich bin davon überzeugt, dass das dieses Mehr an Stimmungsschwankung, das ich jetzt als Nichtraucherin erlebe, durch das Nichtrauchen so deutlich wird.

    Ich habe mich oft gefragt, warum ich jahrelang relativ gut mit meiner ADHS klar kam und das ich jetzt sie sehr sehr deutlich spüre. Ich denke, es liegt daran, dass ich eigentlich seit meinem 30 Lebensjahr mit Nikotin selbstmedikamentiert war.
    (...)
    Ebenfalls habe ich in meinen Zeiten als undiagnostizierte ADHSler- und Raucherin festgestellt, dass es Zeiten gab, in denen ich sehr wenig Rauchte. Das waren Situationen, bei denen der Fokus stand (heute kann ich das so deuten). Alle diese Erfahrungen bestätigen meine Sicht, dass Nikotin ein "ideales" Mittel zur Selbstmedikamentierung bei AD(H)Slern ist.

    Wie ich damit umgehen kann weiß ich nocht nicht - rauchen werde ich jedenfall nicht mehr - ich will kein tragbares Sauerstoffgerät in 4 - 5 Jahren.

    Elwirrwarr
    Das ist wirklich sehr plastisch geschildert und ich unterschreibe jedes einzelne Wort zu Deinen Erfahrungen mit Zigaretten. Habe zwar deutlich eher angefangen, aber bin auch ganz sicher, dass ich durch die Möglichkeit der dynamischen, situativen Dosierung von Nikotin über Zigaretten viele Tiefen und Belastungssitiuationen ausgeglichen habe. Jetzt, wo ich das nicht mehr konnte, kam dann bei mir in einem ähnlichen Abstand wie bei Dir genau die gleiche Diagnose: Mittelschwere depressive Episode.

    Nehme neben MPH momentan noch Sertralin 75. So gut wie jetzt habe ich mich seit Jahren nicht gefühlt, da ich keine Hemmschwellen mehr habe etwas zu tun und abends nach dem Job nicht mehr um 8:00 uns Bett falle, weil ich total erschöpft bin.

    Drücke Dir die Daumen, dass Du für Dich einen Umgang mit der Situation findest. Ich erlebe es ähnlich wie Du mit dem retardierten Medikament und bin am überlegen, ob ich am kommenden Donnerstag meinen Doc wg. Ergänzung über unretardiertes MPH anspreche für besondere Situationen. Bei mir es es allerdings so, dass ich beim retardierten Präparat Schwankungen habe und es bei mir leider auch insgesamt nur 6 Stunden wirkt (Medikinet adult).

    Serenity81 schreibt:
    Ich bin eigentlich keine Raucherin. In meiner Jugendzeit (als es durch die ADHS-Problematik in der Schule sehr schwierig für mich wurde), habe ich eine Zeit lang geraucht. Ich habe immer sofort gespürt, dass ich viel ruhiger wurde. Beim gelegentlichen Rauchen eines bestimmten Krautes (wie es hier im Forum so schön verschlüsselt wird; weiß gar nicht ob ich das hier offen erwähnen darf ) habe ich ziemlich genau die gleiche Wirkung verspürt. Deshalb war das nicht zusätzlich attraktiv. Ich fand es immer seltsam, das Rauchen von Zigaretten bei mir die gleiche Wirkung hatte. Kam mir schon irgendwie vor wie Selbstmedikation. DAs "geschwächte BElohnungssystem" wurde wohl sehr wirkungsvoll angekurbelt. Irgendwann habe ich, auch weil bei mir im Freundeskreis keiner geraucht hat, aufgehört und nicht mehr weiter dran gedacht.

    So mit Anfang bis Mitte Zwanzig war ich GElegenheitsraucherin, rauchte meistens mit, wenn ich unter anderen Rauchern war und "genoss" die Ruhe, die sich in mir ausbreitete. wenn ich mich ziemlich gestresst oder unruhig gefühlt habe, habe ich mir ab und an auch mal eine Schachtel gekauft, um mich zwischendurch beruhigen zu können. Manchmal hatte ich das dringende BEdürfnis zu rauchen, wenn ich besonders hibbelig war, dann war ich froh, Zigaretten da zu haben.

    Später habe ich auch das Rauchen ganz aufgegeben, da ich meine Frau kennen lernte, die absolut anti-Rauchen eingestellt war. Es viel mir nicht so schwer aufzuhören, ich hatte auch noch keine Ahnung dass ich ADHS habe und das das Nikotin sich "positiv" auf die Symptomatik auswirkt. Nur wenn ich sehr, sehr angespannt und unruhig bin, habe ich manchmal das Bedürfnis mir ne Zigarette anzuzünden Zum Glück bekomme ich seit 3 Monaten MPH. Die Wirkung fühlt sich an wie bei Nikotin, nur noch viel stärker und länger anhaltend.

    Da ich nie lange am Stück geraucht habe und nie wirklich ne Abhängigkeit entwickelt habe, gab es für mich jetzt keine direkte Verbindung zwischen dem Aufgeben des Rauchens und Depressivität. Kann mir aber gut vorstellen, dass es da auch nen Zusammenhang geben könnte bzw. dass man vielleicht eher eine Depression entwickelt, wenn man die Selbstmedikation aufgibt und die Unruhe etc. stärker wahrnimmt.

    LG
    Serenity
    Auch das kann ich alles nur unterschreiben - vielleicht ist rauchen sogar eine Art "Tic", wie in ADHSler gerne entwickeln? Wenn ich genau überlege, habe ich keinen besonderen anderen erwähnenswerten Tic, aber das Rauchen war für mich einer und es wurde in einer Hektik praktiziert, die nicht mehr schön war. Höchstwahrscheinlich, um möglichst viel Dopaminausschüttung zu realisieren, zumindest nach meiner Erklärung.

    Zelda Zonk schreibt:
    Interessantes Thema!

    Ich bin Gelegenheitsraucherin. Konstitutionell vertrage ich das Rauchen eigentlich nicht. Bis auf wenige Zeiten im Leben habe ich immer so 1 bis 4 Zigaretten am Tag geraucht.

    Habe erst mit 19 die erste Zigarette geraucht und oft jahrelang gar nicht.

    Grundsätzlich bin ich kein Suchtmensch.

    In Krisenzeiten wurde es auch mal mehr, selten aber mehr als 10 Stück am Tag. Ich kann aber auch einfach mal nicht rauchen für ein paar Wochen oder Monate.

    Im Moment habe ich meine "Ritual-Zigarette" (selbstgedreht, ganz dünn und ohne Drogen-eigentlich sind es Alibi-Zigaretten) am Nachmittag und am Abend. In einer aufreibenden Situation kommen noch 2 dazu.

    Ich fand meine Rauchgewohnheiten immer sehr merkwürdig, wurde und werde immer für eine Nichtraucherin gehalten und oft wurde ich gefragt, warum ich nicht gleich aufgebe.

    Meine Neurologin (behandelnde AD(H)S Ärztin) hat mir bestätigt, das diese Art von Selbstmedikation tatsächlich oft bei AD(H)Slern vorkommt.
    Das wurde mir so auch in einer Selbsthilfegruppe bestätigt.

    LG ZZ
    Ich finde es richtig gut, dass Du mit den wenigen Zigaretten auskommst (wenn natürlich aus meiner heutigen Sicht schon eine Zigarette eine zu viel ist . Ich habe das damals nicht gekonnt und weiß ganz genau, dass ich spätestens nach einer Zigarette wieder dabei wäre und das dann mit hoher Sicherheit noch viel stärker als jemals zuvor. Deshalb habe ich mittlerweile auch so viel Abstand gewonnen, dass ich ganz sicher niemals wieder rauchen werde (zumindest ganz sicher nicht möchte).

    Wie schaffst Du es denn mit so wenig Zigaretten auszukommen. Erlebst Du wenig Stresssituationen oder hast Du andere Strategien oder Ausgleiche entwickelt, um mit dem Alltag "auszukommen"?

    Grey schreibt:
    Moin zusammen!

    ADHSler neigen zu bestimmten Verhaltensweisen: Rauchen, Trinken, Kiffen, Kaffeetrinken in rauen Mengen, extrem viel Sport etcpp. Alles, was "ruhig macht" ist und tut "gut". Ich weiß jetzt nicht welcher der AD(H)S-Experten in NRW das gesagt hat, aber das könnte ich noch rausfinden: "Jeder Suchtkranke sollte auf AD(H)S untersucht werden und jeder AD(H)Sler sollte auch auf Suchtproblematik untersucht werden".

    Alex hat hier mal etwas zum Zusammenhang "Rauchen und AD(H)S" geschrieben: http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...s-rauchen.html

    In der Stellungnahme der Bundesärztekammer steht (Kapitel 7.2): "Funktionseinschränkungen ergeben sich speziell in folgenden Bereichen: (...) und Gesundheitsrisiken (exzessives Verhalten bei Essen, Trinken, Sexualität, Rauchen, Sport, Freizeit)." Stellungnahme der Bundesärztekammer zu ADHS (Langfassung)

    Ah - und ich sehe gerade, dass unser Forums-Doktor da auch schon was zu geschrieben hat: Rauchen als Selbstmedikation - Warum Menschen mit psychischen Problemen häufig Rauchen

    Liebe Grüße

    Grey
    Vielen Dank für die Links, die ich jetzt gleich mal konsultieren werden! Vermute aber schon jetzt, dass sich die Inhalte mit meinen Thesen decken werden.

    ----

    Vielen Dank + LG an Euch alle,

    oscarNRW

  10. #10
    Zelda Zonk

    Gast

    AW: Zusammenhang zwischen ADHS und Rauchen (?)

    @oscar NRW:

    "Wie schaffst Du es denn mit so wenig Zigaretten auszukommen. Erlebst Du wenig Stresssituationen oder hast Du andere Strategien oder Ausgleiche entwickelt, um mit dem Alltag "auszukommen"?"


    Keine Ahnung! Ich bin hypersensibel in jeder Hinsicht. Ich vertrage einfach nicht mehr. Dasselbe gilt für Alkohol. Ausserdem hatte ich immer körperlich sehr anspruchsvolle und anstrengende Berufe (u.a. Handwerk). Wenn ich mal im Büro arbeiten musste, bin ich fast ausgeflippt und habe mich immer gefühlt wie ein Tiger im Käfig. Habe dann auch mehr geraucht.

    Bewegung beats Qualm, quasi!


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